Tariffa Assoc. senza fini di lucro Poste Italiane spa spedizione in A.P. D. L. 353/2003
(conv. In L. 27/02/2004 no. 46) art. 1 comma 2 D. C. B. Bolzano, Taxe perçue
Nr. 1 März 2012
www.wk-cb.bz.it
Unser Mitarbeitermagazin
Il nostro giornale interno
> Inhalt Sommario
Start der Freiwilligenkampagne
> Das Thema Il tema
Unsere erste südtirolweite Kampagne zur Freiwilligengewinnung ist Mitte
März gut gestartet.
Es ist die erste Kampagne dieser Art, also
für die Suche von Freiwilligen für das
Weiße Kreuz. Wir haben wie alle Freiwilligenorganisationen ständigen Bedarf an
Freiwilligen und die Suche nach Bürgern /
Innen, die ihre Freizeit für Vereine opfern,
wird zunehmend komplexer. In manchen
Sektionen ist dies deutlicher zu spüren
als in anderen. Was letztendlich zum
Entschluss führte, eine entsprechende
landesweite Werbekampagne zu organisieren, war die Tatsache, dass die Anzahl
der Sektionen mit deutlich hohem Bedarf
an Freiwilligen kontinuierlich stieg. Die
Konkurrenz der vielen Freizeitangebote
einerseits und die veränderte Haltung
der Bürger zum freiwilligen Engagement
andererseits machen ein gemeinsames
und entschlossenes Vorgehen notwendig.
Daher hat eine starke, landesweite Aktion
letztendlich die größere Reichweite und
die besseren Erfolgsaussichten.
Was passiert nun genau ab Mitte
März? Die Instrumente, die wir zentral
einsetzen, sind ein Mix bekannter WerbeMaßnahmen, wie z.B. Plakate, Poster
an Bushaltestellen, Transparente, Flyer,
Homepage-, Kino- und Bannerwerbung,
Printanzeigen, Radiospots und die Beschriftung unserer Fahrzeuge. Die Kampagne selbst wird bis Ende Juni zu sehen
sein. Dies ist auch das Zeitfenster, in dem
die einzelnen Sektionen je nach Bedarf
entsprechende, zusätzliche Maßnahmen
zur Unterstützung der Kampagne durchführen können.
>
01 Freiwilligengewinnung
02 Volontari
> Direkt Filo diretto
04
08
09
12
15
17
18
19
20
21
Leistungskonzept
Neuer Mobil-Notruf
Freiwilligenmanagement
Gestione dei volontari
Freiwilligentagung 2011
Die Delegiertenversammlungen
Mitgliederaktion 2012 WK Teil der ANPAS
ANPAS
WK-Weihnacht auf der Burg
Neue Zivis
> Intern Dall’interno
22 news vom LL-Personal
> Ausbildung Formazione
23
23
24
24
25
Neue Erste-Hilfe-Hefte
Nuovi manuali di Primo soccorso
Mini Anne in 3. Runde
Mini Anne al terzo round
Neue Lehrräume im 6. Stock
> Übungen Esercitazioni
26 Bruneck, Zivilschutz, Ahrntal …
> Bereitschaftsdienste Pronto intervento
28 Ritten, Innichen, Gröden …
> Partner Partner
34 SAM. I.– Beiratssitzung
TeiL
uNs!
LIVE 1/2012
> International Internazionale
35 Grundtvig-Projekt
35 KTW-Übergabe
> Jugend Giovani
36 Sterzing, Salurn, Gröden, Cortina …
> Freizeit Tempo libero
41 Landesskimeisterschaft
> Direkt Filo diretto
44 Stato del progetto prestazioni
> Sektionen Sezioni
49 Bozen
62 Burggrafenamt – Vinschgau
70 Eisacktal – Pustertal
1
> editorial
direkt
Editoriale
Filo diretto
> Werde teIl von UnS
Dr. Ivo Bonamico
Direktor, Direttore
Sehr geehrte Mitarbeitende,
Vereinigungen und Zusammenschlüsse helfen
uns, Interessen zu bündeln, Know-how zu generieren und wertvolle Erfahrungen austauschen.
Bereits seit dreizehn Jahren sind wir Teil von
Samaritan International, und jetzt ist es uns
gelungen, auch Teil eines großen nationalen
Netzwerkes zu werden. Wir sind der ANPAS
beigetreten, der größten staatlichen Verbandsstruktur für Rettungsorganisationen. Über
ANPAS haben wir nunmehr verbesserte Möglichkeiten, uns bei Anliegen, die nur über Rom
gelöst werden können, Gehör zu verschaffen.
Wenn Sie diese LIVE in Händen halten, wird
die landesweite Freiwilligenkampagne bereits
gestartet sein. Nie zuvor hat das Weiße Kreuz eine
derartig große und von allen getragene Initiative gestartet, um neue Freiwillige zu gewinnen.
Hier soll all jenen ganz stark gedankt werden, die
diese Wahl schon vor langer Zeit getroffen haben
und treue Freiwillige sind. Jeder kann helfen,
WERDE TEIL VON UNS!
Gentili collaboratrici
e collaboratori,
unioni ed alleanze ci aiutano nel accomunare
interessi, generare know-how e scambiare esperienze preziose. Da ormai 13 anni siamo membri di Samaritan International, ed ora è andato
a buon esito anche la nostra adesione ad un
importante rete nazionale. Ci siamo associati ad
ANPAS, la maggiore struttura associativa per
organizzazioni di soccorso. Tramite ANPAS le
nostre possibilità di ottenere ascolto per questioni
che possono risolversi solo a Roma, sono nettamente migliorate.
Quando leggerà questa LIVE la campagna
volontari provinciale sarà già iniziata. Mai prima
d’ora la Croce Bianca ha promosso un’iniziativa
per arruolare nuovi volontari di queste dimensioni e supportata da tutti. A questo proposito
vogliamo esprimere la nostra gratitudine a tutti
coloro che da tempo hanno adottato questa scelta
e svolgono lealmente il loro servizio di volontario.
Chiunque può aiutare, DIVENTA UNO DI
NOI!
Durch die Werbemaßnahmen wird das
Interesse der Südtiroler/-innen für den
freiwilligen Dienst im Weißen Kreuz geweckt. Über einfache Zugangswege wollen wir den Interessierten die Möglichkeit
geben, sich umfassend über die Tätigkeiten des Weißen Kreuzes zu informieren.
Dazu zählen eine Grüne Nummer und
eine eigene E-Mail-Adresse sowie eine
Kampagnen-Homepage mit einem Kontaktformular. Sowohl die Kontakte über
die Grüne Nummer als auch jene über
E-Mail und Homepage werden zentral
erfasst und den jeweiligen Sektionen über
eine eigene Datenbank zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt. Wir ermöglichen es somit den Sektionen, aus
den Interessierten, die sich melden, aktive
Freiwillige für die einzelnen Tätigkeitsbereiche im Verein zu machen. Das ist
der Punkt, wo die Marketing-Aktion die
Schnittstelle zum Freiwilligenmanagement hat (siehe dazu den entsprechenden
Artikel in dieser LIVE).
Wir können und werden diese
Kampagne zu einer erfolgreichen Kampagne für das Weiße Kreuz machen, wenn
jeder hinter der Aktion steht und diese
Kampagne zu „unserer Kampagne“ wird.
Es ist unsere große Chance, neue Freiwillige für die gemeinsame Sache zu begeistern.
ml
en
eb .
NidemmindiLe Hand
in
Werde TeiL
von uNs!
Freiwillig aktiv.
jeder kann
helfen!
partner
✆ 800 11 09 11
kostenl ose
ganz südtirol
info-line aus
www. weiss eskre
uz.bz. it/frei willig
diventa
uno di noi
Questo è il principale messaggio
della nostra campagna per la ricerca
di volontari che partirà a metà
marzo 2012.
È la prima campagna di questo tipo della
Croce Bianca, volta a trovare collaboratori
2
volontari. Come tutte le organizzazioni
che operano con volontari, abbiamo una
necessità continua di questi e la ricerca di
cittadini/-e che investano il loro tempo
libero nell’associazionismo diventa sempre più complessa. Alcune sezioni ne risentono molto, altre meno. Il fatto che
le sezioni con una significativamente alta
necessità di volontari fosse in aumento, ci
ha portato ad organizzare una campagna
per il loro incremento a livello provinciale.
La concorrenza e molteplicità delle offerte
di tempo libero da una parte ed il modificato atteggiamento dei cittadini nei confronti del volontariato dall’altra obbligano
a procedere a risposte comuni e decise.
Per noi la conseguenza è una forte azione
a livello provinciale che, raggiungendo un
gran numero di persone, abbia maggiori
possibilità di successo.
Ma cosa succederà esattamente da metà
marzo? Gli strumenti che utilizzeremo a
livello centrale, sono un mix dei già noti
mezzi pubblicitari come manifesti, poster
alle fermate dell’autobus, volantini, i nostri
diversi siti, pubblicità al cinema, nei media,
su siti locali e sulle nostre ambulanze. La
campagna sarà visibile fino a fine giugno.
Fino a quella data anche le sezioni stesse, tenendo conto del proprio bisogno, potranno
fare pubblicità a livello locale per motivare i
propri concittadini al volontariato.
La pubblicità ha lo scopo di destare
l’interesse dei concittadini a collaborare
con la Croce Bianca. Sarà facile per gli
interessati accedere alla Croce Bianca per
informarsi sulle diverse possibilità di collaborazione volontaria. Metteremo a loro
disposizione un numero verde, un indirizzo e-mail ed un sito con un apposito
modulo di contatto. Tutti questi contatti
saranno recepiti centralmente e messi a
disposizione delle sezioni attraverso una
banca dati, per la loro futura elaborazione.
Queste potranno così scegliere tra gli interessati, quelli più adatti per le loro diverse mansioni. Questo è il punto dove
il marketing si incontra con l’azione per
la ricerca dei volontari (vedi articolo in
questa edizione LIVE).
Potremo fare, e faremo, di questa campagna un’azione di successo per la CB, se
ci crederemo e vedremo l’opportunità di
farne “la nostra campagna”. È una grande
occasione per creare entusiasmo a nuovi
volontari dediti alla nostra causa.
pp
LIVE 1/2012
> direkt
Filo diretto
Mitgliederaktion 2012
Heuer läuft die aktion mehr als gut,
erstmals haben wir anfang Februar
keine einzige Sektion im MitgliederMinus.
renamtgebundene Projekte, für welche es
keine öffentlichen Tarifgelder gibt. Das
ist eine wichtige Funktion, die man in
unserer schnelllebigen Zeit nur zu leicht
aus den Augen verliert.
Danke an alle für ihre Zusammenarbeit!
pp
Daher bedanken wir uns bei allen, die am
Erfolg der Aktion mitgebastelt haben:
von den Fleißigen in den Sektionen über
die Mitarbeiter/-innen der Landesleitung
bis hin zu den WK-externen Unterstützern wie Firmen oder Medien, die uns als
„onlus“ Werbeflächen kostenlos verfügbar
machen.
Mit den Einnahmen aus dieser großen Jahresaktion finanziert das WK eh-
Informationen zum Dauerb
uchungsauftrag des jährlich
Sehr geehrtes Mitglied des
Bitte füllen Sie folgende Einzugser
mächtigung aus und senden
Sie diese Vorlage unterschri
an folgende Adresse: Landesre
eben per Post
ttungsverein Weißes Kreuz
– Mitgliederbüro, Lorenz-Bö
39100 Bozen, oder als Fax
hler-Straße 3,
an 0471 444 338, damit wir
Ihre Bankdaten direkt in unsere
eintragen können.
Mitgliederdatei
Einzugsermächtigung des
des/der Unterzeichners/in
*Pflichtfeld
Dauerabbuchungsauftrags
und Kontoinhabers/in
*Vorname
*IBAN
Mitglieds-ID-Nummer
*Zuname
*Adresse
*PLZ
Tel.
*Ort
*Steuer-Nr.
I T
Bitte kreuzen Sie die von Ihnen
Jahresmitglied „Südtirol“:
Einzelperson
gewählte Mitgliedschaft an:
Jahresmitglied „Weltweiter
Rückholdienst“:
Familie
Jahresspende:
Einzelperson
Familie
Euro
Auf Anfrage senden wir Ihnen
im Frühjahr die Einzahlung
sbestätigung Ihrer Spende
barkeit von Ihrer Steuer zu.
als Beleg für die AbsetzIhre Einzugsermächtigung
hat sofortige Wirkung.
Ermächtigung: Hiermit ermächtige
ich Sie, gegen jederzeitigen
schriftlichen Widerruf, den Weiß-Kreuz
Fälligkeit (am 31. Dezember
jeden Jahres) zu Lasten meines
-Mitgliedsbeitrag bei
Kontos mittels Einziehungsauftrag
Konto führende Bank zum Einzug
einzuziehen. Damit ist meine
ermächtigt, wobei für diese keine
erforderliche Deckung nicht aufweist.
Verpflichtung zum Einzug besteht,
wenn mein Konto die
Für die Rückbuchung gelten
die im Kontokorrentvertrag gültigen
schutz: Ihre Daten werden
gemäß Datenschutzgesetz Nr.
