Z w e i s pa n n u n g s - T r i e b Z u g b e 5 1 0
Fertigung des ersten uetliberg-Triebzuges
in bussnang
D e r e r s T e Z w e i s pa n n u n g s T r i e B Z u g B e 5 1 0 i s T fa s T
f e r T i g u n D wa r T e T a u f D i e
inBeTrieBseTZung. sein Bau
B e i s Ta D l e r i n B u s s n a n g
glich einem puZZlespiel miT
Zulieferern aus ganZ europa.
Acht Monate nachdem die ersten Aluprofile
im Stadler-Werk Bussnang zusammengeschweisst wurden, präsentiert sich der
erste Zweistrom-Triebzug Be 510 optisch in
fast fertigem Zustand. Nach letzten Montagearbeiten erfolgt in den nächsten Monaten die Inbetriebsetzung, bevor im Juni
2013 das erste Fahrzeug für Probefahrten auf dem Netz der SZU bereit stehen
wird. Parallel dazu läuft die Fertigung der
fünf weiteren Fahrzeuge. Das letzte soll
gemäss aktueller Planung im November
2013 in Zürich eintreffen.
Bis der Bau in Bussnang starten konnte,
brauchte es eine rund 15-monatige Planungszeit. Die von der SZU vorgegebene
Achslast und die Festigkeit des angetriebenen Mittelwagens stellten eine besondere Herausforderung dar, was eine
Verzögerung der Planungsarbeiten mit sich
brachte. Erst die Neukonstruktion des Mittelwagens brachte eine Lösung, die genügend stabil und nicht zu schwer ist.
Eine komplette Be 510 in der Endmontage
Teile aus ganZ europa
Obwohl die Serie von sechs Stück zu den
kleinen, aber wichtigen, Aufträgen von
Stadler gehört, zeigt er exemplarisch,
welch ein Puzzlespiel der Bau moderner
Schienenfahrzeuge ist.
Die Zeiten, als fast alle Bauteile im eigenen Werk gefertigt wurden, sind endgültig
vorbei. Ein Grossteil der Komponenten
fertigen und liefern Firmen im In- und Ausland. Das Zusammenfügen dieser Teile
erfolgt dann nach einem engen Zeitplan
in Bussnang. Beim Be 510 stammen beispielsweise die Fahrmotoren aus Wien,
die Türen aus Kassel, die Sitze aus Altenrhein, der Stromrichter kommt aus Turgi,
die Stromabnehmer aus Murgenthal und
die Kupplungen aus Schaffhausen.
Dieses Puzzlespiel fordert neben den Projektverantwortlichen bei Stadler auch diejenigen bei der SZU. So war Projektleiter
Remo Schnetzer in den letzten Monaten
fast im Wochentakt unterwegs, um vor der
Lieferung einzelne Komponenten bei den
Herstellern abzunehmen.
Heikel bei der Fertigung des ersten Fahrzeuges war nicht nur der enge Lieferplan,
sondern auch die Kapazität in Bussnang.
Da Stadler derzeit stark ausgelastet ist,
mussten Platz, Zeit und Mitarbeiter für den
Bau des Be 510 organisiert werden. Um
den Zeitplan einhalten zu können, wurde
eigens eine komplette Montagehalle für
dieses Projekt erstellt.
premieren für sTaDler unD sZu
Der Bau des ersten Zweispannungs-Triebzuges brachte einige Premieren mit sich:
So kommt bei Stadler ein neues Lacksystem zur Anwendung. Dieses besteht aus
einem pigmentierten Basislack und einem
Klarlack als Schutzschicht. Der Vorteil: Die
sonst relativ heikle rote Farbe soll so weniger schnell altern.
Eine Neuheit sind auch die verschiebbaren Stromabnehmer. Diese ermöglichen
den Triebzügen zusammen mit der Zweispannungsausrüstung erstmals in der
Geschichte der SZU, sowohl auf der mit
Gleichstrom und seitlichem Fahrdraht ausgestatteten Uetlibergstrecke als auch auf
der mit Wechselstrom und mittiger Oberleitung ausgerüsteten Strecke ins Sihltal zu
fahren.
Blick durch die Fahrgasttüren
Der komplette Boden eines Endwagens in der Schweisslehre
Blick im Rohwagenkasten in Richtung Führerstand
Ein hochgeklapptes Führerpult
Montage eines Puffers
Trotz Einsatz von Robotern wird viel «von Hand» geschweisst
Anschluss eines Stromrichters
Verkabelung eines Führerstandes
Auf dem Dach: Anbringen der Kabelkanäle und Hochspannungsisolatoren
Faltenbalg am Mittelwagen
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Broschüre Be510 - Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU