MAI 2014 Ibidem Das Blatt der Romanistik-Doktorierenden Der akademische Nachwuchs berichtet zu aktuellen Veranstaltungen Fragen rund um die Gestaltung des Doktorats Vom 11. bis 12. April 2014 verbrachte eine Gruppe von Doktorierenden des Romanischen Seminars ein instruktives und intensives Arbeitswochenende im idyllischen Montézillon ob Neuchâtel. Blick vom Eco-Hotel L’Aubier auf den Neuenburgersee und die Alpen Von Andreia Caroline Karnopp Zunächst wurden dazu die verschiedenen Rollen und die entsprechenden Anforderungen der beteiligten Parteien geklärt. Es ist nämlich nicht nur wichtig, wie sich die Doktoranden/innen verhalten und welche persönlichen Erwartungen diese von einer Betreuung haben, sondern es soll auch darauf geachtet werden, welche Anforderungen seitens der Doktoreltern und der Universität als Organisation gestellt werden. Die aus- In einem ruhigen und frühlingshaften Ambiente konnte am Wochenende vom 11. und 12. April 2014 die diesjährige Retraite der Doktorierenden erfolgreich durchgeführt werden. Dieses Mal verschlug es die Doktoranden/innen, dank der gelungenen Organisation von Emanuela Spitaleri und Jhemiel Amiel, ins Hotel L’Aubier nach Montmollin-Montézillon. Eingebettet in die Natur, ist der Hof sehr ruhig gelegen und bietet mit den hellen Zimmern, der guten Luft und der wunderschönen Aussicht die ideale Atmosphäre für einen kreativen Workshop. Die viel versprechende Kursleitung übernahm Dagmar Engfer, die unter anderem auf Coachings, Supervision und Organisationsberatung BSO spezialisiert ist (http://www.engfercoaching.ch/). Mit viel Elan, zwischenmenschlichem Feingefühl und Animation zur praktischen Umsetzung des Gelernten wurde den Doktorierenden neues Wissen zu den folgenden drei Themengebieten vermittelt: Rollenverständnis und Betreuung; Verhandlung; Moderation und Doktorprüfung. Fallbeispiel im Seminarraum gehandelten Rahmenbedingungen werden dann in einer Betreuungsvereinbarung festgelegt. Um Ungewissheiten und Vermutungen, die zu Missverständnissen führen könnten, richtigzustellen, soll ein regelmässiger Austauschprozess zwischen den Parteien stattfinden. Die Doktorierenden können sich dazu auf der Homepage der UZH über die universitären Vorgaben und Reglemente erkundigen (Leitbild, Ziele, PVO etc.), und sich mit den Betreuern/innen regelmässig treffen. Rollenverständnis und Betreuung Ziele des ersten Teils waren, sich der eigenen Rolle als Doktorand/in bewusst zu werden und die Erwartungen im Hinblick auf die Betreuung der Dissertation zu klären. Dieser Teil war vor allem für die Doktorierenden die noch in den Startlöchern ihrer Arbeit stehen sehr hilfreich, da damit diverse Grundfragen zum Doktoratsprojekt geklärt werden konnten. 1 Ibidem MAI 2014 MAI 2010 In den Fallbeispielen wurden, anhand der Methode der kollegialen Beratung, Unsicherheiten zu den folgenden Themen diskutiert: Verhältnis Professor/in− Doktorand/in, Zweitbetreuung und Abklärung des Forschungsstandes. Die Inputs und Ideen der Kollegen/innen waren sehr inspirierend und haben einige von uns in ihrer Arbeit einen Schritt weitergebracht. Verhandeln heisst Erfahrungen austauschen und diskutieren, wobei drei Möglichkeiten unterschieden werden: der harte Verhandlungsstil beruht auf dem Durchsetzungswillen eines einzelnen Verhandlungspartners, der seine Interessen um jeden Preis durchbringen möchte; beim weichen Verhandlungsstil sollen Konflikte vermieden werden, weshalb der eine Gesprächspartner sich ganz und gar den Wünschen des Anderen anpasst; der dritte und für alle Beteiligten beste Verhandlungsstil stützt auf dem Harvard-Konzept (Fisher et al., 2004), d.h. der Methode des sachbezogenen Verhandelns: „Hart in der Sache, weich gegenüber dem Menschen“. Notizen zu einem Dissertationsprojekt eine Selbstoffenbarung (was gibt der Sender über sich preis); 3) einen Beziehungshinweis (Beziehung von Sender zu Empfänger) und; 4) einen Appell (was möchte beim