Schwarzer Freitag
Ein Film zum Thema Verantwortung
in der Arbeitssicherheit
Infos und Tipps für die Vorführung
Das finden Sie in dieser Broschüre
1. Worum es geht
4
2. Botschaften des Films
5
3. Zielgruppen und Ziele
6
4. Tipps für die Filmvorführung
7
5. Infos zum Inhalt
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6. Weitere Informationen
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Technischer Hinweis:
Sie haben die Wahl zwischen den Sprachversionen Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
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1. Worum es geht
Der Film thematisiert zwei Problemkreise
•
•
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind eine Führungsaufgabe.
Viele Führungsverantwortliche sind sich jedoch dessen zu wenig bewusst.
Oft wissen sie nicht, dass gemäss Gesetz klar der Arbeitgeber die Verantwortung trägt.
Das Manipulieren von Schutzeinrichtungen ist verboten. Trotzdem werden in jedem zweiten Unternehmen Schutzeinrichtungen an Maschinen
und Anlage manipuliert. Oft sind schwere oder gar tödliche Unfälle die
Folge.
Im Film «Schwarzer Freitag» erinnert sich Peter Meier noch genau an den
Tag, an dem er mit Einverständnis seines Chefs die Schutzvorrichtung an
einer Roboteranlage ausser Kraft setzte. Der Tag, der sein ganzes Leben
veränderte. – Wie konnte es zu diesem Unfall kommen? Und wer trägt die
Verantwortung?
Der Film eignet sich, um eine Diskussion über die Verantwortung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb anzuregen. Führungskräfte
und Mitarbeitende sollen dazu motiviert werden, die Sicherheitsregeln einzuhalten und ihre Verantwortung wahrzunehmen – und zwar nicht nur dem
Gesetz zuliebe, sondern aus Einsicht und Respekt vor den Unfallfolgen.
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2. Botschaften des Films
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•
•
•
•
Arbeitssicherheit ist eine Führungsaufgabe.
Der Vorgesetzte trägt die Verantwortung für:
– sichere Arbeitsplätze
– Einhalten der Sicherheitsregeln
– sicheres Verhalten
Das Manipulieren von Schutzeinrichtungen ist gefährlich und verboten.
Die Sicherheitskultur wird nur gelebt, wenn die Geschäftsleitung und die
Vorgesetzten dies wollen, verlangen und wenn nötig mit letzter Konsequenz durchsetzen.
Die Vorgesetzten tragen nicht nur eine rechtliche und wirtschaftliche,
sondern auch eine ethische Verantwortung.
Kompromisse zu Lasten der Sicherheit lohnen sich nicht.
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3. Zielgruppen und Ziele
Der Film richtet sich in erster Linie an Führungsverantwortliche:
• Betriebsinhaber und Geschäftsführer
• Führungskräfte und Linienverantwortliche
• Sicherheitsbeauftragte
Der Film will die Verantwortlichen
• sensibilisieren für die Gefahren und Folgen riskanter Verhaltensweisen
• motivieren, ihre Verantwortung wahrzunehmen
• gewinnen für das konsequente Durchsetzen von Sicherheitsregeln
• sensibilisieren für die Gefahren des Manipulierens oder Überbrückens
von Schutzeinrichtungen
Der Film richtet sich in zweiter Priorität an alle Mitarbeitenden.
Sie sollen
• die Gefahren erkennen und nicht unterschätzen
• die Sicherheitsregeln respektieren und Sicherheitseinrichtungen korrekt
anwenden
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4. Tipps für die Filmvorführung
«Schwarzer Freitag» ist ein Sensibilisierungsfilm. Er bietet keine fertigen
Lösungen an, sondern bedarf einer Moderation. Auf diese Weise können
mit dem Publikum eigene Schlussfolgerungen für die Situation im Betrieb
erarbeitet werden.
Vorbereitung
•
•
•
Überlegen Sie sich, welche Ziele Sie mit der Vorführung erreichen wollen.
Bestellen Sie rechtzeitig die Informationsmittel, die für Sie hilfreich sind.
(Merkblätter, Plakate, Checklisten usw., siehe Kapitel 6)
Laden Sie die Führungskräfte und Mitarbeitenden frühzeitig ein und teilen
Sie das Ziel der Veranstaltung mit.
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Vorführung mit anschliessender Diskussion/Workshop (ca. 30 Min.):
•
•
•
•
Fragen Sie die Anwesenden nach der Vorführung des Films, was ihnen
aufgefallen ist und sammeln Sie die Fakten auf einem Flip-Chart. Ergänzen Sie die Punkte, die nicht genannt wurden (s. dazu «Botschaften des
Films» auf Seite 5).
Besprechen Sie mit dem Publikum die Situation im eigenen Betrieb:
– Kommt es vor, dass Vorgesetzte Sicherheitsregeln nicht durchsetzen
oder das Nichteinhalten von Sicherheitsregeln tolerieren? Welches sind
die Gründe dafür?
– Welche Sicherheitsregeln werden im Betrieb konsequent durchgesetzt?
Fragen Sie die Teilnehmenden in einem zweiten Schritt, was sie tun würden, um einen ähnlichen Vorfall zu vermeiden, insbesondere auch im
Hinblick auf Mängel im eigenen Betrieb.