Bestimmungen. Daten196 vom 30. 06. 2003 behandelt,
siehe www.wk-cb.bz.it/privac
y
*Datum
Quittung für den Kunden
Quietanza per il cliente
Kopie für die Bank
Copia per la banca
EURO
Kode der Zahlung:
Codice identificativ
*Unterschrift des/der Kontoinha
bers/in
DIESER ERLAGSCHEIN IST FÜR
JEDE BANK VERWENDBAR.
Con Questo bollettino può
pagare in Qualsiasi banCa.
Kode der Zahlung:
Codice identificativo pagamento
:
Bankkoordinaten des Begünstigte
n:
Coordinate Bancarie Creditore:
o pagamento:
Bankkoordinaten des Begünstigte
n:
Coordinate Bancarie Creditore:
EURO
Cin Betrag/importo
Cin Mitte/intermedio
Cin Gesamt/complessivo
Fälligkeit / Data di scadenza:
Zahlungsgrund / Motivo pagamento
Zu Gunsten / A favore di:
:
Cod. Befreiung/esenzione
Cod. Währung/divisa
Schuldner / Debitore:
Fälligkeit / Data di scadenza:
Auftrag zur Belastung des Kontos
Si autorizza l’addebito sul conto
Zu Gunsten / A favore di:
Filiale (CAB)
Schuldner / Debitore:
Datum / Data
Unterschrift / Firma
(Unteres Feld nicht beschriften
/ non scrivere o danneggiare
la zona sottostante)
cONti cORRENti POStALi
- Einzahlungsbestätigung /
Ricevuta di Versamento
auf das K/K
sul c/c n.
betrag in buchstaben / Importo
BancoPosta
von/di euro
cONti cORRENti POStALi
- gutschriftsanzeige / Ricevuta
di Accredito
auf das K/K
sul c/c n.
iban
in lettere
BancoPosta
von/di euro
iban
laUtend aUF / Intestato
a:
betrag in buchstaben / Importo
in lettere
laUtend aUF / Intestato
a:
FÜr / caUsale
Mitglied „Südtirol“ / Socio “Alto
Einzelperson / Singola
Familie / Famiglia 45
Adige”:
25
dUrchGeFÜhrt Von / eseGUIto
da:
Mitglied „Weltweiter Rückholdiens
t“ / Socio “Rimpatrio da tutto il
Einzelperson / Singola
Familie / Famiglia 95
58
FÜr / caUsale
Mitglied „Südtirol“
Socio “Alto Adige”:
Einzelperson / Singola
Familie / Famiglia 45
mondo”:
25
Mitglied „Weltweiter Rückholdie
nst“
Socio “Rimpatrio da tutto
il mondo”:
Einzelperson / Singola 58
Familie / Famiglia 95
dUrchGeFÜhrt Von / eseGUIto
da:
Die neuen Einzahlformulare des Mailings
PostamtstemPel - Bollo
dell’UffIcIo postale
PostamtstemPel - Bollo
dell’UffIcIo postale
Kundennummer / codice cliente
Wichtig:
LIVE 1/2012
en Mitgliedsbeitrags
WEISSEN KREUZES,
es freut uns sehr, dass Sie
auch dieses Jahr beschloss
en haben, Jahresmitglied des
vereins WEISSES KREUZ
Landesrettungszu werden. Viele Weiß-Kreuz-Mitglie
der bezahlen den Mitgliedsb
Bank ein. Sie können Ihren
eitrag in ihrer
Beitrag aber auch in Form eines
Dauerabbuchungsauftrags
(RID) einzahlen.
Falls Sie dies wünschen, wird
Ihre Bank Ihren Auftrag ausführen
und jährlich die von Ihnen jetzt
te Weiß-Kreuz-Mitgliedschaft
ausgewählmit dem entsprechenden Jahresbei
trag (siehe beiliegendes Faltblatt
oder unseren Internetauftritt
www.wk-cb.bz.it) von Ihrem
Konto abbuchen. Es funktionier
anderen Daueraufträgen. Somit
t wie bei allen
brauchen Sie nicht jedes Jahr
neu zu überweisen.
Für jede Änderung (z. B. Ihrer
Adresse, der Bank,der gewählten
Mitgliedschaft) bitten wir Sie,
dem WEISSEN KREUZ schriftlich
das
mitzuteilen.
Untenstehend
es
Feld
nicht
betrag in euro / Importo in
euro
beschriFten
/
Importante:
non
Konto-nr. / numero conto
scrIvere
aut. n. db/ssic/e11973
del 21/10/2002
aber zu den Fakten:
Vergleicht man den Mitgliederstand am 7.
Februar 2012 mit dem des gleichen Tages
im Februar 2011, so konnten wir heuer
1135 Mitglieder mehr als 2011 für das
Weiße Kreuz gewinnen, also insgesamt
44.588. Dass wir bis zum 1. November
2012 den Wunschstand von 50.000 Mitgliedern erreichen können, gilt als fast
sicher. Damit wären wir beim Ergebnis,
das wir auch in anderen Jahren erreicht
hatten.
Das wirklich Gute am diesjährigen
Resultat ist, dass es keine einzige Sektion
gibt, die zum 7. Februar „rote Zahlen“
schreibt, d.h. weniger Mitglieder hatte
als am gleichen Tag 2011. Es gibt also
immer weniger Ungleichgewichte zwischen den Sektionen, wenn es um deren
Erfolg bei der Mitgliedergewinnung geht.
Alle Sektionen können also einen mäßigen bis konsistenten Mitgliederzuwachs
verzeichnen, den höchsten hat Meran mit
fast 400 Mitgliedern (erstaunlich, denn
2011 hatte gerade diese Sektion einige
Problem zu lösen). Auch Bozen und Überetsch stehen gut da.
In Bezug auf die Verteilung zwischen
Einzel- und Familienmitgliedschaft und
dem Weltweiten Rückholdienst ist zu
sagen, dass die ersten zwei stark zunahmen, am wenigsten nahmen die EinzelMitglieder Weltweiter Rückholdienst zu.
Sogar bei den aktionsgebundenen Spenden stehen wir besser da als 2011.
Steh’ auch du hinter unserer ehrenamtlichen Tätigkeit und hilf uns dabei, Leben
zu retten. Werde Mitglied 2012. Danke!
Immer an deiner Seite.
Sempre al tuo fianco.
Jedes Jahr ist es für alle an der Aktion
Beteiligten – Sektionen wie Landesleitung – spannend, mitzuvollziehen, wie
sich unsere Mitgliederkampagne entwickelt: Jedes Jahr entwickelt sich diese
größte jährliche Fundraising-Aktion des
Weißen Kreuzes ein bisschen anders, und
jedes Jahr kann man nachvollziehen, weshalb es da und dort ein bisschen hapert
oder warum es läuft wie geschmiert.
Immer an deiner Seite.
td
nella zona so
ttostante
3
> direkt
Filo diretto
legende:
rot = in entwicklung befindliche dienstleistungen
kursiv = zur Übersicht hinzugekommen
durchgestrichen = zurzeit aufgrund der durchgeführten Umfeldanalyse
als nicht unmittelbar realisierbar eingestuft.
projektstand
des leistungskonzepts
das Weiße Kreuz ist ein nach zweck
und zielen ausgerichteter verein. es wird ein definierter auftrag
(Mission: siehe leitbild > Statuten)
durch erbringung spezifischer leistungen erfüllt.
Da das Weiße Kreuz auch einer stark umfeldabhängigen (Gesellschaft, Gesetzgebung, Austauschpartner usw.) Situation
ausgesetzt ist, muss die Organisation
Weißes Kreuz über Instrumente verfügen,
um Veränderungs-, Anpassungs- und
Innovationsprozesse aktiv zu steuern
und mitzubestimmen. Dazu benötigt die
Strategische Führung (Präsident/Vorstand) ein Planungsinstrument, welches
zur Bewertung der Ist-Situation (Umfeldanalyse) und der Auftragserteilung
an die Realisationsebene (Landesleitung – Bezirke – Sektionen) gleichermaßen geeignet ist.
Wie in den vergangenen WK-LIVEAusgaben bereits berichtet und vorgestellt,
wurden für diesen Zweck im Auftrag des
Vorstandes (Workshop vom 23.04.2009)
ein Leistungskonzept entwickelt sowie
die Befähigung der Mitarbeiter zur effizienten Anwendung dieses Führungsinstrumentes sichergestellt.
Nachfolgend eine vereinfachte Darstellung des Leistungskonzeptes, wo erwähnte spezifische Leistungserbringungen festgehalten sind (siehe Tabelle rechts).
Die daraus resultierende Aufgabenstellung an die Realisationsebene ist in der
zweiten Tabelle „Leistungskonzept-Umsetzung 2012“ nachvollziehbar (siehe Tabelle auf Seite 6/7).
4
ÜBerSIcHt der StrateGIScHen GeScHäFtSFelder (SGF)
Status Jänner 2012 nach Freigabe durch den Vorstand am 30.01.2010
SGF 1
notFallverSorGUnG
SGF 2
SanItätStranSporte
1. Bodenrettung mittels Notfallkrankenwagen, Rettungswagen, Notarztwagen und Notarzt-Einsatzfahrzeug
1. transporte mit Krankentransportwagen (mit mind. 2 Besatzungsmitgliedern, die eine medizinische
Betreuung gewährleisten)
2. Flugrettung (Gründung: HELI Flugrettung Südtirol, WK als federführende Position)
2. langstreckentransporte mittels
Kranken- und Rettungswagen, Pkw,
betreute Krankenfahrten, Lotsendienste, Arztbegleitungen
3. pistenrettung
3. Weltweiter rückholdienst
4. Betreuungszug des landeszivilschutzes
4. transporte mit Behindertentransportwagen (mit mind. 1 Besatzungsmitglied, welches eine sanitätsdienstliche Betreuung gewährleistet)
5. Manv – Sanitätsdienst bei Massenanfall von Verletzten
5. transporte mit Pkw (mit 1 Besatzungsmitglied, welches eine sanitätsdienstliche Betreuung gewährleistet)
6. notfallseelsorge/einsatznachsorge
6. labor-, Blut- und Muttermilchtransporte
7. Katastrophenhilfe (eigene Einsätze
in Zusammenarbeit mit anderen
Organisationen)
8. First Responder (Einsatz zur Minimierung des therapiefreien Intervalls in
Ergänzung zum Rettungsdienst)
LIVE 1/2012
Zur besseren Verständlichkeit eine Zusammenfassung der Entwicklungsschritte
des Strategischen Geschäftsfelds SGF
1
Notfallversorgung / Leistungsgruppe
MANV:
entscheidungsfindung – Innovation
Die Strategische Führung (Vorstand)
hat entschieden, dass sich der Verein
in diesem Geschäftsfeld besser positionieren muss und beauftragt die Realisationsebene (Landesleitung Bezirke
Sektionen) mit der Erstellung eines
Konzeptes.
leistungsbereiche (z. B. Bereitschafsdienste, Transporte usw.) angepasst
und auf der Mitarbeiterebene neue
Funktions- und Tätigkeitsprofile zu entwickeln sind, ist eine breite Vernetzung
innerhalb der Gesamtorganisation unerlässlich. Über den Führungszirkel VVB
wurden landesweit vier Arbeitsgruppen
gebildet (MANV-SEG, Einsatzleitung,
Sanitätsdienst und Übungskonzept),
die ein Grundkonzept erarbeiteten,
dessen grundsätzliche Ausrichtung und
Inhalte dem Vorstand zur Entscheidung
und Freigabe vorgelegt wurden.
Konzepterstellung
Da durch die Leistungsgruppe MANV
und die Sanitätsdienste mehrere Dienst-
SGF 3
BereItScHaFtSdIenSte
SGF 4
SozIaldIenSte
>
Präsident Georg Rammlmair hat die beiden
Innovationsprozesse Leistungskonzept und
Freiwilligenmanagement stark vorangetrieben.
SGF 5
eInSatzzentrale
SGF 6
externe
aUSBIldUnG
1. Sanitätsdienste bei Großund Kleinveranstaltungen
1. Hausnotruf
1. Transportvermittlung
intern
1. AED für Betriebe
2. Rescue Bike (Rettung mit
dem Fahrrad) wird
in Punkt 1 integriert
2. Mobil-notruf
2. Abwicklung von Diensten
für Dritte
2. Zertifizierte notfallmedizinische Fortbildung für
Nicht-WK-Mitarbeiter
3. Brandschutzdienst
Flugrettung
3. Behindertentransporte
3. Transportvermittlung für
KSM (Konsortium Südt.
