Schön blau
Alkohol am Arbeitsplatz
Infos und Tipps für die Filmvorführung
Das finden Sie in dieser Broschüre
1. Worum es geht
3
2. Zielgruppen
5
3. Ziele des Films
6
4. Tipps für die Vorführung
7
5. Infos zum Inhalt
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6. Weitere Informationsmittel
Suva
Gesundheitsschutz
Postfach, 6002 Luzern
Auskünfte
Tel. 041 419 58 51
Bestellungen
www.suva.ch/waswo
Tel. 041 419 58 51
Fax 041 419 59 17
Verfasser
Dr. Ruedi Rüegsegger, Suva, Team Ausbildung, Arbeitspsychologie
Begleitbroschüre zum Film «Schön blau»
(DVD 294.d/f/i)
AS 1728.d – September 2010
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1. Worum es geht
Alkohol und andere Drogen haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen, weil
sie die Wahrnehmungsfähigkeit einschränken und die Reaktionsfähigkeit
herabsetzen. Die Unfallgefahr nimmt dadurch markant zu. Besonders der
missbräuchliche Konsum von Alkohol verursacht nach wie vor grosse
Probleme.
Kader und Mitarbeitende sind oft verunsichert:
• Wann ist die Grenze des Tolerierbaren überschritten?
• Welche Regeln kann man durchsetzen?
• Wer trägt die Verantwortung, wenn es zu einem Unfall unter Alkoholeinfluss kommt?
• Soll ich als Vorgesetzter einen Verdacht auf Alkoholmissbrauch ansprechen oder geht mich das gar nichts an?
Das Gesetz nimmt sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmende in die Pflicht:
Der Arbeitgeber hat eine Aufsichtspflicht und muss im Bedarfsfall eingreifen.
Der Arbeitnehmer trägt die Verantwortung für sein Handeln und darf sich
nicht durch Suchtmittel in einen Zustand versetzen, in dem er sich oder
andere gefährdet.
3
Wie setzt man aber diese Vorschriften konkret um? Ausführliche Hinweise
zu den geltenden Gesetzen und deren Umsetzung im Betrieb finden Sie in
der Informationsbroschüre «Suchtmittel am Arbeitsplatz aus rechtlicher
Sicht» (Suva-Bestell-Nr. 66095.d).
Klare Regeln festlegen
Wichtig ist auf jeden Fall, dass der Betrieb klare Regeln festlegt:
• Gilt bei uns ein Alkoholverbot während der Arbeit?
• Werden Geburtstagsapéros ausnahmsweise toleriert?
• Wer bezahlt den Lohn, wenn sich ein Mitarbeiter behandeln lässt?
• Mit welchen internen oder externen Stellen arbeiten wir zusammen?
• Wer kontrolliert, ob sich ein Alkoholkranker wirklich behandeln lässt?
• Wie wird bei einem Rückfall vorgegangen?
Die Betriebsleitung muss diese Regeln den Beschäftigten gegenüber auf
attraktive Art kommunizieren und begründen. Dabei kann Ihnen der vorliegende Film zusammen mit dem Schulungsmodul «Suchtmittel am Arbeitsplatz» (Bestell-Nr. 88132.d) eine wertvolle Hilfe sein.
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2. Zielgruppen
Der Film eignet sich zur Präsentation vor der ganzen Belegschaft. Angesprochen sind Betriebe, welche beabsichtigen, Regeln über den Umgang
mit Alkohol im Betrieb einzuführen oder diese wieder einmal in Erinnerung
zu rufen. Der Film spielt in einem Produktionsbetrieb. Er kann aber prinzipiell in jeder Branche eingesetzt werden, weil das Vorgehen für alle Branchen gleich ist.
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3. Ziele des Films
Der Film will:
• Mitarbeitende und Vorgesetzte dazu ermuntern, ihre Verantwortung bezüglich Alkohol am Arbeitsplatz wahrzunehmen und bei Anzeichen von
Alkoholmissbrauch einzugreifen
• Betriebsleitungen dabei unterstützen, Regelungen zum Thema Suchtmittel am Arbeitsplatz zu kommunizieren und die Mitarbeitenden für deren
Einhaltung zu gewinnen
• den Teufelskreis von Tabuisierung und Co-Alkoholismus durchbrechen.
Der Film liefert keine fertigen Lösungen, sondern zeigt typische Meinungen
und Vorurteile auf, die nach der Präsentation mit dem Publikum diskutiert
und widerlegt werden müssen.