Formulieren Sie die notwendigen Massnahmen.
Informieren Sie die Betroffenen laufend über die Fortschritte bei der Umsetzung der geplanten Massnahmen.
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5. Infos zum Inhalt
Es ist Freitag, kurz vor dem Wochenende, als Produktionsleiter Ruedi Mäder
einen unerwarteten Auftrag mit höchster Priorität erhält. Mäder findet einen
Weg, den Auftrag ohne Nacht- und Samstagsarbeit in die bereits voll ausgelastete Produktion einzuschieben. Da tritt an einer Roboteranlage eine
unerwartete Störung auf, die den ganzen Auftrag gefährdet.
Peter Meier, der seine Roboteranlage «wie seine Westentasche kennt»,
macht den Vorschlag, die Schutzvorrichtung der Anlage ausser Kraft zu
setzen, um von Hand eingreifen zu können. Mäder, der unter Druck steht,
willigt ein. Die eindringliche Warnung des Meisters und Sicherheitsbeauftragten Grau wird ignoriert.
Nach dem Unfall ist Peter Meier querschnittgelähmt. Sein Vorgesetzter
Ruedi Mäder verliert die Stelle und wird zu einem Jahr Gefängnis bedingt
verurteilt. Er muss für den Rest seines Lebens damit fertig werden, für das
schwere Schicksal Peter Meiers und dessen Familie verantwortlich zu sein.
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5.1 Verantwortung im Ernstfall
Arbeitssicherheit ist eine Führungsaufgabe. Der Arbeitgeber trägt die Verantwortung dafür, dass sich die Arbeitsplätze, Werkzeuge, Geräte und Ausrüstung in sicherem Zustand befinden und dass sich seine Mitarbeitenden
sicher verhalten.
In der Regel überträgt der Arbeitgeber bestimmte Aufgaben aus diesem
Bereich an Mitarbeitende mit Vorgesetztenstellung. Dies entbindet den
Arbeitgeber jedoch nicht von seinen Verpflichtungen für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. (Art. 7 Abs. 2 VUV* und Art. 7 Abs. 4
ArGV 3**)
Der Film zeigt auf, dass nach einem Unfall die Verantwortlichkeiten genau
abgeklärt werden und die direkt verantwortlichen Personen zur Rechenschaft gezogen werden. Verurteilt wird Produktionsleiter Ruedi Mäder, der
geduldet hat, dass die Roboteranlage überbrückt wurde.
Geschäftsleiter Paul Egger hatte keine Kenntnis von der Überbrückung. Im
Film wird davon ausgegangen, dass er seine Verantwortung wahrgenommen hat, indem er einen fähigen Sicherheitsbeauftragten und Produktionsleiter bestimmte, sicherstellte, dass diese ausreichend ausgebildet und in
zumutbarer Weise überwacht wurden. Aus diesen Gründen wird Egger
strafrechtlich nicht belangt.
* Verordnung über die Unfallverhütung VUV
** Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz ArGV 3
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5.2 Rechtliche Grundsätze
Auf das Thema des Films bezogen gelten die folgenden rechtlichen
Grundsätze:
Arbeitgeber
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, alle Massnahmen zu treffen, die nach der
Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den
Verhältnissen angemessen sind. (Art. 82 Abs. 1 und 2 UVG*)
Weiter muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Schutzmassnahmen
und Schutzeinrichtungen in ihrer Wirksamkeit nicht beeinträchtigt werden
(Art. 3 Abs. 2 VUV) und dass die Arbeitnehmenden die Massnahmen der
Arbeitssicherheit einhalten. (Art. 6 Abs. 3 VUV)
Arbeitsmittel, die mit einer Schutzeinrichtung ausgerüstet sind, dürfen nur
dann verwendet werden, wenn sich die Schutzausrüstung in Schutzstellung befindet oder wenn im Sonderbetrieb der Schutz auf andere Weise
gewährleistet wird. (Art. 28 Abs. 4 VUV)
* Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
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Arbeitnehmende
Die Arbeitnehmenden ihrerseits sind verpflichtet, den Arbeitgeber zu unterstützen. Sie müssen insbesondere die persönlichen Schutzausrüstungen
benützen, die Sicherheitseinrichtungen richtig gebrauchen und dürfen
diese ohne Erlaubnis des Arbeitgebers weder entfernen noch ändern.