Mietwagenunternehmer)
3. BLS-Ausbildung an Schulen
(Mini Anne)
4. Versorgung - Essen auf
Rädern
5. Seniorenbetreuung /
mobile Wohnassistenz
Begleittransporte
6. Medikamententransporte
7. Handyapplikation (als
Mittel zur Abwicklung
von Dienstleistungen)
8. Freizeitbegleitung
9. Schülerlotsendienst
LIVE 1/2012
5
UMSetzUnGStaBelle StatUS Jänner 2012
SGF / GrUppe
MaSSnaHMe
1 Bodenrettung
1 Pistenrettung
Stand-by, Warten auf Impulse von außen, dann die bereitgestellten
Dienstleistungen aktivieren
1 Notfallseelsorge/Einsatznachsorge
Landesweite Implementierung/Einbau in Ablauforganisation
1 MANV
Inbetriebnahme von SEG-Gruppen; Ressourcenbeschaffung läuft;
Inbetriebnahme EL-System
1 Katastrophenhilfe
Projekt in EU eingereicht
1 First Responder
2 Transporte
Fahrzeug-/Personalauslastung 50 % angestrebt
2 Langstreckentransporte
Breitere Streuung MA, Höchstgrenze pro MA 5000 nicht überschreiten,
Rekrutierung neuer MA
2 Transport mit Behindertentransportwagen
Keine unmittelbaren Massnahmen, vgl. SGF 4
2 Transporte mit Pkw
Entlastung der MA (hauptamtlich) über neue FW-Kategorie
3 Bereitschaftsdienst; Sanitätsdienste bei Groß- und
Kleinveranstaltungen
Neues Berechnungskonzept
wird erstellt
3 Brandschutzdienst Flugrettung
6
4 Hausnotruf
Verschränkte Aktionen mit Marketing (neu verstärkt in Verbindung
mit Mobilnotruf)
4 Mobilnotruf
Bewerbung wird ab Februar vorgenommen, technische
Voraussetzungen werden geschaffen
4 Behindertentransporte
Keine Maßnahmen für 2012, Stand-by
4 Begleittransporte
Probephasen in Sektionen zu gleichzeitigen besseren
Transportauslastungen
4 Freizeitbegleitung
Keine Maßnahmen für 2012, Antrag auf vollständige Abschaffung
stellen (Vorstand)
4 Schülerlotsendienst
Evaluation auf Sektionsebene läuft; Landesleitung prüft weitere
Entwicklung
5 Kooperation – KSM
Transportvermittlung für KSM wird organisiert, Evaluationskriterien
werden frühzeitig erarbeitet
6 AED für Betriebe
- Kooperation mit PHILIPS in Abklärung
- Erste Ausbildung starten
6 BLS-Ausbildung an Schulen (Mini Anne)
Nach drei Jahren Ziele für 5 Jahre erreicht (4100 Schulen); Projekt ist
zum Selbstläufer geworden
Verhandlungen aufnehmen für 2014/15
LIVE 1/2012
MeSSGröSSe
LG ist funktional und organisiert
aUFtraG
verantWortUnG
terMIn
Qualitätssicherung
RM
Monitoring
AL
Landesweit funktional
Projektführung
AL
Juni 2012
SEG funktional
Projektführung
RM
Ende 2012
Freigabe durch EU
Kick-off in Brüssel Februar 2012
organisieren
ML
Ende 2011
LG ist funktional und organisiert
Qualitätssicherung
MC
Min. 50 % Auslastung = garantiert
Personalumschichtung vornehmen,
Personal auf Abruf, bessere Lokalisierung über Kooperation mit KSM
RM
Ende 2012
Obergrenzen werden nirgends überschritten
Projektführung
PM
Ende 2012
FRW akquirieren, gezielt für diese Dienste
1 Kurs pro Bezirk
ist durchgeführt
RM
Ende 2012
Risikobewertung wird ermöglicht,
Kostenberechnung ist ermöglicht,
Projektführung
RM
Ende 2012
LG ist funktional und organisiert
Qualitätssicherung
AL
Anzahl der Neuinstallationen sind erfolgreich
umgesetzt
Organisatorische Optimierungen
geplant
AL
Ende 2012
Mobilnotruf hat mind. 600 Abonnenten
Projektführung
AL
Ende 2013
Aufträge an Sektionen ergeben über
Führungsrhythmus
AL
Ende 2012
Direktor
Februar
2012
AL
30.06.2012
RM
Juni 2012
RM
Ende 2012
3-5 Sektionen sind aktiv an der > Probephase
beteiligt
Geplante Dienstleistung nicht mehr
weiterverfolgen
Parameter für Weiterführung bzw.
Weiterentwicklung sind klar
Transportvermittlung für KSM ist
übernommen;
Ende Jahr besteht Evaluation für
Tarifgestaltung und Ressourcenberechnung
Projektführung
Max. 60 Geräte in 2 Jahren
Ca. 10 Geräte im ersten Jahr
Kooperation abschließen, Schulung
und Zertifizierung initiieren
MC
MC
Ende 2013
Ende 2012
4100 Schüler werden auch in den nächsten
2 Jahren erreicht
Projektführung
MC
Ende 2012
LIVE 1/2012
7
> proJeKtStand deS leIStUnGSKonzepteS
realisierung
Vor der Freigabe zur Umsetzung seitens
des Vorstandes an die Realisierungsebene muss die Finanzierung gesichert
sein. Nach der erfolgten Zweckbindung
durch den Vorstand konnte nach der
tatsächlichen Überweisung des dem
WK zugewiesenen Betrags aus dem
5-Promille-Fonds 2009 Ende November die Freigabe zur Umsetzung gestartet werden. Die Investitionen müssen
aufgrund der gesetzlichen Vorgaben
spätestens im November 2012 abgeschlossen sein.
Wirkung
Mit der Realisierung dieses Konzeptes
soll die Leistungsfähigkeit unseres Vereins gesteigert werden:
• Flexiblere Ausbildungsmodelle und
breitere Tätigkeitsfelder für Freiwillige in den Bereichen Sanitätsdienst
(Einsatzgruppen SEG, Hintergrunddienst,
Bereitschaftsdienste
bei
Groß- und Kleinveranstaltungen)
entlasten die Sektionen.
der Mobil-notruf
Start einer neuen
dienstleistung
Wie bereits in der letzten MitgliederlIve angekündigt, ist Mobil-notruf
ab 1. März verfügbar. diese innovative dienstleistung des Weißen Kreuzes wird vielen Menschen erlauben,
mobil und trotzdem sicher zu sein.
Auf der Idee unseres bewährten Hausnotrufdienstes basierend hat das Weiße Kreuz es möglich gemacht, diese
Sicherheit auch außerhalb der eigenen
vier Wände zu genießen, gleich ob in
den eigenen vier Wänden ohne Festnetzanschluss, im Garten, beim Einkaufen oder in der freien Natur. Senioren, Risikopatienten, Kinder und auf
sich gestellte Berufsgruppen wie z.B.
Pflegekräfte, Landwirte, Wachpersonal
8
• Professionalisierung durch verbesserte Ausrüstung und Organisationsabläufe (z. B. Einsatzleitung) steigern
die Motivation und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter.
• Gezielter Einsatz von neuen Freiwilligenprofilen im Krankentransportund Rückholdienst entlasten den
Rettungsdienst.
Implementierung
Zur Absicherung der erzielten Ergebnisse
müssen die neu entwickelten Aufgabenbereiche dann Organisationseinheiten
(Organigramm) zugeteilt werden, die
notwendigen Abläufe (Qualitätsmanagement) erstellt und die Kennzahlen
zur Bewertung der Maßnahmen (operatives Controlling) definiert werden.
Die in dieser Form im Leistungskonzept
verankerten Dienstleistungen werden
über das Instrument „Leistungskonzept“
dann jährlich bewertet und gesteuert.
Mit dieser Prozessbeschreibung sollte
verdeutlicht werden, welch komplexe
Zusammenhänge in einer großen Organisation wie der unsrigen zu berücksichtigen sind. Das Leistungskonzept ist ein
Führungsinstrument zur Planung und
Steuerung der nach außen gerichteten
Leistungen. Für deren Realisierung bedarf es vieler Ressourcen, in erster Linie
in Form von Freiwilligen und Ehrenamtlichen. Für die „Beschaffung“ dieser zentralen Ressourcen müssen auch Managementinstrumente nach innen entwickelt
werden, so wie z.B. das nicht weniger
komplexe Instrument des Freiwilligenmanagements, welches hier in der Folge
vorgestellt wird.
rm
La versione in italiano è a pagina 44.
oder Jäger brauchen dazu einen verlässlichen und praktischen Begleiter.
Auch junge und sportliche Menschen
sind mit dem Mobil-Notruf sicherer
unterwegs. Wir bieten schnelle Hilfe
auf Knopfdruck und unterstützen somit die Mobilität der Bürger. Unsere
Kunden können unsere Hilfe jederzeit
in Anspruch nehmen.
Die Alarmierung erfolgt über die
SIM-Karte im etwa handygroßen Gerät an unsere Einsatzzentrale. Die Satellitenortung ermöglicht eine potenziell schnellere des Betroffenen ohne die
Verzögerung durch Suchaktionen.
Die Sektionen erhalten dazu das
hen UnInfomaterial und die technischen
essierten
terlagen, um den MNR interessierten
stänBürgern erklären zu können. Zustänuf.
dig ist die Abteilung Hausnotruf.
wi/ml
LIVE 1/2012
> direkt
Filo diretto
Unser Freiwilligenmanagement
das freiwillige und ehrenamtliche
engagement ist im Wandel. Individualisierung, Wertewandel, veränderte arbeitssituationen und
die alterung der Gesellschaft sind
einige Herausforderungen, die auch
den freiwilligen und ehrenamtlichen einsatz der Menschen beeinflussen.
Auch die Motive für ein freiwilliges
Engagement haben sich in den vergangenen Jahren verändert. Während bisher
die freiwillige Mitarbeit wesentlich auf
„Selbstlosigkeit“ und „Uneigennützigkeit“
aufbaute, stützt sich das „neue“ ehrenamtliche und freiwillige Engagement auf
einen Ausgleich zwischen „Geben und
Erhalten“.
Trotz alledem ist aus dem jüngsten
Bericht zum Ehrenamt in Südtirol zu
entnehmen, dass die „Beteiligungsquote
am Ehrenamt“ in den letzten zehn Jahren
im Wesentlichen stabil war (http://ehrenamt.provinz.bz.it/de).
Im Wesentlichen legt der „neue“
Freiwillige auf Folgendes Wert:
• Neue Erfahrungen sammeln
• Neue Kompetenzen und Qualifikationen erwerben
• Sinnvolle Freizeitbeschäftigung
• Soziales Netzwerk (neue Freunde und
Kontakte)
• Spaß bei der Tätigkeit
• Flexibler Zeitaufwand, auch kombinierbar mit Studium und/oder Arbeit
Freiwilliges und ehrenamtliches
engagement
der bisherige Freiwillige
• Engagement in etablierten Organisationen
• Religiös/altruistische Motivation
• Selbstverständliche Pflichterfüllung
LIVE 1/2012
• Kontinuierliches langfristiges
Engagement
• Bereitschaft, sich in hierarchische
Strukturen einzureichen
• Diffuse Aufgabenstruktur
denen ihnen begegnet werden kann.
Diese Herausforderungen können durch
ein gezieltes Freiwilligenmanagement
(kurz FWM) bewältigt werden. Das Freiwilligenmanagement baut dabei auf folgende Schwerpunkte auf:
der neue Freiwillige
Freiwilligengewinnung:
• Engagement in Initiativen und
Projekten
• Veränderte Motivation: Spaß, Freude
an der Tätigkeit, eigene Interessen
und Nutzen
• Bewusste Entscheidungen
• Kurzfristiges zeitlich definiertes Engagement
• Organisation im Netzwerk
• Wunsch nach Transparenz und
Mitbestimmung
• Konkrete Funktionsbeschreibungen
alle Maßnahmen, die zur Entscheidungsfindung eines Interessierten, dessen Aufnahme und Einarbeitung beitragen.
Diese Entwicklungen gehen auch nicht
spurlos am Weißen Kreuz vorbei und
benötigen auch in unserer Organisation
Strategien, Ziele und Maßnahmen, mit
alle Maßnahmen, die das Image der
Freiwilligentätigkeit steigern.
Freiwilligenbindung und -erhalt:
alle Maßnahmen, die dazu beitragen,
den Freiwilligen an die Organisation zu
binden und ihm/ihr Perspektiven und
alternative Möglichkeiten und Formen
der Mitarbeit zu bieten.
Freiwilligenimage:
>
StrateGIScHe zIele Und MaSSnaHMen
Stragegische
Ziele
• Das Weiße Kreuz verfügt über mehr Freiwillige und Ehrenamtliche.
• Das Weiße Kreuz bindet gezielt seine qualifizierten Freiwilligen und
Ehrenamtlichen.
• Das Freiwilligenmanagement dient der positiven Imagepflege
des Weißen Kreuzes.
• Das Weiße Kreuz führt ein professionelles Freiwilligenmanagement
(Personalabteilung) ein und konzipiert in den Bereichen
Stragegische
Freiwilligengewinnung, Freiwilligenerhalt und Freiwilligenimage
Maßnahmen
Projekte und Maßnahmen, welche die strategischen Ziele nachhaltig
fördern.
• Der aufnahme- und austrittsablauf ist vom Erstkontakt über die
Einarbeitung, den Übertritt in andere Aufgabenbereiche (LK) und den
Operationale
Austrittsablauf profesionell strukturiert.
Ziele FWM
• Fördergespräche für qualitativ gute Freiwillige werden gezielt geführt.
