JAHRGANG 13 - NUMMER 2 ANNATA 13 - NUMERO 2 MOSAIK GRIESFELD / LISL-PETER August 2015 Agosto 2015 „Vor jedem Holunderstrauche ziehe deinen Hut“ (Sebastian Kneipp) Nur wenige Heilkräuter sind in der Volksmedizin so beliebt wie der Holunder. Bereits seit der Steinzeit wird er nachweislich als Hausmittel verwendet. Der Volksglaube, dass Holunder der Wohnsitz der beschützenden Hausgötter sei, lässt uns den vielseitigen Strauch noch heute in ländlichen Gegenden häufig neben Wohnhäusern und Scheunen finden. Im Juni verströmen die gelblichweißen Blütendolden ihren betörenden Sommerduft. Holunderblüten – der Volksmund bezeichnet sie auch als „Fliederblüten“ - regen das Schwitzen und damit die körpereigenen Abwehrkräfte an. Als Tee getrunken und gerne mit den ähnlich wirkenden Lindenblüten kombiniert, helfen sie zuverlässig gegen fiebrige Erkältungskrankheiten. Die im Herbst vollreif, mit schwarzvioletter Farbe geernteten Holunderbeeren sind besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Belastbare klinische Studien gibt es zu den Beeren im Gegensatz zu den Blüten nicht. Als heißer Holunderbeersaft getrunken oder als „Holundersuppe“ mit Äpfeln und Grieß- klößchen zubereitet, sind aber auch sie ein beliebtes Hausmittel zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten. Auch Holunder-Mus oder Holunder-Gelee kann aus ihnen bereitet werden. Zu früheren Zeiten waren diese Speisen wichtige Vitaminlieferanten, um den langen Winter gesund zu überstehen. Einladung zum Gartenfest - Invito alla Festa in giardino Samstag/sabato - 29. August/agosto 2015 - ore 16.00 Uhr Zusammen mit unseren Bewohnern und deren Angehörigen möchten wir einen gemütlichen Nachmittag verbringen. Insieme ai nostri residenti e ai loro parenti vorremo trascorrere un piacevole pomeriggio. Alle Freunde des Hauses sind herzlich eingeladen! Tutti gli amici della Casa sono calorosamente invitati! 2 MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 Unsere Projekte Der Verwaltungsrat der Stiftung hat bereits bei Amtsantritt sein programmatisches Dokument verabschiedet und sich für den Zeitraum 2014 – 2018 anspruchsvolle Ziele gesteckt. Wie allseits bekannt, macht die stetige Veränderung auch vor den Toren des Altenheimes nicht halt. Auch in diesem Bereich gibt es ständig Neues. Als Dienstleistungsbetrieb ist es uns ein Anliegen, Angebote zu haben, welche dem Bedarf entsprechen und für die Gemeinschaft ein Nutzen sind. Der Verwaltungsrat hat sich verschiedene Statistiken, interne Auswertungen, Kennzahlen und Entwicklungsszenarien angeschaut und ausgewertet und der Direktorin folgende Arbeitsaufträge übertragen. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Neumarkt soll das Gemeindegebiet ein demenzfreundliches Dorf werden. Hierbei gilt es die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und die Menschen, welche an Demenz erkrankt sind einzuschließen und nicht auszugrenzen. Dieses Projekt wird sich über den gesamten Zeitraum 2014 – 2018 ziehen. Da ein gegenseitiges Lernen wichtig ist und wir das Rad nicht jedesmal neu erfinden müssen, wurde eine Partnerschaft mit einem Heim in der Toskana geschlossen. Auch hier wird jährlich zu unterschiedlichen Themen ein Austausch stattfinden. Öffentlichkeitsarbeit ist nicht mehr wegzudenken. Es soll nicht der Anschein entstehen, dass wir eine geschlossene Anstalt sind und niemand über uns Bescheid wissen soll. Wir wollen teilhaben an der Dorfgemeinschaft und entsprechend ist auch unser Plan zur Öffentlichkeitsarbeit ausgerichtet: fixe Seite in der Dorfzeitung, Fachartikel, Besuche von Schulen, Heimen u.a., Veranstaltungen, Feste und Feiern und vieles mehr gehören dazu. Freiwilligenarbeit ist immer wichtiger und ein von uns hoch geschätzter Beitrag. Wir haben seit einigen Jahren eine Kampagne für die Werbung von neuen Freiwilligen laufen. Den derzeitigen möchten wir durch jährliche Schulungen und Angebote ein klein wenig Gutes, das sie leisten, zurückgeben. Die Pflege und Betreuung ist seit Jahren ein zentrales Thema in der Weiterentwicklung und Innovation. Seit einigen Jahren arbeiten wir mit einem biografischen individuellen Betreuungskonzept. Dieses muss ständig aktualisiert und geschult werden. Neue Leistungen anbieten: hierbei soll aufgrund einer Bedarfserhebung festgestellt werden, was unsere Einrichtung Neues für das Territorium anbieten kann. Unsere Küche wurde letztes Jahr zertifiziert. Wir haben somit einen Vergleich mit anderen Großküchen, sei es qualitativ als auch quantitativ. Die jährlichen Überprüfungsaudits sind für die ständige Verbesserung sehr wichtig. Wir kochen pro Jahr zirka 156.000 Essen. Unser bestehendes Qualitätsmanagementsystem ISO 9001-2000, die OHSAS 18001, das Organisationsmodell 231 müssen ständig gepflegt werden. Auch unsere Mitarbeiter brauchen laufend Schulungen und Auffrischungen zum Thema. Daher wird intern für ein gelebtes Qualitätsmanagementsystem gearbeitet. Arbeitssicherheit ist uns wichtig! Hierbei verlassen wir uns auf die jährlich durchgeführte Risikoanalyse und haben aufgrund der letzten Erhebungen ein Projekt für Heben und Tragen von Lasten geplant. Durch theoretische und praktische Schulungen werden alle Mitarbeiter zum Thema informiert und bekommen vor Ort auch praktische Anleitung um rückenschonend zu arbeiten. Dies für ihre Gesundheit, aber auch für die Sicherheit der Bewohner, welche wir pflegen. Zur Sicherheit der Bewohner und der Mitarbeiter wurde auch eine Notfallgruppe, welche aus zka. 25 Personen zusammengesetzt ist, eingesetzt. Diese wird laufend für anfallende Notfälle geschult und überwacht die Sicherheit der Gebäude. Strategische Ziele Projekt Demenzfreundliche Gemeinde Partnerschaft APS Martelli Öffentlichkeitsarbeit Freiwilligenarbeit Neue Leistungen ’ evtl. Bedarfserhebung Betreuung/biographisches Modell/Bezugspflege My Kessel Projekt QMS festigen