Gesprächspartner erreicht werden). Bei Schulz von Thuns Kommunikationsquadrat geht es aber nicht nur um den Sender sondern auch um den Empfänger. Dieser soll sich durch aktives Zuhören auf das Gesagte konzentrieren und damit Präsenz signalisieren (cf. Steiger & Lippmann, 2008). Im Gesprächsverhalten kann dies durch paraphrasieren oder zusammenfassen des ausgeführten Gedankens geäussert werden. Eine weitere Strategie ist es nachzufragen, denn „wer fragt, der führt“. Dazu unterscheiden Heeper und Schmidt (2004) zwei Fragetypenfamilien, die sowohl offen als auch geschlossen sein können: 1) Informationsfragen eignen sich dazu, alle wichtigen Inputs in Erfahrung zu bringen und die Ansichten des Verhandlungspartners herauszufinden; 2) Lenkungsfragen dienen der Steuerung eines Gesprächs in eine gewünschte Richtung, Einwände zu behandeln oder einen Gesprächsabschluss herbeizuführen. Dabei ist es wichtig, immer auf die Ausgewogenheit zu achten. Werden nämlich zu viele Fragen gestellt, kann sich der Verhandlungspartner rasch „ausgehorcht“ fühlen. Diese theoretischen Ansätze wurden wiederum an praktischen Fallbeispielen der Doktoranden/innen angewendet und geübt. Jeweils zwei Akteure spielten eine mögliche Verhandlungssituation mit der Betreuungsperson nach. Danach wurden die Impressionen Wie verhandeln? Dieser Verhandlungsstil zielt auf eine sachgerechte und menschengerechte Einigung in Konfliktsituationen mit einer Win-Win Lösung ab. Dabei müssen vier Bedingungen Dagmar Engfer eingehalten werden: 1) Mensch und Sache/Interessen sollen stets getrennt voneinander betrachtet werden; 2) Interessen der Beteiligten sind wichtig und nicht deren Positionen; 3) Lösungsmöglichkeiten entwickeln, ohne diese dabei zu bewerten; und 4) gemeinsame Suche nach objektiven/fairen Entscheidungskriterien. Erfolgreiches Verhandeln setzt somit eine sehr gute Vorbereitung voraus. Welches ist aber die beste Alternative, sollte in einer Verhandlung keine Übereinkunft erzielt werden? Die Harvard-Methode schlägt hierbei vor, das Verhandlungsergebnis mit der persönlich besten Alternative (BATNA) zu vergleichen, um sich so vor schlechten Übereinkünften zu schützen. Falls eine Einigung immer noch ausgeschlossen sein sollte, kann eine Verhandlung durchaus auch mal unterbrochen oder aufgeschoben werden. Die Kommunikation ist somit der Grundstein einer Verhandlung, und dennoch ist es nicht immer einfach die Kommunikationsinhalte richtig zu deuten. Dazu hat Schulz von Thun (1998) die Kommunikation in einem Vier-Seiten-Modell zusammengefasst. Es beinhaltet 1) einen Sachinhalt (worüber wird informiert); 2) Führung durch den Bio-Hof 2 Ibidem MAI 2014 MAI 2010 unter den Teilnehmenden und den Zuhörenden ausgetauscht. Mit dieser Information konnte dann die eigene Einschätzung der Situation mit den Wahrnehmungen der Beobachter verglichen und ein persönliches Stärke- oder Schwächeprofil mit Überlegungen zu weiteren Massnahmen entwickelt werden. Die praktischen Fallbeispiele waren auch in diesem Workshopteil für alle Teilnehmenden sehr aufschlussreich, da jeder von uns während der Verteidigung der eigenen Doktorarbeit in eine schwierige Lage geraten könnte. Durch Trainings besteht jedoch die Möglichkeit, die aufgeführten Tipps und Tricks zu üben und im besten Fall umzusetzen. Dies lässt die Doktorierenden dann sicherlich gut vorbereitet und dadurch vielleicht etwas ruhiger an die Abschlussprüfung gehen. Moderation und Doktorprüfung Der Bio-Hof Im dritten Teil der Retraite wurden die Grundlagen der Moderation sowie Moderationsstrategien vorgestellt. Dieser Schwerpunkt galt vor allem den Doktorierenden, die bereits kurz vor ihrem Abschluss stehen. Dennoch waren die Informationen auch für alle Anderen sehr interessant, da die theoretischen Inputs sehr breit angewendet werden können (z.B. bei Kolloquien, Vorstellungsgesprächen etc.). Was bedeutet aber Moderation im wissenschaftlichen Umfeld? Bei der Beantwortung