2012
• Befähigungsprogramme und Weiterbildungsmaßnahmen werden
gezielt innerhalb des Ressourcenzentrums konzipiert und durchgeführt.
9
> daS FreIWIllIGenManaGeMent
Anhand dieser Erfolgskriterien wurden Schwerpunkte
für das Jahr 2012 gesetzt
und als Maßnahmen
vorgestellt:
Bei der vorbereitenden Sitzung im Februar 2011
Das WK beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit diesem Thema. Ein Meilenstein im Freiwilligenmanagement beim
WK wurde beim Workshop des Vorstands
im Jänner 2010 gesetzt. Dort wurden die
Grundsatzentscheidungen für die weiteren Schritte gesetzt und die Direktion mit
der Umsetzung beauftragt.
In der zwischenzeit wurde vieles
gemeinsam entwickelt und auf
den Weg gebracht:
• die Ehrungen der Mitarbeiter wurden
angepasst
• das Ressourcenzentrum für die
Führungskräfteausbildung wurde
aufgebaut
• bessere Handyverträge für die
Mitarbeiter wurden verhandelt
• die Einarbeitung der Führungskräfte
wurde verbessert
• Unterweisung neuer Freiwilliger durch
die Sektionsleiter an Info-Abenden
• Fortbildungsunterlagen werden online
bereitgestellt
• Die Marketingoffensive für
Freiwilligengewinnung wird ab März
2012 umgesetzt
• Ausarbeitung einer Übersicht
über die Möglichkeiten der
Dienstplangestaltung
• A- und B-Kursdauer wurde verkürzt.
10
In den nächsten Monaten wird sich der
Schwerpunkt des Freiwilligenmanagements bei der Freiwilligengewinnung
abspielen. Eine breit angelegte Freiwilligengewinnungskampagne wird die Bürger auf die vielen interessanten Aufgabenbereiche im Weißen Kreuz aufmerksam
machen. Im Rahmen des Freiwilligenmanagements werden wir uns dabei vor
allem um die Strukturierung der Interessentenkontakte und Erstgespräche, dem
Aufnahmeverfahren und die Einarbeitung
der freiwilligen Mitarbeiter bemühen.
• das vom Interessierten angebotene
Zeitbudget wird mit den kreativen und
neuartigen Dienstplanmodellen und
den neuen zur Verfügung stehenden
Tätigkeitsbereichen aufgefangen (siehe
Leistungskonzept)
• Interessierten wird ein einfacher
Erstkontakt ermöglicht, z.B. über eine
neue zentrale Grüne Nummer, eine
eigene Internetseite usw.
• Enge Zusammenarbeit zwischen den
Freiwilligenkoordinatoren und dem
FWM der Landesleitung.
die erfolgskriterien im Freiwilligenmanagement liegen vor allem
bei:
Beim Oberösterreichischen
Roten Kreuz, bei dem
wir vor Kurzen zu einem
Erfahrungsaustausch eingeladen waren, wird das
Freiwilligenmanagement
bereits seit einigen Jahren
gelebt. Die Verantwortlichen haben uns über ihre
Erfahrungen berichtet und
uns ermutigt, unseren eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
• Das Freiwilligenmanagement wird von
allen getragen, Erfahrungen werden
ausgetauscht und tragen zu einer
ständigen Weiterentwicklung bei.
• Es gibt in jeder Sektion einen vom
Sektionsausschuss beauftragten
Ansprechpartner (wie von der
Sektionsordnung vorgesehen =
Freiwilligenkoordinator).
• Der gesamte Ablauf der Aufnahme
vom Erstkontakt bis zum Dienstbeginn
wird lückenlos dokumentiert.
• Die Einarbeitung, Betreuung und
Förderung der Freiwilligen, auch über
dem Aufnahmeablauf hinaus, wird
sichergestellt.
ap
LIVE 1/2012
ScHWerpUnKte FÜr daS JaHr 2012
MaSSnaHMe
aUFtraG
terMIn
Ernennung der Ansprechpersonen für das FWM
in den Sektionen – Freiwilligenkoordinatoren
Ernennung im jeweiligen Sektionsausschuss
Februar 2012
Aufgaben des Freiwilligenkoordinators definieren
Funktionsbeschreibung erstellen
Februar 2012
Standards für die Erstanfragen
mit Interessierten erarbeiten
Ablauf erarbeiten
Februar 2012
Persönliches Erstgespräch definieren
Checklisten und Dokumentationsstandard
erarbeiten
Februar 2012
Entscheidungsvorbereitung über Personalressourcen für die Bearbeitung der Erstanfragen
Ablauf zur Organisation der Grünen Nummer
erarbeiten
Februar 2012
Dokumentation des Freiwilligengewinnungsablaufes vom Erstkontakt bis zur Aufnahme, Einarbeitung
und Förderung
Datenbank erstellen
Februar 2012
Information der Sektionsverantwortlichen
Vorstellung der Kampagne und des FWM bei der
VVB-Sitzung
Februar 2012
Aufnahmeprozess und Einarbeitung der Freiwilligen
definieren
Ablaufbeschreibung und Checklisten erarbeiten
März 2012
Einweisung involvierte Stellen für Erstanfragen
(Grüne Nummer)
Schulung anbieten
März 2012
Ausbildung der „Freiwilligenkoordinatoren“ definieren
Schulung anbieten
März 2012
Kick-Off-Veranstaltungen Kampagne und neuen
Aufnahmeablauf
Ein Treffen pro Bezirk organisieren
März 2012
Unterlage zur Entscheidungshilfe für Interessierte
bereitstellen
Darstellungsbroschüre erarbeiten
März 2012
Angebot der fachspezifischen Aus- und Fortbildung
erhöhen
C-Ausbildung für Freiwillige Mitarbeiter anbieten
März 2012
Fördermaßnahmen für die freiwilligen Mitarbeiter
anbieten
Integrierung der Freiwilligen Mitarbeiter ins NWP
Mai 2012
Ehrung der freiwilligen Mitarbeiter
Umsetzung der neuen Ehrungsregelung
Oktober 2012
Qualifizierung von ehrenamtlichen Führungskräften
Angebote des RZ ausbauen
Laufend 2012
Betreuung der freiwilligen Mitarbeiter verbessern
und eventuell frühzeitig Umstieg in alternative
Tätigkeitsbereiche (siehe LK) ermöglichen
Freiwilligenkoordinator in den Sektionen befähigen
November 2012
LIVE 1/2012
11
> direkt
Filo diretto
la gestione dei volontari
l’impegno dei volontari sta cambiando. Individualizzazione, cambio
di valori, mutate condizioni di lavoro
e invecchiamento della società sono
alcune delle sfide che influenzano
anche l’impegno nel volontariato
delle persone.
Anche le motivazioni per impegnarsi nel
volontariato sono cambiate negli ultimi
anni. Mentre finora il volontariato si
basava su “altruismo” e “generosità”, il
“nuovo” impegno di volontariato si basa su
un equilibrio tra “dare e ricevere”.
Nonostante questo, dal recente rapporto sul volontariato in Alto Adige si
evince che la “quota di attivi nel volontariato” nell’ultimo decennio è essenzialmente rimasta stabile (http://volontariato.
provincia.bz.it/it).
essenzialmente per il “nuovo”
volontario è importante quanto
segue:
• Raccogliere nuove esperienze
• Ottenere nuove competenze e qualifiche
• Occupare in modo sensato il tempo
libero
• Rete sociale (nuovi amici e contatti)
• Piacere nell‘attività
• Impiego flessibile del tempo, combinabile anche con studio e/o lavoro
Impegno nel volontariato
Il volontario finora
•
•
•
•
•
Impegno in organizzazioni consolidate
Motivazione religiosa/altruistica
Assolvimento ovvio del proprio dovere
Impegno continuativo a lungo termine
Disponibilità a inserirsi in strutture
gerarchiche
• Struttura diffusa dei compiti
12
Il nuovo volontario
acquisizione dei volontari:
• Impegno in iniziative e progetti
• Motivazione cambiata: divertimento,
piacere nello svolgere l’attività, propri
interessi e vantaggi
• Decisione consapevole
• Impegno a breve termine, dai tempi
definiti
• Organizzazione in reti
• Desiderio di trasparenza e partecipazione alle decisioni
• Descrizione concreta delle funzioni
tutte le misure che favoriscono il processo decisionale degli interessati, la
loro accoglienza e il loro inserimento.
Queste trasformazioni lasciano il loro
segno anche nella nostra organizzazione,
e necessitano anche nella Croce Bianca
di strategie, obiettivi e misure per affrontarle. Queste sfide possono essere affrontate mediante una mirata gestione dei
volontari (abbrev. GV). La gestione dei
volontari si basa dunque sui seguenti punti
chiave:
Fidelizzazione e mantenimento
dei volontari:
tutte le misure che contribuiscono a
legare il volontario all’organizzazione
e ad offrirgli prospettive, possibilità e
forme alternative di collaborazione.
Immagine dei volontari:
tutte le misure che migliorano l’immagine dell’attività di volontariato.
>
oBIettIvI e MISUre StrateGIcHe
Obiettivi
strategici
Misure
strategiche
Obiettivi
operativi CV
2012
• La Croce Bianca dispone di più volontari.
• La Croce Bianca fidelizza in modo mirato i propri volontari.
• La gestione dei volontari contribuisce in maniera positiva alla cura
dell’immagine della Croce Bianca.
• La Croce Bianca introduce la gestione professionale dei volontari
(ufficio personale) e pianifica progetti e misure di intervento in grado
di supportare a lungo termine gli obiettivi strategici nei settori
acquisizione volontari, mantenimento volontari e immagine
dei volontari.
• Il processo di inserimento e di uscita è strutturato in modo professionale fin dal primo contatto, passando per istruzione, passaggio
ad altri ambiti operativi e processo di uscita.
• colloqui di supporto per volontari con buone capacità vengono svolti
in modo mirato.
• programmi di qualificazione e misure di formazione permanente
vengono pianificati e svolti in modo mirato all’interno del centro risorse.
LIVE 1/2012
> direkt
Filo diretto
e
d
n
u
k
r
u
n
e
Ehr
Benemerito
i
d
o
t
a
ranza
AtteUsnt
eranza/Ono
I nuovi attestati d’onorificenza
dei volontari della CB
Sulla base di tali criteri
di successo sono stati
definiti e presentati come
provvedimenti i punti
chiave per il 2012:
La CB si occupa ormai da alcuni anni
di questo argomento. Con il workshop
del Consiglio direttivo di gennaio 2010 è
stata posta una pietra miliare nella CB per
quanto concerne la gestione dei volontari.
In quell’occasione sono state prese le decisioni di massima per gli ulteriori passi ed
è stata incaricata la Direzione della loro
realizzazione.
campi di attività nella Croce Bianca.
Nell’ambito della gestione dei volontari ci
impegneremo in particolare a strutturare i
contatti degli interessati, i primi colloqui,
il processo di accoglienza e l’inserimento
dei volontari.
nel frattempo insieme sono state
sviluppate e avviate molte cose:
• La gestione dei volontari viene portata
avanti da tutti, lo scambio di esperienze porta ad una costante evoluzione in avanti.
• In ogni sezione c‘è un referente
incaricato dal Consiglio di sezione
(come previsto dal regolamento delle
sezioni = coordinatore volontari).
• L‘intero processo di accoglimento dal
primo contatto all‘inizio del servizio
viene documentato senza lacune.
• Vengono assicurati l‘inserimento, l‘assistenza e il supporto ai volontari, anche
oltre il processo di accoglimento.
• Il budget di tempo offerto dall‘interessato viene valorizzato con i modelli di
calendario di servizio creativi e innovativi e la disponibilità di nuovi ambiti di
attività (vedi progetto prestazioni).
• Il primo contatto degli interessati viene
reso possibile in modo semplice, ad
es. mediante un nuovo numero verde
centrale, un apposito sito internet, ecc.
• Stretta collaborazione tra i coordinatori
dei volontari e la GV della Direzione
provinciale.
• Le premiazioni dei collaboratori sono
state adeguate
• È stato realizzato il centro risorse per la
formazione degli organi direttivi
• Sono stati negoziati contratti più convenienti per i cellulari dei collaboratori
• È stato migliorato l’addestramento
lavorativo degli organi direttivi
• Istruzione di nuovi volontari da parte
dei caposezione in serate informative
• Le dispense di formazione vengono
messe a disposizione online
• A partire da marzo 2012 viene attuata
l‘offensiva di marketing per l‘acquisizione di volontari
• Elaborazione di una panoramica sulle
possibilità di strutturazione del calendario di servizio
• La durata dei corsi A e B è stata accorciata.
Nei prossimi mesi il punto focale della
gestione dei volontari sarà l’acquisizione
volontari. Una campagna di acquisizione
volontari ad ampio raggio porterà l’attenzione dei cittadini su molti interessanti
LIVE 1/2012
I criteri di successo nella gestione
dei volontari sono principalmente:
La Croce Rossa dell‘Austria
Superiore, che abbiamo
recentemente visitato
per uno scambio
di esperienze, adotta
già da alcuni anni
la gestione dei volontari.