MAPO ’ Biologisches Risiko/Allgemein Arbeitssicherheit ’ Notfallgruppe integrieren 2014 2015 2016 2017 2018 Für all diese Vorhaben brauchen wir Menschen. Motivierte, systematische, kreative, verständnisvolle, vertrauenswürdige, belastbare Mitarbeiter machen alle unsere Projekte überhaupt erst möglich. Ihnen gilt unser aufrichtiger Dank. Es ist nicht immer nur Zuckerschlecken, es bedeutet ein hartes Stück Arbeit. Aber die Freude übers Gelingen ist groß: Wer soll sich um die Zukunft fürs Alter kümmern wenn nicht wir?? Wir werden in dieser Zukunft leben und haben nun die Möglichkeit diese auch so zu gestalten, wie wir sie erfahren möchten. Allen Mitarbeitern ein Dankeschön!! MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 3 „Ein gelungenes Leben trotz Demenz“ Am 30. Juni sollte in der deutschen Bibliothek in Neumarkt ein Vortrag von Frau Helga Rohra – Selbstbetroffene und Aktivistin für Demenz stattfinden. Leider hat Fr. Rohra am späten Vormittag desselben Tages ihre Präsenz abgesagt, da sie aus Gesundheitsgründen nicht in der Lage war anzureisen und den Vortrag zu halten. Wir haben dann kurzfristig eine Gruppe von Interessierten und Fachleuten für eine Diskussionsrunde zusammengetrommelt. Der Bürgermeister Horst Pichler konnte einen vollen Saal von Menschen die Frau Rohra hören wollten, begrüßen und musste leider die schlechte Nachricht der Absage übermitteln. Dr. Albert March – Primar der Geriatrie des Krankenhauses Bozen – erläuterte die verschiedenen Formen der Demenzen, unter diesen auch jene, an der Frau Rohra leidet. Dies ist die Lewy-KörperchenDemenz, eine deutlich seltenere als die Alzheimer– Demenz. Sie wird bei zirka 10 Prozent der Demenzkranken diagnostiziert. Neben einer fortschreitenden Gedächtnisstörung zeigen die Patienten psychotische Symptome und/oder Bewegungsstörungen wie bei der Parkinson-Krankheit sowie auffällige Schwankungen ihrer geistigen Fähigkeiten und ihrer Wachheit im Tagesverlauf. Auch erzählt Dr. March, dass ab Dezember 2015 nicht mehr der Fachbegriff „Demenz“ verwendet wird, sondern es wird europaweit in „Neurokognitive Störungen“ umgewandelt. Dieser veränderte Begriff bietet vielleicht mehr Hoffnung. Dr. March weist auch darauf hin, dass wir seit einigen Jahren die Gewissheit haben, dass Prävention möglich ist. Hier wird auf eine gesunde Ernährung (Mediterrane Diät) und viel Bewegung gesetzt. Der Bürgermeister möchte nun von der L.R. Stocker wissen, was Südtirol für diese Menschen tut bzw. tun wird. Die Landesrätin bedankt sich beim BM für die Einladung und gratuliert nochmals zum mutigen Projekt „Demenzfreundliche Gemeinde“. Sie möchte nächstes Jahr dieses Projekt auf das ganze Land ausdehnen, da es für die Zukunft von größter Wichtigkeit sein wird, für die vielen Demenzkranken ein entsprechendes Umfeld zu schaffen. Auch werden die Memory Kliniken potenziert, damit die Diagnoseabklärungen schneller von statten gehen. Die Direktorin der Stiftung Griesfeld weist darauf hin, dass es neue kreative Lösungen braucht, weil die bestehenden Dienste, sprich Altersheime sicherlich nicht in der Lage sind alle Fälle aufzunehmen und entsprechend zu betreuen. In diesem Bereich spielt auch die soziale Versorgung eine große Rolle. Die Medizin kann ihren Beitrag leisten, aber bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung nach der Diagnosestellung von 10 Jahren, ist die Lebensqualität ein wichtiger Aspekt. Daher brauchen wir eine sensible Gemeinschaft, welche es diesen Menschen erlaubt noch so lange wie möglich in ihrem Umfeld ein geschütztes „autonomes“ Leben zu führen. Es gab eine rege Diskussion mit dem Publikum und wir haben gesehen, dass das Interesse fürs Thema in der Bevölkerung sehr hoch ist. Der Bürgermeister bedankt sich bei den Mitwirkenden und beim Publikum für die informative und interessante Veranstaltung und dankt auch der Landesrätin für die Zeit und das Engagement. 4 Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 MOSAIK Frau Elisabeth Grospitsch erzählt für die Hauszeitung „Mosaik“ Das war mein Leben… Mein Vater Augustin Grospitsch stammte aus Braunau in Böhmen (damals Österreich-Ungarn) und kämpfte im ersten Weltkrieg in den Reihen der österreichischen Armee an der Süd-Front im Fleimstal. Während des Krieges lernte er meine Mutter Maria in Neumarkt kennen und heiratete sie 1918. Nach dem Kriegsende kehrte mein Vater zusammen mit seiner Frau nach Braunau zurück. Dort wurde ich am 21. Februar 1920 geboren. Ich verbrachte eine unbeschwerte und harmonische Kindheit im kleinen Städtchen Braunau gemeinsam mit meinem drei Jahre jüngeren Bruder. Meine Muttersprache war Deutsch. Ich besuchte den deutschsprachigen Kindergarten und darauf die Volksschule. Mit 12 Jahren schickte man mich in die Bürgerschule, da das Gymnasium den Buben vorenthalten war. Ein Jahr besuchte ich die tschechische Schule, wo ich deren Spra- che lernen konnte, die ich bis heute noch teilweise sprechen kann. Mit 16 Jahren war ich im katholischen Jugendverein tätig. Dort lernte ich meinen späteren Mann Franz Teuber kennen. Nach meinem Schulabschluss arbeitete ich bei meinem Vater im Versicherungsgeschäft. 1938 war ein einschneidendes Jahr für mich und meine Heimatstadt. Es kam zum Einmarsch der Nationalsozialisten unter der Führung Adolf Hitlers, der unter großen Jubel innerhalb der deutschen Bevölkerung, uns in das Deutsche Reich als eigene Provinz eingliederte. In meiner Heimatstadt tönte es durch die Straßen: „Lieber Hitler mach uns frei, von der Tschechoslowakei.