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4. Tipps für die Vorführung
«Schön blau» ist ein Sensibilisierungsfilm und bedarf eines Moderators
oder einer Moderatorin, um mit dem Publikum eigene Schlussfolgerungen
für die Situation im Betrieb zu erarbeiten. Wir empfehlen Ihnen, den Film
im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema «Suchtmittel am Arbeitsplatz»
zu zeigen.
Planung
•
•
•
Überlegen Sie sich, welche Aspekte des Films für Ihren Betrieb besonders
wichtig sind: Gefahren des Alkohols, Umgang mit Betroffenen als Kollege
oder Vorgesetzter, Betriebsreglement, Art der Kontrollen usw.
Bestellen Sie rechtzeitig die notwendigen Unterlagen (Merkblätter,
Checklisten usw., s. Kapitel 6).
Laden Sie die Betriebsleitung und die Mitarbeitenden frühzeitig ein und
geben Sie das Thema der Veranstaltung bekannt.
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So könnte eine Vorführung aussehen:
Programm
Wer
Dauer
– Ziel der Veranstaltung
– Philosophie der Firma
Betriebsleitung
10 Min.
– Positive und negative
Seiten von Alkohol
– Eigene Erfahrungen
– Je zwei Mitarbeitende
tauschen sich aus
– Einige Statements im
Plenum (mit Moderator/in)
20 Min.
– Film «Schön blau» mit
Diskussion (Fragen und
Meinungen zum Film)
Moderatur,
Plenum
30 Min.
Pause mit attraktiven
alkoholfreien Mixgetränken
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15 Min.
– Kurzreferat «Suchtmittel»
am Arbeitsplatz»:
Symptome, Wirkungen,
Menge (wie viel ist zu viel?)
– Regeln im Betrieb
– Sanktionen
– Hilfsangebote
– Vorgehen im Einzelfall
Fachperson Sucht,
Betriebsleitung,
Personaldienst
20 Min.
Abschluss:
Fragen, Diskussion
Betriebsleitung,
Moderator/in
10 Min.
5. Infos zum Inhalt
In einem Betrieb stürzt ein Mitarbeiter im Treppenhaus schwer und muss
ins Krankenhaus eingeliefert werden. Schnell wird klar, dass der Betroffene
einen problematischen Umgang mit Alkohol hat und dass eigentlich alle im
Betrieb davon gewusst haben. Serviertochter, Arbeitskollegen, Meister
und Betriebsleiter äussern sich zum Vorfall. Dabei kommen die typischen
Vorurteile, Entschuldigungen und Halbwahrheiten zur Sprache, konterkariert durch passende Ausschnitte aus berühmten Spielfilmen, die blau eingefärbt sind und gewisse Aussagen gezielt übertreiben.
Zwei Beispiele für solche Fehleinschätzungen:
• «Alkoholiker arbeiten besser, wenn sie etwas getrunken haben.»
Das stimmt nicht: Sie unterliegen den gleichen Einschränkungen von
Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit.
• «Kaffeetrinken vertreibt die Folgen von übermässigem Alkoholkonsum.»
Falsch: Kaffee hat auf den natürlichen Abbau der Alkoholkonzentration
im Blut (maximal 0,15 ‰ pro Stunde) keinen Einfluss.
Im Gegenteil: Weil man sich subjektiv besser fühlt, wird es umso
gefährlicher!
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Die Aussagen aus dem Arbeitsumfeld des Verunfallten zeigen auf, warum
es so weit kommen konnte und niemand konsequent reagiert hat:
•
Alkohol hat auch positive Seiten
Er stimuliert die gute Stimmung, man wird lockerer und hat es «lustig».
Hat jemand den Konsum nicht mehr im Griff, wird er von der Umgebung
eine Zeit lang mitgetragen: Familienmitglieder helfen beim Vertuschen der
Probleme, die Arbeitskollegen übernehmen schwierige Arbeiten und
decken den Betroffenen gegen «oben». Man nennt dieses Verhalten
Co-Alkoholismus. Nimmt das schwierige Verhalten weiter zu, werden die
Suchtkranken mit der Zeit aber fallen gelassen: Aggressivität, Selbstmitleid, Unzuverlässigkeit, Leistungsabbau, schlechtes Benehmen und
starke Stimmungsschwankungen belasten die Umgebung. Statt die
Betroffenen direkt auf diese negativen Auswirkungen anzusprechen,
machen wir lieber einen Bogen um sie, bis es dann wirklich nicht mehr
geht.
