Nr. 7 | Mittwoch, 23. Januar 2013 ///CUMINAIVEL Informationsmagazin /// Bollettino informativo /// Magazine d’information /// www.cuminaivel.ch /// Hotline: 081 632 16 75 /// Mail: [email protected] Cuminaivel Plus In servizio su quattro zampe La giornata dei media Pronti ad accogliere gli ospiti En service pour les chiens I II III IV Min / Max Mittwoch -5° / 2° Donnerstag -5° / 0° Mittwoch -13° / -3° Donnerstag -13° / -5° IM BLICk dEr MEdIEN Bild: mw. Davos Chur Meteo WEF 2013 2 /// MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 CUMINAIVEL Grussworte Und wieder ist es soweit, das alljährliche Treffen des World Economic Forum. Wieder wird Davos für ein paar Tage der Nabel der Welt sein. Alle werden auf Davos schauen und damit auch auf die Schweiz. Wir sind im Schaufenster der Welt, so wie jedes Jahr im Januar. Und auch Sie sind wieder mit dabei, Sie alle, die Einsatzkräfte für das WEF. Nicht im Rampenlicht zwar, aber überall sonst: neben, hinter, unter und sogar über der grossen Bühne, hoch in der Luft. Sie alle sind wiederum hier – und mit Ihnen auch die Sicherheit. Ein sicheres WEF, das ist das, wofür Sie hier sind, wofür Sie im Einsatz stehen – denn: ohne Sicherheit kein solcher Anlass. Nicht nur das WEF aber ist auf Sicherheit angewiesen. Die ganze Schweiz ist es, so wie jedes andere Land auch. Sicherheit ist zwingend, für jeden Staat, ohne geht es nicht. Sicherheit ist ein kostbares Gut, vielleicht sogar das kostbarste überhaupt. Man muss ihr entsprechend Sorge tragen, im Alltag genauso wie bei Nichtalltäglichem, so wie jetzt gerade beim WEF. Das heisst aber auch: Sicherheit kostet, Sicherheit ist nicht gratis zu haben, in sie muss investiert werden. Und dazu braucht es die richtigen Mittel. Es braucht genügend finanzielle Mittel, es braucht die richtige Ausrüstung und es braucht vor allem aber auch die richtigen Menschen. Finanzen, Technik und Verfahren, das alles ist wichtig, letztlich sind es aber Menschen, die im Einsatz stehen – so wie Sie alle in diesem Moment. Ich bin überzeugt: Wir haben in der Schweiz die richtigen Menschen für unsere Sicherheit, die Qualität ist hoch, ob in der Polizei, der Armee oder im Zivilschutz. Alle beweisen tagtäglich im Einsatz, ob alleine oder im Verbund, was sie zu leisten imstande sind, genauso wie auch jetzt wieder beim WEF. Das ist nicht selbstverständlich. Umso mehr müssen wir dazu Sorge tragen und nicht leichtfertig an den Fundamenten rütteln, die dieses System tragen. Ein Element, das auch zu diesen Fundamenten gehört, ist die allgemeine Wehrpflicht. Auch sie ist wesentlich dafür, dass wir die richtigen Leute am richtigen Ort haben, in der Armee, aber auch im Zivilschutz. Die allgemeine Wehrpflicht bürgt für hohe personelle Qualität, aber auch für gesellschaftliche Verankerung: Armee und Zivilschutz sind Teil der Schweizer Bevölkerung, und umgekehrt. Dieses System ist historisch gewachsen, hat sich bewährt und beweist auch heute noch – wenn ich den Sicherheitseinsatz für das WEF anschaue – seine Tauglichkeit und Effizienz. Davon ist auch der Bundesrat überzeugt. Er hat deshalb beschlossen, auch in Zukunft auf dieses Fundament unseres Sicherheitssystems zu bauen. «Olympia 2022» – dieses Stichwort führt derzeit in Graubünden aber auch in der übrigen Schweiz zu angeregten Diskussionen. Wir wollen für die olympischen Winterspiele 2022 kandidieren. Damit sollen die Winterspiele zurück in die Berge kommen, wo unsere Natur die Durchführung «weisser Spiele» ermöglicht. Eine solche Kandidatur hat viele positive Effekte. So führt sie zu einer Erneuerung und einem sinnvollen Ausbau der Sportanlagen sowie der Infrastruktur im öffentlichen Verkehr und in der Tourismusbranche. Ferner bietet die Kandidatur eine Plattform, uns weltweit, auch in neuen Märkten, zu präsentieren. Gerade letzteres ist angesichts der stei- Ueli Maurer WEF-Ausschuss der Regierung Bundespräsident des Kantons Graubünden «Wir haben die Chance, uns weltweit auch in neuen Märkten zu präsentieren.» Hansjörg Trachsel genden Konkurrenz in unseren Nachbarländern wichtig, um langfristig im Tourismus zu bestehen. Schliesslich ist der Tourismus ein wesentlicher Motor unserer Wirtschaft. Eine solche Kandidatur wirft natürlich viele Fragen auf. Eine dieser Fragen ist sicher die Frage, ob wir die Sicherheit – und dazu gehört auch der Schutz vor Naturgefahren sowie die rasche Hilfe bei Unfällen oder Krankheiten – eines derart grossen Anlasses gewährleisten können. Diesbezüglich können wir jedoch auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken. Mit dem Jahrestreffen des WEF findet in Davos jährlich ein Anlass statt, bei dem die Aufgaben der Sicherheitskräfte vergleichbar sind mit denjenigen am olympischen Spielen. Seit vielen Jahren gewährleisten Sie mit Ihrem Einsatz die Sicherheit am WEF. Diese Erfahrung stimmt mich zuversichtlich, dass wir gemeinsam auch die Sicherheit olympischer Spiele garantieren können. In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihre Bereitschaft, einen Beitrag zur Gewährleistung der Sicherheit am diesjährigen