“ Nach dem Kriegsbeginn 1939 kehrte aber bald Ernüchterung ein. Mein Freund kämpfte an der russischen Ost-Front und auch mein Bruder wurde an die Front verordnet. Derweil blieb ich in Braunau, wo ich während des Krieges im Büro der Rüstungsfabrik tätig war. Ich heiratete meinen Freund am 21. Februar 1944, genau am meinen 24. Geburtstag, während seines Genesungsurlaubs, der ihm als Soldat zustand. Unsere Mit meinem drei Jahre jüngeren Bruder. Tanzstunde mit 16 Jahren (1936). Hochzeitsreise bestand aus einem Skiurlaub in Kitzbühel und einem Kurzaufenthalt in Wien. Kurz darauf musste mein Mann wieder zurück an die Front. Zwei Monate später bekam ich die Meldung, dass mein Mann als vermisst gilt. Ich gab nie auf nach ihm zu suchen, doch bis heute weiß ich nicht, was mit ihm geschehen ist. Ein Jahr später war der Krieg zu Ende und die Russen zogen in Braunau ein. Mein Vater verstarb am 26. März 1946 im Arbeiterlager in Braunau. MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 5 Italienischkenntnisse zu verbessern. Ich kehrte wieder zurück nach Neumarkt und arbeitete ab 1953 bis 1966 im Büro der „UNIFRUT“. 1970 starb meine Mutter. Von diesem Moment an lebte ich alleine in meiner Wohnung. Ich arbeitete nun als Korrektorin bei der Alto Adige in Bozen und spielte bei Bedarf verschiedene Rollen in den Theaterstücken der Heimatbühne und der Freilichtbühne Neumarkt. Zudem leitete ich ab 1980 den Kinderchor von Neumarkt. Nach einer Operation im Jänner 2014 kam ich im Februar 2014 ins Altenheim St. Pauls. Ich versuchte es noch einmal mit einer Badante in meiner Wohnung, Hochzeit am 21. Februar 1944. Kurz darauf wurden ich und meine Mutter nach Oberfranken in Deutschland vertrieben. Es war keine einfache Zeit als Flüchtlinge, die von der heimischen Bevölkerung sehr kritisch betrachtet wurden. Im gleichen Jahr noch übersiedelte meine Mutter zur Tante nach Neumarkt, wo mein Bruder schon seit knapp einem Jahr lebte. Ich blieb noch kurz in Oberfranken bis ich dann ebenfalls den Entschluss fasste ihnen nachzuziehen. Somit startete ich mithilfe eines Bergführers eine gefährliche Reise über Gebirgspässe und Staatsgrenzen bis nach Neumarkt, wo ich dann Ende des Jahres 1946 auf meine Mutter und meinen Bruder stieß. Ich wohnte zusammen mit meiner Mutter und meinem Bruder im Haus meiner Tante bis mein Bruder kurz darauf nach Bruneck zog. Ich konnte kein Wort Italienisch, lebte ohne Papiere in Südtirol und musste darum für fast ein Jahr jeden Monat nach Trient, um die Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern. Für ein paar Monate arbeitete ich im Obstmagazin in Neumarkt, bis mich mein Onkel in seiner Rechtsanwaltskanzlei als Sekretärin einstellte. 1947 begann ich auf Anfrage des Dekans von Neumarkt als Organistin in der Pfarrkirche. Diese Tätigkeit führte ich über 60 Jahre mit Freude und Leidenschaft aus. Musik war immer meine große Leidenschaft. 1951 ging ich für kurze Zeit als Erzieherin nach Padua, um meine Meine Leidenschaft für über 60 Jahre: Das Orgelspiel. doch im Juni 2014 entschied ich mich für eine Daueraufnahme im Altenheim Griesfeld. Seit mehr als einem Jahr wohne ich nun im Altenheim Griesfeld und schaue nun mit über 95 Jahren zurück auf ein sehr bewegtes Leben. Ich blicke zurück auf meine wundervolle Kindheit und Jugend, ein wunderbares Elternhaus, auf einen Krieg, der mein Leben auf den Kopf stellte und alles in allem auf ein sehr erfülltes Leben mit vielen Höhen und Tiefen… 6 Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 MOSAIK Kneippen – der Klassiker unter den Naturheilverfahren von Simone Cuccarollo - Physotherapeut Den Begriff „Kneippen“ verbinden viele mit kaltem Wasser, mit Natur, mit Gesundheit, und das mit Recht. Jedoch steht es für viel mehr, als nur für kaltes Wasser oder für was manche es im ersten Moment halten mögen: überholt, oberflächig, überflüssig, Mode. „Kneippen“ ist Sammlung, Verfeinerung und Ausdruck eines jahrtausende altes Wissen über die heilende Wirkung des Wassers und deren Anwendungs-Formen. Schon im Alten Rom gab es fast in jeder Stadt Thermen mit warmen und kalten Bädern. Diese waren frei zugänglich und deren Besuch als wohltuend und gesundheitsfördernd allgemein angesehen. Pfarrer Sebastian Kneipp hat dieses Wissen neu aufgegriffen, verfeinert und ausgeweitet. Bewegungstherapie, ausgewogene Ernährung, das Nutzen von Kräutern und nicht zuletzt das innere, seelische Gleichgewicht bilden zusammen mit den Wasseranwendungen die 5 Säulen der Kneipp-Lehre. Über die nächsten Ausgaben des Mosaiks werden wir unterschiedliche Aspekte dieses Konzeptes vorstellen. Mit wenigen Anmerkungen kann Kneippen für jeden zugänglich werden, und ihm im Alltag erholend und Kraft spendend zur Seite stehen. besuchen. Doch dann erkrankte er an einer schweren Lungentuberkulose, welche ihn so schwächte, dass man ihn schließlich mit 27 Jahren zum Sterben nach Hause schickte. Glücklicherweise stieß er auf ein Büchlein über die heilende Wirkung vom Wasser. In dieser verzweifelten Lage nahm er sich die Ratschläge des Buches zu Herzen. Mehrmals wöchentlich spazierte er von zu Hause zur winterlichen Donau und tauchte mit dem ganzen Körper ins kalte Wasser. Nach einiger Zeit verbesserte sich seine Gesundheit zunehmend bis hin zur Vollständigen Heilung. Überrascht und dankbar über den Erfolg des Heilmittels Wasser beschloss er dieses zu ergründen und zu entwickeln. Nach der Priesterweihe 1852 begann er neben seiner Tätigkeit als Seelsorger auch körperliche Krankheiten zu versorgen. Immer mehr Menschen kamen zu ihm nach Bad Wörishofen um Erleichterung zu finden. Auch Neider blieben ihm nicht erspart. Nach dem Erscheinen seiner Bücher „Meine Wasserkur“ (1886) und „So sollt ihr leben“ (1889) erlangte er weltweite Berühmtheit. Als 1897 Sebastian Kneipp starb, hinterließ er mehrere Schriften und einige Kurhäuser, europaweit verstreut (z.B. Kurhaus Guggenberg in Brixen), welche nach seiner Methode arbeiteten. Ein einfacher Einstieg: Eine gesunde Abhärtung dient der Krankheitsvorbeugung. Dies ist wohl der bekannteste Aspekt der Kneipp-Therapie. Das Barfußgehen bietet den einfachsten Zugang. Wer „Kneippen“ kennen lernen will, sollte etwas über seinen Namengeber