•
Sucht ist ein Tabu
Das macht es uns schwer, Betroffene darauf anzusprechen: Meistens
sind wir nicht sicher, ob unser Verdacht wirklich stimmt. Jemanden der
Abhängigkeit zu bezichtigen, ist ein sehr schwerwiegender Vorwurf. Der
Betroffene selbst verleugnet jegliche Anzeichen: Er hätte keine Probleme,
wenn doch nur die Umgebung nicht so schwierig wäre! Und so muss
man zu allem Überfluss noch mit massiven Gegenattacken rechnen,
sollte man doch einmal ein klärendes Gespräch wagen! Im Film drücken
sich die Arbeitskollegen, aber auch der Meister und Betriebsleiter um
diese Konfrontation: Alle wissen um das Problem und alle haben «gute»
Gründe, nichts dagegen zu tun, bis dann eben wirklich etwas passiert.
Am Ende bleiben nur noch Schuldgefühle.
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Was hätte man anders machen können? – «Mustergespräch»
Der direkte Vorgesetzte spricht den Betroffenen auf seine Beobachtungen
und Vermutungen an. Den Ausflüchten und Entgegnungen setzt er klare
Fakten entgegen, die er vorgängig gesammelt hat.
Er stellt klare Forderungen: Arbeitsverhalten und Leistung müssen verbessert werden. Zudem setzt er eine Beobachtungsfrist (3 Monate) und macht
auch auf allfällige Hilfsangebote aufmerksam, sei dies ein vertrauliches
Gespräch oder die Adresse einer regionalen Beratungsstelle. Alkohol wird
nicht namentlich erwähnt. Das verhindert einen unwillkommenen Gesichtsverlust. Dies ist aber nur möglich, wenn interveniert wird, bevor sich das
Problem im ganzen Betrieb herumgesprochen hat.
Dieses «Mustergespräch» zeigt eine mögliche Vorgehensweise auf. Damit
ist ein erstes Zeichen gesetzt. Hält sich der Betroffene an die Abmachungen, ist die Sache erledigt. Kann er das nicht, werden in einem zweiten
Schritt die Abmachungen schriftlich vereinbart. Beim dritten Schritt geht es
um die Frage: Therapie oder Kündigung?
Im Film bleibt das Ende offen: Der Betroffene ist einer ersten Bedrohung
entronnen. Ob er die Kurve wirklich kriegt, wird sich weisen.
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6. Weitere Informationsmittel
•
Info-Broschüre für Vorgesetzte «Eingrenzen statt ausgrenzen»,
Bestell-Nr. SBA 156.d
•
Info-Broschüre «Suchtmitel am Arbeitsplatz aus rechtlicher Sicht»,
Bestell-Nr. 66095.d
•
Checkliste «Suchtmittel am Arbeitsplatz», Bestell-Nr. 67011.d
•
Merkblatt für Mitarbeiter/-innen «Einerseits – andererseits»,
Bestell-Nr. 44052.d
•
Schulungsunterlagen mit Kopiervorlagen für Folien «Suchtmittel am
Arbeitsplatz», Bestell-Nr. 88132.d
•
Aktionsplakat «12 Gründe, heute keinen Alkohol zu trinken», Format A4,
Bestell-Nr. 77040.d, Format A3, Bestell-Nr. 77041.d, Format B4,
Bestell-Nr. 77039.d
•
Kleinplakat «Pro Stunde baut der Körper nur 0,1 Promille ab!», Format A4,
Bestell-Nr. 55099.d
•
Kleinplakat «Scho ghört? Er suuft…» A4, Bestell-Nr. 55111.d
•
Kleinplakat «Berauscht, benebelt…» A4, Bestell-Nr. 55172.d
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie im Internet unter
www.suva.ch/waswo. Hier können Sie auch online bestellen und die
PDF-Datei herunterladen.
