Talen·e rkauf fiir Heimat- uod Naturschutz
Vente de l'Écu d'or Vendita del Tallero
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Ponts
et sentiers
,
Vente de l'Ecu d'or '93
Was sind historische Verkehrsweg~
Als historische Verkehmvege gelten Vert,indungen aus friiheren Zeitepochen,
die durch ihr traditionelles Aus.sehen im Geliinde oder durcb historiscbe
Dokumente (alte Piane und Karten, Schrift- und Bildquellen) nachweisbar
sind. Gros.sriiumige Transitrouten, etwa.die Handelswege iiber den Gotthard
und Simplon, gehoren ebenso dazu lrie lokale Verbindungen, beispielsweise
ein Wlldheuenveg, ein Kirchweg oder ein Schmugglerpfad.
Als eines dcr pr'cigendsten. von Menschen gcschaffenen
Landschaftselemente gehtiren historische Verkehrswege beute
zu ùen am meisten gePJh.rdeten Kulturdenkmtilem. Zu ihrem
Schutz werden sie durch dcn Bund gcsamtschweizerisch im
«lnvemar historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS)» erfasst unddokumemiert. Da bei werdenjedoch nurdie im Gelìinde
noch vorhandenen. sichtbarcn Wcgc aufgcnommcn. da auch nur
jene geschUtzt und erhaltcn werden konnen.
B.riicken und WegbcgJeiter (Elemente. die in engem
Zusammcnhang mit dcm Weg stchcn: Ga~thiluscr. Zollstiltten,
gewerbliche Betriebe. Oi ~tanz teine. Wegkapcllen. Wegkreuze,
Bildstéieke) werdcn ebcnfall ~ invcntarisiert.
Aufgabe: Schutz u.nd Pflegc Zicl: Wicdcmutzung der hlstorischcn Wcge
Dic Hauptaufgabc dcs IVS bc~tcht in dcr Er;tellung eines
Hinweisinvcntar.. -.chUuen~wcrter his1onscher Verkehrswege
und wegbeglcitcndcr Einrichtungen al. Entscheidungshilfe flir
die Raumplanung. Damit wll dcn Plancm die Moglichkeit
gegeben \\ crdcn. bei kùnftigcn Projekten. etwa beim Bau neuer
Strassen. bei Mcliorationcn oder For..tprojekten auf wenvolle,
alte Wege vem1ehn Rud.sicht 1u nehmcn.
Der zwcite wichtige Auftrag hcisst: Erarbeiien von
LèisungsvorschHigen fiir eine sinrwolle Wiedemutzung der historischcn Ycrkchrswcgc. Hicr bietet sich in erster Linie der
Einbezug dcr ahcn Ycrbindungen in ein Fus:.- und Wanderwegneiz cines Kantons oder einer Gemeinde an.
Lcmcn aus dcr Gcschlchtc
lm weitcrcn kommt der Offen1lichkeitsarbcit eine entschcidendc Rollc zu. Man hai in der Vergangenheit nfunlich
fes1gcs1clh, dass alte Wege niclu einfach aus BèiswiUigkeit
zersl011 wurden, sondem vielfach. weil man sich der kulturhistorischen Bcdcutung dcs
Weges nicht bewusst war.
Je mehr man Uber einen alten
~lral)in
Wcg wciss. desto mehr iden~\"''"'
tifi~ert man sich damit und
(~A'" 1 l'\,1imd <·.u
desto eher ist die Bevèilkerung auch bereit. mr dic
~)H nnrnb(r,g ,
Erhalrung eines solchen
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Landschaftselements
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innnli<tn\in.
einzustehen. lnfomiation
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schafft Verstilndnis: dazu
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kann auch der U111errich1
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in der Schule beitragen
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...
(Umwelterziehung.
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Landschaf1sschu1z)!
.
~
Que sont les voies de
communication historiques?
Les voies dc communication historiques sont des liaisons
routières de précédentes époques qui sont décelables par
leur presence sur le terr.ùn ct/ou par la documentation
historiquequilesconceme. O'imponantesvoiesdetran it,
comme par exemple celle du Simplon. en font panie aussi
bien que des chemfos locaux.
Actucllcmcnt, ces voies de communication
historiqucs font panicdcs bicnsculturels les plusmenacés.
C'est pour les proLégerque la Confédération procèdedans
tout le pays, dans le cadre de l'lnvcntaire dcs voies de
communication historiqucs de Suisse (IVS). à leur
recherche età leur idcntification par dcs documents.
Ponts et éléments du paysagc routicr (cn étroit
rapport avec Ics chemins, comme Ics bomes, Ics oratoires,
les aubergcs etc.) soni égulcment invcntoriés.
lnfonnations:In,·entarhlstorbchet'Verlwhri."M-egederSchweb:
(IVS), Flnkenhubeh•·ea U, 3012 Bem, Tel. OJl/648664ab25.
9. 93: ~ue Telcfonnurnrncr: 031/631 35 35
·Che cosa sono le vie
di comunicazione storiche?
Con questa denominazione, si intendono i coJJegamenti di
epoche passate, il cui tracciato sia tuttora visibile e/o
documentato storicamente. Sono questa definizione
ricadono quindi le grondi vie di transito,quaJi il Sempione,
come pure i collegamenti locali.
Le vie di comunicazionestoricbesonooggi uno dei
beni culturali più minacciati. Per assicurarne la conservazione, la Confederazione ne ha disposto iJ rilevamento e la documentazione nell' «Inventario delle vie di
comunicazione storiche della Svizzera OVS)».
Vengono aJtresì accolti nell'inventario i ponti e i
supponi del traffico (elementi che scanno in streua
connessione con la via: soste. locande, pietre miliari,
cappelle ecc.).
Per infonnazioni e domande: lm'enlario delle •ie dJ l'OlllunJcazlone storiclte della Svlxl.era (IVS), flnkenhubelweg JJ,
3012 Bem, Tel.031/648664ab 25. 9. 93: neuc Telefonnummcr.
031/631 35 35
Gouhll{d und w ·enlina - Karte aus dem 18. Jahrbundert (Abb. llnks). Zu den \\lchllgsten Ourdlgangsstrecken durch clie Biiodner Alpen gehortc die «Unte~ Stnasse" •·on Ch.ur il~r den den pliigen oder
Bemhanlinpass- beute clie N13. (Abb. l\Utte)Ausschnilt einer Dllfttellung, dlc dlcvcrschledenen Riimerst:rassen zelgt (Abb. rechts).
SI. Gothard c1 Lélfeotine -Cane du XVlfle siècle (ili. de gauchc). Pnm1i le' ph•'> 1rn1>0r1n111c' vo1c• dc ~agc des Alpes
grisoones. 11 > avail I'«Umere s~ ... de Coire au~ cole~ du Sphlgcn ou du S Bernardino · aUJOUrd'hui Ja N 13 (i li. du
milieu). Fragrnent d'WlC repn.'scntatioo des diver..cs mole• roma111C' (ili. dc droi1c).
Goliardo e U\•e111ino -Cortmodel X\'111 seco/0(11/ tJ 5111itrm1. La •U111rr1· StrttHe•. clw dli Cnira 1><>rtm·a al passo dello
Spl1111ae al S Btrnordmo. /' 011110/eN 13. era wwdtdle prmopoli 1·ied1 lrt1111i1t11111rmu.rn le Al1n11ri11im1n1 (ili. al cemro) .
Det1afi(/io di 1111 •i/111s1ro:iont con dii-erse stratle romane (ili a cleJtrll)
·--'
~
.'
Sticbwort
Zusammenarbcit
Als viertes wichtigcs
Zicl wird einc Zusammcnarbeit mii dcn verschiedcnsten S1ellen auf allen
Ebenen angestrebt. DaL.u
gehoren Amtsstellcn.
gleichgesinnte Organisationen, Forschende oder
Schulcn cbcnso wic lrNitutionen, mit denen m<Sglichc
Konf1ikte ausgefochten
werden mus.~en.
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•
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(IVS)
Flnkenhu~lweJI U
301.2 Bem
Tel. 031/64 86 64
ab25. 9. 93:
neue Telefonnummer:
03 1/63 1 35 35
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}'';;i,. " ..~.
:
lnfonna1ioncn odcr Frngen:
Inventar hlstorlscber
Verkehrs M·ege der Schn'elz
,
..
---~----~=--"-
Von den Weg~, die nach Rom fiihren,1nittelalterlichem Alnentransit,
Kreuzrittern, Pilgem, Handlern und B~tuern.
Archaologische Funde belegen unter anderem, das.s schon in friihen
Zeiten Handelsbeziehungen iiber weite Distanzen stattgefunden baben.
Fehlende Quellen machen es aber scliwierig, Verkehrswege zu lokalisieren, die mit Sicherheit in die vorriimische Zeit zuriickgehen, auch wenn
davon auszugehen ist, das.s die Romer das keltische Verkehrs.system fiir
ihre Zwecke iibemommen haben.
Viele Wegc fiihrtcn nach Rom, abcr nlcht alle!
In rllmischcr7,ei1 crlang1c das Ycrkchrswcsen eine(auch
sinucgisch) grosse Bcdcu1ung. El liche Baudenkmliler aus jener
Epoche be1.eugen dies nod1 hcu1e. e1wa die Verbindungen Uber
dcn Grosscn SI. Bcmhard odcr Uber die BUndncr Piisse Spltigen,
Jul icr und Scpl imcrsowiczahl rcichc Mci lcnslcinc. Hinw komml.
das~ dcr r(jrni~chc Sm1sscnbau cinen hohen 1echnischen Standard besass. ckr bi~ in dic Ncu1ci1 hinein vorbildba.fl geblieben
is1. Dicscs Ycrcliensl htll mii dt1zu gcfiihn. dass man im Yolksmund ofl allzu schncll cincn ahcn Pfad odcr cìne Briìcke dcn
Romern zugcschrìchen hai jedenfalb exìs1ieren heu1e e1liche
unechlc « Romcr~tr.issen» und «-brUgglì» au\ neuerer Zei1!
Zerfall des StrassemHisens lm J\littelalter
Im Mii1eJaher gcwaoncn. bcdìngl durch dcn Aufschwung
des Handcl\- und Fcmvcrkehr... Tr.u1'ilverbindungeo an Bedeulllng. Wahrcnd langcr Zcit bhcb dcr Gro'>...e S1. Bemhard wich1ìgs1er Pa.<;.<.Ubergang im Gcbictdcrhcu1ìgcn Schwciz; c.<>dauene
biszum 14.Jahrhunden.bi\derGouhard-nachdcrOffnungdcr
ScholJenen ab 1200 d1e f..ur1e\te Yert>mdung zwi<,ehen dcn
siiddeutschen Win<,ehaft'7Cnlrcn und Oberitalicn - <>cine Yorrangstellung erlang1c. Ocr Smi:,scobau f..oru11c im Minclalter
nichl mit dcr Sicdlung~cmwick lung Schrin haJ1en. Die meb1en
Wege befandcn ~ich in cincm crt>annlichcn ZtNand. wa.-. oft
gcnug in Quellen erwahn1 wird. Dic Anwohncr wurden von dcr
Obrigkei1 zwar 1um Un1erhalt der Stra>.~en verpnich1e1. in
Wi.rklichkcjr wurden jedoch. wenn Uberhaupt. nur dìe no1wendigsten Arbei1en ausgcfiihn.