erfahren Sebastian Kneipp wurde 1821 als Sohn einer einfachen Weber Familie geboren. Schon früh verspürte er den Wunsch Priester zu werden, was wegen seiner ärmlichen Verhältnisse unerfüllbar schien. Nach größten Schwierigkeiten - das Familienhaus brannte mit den ganzen Ersparnissen nieder - gelang es ihm mit 23 Jahren mit Hilfe eines verwandten Priesters das Gymnasium zu Wirkung: – Stärkung des Immunsystems – Reflektorische Stärkung der Unterleibsorgane – Hilfe bei Kopfschmerzen – Venen-Wadenmuskel-Pumpe – Abhilfe bei Fußschweiß Durchführung: – Nach dem Aufstehen mit warmen Füßen 2 bis 3 Minuten über taufrisches Gras, bzw. 20 bis 30 Sekunden durch frisch gefallenen Schnee gehen; für Wiederaufwärmung sorgen (nicht abtrocknen, Socken anziehen, bewegen) – Möglichst im Sommer beginnen um sich langsam zu gewöhnen MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 7 Kneippen – un classico tra i metodi naturopatici di Simone Cuccarollo - fisioterapista Il termine “Kneippen” alcuni lo collegano con acqua fredda, con la natura, con la salute, e fanno bene. Però dietro al termine si nasconde molto di più che acqua fredda o come alcuni possono pensare in un primo momento qualcosa di superato, superficiale, superfluo o solo una moda attuale. “Kneippen” è la raccolta, l’elaborazione e l’espressione di una conoscenza vecchia di millenni sull’utilizzo dell’acqua e le sue proprietà curative. Già nell’antica Roma quasi in ogni città esistevano le terme con vasche di acqua calda e fredda. L’accesso era libero, gli effetti benefici e salutari erano riconosciuti largamente. Il parroco Sebastian Kneipp riprese questo sapere, lo approfondì e lo allargò. Il movimento, un’alimentazione equilibrata, l’utilizzo di erbe medicinali e non di meno l’equilibrio spirituale formano assieme alle applicazioni d’acqua, i pilastri sui quali si appoggiano gli insegnamenti di Kneipp. Attraverso le prossime edizioni di questo giornale presenteremo diversi aspetti di questo concetto. Con pochi accorgimenti il concetto “Kneipp” può diventare raggiungibile a tutti, donando sollievo e beneficio nel quotidiano. e peggiorò a tal punto che a 27 anni lo mandarono a casa per morire in famiglia. Fortunatamente trovò un libretto che trattava delle proprietà curative dell’acqua e data la situazione disperata ne seguì i consigli. Più volte a settimana, era il Novembre del 1849, raggiungeva il Danubio a piedi, e dopo essersi immerso con tutto il corpo nelle acque gelide del fiume, senza asciugarsi e rivestitosi, tornava a casa. Dopo un breve periodo il suo stato di salute migliorò al punto che guarì del tutto. Sorpreso e riconoscente del successo di questo rimedio, l’acqua, decise di approfondire e sviluppare questa materia. Nel 1852 fu ordinato prete e insieme al curare le anime iniziò anche a curare i corpi. Sempre più persone andarono in quegli anni a Bad Wörishofen dal parroco Sebastian Kneipp per trovare sollievo. Anche il numero di chi lo invidiava cresceva. Dopo la pubblicazioni dei suoi libri “Meine Wasserkur” (1886) e “So sollt ihr leben (1889) guadagnò fama mondiale. Quando nel 1897 Sebastian Kneipp morì, lasciò diversi scritti e diverse strutture, sparse in tutta Europa [per esempio la casa di cura Guggenberg a Bressanone], che utilizzarono il suo metodo. Iniziare con semplicità: Una sana tempra aiuta a prevenire le malattie. Questo aspetto è forse uno dei più conosciuti del concetto “Kneipp”. Il camminare scalzo offre l’accesso più semplice. Chi vuole avvicinarsi al metodo Kneipp è bene che sappia alcune cose sul padrino di questo metodo Sebastian Kneipp nacque nel 1812 in una famiglia di tessitori. Già in giovane età espresse il desiderio di diventare prete, ma per le condizioni economiche precarie della famiglia era impresa ardua. Dopo grandissime difficoltà – la casa famigliare con tutti i risparmi fu distrutta dalle fiamme – riuscì all’età di 23 anni ad intraprendere gli studi col aiuto di un parente prete. Però durante li studi si ammalò gravemente di tubercolosi, Effetto: – Rinforzo del sistema immunitario – Rinforzo per via riflessa degli organi addominali – Sollievo per il mal di testa – Pompa veno-linfatica – Rimedio per la sudorazione dei piedi Esecuzione: – Dopo l’alzarsi al mattino, coi piedi caldi camminare 2 -3 minuti sul erba bagnata dalla rugiada, o in alternanza 20 – 30 secondi sulla neve fresca, preoccuparsi che i piedi si riscaldino dopo (senza asciugarli, mettersi i calzini, e muoversi) – Possibilmente iniziare d’estate per abituarsi lentamente 8 MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 EVENTS Gita a Pietralb a stein eißen Ausflug nach W Etwas Abkühlu n g bei dieser Hit ze!!! MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 ... und immer er ... Alle Jahre wied 9 ist es gemütlich ! oag st Ausflug nach G Gäste beim La ubenfest Ospiti al “Lau ben fest” Ausflug zur Sch ö nrast - Gita a “Schönrast” 10 MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 ’s Kuchlkastl Die Zwetschge, eine beliebte Frucht mit Tradition Die Zwetschge schmeckt gut, ist gesund und von Alters her bekannt. Bereits in der Antike waren die Wirkungen der Zwetschge geläufig. Sie gehört, man höre und staune, zu den Rosengewächsen und ist eigentlich eine Unterart der Pflaume. Der Zwetschgenbaum ist in Europa, Nordamerika, Westasien, sowie in Nord- und Südafrika bekannt. Das ganz heiße Klima liebt er also nicht, jedoch die Sonne umso mehr, die sich dann als das typische Aroma in den Früchten widerspiegelt. Bereits in der Antike waren die Wirkungen der Zwetschge auf das menschliche Verdauungssystem bekannt und so mancher alte Römer benutzt einen Zwetschgentrunk, um in seinem Magen Platz für die nächste üppige Mahlzeit zu schaffen. Es wird angenommen, sei es wahr oder Legende, dass es Alexander der Große war, der die Zwetschge mit nach Europa brachte, wie