I responsabili ci hanno
riferito le loro esperienze,
incoraggiandoci
a continuare sulla strada
intrapresa.
ap
13
pUntI cHIave per Il 2012
provvedIMento
IncarIco
terMIne
Nomina dei referenti per la GV nelle sezioni – coordinatori dei volontari
Nomina nel rispettivo Consiglio di sezione
febbraio 2012
Definire i compiti del coordinatore dei volontari
Redigere una descrizione delle funzioni
febbraio 2012
Elaborare degli standard per le prime richieste degli
interessati
Elaborare processo
febbraio 2012
Definire il primo colloquio personale
Elaborare delle check-list e degli standard di documentazione
febbraio 2012
Preparazione di decisioni tramite risorse del personale per l‘elaborazione delle prime richieste
Elaborare processo per organizzazione del numero
verde
febbraio 2012
Documentazione del processo di acquisizione volontari dal primo contatto fino ad accoglimento, inserimento e supporto
Creare banca dati
febbraio 2012
Informazione dei responsabili di sezione
Presentazione della campagna e della GV alla riuniofebbraio 2012
ne dei rappresentanti comprensoriali del direttivo
Definire il processo di accoglimento e inserimento
dei volontari
Elaborare descrizione dello svolgimento e check-list
marzo 2012
Istruzione dei coinvolti con le prime richieste
(numero verde)
Offrire addestramento
marzo 2012
Definire la formazione dei „coordinatori
dei volontari“
Offrire addestramento
marzo 2012
Campagna eventi kick-off e nuovo processo
di accoglimento
Organizzare 1 incontro per ogni comprensorio
marzo 2012
Disporre agli interessati documento che facilita le
decisioni da prendere
Elaborare un opuscolo di presentazione
marzo 2012
Incrementare l‘offerta di formazione e istruzione specialistiche
Offrire formazione C per volontari
marzo 2012
Offrire misure di supporto per i volontari
Integrazione dei volontari nel NWP
maggio 2012
Onorificenze dei volontari
Applicazione della nuova regolamentazione
per le onorificenze
ottobre 2012
Qualificazione dei responsabili volontari
Ampliare le offerte del RZ
continuamente
2012
Migliorare l‘assistenza ai volontari e permettere
un’eventuale passaggio anticipato ad ambiti
di attività alternativi (vedi progetto prestazioni)
Abilitare il coordinatore dei volontari nelle sezioni
novembre 2012
14
LIVE 1/2012
> direkt
Filo diretto
V. l.: I. Bonamico, A. Ladurner, U. Seitz,
z,
G. Rammlmair und F. Khuen
uen
mit ISO-Zertifikat
at
die Freiwilligentagung im Herbst
Bei der tagung des Weißen Kreuzes „das Freiwilligenwesen im Jahr
2011“ am 15. oktober in der Universität Bozen sprachen Fachleute
aus dem In- und ausland zu den
neuesten entwicklungen im Freiwilligenwesen.
Der Anlass, diese Tagung zu veranstalten,
waren nicht nur das Europäische Jahr der
Freiwilligentätigkeit 2011 und die aktuelle Frage um die unklare Definition der
Aufgaben- und Verantwortungsbereiche
der Südtiroler Sanis, sondern auch der
Abschluss des Projekts Hand in Hand
und die feierliche und offizielle Übergabe
des Qualitätszertifikates nach ISO-Norm
9001:2008, das die WK-Verwaltung erhalten hatte. Eine ganze Reihe von Anlässen also.
Gespannt erwartet war der Vortrag
von Carlo Bruccoleri, ehemaliger Vorsitzender des Landesgerichts in Bozen
und Ehrenvorsitzender des Kassationsgerichtshofs in Rom. Er beleuchtete die
rein rechtliche Seite als wichtigen Aspekt
für die Freiwilligen. Er sprach sich dafür
aus, dass das Weiße Kreuz auch weiterhin
die möglichst beste Ausbildung anbiete.
Auf die konkreten Fragen aus dem Publikum zu den Themen Verantwortung
und Haftung fand er klare Worte. Das
Thema Notarztassistenz durch ausgebildete Rettungssanitäter wurde vertieft und
für alle nachvollziehbar erläutert. Seine
unorthodoxen und doch fundierten Posi-
LIVE 1/2012
tionen erzeugten große Aufmerksamkeit
und anerkennendes Klopfen.
Prof. Hans Lichtsteiner des Verbandsmanagement Instituts an der Universität Freiburg/CH berichtete über die
Motivationsfaktoren für Freiwilligkeit
und ihre Entwicklungen und Zukunft im
deutschen Sprachraum.
Prof. Lichtsteiner hat dabei interessante Forschungsergebnisse präsentiert.
So entspricht die Summe der Freiwilligenarbeit von 37 Ländern Europas der
Leistung von umgerechnet 20,8 Millionen Vollzeitarbeitskräften. Das entspricht
dem Gesamtarbeitsaufkommen eines
mittelgroßen europäischen Staates wie
beispielsweise Polen.
der Wettbewerb um Freiwillige
ist hart und wird zunehmend
anspruchsvoller. die Gründe dafür
sind:
• immer mehr Organisationen suchen
Freiwillige;
• immer größer werdende Mobilität und
geringere lokale Verwurzelung;
• geringere Bereitschaft zu einer festen
Verpflichtung;
• mehr Personen mit
Migrationshintergrund;
• eine kostenbewusstere Wirtschaft;
• wachsender Individualismus.
• Auf die Frage nach den stärksten
Motiven für ein ehrenamtliches
•
•
•
•
•
•
Engagement wurden wissenschaftlich
folgende eruiert:
Spaß an der Tätigkeit (83 %)
Mit anderen etwas bewegen (74 %)
anderen Menschen helfen (67 %)
Mit anderen zusammenkommen
(61%)
Kenntnisse und Erfahrungen erweitern
(61%)
Verantwortung übernehmen (51%)
die am häufigsten genannten
Motive, sich nicht mehr freiwillig
zu engagieren, sind hingegen:
• übermäßiges Engagement nötig
(42 %)
• zu langfristige Bindung (36 %)
• Angst vor Überforderung (24 %).
Lichtsteiner schloss
sein Referat mit der
Feststellung:
„Wer Freiwillige sucht,
muss aktiv sein
und darf niemals
aufgeben.“
>
15
> dIe FreIWIllIGentaGUnG IM HerBSt
Der Bundessekretär des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreich und Vizepräsident
des internationalen Netzwerks von Rettungsorganisationen Samaritan International (SAM. I.), Reinhard Hundsmüller
stellte dessen gemeinsames Strategiepapier zum Europäischen Freiwilligenjahr
2011 vor, unterstrich aber besonders die
Wichtigkeit, die eine zukünftig ständige
Vertretung von SAM. I. in Brüssel hat.
Wie sich die Freiwilligenlandschaft in
Südtirol gestaltet, beleuchtete Dr. Christoph Pichler, Mitarbeiter am Amt für Kabinettsangelegenheiten der Autonomen
Provinz.
Wie Freiwillige durch ihre eigene
Organisation unterstützt werden, wurde
anhand des Beispiels unseres Projekts
„Hand in Hand“,
“, das der Europäische
finanzierte aufgezeigt. Dabei
Sozialfonds finanzierte,
ging es um die optimale Unterstützung
We
der Freiwilligen im Weißen
Kreuz.
Auch überprüfte und optimierte die
Landesverwaltung ihre Dienste und Leistungen, sei es in Hinblic
Hinblick auf ihre Kunden
und Patienten als auch auf ihre Mitarbeitenden. Das Ergebnis des Projektes, aber
nicht des weiterführenden Qualitätsmanagementprozesses, stellte die Verleihung
des Qualitätszertifikates nach ISO-Norm
9001:2008 (International Standardisation
Organisation) dar. Dieses überreichte
der Vertreter des durchführenden Unternehmens Quality Austria, Friedrich
Khuen dem Präsidenten Rammlmair und
Direktor Bonamico in Anwesenheit des
Geschäftsführenden Direktors des Amts
für Krankenhäuser, Ulrich Seitz, in Vertretung von Landesrat Richard Theiner.
Diese Veranstaltung war nur eine der
zahlreichen Events und Feste, um Wert
und Wichtigkeit von Ehrenamt und Freiwilligenarbeit in diesem Jahr gebührend
zu feiern.
Die Mitarbeit der vielen Freiwilligen
ist für das Rettungswesen in Südtirol
maßgebend. Darum sollen die Freiwilligen gut unterstützt und ihre Arbeit anerkannt werden.
Die Tagung war eine nette Gelegenheit, sich auch mal nicht in der Zentralverwaltung in der Lorenz-Böhler-Straße
mit allen zu treffen und beim AbschlussBuffett ein wenig zu plaudern.
pp
Reinhard Hundsmüller
vom ASB Österreich
Carlo Bruccoleri
16
LIVE 1/2012
> direkt
Filo diretto
der ablauf
der delegiertenversammlung
am 8. Juni 2012 stehen im verein die
Wahlen der vereinsgremien (vorstand,
ehrengericht, rechnungsprüfer) an.
Im Foyer bei der Freiwilligentagung im Herbst
l’iter dell’assemblea dei delegati
l’otto giugno 2012 si voteranno i nuovi organi direttivi (consiglio direttivo, collegio dei revisori dei conti, collegio dei probiviri).
Il nuovo statuto dell’8 Aprile 2011 ha
modificato il sistema delle varie elezioni
all’interno dell’associazione Croce Bianca.
Finora gli organi sopraccitati venivano
eletti ogni quattro anni dall’Assemblea
generale annuale.
A causa di questo nuovo sistema,
saranno i delegati che alle prossime elezioni voteranno, e i quali verranno definiti nelle assemblee parziali delle diverse
sezioni. Secondo l’articolo 4 dello statuto i delegati possono essere soci/membri dell‘associazione di tutte le categorie,
eccetto i dipendenti della Croce Bianca.
Essi non hanno diritto al voto passivo.
Dopo l’elezione dei delegati nelle
assemblee parziali, l’8 giugno 2012 essi
potranno eleggere gli organi dell’associazione all’Assemblea generale. Questi hanno, inoltre, altre mansioni, come
dall’articolo 6bis dello statuto (ad esempio
le modifiche allo statuto).
Il nuovo sistema di voto dà la possibilità, a tutti i soci (specialmente però a
quelli annuali) di votare nelle loro sezioni,
cioè vicino a casa. Attraverso la riparti-
LIVE 1/2012
zione dei delegati sulle sezioni, è garantita
la rappresentatività a tutte le sezioni.
Adesso le sezioni stanno svolgendo le
loro assemblee parziali. I soci annuali sono
stati informati sugli appuntamenti delle
stesse attraverso i media locali.
Chi volesse candidarsi come delegato,
deve farlo presente ai responsabili della sua
sezione o farsi iscrivere nell’apposita lista
della sua sezione.
Ulteriori informazioni sulle votazioni
(statuto e regolamento) si trovano sul sito
e su http://www.wk-cb.bz.it/smartedit/
documents/downloadcenter/dvvd12hp.
pdf come anche nel programma WKOffice.
al
Wegen der neuen Satzung vom 8. April
2011 haben sich diesbezüglich Änderungen am Wahlsystem ergeben.
Bisher wählte die Mitgliedervollversammlung die Vereinsgremien alle vier
Jahre. Aufgrund des neuen Systems erfolgt die Wahl durch Delegierte, welche
vorab in Teilvollversammlungen in den
einzelnen Sektionen bestimmt werden.
Delegierte können laut Artikel 4 der
Satzung Vereinsmitglieder aller Kategorien sein, ausgenommen Lohn- und Gehaltsempfänger des Weißen Kreuzes. Sie
haben also kein passives Wahlrecht bei
der Vollversammlung. Nach ihrer Wahl in
den Teilvollversammlungen sind die Delegierten für die Wahl der Vereinsgremien
am 8. Juni zuständig sowie für weitere
Aufgaben laut Artikel 6 bis der Satzung
(z.B. Abänderung des Statuts).
Das neue Wahlsystem ermöglicht es
den Mitgliedern vor Ort in den Sektionen
zu wählen. Weiters ist durch die Zuteilung der Delegierten die Repräsentativität
aller Sektionen gewährleistet.
Derzeit organisieren die Sektionen
ihre Teilvollversammlungen. Die Jahresmitglieder wurden durch die Veröffentlichung dieser Termine in den Medien
informiert.
Wer als Delegierter kandidieren will,
muss das der Sektionsleitung mitteilen
oder muss in eine vorgesehene Liste im
jeweiligen Sektionssitz eingetragen werden.
Weitere Informationen zu den bevorstehenden Wahlen findet ihr auf unserer
Homepage (Satzung und Durchführungsbestimmungen) und unter http://
www.wk-cb.bz.it/smartedit/documents/
downloadcenter/dvvd12hp.pdf sowie im
internen Verwaltungsprogramm (WKOffice).
17
> direkt
Filo diretto
Weißes Kreuz
ist nun auch Mitglied
der anpas
der nationale Beirat der anpaS hat die
aufnahme des Weißen Kreuzes als teil der
nationalen vereinigung der Wohlfahrtsverbände anpas (associazione nazionale
pubbliche assistenze) offiziell bestätigt.