WEF zu leisten, und wünsche Ihnen für Ihren Einsatz alles Gute. Hansjörg Trachsel Regierungspräsident und Präsident CUMINAIVEL /// 3 MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 Wo Lilien zwischen Hebebühnen ranken Das World Economic Forum 2013 ist eröffnet. Das Kongresszentrum erstrahlt in Hochglanz. Staatschefs und CEOs wandeln durch die noblen Räume. Die Aufbauarbeiten sind Geschichte. Ein Rückblick führt uns heute vor Augen, wie es hier gestern noch zu und her gegangen ist. der Fernsehstationen hoch. Journalistinnen und Journalisten, Kameraleute und Techniker hasten über die schmalen Stege. Ein kleiner Schneemann mit Mütze, einem Augenpaar aus Steinen und einem Tannenzapfen als Nase ist der ruhige Pol in der hektischen Fernsehstadt auf dem Dach des Kongresshauses. Jetzt geht es zum Haupteingang. Badge-Kontrolle. Samtweiche Teppiche dämpfen das Dröhnen der Bohrmaschinen. Entlang der Gänge werden Desks für Informationen, Reservationen für Gesprächskreise und Verpflegung aufgebaut. Ein Mann rollt einen Wagen voller Kabelrollen Richtung Plenarsaal. Am Eingang zum Saal fährt ein anderer Mann mit einer Hebebühne zur Decke hoch. Er installiert einen Bildschirm, über den später Informationen für die Gäste flimmern werden. Letzter Feinschliff vor der Eröffnung. Klebstreifen am Boden helfen beim Ausrichten der Stühle. as. Auf dem Parkplatz vor dem Kongresszentrum instruieren ein Dutzend Einsatzleiter ihre Polizei- und Security-Teams. Es heisst die Umgebung und die Räumlichkeiten des Kongresszentrums kennen zu lernen. Wir begleiten sie auf einen Rundgang. Bilder: rk. Schneemann beobachtet Fernsehleute Über Gummimatten geht es zum Seiteneingang. Wo die Gummimatten enden, streut ein Mitarbeiter in oranger Uniform Holzschnitzel auf die schneebedeckten Wege. Wir steigen zuerst über wacklige Gittertreppen zur Zeltstadt Putzwagen zwischen Stühlen und Blumen Klebstreifen am Boden des Plenarsaals helfen den Mitarbeitern, die Stühle exakt auszurichten. Eine Reinigungsfachfrau stösst ihren Putzwagen durchs Gedränge: «Platz bitte». Es wimmelt von Personal wie in einem Ameisenhaufen. Frische Blumen verströmen ihren Duft. Die meterhohen Lilien, weisse und rosarote, werden später die Gesprächssäle schmücken. Römische Säulen zieren die Wände des Saals «Sanada». Die Tapete wurde extra fürs WEF angebracht. Plexiglasstühle stapeln sich noch hinter der Tür und warten darauf, exakt ausgerichtet zu werden. Eine Nachtschicht lang bleibt noch Zeit. Draussen wirbeln Schneeflocken durch die Luft. Eine Gruppe Soldaten schreitet mit strammen Schritten vorbei. Der kleine Schneemann guckt vom Dach aus zu. 4 /// MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 CUMINAIVEL die Armee im Fokus von Presse und TV Grosser Andrang am Medientag: Noch nie war das Interesse der nationalen und internationalen Presse am WEF-Einsatz der Armee so hoch wie in diesem Jahr. Im Fokus der rund 30 Medienschaffenden standen die Leistungen des Militärs in Davos. Im Blickwinkel der Fotografen «Stop, Armee». Für einmal galt diese strenge Aufforderung in Davos nicht, zumindest nicht für die 30 am Medientag zugelassenen Journalistinnen und Journalisten. Aus allen Blickwinkeln wurde fotografiert und gefilmt, auf dass die Leistungen von Heer und Luftwaffe weltweit ins richtige Licht gerückt werden. Neben den üblichen Vertretern der Schweizer Presse- und Fernsehlandschaft waren mit zwei Bloomberg-Mitarbeitern auch die internationalen Medien mit dabei. «Achtung, Kamera läuft!» Divisionär Jean-Marc Halter, Chef Führungsstab der Armee, war ein gefragter Mann, die Kameras der Medien waren oft auf ihn gerichtet. Er musste Auskunft geben über die Leistungen seiner Soldaten. «Würden Sie einen WEF-Gast aus Sicherheitsgründen ablehnen?», wurde er etwa von Patrick Capaul vom Fernsehen der Rätoromanischen Schweiz (RTR) provokativ gefragt. «Dies bestimmt nicht die Armee, sondern der Bundesrat», antwortete Halter diplomatisch. Blick in die Ferne Er sieht den Feind schon von fern kommen: Der Beobachtungsposten der Infanterie bei Davos war ein beliebtes Sujet für die Pressefotografen, wie auch die übrigen Armeeangehörigen, die am Medienbesuchstag den Journalisten Red, Antwort und Model standen. Fazit: Die Schweizer Armee scheint ihre grosse Anziehungskraft auf die Medien nicht verloren zu haben. sag. Bilder: mw. Medienmassen, Massenmedien Die 30 Journalistinnen und Journalisten, so viele wie noch nie, wurden mit Militärbussen sowie zwei Super Puma-Helis der Luftwaffe zu verschiedenen Posten der Armee am WEF geführt. Für die meisten Medienschaffenden war dies eine schöne neue Erfahrung. So zeigte sich etwa die Westschweizer Journalistin Sandra Porchet, die für die Agentur ATS (SDA) die ganze Woche lang vom WEF berichtet, begeistet vom Heli-Flug über die Bündner Alpen. CUMINAIVEL /// 5 MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 «Ich will ein Stadtpräsident zum Anfassen sein» Urs Marti ist seit Anfang dieses Jahres Stadtpräsident von Chur, der ältesten Schweizer Stadt. Dass das WEF auch für Chur eine gewisse Bedeutung hat, weiss der 45-Jährige aber nicht erst seit diesem Jahr. Der neue Stadtpräsident Urs Marti an seinem Arbeitsplatz in Chur. Bild: dz. Urs Marti, als Sie sich vor rund drei Wochen erstmals an Ihren neuen Arbeitsplatz setzten, funktionierten Dinge wie das Benutzerkonto des Computers, das E-Mail oder der direkte Telefonanschluss so, wie Sie sich das vorgestellt hatten? Urs Marti: Ja. Bereits in der letzten Dezemberwoche wurde dies alles bestens vorbereitet. Rein technisch konnte ich also unverzüglich mit meiner Arbeit beginnen. Doch selbstverständlich geht es nicht nur um das Technische. Der informelle Austausch, die Abläufe, die genauen personellen Zuständigkeiten und vieles mehr sind genauso wichtig. Alle diese Dinge kennen zu lernen, wird nun auch noch einen Teil meiner Zeit beanspruchen. Reicht da eine Amtszeit aus, um alle Mitarbeitenden persönlich kennen zu lernen? Das reicht bei weitem. Ich würde sogar behaupten, es reichten mir dafür bereits zwei Wochen. Ich nahm und nehme derzeit sehr viele Termine wahr, die genau das zum Ziel haben. Getreu meinem Wahlkampfmotto «Khusch zum Khafi?» versuche ich, das jetzt auch zu leben. Meine Mitarbeitenden wissen jetzt schon, dass das Büro des Stadtpräsidenten jederzeit offen steht. Diese Räume sollen nicht ausschliesslich zum Arbeiten dienen, sondern auch ein Ort der Begegnung in einer angenehmen Atmosphäre sein. Ich will ein Stadtpräsident sein, der nicht nur fassbar sondern auch anfassbar ist. Als Stadtrat sind Sie Departementsvorsteher und damit zuständig für nicht weniger als neun Dienststellen, darunter auch die Stadtpolizei Chur. Nun steht das WEF vor der Tür, welches für die Stadt Chur in den vergangenen Jahren schon öfters für Unannehmlichkeiten gesorgt hat. Wie konnten Sie sich in der kurzen Zeit darauf vorbereiten? Ich habe da einen kleinen Vorteil. Einerseits bin ich als Offizier im Militär im Kantonalen Territorial-Verbindungsstab eingeteilt. Dort beschäftigen wir uns auch immer wieder mit Fragen rund um das WEF. Zudem war ich auch schon Mitglied des WEF-Stabes der Armee und hatte dadurch direkten Einblick in die einzelnen militärischen Dispositive. Andererseits habe ich die Gewissheit, dass ich für diese Aufgabe nicht alleine gelassen werde. Insbesondere kann ich da natürlich auf die langjährige Erfahrung der Verantwortlichen der Stadtpolizei zählen. Zu guter Letzt ist es auch beruhigend zu wissen, dass die momentane Lage ganz so aussieht, als würde die Stadt Chur nicht derart im Fokus gewisser Leute stehen, wie dies in früheren Jahren schon der Fall war. Morgen Donnerstag werden Sie in Davos am WEF am offiziellen Besuchstag teilnehmen. Nehmen wir an, Sie hätten einen Wunsch offen. Wen würden Sie an diesem Tag besonders gerne treffen? Es gibt sehr viele faszinierende Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik und Wirtschaft. Dennoch will ich an diesem Besuchstag nicht in erster Linie jemanden von diesen Leuten treffen, sondern möglichst viele meiner Mitarbeitenden der Stadtpolizei Chur, welche in Davos zugunsten des WEF Dienst leisten. Das ist mir weit wichtiger. Ich möchte die Gelegenheit dazu nutzen, ihnen allen für den Einsatz persönlich zu danken und ihnen dazu viel Erfolg zu wünschen. dz. News im web täglich auf: www.cuminaivel.ch 6 /// MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 CUMINAIVEL «Die Mannschaft ist mein Kapital» Wachestehen bei Schnee und Kälte gehört zum WEF-Einsatz wie das Amen in der Kirche. Auch Wachtmeister Simon Rüegger ist mit seiner Gruppe Teil des Sicherungsdispositivs und dies, obwohl er seinen Dienst 130 Kilometer Luftlinie von Davos entfernt auf dem Militärflugplatz leistet. Wachtmeister Simon Rüegger hat den Überblick über den Militärflugplatz. dam. Simon Rüegger schaut aus dem Fenster und lässt seinen Blick über die Piste schweifen. «Das Wetter ist die grösste Herausforderung», sagt er. Es ist kalt im engen Haslital und die Sonne zeigt sich jetzt im Januar nur während weniger Minuten pro Tag. Doch für die Sicherung des riesigen Areals ist nicht nur die Kälte erschwerend: «Im Sommer kann man weite Teile des Flugplatzes überblicken. Jetzt müssen wir wegen der Impressum Herausgeber: Gemeinschaftsproduktion der Kantonspolizei Graubünden / Armee, Kdo Ter Reg 3 Redaktion: Kapo GR / Komm Ter Reg 3 Hotline Cuminaivel: 081 632 16 75 (24-h-Betrieb) Mail: [email protected] Verantwortliche: Thomas Hobi, C Kommunikation Kapo GR Oberst Edgar Gwerder, C Komm WEF Ter Reg 3 Ausgaben: Erscheint vom 16. 1. - 30. 1. 