Zahlreiche weiterführende Publikationen sind bei Sucht Info Schweiz
erhältlich: www.sucht-info.ch
Bestelladresse:
Suva, Kundendienst
Postfach, 6002 Luzern
www.suva.ch/waswo
Fax 041 419 59 17, Tel. 041 419 58 51
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Trop plein
L’alcool au poste de travail
Infos et conseils de présentation
Sommaire
1. Introduction
3
2. Groupes cible
5
3. Objectifs du film
6
4. Conseils de présentation
7
5. Contenu du film
9
6. Publications complémentaires
Suva
Sécurité au travail
Case postale, 1001 Lausanne
Renseignements
Tél. 021 310 80 40–42
Commandes
www.suva.ch/waswo-f
Tél. 041 419 58 51
Fax 041 419 59 17
Auteur
Ruedi Rüegsegger, Suva, team formation, psychologie du travail
Brochure d’accompagnement du film «Trop plein»
DVD 294.d/f/i
AS 1728.f – Septembre 2010
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1. Introduction
L’alcool et les drogues n’ont rien à faire au travail: ils altèrent les perceptions, abaissent les capacités de réaction et accroissent le risque d’accident. L’abus d’alcool, en particulier, cause encore et toujours de graves
problèmes face auxquels le personnel d’encadrement et les collègues des
personnes concernées ne savent pas toujours comment réagir.
•
•
•
•
Quand la limite de tolérance est-elle dépassée?
Quelles règles peut-on imposer?
Qui assume les responsabilités en cas d’accident sous l’emprise de
l’alcool?
En cas de soupçons, les supérieurs ont-ils le droit d’aborder ouvertement
la question de l’alcoolisme?
La loi répartit les responsabilités entre les employeurs et les travailleurs:
l’employeur a un devoir de surveillance qui l’oblige à intervenir en cas de
besoin; le travailleur est responsable de ses actes, il ne doit pas consommer de drogues pouvant le mettre dans un état constituant un danger
pour autrui ou pour lui-même.
3
Comment ces prescriptions s’appliquent-elles concrètement? Vous trouverez des informations sur les lois en vigueur et leur application dans
l’entreprise dans la brochure «Les substances engendrant la dépendance
au poste de travail d’un point de vue juridique» (réf. 66095.f).
Définir des règles précises
L’entreprise doit tout d’abord définir des règles précises.
•
•
•
•
•
•
La consommation d’alcool est-elle strictement interdite pendant le travail?
Les apéritifs sont-ils exceptionnellement tolérés pour les anniversaires?
Qui verse le salaire des collaborateurs qui suivent un traitement?
Avec quels services internes ou externes collaborons-nous?
Qui s’assure que les personnes alcooliques suivent le traitement prescrit?
Comment faut-il procéder en cas de rechute?
La direction de l’entreprise doit présenter et justifier les règles adoptées de
manière aussi attrayante que possible. Ce film, idéalement complété par le
document de cours «Substances engendrant la dépendance au poste de
travail» (réf. 88132.f), constitue une excellente entrée en matière.
4
2. Groupes cible
Ce film est conçu pour être présenté à l’ensemble du personnel. Il s’adresse
aux entreprises désireuses d’introduire des règles concernant la consommation d’alcool au travail ou d’en rappeler certains points. L’action se
situe dans une entreprise de production. Ce support didactique convient à
toutes les branches, car la procédure applicable est identique partout.
5
3. Objectifs du film
Ce film poursuit plusieurs objectifs:
•
•
•
encourager les cadres et les collaborateurs à assumer leurs responsabilités concernant l’alcool au travail et les pousser à intervenir en cas
d’abus
aider la direction à présenter les règles applicables aux substances
engendrant la dépendance au poste de travail et inciter le personnel à
les respecter
rompre le cercle vicieux des tabous et du co-alcoolisme
Ce film ne fournit pas de solutions toutes faites, mais différentes opinions
pouvant servir de base de discussion et de réflexion collective au terme de
la présentation.
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4. Conseils de présentation
«Trop plein» est un film de sensibilisation qui doit être présenté par un animateur chargé d’amener les spectateurs à tirer des conclusions sur la
situation dans leur propre entreprise: nous vous conseillons de le présenter à l’occasion d’une séance d’information sur le thème des «substances
engendrant la dépendance au poste de travail».
Préparation
•
•
•
Réfléchissez aux points importants pour votre entreprise: dangers de
l’alcool, attitude des cadres et des collègues à l’égard des personnes
concernées, règlement interne, nature des contrôles, etc.
Commandez de la documentation complémentaire: feuillets d’information,
listes de contrôle, etc. (voir chap. 6).
Convoquez la direction et le personnel, annoncez le sujet de la séance
d’information.