(Art. 82 Abs. 3 UVG)
Der Arbeitnehmer darf die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen nicht beeinträchtigen. (Art. 11 Abs. 1 VUV)
5.3 Mögliche Konsequenzen
Das aktive Manipulieren oder das Dulden von Manipulationen an Schutzeinrichtungen können juristisch schwerwiegende Folgen haben, die einerseits im Schweizerischen Strafgesetzbuch (StGB) beschrieben sind, andererseits haftpflichtrechtlicher Natur sein können.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig Leib und Leben von Mitmenschen gefährdet,
indem er an Maschinen eine zur Verhütung von Unfällen dienende Vorrichtung beschädigt, zerstört, beseitigt, unbrauchbar macht, ausser Tätigkeit
setzt oder vorschriftswidrig nicht anbringt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis
zu drei Jahren oder Busse bestraft. (Art. 230 Abs. 1 StGB)
Wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt, wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe
bestraft. (Art. 125 Abs. 1 StGB)
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Für den von der Versicherung nicht gedeckten Schaden (z. B. Genugtuung)
können Haftpflichtansprüche geltend gemacht werden. Insbesondere gegen den Arbeitgeber. (Geschäftsherrenhaftung, Art. 55 Abs. 1 OR*)
5.4 Arbeitssicherheit lohnt sich
Unfälle verursachen viel Leid, und insbesondere schwere Unfälle bedeuten
harte Schicksalsschläge für die Angehörigen oder Hinterbliebenen der Verunfallten. Der Film macht klar, dass die Vorgesetzten neben der rechtlichen
auch eine ethische Verantwortung für die Gesundheit und Unversehrtheit
der ihnen anvertrauten Mitarbeitenden tragen.
Oft werden Argumente wie Zeit- und Leistungsdruck, Zeitgewinn, Bequemlichkeit und Risikounterschätzung als Gründe für das Übertreten von
Sicherheitsvorschriften oder das Manipulieren von Schutzeinrichtungen
genannt. Das Eingehen von Risiken lohnt sich jedoch nicht. Unfälle sind
teuer, schwere Unfälle führen immer zu grossen Produktionsausfällen und
Kosten. Der Film zeigt, dass die durch die Manipulation beabsichtigte Zeiteinsparung durch die Unfall-Ereignisse zunichte gemacht wurde. Der Auftrag konnte nicht ausgeliefert werden, der Kunde ist abgesprungen.
* Obligationsrecht
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6. Weitere Informationen
Welches sind die Pflichten auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des
Gesundheitsschutzes? Informationsschrift, 24 S. A5, Bestell-Nr. SBA 140.d
STOP dem Manipulieren von Schutzeinrichtungen. Checkliste, 4 S. A4,
Bestell-Nr. 67146.d
Sicherheitsgerechtes Verhalten fördern. Informationsschrift, 24 S. A4,
Bestell-Nr. 66111.d
«Die wollen einfach nicht!» – wirklich? Tipps für das Motivieren in der
Arbeitssicherheit. Merkblatt, 8. S. A4, Bestell-Nr. 66112.d
Regeln schaffen Klarheit. Erarbeiten und durchsetzen von Sicherheits- und
Verhaltensregeln in KMU, Merkblatt, 6 S. A4, Bestell-Nr. 66110.d
Die Sicherheit organisieren – eine zentrale Aufgabe für jedes Unternehmen.
Informationsschrift, 12 S. A4, Bestell-Nr. 66101.d
Gefahrenermittlung und Massnahmenplanung mit Checklisten. 12 S. A4,
Bestell-Nr. 67000.d
Mir wird schon nichts passieren! Was tun gegen riskantes Verhalten am
Arbeitsplatz? Informationsschrift, 24 S. A5, Bestell-Nr. SBA 157.d
Sicheres Verhalten, Checkliste, 4 S. A4, Bestell-Nr. 67044.d
Informationen zur Kampagne STOP dem Manipulieren von Schutzeinrichtungen: www.suva.ch/schutzeinrichtungen
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Gesetzes- und Verordnungstexte für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz: www.admin.ch/ch/d/sr/sr.html
(direkter Zugriff möglich mit UVG, VUV, StGB usw.)
Bezugsadresse für Informationsmittel:
Suva, Kundendienst
Postfach, 6002 Luzern
www.suva.ch/waswo
(die meisten Publikationen lassen sich auch downloaden)
Fax 041 419 59 17
Tel. 041 419 58 51
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Suva
Gesundheitsschutz
Postfach, 6002 Luzern
Auskünfte
Tel. 041 419 58 51
Bestellungen
www.suva.ch/waswo
Tel. 041 419 58 51
Fax 041 419 59 17
Verfasser
Toni Röösli, Suva, Integrierte Sicherheit
Désirée Schibig, Suva, Unternehmenskommunikation
Armin Zimmermann, Suva, Gewerbe und Industrie
Begleitbroschüre zum Film
«Schwarzer Freitag» (DVD 363.d/f/i/e)
AS 1731.d – April 2010
Un vendredi noir
Un film sur la responsabilité en
matière de sécurité au travail
Infos et conseils de présentation
Sommaire
1. L’essentiel en bref
4
2. Messages du film
5
3. Groupes cible et objectifs
6
4. Conseils de présentation
7
5. Contenu du film
9
6. Autres moyens d’information
14
Remarque technique:
ce film peut être visionné en français, en italien, en anglais,
en allemand et en suisse-allemand.
3
1. L’essentiel en bref
Ce film aborde deux problèmes distincts.
•
•
La sécurité au travail et la protection de la santé sont des tâches de
direction. Or, les responsables n’en sont pas toujours conscients ou
ignorent que les employeurs sont tenus d’y pourvoir en vertu de la loi.
La manipulation des dispositifs de protection est interdite. Or, on constate
des manipulations des dispositifs de protection des machines et des
installations industrielles dans la moitié des entreprises. Les accidents
graves, voire mortels, sont fréquents.