2013 von Nebel und Schnee beeinträchtigten Sicht viel mehr unterwegs sein.» Ein Mekka für Fotografen Die zweite Herausforderung, so Rüegger, sei der Umgang mit Zivilpersonen. «Wir haben es hier sehr oft mit Zivilisten zu tun: Touristen, Anwohner und Fotografen.» Auf letztere werfen Wachtmeister Rüegger und seine Sicherungssoldaten ein besonderes Augenmerk. «Während des WEF wird der Militärflugplatz zu einem Mekka der internationalen Flugzeugfotografen. Gerade die ausländischen Besucher kennen die Regeln auf unseren Flugplätzen nicht. Immer wieder müssen wir Personen zu ihrer eigenen Sicherheit von gefährlichen Stellen wegweisen.» Gewöhnlich stosse er auf Verständnis für diese Anordnungen. «Ich gehe mit den Menschen so um, wie Bild: dam. ich möchte, dass man mit mir umgeht. Das führt meistens zum Erfolg.» Dabei hätte die Flugplatz Sicherungskompanie 13 durchaus auch die Befugnis zu dezidierten Massnahmen. «Wir dürfen Personen und Fahrzeuge anhalten und durchsuchen. Falls nötig können wir auch jemanden festnehmen und anschliessend der Militärpolizei oder der Kantonspolizei übergeben», erklärt Simon Rüegger. Parallelen zum Beruf Doch angesichts des bisher friedlichen WK-Verlaufs stellt er fest: «Es ist schön hier, mir gefällt meine Führungstätigkeit. Die Parallelen zu meiner zivilen Arbeit als Abteilungsleiter sind gross. Ich muss primär meine Mannschaft motivieren, denn sie ist während des WEF-Einsatzes mein Kapital.» CUMINAIVEL /// 7 MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 Im dienst für den Hund Stress, Kälte, Salz und Eisschollen – der Einsatz setzt den Diensthunden zu. Grund genug für den Veterinärdienst der Hundeführerkompanie, die Vierbeiner optimal zu versorgen. rsc. «Mister Big» ist hellwach. Obwohl er einen nächtlichen Einsatz hinter sich hat, schaut der deutsche Schäferhund mit seinen braunen Augen aufmerksam auf den Tierarzt Oblt Nicolas Diserens, der ihn unter die Lupe nehmen will. Der Befund des Veterinärs überrascht nicht: Das schöne Tier ist kerngesund. Infrastruktur vereinfacht Hunde sind am WEF-Einsatz der Armee immer mit von der Partie. Fuhr der Veterinärdienst in den ersten Jahren der Armeebeteiligung noch eine grosse Infrastruktur mit Sanitätscontainern auf, reicht heuer eine einfachere Einrichtung, die in wenigen Kisten Platz findet. «Für die kleineren Notfälle sind wir gut gerüstet», sagt der Veterinär Nicolas Diserens. Sollte aber ein wirklicher Ernstfall anstehen, arbeitet die Armee mit einer zivilen Tierarztpraxis zusammen. Die eingesetzten Vierbeiner sind zwar sehr motiviert, kämpfen jedoch mit Stressfaktoren wie Käl- te und Eis. Darüber hinaus müssen sie sich jeweils wieder an ihre Rolle als Diensthund gewöhnen – denn die Militärhunde sind wie ihre Frauchen oder Herrchen im Milizeinsatz unterwegs. Bisher ist das Jahr 2013 für den Veterinärdienst relativ ruhig verlaufen. Bloss ein Hund machte am Anfang Sorgen – er vertilgte Teile seiner Gummimatte. «Die hat er inzwischen wieder von sich gegeben», lacht Nicolas Diserens. Die allermeisten Diensthunde gehören der Varietät Malinois des belgischen Schäferhundes an. Diese Hunderasse ist bei Sicherheitskräften beliebt – «die Tiere sind leicht und beweglich und arbeiten sehr gern», fasst Diserens deren Eigenschaften zusammen. Einzige Ausnahme in der diesjährigen WEF-Hundetruppe ist «Mister Big» als deutscher Schäferhund, der seinen Aussenseiterstatus sichtlich zu geniessen scheint. Für Nicolas Diserens ist das WEF eine Abwechslung zu seinem Berufsleben: Der 30-jährige Veterinär mit Waadtländer Wurzeln befasst sich im Tierspital Bern sonst mit Fischen. Der Wechsel von den stummen Wassertieren zu den interaktionsfreudigen Hunden bereitet dem Tierarzt keine Schwierigkeiten: «Ich brauche vielleicht ein bis zwei Tage, bis ich richtig eingestiegen bin», sagt er. Bild: scd. Kopf des tages: Stefan Jösler, Kapo tG Bild: th. th. Stefan Jösler ist Heimweh-Bündner. Deshalb kommt er seit fünf Jahren gerne und freiwillig ans WEF. «Ich bin in Grüsch aufgewachsen und wollte schon immer Polizist werden», erklärt der 31-Jährige. Ausgerechnet als die Zeit reif war, suchte die Kantonspolizei Graubünden aber keinen Nachwuchs. Kurzerhand bewarb er sich bei der Kantonspolizei Thurgau. «Meine Frau, ebenfalls eine Bündnerin, freute dies, denn sie wollte schon immer mal das Unterland kennen lernen», erklärt Jösler. Mittlerweile haben die beiden zwei Kinder und sind dabei, ein Haus zu bauen. «Mir gefällt es im Kanton Thurgau», sagt der Polizist, der sieben Jahre bei der Verkehrspolizei war und nun seit zwei Monaten auf dem Polizeiposten in Frauenfeld arbeitet. «Den Entscheid, die Polizeischule bei der Kapo TG zu absolvieren, habe ich nie bereut.» Die WEFWoche ist für ihn aber eine gute Gelegenheit, nach Hause zurückzukehren und alte Freunde zu treffen. «Meine Familie begleitet mich jeweils und geht im Prättigau Skifahren. So sehe ich meine Frau und meine Kinder auch während des WEF.» Bei der Kapo TG hat er sich im Bereich Ausschaffungen weitergebildet. Seit sechs Jahren ist er nun vier bis fünf Mal pro Jahr bei Ausschaffungsflügen mit dabei. «Ich fliege gerne, aber eine Ausschaffung ist schon etwas Spezielles. Da sind immer Emotionen im Spiel», sagt der 31-Jährige. Wichtig sei eine seriöse Einsatzplanung. Der Tag sei jeweils lange und manchmal sei es ungewiss, ob ein Flug überhaupt durchgeführt werden könne. «Das hängt immer von der Person ab, die ausgeschafft werden muss», erklärt Jösler. 8 /// les l a n a Ih k! c i l B im MIttwoCh, 23. JaNuar 2013 CUMINAIVEL Bild des tages Bild: rk. Davos, 22. 01. 