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La présentation pourrait s’articuler de la manière suivante.
Programme
Intervenants
Durée
– But de la séance
d’information
– Philosophie de l’entreprise
Direction
10 min
– Côtés positifs et négatifs
de l’alcool
– Expériences personnelles
– Echanges d’expériences
par groupes de deux
– Témoignages des spectateurs (avec l’animateur)
20 min
– Présentation «Trop plein»
avec discussion (questions
et avis au sujet du film)
Animateur,
spectateurs
30 min
Pause avec cocktails sans
alcool
8
15 min
– Bref exposé sur les substances engendrant la dépendance au poste de travail:
symptômes, effets,
alcoolémie (trop, c’est
combien?)
– Règlement interne
– Sanctions
– Offres d’aide
– Procédures applicables
Spécialiste,
direction,
service du personnel
20 min
Clôture de la séance:
questions, discussion
Direction,
animateur
10 min
5. Contenu du film
Un collaborateur fait une chute grave dans les escaliers d’une entreprise, il
doit être transporté à l’hôpital. Très vite, on s’aperçoit que la victime a des
problèmes d’alcool et qu’il ne s’agit d’un secret pour personne. La serveuse, les collègues de travail, le contremaître et le directeur s’expriment
au sujet de l’accident. Ils évoquent toute une série d’excuses, de demivérités et de préjugés typiques, entrecoupés de scènes de films célèbres,
teintées en bleu pour souligner leurs propos et accentuer certaines de
leurs idées reçues.
Deux exemples d’affirmations totalement fausses:
•
•
«Les alcooliques travaillent mieux quand ils ont un peu bu.»
Faux: leurs perceptions et leurs capacités de réaction sont tout aussi
réduites.
«Pour éliminer les effets d’un excès d’alcool, il suffit de boire un
café.»
Faux: le café n’exerce aucune influence sur l’élimination naturelle de
l’alcool dans le sang (0,15 ‰ max. par heure). Au contraire, comme on
se sent mieux de manière subjective, c’est d’autant plus dangereux!
9
Les opinions recueillies dans l’entourage de la victime montrent comment
elle en est arrivée là et pourquoi personne n’a réagi.
•
L’alcool a aussi des côtés positifs
Il fait partie de la bonne ambiance, il permet de se détendre et de s’amuser. Dans un premier temps, les personnes qui ne maîtrisent plus leur
consommation reçoivent l’appui de leur entourage: les membres de la
famille les aident à cacher leurs problèmes, leurs collègues se chargent
des travaux difficiles, ils les «couvrent» face aux chefs. Ces attitudes
portent un nom: le co-alcoolisme. Lorsque les comportements de la
personne dépendante s’accentuent, les proches prennent cependant
peu à peu leurs distances: agressivité, larmoiements, irresponsabilité,
baisse de performance, mauvaise tenue et humeur instable finissent par
peser sur l’entourage. Au lieu de parler directement de ces problèmes
avec l’intéressé, nous préférons l’éviter jusqu’à ce qu’il soit vraiment trop
tard.
•
La dépendance reste un tabou
En général, nous hésitons à soulever le problème, car nous ne sommes
pas sûrs de nos soupçons: accuser quelqu’un d’être dépendant constitue
un très grave reproche. La personne concernée a tendance à nier les
faits, elle ne pense pas avoir de problèmes particuliers, si ce n’est ceux
provenant de l’environnement où elle se trouve! Il est donc fréquent de
se voir attaqué en retour lorsqu’on tente d’engager une discussion à ce
sujet! Dans le film, les collègues de travail, le contremaître et le directeur
parlent de cette confrontation: tout le monde connaît le problème, mais
chacun à une «bonne raison» de ne pas intervenir avant qu’il n’arrive
vraiment quelque chose. Et à la fin, tout le monde a des remords.
10
Qu’aurait-on pu faire autrement? Un exemple de discussion
Le supérieur direct fait part de ses observations et de ses soupçons à la
personne concernée. Il élimine les fausses excuses et les prétextes invoqués
par son interlocuteur en alignant les faits recueillis au cours de ses observations.
Il pose des exigences: il demande une amélioration du rendement et du
comportement. Il fixe également une nouvelle période d’observation (trois
mois) et propose de l’aide sous la forme d’un entretien confidentiel ou d’une
adresse de centre de conseil. Le problème de l’alcool n’est pas mentionné
en tant que tel afin d’éviter de «faire perdre la face» à la personne dépendante. Pour que cette stratégie fonctionne, il faut cependant intervenir avant
que le problème n’ait été colporté dans toute l’entreprise.