Dans «Un vendredi noir», Pierre Meier se souvient du jour où il a neutralisé,
avec l’accord de son chef, le dispositif de protection d’une installation
robotisée. Cette journée tragique a bouleversé sa vie. Comment l’accident
s’est-il produit? Et qui en est responsable?
Ce film peut servir d’introduction pour lancer une discussion sur la responsabilité en matière de sécurité au travail et de protection de la santé. Il est
important d’inciter le personnel d’encadrement et les collaborateurs à respecter les règles de sécurité, à assumer leurs responsabilités, non pas par
amour de la loi, mais par sagesse et en toute connaissance de cause des
conséquences possibles des accidents du travail.
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2. Messages du film
•
•
•
•
•
•
La sécurité au travail est une tâche de direction.
Les supérieurs hiérarchiques assument trois responsabilités:
– sécurité des postes de travail
– respect des règles de sécurité
– comportement sûr
La manipulation des dispositifs de protection est dangereuse et interdite.
La culture de la sécurité devient réalité lorsque la direction et les supérieurs hérarchiques la veulent, l’exigent et l’imposent de manière systématique.
Les supérieurs ont une responsabilité légale et économique, mais ils ont
aussi une responsabilité éthique.
Les compromis au détriment de la sécurité ne rapportent rien.
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3. Groupes cible et objectifs
Ce film s’adresse d’abord aux responsables de l’encadrement:
• directeurs et chefs d’entreprise
• cadres dirigeants et supérieurs hiérarchiques
• préposés à la sécurité
Ce film a pour but:
• de sensibiliser aux risques et conséquences des comportements
dangereux
• de favoriser une prise de conscience des responsabilités en la matière
• d’inciter à l’application systématique des règles de sécurité
• de sensibiliser aux dangers de la manipulation ou de la neutralisation des
dispositifs de protection
Ce film s’adresse ensuite à l’ensemble des collaborateurs qui doivent:
• reconnaître les dangers, ne jamais sous-estimer ceux-ci
• respecter les règles de sécurité, utiliser correctement les dispositifs de
protection
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4. Conseils de présentation
«Un vendredi noir» est un film de sensibilisation. Il ne fournit pas de solutions
toutes faites et doit être présenté par un animateur qui fera participer le
public afin d’analyser la situation dans l’entreprise considérée.
Préparation
•
•
•
Réfléchissez aux objectifs à atteindre au terme de la présentation du film.
Commandez de la documentation complémentaire: feuillets techniques,
affiches, listes de contrôle (voir chap. 6).
Convoquez les cadres et les collaborateurs suffisamment tôt et expliquezleur le but de la présentation.
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Présentation suivie d’un débat ou d’un atelier (env. 30 min)
•
•
•
•
Après la projection du film, demandez ce qui a marqué le public, inscrivez
les différents points sur un tableau à feuilles mobiles. Complétez la liste
en vous inspirant des messages du film (voir «Messages du film», p. 5).
Invitez le public à discuter de la situation dans l’entreprise:
– Les responsables ont-ils du mal à faire respecter les règles de sécurité,
tolèrent-ils certaines négligences? Pour quelles raisons?
– Quelles sont les règles de sécurité appliquées de manière systématique?
Dans un second temps, demandez aux spectateurs ce qu’ils feraient
pour éviter qu’un tel événement ne se reproduise, notamment en ce qui
concerne les points faibles observés dans leur propre entreprise.
Etablissez la liste des mesures à prendre.
Informez les personnes concernées au fur et à mesure de la mise en
œuvre des mesures prévues.
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5. Contenu du film
Un vendredi, la veille d’un week-end, Ruedi Mäder, le chef de production,
reçoit une commande urgente à la dernière minute. Il s’arrange pour la faire
exécuter, malgré la surcharge des chaînes de production, sans heures
supplémentaires la nuit ou le samedi. L’une des installations robotisées,
tombée en panne au même moment, menace de faire perdre la commande.
Pierre Meier, qui connaît son robot «par cœur», propose de neutraliser le
dispositif de protection de l’installation et de travailler «à la main». Mäder
est sous pression, il donne son autorisation. L’avertissement pressant du
contremaître, Monsieur Grau, également préposé à la sécurité, est ignoré.
Après l’accident, Pierre Meier est paraplégique. Son chef, Ruedi Mäder,
perd sa place, il est condamné à un an de prison avec sursis. Sa responsabilité dans l’accident, et les conséquences de cet événement, tragique
pour Pierre Meier et sa famille, le poursuivront toute sa vie.
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5.1 Responsabilité en cas d’accident
La sécurité au travail est une tâche de direction. L’employeur est tenu de
veiller à ce que les postes de travail, les outils, les machines et les équipements soient en parfait état et que les collaborateurs adoptent un comportement conforme aux règles de sécurité.
En règle générale, l’employeur peut déléguer certaines tâches aux supérieurs hiérarchiques de l’entreprise, mais cela ne le libère pas de ses responsabilités en matière de sécurité au travail et de protection de la santé.