2013, 12:37 Frage des tages: was wäre Ihre Botschaft ans wEF? Theo Wasescha, Chur Ich war selbst schon 24 Mal am WEF im Einsatz und machte dabei immer spannende Erfahrungen. Ich möchte deshalb alle jungen Kollegen dazu ermuntern, wenn sich ihnen die Möglichkeit bietet, einem solchen Einsatz positiv gegenüber zu stehen. Von einigen meiner Erlebnisse werde ich auf jeden Fall noch meinen Enkelkindern erzählen. Wm Nicole Meier, Thusis Die 24-Jährige und ihr 8-jähriger Malinois Accro haben Freude an ihrem 2. WEF-Einsatz. Zum WEF meint Meier: «Man sollte keine Stars einladen und Party feiern, sondern ernsthafte Diskussionen führen». Die Neuigkeiten und Infos rund ums WEF erfährt die Hundeführerin aus dem «Cuminaivel». Neben den WEFInfos wünscht sie sich mehr Sudokus und Kreuzworträtsel. Fredi Brazerol, Chur Wie überall gibt es auch beim WEF Verlierer. So zum Beispiel die Davoser Bergbahnen, die sich in der WEF-Woche mit leeren Anlagen konfrontiert sehen. Ich finde, man sollte sie deshalb entschädigen. Zudem bin ich der Meinung, dass das WEF selbst ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen könnte, wenn es um die Bezahlung der Sicherheitskosten geht. CUMINAIVEL PLUs /// I 23.01. 2013 Al servizio del cane Stress, freddo, sale e placche di ghiaccio: i cani di servizio al WEF devono saper stringere le «zanne». Il servizio veterinario della compagnia di conducenti di cani garantisce una cura ottimale dei quadrupedi. rsc. «Mister Big» è sveglio e vispo. Malgrado il suo impiego notturno, il Pastore tedesco osserva attentamente i movimenti del primo tenente veterinario Nicolas Diserens, che lo vuole esaminare. Il referto medico non sorprende: lo splendido animale è sano come un pesce. Infrastruttura semplificata Come ogni anno, i cani da guardia fanno parte della truppa impiegata al WEF. Mentre agli inizi dell’impiego dell’esercito veniva installava ancora un’importante struttura composta da container sanitari, oggi basta un equipaggiamento ridotto, che trova spazio in poche casse. «Siamo equipaggiati per le piccole Mister Big allena l'arresto di un malintenzionato. emergenze», spiega il veterinario Nicolas Diserens. In caso di urgenze più serie, l’esercito collabora con studi veterinari civili. I quadrupedi impiegati al WEF sono molto motivati, lottano, però, con fonti di stress quali freddo e ghiaccio. Inoltre devono riabituarsi al loro ruolo di cani di servizio. Infatti, come anche i loro padroni, sono dei miliziani. Fino ad ora il 2013 è stato poco impegnativo per il servizio veterinario. Solo un cane, divorando il tappetino di gomma, ha creato qualche momento di ansia. «Nel frattempo il tappeto ce l’ha ridato», scherza Nicolas Diserens. La maggior parte dei cani di servizio è della varietà Malinois del Pastore belga. Questa razza è particolarmente idonea al servizio: «i cani sono leggeri, agili e lavorano volentieri», riassume Diserens. «Mister Big», un Pastore tedesco, quest’anno è la sola eccezione nella truppa impiegata al WEF e sembra divertirsi nel suo ruolo di «outsider». Il vodese Nicolas Diserens vede il suo impiego al WEF come un diversivo al lavoro quotidiano. Solitamente all’ospedale veterinario di Berna si occupa di pesci. Cambiare dai silenziosi pinnati ai vispi quadrupedi non crea particolari difficolta: «necessito generalmente uno o due giorni per acclimatarmi», dice Diserens. Foto: scd. II /// 23.01. 2013 CUMINAIVEL PLUs L’esercito sotto i riflettori dei media Mass-media in massa I 30 giornalisti, numerosi come non mai, sono stati portati alle varie postazioni dell’esercito al WEF con bus militari ed elicotteri SuperPuma delle Forze aeree. Le reazioni sono state positive. Sandra Porchet, per esempio, riporta dal WEF durante tutta la settimana per l’agenzia ATS (SDA) e si è detta entusiasta soprattutto del volo in elicottero sopra le alpi grigionesi. Lo sguardo puntato in avanti Riesce a vedere il nemico già da lontano: il posto d’osservazione della fanteria a Davos è stato un soggetto ambito dai fotografi, ma anche da membri dell’esercito che alla giornata dei media hanno risposto alle domande dei giornalisti. Tirando le somme, l’Esercito svizzero sembra non aver perso la sua forza d’attrazione nei confronti dei media. sag. Foto: mw. Foto: scd. «Ciak si gira» Tutte le telecamere erano oggi puntate sul divisionario Jean-Marc Halter, Capo dello Stato maggiore di condotta dell'Esercito. «Rifiuterebbe un ospite per motivi di sicurezza?», chiede Patrick Capaul della Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR). «Questa decisione compete al Consiglio federale, non all’Esercito», risponde Halter in tono diplomatico. Foto: mw. Nel mirino dei fotografi «Alt, militare». Si è fatto un’eccezione oggi per i 30 giornalisti accorsi alla giornata dei media. Muniti di macchine fotografiche e di telecamere, i presenti hanno documentato l’operato delle Forze terrestri e delle Forze aeree da tutte le prospettive. Quest’anno la risonanza della giornata dei media ha oltrepassato i confini svizzeri e oltre ai media nazionali sono accorsi anche collaboratori della testata Bloomberg. Foto: mw. Afflusso record alla giornata dei media: la stampa nazionale e internazionale è giunta numerosa per conoscere più da vicino l’impiego dell’esercito a favore del WEF. Soprattutto l’operato dei militari a Davos ha catturato l’interesse dei circa 30 giornalisti presenti. CUMINAIVEL PLUs /// III 23.01. 