Italienweit gehören der Anpas 881 Mitgliedsverbände an. Somit ist dieses italienische Netzwerk von Hilfsorganisationen
nun in allen Regionen Italiens präsent.
die aufnahme in die anpas
wurde von WK-präsident Georg
rammlmair stark unterstützt:
„Nach Jahren des Informationsaustausches und vieler konstruktiver persönlicher Kontakte der Führungsspitzen,
besonders mit Präsident Fausto Casini
und seinem Vize Fabrizio Pregliasco,
formalisieren wir nun diese ertragreiche Zusammenarbeit mit unserem Ansuchen um offizielle Aufnahme in jenes
Netz von Wohlfahrtsorganisationen,
das, in Bezug auf Erfahrung, Knowhow und Leistung, landesweit sicherlich
das stärkste Netz anbietet. Dies soll ein
zukunftsweisender Schritt werden, der
auch auf europäischer Ebene unsere Teilhabe am internationalen Netz Samaritan International verstärken und konsolidieren soll. Zumal sei es Pregliasco
als auch unser Direktor Ivo Bonamico in
diesem Netzwerk aktiv sind, beide auch
als Vizepräsidenten des SAM. I.“
der nationale präsident der anpas,
Fausto casini, sagte in seiner den
„anschluss“ des Weißen Kreuzes
begleitenden rede:
„Mit jeder Neuaufnahme in die Anpas
wird unser Horizont erweitert und wir
erforschen damit Neuland. Mit der Auf-
18
nahme des Weißen Kreuzes wächst die
Anpas, da sie sich mit einer neuen Freiwilligenkultur und -tradition auseinandersetzen muss. Daher sollten sich alle
Freiwilligen und Ehrenamtlichen der
Anpas Teil einer immer reicheren und
vielfältigeren Gemeinschaft erkennen.“
nach Fabrizio pregliasco, vizepräsident von anpas und SaM. I.,
„ist die Aufnahme des Weißen Kreuzes
das Ergebnis eines langen Annäherungsprozesses und Kennenlernens. So
weit ich Einsicht in die Welt der Freiwilligen des Weißen Kreuzes hatte, wird
unsere Bewegung durch gegenseitige
„Kontaminierung“ und den Austausch
„guter Praxis“ bereichert werden und
hauptsächlich wegen der nötigen Aufmerksamkeit gegenüber den eigenen
Gemeinschaften. Hiermit verwirklicht
sich auch ein Grundelement der Anpas:
geeint trotz Unterschiedlichkeit und
eigener Geschichte, aber mit demselben
Ziel sich aktiv einzusetzen.“
anpaS,
anpaS 1904 in Spoleto gegründet, ist eine der größten nationalen
Freiwilligenorganisationen in Italien:
Aktuell besteht sie aus 881 «Pubbliche Assistenze» (Mitgliedsverbände)
mit 268 Sektionen, die in 19 Regionen präsent sind und in der Rettung,
im Sozio-Sanitären, im Zivilschutz
und in der internationalen humanitären Hilfe aktiv sind. Anpas verfügt
über 2700 Ambulanzen und 500 Zivilschutz-Fahrzeuge, aber hauptsächlich kann sie sich auf 100.000
aktive Freiwillige stützen und auf
700.000 unterstützende Mitglieder. Es ist eine staatlich anerkannte
Organisation erster Klasse mit 800
Sitzen und 976 im Freiwilligen Zivildienst aktiven Jugendlichen. Anpas
hat wichtige Entwicklungshilfeprojekte durchgeführt und ist akkreditiert, internationale Adoptionen in
Bulgarien, Costa Rica, Venezuela,
Armenien, Nepal, Sri Lanka, Gambia, Senegal, der Dominikanischen
Republik, Kenia, den Mauritius-Inseln, Taiwan, Mali und Guatemala
durchzuführen.
LIVE 1/2012
> direkt
Filo diretto
Pregliasco, formalizziamo ora questa
proficua collaborazione, con la nostra
richiesta di affiliazione ufficiale a quella
che per esperienza, know-how e capacità
è senz’altro la più forte realtà nazionale nell’ambito della pubblica assistenza. Passo questo auspicabile, anche
a consolidamento di una rete che vede le
nostre associazioni entrambe presenti a
livello internazionale in SAMI (Samaritan International), organismo in cui
lo stesso Pregliasco, unitamente al nostro
direttore Ivo Bonamico, riveste anche la
carica di vicepresidente”.
Il presidente nazionale anpaS Fausto casini, nel discorso dell’ufficializzazione dell’ingresso della croce
Bianca, ha detto:
la cB è una
pubblica assistenza
anpas
Il consiglio nazionale anpas ha ufficializzato l’ingresso della croce Bianca
di Bolzano nell’associazione nazionale
pubbliche assistenze: sono 881 le pubbliche assistenze aderenti all’anpas che,
anche grazie all’adesione dell’associazione di Bolzano, oggi è presente in
tutte le regioni d’Italia.
la scelta dell’adesione all’anpas
è stata fortemente voluta dal
presidente della croce Bianca,
Georg rammlmair:
“Dopo anni di reciproci scambi d’informazione e costruttivi rapporti personali
intercorsi con i vertici di ANPAS, in
particolar modo con il Presidente Fausto Casini ed il vicepresidente Fabrizio
LIVE 1/2012
“Quando una Pubblica Assistenze entra
a far parte di ANPAS è sempre un evento
che allarga i nostri orizzonti e che ci fa
conoscere nuovi territori. Con l’ingresso
della Croce Bianca di Bolzano, l’Anpas
arricchisce la su con un’ulteriore importante cultura la sua tradizione di volontariato. Per questo, sia nello svolgere i
servizi che in quella di rappresentanza,
tutti i volontari Anpas devono sentirsi
parte di una comunità di volontari sempre più ricca e multiforme”.
Secondo Fabrizio pregliasco, vicepresidente anpas e vicepresidente
Sami
“l’ingresso in Anpas della Croce Bianca
è il risultato di un lungo lavoro di avvicinamento e di conoscenza reciproca.
Per quanto ho avuto modo di conoscere,
vedere l’esperienza dei volontari della
Croce Bianca arricchirà il nostro movimento con una contaminazione reciproca
di scambio di buone prassi di esperienze,
ma soprattutto di attenzione alle proprie
comunità. Con l’ingresso dell’associazione di Bolzano si realizza uno degli
elementi fondanti di Anpas: uniti nelle
differenze e nella propria storia ma con
un fine comune: essere cittadini attivi ”.
anpaS, fondata nel 1904 a Spoleto,
è una delle più grandi associazioni
nazionali di volontariato in Italia: attualmente vi aderiscono 881 Pubbliche Assistenze con 268 sezioni,
presenti in 19 regioni italiane che
operano nell’emergenza sanitaria, nelle attività socio-sanitarie, di
protezione civile e di solidarietà internazionale. Si avvale di 2700 ambulanze e 500 mezzi di protezione
civile, ma soprattutto della partecipazione di 100.000 volontari attivi e
di 700.000 soci sostenitori.
È ente accreditato di prima
classe con oltre 800 sedi e 976 giovani in servizio civile nazionale. Ha
sviluppato grandi progetti di solidarietà internazionale ed è autorizzata per le Adozioni Internazionali
in Bulgaria, Costa Rica, Venezuela,
Armenia, Nepal, Sri Lanka, Gambia,
Senegal, Repubblica Domenicana,
Kenia, Isole Mauritius, Taiwan, Mali
e Guatemala.
19
> direkt
Filo diretto
WK-Weihnacht
auf der Burg
aufgewärmt von prosecchini und gschmackigen Häppchen vereinigten sich Mitte
dezember rund 75 WKler im Festsaal der
Haselburg zu ihrer traditionellen Weihnachtsfeier.
Den Auftakt gab es in der pfiffigen
Lounge im Turm, wo sich langsam die
gesamte WK-Crew einfand. Richtig feierlich wurde es aber erst im großen Saal,
bei Glitzerdekor und lauschiger Pianomusik, improvisiert von der eigens engagierten Russin Valeria. Aber nachdem
sich die schönen Klänge im Saal etwas
verloren, beschlossen einige rüstige Männer kurzerhand, das nicht gerade leichte
Piano nach vorn zu schleppen. Mit vereinten Kräften ist einiges möglich, das zuerst undurchführbar erscheint. Nach dem
Hauptgang ergriff Präsident Rammlmair
das Wort: Er ließ das fast vergangene Jahr
Bei der Ehrung Georg Rammlmairs wurde
LR Theiner von unserer charmanten
Vizepräsidentin unterstützt.
20
Revue passieren, zählte die abgeschlossenen und noch laufenden Projekte des WK
auf und kam – mit einem zwinkernden
Auge in Richtung LR Richard Theiner,
der freudig der Einladung auf die Burg
gefolgt war – auf das „noch Offene“ zu
sprechen: eben die Mitarbeiter-Ausbildung. Dass dies noch offen sei, wirke in
einigen Sektionen destabilisierend. Der
Präsident schloss mit einem Dank an alle
WKler und übergab
Landesrat RichardTheiner das Wort,
der gleich schon darauf hinwies, dass der
„governo tecnico“ 2012 wahrscheinlich
alle zum Sparen zwinge und die Landesregierung sich nicht verschulden werde.
Sein Haushalt, der umfangreichste, werde
aber sicher nicht gekürzt. Der Austausch
mit dem Partner WK funktioniere gut,
und im „turbulenten Gewässer“ seien
vertrauensvolle Partnerschaften äußerst
wichtig. Das wüssten beide zu schätzen.
Er wisse, dass manche Sektionen große
Probleme mit den ihnen fehlenden Freiwilligen haben, aber gerade dann ist die
Solidarität unter den Sektionen gefragt.
Er sehe zuversichtlich nach vorn und
wolle die große Ursprungsidee des WK,
die Freiwilligkeit, nicht aufgeben.
Im Anschluss überreichte er unserem Präsidenten Georg Rammlmair die
15-jährige Verdiensturkunde und meinte,
einen 100-prozentigen Visionär als Präsidenten zu haben sei ein großes Glück für
jeden Verein, zudem einen, der imstande
sei, problemlos vier Termine gleichzeitig
wahrzunehmen.
Und für alle, die danach noch Lust auf
einen Ratscher hatten, ging es oben in der
Bar weiter …
pp
> direkt
Filo diretto
Freiwilliger
zivildienst:
ein erfolgsmodell
vor dem aus?
am 9. Jänner nahmen 42 freiwillige zivildienerInnen im rahmen des projekts
„Geben und erhalten“ ihren dienst in
27 Sektionen des Weißen Kreuzes auf.
Unsere Zivildiener haben nun die A-Ausbildung schon abgeschlossen und werden
demnächst mit dem B-Kurs starten. Das
Weiße Kreuz wird die ZivildienerInnen
ein Jahr lang begleiten und sich bemühen, diesen jungen Frauen und Männern
Einblicke, neue Erfahrungen und eine
umfangreiche Ausbildung für ihr weiteres
Leben mitzugeben. Das Zivildienstjahr
kann für einige eine Entscheidungshilfe
für die weitere berufliche Laufbahn sein
und manche von ihnen werden sich auf
Grund der Erfahrungen dazu entscheiden, weiterhin im sozialen Bereich tätig
zu sein.
Auf diesem Weg heißen wir alle Zivildienerinnen und Zivildiener beim Landesrettungsverein Weißes Kreuz herzlich
willkommen und wünschen allen ein interessantes und lehrreiches Jahr.
Durch den Einsatz der vielen ZivildienerInnen ist es möglich, den Patienten
eine qualitativ bessere Betreuung und Begleitung im Krankentransport zu sichern,
weswegen wir hoffen, dass das Jahr 2012
nicht das letzte für unsere Zivildiener sein
wird. Die Nachrichten, die wir aus Rom
erhalten haben, sind aber nicht gerade die
besten. Die Gelder für den Zivildienst
wurden gekürzt und ein Projekt für das
Jahr 2013 ist noch nicht vorgesehen. Wir
haben bereits beim Amt für Kabinettsangelegenheiten und beim Landeshauptmann interveniert und um eine dringende
Unterstützung gebeten, um den Freiwilligen Zivildienst absichern zu können. Der
Ausfall der Zivildiener würde nämlich
einschneidende Konsequenzen haben.
Wir können jetzt nur auf gute Nachrichten hoffen.
LIVE 1/2012
Servizio civile volontario: deve chiudere
i battenti un modello di successo?
nell’ambito del progetto “dare e ricevere”, il 9 Gennaio 42 giovani hanno iniziato il loro anno di volontariato presso 27
sezioni della croce Bianca.
I nostri ragazzi del Servizio civile hanno
terminato il corso A e prossimamente inizieranno a frequentare il corso B. La Croce
Bianca accompagnerà questi ragazzi per
un anno e si impegnerà a dar loro un
ampia visione, un’accurata formazione a
farli fare nuove esperienze che potranno
essere d’aiuto nella loro vita futura. Sulla
base dell’esperienza fatta, molti di loro
prendono la decisione di continuare a
lavorare nell’ambito sociale.