so vieles, was er von seinen Kriegszügen mit in die Heimat nahm. Der Name der Frucht ist Sprachforschern zufolge auf eine Verballhornung des Namens der Stadt Damaskus zurückzuführen, die ein bedeutendes Zentrum des Handels mit diesem Obst war. Karl dem Großen wiederum wird nachgesagt, dass er dafür sorgte, dass der Zwetschgenbaum in Mitteleuropa gepflanzt und angebaut wurde. Wie dem auch sei, die echte Zwetschge ist mit ihrer in der Reife blauen bis blauschwarzen Farbe nicht nur optisch ein Genuss. Die süßen, aromatischen und wohlschmeckenden Früchte lassen sich auf vielerlei Art verwenden und haben den Vorteil, dass sie auch bei Ofenhitze ihre Form nicht verlieren. Diese Eigenschaft prädestiniert sie geradezu, als Auflage für einen verlockenden Herbstkuchen zu dienen. Zwetschgenkuchen aus Hefeteig Zwetschgendatschi Zutaten für Blech 35 x 40 cm Für den Hefeteig: 350 g Mehl, 1/2 Würfel (21 g) frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe, 125 ml lauwarme Milch, 1 Prise Salz, 50 g Zucker, 50 g Butter, 1 Ei, abgeriebene Schale von einer Zitrone. Für den Belag: 2 kg Zwetschgen (besonders gut Spätzwetschgen), 50 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 TL Zimt, 2 bis 3 EL Semmelbrösel. Zubereitung: Das Mehl in eine große Backschüssel sieben. In die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe zusammen mit etwas Zucker und etwas lauwarme Milch zu einem kleinen Vorteig anrühren. Mit einer Prise Mehl bestäuben und zugedeckt ca. 20 Minuten an einem warmen Platz stehen lassen. Danach die restliche lauwarme Milch, Salz, Zucker, weiche Butter, Eier und Zitronenschale zugeben. Solange kneten, bis sich der Teig von dem Schüsselrand löst. Die Teigschüssel wieder mit einem Tuch abdecken und den Hefeteig solange stehen lassen, bis sich das Teigvolumen gut verdoppelt hat. Jetzt den Hefeteig nochmals kräftig durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Backblechs ausrollen. Das Backblech mit Backpapier belegen und den Teig darauf geben. Den Teig mit 2 - 3 EL Semmelbrösel gleichmäßig bestreuen. Die Zwetschgen waschen, entsteinen und mit dem Messer jeweils oben zweimal einschneiden. Die Zwetschgen dachziegelartig eng übereinander auf den Teig legen. Zucker, Vanillezucker und Zimt in einer kleinen Schüssel vermischen und den Kuchen mit knapp der Hälfte der Zuckermischung gleichmäßig bestreuen. Backofen auf 200 ° C vorheizen, den Zwetschgendatschi in die Mitte der Backröhre einschieben und mit Ober/ Unterhitze 35 Minuten backen. Herausnehmen, mit der restlichen Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und auskühlen lassen. Den Zwetschgendatschi, gerade ausgekühlt, frisch vom Blech geschnitten genießen, oder als Zwetschgenschnitte zusammen mit geschlagener Sahne servieren. TIPP: Bei Verwendung von frühen saftigen Zwetschgensorten, ist es besser, wenn man den Zwetschgenkuchen erst nach dem Backen mit der Zuckermischung bestreut, da die Früchte sonst gerne Wasser ziehen. Am besten sind die späten Zwetschgen zum Backen geeignet, wobei man dabei eventuell auch nicht die ganze Zuckermenge benötigt, da späte Zwetschgen im Geschmack etwas süßer sind. Man kann die Zwetschgen beim Zwetschgendatschi auch durch Äpfel ersetzen. MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 11 Ratespiel „Mosaik“ Zum Gedeihen benötigen die meisten Pflanzen qNatrium qRadium qStickstoff qIod Welcher Baum eignet sich ganz besonders gut für den Geigenbau? qErle qFichte qBuche qKastanie Wer Pilze sammelt, pflückt q die Lamellen q die Luftwurzel q den Fruchtkörper q den gesamten Pilz Welches ist aus gärtnerischer Sicht kein Obst? qKirsche qErdbeere qWeintraube qKürbis Wer hat das längste Blatt? Woraus wird die Süßigkeit Lakritze hergestellt? qAnis qSüßholz qFenchel qVeilchen Welche dieser Früchte sind für den Botaniker keine Beeren? qStachelbeere qHeidelbeere qErdbeere qJohannisbeere Bei was handelt es sich um eine Pflanze? qKoralle qSeetang qSeeigel qSeeanemone Wie viele Pflanzen in der gemäßigten Klimazone sind auf Bienen als Bestäuber angewiesen? q 34 Prozent q 44 Prozent q 54 Prozent q 64 Prozent Wie heißen Pflanzen, die Wasser speichern? Die Banane ist … qHelophyten qPleustophyten qSukkulenten qHydrophyten q q q q Wo werden Bäume angebaut? q In der Baumschule q Im Baumgarten q Im Baumhaus Welche Pflanze ist ein Fleischfresser? qSonnentau qMimose qKaktus Welcher Nadelbaum verliert im Winter seine Nadeln? qTanne qKiefer qLärche qFichte Versteinertes Baumharz Fleischfressende Pflanzen wachsen vor allem auf welchen Böden? qnährstoffreich qnährstoffarm qschattig q q q q wird Bernstein genannt ist Gummi wird Myrrhe genannt wird Weihrauch genannt qLiane qPalme qKaktus …ein essbares Herz. q q q Nur die Rose hat … Die Artischocke hat … Kürbisse haben … eine Beere eine Steinfrucht eine Wurzel eine Knolle Die richtigen Antworten ankreuzen und bis Ende November während der Bürozeiten in Griesfeld abgegeben. Bitte Namen, Adresse und evtl. Telefonnummer nicht vergessen. Viel Glück!! Gewinner des Ratespiels aus „Mosaik“ - Nummer 1/2015 1. Preis: Pircher Tanja - Kaltern - 2. Preis: Amort Lisa - Truden 3. Preis: Battisti Melanie - Kaltern Die Preise können ab 5. September während der Bürozeit im Sekretariat abgeholt werden. Wir gratulieren herzlich zum Gewinn. 12 MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 Voglio andare a casa EGNA – E’ stato tristissimo e angosciante il viaggio nell’Italia delle demenze da parte di Michele Farina, scrittore e giornalista del “Corriere della Sera”, che ha raccontato la sua avventura a un folto ed interessato pubblico giovedì sera ad Egna. La conferenza sull’Alzheimer era stata organizzata dalla direzione della Casa di Riposo Griesfeld del centro della Bassa Atesina. Qui, da alcuni anni, accanto al normale servizio di assistenza agli anziani, esiste una sezione per pazienti colpiti da quella che viene ormai chiamata l’”Epidemia del secolo”, appunto la demenza degenerativa che interessa prevalentemente le persone di età avanzata. E’ stata una serata dai toni molto intensi, anche perché più che della malattia si è parlato di esperienze a fianco di famigliari malati da Alzheimer. In effetti il relatore principale, il giornalista milanese Farina, sulla base del suo coinvolgimento in famiglia per aver avuto la mamma affetta di questa malattia e deceduta nel 2004, ha raccontato le sue emozioni, i suoi traumi, la sua disperazione di assistere al progressivo decadimento fisico e mentale del suo caro, arrivato a chiedere a suo figlio di tornare a casa quando si trovava già nella cucina della sua abitazione o di riporre le sue scarpe nel frigorifero. Conclusa la sua esperienza con la scomparsa della madre, Michele Farina ha voluto poi intraprendere un viaggio, rivelatosi per lo più della disperazione, nei centri per anziani di tutta Italia, ma anche all’estero e fissare le sue impressioni in un libro dal titolo “Quando andiamo a casa”, titolo che si riallaccia ai ricordi della madre malata. Il giornalista del “Corriere” ha tratto però grandi insegnamenti dalla sua triste avventura, riscontrando che, anche se c’è ancora molto da fare, la situazione dei malati e dei famigliari è migliorata in questi ultimi anni. “Noi – ha detto – vent’anni fa, con la mamma che si stava perdendo, eravamo in trincea, isolati dal mondo, marchiati dalla vergogna di trovarsi con una persona che non era più la stessa, senza nessun aiuto da parte delle istituzioni. Ora le cose vanno un po’ meglio anche se c’è ancora moltissimo da fare. E lo si vede qui ad Egna con il nuovo reparto alla Casa di Riposo per pazienti colpiti da Alzheimer. Poi, la malattia non è più un tabù. Voglio però puntualizzare – ha concluso Farina – che la mia esperienza mi ha dato molto”. Struggente poi la testimonianza di Alessandro Carpi che da 8 anni vive accanto alla madre malata. “Con il papà – ha detto - che all’inizio non capiva gli strani atteggiamenti della mamma è stato terribile. Perché non sapevamo e non avevamo nessun aiuto. Ora, nella brutalità della malattia – ha concluso Alessandro – ogni volta che vado a trovare mia madre, cerco di portarmi a casa qualcosa di suo”. Non sono mancate le critiche ai media e alle istituzioni da parte del dottor Guenther Donà dell’ASAA, l’associazione Alzheimer dell’Alto Adige. “I giornali non parlano della malattia e la politica è sorda ai bisogni del malato e dei famigliari”, mentre il vice sindaco di Egna Alex Pocher ha promesso la vicinanza dell’amministrazione comunale e il pieno sostegno all’iniziativa del nuovo reparto per pazienti Alzheimer alla Casa di Riposo. “Il nostro Comune – ha detto – farà molto per pazienti e famigliari di questa malattia”. Per ultimo, Silvano Faustini, membro del consiglio di amministrazione della Casa di Riposo “Griesfeld”, sorretto dalla direttrice Cornelia Ebner, ha ribadito l’appoggio incondizionato al nuovo reparto per malati dementi. Bruno Tonidandel GRIESFELD ÖBPB – Neumarkt Wir sind ein öffentlicher Betrieb, welcher das Seniorenwohnheim von Neumarkt und jenes von Montan mit insgesamt 123 Betten und 14 geschützte Wohnungen führt. Wir haben 2 besondere Betreuungsmodelle für demenzkranke Menschen und wenden unter anderem die Aromapflege an. Unser Betrieb wurde erst kürzlich in Mailand als ein „Bester Arbeisplatz 2015“ Italiens vom international tätigen Forschungs- und Beratungsinstitut „Great Place to Work“ ausgezeichnet. Wir bieten u.a. leistungsgerechte Bezahlung, ein gutes Arbeitsklima in einem sich ent wickelndem Team, abgestimmte Weiterbildungen und Offenheit für neue Ideen. Wir suchen Personal in der Freizeitgestaltung und eine/n erfahrene/n Bereichsleiter/in in der Pflege Wir brauchen Sie mit Ihrer Einsatzfreude, Ihren Deutsch- und Italienischkenntnissen sowie mit Ihrer Lust am Gestalten und im Team zu arbeiten. Bitte melden Sie sich bei uns unter Tel. 0471 826334, 0471 826100 oder unter [email protected]. Die Direktorin Ebner Cornelia MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 13 Psicoterapia corporea e Analisi Funzionale di Fabrizio Bonifacio - fisioterapista • tecniche di respirazione; • tecniche di focalizzaziSotto il nome “psicoterapia corporea” si collocano una serie di approcci, che utilizzano il movimento, one e consapevolezza. l’espressione emotiva, il rilassamento profondo, Queste tecniche hanno in comune l’effetto di raggiil contatto fisico e la respirazione per mobilizzare ungere e mobilizzare l’organismo a livello energetico l’energia all’interno dell’organismo, così da indurre profondo. scioglimento muscolare, sblocchi emotivi e, in defiIn particolare la tecnica di lavoro fisico, Points & Positions, usa un leggero tocco su punti definiti e nitiva, un riequilibrio dell’energia nella persona. specifici posizionamenti del corpo per decontrarre L’Analisi Funzionale fa parte di questi approcci. gradualmente le aree di trattenimento ripristinando Dagli studi di Wilhelm Reich sul corpo e sulle emoprogressivamente il movimento naturale della pulzioni e dalle sue scoperte sull’energia vitale, sono derivate numerose tecniche di terapia psicologica e sazione. corporea, come la Bioenergetica, la psicoterapia della L’intervento sul corpo finalizzato a cambiare stabilGestalt, il Rolfing e molte tecniche di rilassamento e mente la struttura dei tessuti connettivi piuttosto che manipolazione del corpo. al temporaneo rilassamento di tensioni muscolari. La ricerca portò Reich, negli ultimi anni della sua vita, Da circa due anni frequento un corso di Analisi Funa considerare pensieri, comportamenti, emozioni, zionale a La Spezia. tensioni muscolari e sintomi psicosomatici, come L’esperienza con tale metodologia, ha arricchito il mio semplici manifestazioni superficiali del