2 SWR2 Tandem - Manuskriptdienst Das Bittere essen Chinesen in der Toskana Autorin: Ulrike Klausmann Redaktion: Karin Hutzler Regie: Nicole Paulsen Sendung: Montag, 04.01.2016 um 19.20 Uhr in SWR2 __________________________________________________________________ Bitte beachten Sie: Das Manuskript ist ausschließlich zum persönlichen, privaten Gebrauch bestimmt. Jede weitere Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Urhebers bzw. des SWR. Mitschnitte der Sendungen SWR2 Tandem auf CD können wir Ihnen zum größten Teil anbieten. In jedem Fall von den Vormittagssendungen. Bitte wenden Sie sich an den SWR Mitschnittdienst. Die CDs kosten derzeit 12,50 Euro pro Stück. Bestellmöglichkeiten: 07221/929-26030. 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Io appena sono venuta in Italia mio padre abitava in una fabbrica, quindi anch'io sono andata ad abitare in un magazzino. Non è così orribile come viene descritto spesso dai giornali. Perché spsesso si legge titolo del giornale: sequestrato un capannone cinese, all'interno hanno trovato un bambino di 4 anni. Io a sei anni ho abitato in una fabbrica. Io da un lato mi sarebbe piaciuto avere una casa, però stavo bene anche lì. Perché avevo un piccolo nicchietto mio, e sapevo che a qualunque orario io tornassi a casa i miei genitori c'erano. Übersetzerin 1: Klar, es ist nicht schön in einer Fabrik zu wohnen. Aber so schlimm war es auch nicht. Als ich nach Italien kam, wohnte mein Vater in der Fabrik, und deshalb hab ich auch dort gelebt. Es ist nicht so schrecklich, wie die Zeitungen schreiben. Oft liest man die Schlagzeile: "Razzia in chinesischer Fabrikhalle. Drinnen fand man ein vierjähriges Kind." Also - ich habe mit sechs in einer Fabrik gewohnt. Eine Wohnung wäre mir zwar lieber gewesen. Aber in der Fabrik ging es mir auch nicht schlecht. Ich hatte eine kleine Ecke für mich und ich wusste, dass meine Eltern immer in meiner Nähe waren. Atmo 02: Chinesische Kleiderfabrik (unter O-Ton eingeblendet, immer lauter und verhallt) Atmo 03: Via Pistoiese 1 (unter Sprecher weiter) Sprecher: Die Via Pistoiese in Prato. Zweigeschossige Häuser, viele Geschäfte. Über den Schaufenstern hängen Schilder mit chinesischen Schriftzeichen. Kalligraphien als Grafitti an den Hauswänden und aus Zucker auf den Kuchen der Konditorei. In der Auslage windet sich ein gelber Drachen mit pink flammenden Zacken um eine Geburtstagstorte. In Prato, 20 Kilometer von Florenz entfernt, lebt die größte chinesische Community Europas. 2 Atmo 03: Via Pistoiese 1, hoch, weiter unter Spr. Sprecher: Hinter den Wohnhäusern sieht man die Dächer von Schuppen und Hallen. Macrolotto Zero, Baugebiet Null heißt das Viertel. Hier haben früher Weber und Tuchmacher gewohnt und gearbeitet. Heute leben Einwanderer in den Fabriken, überwiegend Chinesen. Atmo 04: Ravioli Liu 1 (unter Sprecher weiter) Sprecher: In einer ehemaligen Fabrikhalle ist das Restaurant von Liu. Das Neonlicht lässt die Wände noch kahler erscheinen, als sie sind. Im Fernsehen läuft eine chinesische Nachrichtensendung. Und was steht auf der Tageskarte? O-Ton 2, (21“): Kellnerin: Ravioli, Spaghetti [Frage: C'é anche roba cinese?] Kellnerin: Tutto cinese! Atmo 05: Ravioli Liu 2 (unter Sprecher und O-Tönen weiter) Sprecher: Ravioli, Spaghetti, alles chinesisch? Na klar: Marco Polo hatte die Nudeln aus China mitgebracht. O-Ton 3 Silvia Pieraccini, 12” In realtà oggi a Prato c'è un pezzo di Cina che è stato trasportato qui e funziona con regole in gran parte cinesi. Übersetzerin 2: Heute haben wir in Prato ein chinesisches Viertel, das mit ganz eigenen Regeln funktioniert. 