Pilger, Hìindler, Baue m gchc n zu Fuss Ritter hocb zu Ro~
lm Minclaltcr muss1cn sich dic mciqcn l..cu1e zu Fuss
fonbewegen. wcil sie sich cin Rcinicr odcr cin Gcfàhn gar nich1
leistcn konn1en. Das Pferd galt als S1aru~symbol ftir dcn Adel.
das Rinenum ~owie fiirdie gei\llìchen Wiirdentr'Jger. die «hoch
zu Ross riuen>>. Als Zugticrc warcn Pfcrdc zu kostbar. Hier
gelanglen Maultiere. Maulcscl und Ochseo zum Einsatz. Das
Reisen im Wagen galt ah «unmànnlich» und war beim damaligen schlechten StrJ.\..enzu>.land rechi unkomfonahel. Allenfa!Js
liess man sich per Sanfte ir.1gen. sofcm man ve11110gend wélf.
icht ausser ach1 lassen darf man die Bedeutung der
\V asserwege. \Va:..-.er. erkehr !>Chiitzle in der Regel vor Uberfallen. erfordcne keine teuren Weg-Bcfestigungcn, erlaubte grosse
Ladungen und war rneì t crs1 noch zcitsparcndcr. So wurden
viele Giiter auf Schiffe oder Aosse umgeladen: der Personen1ranspon war auch hier von den fmanxiellen MogLichkci1 dcr
Reiscwilligen abhangig.
Die meisten Briìckcn cnts1anden crs1 zwischen dcm 11.
und 13. Jahmunden: vorher wurden Fliisse bei Funen liberquen
odcr man benutz1e eine Fatue.
Leistungsfàhiges Stras.wnnetz lm 18. Jahrhundert
Eine entscheidendc Yerbesscrung im S1rassenwesen 1ra1
.crst im 18. Jahrhunden cin. als vor allem die Srande Bem und
ZUrich mii dcr Anlage von Chaussecn im Kunsts1rassenbau
En1scheidendes leis1c1e11. lm 19. Jahrhunden wurden die ersten
KunstslraSscn im Alpcnraumcrbaut:von 1801 -1805dieSimplonsirasse auf Befchl Napolcons. von 1818-1823 die Handelssu-assen Uberden Spltigen und den San Bemardino. lndieser Epoche
erleble die Postkutschenromantik ihre BIU1e.
Neue Verkchrsmittcl - nc ue Anspriiche
J\,111 dcll\ Zeiialter dcs Au1omobils erkano1e man schliesslich auch die touri~tische Bedeurung von Suassen. was ecwa in
dcr Arùage dcr Tremola am Gouharcl oder beim dem Bau der
oeueo Su~1en-F~traS'>C dcu1lich wurde.
Die neuen Ycrkehr.miuel Melhcn auch ncue Ani.pruchc un da.-. Yeri..ehr..neu.
so da!.s vielerons S1n1s~n­
korrek1ionen vorgenommcn
,.,erden mu<\$ten. Der Bau von
Eisenbahnlinicn. 1ouri~mu'­
bedingte Ycrkchr;anlagcn
!>Owie in neueMer Zei1 dcr
Au1obahnbau bilde1cn dabei
dic einschneidcnd,1cn Eiappen eine~ Pro.tcsscs. welchcr
die 1r.1di1ionelle Kulturlnndschaft in zunchmcndcm
Masse eiJ1cm immcr stilrkcrcn
Druck au,setz1e.
r----•
Siod his torische
Wege und Wegbegleitcr
gcf:ihrdct? Ja.
Dic Gefahren ftir diese
E1cmcn1e der 1radi1ioncllcn
Kuhurlandschafl sind
mannigfallig. lm Zugc von
gros~flachigcn Mcliora1ioncn
und GU1ern1sammcnlcgungcn
f..omm1 es ofl zu einschncidcnden Yer'.inderungen dcs
bcstchcndcn Wegnev.es. Die
Wege werden begradigt oder
neu angeJeg1. die Wcgobcr·
flachc wird mii eincm
Asphalt- odcr Bctonhel:1g
versehcn.
Bei dcr cuanlagc von Stm,-,cn kounen alle Wege zcrschrùnen
-werdcn. Die Folge davon: dcr alte Weg verlien meis1 seiJte
Funk1ion. die neu en1 1andcnen. isolicnen Wegstiicke werdcn
nichl mchr bcnul7t. 1.erfallen. Uberwuchem oder werdcn gar
zugeschliuc1.
icht mehr begangene Hohlwcgc jn Waldgebieten werdcn vielfach al' g(ln<;lìgc Dcponici.tandone betracblet. Haben
ehemals wich1ige Yerkclmvemindungen nichl eiJte siruwoUere
Funf..1ion als diejcnige cincr Abfallgrubc verdient?
lm alpinen Raum bie1e1 ~ich cin altes Trassee. e1wajencs
cines Saumpfades. als ìde<1lc Mèìglichkeì1 wm Einlegen eines
Kabeb. oder einer Leitung an. Dabci wird vor allem die Wegobcrllachc. beispicl~wci~c cinc alle Pll1i51cru1"1g. in .Mitlcidenschaft gezogcn.
Alte Briickcn ent~prcchcn ofl nichl mchr dcn Anforderungcn dcs modemen Yerkchrs. Dic Folgc davon isl. dass sie oft
verselZI. abgebrochcn und durch ncue Briicken ersetzt werden.
Auch WegbegJcitcr sind von Slra\sc11korrck1ioncn bc1roffcn. Dic eincn wcrdcn .Gcn.1on. anderc wiedcrurn bleiben
isolien und orie111icnmg,lo' an ihrcm ursprUnglichen Standon.
wahrend der Weg eine neuc Linicnfilhrung crhlilt.
icht zu vcrgcs..en \llld die «nalilrlichen» Gefahren. von
deoe11 alte Wege bedroht scin konnen (Lawinen. Erdnusche).
Pourquoi les voies
historiques et les éléments
du paysage routier sont-ils
menacés?
e
Rectifications de tracés ou rcve1emenlS en dur
•
Destructioos lors de la nouvelles cons1ruction
•
Utilisation pour des décharges
•
Pose deconduites et c§bles dans le co11>s du chemin
(destruction de la couchc supérieure. du pavement)
•
Risques naturels (avalanchcs, gLissements).
Quali sono i pericoli che
minacciano le vie di
comunicazione storiche e i
supporti del traffico?
•
Livellamento e/o pavimentazione io duro.
•
Distruzione in seguito alla cos1ruzione di strade.
•
U1iliU3Uone quale discarica.
•
Interramento di condoni e cavi che ne alterano la
s1ruttura (superficie viaria ecc.).
Demolizione o so 1ituzione di vecchi ponti.
•
•
Distruzione o isolamento dci supporti dcl traffico.
•
Pericoli «na1urali» (valanghe. smottamenti ecc.)
Blldcr •'On hh1orischcn ll'll»Cn In der Sch"cir. Oic Got1hardpos11 (Rudolf Koller.
1885. Kunslhaus Ziirich); F,rcmdcm'crkchn>plakalc flir die Jungfrauregion (Henri
Tancomillc. 1900) und das Biindncrland ('c'\'allhcr Koch, 1909).
l111agcsdcrou1es his1orique~ 'uì~'c': ladiligcncc du St. Golh•\nl (Rud. K.ollcr. 1885. Mu\.éed'art
dc Zurìch: affichc 1ouri'1ìquc pour I~ région dc la Jun1tfrnu (Hcnn Taoc'Onville. J9bo): pay>age
grìson (Wal1hcr K och. J909).
lm111agi11i di 1·ie Stnl'irlre ,ffi::cl't" u1 f111.11t1 ll<•I Gmtm~lo (R11d11/f Knller. 18115. K11nstha11s
Zurigo), manife.rti turimti per la 1r1111111r rle/111 J1111gfru11 (lle11n /IJ11cm11·ille. 1900) e f"'r i
Gri11in11i (Walter Kod1. 1909)
Wie sehen historische Strassen aus? (J1P-ologi~)
Grund\httltch spielen bei dcr Aufnahme von historischen
Vcrkchr.\\egen d1e Wegform. die Wegoberflacbe. wegbegren.tende Elcmentc. Brticken ~wie «Wegbegleiter» eine entscbeidende Rolle. ach.stchcnd eme Auwahl ver..chiedener solcher
Elemente.
TraditioneUe Wegoberf1achen
ErkeMung~rnerl..male: Schotterung oderLockermatcrial.
ofl mii Grasrn111cl\lrc1fcn. ven.chiedem: Pllasterungen. andere.
ctwai. sehcncre Obertliichen sind bcispielswei$e RWldhòlier
(Bohlen. Priigelweg). dic vorwiegend in vemassten. sumpfigen
Gcbic1cn zur Bcfe\tigung de' Weges angelegt wu rden. Treppenstufen odcr Le item sowic Knrrgcleisc im Fels gehoren ebenfalls
1u dic,cr Gruppc.
'
Wegf'onnen und Wegbcgrenzungen
Hangneg, elnseilii: ausgeblldcl
Chemin à 1alus uniquc
\'ia a me::!Ll co.1w w 1111 solo loto
""''\~.....,.~'" . '
~-~~ ·~
•
Han~'cg, beidseillg ausgebUdet
Chcm in à doubte ia l u~
1•ia o mc::o costo .w due Imi
Com.ment se présentent
les voies historiques?
(fypologie)
En principe, lors du rclevé des voies de communication
rustoriques, leur a.spect. la nature de leur revetement
supérieur. lei. éléments qui les bordent. les ponts es les
•élémcnts du paysagcroutieri. jouent un roledéterrninanL
Ci-après, un choix de ces divers éléments.
Aspects et bordures des chemlns
Voir les illustrations.
JlohJ"·eg
Chemin crcux
. 1·ia m1·a o in trincea
Damrnl\l'g
Chausséc
1·i11 in terrapieno o ri/e1·ato
Wei:e mit einwiti& frelstehenden Begrenzungen
Chemin 11délimi1a1ion11n1la1ér:ile
•·ie cleli11111011.' "' 1111 /alt/
Les l'e\i tements tradJdonnels
Elémcnts rcconnaissablcs: cmpjerrement ou matériau naturel (souvcnt avcc lignc d'hcrbe médianc), pavements divers; d'autres couvenures, plus rnres. sont par
excmplcdes éléments de bois (planches, troncs écorcés ou
simples bfitons) qui étaient sunout u1ilisés dans Ics zones
humides ou marécageuses pour consolider le che-min.
Les marches d •cscalier, les échelles, le omières de chars
dans le rocher, font aussi panie de cc groupe.
Eléments du paysage rouder
On piace dans cene cat~goric les éléments les plus
divers du paysage qui sont - ou peuvent ~tre - en étroit
rappon avec une voic de communication historique, par
exemple:
Bomes(piem:shoraircs.milliaircs,kilométriques),
•
mais aussi mcnhirs et chassc-roues.