(Art. 7 al. 2 OPA* et art. 7 al. 4 OLT 3**)
Ce film montre que les personnes impliquées dans un accident doivent
rendre des comptes afin d’établir les responsabilités respectives. Ruedi
Mäder, le chef de production, est condamné pour avoir toléré la manipulation du dispositif de protection d’une installation robotisée.
Le directeur, Paul Egger, n’était pas au courant de la manipulation. Dans
le film, on part du principe qu’il a assumé ses responsabilités en nommant
un préposé à la sécurité compétent et un chef de production, auxquels il a
fait suivre une formation adéquate et dont il a raisonnablement surveillé les
tâches respectives. Ce sont les raisons pour lesquelles Egger échappe à
une condamnation pénale.
* Ordonnance sur la prévention des accidents (OPA)
** Ordonnance 3 relative à la loi sur le travail (OLT 3)
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5.2 Bases légales
«Un vendredi noir» thématise les bases légales ci-dessous.
Employeurs
L’employeur est tenu de prendre, pour prévenir les accidents et maladies
professionnels, toutes les mesures dont l’expérience a démontré la nécessité, que l’état de la technique permet d’appliquer et qui sont adaptées
aux conditions données. (Art. 82 al. 1 et 2 LAA*)
L’employeur doit, par ailleurs, veiller à ce que l’efficacité des mesures et
des installations de protection ne soit pas entravée (art. 3 al. 2 OPA) et à
ce que les travailleurs observent les mesures de la sécurité au travail.
(Art. 6 al. 3 OPA)
Les équipements de travail munis de dispositifs de protection ne doivent
pouvoir être utilisés que si ces dispositifs sont en position de sécurité ou
si, en conditions de service particulières, la sécurité est garantie d’une
autre manière. (Art. 28 al. 4 OPA)
* Loi fédérale sur l’assurance-accidents (LAA)
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Travailleurs
Le travailleur, de son côté, est tenu de seconder l’employeur. Il doit en
particulier utiliser les équipements individuels de protection et employer
correctement les dispositifs de sécurité et s’abstenir de les enlever ou de
les modifier sans autorisation de l’employeur. (Art. 82 al. 3 LAA)
Le travailleur doit s’abstenir de porter atteinte à l’efficacité des installations
de protection. (Art. 11 al. 1 OPA)
5.3 Conséquences possibles
La manipulation intentionnelle ou la tolérance de la manipulation des dispositifs de protection peuvent avoir des conséquences juridiques graves
qui, d’une part, sont décrites dans le code pénal suisse (CP*) et peuvent,
d’autre part, entraîner des poursuites en responsabilité civile.
Celui qui, intentionnellement, aura endommagé, détruit, supprimé, rendu
inutilisable ou mis hors d’usage un appareil destiné à prévenir les accidents
ou qui, contrairement aux prescriptions applicables, aura intentionnellement
omis d’installer un tel appareil et aura, par là, sciemment mis en danger la
vie ou l’intégrité corporelle des personnes, sera puni d’une peine privative
de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. (Art. 230 al. 2 CP)
Celui qui, par négligence, aura fait subir à une personne une atteinte à
l’intégrité corporelle ou à la santé sera, sur plainte, puni d’une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d’une peine pécuniaire. (Art. 125
al. 1 CP)
12
Il est possible de faire valoir des dommages-intérêts pour un dommage
non couvert par l’assurance (ex.: paiement d’une somme d’argent à titre
de réparation morale), notamment contre l’employeur. (Responsabilité de
l’employeur, art. 55 al. 1 CO*)
5.4 La sécurité au travail est rentable
Les accidents occasionnent des souffrances, surtout s’il s’agit d’accidents
graves avec des conséquences tragiques pour les familles et les survivants
des victimes. Ce film montre que les supérieurs hiérarchiques ont des
responsabilités légales, mais aussi des responsabilités éthiques en ce qui
concerne la santé et l’intégrité physique des collaborateurs placés sous
leurs ordres.
Le manque de temps, le rendement, la pression, la facilité et la sous-estimation des risques constituent les principaux motifs de non-respect des
prescriptions de sécurité ou de manipulation des dispositifs de protection.
Mais le jeu n’en vaut pas la chandelle: les accidents coûtent cher, les accidents graves entraînent toujours des arrêts de production qui pèsent lourd
dans la balance. Ce film montre que le gain de temps escompté a été
anéanti par l’accident qui s’est produit. La commande n’a pas pu être
livrée, le client a changé de fournisseur.
*Code des obligations
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6. Autres moyens d’information
Quelles sont vos obligations dans le domaine de la sécurité au travail et de
la protection de la santé? Feuillet d’information, 24 p. A5, réf. SBA 140.f
STOP à la manipulation des dispositifs de protection. Liste de contrôle,
4 p. A4, réf. 67146.f
Encouragez un comportement conforme à la sécurité. Feuillet d’information, 24 p. A4, réf. 66111.f
Ils ne veulent pas, tout simplement! Vraiment? Conseils de motivation pour
la sécurité au travail. Feuillet d’information, 8 p. A4, réf. 66112.f
Des règles pour d’avantage de sécurité. Elaboration et application des
règles de sécurité et de comportement dans les P.M.E. Feuillet d’information, 6 p. A4, réf. 66110.f
Organiser la sécurité: une tâche primordiale pour chaque entreprise.