La Croce Bianca dà il benvenuto a
tutti i nuovi volontari del Servizio civile e
augura a tutti un anno interessante e pieno
di nuove esperienze.
Grazie all´attività dei volontari del Servizio civile, è possibile offrire ai pazienti
trasportati una qualità superiore di assistenza e sostegno e per questo speriamo
che il 2012 non sia l’ultimo anno per i
nostri volontari del servizio civile. Le notizie che ci sono pervenute da Roma non
sono delle migliori. I fondi per il Servizio
civile sono stati ridotti e per il 2013 non è
ancora previsto un nuovo progetto. Siamo
già intervenuti nell’Ufficio del gabinetto e
dal Presidente della Giunta richiedendo
un sostegno urgente per poter garantire
il Servizio civile, perché la perdita di questi volontari potrebbe avere conseguenze
incisive.
Adesso possiamo solo sperare in buone
notizie.
ep
21
> Intern
Dall’interno
vom ll Personal++ news vom ll Personal++news vom LL Personal++news vom
neu
Im Büro Fakturierung und Mitglieder:
Alles Gute, Margareth Prader, wünschen
wir dir alle von Herzen und hoffen, dass
du bald wieder zurück sein wirst.
Barbara Pichler wünschen wir alles Gute
für ihre berufliche Weiterentwicklung.
ausbildungsmagazin:
Auch unserem Mitarbeiter Walter Stieger viel Glück auf seinen neuen Wegen.
Seine Arbeit übernahm, nach ihrer Babypause, wieder Leila Fliri, und auch
Dominik Pellegrin arbeitet jetzt in dem
Magazin.
erste Weihnacht im 6. Stock
Weihnachtlicher als im Bozner Mensasaal war es heuer schon im 6. Stock.
Christoph hatte feierlich aufdecken
lassen, Musik erschallte in Quadrophonie, von der Terrasse das nächtliche
Lichtermeer: Das kann man nicht nur
bei Kursen, sondern auch mal bei einer
Feier genießen.
Bei dieser schönen Weihnachtsfeier überreichten der präsident und der direktor
für ihr:
• 15-Jähriges Werner Innerhofer
und Walter tinkhauser ihre
Verdiensturkunde und für ihr
• 25-Jähriges Brigitte puff und Georg
Kritzinger.
Faschingskrapfen
für alle
A heier hot sich die Landesleitung net
lumpen lossen und in ihre rund 20 Treie
an Kropfn und a Glasl Soft spendiert.
Gut gelaunt und voller Schwung präsentierten sich die Damen und Herren im
Hause mit ausgefallenen, tollen Krawatten und Hemden im „Sixty-Look“, die
dann mit viel Humor und Karnevalslaune
bestaunt wurden.
Wir sagen DANKE für diesen klasse „Faschingsbreak“ am Unsinnigen!
bp
22
LIVE 1/2012
om
> ausbildung
Formazione
Brandaktuelle
erste-Hilfe-Broschüre
Über die neue Kursbroschüre des WK
über erste-Hilfe-Maßnahmen kann sich
jeder über die lebenswichtigen Kenntnisse zu den häufigsten notfallsituationen informieren.
Der Landesrettungsverein vermittelt allen
daran Interessierten die nötige Handlungskompetenz und das Wissen, um in
Notsituationen das Richtige tun zu können. Hierfür gibt es ein reichhaltiges und
differenziertes Angebot an Erste-HilfeKursen: für Eltern, Gruppen, Arbeiter,
Fachpersonal etc. Denn richtiges Helfen
muss gelernt sein und regelmäßig wiederholt werden, um im Notfall sicher abrufbereit zu sein.
Zu diesem Zweck steht nicht nur
den Ausbildnern des WK, sondern vor
allem den vielen Kursbesuchern seit Januar eine völlig neu gestaltete Kursbroschüre unter dem Titel „Erste Hilfe, aber
richtig!“ zur Verfügung. Der Bild-TextMix ist optimal gestaltet, sodass sich kein
Leser langweilt, grafische Handlungsabläufe erleichtern den Nachvollzug der
Maßnahmen, die beim Auffinden einer
reglosen Person zu setzen sind. Auch auf
die richtige Reihenfolge wurde geachtet,
damit sich der Ersthelfer im Ernstfall an
diese wichtigen Schritte leichter erinnern
kann. Die Illustrationen in kräftigen Farben stammen aus der Feder eines jungen
Schweizer Grafikers.
Die bunte Broschüre soll die Kursteilnehmer dazu anregen, nicht nur während
des Kurses, sondern auch zu Hause diese
nützliche Informationsquelle zu nutzen
und die Inhalte aufzufrischen und zu wiederholen. Die italienische Übersetzung
befindet sich in Bearbeitung. Eine Broschüre über Notfälle im Säuglings- und
Kindesalter folgt.
Neben der Kursbroschüre wurde auch
das restliche didaktische Material mit den
neuen Illustrationen aufgewertet und erstrahlt in neuer Frische.
LIVE 1/2012
nuovo manuale
di pronto soccorso
la nuova brossura di pronto soccorso
della croce Bianca offre una rassegna
di tutte le nozioni necessarie per poter
svolgere bene le misure salvavita nelle
situazioni d’emergenza più frequenti.
L’Associazione trasmette a tutti gli interessati la competenza e le nozioni necessarie per poter svolgere le manovre giuste in
queste situazioni d’emergenza, nella forma
dei suoi vari corsi di Pronto soccorso: e
cioè quelli per genitori, gruppi, per lavoratori, personale qualificato etc. Le misure
salvavita devono essere assimilate bene e
poi ogni tanto essere ripassate, per essere
sicuri di poter svolgerle senza difficoltà nel
caso d’emergenza.
Il nuovo opuscolo con il titolo “Pronto
soccorso – ma bene!” aiuta non solo gli
istruttori della Croce
Bianca a raggiungere
ggiungeree
queste mete formative,
ma specialmente i tanti
partecipanti ai corsi, ad
imparare meglio e in
un più breve tempo.
L’assemblaggio
di
testo ed immagini è
ottimamente impostata dal punto di vista
istruttivo ed in modo
anche divertente, le
grafiche
facilitano
l’apprendimento delle
misure da svolgere,
per esempio quando
si vede una persona che si presenta senza
evidenti segni di vita. Le illustrazioni sono
di un giovane grafico svizzero.
Il coloratissimo libretto non solo stimola il corsista ad imparare bene durante
la lezione ma, rimanendogli, può anche
usarlo a casa per ripassare le sue nozioni.
Tra poco usciranno le versioni in italiano.
Seguirà anche un opuscolo sulle misure
salvavita per i lattanti ed i bambini.
pp/ll
23
> ausbildung
Formazione
projekt „Mini anne“
geht in die 3. runde
Im laufenden Schuljahr unterstützt das
Weiße Kreuz nun zum dritten Mal unter
dem Motto „Kannst du leben retten?“
die ausbildung von Mittelschülerinnen
und -schülern zu ersthelfern.
Das insgesamt fünfjährige Projekt wird
zur Hälfte vom Ressort für Gesundheit
und Soziales und dem Deutschen, Italienischen und Ladinischen Schulamt getragen, die andere Hälfte trägt der Landesrettungsverein.
Bisher beteiligten sich über 8.000 Südtiroler Mittelschülerinnen am sehr erfolgreichen Projekt. Nur heuer sind die ersten
und zweiten Klassen von 54 Mittelschulen dabei. Für die praktische Umsetzung
der Ausbildung an der Schule konnten
Lehrpersonen aus verschiedenen Fachbereichen gewonnen werden. Diese wurden
durch das Weiße Kreuz zu den Themen
Herz-Lungen-Wiederbelebung und Stabile Seitenlage ausgebildet und organisierten die Trainingseinheiten mit den
Schülern in ihren Schulen. Die Trainingsstunden finden teils während des regulären Stundenplans statt, teils werden sie als
Wahlpflichtfach angeboten. Zudem verknüpfen viele Lehrer diese Maßnahmen
mit Gesundheits- und Anatomiethemen,
um mit Nachdruck auf Prävention und
einen gesunden Lebensstil hinzuweisen.
Besonders hervorzuheben ist die
Tatsache, dass jeder Schüler nach dem
Training sein eigenes Übungsset behalten darf. Das Set enthält eine aufblasbare
Mini-Anne-Übungspuppe, eine DVD
und ein Merkblatt zum richtigen Verhalten bei Herzproblemen, zur Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie bei Störungen der Vitalfunktionen. Somit können
die Schüler ihr Wissen auch den Eltern,
Geschwistern und Verwandten, aber auch
Freunden und Bekannten weitergeben.
Der erzielte Multiplikatoreneffekt
wird mit Fragebögen, die die Schüler
nach einer gewissen Zeit ausfüllen, wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse
bezeugen, dass die Übungsmöglichkeit
im gesamten familiären Umfeld sehr geschätzt wurde. Es gab auch viele positive
mündliche Rückmeldungen der Eltern.
24
In einer Mittelschule: Zuerst aufpassen …
Da das Projekt finanziell zur Hälfte vom
Weißen Kreuz, über seine 5 Promille-Einnahmen, getragen wird, bedankt sich der
Verein ganz herzlich bei allen Südtiroler/
-innen, die die fünf Promille ihrer Steuer
dem Weißen Kreuz zugewiesen haben.
Dank gebührt auch den Lehrern und
Schülern, die aktiv mitwirken, den Kollegen vom Betreuungszug im Zivilschutz
für die Verteilung der Übungssets an die
Schulen und vor allem den Partnern, dem
Ressort für Gesundheit und den Schulämtern, die dieses Projekt mitfinanziert
haben.
Dieses Projekt wurde am 5. Februar
sogar im Corriere della Sera auf nationaler
Ebene vorgestellt.
alunni delle scuole medie. Solo quest’anno
partecipano le prime e seconde classi di
54 scuole medie. Per questa formazione
nelle scuole sono stati vinti gli insegnanti
di diverse materie. Per l’istruzione pratica
nelle scuole sono stati coinvolti insegnanti
di diverse discipline. Questi, opportunamente formati dalla Croce Bianca nella
rianimazione cardiopolmonare e nel Posizionamento laterale di sicurezza, hanno
poi organizzato le unità didattiche con gli
alunni nelle scuole. Alcune ore di esercitazione pratica sono integrate nel piano
di lavoro regolare, altre vengono offerte
nell’ambito delle ore facoltative. Alcuni
insegnanti collegano queste misure salvavita con le unità didattiche relative alla
salute e all’anatomia, sottolineando la
necessaria prevenzione e lo stile di vita
salutare.
progetto „Mini anne“
al terzo round
.. e poi la pratica …
durante il corrente anno scolastico,
per il terzo anno consecutivo, la croce
Bianca forma, indirettamente, alunni
delle scuole medie in qualità di primi
soccorritori.
Questo progetto con il motto „Sai salvare una vita?”, della durata complessiva
di cinque anni, viene finanziato a metà
dal Dipartimento alla famiglia, sanità e
politiche sociali e dalle tre Intendenze
scolastiche provinciali. L’altra metà viene
finanziata dall’Associazione provinciale di
soccorso Croce Bianca.
Finora a questo progetto di successo
hanno partecipato più di 8.000 alunne ed
LIVE 1/2012
> ausbildung
Formazione
Molto importante è la possibilità per ogni
alunno di portare a casa il set con il manichino Mini Anne, un DVD con spiegazioni per l’uso e un foglio informativo su
come reagire a problemi cardiaci e sulle
funzioni vitali. Perché non solo gli alunni
con genitori, sorelle, fratelli e parenti possano imparare le misure di salvavita, ma
anche amici e conoscenti riescano ad usufruirne, gli alunni possono portare a casa
il set Mini Anne, rendendo possibile la
trasmissione di quanto appreso.
L’effetto moltiplicatorio così ottenuto viene scientificamente analizzato
con l’ausilio di questionari che gli alunni
compilano in periodi definiti. I risultati
certificano che la possibilità di esercitarsi
è molto apprezzata in tutto l’ambito familiare. Ci sono stati anche molti riscontri
verbali positivi da parte dei genitori.
Dato che il progetto viene finanziato
a metà dalla Croce Bianca con gli introiti
risultanti dal 5x1000 sull’Irpef, l’associazione ringrazia tutti gli altoatesini che
hanno devoluto il loro contributo all’Associazione di soccorso. Un grazie anche
a tutti gli insegnati ed alunni, che hanno
partecipato attivamente, ai colleghi della
Colonna di sussistenza nella Protezione
civile per la consegna dei set per l’esercitazione nelle scuole e soprattutto ai partner
ed al Dipartimento per la famiglia così
come alle Intendenze scolastiche.
Questo progetto è stato presentato
anche il 5 Febbraio nel Corriere della Sera
sulle note “pagine del vivere bene”.
ll/pp
LIVE 1/2012
neue lehrsäle in der landesleitung
nach umfangreichen Bauarbeiten stehen dem Weißen Kreuz seit anfang Jänner
neue lehrsäle zur verfügung.