Eléments d'ordre religieux: chapelles, oratoires,
•
croix. églises, couvcnts. hospiccs.
•
Entreprisesartisanales (moulins. forges). auberges,
hOpitaux,gllesd'étapes,maisonsdecure,thcnnes,soustes
(cntrep()ts)
•
Postes de douane, lieux de justice (gibets)
•
Chateaux fons. castcls. ruincs. places fortes
•
Carrières, fosses, mines
•
Fontaincs, arbrcs isolés. monurnents
•
Débarcadères pour bateau.x, bacs. ports;
•
lnscriptions, millésimes (datation)
-'
Come si presentano
le vie storiche?
(Tipologia)
In sroedi rilevamentodelle viedj comunicazione storiche.
gli elementi determinanti sono dati dalla struttura viaria,
dalla superficie viaria, d3Jle delimitazioni, dai ponti e dai
supporti del traffico. Qui di seguito. ne diamo una breve
panoramica.
Strutture ruuie e delimJtazioni
Vedi illustrazioni sulla pagina accanto.
Superfid 'iarie tradizionali
Caratteristiche: gh.iaia o materiale non costipato,
sovente con striscia centrale erbosa, selciature di verse,
superfici meno comuni, come p. es. tondelli di legno e
tronchi d'albero che venivano per lo più impiegati per
consolidare le vie di attraversamento di territori umidi e
paludosi, scale, scalini e solchi per carri scavati nella
roccia.
Supporti dcl traffico
Questa categoria racchiude i più svariati impianti
infrastrutturali che stanno o potrebbero stare in stretta
connessione con una via di comunicazione storica. Qui di
seguito, ne proponiamo una rassegna:
•
Vcrsdtledene Pfl!i)ll'nt111ten
Dive~ pavémcm
dfrers1 pawme1111
Wcgbcgleilcr
•
In die:.e Kategorie falleo versclueclenste Elemente dcr
Kulturlandschaf1. dic incinem engcn Zusarnrncnhang 1nj1einem
historischen Vcrkchrswcg stchcn (konncn). beispiclsweise:
Distanz.~teine (Stunden\tein. Meilens1eine. Km-Stcin).
•
aber auch Menhire oder Radabwei<,er.
•
Wegbcglei1erau~ dcn\ tcligioseo Bercich (Wcgkapcllcn.
Bildstocke. Wcgk.reute. Klos1er. Kirchen. Sieche1\hauser)
•
Gewerblichc Betricbc (MUhlc. Schrnicdc). Ga.~thiiuser.
Hospi1,., Rasthii1tcn. Kurl1iiu!.Cr. Bader, Sust (Warcnlagcr)
Z.Olls1attcn. Gcricht\l>tlitten (Galgen)
•
•
Burgen. Schlosscr. Ruioeo. Burgstcllen
•
Steinbruch. Grube, Bergwerk
•
Bru1U1Cn. Einzelbiiurnc. Denkmalcr
e
Schim.-. r àhr- und Bootsanlegestellen. Hafen
•
lnschriften. Jah.rc zahlcn (Datierung)
\\'~ mli beidseltlg freistthenden Bqrenzungen
Chcmin ;i déhm11a11on bilatér:ilc
1·ie 1fe/11111wtt s11tlue1011
,Attraktlv und besonders augenfillig; die Wegbeg)eiter. Grenzsteln.. lnschrifl, llosp17,, Elnsk-dckl, Ruinen clnes Bcf1"·crkes, St~denstein, l~neme.
Part.iculièrcmen1 attrayants e1 spectaculrures: les éléments du paysagc rou1ier. Etliricc-fron1ièrc. 111"><:rip1ion. hosp1ce, enn1u1ge. reste d·une mmc. bome de diStance, auberge.
I supp<>m del traffiar auraefl/1 e ns1osi. Cippo di co11fine, iscri:iont', ospi:io. ramitagf.:itJ. rt11·i11l' di 1111a 111i11/ero. pie1r11 ororio. tal'(:rna.
•
pietre di indicazione della distanza (pietre miliari,
pieu-e orarie, pietrechi Io metriche),cippi, termini, paracarri;
•
supponi della sfera religiosa (cappelle, edicole,
croci. conventi. chiese, ricoveri);
•
botteghe anigiane (fucine. mulini). soste. taverne,
locande, ospizi, stabilimenti di cura. bagni ecc.;
•
dazi, luoghi del giudizio (forche. patiboli);
•
castelli, rocche. rovine, terrapieni:
•
cave, fosse e miniere;
fontane, alberi isolati. monwnenti;
•
•
anracchi, imbarcatoi, porti;
•
iscrizioni. date.
Hin"els: Dlc lllustrationen konncn lm Schuhmteoicht \-erwendet
" 'Crden. Kopicn-orlagcn zu ckn Themen «WJe seben dje historischen Strassen aus?•, «Òkologle am Wc&e${1Uldi>, «Geràhrdung
der historlschen Bri.ickcn und Wege,., «l<artco,-crg)ekh,., Uegen
dieser Broschilre bel.
.
Noia bene: le~ illu\lrAlion< peuvc111 élrc uulisées aux leçons. Des modèlei;
à copicr \001 )Oims à 13 pré,cm..- brochure. sur les 1hèmes «Comment se
pr6en1cn1 lc' chcmin\ hi,1on4ucs?•. •Ecologie au bord des chemins>'.
•Mcnacc pour les chcmins e1 ponts h1,1ori4ues•. "Comparaison de
cane~•.
A n·ert('n:<1 le 1//11s1r<1:1011111Qumw elSere 1111/t::a1e per/' inseg1iQme1110.
lii allt~Q/n. 1ro1·trete ori11111u/1 fnt1Jrnp1at1 rt'latfri ut ttmi •Comi!! si
prt.rt'11Ìa110 le 1·11• 11t1nd1e•. ·E(<>logio ut />Qrc/1 delle strade•. • Pericoli
<lw m111arrw1w ponti<' \'il• flt>rt< lte •. • Ruf!m1110 clt curtt ropogrojicll#...
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Natur am Wegmnd: Boschung mit Natuiwiesen,
Hecken, Trockenmauern und Holzzaune
I.es chemins historiques
sont intéressants aussi du
point de vue écologique!
Les voies de corumuoication historiques et leurs éléments
traditionnels - boqueteaux, murs de pierres sèches, cléìlures
de boi.s et haies de bordure - s'insèrent organiquement
dans la structurc du paysage. Au contraire de nombreuses
routes ruodemes, les anciens chemins épouseot le terrain.
Les éléments qui les accornpagnent, tels que chapelles,
croix, arbres ìsolés ou bomes de piem!. leur dorment un
accent et mettent en relief des sites importants.
Mais les voìes de communication historiques
n'animent pas seulement le paysage d'agréable façon:
elles ìafluent aussì sur la flore et la faune. La surface
supérieure du chem.in et sunout ses bords offrent à de
nombreux animaux et plantes un espace relativement
tranquille et favorable à l(lUrépanouissement. au contraire
des abords, par exemplc, intensivcment utilisés par
l'agriculture: le sol n'y est pas entamé, il est à peine
engraissé et rarement fauché. Ceue stabilité écologique
relativement prononcée est aussi une des principales
raisons de la grande variété dcs espèces vivant en bordure
des chem.ins.
nya peu de temps qu 'on est devenu plus attentifà
l 'énonne importance écologique de ce genre d'éléments,
en particulier des haies.
Historische Verkehrswege p~n sich mit ihren traditionellen Elementen wie BOschungen, llockenmauer_n, wegbegleitenden Hecken und
Holzzaunen organisch ins Landschafisgefiige ein. Alte Wege schmiegen
sich der Geliindeformen an. Wegbegleiter wie Kapellen, Wegkreuz.e,
Einzelbaume oder Distamsteine setzen Akzente und betonen wichtige
Òrtlichkeiten.
Historischc Vcrkehr~wcgc belcben aber nicht nur auf angenehme Weise die Landschaft, sondern beeinflussen auch die Flora
und Fauna. Die Oberfliiche und vor allem auch die Rander des
Wegcs bie1en vielen Pfl;uizen und Ticren cinen wenig gcstonen
Raum fiir ihrc En1wicklung. im Gegensarz etwa zu einer landwinscbaftlich imcnsiv genutzten Umgebung: der Boden wird
nichl umgebrochen. es wird kaum gcdungt und sc.llen gemaht.
Diese rela1iv hohc okologische S1abilitiit ist denn auch einer der
Hauptgliinde f!ir dic grosse Anenvielfalt am Wegrand.
~ Po --,,.,_ ...
Die Wcgoberfliiche-.
·-- r(,._ ~
.
... kann nur von spedalisierten
«Uberlebensstratcgen»
unterdcn Pflanr ..
zen bewohnt werden. Diese unter dem
Bcgriff «Trittgesellschaften» zusam<> mengefassten Anen riskieren immer
f,,,
I
wieder, ubcrfahrcn oder zertrelcn zu werden. Z'ihe oder Ideine
Bliitter, starke Vcrzwcigung an dcr Erdoberfliiche. Speicherung
. von Niihrstoffen in den Wurzeln und eine starke Regenerationsf.ihigkeit cm1oglichen ihnen das Ùberlebcn.
Àhnlichc Lebensbcreiche bieten Pfliisterungen, in deren
Ritzen und Zwischenrllumen sich vielfaltiges Leben einnisten
und entfallcn kann.
BOschungen, Hecken, Trockcnmauem, Holzzaune
Oft kommen diese Elemente auch i11 Kombination miteinander vor. Vielfach wurden sie bewusst angelegt. um etwa
das Vieh. das il ber die Weide getrieben wurde. zusanuueozuhaltenode rumWeideland ab7Ugrenzen. Aufdieenonneokologi.sche
Bedeuru ng solcher Elcmente. besonder.. jene der Hecken. ist in
jiingerer Zeit vem1ch11 ;tufmerksam gemacht worden.
Le Yie di oomunicazione
storiche: inte~ti anche
sotto il profilo eoologioo
5
l!'OOken· und Halbtrockenrasen.
t\ufrechte Trespe, Schafschwingel, Wiesensal.bel, Marge rlte, Glockenblumen,
Wu.ndklec, T hymlan, Orchldeen; Hum-
meln, Kìifcr, ScJunetterlinge, Grillen,
S pit7maus.
5
Tcrrajns majgrcs e! mi-maigrcs.
Bromc drcssé. fétuquc ovine. suage des prés.
margucri1e. campanules. vulnéraire. lhym,
orchidécs: bourdons. coléopièrcs. papillons.
grillons. musaraignes.
5
Pralj wicli e semj gechi Forasai:co
eretro. fes111ca ovina, salvia comune, margherita, campa11e//a, mineraria, timo. orchidee; bombo. coleaueri.farfulle. grilli, toporagno.
l
Vemiisste Stcllen. llanl:'lilmpfe.
Pfeifengi:as, Sei!gcn, S picrstauden, KohJdlstel, Sumpfdot1erblume, SchJiisselblume.. Orchideen; Libellen, Spinm.m, Ta2~=-'
pfauenaugc, Amphibicn.
I
Licux humjdcs. mamjs de rnlus. Molinie bleue. laiche. reine des
prés, cirsc olémcé. populagc. primcv~re. on:hidées; libellules. araignées,
paon dc jour. amphibies.