Cet «exemple de discussion» montre comment aborder le problème et
engager une démarche positive. Si la personne dépendante respecte ses
engagements, l’affaire est réglée. Si elle ne le peut pas, ses engagements
sont convenus par écrit. Et en l’absence de résultat, l’ultime question est
celle du traitement ou du licenciement.
Dans le film, la réponse n’est pas donnée: la personne concernée échappe
à une première menace. Seul l’avenir dira si elle s’en est sortie.
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6. Publications complémentaires
•
Brochure d’information pour les cadres «Intégrer plutôt qu’exclure»,
réf. SBA 156.f
•
Brochure d’information «Substances engendrant la dépendance au
poste de travail d’un point de vue juridique», réf. 66095.f
•
Liste de contrôle «Substances engendrant la dépendance au poste de
travail», réf. 67011.f
•
Feuillet d’information pour le personnel «D’une part. D’autre part»,
réf. 44052.f
•
Documents de cours avec modèles pour transparents «Substances
engendrant la dépendance au poste de travail», réf. 88132.f
•
Affiche de la campagne «12 raisons de ne pas boire d’alcool aujourd’hui»,
format A4, réf. 77040.f; format A3, réf. 77041.f; format B4, réf. 77039.f
•
Affiche «Par heure, notre organisme en élimine 0,1 pour mille!»,
format A4, réf. 55099.f
•
Affiche «T’es au courant? Il paraît qu’il picole...», format A4, réf. 55111.f
•
Affiche «Eméché, enivré…», format A4, réf. 55172.f
Vous trouverez des informations complémentaires sur ce thème sur
www.suva.ch/waswo-f. A la même adresse, vous pouvez également
commander en ligne ou télécharger des documents sous forme de
fichiers pdf.
De nombreuses autres publications sont disponibles auprès d’Addiction
Info Suisse: www.addiction-info.ch.
Commandes
Suva, service clientèle
Case postale, 6002 Lucerne
www.suva.ch/waswo-f
Fax 041 419 59 17, tél. 041 419 58 51
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A tutta birra
Alcol e lavoro
Informazioni e consigli per la proiezione
Sommario
1. Argomento
3
2. Destinatari
5
3. Obiettivi
6
4. Consigli
7
5. Contenuto
9
6. Supporti informativi
Suva
Tutela della salute
Casella postale, 6002 Lucerna
Informazioni
Tel. 041 419 50 49
Ordinazioni
www.suva.ch/waswo-i
Tel. 041 419 58 51
Fax 041 419 59 17
Autore
dott. Ruedi Rüegsegger, Suva, Team formazione, psicologia del lavoro
Opuscolo allegato al DVD «A tutta birra»
(DVD 294.d/f/i)
AS 1728.i – settembre 2010
2
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1. Argomento
L’alcol e le droghe vanno assolutamente banditi dai luoghi di lavoro perché,
riducendo la capacità di percezione e reazione della persona, aumentano
sensibilmente il rischio d’infortunio. L’abuso di bevande alcoliche provoca
spesso problemi che il superiore e i colleghi di lavoro non sanno bene
come affrontare.
Bisogna dare una risposta certa ai seguenti interrogativi:
• qual è il limite tollerabile?
• quali regole è lecito imporre?
• di chi è la responsabilità se un dipendente si infortuna dopo aver esagerato con l’alcol?
• il superiore deve affrontare di petto la questione oppure non sono affari
che lo riguardano?
La legge impone dei precisi doveri sia al datore di lavoro che al lavoratore.
Il datore di lavoro deve vigilare sulle attività in azienda e intervenire in caso
di necessità. Il lavoratore è responsabile delle sue azioni e non deve consumare sostanze che possono indurre una situazione di pericolo per lui o
per altri.
3
Come mettere in pratica correttamente queste disposizioni? Troverete
maggiori informazioni sulle leggi in vigore e la loro attuazione in azienda
nell’opuscolo «Alcol e droghe sul lavoro: aspetti legali» (codice 66095.i).
Stabilire regole chiare
È importante stabilire regole chiare e inequivocabili per l’azienda:
• è vietato bere alcolici durante il lavoro?