2013 Non c’è quiete prima della tempesta Il World Economic Forum 2013 è iniziato. Il palazzo dei congressi è stato lustrato da cima a fondo in preparazione dell’arrivo dei numerosi ospiti. I lavori preparatori, conclusisi ieri, si sono protratti fino a tarda notte. as. Le squadre di polizia e di sicurezza si riuniscono sul parcheggio davanti al palazzo dei congressi. L’istruzione, diretta da una dozzina di capi impiego, ha inizio. Tema della giornata di ieri: conoscere gli spazi interni ed esterni del palazzo dei congressi, che abbiamo visitato quando i lavori di preparazione erano ancora in corso. Sotto gli occhi vigili di un pupazzo Raggiungiamo il palazzo attraverso una via d’accesso secondaria, coperta da un tappetino di gomma e trucioli di legno per tenere pulite le suole delle scarpe. Saliamo dapprima nelle postazioni delle televisioni e dei media sul tetto del palazzo. Sulle strette scale è già un viavai di giornalisti, cameraman e tecnici. Un piccolo pupazzo di neve veglia sull’andirivieni e fa da contraltare all’attività frenetica dei lavori di preparazione. Ci spostiamo in seguito verso l’entrata principale, dove ci attende un controllo di sicurezza minuzioso. In sottofondo sentiamo il rombo dei trapani. Lungo i corridoi vengono allestiti gli ultimi banchi che accoglieranno gli ospiti. Nume- Tutto deve essere perfetto per l'arrivo degli ospiti. rosi servizi per i partecipanti, incluso il pranzo, verranno offerti a partire dal 23 gennaio su questi tavoli. Un addetto ai lavori spinge un carrello pieno di bobine di cavi verso la sala plenaria, mentre all’entrata un elevatore solleva un altro addetto verso il soffitto. In pochi minuti un display informativo sarà montato in quel preciso punto. Gli addetti ai lavori si sono dati da fare fino a notte fonda. Foto: rk. Slalom tra fiori e sedie Il nastro adesivo sul pavimento della sala plenaria suggerisce dove verranno posizionate le sedie. Una donna delle pulizie spinge il suo carrello gridando a più riprese: «Permesso». L’attività frenetica e intensa ricorda un formicaio. Nell’aria riconosciamo la fragranza di fiori freschi. I gigli rosa e bianchi, alti quasi un metro, decoreranno tutte le sale riunioni. Nella sala «Sanada» affiancheranno colonne romane facenti parte della tappezzeria montata appositamente per il WEF. La sala è ancora vuota: le sedie in plexiglas sono sul posto, ma devono ancora essere disposte. I lavori seguono nel complesso la tabella di marcia e il turno di notte si occuperà soprattutto delle attività di rifinitura affinché tutto sia pronto per l’inizio del WEF. All’uscita dal palazzo ci attende la neve, che nel frattempo è scesa copiosa. Un gruppo di soldati marcia nelle vicinanze, sotto gli occhi vigili del pupazzo di neve sul tetto del palazzo. IV /// 23.01. 2013 CUMINAIVEL PLUs En service pour les chiens Le stress, le froid, la glace et le sel – ce sont les conditions dans lesquelles les chiens de service sont obligés de travailler. Toutes des bonnes raisons de prendre le meilleur soin possible de leurs collègues à quatre pattes pour la compagnie conducteur de chien. rsc. Mr. Big est alerte, même après une entière nuit de service. Le Berger allemand surveille attentivement premier lieutenant Nicolas Diserens, chargé d'inspecter Mr. Big. Sans surprise, le magnifique animal se trouve être en parfaite condition physique. Infrastructure simplifiée Les missions antérieures avaient besoin d'une infrastructure vétérinaire importante, quelque chose qui, aujourd'hui, a été remplacée par une petite trousse médicale. «Nous sommes bien équipés pour faire face aux urgences mineures.» dit le premier lieutenant Diserens. Dans le cas d'une situation plus grave, l'armée travaille en collaboration avec un cabinet vétérinaire. Les chiens sont motivés, mais doivent surmonter le froid et la glace. Ils doivent aussi s'habituer à leur rôle, car ils sont comme leurs maîtres, des miliciens. Ils ont une vie en dehors du service. Jusqu'à présent, 2013 a été un engagement calme pour le service vétérinaire, sans problèmes majeurs. «Le pire que nous avons vu était un chien inquiet qui a avalé son tapis en caoutchouc. Le tapis est revenu plus tard.» rit le premier lieutenant Diserens. La grande majorité des chiens de service appartiennent à la variété des Malinois, des bergers Belge. «Cette race est très populaire parmi les services de sécurité, ils sont légers et agiles, et ils aiment travailler.» récapitule le premier lieutenant Diserens. Mr. Big, le seul Berger allemand dans l'équipe, semble apprécier sa place de vedette. Pour Nicola Diserens, la mission WEF est un changement bienvenu de sa vie professionnelle. Le vétérinaire de 30 ans, du canton de Vaud, traite généralement des poissons à l'hôpital vétérinaire