I
Zone umide e S(/llpO{( rx1/udosc.
MoiitU1.carice.o/moria.cardogiollastro.m/10palustrc,primulo.orchùicc:
libellule, ragni, l'Olll'Ssa. M/ibi.
2
Wegoberf!liche: I rittmclls baftw. Breitwegerieh, Lokh
(Weidcgras), Websklee, el rtjiihriges Rbpengras, Herbst!Owenzahn.
2
Surfacc de chemins PlanJ,ain. ivraie. 1refle rompam. paturin
annue!. pissenli1d'au1omnc.
2
Superficie yjqrja Ye ge1qzjo11r soggeua a calpeswmemo
Piantaggine. loglio. trifoglio bianra:fienarola annuale. dente di leone.
\
Odtand-. Rudera)fluL Wegwarte.. Ganse~en, Natterkopf; Kiifer, Bienen, Grabw~l)en.
3
Licux incuhcs. décombres. Chicoroc sauvage. chénopodiacécs.
vipérine; coléop1ères. abeillcs. fouisscurs.
3
Teueniinco!tj e umc ruderali Cicoria. chenopodio, erba 1•iperiaa;
coleottuia. api. s1efèidi.
3
4
Trockenmauem. Strelfenfam, MauerpfeO'er, Glaskraut;
Zauneldech.se, Stelnschmlitter, HausroUcbw'llllX, Insekten.
4
Murs de pierres sèçhe.' Fougère capillairc. orpin fiere, pariétaire;
Iézards, 1raqueL' moucux. rouge-qucuc noi r, insec1es.
4
Muri a secco· F1'lc'il1sple11io. riso delle streghe, erba parietaria;
lucertole. culbiam·o. codirosso spazzacamino, inselli.
6
H ecken.
Schlehdooi, Weissdom, SchneebaII, PfaJJen-
hii.tcben, Reckenrose., Rasel, f eldahom, Kriiuter;Neunlocer, Goldammer, Gtasmiickenanen, Stelnkaw., lge1, Slebensehliifer, HermeHn, Enlkrotc, Gramosdl.
6
Haies et buissons Prunellicr, aubépine. obier. bonne1de pretre,
églanticr. noiseticr. érable champetre, hcroacécs: pic-grièche écorcheuse.
broant jaune. fauvettes. chevéche. hérisson. Ioir. hermine.crapaud commun.
grenouille rousse.
6
Cespugg/jetj e sjrpj Prngnolo. biancospino. oppio. berretta da
prete, rosa selvatica , nocciolo. acero campestre, dfrerse piame erbacee:
aver-la piccola. zigolo giallo. si/vidi, civello, riccio, ghiro, em 1elli11C,
rospo commu11e, rana temporaria.
Le vie dì comunicazione storiche fonnano una struttura
omogenea con altri elementi tradizionali del paesaggio.
quali le scarpate, i muri a secco, le siepi e gli steccati. A
differenza di molte strade moderne, le vie storiche seguono
la morfologia del territorio. I supponi, come le cappelle,
le croci, gli alberi isolati o le pietre miliari caratterizzano
un luogo e ne sottolineano l'importanza.
Le viedi comunicazione storiche non costituiscono
unicamente un aspetto pittoresco del paesaggio, influenzano altresl la flora e la fauna. Tanto la superficie viaria e,
soprattutto, i bordi dei sentieri e delle strade offrono a
molte piante e animali un ambiente idoneo iù loro sviluppo,
contrariamente a quanto avviene spesso nel territorio
circostante coltivato secondo sistemi intensivi. Questi
tratti non sono dissodati, non sono praticamente mai
concimati e solo raramente falciati. Questa stabilìtà ecologica relativamente elevata è uno dei motivi principali
della grande varietà di specie presenti ai bordi delle strade.
La grande importanza che assumono in questo
contesto gli elementi swnmenzionati, io particolare le
siepi, è stata più volte ribadita anche in tempi recenti.
Von der Schonheit des <<Gewohnlichen>> und dem Wert des <<Alltaglichen>>
Rome~Saumpfade,derSuw9row-Weg,sogardieHohleQme,in
derTellweiland den ~lerennordethabensoll,all dieseBeispielegelten
wohl unbestritten als historiscbe Verkehrswege!
Wie aber steht es mit den pm gewobnlichen alten Wegen, die seit
Jahrhunderten der einheimischen Bevolkenmg gedient baben? Begriffe
wie «Al~>, <<Ziigel-,Kas-- und Scblittw~>, «Holzwege>>, <dilrchwege»,
diirften vielen Leuten meist unbekannt sein. Dabei legen gerade sie
besonders Zeugnis ab von der Vieffiiltigkeit der traditionellen Kultur-
landschaft
Sehoggitaler '93 fiir Briicken und Wege
Ocr Erl0s des Talerverkaufi, fùr Heimat- und Naturschuiz
1993 dient der Emaltuog eines besooderen Kulturgutes:
den historischen Verkehrswegeo. Vier Projekte aus dem
Ru~invenr:irfìirhi..iori'>Che Vei:kehrswegederSchweiz..
derPontd'Allicres bei Montbovon (FR).eine Wegstrecke
im Piottino(TI).derSaumpfad ilberdieGrimscl (BE) und
ein Teilstikl. am Spliigen (GR) sollen nùt dem Talererl0s
gefòrden werden.
Ecud'or'93
pour ponts et sentiers
Leprocluitdelaventedcl'Ecud'or 1993pourlaprotectioo
du patrimoineet de la nature sera affccté au maintien d'un
bien culture! particulicr: les voies de communication
historiques. Quatre projeL~ de I'lnventaire fédéral pour les
voies de communication historiquesdoivent etresoutenus
parl'Ecu d'or. le poni d'Allières. près Montbovon (FR):
un tronçon de chcmin du Piottino (TO: le chemin muletier
du Grimsel (BE): une partie de la route du Spliigen (GR).
Vendita del Tallero 19"J Strade e pond
O provento della Vendita del Tallero 1993 per la salvaguardia del pabimonio nazionale e delJa natura andrà a
favoredellamanutenzionediun patrirnonioparticolare:le
vie di comunicazione storiche. li provento della vendita
saràdeslinaloaquanroprogetti dell' lnventariodelle vie di
comunicazione Sloriche della Sviu.era: un tratto di strada
nella gola del Pioui.no (11), il Pont d'Allières presso
Montbovoo (FR). la mulauiera del Grimsel (BE) e Wl
segmento del tracci.alo dello Spluga (GR).
On ne connait pas exac1ement 1·époque de
constructjon du poni de pierrc. aujourd "bui
en ruine. qui franchi! l'Hongrin sur le
tcrTitoire communal de Montbovon. Mais
il est cenain qu 'il date au moins du XVlle
siècle. Le fait qu'en dépit de plusieu(:)
transformations. la belle courbe de son
arçhe ait subsisté. contribue grandement il
la valeur esthéùque de cet ouvrage.
Mais ce poni est aussi une ~i­
tion-dé dans I 'itinéraire historique passant
par le col de Jaman. Long1emps. cene liaison a été le plus court chemin cntre la
Riviera vaudoise (Vevey. Momreux. etc.)
et la Gruyère. le pays d 'En-Hau1 et l'Oberlaod bemois.
Les documents écri1s les plus
anciens. concemant l'utilisation dc cene
route. remontent au tcmps dcs guerres de
Bourgogne ( 1476). lorsque Jes uoupes
f ri bourgcoiscs et gruériennes franchirent
le col de Jaman pour fondre sur Jes agresseurs savoyards du còté"de Vevey.
l
Die Tatsachc. dass aufwcndigc Wegbau1en wie Pflasterungen.
SrtitzmaucmoderTreppcn «nur» ftirTmnspone von Wildheucm
oder ftirden Viehtriebauf eine Alp hinauf angclcgtwurden. zeigt
deutlich. von wclch cxistenzieller Bedeutung filr die Direktbctroffcncn dic Aolage und Funk1ioni.1Uch1igkei1 diescr alten
Wege war.
Vergcssen und \"ersdat\unden
Heutesinddiese Wegc vielfach m Vergcssenhei1gera1en.
weil siedurch neue Srra.~<,en er;c11t wurden. Jene verlaufen zwar
meist viel weniger dirckt. sind daftir aber fi1r den motorisienen
Verkehr angeleg1 wordco. So kommt es auch. class die Beschv.erlichkeit frilhcrcr Tr.tr1\ponc kaum mehr nachvollzogen
werden kann. Die Erinnerung an diesen hanen Verkehrsalltag
(damit ist keine verklanc Romantik gemcint) k0nn1e gerade in
der heutigen z.eit Schlllennncn und Schillem die Zusammenhange Z\\ischen Fonbev.cgung. Winschaf1. Mobilitiit. Verkehrsnùnel und -anlagen deutlich vor Augen fùhren.
Roslnen am Wegesrand
In unsererschnellebigen Zeit habeo wirbeinahe verlemt.
uns dic l.cit 1u nehmen, auf Ideine Detaib am Wcgcsrand zu
achtcn. Auch io dicser Bel.iehung bietct die Beschiiftigung mit
historischcn Vcrkehr.;wegen einiges.
SchonnurcL1s Beobach1enderKleinlebewesen am Wegesmnd vem1ag ganze Schulstunden zu ftlllen. Aber auch wegbaulichc Dctails lassen Schiller zu kleinen Dctektiven werden:
Randsteinc. Radabweiscr an Hausem odcr Brilckeneinfahnen,
kaum mehr lesbare lnschriftcn auf Steincn oder Gebaaden.
Felsbearbeitungen, Brilckcnpfcilcr als Oberreste eines alten
Obergangs. Wasserdurchllisse, Querabschllige. seitliche
Entwasserungsgf.iben oder untcrschicdliche Mauerarteo sind
nur einige diescr «Rosinen». dic es zu entdecken gibt!
Les bons j1inérajres
I
f
Pour aneindre le poni d"Allièrc,. panir de
la gare GFM de Monbovon et suivrc Ics
panneaux Allières/Jaman. Un beau scnùer
- run des tronçon'> le\ plus pinoresques du
parcours historiquc - monte via l'oratoire
de ND de la Paix ju..que Vers les Jordan
(gradins dans le roc). pub descend au fond
des gorges dc I' Hongrin vers le vieux pont.
De là. trois possibilités s'ofTrent au marcheur. Soil rcjoi ndrc Mon1bovon rapidement en restant sur la droite de l'Hongrin
(roote asphahéc dans un beau délilé). Soit
fai re un détour (rive gauche dc l'Hongrin)
pardessenùersdemontagne:.railicrAllièrcs
(station GFM). puis monter au vallon
d'Orgevalcne. redescendre sur les Sciemcs
d' Albeuve et rejoindre Montbovon par un
secood pont de pierre (2 à 4 h).
Pour l"ascensioo du col de Jaman. poursuivre son cbemin jusqu'à Allières. puis
via Les Cases (station GFM). monter dans
un va!Jon sauvage en suivant l'unique
chemin (3 à4 h).