funzionamenpercorso personale e professionale, e mi sta fornendo dei nuovi strumenti per migliorare la relazione con i to energetico più profondo dell’organismo. residenti delle nostre strutture. Comprese allora che modificando il funzionamento Ho trovato conferma su ciò che avevo colto nei miei energetico sottostante si potevano ottenere cambia20 anni di esperienze come fisioterapista ovvero: menti per via indiretta a tutti i livelli della personalità. per migliorare e riabilitare i movimenti del corpo è L’Analsi Funzionale necessario porsi in ascolto e portare la persona ad un progressivo contatto con se stessa. L’Analisi Funzionale è un trattamento delicato che utilizza il contatto diretto sul corpo e il colloquio verbale per mobilizzare l’energia vitale nell’organismo, inducendo una graduale riorganizzazione di pensieri, comportamenti ed emozioni. di Gianna Morleo E’ una metodologia che nasce dalla ricerca in psiL’autunno arriva con i suoi colori, coterapia corporea e da un’elaborazione delle scoperte con il caldo tepore che l’estate lascia di Wilhelm Reich sull’energia vitale come processo con alberi prati e mille mille fiori creativo e unificante di psiche e corpo all’interno che ci salutano prima di dormire. dell’organismo umano. Le foglie rosse le ha dipinte il fuoco, Creata da Will Davis a partire dai primi anni ’80, altre son gialle, le ha baciate il sole, affonda le sue radici tanto in terapie di tipo psichico tutto parla senza farsi sentire quanto in terapie del corpo. basta guardarsi intorno, non servono parole. Il modello terapeutico utilizzato consiste nell’idea di Se son triste l’autunno mi accarezza pulsazione: un movimento continuo e alternato di escosì romantico, avvolta dai colori pansione e raccoglimento dell’energia nell’organismo. c’è gioia, amore e tanta tenerezza La mobilizzazione profonda sostiene e accresce la in quell’abbraccio fatto di tepori. vitalità dell’organismo e determina la nascita di un Questo ci fa sognare, contatto più profondo della persona con sé stessa e con gli altri. l’aria che mi circonda è di magia, Queste modificazioni della relazione della persona con prima che arrivi il freddo dell’inverno sé stessa sono uno dei principali obiettivi di questo vivi momenti unici, anche di malinconia. stile di lavoro. Questo regalo che mi fa la natura Nell’Analisi Funzionale coesistono tecniche psicocorNon posso in nessun modo ricambiare, poree che comprendono: ma son riconoscente e questo dono • esercizi di relazione; • tecniche verbali; • tecniche è sempre nel mio cuore … lo devo solo amare. di massaggio; • tecniche di espressione emotiva; I colori dell’autunno 14 Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 MOSAIK Freiwilligenarbeit im kirchlichen Bereich Im März 2013 habe ich mich als freiwillige Mitarbeiterin in der Freizeitgestaltung im Altersheim Griesfeld vorgestellt und als Aktivität Beten, Singen und Vorlesen angeboten. Beim Wort „beten“ wurde man sofort hellhörig, da gerade eine verlässliche Rosenkranz-Vorbeterin gesucht wurde. Es wurde vereinbart, dass ich montags das Rosenkranzgebet übernehme und freitags dem jeweiligen Zelebranten bei der Messfeier assistiere. Wegen der besseren Akustik hat man mich gebeten das Lesepult zu nutzen. So habe ich mit viel Herzklopfen – das bis heute noch immer ein wenig vorhanden ist – den ersten Rosenkranz über das Mikrofon gebetet. Schon bald wurde mir von allen Seiten – Bewohner wie Mitarbeiter – große Sympathie entgegen gebracht und man hat mir freie Hand bei der Gestaltung des Rosenkranzes gelassen. Das wiederum hat mich angespornt dieses einfache Gebet würdevoll und vielseitig zu gestalten. Auch der Sterberosenkranz war eine Herausforderung. Nach einiger Zeit merkte ich, dass die italienisch sprachigen Bewohner unzufrieden waren, weil in ihrer Sprache der Rosenkranz nicht gebetet wurde. Ich habe mir dies zu Herzen genommen und Informationen hierfür eingeholt. In der Diözesanbibliothek in Bozen wurde ich für beide Sprachen fündig. Außerdem nutze ich jede Gelegenheit, wenn Gebetsanregungen aufliegen und sammle diese Unterlagen, um sie dann meist leicht abgeändert und leichter verständlich mit den Bewohnern zu beten. Pater Bernhard ist zudem sehr froh, wenn ich freitags die Messfeier mit passenden Liedern umrahme. Heute zwei Jahre später bin ich sehr froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit und Genugtuung, wenn die Bewohner mir bestätigen, dass sie gerne zum Rosenkranz oder zu den Andachten und Wortgottesfeiern kommen, die ich mittlerweile bei Bedarf auch selbst gestalte. Vor kurzem durfte ich die „Brixner Theologischen KursePlus+“ zum Thema Seniorenpastoral besu- chen und habe dort die Eignung zur Spendung der Krankenkommunion erlangt. Das heißt seit Juni dieses Jahres darf ich im Altersheim, bei Abwesenheit eines Priesters, die Krankenkommunion spenden. Dies ist der Höhepunkt meiner bisherigen Arbeit, die mich mit Stolz erfüllt. Diese Entwicklung der letzten zwei Jahre macht Cilli Ranigler mich auch dankbar. Dankbar gegenüber den Mitarbeitern, sowie der Heimleitung, die mich immer unterstützen. Ganz besonders dankbar bin ich den Bewohnern, die meine Angebote mit ihren regelmäßigen Besuchen wertschätzen und anerkennen. Ich fühle mich inzwischen als ein Teil dieser Gemeinschaft. Das bin ich sehr gerne und hoffentlich noch für lange Zeit. Cilli Ranigler MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 15 Gedenken wir unserer lieben Verstorbenen Ricordiamo i nostri cari defunti Santa Aloisia Spitaler Ernestine Mellarini Ugo Tietscher Klara Verginer Antonia Vent Maria Kieser Alois Pegoretti Maria Terzer Josef Casal Rosa Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat. Vinzenz Erath Se saprai ricordarmi, sarò sempre con te. Isabel Allende verstorben am verstorben am deceduto il verstorben am verstorben am