3 Sprecher: Die Wirtschaftsjournalistin Silvia Pieraccini lebt in Prato und hat ein Buch über den Boom der chinesischen Unternehmen in der Stadt geschrieben. Der Titel: Die chinesische Belagerung. O-Ton 4 Silvia Pieracini, 23“ Si lavora dalle 16 alle 18 ore al giorno, si mangia, dorme e lavora nello stesso capannone. E sopratutto chi è clandestino non ha il documento, non solo non sa l'italiano ma spesso non esce neanche dal capannone e non sa nepurre in quale città si trova. Übersetzerin 2: Die Leute arbeiten 16 bis 18 Stunden am Tag. Sie essen, schlafen und arbeiten in derselben Halle. Wer keine Dokumente hat und illegal dort lebt, kein Italienisch kann, kommt nicht aus der Fabrik raus. Mancher weiß nicht mal, wo er ist. Atmo 06: Prato Zentrum Domglocken nah (unter Sprecher und O-Ton weiter) Sprecher: Prato hat eine wunderschöne Altstadt mit engen Gassen und einem Dom im Stil der toskanischen Renaissance. Bekannt aber ist die Stadt wegen ihrer jahrhundertealten Stoffindustrie. Die ist seit Jahren in der Krise. Gleichzeitig begann der Boom der chinesischen Bekleidungsfabriken. Aus importierten Stoffen produzieren sie innerhalb kürzester Zeit massenhaft Billigware. "Pronto Moda" heißt diese Branche. O-Ton 5 Silvia Pieraccini, 59” Sono 400, 500 aziende prontomoda che appunto vendono sul mercato i capi pronti. E poi c'è questa grande rete alle spalle di 3000 altre aziende cinesi che invece si occupano di cucire questi capi, di attacare i bottoni, di stirarli, di tingerli e tutte insieme riescono a produrre e la stima appunto è di 1 millione di capi prodotti ogni giorno di qualità bassa e di prezzo bassissimo e che naturalmente spazza altri concorrenti perché nessuna azienda rispettando le regole è in grado di produrre una giacca che costa al'ingrosso 3 o 4 euro. 4 Übersetzerin 2: 400, 500 dieser Pronto Moda-Firmen verkaufen die fertigen Produkte. Im Hintergrund arbeiten etwa 3000 chinesische Zulieferer in Prato. Sie nähen, färben, bügeln, bringen Knöpfe an. Man schätzt, dass sie eine Million Kleidungsstücke am Tag produzieren. In schlechter Qualität und zu niedrigsten Preisen. Damit übertrumpfen sie die Konkurrenz. Denn niemand, der sich an die Gesetze hält, kann eine Jacke zum Großhandelspreis von 3 oder 4 Euro anbieten. Atmo 07: Prato Glocken entfernt (unter Sprecher und O-Tönen weiter) O-Ton 6 Xiao Yun, 18“ Venne nel 92 clandestinamente in Italia, mio padre, non era regolare. Quindi anche per questo ha messo 6 anni prima di poter farci venire perché alla fine è venuto clandestinamente ha avuto un debito con cui era venuto,. Übersetzerin 1: Mein Vater kam 1992 illegal nach Italien. 6 Jahre dauerte es, bis er uns holen konnte. Denn erst musste er die Schulden abarbeiten, die er gemacht hatte, um hierher zu kommen. Sprecher: Xiao Yun redet wie eine Italienerin: große Gesten, lebendige Mimik. Den toskanischen Dialekt beherrscht sie fließend. O-Ton 7 Xiao Yun, 30“ Il mio nome è composto di due ideogrammi, Xiao significa mattina e Yun significa nuvola quindi mi piace pensarla come, io sono nata la mattina all'alba, quindi pensarla come un bel giorno col cielo azzurro e passa quella nuvola bianca come la nuvola del mattino. Übersetzerin 1: Mein Name setzt sich aus zwei Zeichen zusammen: Xiao heißt der Morgen und Yun heißt Wolke. Ich kam an einem Morgen auf die Welt, und ich stelle mir vor, dass es 5 ein wunderschöner Tag mit blauem Himmel war, an dem diese weiße Morgenwolke vorüber zog. Atmo 08: Chinesische Bekleidungsfabrik (folg O-Töne auf Atmo) O-Ton 8 Xiao Yun, 20“ In una fabbrica in genere non ci sono più di due tre famiglie, c'erano anche altri bambini dei colleghi di mio padre, si giocava, ci si dava la mano, non è stata una esperienza negativa a mio avviso. Übersetzerin 1: In einer Fabrik wohnen normalerweise zwei oder drei Familien. Bei uns lebten auch andere Kinder, von einem Arbeitskollegen meines Vaters. Wir haben zusammen gespielt, uns gegenseitig geholfen. Das war alles nicht so schlimm. O-Ton 9 Silvia Pieraccini, 21” Il 95 % dei contratti cinesi sono parttime perché così i contributi si pagano per 4 ore anche se si lavora 16 ore o di 18 ore. Questa è la situazione. Non ci sono turni di riposo, si lavora 7 giorni a settimana, tutti i giorni dell'anno. Übersetzerin 2: 95% der chinesischen Arbeitsverträge sind Teilzeitverträge. So zahlen die Leute nur für vier Stunden am Tag Steuern. Auch wenn sie 16 oder 18 Stunden arbeiten. Pausen gibt es nicht, sie arbeiten 7 Tage die Woche, das ganze Jahr über. Atmo 01a, b: Fabriknähmaschine O-Ton 10 Xiao Yun, 43“ Tranquillità questo no, tranquillità non c'era.Mia mamma cuciva, faceva la cucitrice. C'era la macchina da cucire abbastanza grande, spaziosa, quindi ogni tanto mi tagliavo un piccolo angolo e facevo i compiti accanto a lei. Pero sicuramente non c'era silenzio perché tutte le macchine a cucire, ovviamente non avevo degli aiuti per io compiti perché mia mamma non parlava italiano quindi facevo da me. Ogni tanto facevo finta di farli e poi dicevo ho fatto, chiudevo il libro e lo mettevo da parte. (lacht) 6 Übersetzerin 1: Ruhe gab es nicht. Meine Mutter war Näherin. Die Nähmaschine war ziemlich groß und ich habe mir immer eine kleine Fläche frei geräumt. Da habe ich Hausaufgaben gemacht, direkt neben ihr. Es war laut, die Nähmaschinen ratterten. Bei den Hausaufgaben konnte mir keiner helfen, denn meine Mutter sprach kein Italienisch. Ich habe alles allein gemacht. Manchmal habe ich nur so getan, als würde ich die Aufgaben machen. Ich hab dann gesagt: fertig! Und das Buch beiseite gelegt. O-Ton 11 Silivia Pieraccini, 20” La cosa sconcertante è che in tutti questi anni i sindacati non hanno mai alzato una mano contro queste condizioni di lavoro che in una regione come la Toscana che si vanta di esere un luogo del bel vivere sono a maggior ragione intollerabili e inconcepibili. Übersetzerin 2: Das Erschütternde ist, dass die Gewerkschaften nichts gegen diese Arbeitsbedingungen getan haben. Ausgerechnet in der Toskana, die doch für gutes Leben steht. Das ist nicht akzeptabel. Atmo 09: Vor einer Schule O-Ton 12 Xiao Yun. 41“ Arrivavo a scuola, spesso arrivavo a scuola senza aver fatto i compiti, ovviamente le maestre facevano una nota sul diario scrivendo: Sua figlia si è presentata a scuola senza i compiti fatti. Io divevo: Mamma, firma lì e lei: ma che cos'è? (Lacht) Io: no, niente, solo che domani - domani c'è sciopero - allora questo è brutto da dire, però […] mi dispiace di averlo fatto. Übersetzerin 1: Ich kam oft ohne Hausaufgaben zur Schule. Die Lehrer schrieben in mein Heft: Ihre Tochter hat die Aufgaben nicht gemacht. Ich sagte: Mama, kannst du das bitte unterschreiben? Und sie: Was steht denn da? Ich flunkerte dann: ach nichts, morgen streiken die Lehrer, oder so was. Das war gemein von mir, heute tut es mir leid. 7 Atmo 10: Via Pistoiese 2 (darauf Spr. + folg. O-Töne) Sprecher: Xiao Yun hat Abitur gemacht. Das schaffen die wenigsten Kinder aus einer chinesischen Familie in Prato. O-Ton 13 Xiao Yun, 12” Quando passo da via pistoiese, so sento, ogni tanto sento l'odore del cibo, e quando senti quell'odore ti viene in mente l'immagine di quel paese in cui stavo. Übersetzerin 1: Wenn ich über die Via Pistoiese gehe und all diese Essensdüfte rieche, dann kommen mir manchmal wieder Bilder meines Heimatdorfes in den Sinn. O-Ton 14 Xiao Yun, 8” Io studio scienze infermieristiche. Spero di una volta aver preso la laura di poter lavorare a Prato. Übersetzerin 1: Ich studiere Krankenpflege. Und ich hoffe, dass ich nach dem Examen in Prato eine Arbeit finde. O-Ton 15 Silvia Piraccini, 21“ Si sono sviluppati dei servizi per i Cinesi che nessun'altra città ha, perché ci sono mediatori linguistici Per cui qui una cittadina cinese può vivere, senza sapere l'italiano. Una cosa che è incredibile quando viene raccontata all'esterno. Übersetzerin 2: Es gibt hier Dienstleistungen für Chinesen wie in keiner anderen Stadt. Sprachmediatoren zum Beispiel. Eine Chinesin kann hier leben, ohne die italienische Sprache zu verstehen. Das ist unglaublich. 