CN 1245. Chateau-d"Oex
CN 1244. CMtel-St-Oenis
Cbcmjo muletjer PQ!,!r
le commcroe des vins et fromages
Au cours du XVWe siècle. et
vraisemblablemem plus 101 encore. le col
de Jaman joua un ròle imponant commc
voie d'exponation pour les fromages de
GruyèrcsetdeChanney.et-en sens inveri.e
- pour le commerce des vins. Au début de
XIXe siècle. par exemple. on comptait 6
heures pour alter de Vevcy à Montbovon:
c'est à cene époque.qu"il y eut aussi un
serv1ce postai par le col. Dès 1880. le u-afic
s 'amplilia foncmcnt, puis tomba peu à peu
en désuétude quand fut percé le nmnel
ferrovjaire de la lignc Montn:ux - Oberlaod bemois CMOB).
De la vojc hjstori~
aucbcmjn~
Une paniedu procluit dc la venie de
l'Ecud'or I 993cloit maintenantcontribuer
à la restauraùon du poni en ruinc. On voit
par cet exemple ''ombien imponante est la
contribution du «lleimatschutw. car sans
lui la modeste commune n'aumit pas pu
envisager une restaur.uion. O'autrcs subsides soni d' aillcurs ancndus de la Confédération et de l'Etat. ainsi que de la Loterie
romande, de sorte que !es représentanlS de
la commune et dc la Protection du patrimoinccnvbagcnt avccconfiancela remise
cn état du pont.
Parceque le fr.inchissementdu pool
d'Alli~rcs n'cst pas possible actueUement
pour des raisons de sécurité. le chemin
pédestrc oflicicl. dans cc scctcur. doit fairc
undétourpeuattrayant.Aussilarestauration
du poni ne permei-elle pas seulement la
reconçiitutiond'unouvragesuperbeetbien
1ruédans une gorge sauvageet romamique.
mais offre+~lle a~i 1•occasion de réactiver par son ancien r.racé. en tant que
chemin pédestre. J'ancicnne route du col
avec sa sub!>tance architecturale en grande
partie remarquable.
Le pQnt d 'Allières - pQSition-clé d'une route commerciale jadis impQrtante.
Fm dal/'apertura del Gouordo al 8rande
traffico di transito inrema:ionale, net secoli
XITe Xlii. in l.e\·entina la sta:io11e doganale
(da:10) è sempre stata ubicata al Piattino.
La prima strada ancora 1·isibile è
quella di Puma Selva. lu11golaq11ale sorgera
r Amico Dazio. che rimase i1fi111:io11efino al
1350.
La •Strada romana•
PronoSta <f esçurSIQ!I(
\ferso la metà del Xl\ · secolo e sollo
la sp111ta dei mercanti milanesi soggetti ai
Visco1111. signori d1 M1lano~·enne costruita
una nuo1·a strada. Questa 1·ia acrorcia1·a il
percorso l1111goil P101ti11oed era son ·eglìata
dal Da:io Vecchio.
Attorno al 1560. gli Urani. che
m·e1·a110 frattanto strappato la Le1·emina ai
M1la11es1, cosrr11isco110 la prima ttrada e/re
attrarerso direttameme la gola del Piottino
sem:" p11l agr.!lirarla. I pedaggi c/1 "'.ansito
1·e1111·a110 pre ernti al Da:w Grande
Storia viaria del Piattino
r
Die Grimwl lt'lll' bis lns 19.J ahdiundert dne
der wichtlgsten Nonl-SUd-AlpenÒ'llllSitroulm clerSch"elz.en"dd>tejtdoch nJe elle
Bedeutuna des Gotthanls, des Grossen St.
Bemhards oder der BU.n dner PiWe. Ocr
ehemallge Pasn-erkehr ilber d le Gdmsel
kann nurlm Zusa.mmenluuJamll dem Grfes..
und dem Briin~ l'WUandeo ltl!rden.
Dle Vttblndunplinle dlewr d:ttl Obe..pnae lst aulrallcnd geradlinlg und bleiet ~
als Alpen~g gmadezu an.
Konkm fassbar wtnl elle Vttkdlngesddcbte iiber elle Grimsd In der :o-eltm
Hilfte dcs 14. Jahrhunderts, ~deft
mJI dem Vert nlR wn 1397 zur Slchttuna dcs
HandelS\'erkehrs aut der GrimRl-GrlesRoule. Zu dleser bit ~1and berelts cbs
Gdmselhospll..
Bdlhu.onaoderiiberdeoSpliigenpL~ nacb
Chla,'Ulna. Elnen starkm Auhd!ltu na erleble die Vttt>lnduna lor allem nadt dnn
Ausbau dtt Via.mala (1473), und konnte 100
da an durdutus audi lm Verglekh mJ1
Gocthanl und Brmner bestehen.
Siumu brinceo
Wrin. Selde u nd <ìemìlse
Bis anfangs 19. Jahrhunden fiihrten
Saumtlere dle Transll giller wie Weln, Selde
oder ~iine iiber elle Betice. Das Siumer wesen "'Ili' dabei sttaff orpnlslert. batte
doch jede Porte (Berub'lertlnlaung der
Siumer) aut lhn>r Strttke das Transportmonopol und war 1eranmon1Jdl fùr deo
U nlertuall lOll Wq und Steti-
Clkr dm SolU&m
lns Kiinlmtcb Yennkn
~m~~efi}'!,;no
Dalla sta=ioned1Rodi111 poclri minuti
si ragg,iuni;:eilDa:ioGrande.posm a/I' uscita
dello 1tola do1·e si toccano strada cantonale
eferrol'la. Si sce11de poi/:1er 1111 ce111i11aio di
mem lungo la camonale si pii() 1·edere. sulla
destra. il pome superstite di:/la veccl11a
strada) e prima d1 emrare nel tunnel si
scarn/ca il 1t11ard-rail 1mboccandola strada
abba1ulonata demro la gola. cosm1ita nel
/819 sul tracciato dello strada 11rana del
J56(). Superata la cappella posta tra i due
tflrnnnti. si transita ora sul tratto piiì
spettacolare della strada. sormo111c1to da
alte rocce a picco do1·e la gola si innal=a
1mpo11e11te sopra i/fiume spumeggio/I/e. Ma
attm:ione· proprio in q11esw p111110 è cro/1010
un tratto dd muro dì sostegno per cui il
passa1t1t10 è possilnle ma oltremodo
perrcn1oso. C/111·uole e1·itarlo potrò. 1m·ece
d1 sca1·alcare il guard-rml. paswre per 1/
111nnelforato nel f934 (a/cunefinestreopcrte
nello roccia permettono d1 ammirare
dal/' alto la 1·ecchia strada) e scendere poi
lungo la cantonale fino al secondo torname
do1·e. sotto/' arco ili roccw che /'annuncia.
può immettersi nella strada abbandonata
per ammirarla sen:u correre pericoli.
Uscendo in fondo alla gola si imbocca di
nlJD\'O.fJ"IUIOCinq1u.111tma d1 metri. la strada
can1011alefinoalpo111ed1 me::o. attrm·uwJo
il fiume s1 trom poi sulla destra il carrello
che indiri:za sulla •Stradll romana•.
costr111ta nel 1350. Dopo circa mez:' ora di
ripida salita sopra un robusto selciato si
arrii'a ai mden del Da:io Vecchio, luogo
ideale pe.r una bre1·e sosta. Da Il si scende ma swte atte/I/i a non imboccare il ramo che
pona a Prato dirigendo1·i. al bfrio. sulla
destr(I - lungo /'ombreggiata mulattiera
posta accanto al ruscello.fino a Marasco
A11rm·ersato questo piccolo nucleo. che sta
sopra il Da:io Grandt. 1mlxx:c01e la 1·iu=a
a.ifal-tata delimitata dal 1·iale alberato e in
p<XO tempo sarete alla sta:1one ferroviaria
di Rodi. <Jues10 cirrnito.ada11oancl1e perle
famiglie e le scolaresche. merita di essere
1•isitato perché in due ort ci permelle di
ripercorrere settectlllo anni d1 s10ria. Chi
a1•esse più te"!(J<? e l'Ilo/ rendersi conto
del/' i111eresseche la :ona prese/I/a anche dal
pun1odi 1ista narurolistico,può seguire anche
il sentiero educativo che tocca la «strada
romana• (richiedere il prospetto esplicatfro
preSS() r ufficio postale di Rodi).
CfJ 1252, Ambri-Piotta
Zusammen mit deo Routm iibcr Sq)(imer
und JullufMaJoja war elle ~te •:Untere §tJ"llSW;>t stets elle lt1cbtlpfe Transitmttke liber die Biindner Alj)m. Sie fiihrte
l'Oll Chur durcb elle Viamab und d.~ Rof- •
laschlucbl i.iber deo Bernhardlnpass nacb
Dle eme Fahrst:r'IWe entstand zmscben 1818 und 1823, mli der ~elguna In
Spliiaen IUcbtung Bembanlln- Gebaut und
beuhlt "urde dlese • Kunsa- und Kommerdalst~ (so bmannt nadt lhrtr lwm1lollee Fertigang und dtt i\usridltuna auf
den llandd) iìber
. dm Splùaenpa.ss du:rch
daslornbard&-~ KOnlgrekh.Der
Aufsdi"'Ull& des Translherkehrs bldt bis
mr ~Ultedes 19.Jahrtlundertsan und nahm
nach clem Bau der ersien Alpmbahncn wieder ab. Selt dem Zwellen Weltk.dea lst der
Pas..~ lm Wlnter ~n; lm Sommer
cileni er jeltells ab belleble loudstlsdle
Route.
Eln T di des Ertoses aus dem dlesJihrii:en Scboegllale"nbufmnl duu lttwendd.. Ambes.wrungen und Wegbaulm
an W~m finanzkrm.um dleattm
Unlenf'uhnmgm ltieder ah Wandef'M&
~ machm xu kOnnen.
Mll Kjbe In dqi Sùdm mlt Rds. Mais 11rul Sab. In dm Nonten
\\andertJp
WarukruDR auf dem alten Saum"fl
~
Au~unkt unseres Roulemorschlages "1 Spliiget!, da.'I ~lm Rhdnlt'Bld, 1457 m.ii.M. Uber dle PlasMùasse errelcht man kun oberhalb des Dorfes dle
Brilckei.iberdeoHiisdiermbach.llJec~ù­
Wandertlp
icen "1r links ab, aelanaen iiber die Skipb1en-5chnel.sezur ~lraMC und autdieStt ltdler wr bekannten ~brmort>l'iicU.
'un k&lnm "ir fiir unsere Wanderuna auf
der (oroaraphisdl) llnken Selle cles 8Kba
den Saumlteg bmutz.m. A.rii BoclmeMlafel
'orbel errelcbt man elle Sdm1mhii1te und
500 m wdlcr oben dJe unlerste St""-SCnkehre. Nach der BachiiberquerunR be-ginni
dasschtln.\1e Tellstiiek ullS4'rer Wanderuna.
Dle alte Bollenpfliisterung liis!.1 uns manche miihsame W~undeelmiJRerSlìumtt
erahnen. '1adl gul ~el Stunden Wandttzell elTflc:hen ltir deo Spliii:enpass!Pas.w
della Splup (21JJ m.~I.), lOO ltO llDS das
Postaulo (rerkdm ron JuU-Seplember) mrilek nadt Spliigen bringt. Wmn man dJe
bcriihmt-beriiehtlgte CanllneU-Sehlueht
durchquerl, kann man aber auch die
SOcl~lle des ~ auf ll:allenbehem Geblet (lclentJliitskarte.'), kennenlemen.
LK 1255, Spliigenpass
~den Cirimstl-Slaumofad
ln Melrinam stdgt:n "1r mn der
EIS<'nbahn aufs Post.auto uni 1U1d fahttn bls
lnne~kkhm.. '1ada ftnmi Z"llDDamlnUIJgen Mandi In Ricbhmlc Gultannen, entlana der 1or t'tloll hundert Jahren eln~
dlimmlm Aare, erreiehcn "ir das Scftoxgltalerobjekl am Grim.~1-SaumpCad. Nach
"clteren anderthalb Slundcn befinden mr
uns am Ende des w re!>l11urlerenden Saum"CRe5. bel der lnneren Urwcld. Hler stehl n
um frri. elle Wandenm& nadt Bodm und
Guuanoen auf der alleo SlìumttTOUte fort'useu,cn, oder iiber Unclentodt "ieder mrilck nadt lnntttkireheo lU "~clero. Es
~1ehl auch dieMOgllchkelt.bclm R~au­
nanl Urweld lns Postaulo 7.u ~lelgen, wn
belspltb'ltei.se noch dm &roS-\llr1IR Kd>aulen Wepbsdmit1 Z"ischen Handeag und
dem Riìledehsbodensee zu begehen.
LK UIO, lnnertkirdlen
In dm Sìldm lturde Kise ('or allem
Sbdru) transportJtt1 und Vleh getriebaa,
''Ofll Sìldm&dangten Weln., Rels,Mab,Salz,
Ot und kld.ne Gerit.schaften l.M l.and.
Erst spit.1894, lturde dle Fahrstrasse Melriniien - Gletsch erotrna. dle bls heule rast aussehllesslieh lourhtisch genutit
ltird.
lm Gdinde ist derSaum"eaan mehreren Stellen au1 ttballm und kann lell"else llK'h ~ "ttdm, bd.splelNel.se
~iscben Handqa und dem Rlitedchsboclemtt. Danebm clbt es ~ 'ergesse.ne A.bsdutltte mlt eberiso elndrilddldler
Bausubstani., ltle eh'l1l an der Zubmlamm,
dert"n1m SchJuchl Zlt'l~ lnnenldrehen
und Gullannen. .Dle modeme Fabmrasse
durchù~ F.ngnls"urdeum llliOlnden Fel~
~prenl,lt. Ocr hOber gelel(enen Saumweg
iiben'luchene. da er nidlt mdtr beaanaen
ltllrde, und ttrfiel allmihlJdt. Dle Bermr
Wanderlteae scd.len das alte Tras.we nun
"ieder ber: rin T di des E.riOses aus der
Scftoxgi!Jllersammlung 1993 wird fùr dleses
Vorbabene~
Dalla rccchia mula«icra
q/le s{[asa carroz=ahile
Il tracciato della strada 11ra11a f u
111a111e11uto a11che nel 1820. allorché il ca/I/on
Ticino fece costruire la primo strada
carro::abile hmgo il tracciato del/' amica
via. fino a quella data. la strada era
praticabile solo da muli e somieri. da quel
momento. 1·i potevano transitare carri e
carroz:e. Negli anni Trema, anche questa
strada wnne abbandonata a fmY>re di 1111
altro tracciato. più adatto al traffico
automobilistico.
Questo vecchio tratto di strada
potra11110 essere resta11ra11 gmzie anche al
provemo della Vendita del Tallero 1993.
Spliigen - vom Saumpfadmr Kunststnme
Der Saumpfad iiber die Grimsel
Was ton mit den alten Strassen?
Bis der Bundesrat das definiùve Inventar verabschìeden kann,
verstreicht relativ viel Zeit. Um zu venneiden, dass in dieser
Zwischenphase wertvolle historiscbe Objekte zerston werden,
strebt das IVS ao, die lnventargrundlagen direkt in Jaufende
Planungen einfliessen zu lassen. Beispielsweise durch:
Gutadlten, Vernehmlusungeo
zu Strassenbauprojekten und Meliorationen oder im Rahmen von Umweltvenraglichkeitspriifungen.
Einbezug in Onsplanungen, Regiooalplanungen
DerSchutz von alten Wegen findet Eingang inRichtplane
ocier wird beispielsweise im Schutzzonenplan einer Gemeipde
auch fiir den Eigentiimer verbindlich.
Historisdte Verkebn-,,-ege als Wandenrege
Wertvolle alte Wege und Wegbegleiter werden Bestandteile von kantonalen ocler kommunalen Fuss- und Wanderwegnetzen. Im Fuss- und Wanderweggese1z ist ausdriicldich erwlihnt. dass «historische Wegstrecken nach Moglichkeit einzubeziehen» seien. Damit wird auch dem Ruf nach einem «quaJitativen» oder «sanften Tourismus» vem1ehn Rechnung getragen. Ein Trend hin zum «Bildungs1ourisn1us», bei dem die
Wanderer zuslitzlich etwas Uber die kulturhistorische Bedeunmg erfahren. ist in jUngerer Zeit deutlich spW:bar.
Sanlen.m& \'OD schiit.zeoSft-erten Objekten
In Zusammenarbei1mir vielen Organisaùonen. Priva1en,
dem MilitlìroderSchulen,Lehrlingen, werdenalte Wegewieder
freigelegt und saniert. PfUisterungen. die zuvor iiberwachsen
waren. kommen so wieder zum Vorschein und konnen als
Zeugnis einstiger Baukunst neu bewundert werden.
Zuginglich fiir alle - kein «l.anmdiaftsmuseUJD»
Durch diese Massnahmen werden die altea Wege der
gesamten Bev61kerung zuganglich gemacht und sinnvoll wiedergenutzt. Es darf nicht das Zie! sein, ein «landschaftsmuseum»
zu errichten. sinnvolle und m6glichst alltiiglicbe Wiedemutzung
sind die beste Gewahr fiir einen regelmassigen Unterhalt und
einen angemessenen Schutz der aJten Wege. Der Einbau dieser
Objekte indie Fuss- und Wanderwegnetze von Kantonen und
Gemeinden sowie eine angep<l;Sste Nu1zung in der Land- und
Forstwirtschaft sollen deshalb weiterhin angestrebt werden.
Komak~ssen fùr Hilfe:
Scb~lur Wan*n<qe• lm
Htrshalm, 4115 Rlehea
SliftWll Vmwellehmtt Scb.,.-m, Bnmna* rnsh'USe 32 A, 34116 Bem
1
Mesures de précaution
Pour éviler qu'en auendant I'entrée en vigueur définitive de J'inventaire. de
précieux objets historiques ne soien1 détruilS, l'IVS 1end à inclure directemenl les
bases de l'inventaire dans les planifications en cows. Ce qui est réalisable par
exemple dans les cas suivants:
ExpertJses, procédures de comulmdoa
•
concemanl des projelS de construction de rou1es. en cas d'améliorations
foocières. ou dans le cadre d'examens de compatibili1é avec renviroonemem.
lnclmioo dam les plam d'aménagemenl locaux ou régionaux
Voies de communication historiques detenant chemins pédestn:s
De précieux anciens cbemins el élémenls du paysage roulier devierment
des tronçons de réseaux cantonaux ou communaux de cbemins pédestres ou de
randonnées. A l'article 2 1 de la loi fédérale qui s'y rapporte. il est expressément
menùonné que soient incorporés «selon les possibilicés des tronçons de cbemins
historiques».
Remlse en état d'anclennes \'Oles dignes de proteclion
D'anciens chemins sont dégagés et remis en état en collaboraùon avec de
nombreuses organisations ou personnes privées, avec l'année ou des écoles. des
apprentis, etc.
A«ussibles à tous - pas de «INl)'Sale-mu5'e»
Le bui ne doit pas &re d'ériger un «paysage-musée»: une réutilisation
judicieuse et si possible quolidierme par 1oute la population est la meilleure
garantied'unentretienrégulieretd'uneprotecùonadéquatedesancienscbemins.
Applicazione dei risultati dell'inventario
Per impedire che prima dell'entrata in vigore definitiva dell'inventario vengano
distrutti importanti beni storici, l 'IVS fornisce direttamente alla pianificazione in
corso i risultati d'inventario già acquisiti. Questo inlervento si attua tramite:
perizie, prese di posbiooe
in merito a progetti stradali e lavori di miglioria oppure nel quadro degli
esami dell'impano sull'ambiente;
coinvolgimento in sede di pianlflcazione locale o reglonale;
vie di oomunkazione storiche
quali sentieri per escursionismo le vecchie vie di comunicazione e i
supponi del traffico di elevato valore vanno inclusi nelle reti canlonali o comunali
di sentieri e passeggiate. L'art. 3 cpv. 2 della Legge feder.ùe sui percorsi pedonali
ed i sentieri (LPS) menziona espressamente che nella rete dei senùeri «per quanto
possibile si includeranno tratti di percorsi srorici»:
rbanameoto di beni meritevoli di protezione
in collaborazione con altre organizzazioni, privati. militari, scuole,
apprendisti ecc.. si provvede al ricupero e al risanamento di vecchie vie;
acttssibilità a tutli, non un «111meo del ,..,.alo»
poiché lo scopo è quello di rendere questi manufatti per quanlo possibile
riuùlizzabilidalla popolazione: è infauiaquestacondizionecbesi potrà assicurare
alle vecchie vie una manutenzione regolare e un· adeguata pl'O(ezione.
Der St. Jakob5-Pilgenff&. ''OD Konstan:z nach Elnsleddn.
Le Chemin de pèlerinage pour St. Jacques de Compostelle. entte Constance et Einsiedeln.
Il sentiero di peJJegrinaggio di S. Giacomo da Costanza a Einsiedeln.
Fiir facheriibergreifenden Unterricht.
Alte Briicken und Weg~
Thema der nachsten Projektwoche:
Historische Strassen und Wege in der sCbule? Erstellen Sie doch einmal ein
«Mini - Inventar» in Threr Gemeinde! Die Thematik «Historische Verkebrswege» lasst sich auf verschiedene Arten in den Schulunterricht integrieren.
Zum Beispiel:
Kartenlesen
Das Kartenlesen kann in clieser Fonn anschaulich und <m eincm praktischen Beispiel gezeigt und geubt werdei1.
•
Das Verhaltnis zwischen Natur und deren Darstellung auf der Karte wird deuùich (I km Landschaft = 4cm Karte
auf einer Karte im Massstab 1:25.000)
•
Distanzen konnen abgemessen werden
•
Detaileintragungen auf der Kai1e konncn in der Natur verglichen werden
bichnen, Gestalten
Wegfonnen oder Wegbegleiter, die Flora und Fauna ain Wegesrand konnen gezeichnet und gemalt werden.
•
Vielleicbt entstehen sogar einfache Modelle?