Feuillet d’information, 12 p. A4, réf. 66101.f
Détermination des dangers et planification des mesures au moyen de
listes de contrôle. Liste de contrôle, 12 p. A4, réf. 67000.f
Il ne peut rien m’arriver! Comment lutter contre un comportement risqué
au travail? Feuillet d’information, 24 p. A5, réf. SBA 157.f
Comportement sûr. Liste de contrôle, 4 p. A4, réf. 67044.f
Informations sur la campagne «STOP à la manipulation des dispositifs de
protection»: www.suva.ch/dispositifs-de-protection
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Lois et ordonnances sur la sécurité au travail et la protection de la santé:
www.admin.ch/ch/f/rs/rs.html (accès direct en introduisant les
mots-clefs LAA, OPA, CP, etc.)
Commandes de moyens d’information
Suva, service clientèle
Case postale, 6002 Lucerne
www.suva.ch/waswo-f
(La plupart des publications peuvent être téléchargées.)
Fax 041 419 59 17
Tél. 041 419 58 51
15
Suva
Protection de la santé
Case postale, 6002 Lucerne
Renseignements
Tél. 041 419 58 51
Commandes
www.suva.ch/waswo-f
Tél. 041 419 58 51
Fax 041 419 59 17
Auteurs
Toni Röösli, Suva, sécurité intégrée
Désirée Schibig, Suva, communication d’entreprise
Armin Zimmermann, Suva, industrie et arts et métiers
Brochure d’accompagnement du film «Un vendredi noir»
(DVD 363.d/f/i/e)
AS 1731.f – avril 2010
Un venerdì nero
Un film sulla responsabilità in
materia di sicurezza sul lavoro
Informazioni e consigli per la proiezione
Sommario
1. Di cosa si tratta
4
2. I messaggi del film
5
3. Obiettivi e destinatari del film
6
4. Consigli per la proiezione
7
5. Informazioni sul contenuto
9
6. Ulteriori supporti informativi
14
Informazioni tecniche:
L'audio del film è disponibile in italiano, svizzero-tedesco,
tedesco, francese e inglese.
3
1. Di cosa si tratta
Il film affronta due problematiche
•
•
La sicurezza sul lavoro e la tutela della salute sono un compito direttivo.
Molti responsabili di direzione non ne sono perfettamente consapevoli.
Spesso non sanno che per legge il datore di lavoro è responsabile della
sicurezza sul lavoro.
Manipolare i dispositivi di protezione è vietato. Ciò nonostante, in un'azienda su due i dispositivi di protezione installati su macchine e impianti sono
oggetto di una manipolazione. Spesso le conseguenze sono gravi, se
non addirittura fatali.
Nel film «Un venerdì nero» Piero Meier ricorda esattamente cosa è successo
il giorno in cui ha disattivato il dispositivo di protezione con il consenso del
suo superiore. Quel giorno ha cambiato la sua vita per sempre. Come è
potuto accadere? Chi è responsabile?
Il film è indicato per aprire un dibattito in azienda sulle responsabilità in
materia di sicurezza sul lavoro e tutela della salute. Il film mira a motivare il
personale dirigente e i dipendenti a rispettare le norme di sicurezza e ad
essere consapevoli della loro responsabilità e questo non solo per rispetto
della legge, ma soprattutto per rispetto della persona e per le conseguenze
che un infortunio solitamente comporta.
4
2. I messaggi del film
•
•
•
•
•
•
La sicurezza sul lavoro è un compito direttivo.
Il superiore deve garantire:
– posti di lavoro sicuri
– il rispetto delle norme di sicurezza
– un comportamento sicuro
Manipolare i dispositivi di protezione è pericoloso e vietato.
La cultura della sicurezza viene vissuta veramente solo se la direzione e i
superiori lo vogliono, lo pretendono e se lo impongono fino in fondo.
I superiori non hanno solo una responsabilità giuridica ed economica, ma
anche una responsabilità morale.
I compromessi a scapito della sicurezza non portano a nulla.
5
3. Obiettivi e destinatari del film
Il film si rivolge innanzitutto a coloro che in azienda ricoprono un ruolo
direttivo:
• titolari e direttori d'azienda
• quadri direttivi e responsabili di linea
• addetti alla sicurezza
Il film mira a:
• sensibilizzare tutte queste persone nei confronti dei pericoli e delle conseguenze di un comportamento rischioso,
• motivarle ad assumersi le proprie responsabilità,
• fare in modo che impongano sistematicamente le norme di sicurezza,
• far capire loro quanto è pericoloso manipolare o disattivare i dispositivi di
protezione.
Il film si rivolge anche a tutti i dipendenti di un'azienda affinché:
• riconoscano i pericoli e non li sottovalutino,
• rispettino le norme di sicurezza e utilizzino correttamente i dispositivi di
sicurezza.
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4. Consigli per la proiezione
«Un venerdì nero» è un film di sensibilizzazione. Non dà risposte già pronte,
ma richiede la presenza in sala di un moderatore. In questo modo il pubblico è maggiormente esortato ad esprimere le proprie considerazioni in
base alla situazione vissuta in azienda.
Preparazione
•
•
•
Pensate a cosa volete ottenere proiettando il film.