8 O-Ton 16 Xiao Yun, 37” Io faccio la mediatrice lunguistico - culturale. Cinese ovviamente. Questa è una professione nuova, nata poco tempo fa. Per esempio io lavoro già da più di un'anno all'ospedale di Prato e oltre il semplice lavoro d'interprete devo far capire al medico italiano o al paziente cinese il motivo per cui uno si comporta in una certa maniera perché la concezione della salute di un cinese è diversa dalla concezione di salute di un italiano. Übersetzerin 1: Ich arbeite als Mediatorin für chinesische Sprache und Kultur. Das ist ein ganz neuer Beruf, den gibt es erst seit ein paar Jahren. Ich arbeite zum Beispiel seit über einem Jahr im Krankenhaus von Prato. Da reicht es nicht, einfach nur zu übersetzen, ich muss zwischen Arzt und Patient vermitteln und das jeweilige Verhalten erklären. Denn unter Gesundheit und Behandlung von Krankheiten versteht man in China etwas ganz anders als in Italien. O-Ton 17 Pieraccini, 14“ Sicuramente è vero che non tutte le seconde generazioni vorranno fare la vita e riprodurre le condizioni di lavoro dei propri genitori. Übersetzerin 2: Natürlich wollen nicht alle aus der zweiten Generation das Leben ihrer Eltern führen, und auch nicht unter Bedingungen arbeiten, wie ihre Eltern es getan haben. Musik: Blebla - Prato la mia città (youtube) 0.50 E questa è l'amore mer la mia citta... Sprecher: In seinem Song Prato la mia città erzählt Marco Lena alias Blebla vom Niedergang der Stoffindustrie. Den Text versteht er als "ironische Botschaft gegen Rassismus." Musik: 2. Strophe A Prato.... (1.20 bis 1.38) 9 Übersetzung von Sprecher: Wenn du in Prato bist und du sagst "Ciao" antworten 35.000 mit "Nin Hao" denn wir sind inzwischen multinational. O-Ton 18 Xiao Yun, 47” (in OT etwas kürzen) Episodi di razzismo ci sono stati da quando avevo sei anni fino a oggi che ho 22. Però io ho imparato a difendermi. Oggi so rispondere a chi mi dice una cosa razzista. Quando oggi una persona dice: tu sei cinese, lavori clandestinatamente, evadi il fisco, se oggi mi dicono così io so cosa rispondere so dire: io sono cinese, che ci vuoi fare? Evadi il fisco? Provalo! Io ti porto la mia roba, ti dico guarda, io lavoro, ho uno stipendi e non evado il fisco. Però sono cose che ho imparato a farle un po andare. Übersetzerin 1: Rassismus kenne ich, seit meiner Kindheit. Jetzt bin ich 22. Aber heute kann ich mich wehren. Wenn einer sagt: du Chinesin, du arbeitest schwarz, du zahlst keine Steuern, dann antworte ich: Was? Ich zahle keine Steuern? Beweise es! Ich arbeite, bekomme ein Gehalt und zahle Steuern. – Über so was rege ich mich nicht mehr auf. O-Ton 19 Silvia Pieraccini, 12” Ci sono politici di centrodestra e ultimamente anche il presidente della regione Toscana ha utilizzata esatamente questo termine un cancro riferito all'econimia illegale cinese. È una brutta parola ma rende bene l'idea della diffusione all'interno di un sistema economico locale. Übersetzerin 2: Die Politiker der Mitte-Rechts-Fraktion haben von einem Krebsgeschwür gesprochen, und auch der Präsident der Region Toskana. Sie meinten damit die chinesische Schwarzarbeit. O-Ton 20 Silvia Pieraccini, 23“ Molti dicono che perché le cose migliorini a Prato bisogna aspettare le seconde generazioni. Io dico che se aspettiamo ancora diec'anni questa città morirà 10 sommersa dall'illegalità perché l'illegalità economica è una brutta bestia che si diffonde e va a mangiarsi anche l'economia sana. Übersetzerin 2: Viele sagen, dass sich die Situation durch die zweite Generation der Chinesen verbessern wird. Aber wenn wir noch 10 Jahre warten, dann wird diese Stadt an der Schwarzarbeit ersticken. Die illegale Beschäftigung ist eine Bestie, die sich ausbreitet und auch die gesunde Wirtschaft verschlingt. Atmo 11: Cafébar (darauf die folg. O-Töne) O-Ton 21 Xiao Yun, 16” Ora ormai sono 10 anni meno male che sono fissa, sto in una casa, ora abito con i miei genitori, il fratello, abbiamo anche un cane. (lacht) Übersetzerin 1: Zum Glück habe ich schon seit zehn Jahren einen festen Wohnsitz. Ich lebe in einem Haus mit meinen Eltern und meinen Bruder zusammen. Und wir haben sogar einen Hund. O-Ton 22 Xiao Yun, 37“ La famiglia cinese in genere sta con le famiglie cinesi. Ma sapendo che io vado all'Università e nella mia facoltà sono l'unica ragazza cinese. Sanno che io lavoro tanto con gli italiani e che molti miei amici sono italiani e Mama non si preoccupa di questo perché spesso ha conosciuto i miei amici e […] a lei piace e ogni tanto mi dice eh, magari un giorno mi porti un ragazzo italiano e io le dico: oh