•
Reliefs konnten gebastelt werden (Hohenlinien der Landeskarte auf Folie zeichnen, auf di.innen Karton kopieren,
ausschneiden und aufeinanderkleben)
Mus~Gesang
Vorschlag
Vergleiche eìnen Teil der Schulgemeinde auf der heuùgen Landeskarte I :25 '000 mit dem entsprechenden Aussclmitt
aus dem Topograph.ischen Atlas, cler «Siegfriedkarte», (Ende 19'. Jahrhundert) im sei ben Ma'>sstab. Lasse die Schliler(innen)
die Unterschiede herausarbeiten, dokumentieren (beschreiben, zeichnen, fotografieren) und in der Natur nachvollziehen.
•
In Gedanken und in Realitat den Gerauschen ei11er Strasse, eines Weges zuhOren
•
Welche Gerausche machen Menschen, Pferde, Fuhrwerke, Fahrzeuge. Autos auf Feldwegen, Kies, Pflastersteinen,
Teerstrassen, Autobahnen, Tunnels, Brucken
•
Strnssengerausche mit Schlag- und Rhythmusinstrumenten nachspielen
•
Lieder zum Thema Strassen, Wege und Landschaft singen.
•
Horen Sie mit Ihren Schiilem Filmmusik (Easy Rider) oder Jazz (Chatai1ooga Choo 0100, Take the A train)
Mogliche Fragestellungen:
Welche Wege sind heute noch in unveranderter Linienfiihrung erhalten?
Existieren auch noch Wegbegleiter?
Sind alte Wege auf der Landeskarte verschwunden, neue hinzugekornmen?
Gibt es Begradingungen, Funktions- oder Bedeutungswandel bei Wegen. Gewassem oder Wegbegleitem?
Findet man im Geliinde etwa noch alte Wege. die i.iberwachsen und auf den neuen Karten g<U- nicht mehr
eingezeichnet sind?
e Wie hat sich der Siedlungsraum veriinde11?
Sport, Freizeit
Der Umgang mit Karten kann als Ausgru1gspunkt filr einen Orientierunglauf genutzt werden. Posten evtl. an Orte
plazieren, die im Zusarnmenhang mit historischen Wegen, Wegbegleitem oder Brticken besonders interessant sind.
•
Wandenmgen oder Spaziergange auf historischen Wegen eignen sich besonders gut fiir Maibummel, Schulreisen,
Exkursionen. Zusatzlich zum Wandererlebnis erfahren die Kinder einiges i.iber die kul!urhistorische Bedeutung
des durchwanderten Gebietes.
•
Hinweis auf «sanften» Tourismus. Bildungstourismus
•
Moglichkeiten zur Nachbearbeitung des Ausflugs im spateren Unte1Ticht ergeben sich geradezu ideai (Aufsatze).
Die Thematik kan.n im Rahmen der verschiedensten Scbulfacher ven,·endet werden, sie eignet sich auch
besonders gut fiir facheriibergreifeodeo Uoterricht.
Ausstelluog, Medienerzieh1U1g, Kommunikation
•
Eine Ausstellung uber die Ergebnisse aus dem «erforschten» Gebiet gestalten
•
Tagebuch oder
•
Broschure, i.iber das Schwerpunktù1ema dient als AbschJuss und als bleibende Eriru1erung fiir die Schiiler(im1en)
•
Diskussionen pro und contra Erhaltung oder Zerstorung eines alten Weges
•
Einen Prospekt pro und contra Zerstorung cincr historischen Verbindung entwerfen
•
Diskussionspunkte: Kontlikte. Argumentation, lnteressénsabwiigung, Entscheidungsfindung. Kompromisse,
politische Ùberlegungen
•
«lnterviews» mit Direktbetroffenen (als Gesprach oder Rollenspiel): Strassenbauer, Anwolrner, Landschaftsschtitzer,
Wegmeister, Gemeinderat
e
e
e
e
e
HeimatklUldeunterricbt, Geschichte, Geographie
Verkehrs-, Kultur- und Sozialgeschichte, Verkehrs- und Kulturgeographie. Verschiedene Epochen: von den Romem
durch das Mittelalter bis indie Neuzeit hinein.
Moglich~
Fragestellungen:
•
Wie sahen wohl Wege aus in jenen Zeiten?
•
Wie bewegte mru1 sich fo11? Art des Reise11s, Verkehrsmittel, Beschwerlichkeiten, Gefahren (Ùberfàlle
von Wegelagerem in einem Hof)Jweg werden nachvollziehbar, Verkehrsunfalle)
•
Gegeni.iberstellung mit den Gefahren des heutigen Verkehrs und Reisens
•
Unterschiedliche Wega.i1en (Trru1sitroute, Kirchweg etc.)
Wegbau. Wegunterhalt gestem - heute
•
•
ZollverhaJtnisse
•
Weshalb baule man welche Wege wo?
•
Gibt es alte Wege, Bri.i.cken und Wegbeglciter in der Gemeinde?
Biologie, Zoologie, Okologie, Umwelterziehung
Flora und Fauna am Wegesrand beobachten und beschreiben.
•
Vergleìch zwischen traditioneller Kulturlandschaft und ausgeraumter, produktionsorientierter Landschaft
•
Auswirkungen auf Kleinlebewesen
•
Vergleich Trockcnsteinmauer - Betonmauer
•
Vergleich geteerte Strasse - Naturstrasse
•
Notwendigkeit von Emeuerungen (Asphaltierung von Hoferschliessungen, moderne Befestigungen aufgrund
«natiirlicheo> Gefahren wie Erdrutsche. Lawinen)
•
Verschiedene Anspri.iche (Automobilisten, Anwolmer, Bauem, Wanderer, Kinder)
•
Gefahrdung alter Wege
•
Geni.igen alte Wege und Bri.icken noch den Anforderungen der modemen Zeit?
•
Sauberung eines alten Weges, Freimachen von Gestri.ipp in Zusammena.i·beit mit dem Beauftragten in der Gemeinde
•
Thema: Die Arbeit eines Wegmeisters
.Beispiel Kartem·ergleich:
In dieser Broschilre finden Sie einen beispielhaften Kartem·ergleich, den Sie auch auf andere Orte in der Schlveiz
iibertragen konnen.
Kopiervorlagen:
Fii.r die Venvendung im Unterricht befinden sich in dieser Broschilre Kopien·orlagen zu den Tbemen «Wie seben
dJe hlstorischen Strassen aus?» «Òkologie am Wegesrand», «Gefàhrdung der historischen Briicken und Wege».
Weitcre Matcrialien fùr den Schulunterricht:
l\tit den Bestellkarten auf der lettte Seite der Broschilre konnen weitere Unterlagen, Poster, Prospckte, Tonbild·
schauen, Infonnationen iiber Fachliteratur angefordert werden.
Hinweis fùr den Heimatkunde- und Gesch.ichtsunterricht:
VieUeicht existiert eine Dorfchronik oder es ist andere Literatur l'Orhanden; Kenner dee Lokalgeschichte, Pfarrer,
Gcmeindeschreiber, konnen ebenfalls weiterhelfen.
Un «IVS» à l'école? - Faites
donc un «mini-inventaire»
pour votre commune!
·
Comparezunepartiedelacommunc,sclonl'actuellecarte
nationale au J:25 '000, avec le feuillet correspondant de
l' Aùas topographiquc, la «Carte Siegfried» (fin du XIXe
siècle), à la mème échcllc. Dcmandez aux élèves de
chercher les différences, d 'en drcsserun état (descriptions,
pbotos) et de parfaire leur cravail sur le terrain.
Questions possibles:
•
Quels chemins ont-ils gardé jusqu' aujourd'hui
le meme tracé?
•
D'ancienscheminsont-ilsdisparudelacartenaLionale, ou d'autres sont-ils apparus?
•
Y a+il eu des rectifications de tracés,
des changements d'utilisation ou d'importance?
•
Trouve+on encore sur le terrain, par exemple,
d'anciens chemins que la végétatioo a recouverts,
ou qui n'cxistent méme plus sur !es nouvelles canes?
La thématique peut ètre utilisée dans le cadre des leçons
les plus divcrses; elle se prete particulièrement bien à un
enseignemcnt touchant à diverses branches.
Histolre, géographle locale et générale
Histoire du trafic, de la culture. Histoire sociale.
.Géographie. Epoques diverses: Romains, Moyen iìge,
tcmps modcmes
Lecture de cartes
Biologie, zoologie, éoologie, enl'ironnenment
Observer la flore et la faune des bordurcs de chemins
Comparer le paysage cultivé traditionnel et le nouveau
Comparez uneroute avec revetement et un chemin de terré
Dégagement d'un ancien chemin
Desmler, modeler
Dessiner, peindrc, modeler, représentations en relief, etc.
Sport, loisirs
Course d'orientation
Excursion scolaire, visite de chcmins historiques et des
éléments intéressants qui les accompagnent
Exposition, connaissance des médias
Exposition, commentaires
Discussion pour et contre: conservatioo/destruction
Entrctiens avec des personnes directement conccmées
Un «IVS» a scuola?
Perché non allestire un
«mini-inventario» della zona
in cui sorge la vostra scuola?
Raffrontate una zona dcl tenitorio in cui sorge la scuola
così coine rappresentata nell'attuale carta nazionale
I :25 'OOOcon la sua raffigurazione ncll 'Atlante topografico
Siegfried (1870-1915). Invitate gli allievi a rilevare le
differenze documentandole oralmente, per serino, tramite
foto sia in classe sia sul posto.
Possibili domande:
•
quali vie seguono oggi ancora l'antico tracciato?
•
quali vie sono scomparse e quali sono comparse?
•
vi sono stati livellamenti o mutamenti di funzione
e di importanza?
si possono ancora identificare vecchie vie ricoperte
•
da vegetazione e non più riportate nelle nuove carte?
•
Questi temi possonoessere tranati in diverse materie
e si prestano ottimamente a un insegnamento
interdiciplinare.
Lezioni di storia e di geografia Storia sociale, delle
civiltà. dcl traffico. Geografia. Epoche diverse: Romani,
Medioevo, Epoca moderna
Lettura della carta
Biologia, zoologia, ecologia, studio dell'ambiente
Osservazione dc Ila flom e della fauna ai bordi delle strade.
Raffronto tra paesaggi coltumli di un tempo e attuali.
Raffronto strade catramate e asfaltate e strade in terra
battuta. Pulizia di un· antica via.
Lavoro manuale e disegno
Disegnare, colorare. realizzazione di modellini, rilievi
ecc.
Atthità sportive
Corsa d'orientamento. Passeggiata scolastica, uscite di
studio delle vie di comunicazione storiche e dci supporti
del traffico.
Esposizione, educazione alla comunicazione
Esposizione. relazioni.
Discussioni a favore o contro il mantenimento/la
distruzione. Intervista con i diretti interessati.