verstorben am verstorben am deceduta il verstorben am verstorben am 16.04.2015 30.04.2015 07.05.2015 10.05.2015 11.05.2015 25.05.2015 10.06.2015 28.06.2015 06.07.2015 10.07.2015 Den neuen Bewohnern ein herzliches Willkommen Un sincero benvenuto ai nostri nuovi residenti Oberberger Alois Tomasi Lidia Pintarelli Leonello Verginer Anna Flor Uberto Alber Anna Paterno Luigina Delvai Robert Alois Finatzer Klara Kalser Theresia Sparber Theresia Franzelin Otto Vanzo Carmen Marschall Peter Eintritt am arrivata il arrivato il Eintritt am arrivato il Eintritt am arrivata il Eintritt am Eintritt am Eintritt am Eintritt am Eintritt am arrivata il Eintritt am 03.04.2015 27.04.2015 13.05.2015 20.05.2015 03.06.2015 16.06.2015 24.06.2015 01.07.2015 29.07.2015 29.07.2015 29.07.2015 31.07.2015 03.08.2015 13.08.2015 LISL PETER GRIESFELD GRIESFELD LISL PETER GRIESFELD LISL PETER GRIESFELD LISL PETER GRIESFELD GRIESFELD LISL PETER LISL PETER GRIESFELD GRIESFELD Einen guten Einstand unseren neuen Mitarbeiterinnen Buon proseguimento alle nostre nuove collaboratrici Scaccia Vincenzo, Romen Monika, Amort Nadia „Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (M.v.Ebner-Eschenbach) Redaktionsteam: Cornelia Ebner, Karin Pichler Andreas Bonell, Verena Amort Die grafische Gestaltung unserer Hauszeitung wird von Hansi Cavos betreut „Mosaik“ kann auch auf der Internet-Seite des Altenheimes Griesfeld www.griesfeld.it als PDF-Datei abgerufen werden. 16 MOSAIK Nummer 2 - August 2015 Numero 2 - Agosto 2015 Religiöse Betreuung - Assistenza religiosa Datum data Uhr ora 27.09.15 10.00 04.10.15 10.00 08.11.15 10.00 06.12.15 10.00 24.12.15 10.00 24.12.15 10.00 Tag giorno Sonntag/ Domenica Sonntag Domenica Sonntag Domenica Sonntag Domenica Donnerstag Giovedì Donnerstag Giovedì Struktur struttura Griesfeld Griesfeld Griesfeld Griesfeld Lisl Peter Griesfeld Hl. Messen zelebriert von Hochw.: – gestaltet: S. Messa celebrata dal parrocco: - creata: Florian Agreiter Böhmische MK Altrei – Patronzinium – Festa patronale Florian Agreiter Kirchenchor Neumarkt / Coro parrocchiale Egna Florian Agreiter Kirchenchor Laag / Coro parrocchiale Laghetti Florian Agreiter Bläsergruppe MK Altrei / Gruppo musicalie Anterivo Anton Markhart Bläsergruppe MK Montan / Gruppo musicale Montagna Florian Agreiter Bläsergruppe MK Neumarkt/ Gruppo musicale Egna • GRIESFELD: Jeden Freitag jeweils um 16.00 Uhr Hl. Messe in unserer Hauskapelle – am Montag um 16.00 Uhr beten wir immer den Rosenkranz. - Ogni venerdì alle ore 16.00 S. Messa nella cappella della nostra casa – recitiamo il rosario ogni lunedì alle ore 16.00. • LISL PETER: Jeden Donnerstag jeweils um 16.00 Uhr eine Hl. Messe mit Hochw. Anton Markhart oder Hochw. Anton Niederstätter in unserer Hauskapelle - am Mittwoch um 16.00 Uhr beten wir immer den Rosenkranz. - Ogni giovedì alle ore 16.00 una S. Messa celebrata dal parrocco Anton Markhart o Anton Niederstätter nella cappella della nostra casa - recitiamo il rosario ogni mercoledì alle ore 16.00. Veranstaltungen - Manifestazioni Datum/Data Uhr/Ora 29.08.2015 16.00 05.09.2015 10.30 18.09.2015 15.00 25.09.2015 15.00 27.09.2015 10.00 01.10.2015 14.00 17.10.2015 15.00 23.10.2015 15.00 24.10.2015 15.00 30.10.2015 15.00 11.11.2015 10.00 20.11.2015 15.00 21.11.2015 16.00 27.11.2015 15.00 28.11.2015 16.00 04.12.2015 16.00 05.12.2015 15.00 11.12.2015 15.00 12.12.2015 16.00 18.12.2015 15.00 19.12.2015 17.00 20.12.2015 17.00 Tag/Giorno Samstag Sabato Samstag Sabato Freitag Venerdì Freitag Venerdì Sonntag Domenica Donnerstag Giovedì Samstag Sabato Freitag Venerdì Samstag Sabato Freitag Venerdì Mittwoch Mercoledì Freitag Venerdì Samstag Sabato Freitag Venerdì Samstag Sabato Freitag Venerdì Samstag Sabato Freitag Venerdì Samstag Sabato Freitag Venerdì Samstag Sabato Sonntag Domenica Struktur/Struttura Griesfeld Veranstaltung - Manifestazione Gartenfest Festa in giardino Lisl Peter Frühschoppen mit der Böhmischen der MK Montan Lisl Peter Geburtstagsfeier der im September geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di settembre Geburtstagsfeier der im September geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di settembre Patroziniumfeier mit der Böhmischen der MK Altrei Festa del Santo Patrono con la “Böhmische” di Anterivo Internationaler Tag der Senioren Giornata internazionale dell‘anziano Törggelen mit den Alpini aus Neumarkt Castagnata con gli Alpini di Egna Geburtstagsfeier der im Oktober geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di ottobre Törggelen mit der Bauernjugend Montan Castagnata con la “Bauernjugend” di Montagna Geburtstagsfeier der im Oktober geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di ottobre Martinifeier mit dem Kindergarten Festa in onore di San Martino Geburtstagsfeier der im November geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di novembre Auftritt Volkstanzgruppe Aldein Esibizione di balli folcloristici con il gruppo di Aldino Geburtstagsfeier der im November geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di novembre Auftritt Volkstanzgruppe Montan Esibizione di balli folcloristici con il gruppo di Montagna Adventskonzert Unterlandler Stubenmusig/Dreigesang Montan Concerto d’avvento Nikolausfeier Festa di San Nicolò Geburtstagsfeier der im Dezember geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di dicembre Adventskonzert MGV Truden, Unterlandler Stubenmusig, Dreigesang Montan Concerto d‘avvento Geburtstagsfeier der im Dezember geborenen Heimgäste Festa di compleanno degli ospiti nati nel mese di dicembre Weihnachtsfeier Festa di Natale Weihnachtsfeier Festa di Natale Griesfeld Griesfeld Griesfeld/Lisl Peter Haus der Senioren Griesfeld Lisl Peter Lisl Peter Griesfeld Griesfeld Lisl Peter Lisl Peter Griesfeld Griesfeld Lisl Peter Lisl Peter Griesfeld Lisl Peter Lisl Peter Griesfeld Griesfeld Griesfeld Lisl Peter