Mama! Übersetzerin 1: Normalerweise sind chinesische Familien gerne unter sich. Aber meine Eltern wissen, dass ich zur Uni gehe und in meinem Fach die einzige Chinesin bin. Dass ich italienische Kollegen und Freunde habe. Mama macht sich keine Sorgen, sie kennt meine Freunde und findet sie nett. Manchmal sagt sie: wer weiß, vielleicht kommst du eines Tages mit einem italienischen Freund an. 11 Atmo 12: Prato Ost O-Ton 23 Alessia, 45“ Sono della parte sudest della Cina, dalla zona di Zheijiang, la città è Whenzhou, è la città da dove proviene la maggior parte dei cinesi di Prato. Il mio nome originario era pan il mum. Mum vuol dire sogno. Poi è stato cambiato il mio nome perché i miei zii sono venuto con me in Italia, ho dovuto prendere il loro nome che. Già da un paio di anni che ero in Italia ho scelto il nome Alessia perché non mi piaceva il nome dei miei zii, non sentivo mio il nome. Alessia mi piaceva, mi seintivo non so, più integrata in qualche modo anche apparentemente, quindi mi facevo chiamare Alessia. Übersetzerin 1: Ich bin aus dem Südosten Chinas, aus der Region Zheijiang, (die Stadt heißt Wenzhou,) da kommen die meisten Chinesen in Prato her. Ursprünglich hieß ich Pan Il Mum. Mum bedeutet Traum. Doch dann wurde mein Name geändert, weil meine Tante und mein Onkel mich mit nach Italien genommen haben, da musste ich ihren Nachnamen annehmen. Als ich ein paar Jahre in Italien war, habe ich mich Alessia genannt, denn ich wollte den Namen meines Onkels nicht mehr. Und Alessia klang irgendwie … integrierter. O-Ton 24 Vanna Rindi, 1’06” (in OT etwas kürzen) A Prato erano arrivati, i primi cinesi nella nostra scuola almeno erano arrivati otto anni prima che lei arivasse e le insegnanti erano così preoccupate perché non parlavano italiano quindi erano le prime esperienze a insegnare bambini che non parlavano la lingua, e invece dopo qualche mese ci siamo rese conto che non era poi così grande il problema e a quel momento li abbiamo accolti anche con molta gioia. Perché spesso si rivelano bambini molto volenterosi di imparare, molto più dei nostri italiani sinceramente e anche con delle buone capacità logiche. Forse perché per il fatto di non conoscere la lingua li porta a entrarci molto per capire qualcosa e quindi apprendono molto rapidamente. Übersetzerin 2: Die ersten Chinesen kamen ungefähr 8 Jahre vor Alessia nach Prato und in unsere Schule. Das war so um 1995. Sie konnten kein Wort Italienisch. Mit dieser Situation 12 hatten wir noch keine Erfahrung. Aber schon in den ersten Monaten haben wir gemerkt, dass das Problem nicht so groß war, und wir haben die Kinder gerne aufgenommen. Denn oft sind sie viel lernwilliger als unsere italienischen Kinder. Und sie sind auch sehr begabt im logischen Denken. Vielleicht weil sie durch das Sprachproblem gezwungen sind, sich so intensiv mit allem zu befassen. Vielleicht lernen sie deshalb so schnell. Atmo 13: Ruhige Straße mit Vögeln (darauf Spr.) Sprecher: Die Lehrerin Vanna Rindi wohnt in einem ruhigen Viertel mit viel Grün. Im Wohnzimmer ihres Hauses stapeln sich Bücher auf Schränken und Regalen. Zwei Kinder sind schon aus dem Haus, nur Alessia, die Adoptivtochter, wohnt noch bei Vanna und ihrem Mann. Atmo Wohnzimmer mit Uhr (nicht vorhanden, müsste gebaut werden, um um Sprecher und O-Töne gut zu verbinden) O-Ton 25 Alessia, 47” Lei era la mia insegnante di matematica alle elementari. Sembrava una insegnante molto severa, poi ho scoperto che non era affatto così. Quando sono arrivata in Italia avevo 8, 9. E l'ambiente era completamente diverso dalla scuola in Cina. Lì eravamo in campagna, tutte le comodità che avevamo qui noi non le avevamo. I bidelli non c'erano. Quando terminavano le lezioni pulivamo noi, gli alunni pulivano la classe, a andavamo a prendere l'acqua, quindi si faceva a turno. E la mensa a scuola non esisteva quindi si andava a mangiare, c'era chi andava a casa e chi andava a mangiare dalla maestra. Übersetzerin 1: Sie war meine Mathelehrerin in der Grundschule. Zuerst dachte ich, dass sie sehr streng ist, aber dann habe