dieser Frage sind diverse Dinge zu beachten: Man soll wertneutral sein; methodische Unterschiede beachten (Konferenzen, Teamsitzung, Lehre etc.); im besten Fall didaktische Kenntnisse haben; strukturiert und zielorientiert moderieren; die Rollenklärung beachten. Letzteres ist von grundlegender Bedeutung, denn eine Person kann im Laufe eines einzelnen Tages in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen: Chef, Eltern, Schüler etc. Auch die Moderation entspricht einer anlassbezogenen und temporären Rolle. Dabei sind unter anderem Flexibilität, Neutralität (bez. Thema), Aufmerksamkeit und Autorität von grosser Wichtigkeit. Wer die Moderation in einer Prüfungssituation übernimmt, hat sogleich die Zügel ein Stückweit in der Hand. Dafür ist aber eine sehr gute Vorbereitung das A und O. (Gegen)Argumente sollen überzeugen und Fragen herleitend begründet werden. Wichtig können dabei auch Kenntnisse der Forschungsansätze und Haltungen der Prüfungskommissionen sein. Reaktionsweisen auf Kritik und Antworten auf Fragen können erarbeitet und/ oder in Rollenspielen geübt werden. Kommt man während der Prüfungssituation dennoch in eine knifflige Lage, gibt es verschiedene gute Reaktionsmöglichkeiten, wie beispielsweise: Fragen wiederholen oder paraphrasieren; geschickt zu einem Gebiet überleiten, wo man sich sicher fühlt; nachfragen oder um Präzisierung bitten. Das Eco-Hotel L’Aubier liegt nicht nur in der Natur, sondern versorgt sich auch damit. Seit über dreissig Jahren wird der Hof biologisch-dynamisch bewirtschaftet, wovon wir uns bei einem abendlichen Rundgang selber überzeugen konnten. Der Anbau von mehreren Getreidesorten und die Haltung von diversen Bauernhoftieren macht es möglich, einen Grossteil an Lebensmitteln selber herzustellen. Dies zeugt natürlich von einer ausserordentlich hohen Qualität, von der wir uns bei jeder Mahlzeit aufs Neue überzeugen konnten. Die Wochenendretraite war herausfordernd und spannend, zugleich aber auch ruhig und wohltuend. Nie hätte ich mir erträumen lassen, in so kurzer Zeit so viele und wertvolle Informationen für mein Doktoratsprojekt mitzunehmen. Sicherlich hat auch die sehr positive zwischenmenschliche Beziehung der Teilnehmenden dazu beigetragen. Und genau aus diesem Grund haben wir Montézillon mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder verlassen. Andreia Caroline Karnopp ist Doktorandin am Romanischen Seminar der Universität Zürich und erforscht in ihrem Promotionsprojekt unter der Leitung von Prof. Johannes Kabatek Schweizer Sprachgemeinschaften in Brasilien. Fisher, R.; Ury, W.L., Patton, B. (2004). Das Harvard-Konzept. Frankfurt/New York: Campus. Heeper, A. & Schmidt, M. (2004). Verhandlungstechniken. Berlin: Cornelsen. Schulz von Thun, F. (1998). Miteinander reden. Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation, Band 1. Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Verlag. Steiger, T. & Lippmann, E. (Hrsg.) (2008). Handbuch Angewandte Psychologie für Führungskräfte. Berlin/Heidelberg: Springer. 3 Ibidem MAI 2014 MAI 2010 Realismo “espressionista” e “sociale” Il Romanisches Seminar, il 27 febbraio 2014, ha dato il benvenuto a Francesca Bernardini, docente dell’Università «La Sapienza» di Roma, la quale, nella sua conferenza, ha presentato il romanzo d’esordio di Carlo Bernari, Tre operai, opera anticipatoria delle tendenze letterarie successive e considerata, ancor oggi, sperimentale e innovativa. Di Emanuela Spitaleri Carlo Bernari e Operaio Enrico Bernard, dottorando del Romanisches Seminar, ha sostenuto, nel mese di febbraio, l’esame per il conseguimento del titolo di dottore di ricerca discutendo la tesi “Neorealismo e arti visive nel carteggio inedito Bernari-Zavattini”. Nell’ambito del Doktoratsprogramms Romanistik: Methoden und Perspektiven, ha invitato e avuto il piacere di presentare a Zurigo Francesca Bernardini, docente dell’Università La Sapienza di Roma, e il