de Berne. Le changement de poissons L'équipe de rêve; Mr. Big et son maître. muets à chiens amicaux ne donne pas des problèmes au vétérinaire. «J'ai juste besoin d'un ou deux jours pour m'adapter.» dit le premier lieutenant Diserens. Foto: scd. /// PLUS CUMINAIVEL Indirizzi di saluto È di nuovo tempo dell’incontro annuale del World Economic Forum e per qualche giorno Davos sarà ancora una volta l’ombelico del mondo. L’interesse di tutti sarà focalizzato su Da-vos e quindi anche sulla Svizzera. Saremo al centro dell’attenzione mondiale, come ogni anno a gennaio. E anche tutti voi, le forze d’impiego per il WEF, siete della partita. Non sotto le luci della ribalta, bensì dietro le quinte e pure nell’aria. Grazie a voi anche la sicurezza sarà garantita. Il vostro impiego è necessario per la sicurezza del WEF, poiché senza di essa una simile manifestazione non potrebbe aver luogo. Non soltanto il WEF, ma anche la Svizzera, come qualsiasi altro Paese, dipende da un elevato livello di sicurezza, determinante per ogni Stato e senza il quale nulla sarebbe possibile. La sicurezza rappresenta un bene prezioso, forse il più prezioso in assoluto. Di conseguenza è necessario prendersene cura sia nella vita quotidiana che in caso di eventi straordinari come il WEF. La sicurezza comporta però dei costi. Non è gratuita bensì sono necessari degli investimenti e per poterli realizzare occorrono mezzi adeguati: sufficienti risorse finanziarie, l’equipaggiamento adatto e soprattutto le persone giuste. Finanze, tecnica e procedure: tutto ciò è importante, ma soprattutto lo sono le persone impiegate, voi tutti, come in questo momento. Sono fermamente convinto che in Svizzera disponiamo delle persone giuste per la nostra sicurezza e che la qualità è elevata: nella polizia, nell’esercito, nella protezione civile. Nel quadro dell’impiego, sia individualmente, sia congiuntamente, tutte danno quotidianamente prova di ciò di cui sono capaci, proprio come in questo momento durante il WEF. Non è una cosa ovvia. A maggior ragione dobbiamo prendercene cura e non scuotere in maniera sconsiderata le fondamenta che reggono questo sistema. Un elemento costituente di suddette fondamenta è l’obbligo generale di prestare servizio militare, elemento essenziale poiché ci consente di avere le persone giuste al posto giusto, nell’esercito ma anche nella protezione civile. L’obbligo generale di prestare servizio militare è garanzia di un’elevata qualità del personale ma anche del radicamento sociale: esercito e pro-tezione civile sono parte integrante della popolazione svizzera e viceversa. Questo sistema si è sviluppato nel corso della storia, ha dato buoni risultati e, se guardo all’impiego di sicurezza per il WEF, dimostra tuttora la propria idoneità e la propria efficienza. Anche il Consiglio federale ne è convinto e ha pertanto deciso anche in futuro di fondare il nostro sistema di sicurezza su tale principio. «Olimpiadi 2022» – questa parola magica fa tanto discutere la gente nei Grigioni e in tutta la Svizzera. Vogliamo candidarci per i Giochi olimpici invernali 2022, facendo in modo che le olimpiadi ritornino nel loro alveo naturale, cioè nelle montagne, dove la nostra natura permette lo svolgimento di «giochi bianchi». Una candidatura di questo calibro ha innumerevoli vantaggi e ripercussioni positivi. Lavori di ammodernamento ed ampliamento di impianti sportivi, delle infrastrutture dei trasporti pubblici e dell’industria turistica. Da ultimo la candidatura ci mette a disposizione una piattaforma mondiale per farci conoscere anche sui mercati più lontani. Soprattutto quest’ultimo aspetto è di primaria importanza vista la concorrenza sempre più agguerrita dei Ueli Maurer Presidente del Consiglio di Stato Presidente della Confederazione e del Comitato WEF del Governo grigionese «È un'opportunità per farci conoscere anche sui mercati più lontani.» Hansjörg Trachsel Paesi limitrofi, Un tale effetto pubblicitario lascia sperare in un ottimo futuro per il nostro turismo, motore della nostra economia. La candidatura pone anche molte domande. Una di queste è quella di discernere, se siamo in grado di garantire la sicurezza di una manifestazione ad altissimo livello, sicurezza che comprende pure la messa al sicuro da pericoli naturali, l’aiuto tempestivo in caso di incidenti o malattie. Al riguardo possiamo con soddisfazione guardare all’esperienza maturata nei lunghi anni in cui abbiamo garantito la sicurezza al WEF, che ogni anno ha luogo a Davos. I compiti che le forze dell’ordine sono chiamate ad espletare sono paragonabili a quelli che le incomberebbero durante i Giochi olimpici. Da parecchi anni prestate il vostro servizio al WEF a tutela del regolare svolgimento del simposio. Sono fiducioso, che grazie a questa esperienza saremo in grado pure di assicurare la sicurezza in caso di organizzazione dei Giochi olimpici. Vi ringrazio per il vostro impegno e la vostra professionalità in occasione dell‘impiego al WEF e formulo i migliori voti augurali. Hansjörg Trachsel /// PLUS CUMINAIVEL Salutations