ich gemerkt, dass das nicht stimmt. Ich war acht oder neun, als ich nach Italien kam. Alles war anders als in China. Dort lebten wir auf dem Land, die Schule war nicht so komfortabel wie hier. Wir hatten keine Hausmeister, wir 13 Schüler mussten nach dem Unterricht die Klasse putzen. Eine Mensa gab es nicht. Die Schüler gingen zum Essen nach Hause oder haben bei der Lehrerin gegessen. O-Ton 26 Vanna Rindi, 16“ Quindi mi ricordo che arrivò sembrava sorridente, sembrava abbastanza tranquilla, abbastanza pronta e volonterosa di conoscere gli altri compagni e fare amicizia, mi ricordo di questa prima impressione. Übersetzerin 2: Alessia lächelte viel. Sie wirkte ruhig, aufmerksam und aufgeschlossen ihren Mitschüler gegenüber, das war mein erster Eindruck. O-Ton 27 Alessia, 28” E il progetto iniziale era quello di farmi stare in Italia per un periodo e poi tornare in Cina. Però poi abbiamo avuto dei problemi qui in Italia e poi sono stata presa in affidamento. Perché mio zio mi picchiava e poi successivamente lo ho fatto presente alle mie maestre e poi hanno provveduto a trovarmi un ambiente più adatto. Übersetzerin 1: Ich sollte eine Zeit lang in Italien bleiben und später nach China zurückkehren. Aber ich hatte Probleme, und deshalb wurde ich adoptiert. Mein Onkel hat mich geschlagen. Das habe ich irgendwann meinen Lehrerinnen gesagt. O-Ton 28 Vanna Rindi, 46“ Arrivava tardi a scuola, a volte si addormentava sul banco, quando c'erano giorni di vacanza la mia collega che abitava vicino alla scuola la vedeva uscire con lo zaino perché lei faceva finta di andare a scuola per non stare a casa. Una volta lei è proprio scappata , è andata da conoscenti cinesi, le hanno consigliato di tornare a scuola e di dirlo, a quel punto lei è riuscita a spiegare col vocabolario, con tutto, scusi ma mi commuove ancora, lo sai.... 14 Übersetzerin 2: Sie kam zu spät zur Schule, manchmal schlief sie auf dem Tisch ein. Wenn schulfrei war, kam sie trotzdem. Meine Kollegin, die in der Nähe der Schule wohnte, sah sie dort mit dem Ranzen auf dem Rücken. Alessia tat so, als hätte sie Schule, um nicht bei ihren Verwandten sein zu müssen. Einmal ist sie weggelaufen, sie ging zu chinesischen Bekannten. Die haben ihr geraten, zur Schule zurückzugehen und mit uns zu reden. Das hat sie getan, mit Hilfe des Wörterbuches..... Entschuldigung .... das bewegt mich immer noch.... Sprecher: Alessia springt auf und holt ein Taschentuch. O-Ton 29 Vanna Rindi, 19” Grazie cara. Chiaro ha passato dei momenti di crisi, specialmente all'inizio, perché era una situazione che dava tensione, a volte la notte si svegliava, aveva gli incubi, però ce l'abbiamo fatta. Übesetzerin 2: Danke, Liebes. - Klar gab es auch Krisen, besonders am Anfang. Es gab Spannungen. Sie hatte manchmal Alpträume. Aber wir haben es geschafft. ((O-Ton 30 Alessia, 3“ Non abbiamo avuto molto problemi. Übersetzerin 1: Nein, Probleme hatten wir eigentlich kaum. O-Ton 31 Vanna, 7” Lei mangia molto. Mangia tantissimo e rimane magra. Per questo la odio. (beide lachen) Übersetzerin 2: Sie isst sehr viel und bleibt trotzdem schlank, dafür hasse ich sie. 15 O-Ton 32 Alessia, 9” Non vedo l'ora che sia in pensione, perché così può dedicare più tempo alla cucina e ogni volta preparare un piatto diverso. Übersetzerin 1: Ich freue mich schon, wenn sie in Rente geht, dann hat sie mehr Zeit zum kochen und kann jeden Tag was anderes zubereiten. )) o.c. Atmo 14: chinesisches Fernsehprogramm Sprecher: Alessia hat Abitur gemacht und studiert jetzt politische Wissenschaften. Sie möchte in Italien bleiben, obwohl sie in letzter Zeit den Eindruck hat, dass die Chinesen in Prato nicht mehr erwünscht sind. O-Ton 33 Alessia, 30” L'attacco contro i cinesi si sente, si percepisce sia dalle notizie che compaiono sui vari giornali sia anche vivendo a Prato, comunque conosciamo bene la realtà di questa città. Se vado in centro, nella Cinatown pratese si vedono molte ronde che girano più che altro nelle vie della Chinatown di Prato. Übersetzerin 1: Man muss nur die Zeitungen aufschlagen, um von Angriffen auf die Chinesen zu erfahren. Wenn ich ins Zentrum gehe, in die Chinatown, sehe ich Polizeistreifen, die dort besonders präsent sind. O-Ton 34 Vanna Rindi, 41“ (in OT etwas kürzen) I cinesi adesso sentono molto il problema della sicurezza intano anche personale perché, periodo di crisi, chiaro molti immigrati di tante etnie sono stati presi un po come bersaglio da altre etnie che proprio li usano come bancomat nel senso che subiscono molte rapine, molti scippi, perché si dice che i cinesi girano con molti contanti adosso e quindi spesso capita che siano rapinati. E si sentono insicuri perché dicono ci sono le ronde per vedere se noi facciamo qualcosa però non ci sono queste forze dell'ordine che ci proteggono. 16 Übersetzerin 2: Die Sicherheit ist für die Chinesen zur Zeit ein wichtiges Thema. Die Wirtschaftskrise dauert an, da werden viele Einwanderer zur Zielscheibe von Aggressionen. Die Chinesen werden oft als "Bankautomat" bezeichnet, denn es heißt, sie haben viel Bargeld dabei. Deshalb werden sie auch oft überfallen und ausgeraubt. Sie fühlen sich nicht sicher, sie sagen: die Polizisten streifen durch unser Viertel, um uns zu kontrollieren, aber sie beschützen uns nicht. Musik 1: Blebla, Prato la mia città Fortsetzung 2. Strophe 2. Teil In quarant'anni... (1.20 bis 2.01) Übersetzung von Sprecher: Drei mal so viel wie vor 40 Jahren wohnen jetzt hier, fast 200.000 Personen. Die meisten sind in meiner Generation wie ich halb Toskaner, halb Bauernsohn. Aber es gibt auch die, an denen nicht mal ein Fingernagel toskanisch ist. Und die sich einen abbrechen, unsern Dialekt zu sprechen. Musik kommt mit Migranten-O-Ton und Refrain hoch Atmo 15: Piazza del Comune (unter Sprecher weiter) Sprecher: Auf der Piazza del Comune steht das Denkmal von Francesco Marco Datini und erinnert an den wichtigsten Sohn der Stadt. Datini lebte im 14. Jahrhundert. Er stammte aus armen Verhältnissen, wanderte nach Avignon aus und kehrte als reicher Kaufmann zurück. In Prato begründete er die Tuchindustrie. Seine Träume waren denen vieler Migranten wahrscheinlich sehr ähnlich. 17 O-Ton 35 Cristina Pezzoli, 39” Allora lì nella mentalità cinese c'è un concetto cinese che si chiama mangiare l'amaro vuol dire soffrire, sudore e sange dicono loro, per un lasso di tempo in cui ti sacrifichi, vivi come una bestia, dormi li nella fabbrica buttato nel matterasso, per per dopo 3 4 anni assumere capitale che ti permette o di tornare in Cina o di far vivere un po meglio i tuoi figli. Questo non è diverso al concetto dei nostri emigranti italiani. Come si fa a non capirlo? Übersetzerin 2: Im Chinesischen gibt es eine Redensart, die etwas über ihre Mentalität verrät: Das Bittere essen. Das heißt: für eine Zeit opferst du dich, lebst wie ein Tier, schläfst auf einer Matratze in der Fabrik, um in 3 oder 4 Jahren so viel Geld zu sparen, dass du nach China zurück kehren oder deinen Kindern ein besseres Leben ermöglichen kannst. Genau so haben die italienischen Auswanderer früher auch gedacht. Warum versteht das keiner? Sprecher: Die Regisseurin Cristina Pezzoli lud mit interkulturellen Theaterprojekten die chinesischen Einwanderer zum Dialog ein. Sie gehört zu den Wenigen, die die Entwicklung Pratos nicht als Problem, sondern als Herausforderung sehen. O-Ton 36 Cristina Pezzoli, 34” È una donna complicata Prato secondo me, e appunto divevo, la cosa interessante di questo luogo è un fenomeno socioeconomico abbastanza particolare. È la città più multietnica d'Europa, tanti primati in questo senso qui, e c'è però sicuramente un bivio in questo momento e volendo usare un concetto cinese, quello della crisi, nell'ideogramma di crisi in cinese ècontenuta la doppia valenza di pericolo e opportunità di cambiamento. Übersetzerin 2: Prato ist wie eine komplizierte Frau. Dieser Ort ist sozioökonomisch gesehen hoch interessant. Es ist die Stadt mit den meisten Einwanderern Europas, im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Aber Prato steht jetzt vor einem Scheideweg. Um noch mal ein 18 chinesisches Bild