suo «Realismo e oltre nell’opera di Carlo Bernari». In questa conferenza, Francesca Bernardini tratta l’attualità del suo romanzo d’esordio Tre operai e ne ripropone la “modernità” e l’attualità dei contenuti. Con quest’opera l’autore s’impose all’attenzione dei lettori, della critica e persino, inizialmente, della censura fascista. Il grande merito che Enrico Bernard riconosce a Francesca Bernardini, responsabile dell’“Archivio del Novecento” dell’Università di Roma “La Sapienza”, è quello di aver eviscerato anzitutto i materiali, che lei stessa ha curato, ha fatto mettere in ordine, ha catalogato e ha cominciato a far studiare, ma ha anche creato quella che è stata la prima azione per una revisione storica dell’autore Carlo Bernari. Quello di Carlo Bernari è un archivio di un’ampiezza, veramente straordinaria. Non sono molti gli archivi in queste condizioni, cosi completi e ben conservati; pieno d’inediti, non solo carteggi ma anche racconti e sceneggiature. Francesca Bernardini ha curato un’edizione di Tre operai, per Mondadori nel 2005, nella quale oltre a un’ampia introduzione sono presenti anche due appendici di documenti inediti al 90%, alcuni carteggi, alcune lettere con Zavattini, ma anche di molti altri corrispondenti e in più anche alcuni brani che Bernari aveva pubblicato autonomamente su giornali e riviste prima dell’edizione del ’34, ma mai più proposti. Chi è Carlo Bernari? Carlo Bernari, pseudonimo di Carlo Bernard, romanziere, poeta, saggista, drammaturgo, sceneggiatore e giornalista, è stato uno dei maggiori narratori meridionalisti e un precursore del Neorealismo. Nacque a Napoli il 13 Ottobre del 1909 da una famiglia di origine francese (il padre dirigeva un’azienda per la tintura dei tessuti). Adolescente difficile e inadatto alle regole scolastiche, condusse studi da autodidatta (a 13 anni, aveva subito un decreto di espulsione permanente con l’accusa di aver sobillato i compagni di classe). Fu osservatore attento della vita quotidiana, specie delle classi più umili, e del mondo del lavoro. Realtà operaia e sovrarealtà industriale Nei Tre operai, già il titolo, che pone al centro il proletariato, desta il sospetto che sia presente un impegno sociale troppo spinto, poco rispettoso dell’ortodossia 4 Ibidem MAI 2014 MAI 2010 autori come Proust, Joyce, Kafka, quest’ultimo fondamentale per Bernari. fascista. In effetti, è l’unica opera del periodo che punta l’attenzione sul mondo operaio meridionale, sulla città di Napoli “in particolare”, nella quale si stava sviluppando l’industrializzazione, anche se non con l’ampiezza con cui si era sviluppata nelle città del Nord. Inoltre, Tre operai ha al centro la condizione operaia del mezzogiorno, e con essa la precarietà del lavoro e le difficili lotte sindacali. La trama Asciutta e priva della retorica dannunziana dell’epoca, la storia dei “tre operai”, Teodoro, Marco, Anna, si svolge nel periodo del “biennio rosso” (1919-1920), e racconta delle loro esperienze d’amore e di lavoro, dei loro problemi esistenziali, della Realismo e Oltre: cosa significa loro maturazione ideologica, in un’Iquesto titolo? talia meridionale lontanissima dalla tradizione “turistica.” Un meridione, In Carlo Bernari sia la forma, oltre che l’ideologia, sono legate al Realismo. Il dunque, non “da cartolina”. Il primo realismo è la forma principe della promotivo di originalità del romanzo è sa nella letteratura occidentale, non costituito dal fatto che la loro storia è soltanto italiana, ed ha una sua lunga analizzata storicamente con particolastoria. Le forme del realismo arrivano re attenzione alle differenze nei cona Bernari attraverso la tradizione ottofronti del Nord, alle difficoltà dovute centesca e primonovecentesca, quindi all’arretratezza e alle lotte operaie. Francesca Bernardini al RoSe di Zurigo da Manzoni, dal Naturalismo francese Nella concreta e drammatica situazioe dal Verismo e poi da quella