Ordinate per tempo la documentazione necessaria (opuscoli, liste di
controllo, ecc., vedi cap. 6).
Invitate per tempo il personale dirigente e i dipendenti e spiegate qual è
lo scopo dell'evento.
7
Proiezione con successivo dibattito e workshop (durata 30 min. circa)
•
•
•
•
Dopo la visione del film chiedete ai presenti le loro impressioni e raccogliete i fatti su una lavagna a fogli mobili. Aggiungete i punti che non sono
stati evocati (vedi anche il paragrafo «I messaggi del film» a pag. 5).
Discutete con il pubblico della situazione in azienda:
– Capita che i superiori non impongano le norme di sicurezza o che
tollerino il loro mancato rispetto? Per quale motivo?
– Quali norme di sicurezza vengono imposte in maniera sistematica?
In un secondo momento chiedete ai presenti cosa farebbero per evitare
un simile infortunio, soprattutto tenuto conto delle carenze presenti nella
loro azienda.
Formulate le necessarie misure di prevenzione.
Informate costantemente i diretti interessati sui progressi nell'attuazione
delle misure stabilite.
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5. Informazioni sul contenuto
È venerdì e Rudi Mäder, capo del reparto produzione, riceve inaspettatamente un incarico della massima priorità. Pur essendo una situazione
critica per il suo reparto, Mäder trova un modo per liquidare l'incarico
senza obbligare i suoi dipendenti a lavorare di notte e di sabato. Però, un
robot della linea di produzione presenta un guasto che rischia di mandare
a rotoli l'incarico.
Piero Meier, che conosce le macchine «meglio di chiunque altro», propone
di disattivare il dispositivo di protezione per poter intervenire manualmente
sull'impianto. Mäder, sotto pressione, lo autorizza a farlo. L'appello insistente di Urs Grau, capo operaio e addetto alla sicurezza, che lo mette in guardia di fronte ai potenziali rischi viene ignorato.
A causa dell'infortunio Piero Meier finisce sulla sedia a rotelle. Rudi Mäder,
il suo superiore, perde il posto e viene condannato ad un anno di carcere
con la condizionale. Dovrà convivere per sempre con il rimorso di essere
responsabile dell'infortunio e delle conseguenze che dovrà patire Piero
Meier e la sua famiglia.
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5.1 La responsabilità in caso di infortunio
La sicurezza sul lavoro è un compito direttivo. Il datore di lavoro è responsabile della sicurezza del posto di lavoro, degli utensili, degli apparecchi e
delle attrezzature presenti in azienda e deve fare in modo che i suoi dipendenti si comportino all'insegna della sicurezza.
Solitamente, il datore di lavoro delega determinati compiti ai dipendenti
che svolgono un ruolo direttivo. Tuttavia, questo non solleva il datore di lavoro dai suoi obblighi in materia di sicurezza sul lavoro e tutela della salute
(art. 7 cpv. 2 OPI* e art. 7 cpv. 4 OLL 3**).
Il film mostra che dopo un infortunio le responsabilità vengono definite
chiaramente e che i responsabili devono rispondere di quanto è successo.
Ad essere condannato è stato il responsabile del reparto produzione, Rudi
Mäder, in quanto ha permesso che l'impianto venisse manipolato.
Paolo Egger, il capo azienda, non sapeva nulla della manipolazione. Nel
film si presuppone che il capo azienda si è assunto la sua responsabilità
nel momento in cui ha designato un addetto alla sicurezza competente e
un responsabile del reparto produzione, ha garantito loro un’adeguata
formazione e li ha ragionevolmente sorvegliati. Per questi motivi Egger non
ha subito conseguenze penali.
* Ordinanza sulla prevenzione degli infortuni e delle malattie professionali OPI
** Ordinanza 3 concernente la legge sul lavoro OLL3
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5.2 Riferimenti giuridici
In riferimento all'argomento trattato nel film si applicano i seguenti principi
giuridici:
Datori di lavoro
Per prevenire gli infortuni professionali e le malattie professionali, il datore
di lavoro deve prendere tutte le misure necessarie per esperienza, tecnicamente applicabili e adatte alle circostanze (art. 82 cpv. 1 e 2 LAINF*).
Il datore di lavoro deve provvedere affinché non venga compromessa l’efficacia delle misure e delle installazioni di protezione (art. 3 cpv. 2 OPI) e
che i lavoratori osservino i provvedimenti relativi alla sicurezza sul lavoro
(art. 6 cpv. 3 OPI).
Le attrezzature di lavoro munite di dispositivi di protezione possono essere
utilizzate soltanto se tali dispositivi sono in posizione di sicurezza oppure
se nell’esercizio particolare la sicurezza è garantita in altro modo (art. 28
cpv. 4 OPI).
*Legge federale sull'assicurazione contro gli infortuni (LAINF)
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Lavoratori
I lavoratori, dal canto loro, sono tenuti ad assecondare il datore di lavoro
nell’applicazione delle relative prescrizioni. Essi sono in particolare obbligati
a utilizzare gli equipaggiamenti personali di protezione, usare correttamente
i dispositivi di sicurezza e astenersi dal rimuoverli o modificarli senza il permesso del datore di lavoro (art. 82 cpv. 3 LAINF).