présidentielles Voici à nouveau le Forum économique mondial et, comme toujours lors de cette rencontre annuelle, Davos va être le centre d’attention du monde entier durant quelques jours. Comme chaque année en janvier, les regards seront tournés vers cette commune des Grisons et donc vers la Suisse. En tant que membres des forces d’intervention engagées dans le cadre du WEF, vous êtes, vous aussi, concernés. Vous n’êtes peut-être pas directement sous les feux des projecteurs, mais partout ailleurs, dans les coulisses, dans la salle ou très haut dans les airs, survolant même la grande scène où se déroule la manifestation. Vous êtes à nouveau tous ici – et votre présence est garante de sécurité. Assurer la sécurité du WEF : c’est la raison de votre engagement. Car sans sécurité, une telle rencontre ne pourrait tout simplement pas avoir lieu. Le WEF n’est pourtant pas seul à dépendre de la sécurité. Notre pays dans son ensemble, comme chaque autre Etat, en a également impérativement besoin. La sécurité est un bien précieux – peutêtre même le plus précieux qui soit – sans lequel rien ne va. C’est pourquoi il faut en prendre soin au quotidien et ne pas s’en préoccuper seulement lors d’événements extraordinaires comme le WEF aujourd’hui. Mais n’oublions pas que la sécurité à un coût. On ne l’obtient pas gratuitement. Il faut investir et disposer des moyens adéquats : de moyens financiers en suffisance, d’un équipement adapté. Mais surtout, il faut avoir les bonnes personnes pour faire le travail. Les finances, la technique, les procédures ont leur importance bien sûr, mais en définitive, ce sont des hommes et des femmes qui assurent les engagements – comme vous tous qui assurez celui-ci en ce moment. Je suis persuadé que nous avons en Suisse les bonnes personnes pour assurer notre sécurité. La qualité est au rendez-vous, que ce soit du côté de la police, de l’armée ou de la protection civile. Chaque jour en engagement, seuls ou dans le cadre d’interventions coordonnées, vous montrez tous ce dont vous êtes capables, comme ici au WEF. Ces prestations ne vont pas de soi et nous devons d’autant plus prendre garde à ne pas ébranler de manière inconsidérée les fondements sur lesquels repose le système. L’obligation générale de servir est un des éléments qui constitue cette base fondamentale. Elle est essentielle pour que nous puissions, au sein de l’armée mais également dans la protection civile, engager les bonnes personnes au bon endroit. L’obligation de servir garantit la qualité du personnel mais aussi l’ancrage des institutions au sein de la population : l’armée et la protection civile font partie de la population suisse, car elles sont constituées de citoyennes et citoyens suisses. Ce système est enraciné dans notre histoire ; il a fait ses preuves et dé-montre aujourd’hui encore son efficacité : il n’y a qu’à regarder l’engagement de sécurité mis sur pied en faveur du WEF. Le Conseil fédéral en est également convaincu. C’est pourquoi il a décidé de construire l’avenir en s’appuyant sur ce pilier de notre système de sécurité. «Olympia 2022» - ce mot clé provoque actuellement de vives discussions non seulement dans les Grisons mais aussi dans le reste de la Suisse. Nous voulons nous porter candidats pour les Jeux olympiques 2022. Les Jeux olympiques doivent ainsi retourner dans les montagnes où notre nature nous permettra de réaliser ces «jeux blancs». Une telle candidature a de nombreux effets positifs. Elle induit un renouvellement et un développement judicieux des installations sportives et de l'infrastructure au niveau des transports publics et de la branche du tourisme. De plus, cette candidature est l'occasion de nous présenter au monde entier, y compris sur de nouveaux marchés. Ce dernier point est très important au vu de la concurrence croissante dans nos pays voisins afin de rester compétitifs dans le tourisme à long terme. Le tourisme est en fin de compte un moteur important de notre économie. Une telle candidature soulève bien évidemment de nombreuses questions. L'une d'entre elles consiste certainement à demander si nous sommes en mesure d'assurer la sécurité d'une manifestation d'une telle ampleur, ce qui inclut aussi la protection contre les catastrophes naturelles et une aide rapide en cas d'accidents ou de maladies. Dans ce contexte, nous pouvons faire appel à nos longues années d'expérience. Organisé chaque année à Davos, le sommet annuel WEF est une manifestation comparable aux Jeux olympiques en termes de mission des forces de sécurité. Depuis plusieurs années, vous assurez la sécurité du WEF dans le cadre de votre intervention. Cette expérience me conforte dans ma conviction que nous pourrons garantir ensemble la sécurité des Jeux olympiques. Je vous remercie en ce sens de votre engagement afin de contribuer à la sécurité du WEF 2013 et vous adresse mes meilleurs vœux pour votre intervention. Hansjörg Trachsel Président du gouvernement Ueli Maurer et président de la Commission WEF Président de la Confédération du gouvernement des Grisons