particolarissima accene in cui i tre protagonisti si trovano costretti a vivere zione che avrà il realismo in autori come Pirandello senza alcuna speranza per il futuro (“Chi nasce operaio e, soprattutto, Tozzi, autore, quest’ultimo, che intromuore operaio”), ed impotenti rispetto a ciò che gli sucduce la psicoanalisi nel romanzo senza conoscere cede attorno. Freud, studia la nevrosi, la psicosi, l’isteria, attraIl secondo motivo che rende originale questo roverso la propria esperienza, cioè verso l’autoanalisi. manzo è legato all’ideologia politica di Bernari: egli si Questi sono i precedenti di Bernari, il quale sceglie considerava “socialista”. Da questa scelta pragmatica il Realismo come forma base, che in seguito contaderivava l’interesse per la prospettiva storica e per il mina con tutta una serie di altre scelte linguistiche, mondo operaio. Al tempo stesso egli aveva viaggiato, formali e strutturali, che provengono in parte dalla era stato a Parigi, era stato influenzato dal surrealitradizione recente, ma in parte anche da smo, aveva cercato di fondare a Napoli esperienze che ha fatto in ambiti comun circolo letterario d’avanguardia. Tepletamente diversi dal Realismo, ovvero stimonianza di una precisa volontà di l’Avanguardia. sperimentazione sono: l’uso del verbo al presente, contro la classica narrazione al Come nasce la scelta Realistica? passato remoto, le rapide intrusioni del Lo stile del romanzo Tre Operai è stato narratore “nascosto”, l’improvviso emerconsiderato indefinito, sia da parte della gere del discorso indiretto libero. Anche critica sia dallo stesso Bernari: delineato la struttura narrativa è, quindi, sperimenEnrico Bernard presenta tale e si denota dalla terza persona che come un incunabolo del Neorealismo. Francesca Bernardini che La parola “neorealismo”, che viene presenta Carlo Bernari... molto spesso si soggettivizza, la narrazioapplicata, soprattutto, alle correnti culne oggettiva lascia il posto al monologo turali del secondo dopoguerra, in realtà nasce già interiore. Ciò può spiegare la sorpresa che suscitò nel ’31. Arnaldo Bocelli, infatti, critico straordinaquesto libro al suo apparire, nel 1934, l’opposizione riamente attento e lucido, ha compreso che, nel suddel regime, l’isolamento successivo di Bernari. detto periodo, in opposizione alla prosa d’arte, di Come nasce il romanzo Tre Operai? cui parla anche Bernari nei suoi vari interventi critici, stava nascendo un nuovo romanzo, che si ispiraIl romanzo, nonostante rappresentasse l’esordio di va alla grande tradizione dell’‘800 e del primo ‘900, uno scrittore appena ventiquattrenne, aveva alle spalma anche al grande romanzo moderno europeo di le una complessa storia, durata almeno cinque anni, 5 Ibidem MAI 2014 di ripensamenti e riscritture, che avevano accompagnato la formazione della personalità, della poetica e dell’ideologia, non solo letteraria, dell’autore. Il primo progetto nasce dall’esigenza di testimoniare le condizioni di lavoro e di vita degli operai, che lo stesso Bernari definisce i diseredati del Pascone, grazie ai quali ebbe l’idea di scrivere un saggio a carattere storico e sociologico. Si tratta di un saggio sulla condizione, sulla storia della classe operaia a Napoli, dall’unità di Italia fino, appunto, a quegli anni, ormai, d’inizio fascismo. Tra l’altro scrisse questo saggio con un intento polemico, perché Bernari annota nel ’24 che la condizione della classe operaia, dall’Unità di Italia in poi, è rimasta sostanzialmente inalterata, sotto un governo che amava definirsi “nazione proletaria” e “rivoluzione di popolo”, ma che manteneva gli operai nella stessa condizione di “diseredati”. Alcuni anni dopo, quando nel ’27 si trasferisce a Roma per “lavorare” nella tintoria di famiglia (scrive il suo romanzo, scrive racconti, legge, studia, frequenta le biblioteche e le librerie antiquarie, ma certamente non lavora nella tintoria) comincia a scrivere il