Aus der ehemaligen „Zivi-Wohnung“
im 6. Stock der Landesleitung, die zwischenzeitlich der Jugendgruppe zur Verfügung stand, wurde ein multifunktioneller Lehr- und Übungsraum. Bereits
in der Planungsphase wurde großer Wert
auf Funktionalität und Variabilität gelegt,
um jegliche Art von Mitarbeiterschulung
vom einfachen Erste-Hilfe-Kurs bis hin
zur High-End-Simulation anbieten zu
können. Dabei war es nötig, die bestehende Außenstruktur so zu belassen und
gleichzeitig den Innenraum den heutigen
Bedürfnissen anzupassen, um eine gute
Raumatmosphäre zu schaffen. Entstanden ist ein durch zahlreiche Fenster und
Verglasungen lichtdurchfluteter Raum,
welcher optisch durch die nussfarbene
Akustikdecke und den grauen Boden
warm und einladend wirkt.
Mit mobilen Trennelementen aus
Glas und Aluminium kann der Raum in
vier Bereiche unterteilt werden. Somit
können parallel auch mehrere Kurse stattfinden. Die drei Lehrsäle haben jeweils
eine integrierte Projektionsfläche und
eine autonome Steuerung für die Raumklimatisierung und Beschallung. Für die
Simulationstrainings wurden alle nötigen Kabellegungen vorgesehen, um die
Räume mit Kameras auszustatten und
somit „reale“ Einsatzbedingungen aufzuzeichnen und in der Gruppe zu besprechen.
Auch die seitlich gelegenen Terrassen
wurden neu gestaltet. Hier können die
Kursteilnehmer Übungsfallbeispiele im
Freien simulieren und in den Pausen die
gute Aussicht genießen.
Besonders bedanken möchte sich das
Weiße Kreuz bei der Südtiroler Bevölkerung, die diesen Umbau über ihre 5-Promille-Zuweisungen erst ermöglicht hat.
mc
25
> Übungen
Esercitazioni
zIvIlScHUtz BrIxen
notfallübung beim
neuen zivilschutzzentrum
Am 3. Juni 2011 fand beim neuen Zivilschutzzentrum in Brixen eine Notfallübung statt, bei der sich die Baufirma
Plattnerbau, die Feuerwehr Brixen und
Vahrn, das Weiße Kreuz, Betreuungszug, Rotes Kreuz, BRD, CNSAS und
die Wasserrettung beteiligten. Es wurden
verschiedene Szenarien durchgespielt, die
sich auf einer Baustelle abspielen könnten. Die Übung wurde mit einer kurzen Nachbesprechung und einem Teller
Nudel, zubereitet vom Betreuungszug,
abgeschlossen.
vd
26
LIVE 1/2012
> Übungen
Esercitazioni
WK aHrntal
Manv-Übung
in Sand in taufers
am 22. oktober 2011 wurde eine
Manv-Übung der Stufe 3 organisiert.
Das Unfallszenario lautete: Brand im
Fernheizwerk mit starker Rauchentwicklung im angrenzenden Musikpavillon, der
Tiefgarage und in der Kindertagesstätte.
Mit der Alarmierung über die Landesnotrufzentrale um 13 Uhr wurde die
Rettungskette aktiviert und die verschiedenen Rettungsorganisationen alarmiert.
Mit beteiligt waren das Weiße Kreuz, die
Feuerwehren der Umgebung, die Bergrettung, die Carabinieri, die Notfallseelsorge,
die RUD-Gruppe und die LNZ mit zwei
Disponenten. Innerhalb von ca. 2 Stunden wurden 20 Verletzte gerettet, triagiert, erstversorgt und abtransportiert und
weitere 20 unverletzt Beteiligte evakuiert
und von der Notfallseelsorge betreut.
Dieses Szenario machte wieder einmal
deutlich, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit aller Rettungsorganisationen in
einem solchen Ernstfall ist.
sf
WK BrUnecK
notfallplan bei der neuen Umlaufbahn „ried“
am Beginn der Skisaison 2011–12
wurde die neue Umlaufbahn in Betrieb
genommen.
Wie bei allen neuen Bahnen, musste
auch bei dieser, um eine vollständige
Kollaudierung zu erhalten, eine Gemeinschaftsübung aller Rettungs- und Polizeikräfte organisiert werden. Diese ging am
19.11.2011 über die Bühne. 233 Einsatzkräfte sämtlicher Rettungsorganisationen,
Feuerwehren und Bergrettung aus dem
gesamten Bezirk, Finanzpolizei, Carabinieri, Weißes Kreuz Bruneck und die
Verantwortlichen der Kronplatz-Bahnen,
waren bei dieser Übung vertreten. Es
wurde eine Blockade der Bahn simuliert,
wobei anschließend zirka 123 Personen
gerettet werden mussten. Nach sieben
langen Stunden Übung gab es eine Abschlussbesprechung und ein üppiges Mittagessen am Gipfel.
dv
WK Ahrntal
WK Ahrntal
Übung Ried
LIVE 1/2012
27
> Bereitschaftsdienste
Pronto intervento
WK BrUnecK
ereignisreicher
Sommer mit vielen
Bereitschaftsdiensten
Joe-cocker-Konzert
Am 16. Juli 2011 wurde auf dem Rathausplatz das lang erwartete Konzert von der
Woodstock-Legende Joe Cocker abgehalten. Wie immer war auch die Sektion
Bruneck in Zusammenarbeit mit anderen
Sektionen dabei, um einen professionellen und gut koordinierten Rettungsdienst
anzubieten.
Brunecker Stadtfest 2011
einige tage später, vom 22. bis zum
24. Juli, war die ganze Stadt mit Ständen und Festzelten übersät, um das allseits beliebte Stadtfest abzuhalten.
Für das WK Bruneck bedeutet dies, alle
zwei Jahre, einen Bereitschaftsdienst aufzubauen und zahlreiche Freiwillige zu
motivieren, alle drei Tage bis in die späten
Nachtstunden ihre Freizeit zur Verfügung
zu stellen. Dem Sektionsleiter, der Sektionsführung und nicht zuletzt unseren
aktiven Mitarbeitern ist es zu verdanken,
dass auch bei diesem Fest unseren Mitbürgern ein ausgezeichneter Rettungsdienst zur Verfügung stand.
Erfolg. Rund 50 Teilnehmer der unterschiedlichen Kategorien waren dabei,
wobei unser Bereitschaftsdienst glücklicherweise fast gar nicht gebraucht wurde,
jedoch gut ausgerüstet zur Verfügung
stand.
Biathlon antholz 2012
Seifenkistenrennen
einen tag vor „Ferragosto“ wurde das
5. „city castle race“ Seifenkistenrennen
am Brunecker Schlossberg abgehalten.
In den vergangenen Jahren war diese Veranstaltung jedes Mal ein großes Spektakel
mit mehreren tausend Zuschauern, und
auch heuer wieder bestätigte sich dieser
dienst auf dem Kronplatz zuständig, man
munkelt, sie haben sich schon lange für
diesen Bereitschaftsdienst eingetragen,
um sich dem Hausberg frühzeitig wieder
zu nähern.
Kronplatzrun
zum abschluss dieses ereignisreichen
Sommers ist am 17. September 2011
bei herrlichem Wetter der 2. Kronplatzrun von Bruneck über den Furkelpass
auf den 2275 Meter hohen Gipfel des
Kronplatzes ausgetragen worden.
Wie bereits seit mehreren Jahren, deckt
die Sektion Bruneck den Bereitschaftsdienst bei der Biathlon-Woche im Antholzer Tal. An sechs Tagen, mit Spitzenbesucherzahlen von über 18.000 Personen,
machten 15-20 WK-Sanitäter täglich
im Stadium und in unmittelbarer Nähe
Dienst. Bei vielen kleinen, aber auch größeren Einsätzen, die zu bewältigen waren,
konnte man auch auf die Unterstützung
von zwei Notärzten zählen. Auch dank
der Professionalität unsere Mitarbeiter
war die größte sportliche Veranstaltung
im Pustertal ein voller Erfolg.
dv
Mit 101 Teilnehmern war der Lauf sehr
gut besucht und, um auf evtl. medizinische Vorkommnisse vorbereitet zu sein,
fuhr eine Besatzung unserer Sektion mit
einem KTW hinterher, um gleich zur
Stelle zu sein. Bekanntlich sind zwei Rettungssanitäter für den Winterrettungs-
28
LIVE 1/2012
> Bereitschaftsdienste
Pronto intervento
BezIrK BUrGGraFenaMt – vInScHGaU
Mit dabei beim
rosenmontagsumzug
in Köln
drei unserer dienstleiter waren in den
Bereitschaftsdienst der rettungskräfte
beim diesjährigen rosenmontagsumzug eingebunden.
Das war für Klaus Obwegeser (Prad),
Norman Punter (Mals) und für Thomas
Holzknecht (Naturns) eine besondere
Herausforderung. Sie versahen mit weiteren 523 Helfern in 22 Sanitätshilfsstellen
und mobilen Einheiten der Kölner Hilfsorganisationen in enger Zusammenarbeit
mit der Berufsfeuerwehr und der Polizei
ihren Dienst beim größten Karnevalsumzug in Deutschland mit mehr als 12.000
Teilnehmern und mehr als einer Million
Zuschauern.
Der Bereitschaftsdienst der Rettungskräfte ist bei dieser Veranstaltung eine
besondere organisatorische und logistische Herausforderung. Teile der Innenstadt rund um den Kölner Dom sind mit
Fahrzeugen nicht zu erreichen. Patienten
mussten zu einer der 22 Sanitätshilfsstellen durch die Menschenmenge getragen werden. Vom Gesamteinsatzleiter
für den Rettungsdienst, Klaus Albrecht
vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe, wurden die drei
Weiß-Kreuz-Mitarbeiter über Einsatzpläne, Abläufe und mögliche Szenarien
informiert. Die Vinschger konnten als
Gäste auch die große Lagebesprechung
des Führungsstabes mitverfolgen. Am
Nachmittag waren die drei DL bei der
Sanitätshilfsstelle des ASB (ArbeiterSamariter-Bund) direkt am Kölner Dom
im Einsatz. Patienten mussten aus der
Menge geborgen, im Sanitätszelt stabilisiert und in Absprache mit dem Notarzt
vom Rettungswagen ins Krankenhaus ge-
fahren werden. Jörg Spetsmann, der verantwortliche Leiter des ASB, gab Tipps
und Infos zu Materialvorhaltung und
führte die Weiß-Kreuz-Mitarbeiter zu
den einzelnen Standorten der Innenstadt.
Die Kontakte zum ASB in Köln wurden
vom Bezirksleiter Egon Eberhöfer über
die Organisation SAMI (Samaritan International) geschlossen und vertieft.
np
WK alta BadIa
Bereitschaftsdienst
zu religiösem anlass
Am 13. Oktober hatten vier Freiwillige
die Gelegenheit, einen ganz besonderen
Bereitschaftsdienst zu leisten. Unter hunderten von Gläubigen konnten Manuela,
Patrik, Lois und Stefanie den neuen Bischof Ivo Muser begrüßen. Dieser machte
auf seinem Gebetsweg während der ersten
Woche seines Bischofsamtes am Wallfahrtsort des Hl. Freinademetz in Oies
Halt, wo er in ladinischer Sprache die
Größe der Taten des Heiligen in China
betonte.
pa
LIVE 1/2012
29
> Bereitschaftsdienste
Pronto intervento
WK deUtScHnoFen
ein dankesschreiben
erreichte uns …
zur gleichen rettungsaktion erreichten uns weitere Worte des dankes
und der anerkennung für unsere
rettungssanis auf Skiern: das Weiße
Kreuz dankt der Fachärztin für anästhesie, Frau dr. Balser für ihren einsatz und diesen Brief!
„ An das Weiße Kreuz Bozen – Bereich Pistenrettung
An die Carabinieri-Station Deutschnofen
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 02.01.2012 um circa 12:15 Uhr kam ich mit dem Sessellift an der Obereggen-Bergstation an. Dort sah ich eine bereits laufende Reanimation bei einem bewusstlosen Mann.
Der Rettungssanitäter des Weißen Kreuzes Christian Egger sowie die beiden CarabinieriBeamten Christian Ninz und Mauro Widmann hatten bereits die adäquaten Erste-HilfeMaßnahmen mit Anlegen der AED-Elektroden und mit der Herzdruckmassage begonnen.
Gemeinsam mit Herrn Christian Ninz übernahm ich die Beatmung über AmbuBeutel mit Sauerstoff, Christian Egger und Mauro Widmann hingegen die Herzdruckmassage. Zwischendurch wurde vier Mal mit dem AED defibrilliert. Unter den Reanimationsmaßnahmen zeigte der Patient einen fühlbaren Puls, die Pupillen waren mittelweit.
Vor Eintreffen des Hubschraubers setzte die Spontanatmung ein und er hatte einen tastbaren Puls, so dass wir dann bis zum Eintreffen des Hubschraubers assistiert beatmeten.
Betonen möchte ich vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen dem Mitarbeiter
des Weißen Kreuzes und den beiden Kollegen der Carabinieri sowie die offensichtlich gute
Ausbildung aller Beteiligten.
Sylvia Balser, Fachärztin für Anästhesie am Krankenhaus Stolberg
30
LIVE 1/2012
Scarica

Teil 1 - Weißes Kreuz