• si tollerano in via eccezionale dei rinfreschi per festeggiare il compleanno
di un dipendente o avvenimenti analoghi?
• chi deve pagare il salario se il dipendente si sottopone a una cura?
• a quali consultori o servizi interni ed esterni fa riferimento l’azienda?
• chi verifica se il dipendente alcolista si fa curare veramente?
• cosa fare se il dipendente ha una ricaduta?
La direzione aziendale deve informare i dipendenti e spiegare chiaramente
il perché di queste regole. A tale scopo è utile abbinare al presente filmato
il modulo didattico «Alcol e droghe sul lavoro» (codice 88132.i).
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2. Destinatari
Il film può essere impiegato dalle aziende che intendono introdurre o richiamare alla mente regole in materia di alcol. Il film è ambientato in un’azienda di produzione, ma potrebbe svolgersi in qualsiasi altra impresa. Il modo
di procedere e le situazioni di fondo restano uguali per tutti i comparti economici.
5
3. Obiettivi
Il film intende
• incoraggiare i dipendenti e i quadri direttivi ad agire responsabilmente e a
intervenire se notano comportamenti di abuso
• aiutare la direzione aziendale a comunicare regole chiare su alcol e droghe
nei luoghi di lavoro e convincere i dipendenti a rispettare tali regole
• spezzare il circolo vizioso tra tabù e codipendenza.
Il film non presenta soluzioni preconfezionate, ma illustra le opinioni e i
pregiudizi più diffusi che vanno affrontati e discussi con il pubblico dopo la
visione del filmato.
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4. Consigli per la proiezione
Dal momento che «A tutta birra» intende sensibilizzare il pubblico, è utile
ricorrere a un moderatore che lo guidi a elaborare delle soluzioni adeguate
alla situazione nell’azienda. Consigliamo di presentare il film durante
un’iniziativa incentrata sulla problematica «alcol e droghe nei luoghi di
lavoro».
Pianificazione
•
•
•
Definire gli aspetti del film particolarmente rilevanti per l’azienda: rischi
correlati all’alcol, comportamenti dei colleghi o dei superiori nei confronti
di chi eccede con le bevande alcoliche, regolamento aziendale, modalità
di attuazione dei controlli ed altro ancora.
Ordinare per tempo la documentazione necessaria (per le schede informative, liste di controllo: vedi capitolo 6).
Invitare per tempo i dipendenti e la direzione ad assistere alla proiezione
e informarli sull argomento di cui si parla.
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So könnte eine Vorführung aussehen:
Programma
Chi
Durata
– obiettivi della manifestazione
– filosofia aziendale
direzione
10 min.
– aspetti positivi e negativi
dell’alcol
– esperienze personali
– alcuni dipendenti illustrano
i vari aspetti
– testimonianze dirette (con
intervento del moderatore)
20 min.
– film «A tutta birra» con
successiva discussione
(domande e opinioni sul film)
moderatore,
tutti i partecipanti
30 min.
intervallo con bevande
analcoliche
8
15 min.
– breve relazione «alcol e
droghe sul lavoro»: sintomi,
effetti, quantità ammessa
– regole in azienda
– sanzioni
– sostegno offerto
– comportamento nei
confronti di chi ha un
problema
esperto in questioni sulla
dipendenza,
direzione,
ufficio del personale
20 min.
domande,
discussione
direzione,
moderatore
10 min.
5. Contenuto
Un dipendente cade dalle scale sul lavoro e deve essere trasportato d’urgenza al pronto soccorso. Si scopre che il dipendente beveva e che tutti in
azienda lo sapevano. La cameriera dell’osteria, i colleghi di lavoro, il caporeparto parlano di quanto è accaduto e dalle loro parole si evincono pregiudizi, giustificazioni e mezze verità evidenziati in azzurro tramite scene
tratte da famosi film del passato che esasperano quanto affermato:
• «un alcolista lavora meglio se ha bevuto qualche bicchiere»
Non è affatto vero, perché l’alcol riduce in ogni caso la capacità di percezione e reazione
• «bere caffè serve a neutralizzare gli effetti dell’alcol»
Falso: il caffè non favorisce assolutamente la riduzione del tasso alcolemico nel sangue (non più di 0,15 ‰ l’ora). Al contrario: poiché si ha
l’impressione di sentirsi meglio, aumentano i rischi per la persona e per
gli altri!