saggio, che invece si è trasformato, come lui stesso dice in una “favola, una storia,” in un romanzo. Questa “favola” prende forma e nel ’32 il romanzo è scritto, solo che ha una struttura diversa, s’intitola Tempo passato ed è raccontato con lo stile di un romanzo del decadentismo borghese, in cui il protagonista è figlio di un piccolo imprenditore. Non avrebbe, dunque, detto nulla di nuovo in questo romanzo, salvo che ambientarlo in un contesto operaio, ma visto dal punto di vista del padrone. Nel ’32 entra in contatto con Cesare Zavattini, il quale aveva letto alcuni brani pubblicati in riviste e giornali, e gli invia il romanzo. Zavattini gli risponde entusiasta, ma lo invita ad apportare qualche modifica. Bernari si rimette all’opera e, invece, lo riscrive completamente, quindi dalla crisalide de Gli stracci e di Tempo passato (titoli delle prime due versioni) nasce questo romanzo rivoluzionario per l’epoca. Bernari ha cambiato completamente la prospettiva e il punto di vista: questa volta Teodoro non è figlio di un piccolo imprenditore ma è, invece, figlio di un operaio. Lui stesso condannato, quindi, come ripete ossessivamente il padre e come invece lui contesta, a essere a sua volta operaio. È un romanzo, in questo modo, che si qualifica certamente come un romanzo sulla classe operaia, con tutte le implicazioni poi di un romanzo realistico, sulla situazione storica e sociale del tempo, molto ben definita. Sono raccontati circa vent’anni di storia italiana, raccontata dal punto di vista di un giovane operaio che vuole uscire dalla sua classe sociale e che, dunque, secondo la prospettiva razionalista e un po’ illuminista di Carlo Bernari, pensa di potersi riscattare da questa condizione prescritta, da questo ruolo imposto dall’esterno, attraverso lo studio e le letture, ed è esattamente quello che fa Teodoro. Legge, però, scompostamente, legge disordinatamente quello che gli passa il suo amico Marco, giornali anarchici e socialisti, frequenta la casa del lavoro, dove trova anche lì libri, riviste e giornali, ma la sua preparazione culturale e ideologica rimane molto disordinata e confusa. Sarà proprio questo limite culturale a portarlo alla rovina; fallimento determinato proprio dalla sua mancanza di cultura, mancanza di chiarezza ideologica. Bernari segue il percorso del suo stesso personaggio come in un romanzo di formazione. Ecco che il romanzo, oltre a realistico, sociologico e, se si vuole storico, diventa pure romanzo di formazione. Nel progetto di Tre operai, che si fonda sulla scelta di una “nuova obbiettività” confluiscono le Carlo Bernari e l‘Unità esperienze giovanili dell’autore e il dibattito sul romanzo e sull’arte a partire dalla fine degli anni Venti. Nel ’29 il Manifesto di fondazione dell’UDA (Unione Distruttivisti Attivisti), scritto da Bernari in collaborazione con gli amici Peirce e Ricci, pur nella scarsa chiarezza teorica, costituisce già nel taglio critico e polemico un punto d’arrivo e fornisce le basi su cui si preciseranno la poetica e l’ideologia dello scrittore: è antidealistico, rifiuta l’ideologia futurista, guarda con interesse alla psicanalisi e al surrealismo. Proprio a Parigi si avvicina alla corrente surrealista ed entra in contatto in maniera diretta con il pensiero freudiano, con le tecniche di scrittura dei surrealisti, la scrittura automatica, ma soprattutto è rimasto fortemente colpito dall’onirismo, cioè da un altro mezzo espressivo che è quello del rapporto con 6 Ibidem MAI 2014 l’inconscio attraverso il sogno: in Tre Operai ricorre proprio questa dimensione onirica. L’ultimo sogno con cui si chiude il romanzo, è misterioso, provocatorio e allusivo, su cui la critica si è affannata a cercare un’interpretazione univoca, cosa che è impossibile fare. È un sogno che indica il rifiuto della classe operaia da parte di Teodoro: i tre famosi operai del finale che l’hanno aiutato, che indicano una possibile