Il lavoratore non deve compromettere l’efficacia delle installazioni di protezione (art. 11 cpv. 1 OPI).
5.3 Possibili conseguenze
La manipolazione attiva dei dispositivi di protezione o il permettere simili
atti possono avere conseguenze giuridiche rilevanti. Tali conseguenze sono
descritte da un lato nel Codice penale svizzero (CP), dall’altro possono
rientrare nel diritto della responsabilità civile.
Chiunque intenzionalmente guasta, distrugge, rimuove, rende altrimenti
inservibili o mette fuori uso apparecchi destinati a prevenire gli infortuni in
una fabbrica o in un’altra azienda, ovvero gl’infortuni che possono esser
cagionati da macchine, chiunque, contrariamente alle norme applicabili,
omette di collocare tali apparecchi, e mette con ciò scientemente in pericolo la vita o l’integrità delle persone, è punito con una pena detentiva sino
a tre anni o con una pena pecuniaria (art. 230 cpv. 1 CP).
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Chiunque per negligenza cagiona un danno al corpo o alla salute d’una
persona è punito, a querela di parte, con una pena detentiva sino a tre
anni o con una pena pecuniaria (art. 125 cpv. 1 CP).
Per i danni non coperti dall'assicurazione (ad es. riparazione morale) si
possono far valere i propri diritti in materia di responsabilità civile, soprattutto nei confronti del datore di lavoro (responsabilità del padrone di
azienda, art. 55 cpv. 1 CO*).
5.4 Garantire la sicurezza sul lavoro dà i suoi frutti
Gli infortuni causano molte sofferenze e soprattutto gli infortuni seri hanno
ripercussioni gravi sui familiari e sui superstiti di un infortunato. Il film mostra
chiaramente che i superiori hanno una responsabilità morale, oltre che
giuridica, nei confronti della salute e dell'integrità fisica dei loro dipendenti.
Spesso, quando non si rispettano le norme di sicurezza o si manipola un
dispositivo di protezione, come scusa si adducono i seguenti motivi: poco
tempo, pressioni dall'alto, semplificazione, sottovalutazione dei rischi. Non
vale mai la pena correre simili rischi. Gli infortuni hanno un costo e quando
sono seri comportano sempre delle interruzioni nel processo di produzione
e costi notevoli. Nel film si vede che l'infortunio ha vanificato il risparmio di
tempo che si pensava di ottenere manipolando il dispositivo. Alla fine, la
merce non è stata consegnata e l'azienda ha perso il cliente.
*Codice delle obbligazioni
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6. Ulteriori supporti informativi
«Quali sono i vostri obblighi in materia di sicurezza sul lavoro e di protezione
della salute?», opuscolo, 24 pag. A5, codice SBA 140.i
Campagna «STOP alla manipolazione dei dispositivi di protezione», lista di
controllo, 4 pag. A4, codice 67146.i
«Promuovere i comportamenti sicuri», opuscolo, 24 pag. A4, codice 66111.i
«Sono delle teste dure!» – ma è proprio vero? Consigli per motivare al
comportamento sicuro sul lavoro, opuscolo, 8 pag. A4, codice 66112.i
«Regole chiare per tutti. Come formulare e applicare nelle PMI regole
chiare in materia di sicurezza e comportamento», opuscolo, 6 pag. A4,
codice 66110.i
«L'organizzazione della sicurezza - un compito di primaria importanza per
ogni azienda», opuscolo, 12 pag. A4, codice 66101.i
«Individuazione dei pericoli e pianificazione delle misure con le liste di
controllo», 12 pag. A4, codice 67000.i
«A me non succederà proprio niente! Come impedire i comportamenti a
rischio sul lavoro?», opuscolo, 24 pag. A5, codice SBA 157.i
«Comportamento sicuro», lista di controllo, 4 pag. A4, codice 67044.i
Per informazioni sulla campagna «STOP alla manipolazione dei dispositivi
di protezione»: www.suva.ch/dispositivi-di-protezione
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Leggi e ordinanze in materia di sicurezza sul lavoro e tutela della salute:
www.admin.ch/ch/i/rs/rs.html (accesso diretto con LAINF, OPI, CP,
ecc.)
Indirizzo per ordinare i supporti informativi:
Suva, Servizio clienti
Casella postale, 6002 Lucerna
www.suva.ch/waswo-i
(quasi tutte le pubblicazioni possono essere scaricate)
Fax 041 419 59 17
Tel. 041 419 58 51
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Suva
Tutela della salute
Casella postale, 6002 Lucerna
Informazioni
Tel. 041 419 58 51
Ordinazioni
www.suva.ch/waswo-i
Tel. 041 419 58 51
Fax 041 419 59 17
Autori
Toni Röösli, Suva, Sicurezza integrata
Désirée Schibig, Suva, Comunicazione d’impresa
Armin Zimmermann, Suva, Industria e artigianato
Opuscolo allegato al film «Un venerdì nero»
(DVD 363.d/f/i/e)
AS 1731.i – aprile 2010
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Schwarzer Freitag. Verantwortung in der Arbeitssicherheit