zu bemühen: das Wort für Krise besteht im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen. Das eine steht für Gefahr und das andere für Veränderung. ((Atmo 16: Biblioteca Lazzerini Lesesaal (unter Sprecher weiter) Sprecher: Die Biblioteca Lazzerini ist eine der schönsten Bibliotheken Italiens. Das Gebäude ist eine ehemalige Tuchfabrik aus dem 19. Jahrhundert. Die Vorderfront besteht fast nur aus Glas und gibt den Blick auf die alte Stadtmauer frei. In dem lichtdurchfluteten Lesesaal sitzen Italiener, Chinesen, Afrikaner. Durch das Internet haben sie Zugang zu 2000 internationalen Zeitungen. In den Regalen stehen Bücher auf Chinesisch, Arabisch, Urdu und anderen Sprachen. Der Direktor Franco Neri hat die Zeichen der Zeit erkannt und aus der Bibliothek ein interkulturelles Zentrum gemacht, das auch am Wochenende geöffnet ist. Atmo 17: Biblioteca Lazzerini, Kinderbereich (unter Sprecher) Sprecher: Hier lesen und basteln Jungen und Mädchen zusammen, ganz egal, welcher Herkunft. )) o.c. Atmo 18: Fußgängerzone (unter Sprecher weiter) Sprecher: In der Innenstadt von Prato hängen an Fenstern, Balkonen und Türen Fahnen, die mit Schwarz-Weiß-Fotos bedruckt sind. Die Aufnahmen der Fotografin Ilaria Costanzo zeigen Männer, Frauen und Kinder, die zusammen arbeiten, spielen, essen oder feiern. Alessia und ihre Adoptivmutter Vanna Rindi sind auch dabei. Sie kochen Gemüse im Wok. O-Ton 37 Cristina Pezzoli, 39” Le cento foto sono un'italiano e uno straniero oppure due stranieri di due etnie diverse, rappresentano un pò tutte le etnie, però 60 su cento foto sono un italiano e 19 un cinese. Era un pò anche una sfida per la comunità cinese, chi vuole uscire dall'ombra? Chi vuole cominciare a uscire allo scoperto, rompere questo muro in qualche modo di separazione, in cui spesso la comunità cinese tende a vivere come un po tutti i migranti in un ghetto. E il fatto che è stato un risultato straordinario il fatto che abbiamo potuto entrare in tante fabbriche cinesi e fare delle foto dentro vuol dire che c'è una trasformazione in atto che va valorizzata. Übersetzerin 2: Es sind hundert verschiedene Fotos mit jeweils einem Italiener und einem Ausländer, 60 davon zeigen einen Italiener und einen Chinesen. Wir wollten die chinesische Community auffordern, diese unsichtbare Mauer zu durchbrechen und sich zu zeigen. Die Chinesen neigen ja dazu, sich abzuschotten. Wir hatten Erfolg, denn wir durften viele chinesische Fabriken betreten und dort Fotos machen. Das zeigt schon eine gewisse Veränderung. Atmo 19: Prato Straße (unter Sprecher weiter) Sprecher: Die Initiative "Facewall Prato" hat die Bürger aufgefordert, die Fahnen aufzuhängen. Flagge zu zeigen für die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Unter dem Motto: Die Zukunft liegt im Auge des Betrachters. O-Ton 38 Cristina Pezzoli, 29” Abbiamo creato questo slogan un po copiato da Shakespeare, invece che bellezza negli occhi di chi guarda è il futuro negli occhi di chi guarda. Noi volevamo come artisti portare a soffermarsi sia sulle persone belle che ci sono a Prato ma anche sui luoghi belli di questa città . La mappa dei problemi è molto chiara in questa città. Adesso si tratta di capire quale volontà si ha di costruire qualcos'altro. Übersetzerin 2: Den Slogan haben wir uns bei Shakespeare geliehen. Er sprach von der Schönheit im Auge des Betrachters. Wir sagen: die Zukunft liegt im Auge des Betrachters. Als Künstler wollten wir die Aufmerksamkeit auf die Schönheit der Menschen in Prato 20 lenken, aber auch auf die Schönheit der Stadt. Die Liste der Probleme dieser Stadt ist lang. Jetzt geht es darum, etwas Neues aufzubauen. *********************************************************** Musik 2: < Musikvorschlag der Autorin („Für mich vermittelt sie ein bisschen dieses Toscana-Feeling, das einen Kontrast zur Realität der Chinesen dort bildet.“) Titel: Les Forains K: Henri Sauguet Interpret Gabriele Mirabassi e Namaste Clarinet Quartet Egea Edizioni SCA 064 Hinweise zur Aussprache: Xiao - Tschiao Cristina Pezzoli wird auf dem o betont 21