soluzione anche positiva nella solidarietà di classe, vengono poi rifiutati da Teodoro nel sogno, che addirittura pensa di inchiodarli, ma anche l’orizzonte gli si presenta vuoto, ed è un’immagine metafisica. Troviamo qui la lezione surrealista e freudiana dell’inconscio che parla attraverso i sogni. Il libro, com’era ovvio che fosse, fu fortemente contrastato dal Fascismo (lo stesso Mussolini definì il romanzo come “comunista”) e, nonostante l’aiuto dell’amico Cesare Zavattini, ebbe da parte della critica culturale asservita al regime indifferenza, se non vera e propria ostilità. Tre Operai è, dunque, un romanzo realista, scritto in terza persona con un narratore omnisciente, esterno al testo, però già dalla seconda pagina si vede all’improvviso che questa terza persona diventa la prima, senza soluzione di continuità, senza virgolette, senza nulla che segnali il passaggio, inserendo direttamente il pensiero o una frase del personaggio. Il punto di vista non è più quello autoritario, di un narratore onnisciente, in terza persona, è invece un punto di vista che cambia continuamente. È soprattutto il punto di vista dominante di Teodoro, ma non solo: c’è quello di Anna, quello di Marco, quello del padre nonché anche di personaggi minori. La focalizzazione cambia frequentemente. pericolosi e compromettenti. Infatti, né l’occupazione delle fabbriche, né i problemi degli operai, negli anni del Fascismo, costituivano argomenti fondamentali e frequenti della narrativa ufficiale. E’ vero che, Bernari nel suo romanzo non affronta la condizione operaia come condizione di classe, bensì i problemi umani di tre individui che fanno gli operai: ragione, per cui egli si mantiene ancora al limite letteratura sociale. Negli anni in cui Moravia scriveva “Gli indifferenti”, proprio quando le direttive ufficiali della cultura fascista esaltavano gli uomini dalla volontà granitica ed eroica, anche Bernari contribuisce efficacemente a creare quel clima problematico e diseroicizzato degli indifferenti, degli uomini logorati e vinti, ridotti ormai ad una situazione fallimentare della vita, che caratterizzerà il Neorealismo. Gli operai che Bernari presenta sono, in realtà, degli sconfitti, dei vinti, la cui aspirazione è quella di uscire dalla loro condizione per entrare nel mondo piccolo-borghese. Ma certamente l’opera rimane una testimonianza ben chiara, attraverso la storia di tre umili operai e dei loro casi pubblici e privati, della sconfitta operaia negli anni in cui il Fascismo si affermava, ed ancora un documento del disorientamento delle coscienze, in quanto il lavoro stesso è inteso o rappresentato come condizione primaria di straniamento dell’uomo da sé e dai suoi simili. Su queste premesse Bernari impianta il suo discorso di narratore, non sfuggendo tuttavia alle tentazioni dell’ormai morente Decadentismo: il che si manifesta nella struttura del romanzo, statico nel suo impianto situazionale. C’è, infatti, in esso, una condizione data, ferma e scontata, la fabbrica: questa esiste ed esistono una serie Copertine Tre operai, Oscar Mondadori di cose per cui questa istituzione vive la sua vita impersonale, inghiottendo uomini e avvenimenti per privarli di ogni elemento di distinzione umana e sociale. Le vicende si svolgono in provincia, «la provincia come una sconfitta», per citare Guccini, «meno che essere una minoranza dignitosa». I Tre operai attraversa il mezzogiorno senza registrare differenze tra Napoli, La concezione di Bernari Impegnato in senso sociale con idee non conformi a quelle del regime fascista, in cui è nato, com’è possibile dedurre dal fatto che alcuni giornali autorevoli dell’epoca rifiutarono recensioni favorevoli, supponendo che nel romanzo ci fossero elementi politicamente 7 Ibidem MAI 2014 MAI 2010 Taranto, Crotone, Reggio Calabria, senza incontrare o ricercare delle identità locali. È l’affresco “realista” dell’Italia operaia e piccolo borghese, un’Italia