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Dalle parole dei colleghi di lavoro si capisce come si è arrivati alla situazione
che poi ha causato l’infortunio e perché nessuno è mai intervenuto in modo
serio.
• l’alcol può avere anche effetti positivi
Può provocare buon umore, «allegria» e indurre un effetto rilassante. Per
un certo periodo di tempo la persona con dipendenza può contare sulla
comprensione dell’ambiente che lo circonda, anche se esagera nel bere.
I familiari la aiutano a tenere segreto o a dissimulare i problemi; i colleghi
di lavoro si assumono i lavori pesanti e la coprono verso «l’alto». Questo
atteggiamento è chiamato codipendenza. Se il comportamento della
persona con dipendenza peggiora, gli altri tendono a tirarsi indietro. Cala
il rendimento sul lavoro, la persona ha comportamenti aggressivi e di
autocommiserazione, diventa inaffidabile, si comporta male e ha sbalzi
notevoli di umore. Questi atteggiamenti si riflettono sull’ambiente circostante. Invece di affrontare apertamente questa situazione negativa, gli
altri preferiscono evitare la persona con problemi di dipendenza fino a
che la situazione precipita e non vi sono più vie d’uscita.
• la dipendenza è tabù
Questo rende difficile parlarne apertamente con la persona che ne è colpita. Non mancano i dubbi: siamo sicuri che sia veramente così? Magari
il nostro è soltanto un sospetto ingiustificato e ci sbagliamo. Accusare
qualcuno di dipendenza è un atto che richiede coraggio. La persona alla
quale rivolgiamo questa accusa negherà subito ogni evidenza, affermando
di non aver problemi e che sono gli altri ad avercela con lei. Chi cerca di
parlarne corre il rischio di finire lui stesso sotto accusa. Il film mostra
come i colleghi di lavoro, il caporeparto e il superiore evitano accuratamente di affrontare la questione: in verità conoscono benissimo il vero
problema, ma ciascuno ha un «valido» motivo per non fare nulla. Fino a
quando non succede l’irreparabile. Alla fine resta solo il senso di colpa.
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Cosa fare? Esempio di un colloquio
Il superiore affronta di petto la persona che ha comportamenti da dipendenza, gli espone quanto ha osservato e parla senza mezzi termini dei
suoi sospetti. Alle inevitabili giustificazioni e risposte evasive oppone dei
fatti concreti. Pone delle richieste precise: migliorare il comportamento e il
rendimento sul lavoro. Fissa inoltre un periodo durante il quale la persona
con comportamenti d’abuso resta «sotto osservazione» (3 mesi) e la invita
a far ricorso a strutture che gli offrono sostegno o assistenza. È importante
non parlare mai esplicita-mente di alcolismo per evitare che la persona in
questione perda la faccia. Ma ciò è possibile soltanto se si interviene prima
che il problema sia conosciuto da tutti in azienda.
Questo esempio rappresenta solo uno dei possibili modi di procedere.
È importante compiere il primo passo. Se la persona interessata rispetta i
patti, si può considerare chiusa la faccenda. Se non li rispetta, occorre
fissare delle regole per iscritto. Il terzo passo non lascia alternative: terapia
o licenziamento.
Il finale del film resta aperto: il protagonista è scampato a un pericolo. Il
futuro dimostrerà se riuscirà a risollevarsi e a superare il suo problema.
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6. Altri supporti informativi
•
Informazioni per i superiori «Integrare invece di emarginare»,
codice SBA 156.i
•
Opuscolo informativo «Alcol e droghe sul lavoro: aspetti legali»,
codice 66095.i
•
Lista di controllo «Le tossicodipendenze sul posto di lavoro»,
codice 67011.i
•
Informazioni per i dipendenti «Da una parte. D’altra parte»,
codice 44052.i
•
Sussidi didattici con lucidi da copiare «Alcol e droghe sul lavoro»,
codice 88132.i
•
Manifesto «12 motivi per non bere alcolici oggi», formato A4,
codice 77040.i; formato A3, codice 77041.i; formato B4,
codice 77039.i
•
Manifestino «In un’ora il nostro organismo ne smaltisce solo lo 0,1 per
mille!», formato A4, codice 55099.i
•
Manifestino «Ma lo sai che beve?» formato A4, codice 55111.i
•
Manifestino «Alticcio, annebbiato…» formato A4, codice 55172.i
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Schön blau Alkohol am Arbeitsplatz