Mital'beiler dleser Brosçhiire: Auteurs de cette brochure: Hanno coUabomto alla reali-:q-jone di quew prommo: Konzept,
Texte, Redaktlon: Conception, textes, rédaction: Hans Schiipbach (Pressestelle IVS)" Chris Leemann Geschiiftslciter
Schoggitalen-erkauf; Skillçn. Zeichnungen: Wemer Vogel (Kartographic IVS). fu1mmdlagen: ~uments dc base:
Doc11mema.-io1!7 per i tes!i · Giorgi~ Be~ Fredi ~ieri, .Jean-Pierre Dewarrat., Ame Hegland, Laurence Margairaz,
Hansruedi MOschlng, Hans von Rutte (regionale Mitarbe1terfmnen IVS); Gubert Luck. f otos und Abbildungen: Photos et
1llustratigns: Foto e jlbmrazjoni" Arehiv IVS; Sch"'Cizerische LandesbibUothek; Forti Anhom, Malans; Bruno Schlatter,
Widen; Obersetzungen; Traductjons: Traduzjonj · Fabio Chierichetti, tosone; ( laude Bodinier, Yl·enlon.
I.es chemins historiques
sont intéressants aussi du
point de vue écologique!
Le vie di comunicazione
storiche inte~ti anche
sotto il profilo ecòlogico
Les voiesdecommunication historiqueset leurséléments
traditionnels - boqueteaux, murs de pierres sèches, clotures
de bois et baies de bordure - s 'insèreot orgaoiquement
dans la structure du paysage. Au contraire de nombreuses
routes modemes, !es anciens chemins épousentle terrain.
Les élémehts qui les accompagnent, tels que chapelles,
croix, arbres isolés ou bomes de pierre, leur donnent un
accent et mettent en reUef des sites imponants.
Mais !es voies de communication historiques
n' animent pas seulement le paysage d'agréable façon:
eUes influent aussi sur la flore et la faune. La surface
supérieure du cberoin et surtout ses bords offrent à de
nombreux animaux et plantes un espace relativement
tnmquiJJeetfavorabJeàleurépanouissement,aucontraire
des abords, par exemple, intensivement utilisés par
l'agriculture: le sol n'y est pas entamé, il est à peine
engraissé et rarement fauché. Cette stabilité écologique
relativement prononcée est aussi une des principales
raisons de la grande variété des espèces vivanten bordure
des chemins.
Il y a peu de temps qu 'on est devenu plus attentif
à l 'énorme importanceécologiquedecegenred'éléments,
en particulier des haies.
Le vie di comunicazione storiche formano una struttura
I jcux bumjdes marajs dc ta!us Molinic blcue, liic;he, reinc des prés, cirsc oléracé,
populage. ptimevère. orchidée~: libellules, araignées. paon de jour. amphjbies.
omogenea con altri elementi tradizionali del paesaggio,
quali le scarpate, i muri a secco, Le siepi e gli steccati. A
differenza di molte strade moderne, le vie storiche seguono
la morfologia del territorio. I supporti, come le cappelle,
le croci, gli alberi isolati o le pietre miliari caratterizzano
un luogo e ne sottolineano L'importanza.
Le vie di comunicazionestoriche non costituiscono
unicamente un aspetto pittoresco del paesaggio, influenzano altresì La flora e La fauna. Tanto la superficie viaria
·e, soprattutto, i bordi dei sentieri e delle strade offrono a
molte piante e animali un ambiente idoneo al loro sviluppo,
contrariamente a quanto avviene spesso nel territorio
circostante coltivato secondo sistemi intensivi. Questi
tratti non sono dissodati, non sono praticamente mai
concimati e solo raramente falciati. Questa stabilità ecologica relativamente elevata è uno dei motivi principali
della grande varietà di specie presenti ai bordi delle
strade.
La grande importanza che assumono in questo
contesto gli elementi summenzionati, in particolare le
siepi, è stata più volte ribadita anche in tempi recenti.
«me umide e tcaroote noludqse
Monna. carice. olmaria. cardo glaflastro. calta palustre . primula, or(:hidee:
li~llule. ragni. "·onessa. anfibl.
Surface de cbemjns Plantain. ivraic, trèflc rampant. p3rurin annuel. pissenlit
d'automne.
Lieux locultes décombres Chicorée sauvage. chénopodiacées. vipérine:
coléoptères. abcilles. fouisseurs.
Murs de pjerre._.:; sèche!'>. Fougère capil1aire. otpin àcre. pal'iétaire; lé1.ards. traquets
moncux. rougc-queuc noir, insectes.
Terrnjn!t majgrc~ et mj-majgres Brome dre~é. fétuque ovine. suage des prés.
marguerite, campanules. vulnérairc. thym, orchidécs~ bourdons, coléoprères,
papi11ons. g.ri11ons. musaraignes.
Hajes e.t buissoos Prunellier, aubépine. obicr. bonner dc prCtre. églanrier. noisetièr.
érable champCtn::, herbacées: pie-grièche écorcheuse. bruant jaune., fauveues.
thevèchc. hérisson. loir, hennine, c-rapaud oommun, grenouillc rousse.
Suncrficit: w·ariq Y,(Jtl4TiQ11e rnggeug q ra/pr,·tgmrnw
PiamaggiM, loglio. trifoglio bianco. fienaroJa annuale.
dtntr di leont.
Terreni incolti< zonrrudera/j Cit:odo, chenopodio, ~rba
\•iperbw; coleoueria, api, stefcidi.
Comment se présentent les
voies historiques?
Come si presentano le vie storiche?
Chemin à talus unique
via a mezza costa m un solo lato
Chem in à double talus
via a mezza casta su due lati
Ò 1emin creux
via ca.•a o i11 tri11cea
Chaussée
via in terrapieno o rilevata
Chemin à délimitation unilatérale
vie delimitati' su un lato
Chem in à délimitation bilatérale
vie delimitate su due lati
~
d:::3J
~~,---(~
~~~
Combinaison de talus,
"-.
délimitations. ouvrages d'art et éléments du paysage routier
vie con combinazione
scarpate/delimitazioni!
manufatti/supporti del
traffico
tl
::l
.e:
u
..
z
5"'
'"O
§
Particu liè rement attrayan ts et spectaculaires: les éléments d u
paysage routier. Edificc-front ièrc, inscription, hospicc, cnnitagc,
reste d'une mine, bome de distance, auberge.
I supporti del traffico: auraemi e vistosi. Cippo di confine.
iscrizione. ospizio. romitaggio. rovine di una miniera. pietra
oraria, taverna.
Pourquoi les voies
historiques et les éléments
du paysage routier sont-ils
menacés?
e
e
Rcctifications de tracés ou revetements en dur
Destructions lors de la nou veli es construction
•
Utilisation pour des décharges
•
Pose de conduites et cables dans le corps du chemin
(destruction de la couche supéricure, du pavement)
.
·'
Quali sono i pericoli che
minacciano le vie di
comunicazione storiche e i
supporti del traffico?
Livellamento e/o pavimentazione in duro.
Distruzione in seguito alla costruzione di strade.
Utilizzazione quale discarica.
e
Interramento di condoni e cavi che ne alterano la
struttura (superficie viaria ccc.).
Demolizione o sostituzione di vecchi ponti.
•
•
Distruzione o isolamento dei supponi del traffico.
•
•
•
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Exemple
de quelques différences
,,. . .
caractenst1ques
Extralt concemant la commune de Riidersl\il (BE)
CN I 168 Langnau i. E. ( 1988) Cl
AT «carte Siegfried», fcuillc368 Lauperswil ( 1884)
Esempio di una zona dal punto di vista viario relativamente
«tranquilla»
Excmple de quelques difl'éttnces caractéristiques
•
•
Nouvcllcs données manquan1 sur les anciennes cartes:
I) La bifun::alion de la voie ferrée Ramsei-Sumiswald
Hunwil fai1 défaul
2) Moderne voie exprcss à travers Ics prairies du Raufli
3) Rou1e secondairc par Riiderswil qui remplace I' ancienne
liaison par le Blindcnbach. Mais ce11e dernière a gardé son tracé
origineI.
•
Concordances
4) Le réseau locai de chemins, au coeur du village, a gardé
pendan1 dcs sièclcs Ics ml!mes tracés, comme on le voit en
paniculicr aux courbes ou aux changcmcnts dc dircction. La
surface des chemins a été cn grande partie goudronnée. (Faire
ressortir le réscau, cn couleur ou tramé. sur les deux cartes).
Extra.lt concemant la oommune dc Schonbii.h l (BE)
CN 1147 Berthoud (1987) et
AT «Carte Sicgfried», feu illet 144 Hindelbank ( 1879)
Changements
5) Le poni de bois couvert a été remplacé par un moderne
poni de bé1on.
6) Le 1racé dc la routc a été modifié (moins raideet direct,
adapllllion au trafic moderne).
7) De modcstcs sen1iers pédestres. aujourd'hui intégrés
dans les prés, ne soni plus rcconnaissablcs comme tels!
8) Des noms campagnards pcuvent donner d 'importantes
indicationssur la fonction d 'élémentsdu paysage routier(hòpital,
«Kirchrain».
9) Pene d'imponance de la rou1e du Ramisberg. C'é1ai1
jadis une voie carrossable: aujourd'hui cene liaison n'est plus
utilisée que comme chemin de campagne.
Commeexempled'unerégionquiasubidetrèsfortcsmodifica1ions
(au1oroute. constructioo deceotres d' achat, instal lations mi Iitaires,
accroissemem de l'habitat). Les différences soni manifestes, et
dès lors non exposées en détail.
Esemp_io di rafftonto carta
Estratto relafu-o al settore del conume di Riide~11 (BE)
Carta nazionale 1168 Langnau i.E. ( 1988) e
Atlante topografico Siegfried, Foglio 368 Lauperswil ( 1884)
Alcune tipiche differenze
e
Nuove infonnazioni mancanti sulla vecchia carta:
l ) dinunazionedella linea ferroviaria Ramsei-Sumiswald-
Huuwil
2) strada veloce attraverso la Rauflimanen
3) strada secondaria attraverso Ri.iderswil che sostituisce
il vecchio collegamento attraverso il Blindenbach, di cui è
comunque rimasto conservalo il tracciato originale.
e
Coincidenze
4) rete di strade nel centro del villaggio. rimasta costante
nei secol i, oome si può constatare dalle curve e dai cambiamenti
Est:ralto re.lath-o al settore del comune di Schonbiihl (BE)
Cana nazionale 1147 Burgdorf (1987) e Atlante topografico
Siegfried. Foglio 144 Hindelbank ( 1879)
Esempio di una zona dal punto di vista viario relativamente
,,tranquilla"
di direzione. Quasi rune le strada sono state asfaltate (strade
evidenziate in colore).
e
Cambiamenti
5) il ponte ligneo copeno è Staio sos1irui10 con un nuovo
manufalto in calcestruzzo
6) il traccialo della strada è stato modificato (meno ripido
e diretto, adeguato al traffico moderno)
7) i vi0t1oli. oggi integrati nella superficie prativa. non
sono più individuabili quali sentieri
8) i toponimi possono dare preziose indicazioni sulla
funzione dei supponi del traffico (ospedale. sagrato ecc.)
9) perdita d'imponanza della strada lungo il Ramisbcrg.
un tempo carrozzabile, oggi usata solo come strada campestre.
Esempio di una regione contrassegnata da grc111di cambiamenti
(autostrada, costruzione di centri commerciali, installazioni
militari. insediamento più fino). Le differenze sono tanto evidenti
da rendere superflua la menzione in denaglio.
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