in lotta con se stessa e con l’ineluttabilità della propria condizione sociale: «Chi nasce operaio muore operaio» scrive Bernari in una nota autobiografica. I Tre operai di Bernari sarà mal digerito dalla critica, soprattutto di regime. Partendo dal verismo, Bernari approda o meglio anticipa l’esistenzialismo, l’operaio come uno straniero, alieno alla società borghese, cui anela ma che disprezza, proprio perché rifiutato, impossibilitato, com’è, a migliorare la sua situazione economica. È la condizione operaia, dunque, che interessa Bernari, non l’orizzonte astratto della condizione umana, come in molti artisti e scrittori europei suoi coetanei, gli interessano le aspettative esistenziali e le traiettorie di vita di soggetti sociali concreti. Teodoro, Anna e Marco rappresentano tre forme diverse di vivere una stessa moderna precarietà, nel lavoro e nella vita; non a caso, Bernari sceglie di affidarsi a una terna di protagonisti, in maniera da poter mostrare un’unica realtà, ossia lo sbandamento e annichilimento esistenziale del proletariato meridionale, da differenti prospettive. In fine il loro fallimento che non li porta a un cambiamento della loro situazione economica e sociale rende il romanzo di formazione operaia impossibile, mentre sarebbe stato lecito il romanzo di formazione borghese. SOM MER SCHULE: 2. WERKSTAT T LITER ATURFORSCHUNG Die Sommerschule findet vom 16. bis 18. Juni 2014 an der Universität Zürich statt und wird vom Deutschen Seminar, dem Romanischen Seminar, der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, dem Englischen Seminar und dem Slavischen Seminar veranstaltet. Wie verhält sich Literaturwissenschaft zu literarischer, ästhetischer, politischer Theorie? Welche Grundsatzfragen denken wir mit, wenn wir über das Objekt unserer Analyse nachdenken? Brauchen wir dafür ‘Theorie’ und, wenn ja, wie verhält sich diese zu Praxis und Methoden unseres Zugangs zu Texten und Artefakten? Können und wollen wir unsere Arbeit heute noch in der gleichen Weise theoretischen Modellen und Schulen zuordnen wie dies auf der Höhe der Debatten um Strukturalismus, Hermeneutik, Dekonstruktion oder Systemtheorie möglich schien? Die 2. Werkstatt Literaturforschung möchte im Anschluss an die 2012 durchgeführte Sommerschule zu Methoden der Literaturwissenschaft die Frage nach dem Verhältnis unserer Arbeit zur allgemeinen theoretischen Reflexion über Literatur ins Zentrum stellen. Befinden wir uns heute in einem Moment des Theoriepluralismus, der dazu führt, dass der Gegenstand selbst erneut in den Vordergrund rückt? Oder brauchen wir gerade in Zeiten inter- und transdisziplinärer Dialoge Theorie als Ebene, um uns über die Verfahren unserer Analysen Rechenschaft abzulegen und diese über den engeren Bereich des Gegenstandes selbst transparent zu machen? Welche Theorien helfen uns dabei, und wie? Die Sommerschule möchte die Gelegenheit bieten, diesen Fragen anhand konkreter Arbeitsproben aus aktuellen Dissertationsprojekten nachzugehen und dabei die Bedeutung von Theorie für unsere Verfahren von Lektüre und Kritik zu diskutieren. Nell’ambito del suo lavoro di dottorato in Linguistica Italiana, seguita dal prof. Dr. Stephan Schmid, Emanuela Spitaleri si sta occupando de «L’insegnamento dell’italiano ai figli degli immigrati italiani nella Svizzera tedesca. Aspetti linguistici e sociolinguistici». RAGNI E., Intervista a Carlo Bernari, «Quaderni d’Italianistica», XIII, 2, 1992. CAPOZZI R., Intervista a Carlo Bernari, «Italianistica», IV, 1, 1975. CAPOZZI R., Bernari tra fantasia e realtà, Società editrice Napoletana, Napoli, 1984. http://www.enricobernard.com IMPRESSUM Herausgegeben vom «Doktoratsprogramm Romanistik: Methoden und Perspektiven» der UZH. Autorinnen und Autoren sind die RomanistikDoktorierenden der Universität Zürich. Layout und Gestaltung: Paul Sutermeister Kontakt: [email protected] Online: www.rose.uzh.ch/doktorat/ibidem.html 8