SÜDTIROLER LANDTAG CONSIGLIO DELLA PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO SITZUNG 30. SEDUTA 9.10.2009 INHALTSVERZEICHNIS INDICE Landesgesetzentwurf Nr. 39/09: „Bestimmungen auf den Sachgebieten Landesämter und Personal sowie Unterricht. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 1 Disegno di legge provinciale n. 39/09: “Norme in materia di uffici provinciali e personale nonché istruzione". . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . pag. 1 Landesgesetzentwurf Nr. 41/09: „Genehmigung der allgemeinen Rechnungslegung des Landes für das Haushaltsjahr 2008 und andere Bestimmungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 3 Disegno di legge provinciale n. 41/09: "Approvazione del rendiconto generale della Provincia per l'esercizio finanziario 2008 e altre disposizioni finanziarie e contabili. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . pag. 4 Landesgesetzentwurf Nr. 3/09: "Bestimmungen auf dem Sachgebiet der Enteignungen und andere Bestimmungen. . . . . . . . . . . . . . . . Seite 38 Disegno di legge provinciale n. 37/09: "Norme in materia di espropriazione e altre norme". . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . pag. 38 Beschlussantrag (Tagesordnung) Nr. 1, eingebracht von den Abgeordneten Pichler Rolle und Tommasini, betreffend die Vorgangsweise bei der Bestimmung des Verkehrswertes des zu enteignenden Gutes. . . . . . . . . . . . . . . . .Seite 55 Ordine del giorno n. 1, presentato dai consiglieri Pichler Rolle e Tommasini, concernente la procedura per determinare il valore venale del bene da espropriare. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .pag. 55 Nr. 30 – 9.10.2009 VORSITZ DES PRÄSIDENTEN: Dr. DIETER STEGER PRESIDENZA DEL PRESIDENTE: UHR 10.03 ORE (Namensaufruf - Appello nominale) PRÄSIDENT: Die Sitzung ist eröffnet. Ich ersuche um die Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung. STIRNER BRANTSCH (Sekretär - SVP): (Verliest das Sitzungsprotokoll - legge il processo verbale) PRÄSIDENT: Wenn keine Einwände erhoben werden, so gilt das Protokoll als genehmigt. Für die heutige Sitzung haben sich der Landesrat Hans Berger und die Abgeordneten Maria Hochgruber Kuenzer und Donato Seppi entschuldigt. Ich darf eine weitere Mitteilung machen, es ist leider nicht gelungen, den Termin für die Vorstellung der Studie der Handelskammer, den ich ursprünglich auf 8.00 Uhr am Dienstag vereinbart habe, auf den Freitag - wie es in der Fraktionssprechersitzung gewünscht wurde - zu verschieben, weil die Kollegen der Handelskammer heute unabkömmlich sind und nicht hier sein können. Somit müssen wir diese Vorstellung gegebenenfalls auf einen späteren Moment verschieben. Zwar ist innerhalb Dienstag nicht möglich, eine Lösung zu finden, ich werde aber sehen, ob es noch Sinn macht, zu einem späteren Zeitpunkt diese Vorstellung vornehmen zu lassen. Wir fahren nun mit der Behandlung der Tagesordnung fort. Punkt 123 der Tagesordnung: Landesgesetzentwurf Nr. 39/09: „Bestimmungen auf den Sachgebieten Landesämter und Personal sowie Unterricht“ Punto 123 dell’ordine del giorno: disegno di legge provinciale n. 39/09: “Norme in materia di uffici provinciali e personale nonché istruzione”. Gestern Vormittag haben wir den Artikel 5-bis genehmigt. Wir fahren nun mit der Verlesung des Artikels 6 fort. Art. 6 Aufhebung 1. Aufgehoben sind: a) das Landesgesetz vom 24. November 1973, Nr. 81, in geltender Fassung, b) Artikel 39 des Landesgesetzes vom 9. April 2009, Nr. 1. ---------Art. 6 Abrogazioni -2- 1. Sono abrogati: a) la legge provinciale 24 novembre 1973, n. 81, e successive modifiche; b) l’articolo 39 della legge provinciale 9 aprile 2009, n. 1. Ich eröffne hiermit die Diskussion zu Artikel 6. Ich sehe keine Wortmeldungen und ich glaube, auch die Landesregierung nimmt nicht Stellung. Somit bringe ich diesen Artikel zur Abstimmung: mit 14 Ja-Stimmen und 11 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 7 Inkrafttreten 1. Dieses Gesetz tritt am Tag nach seiner Kundmachung im Amtsblatt der Region in Kraft. ---------Art. 7 Entrata in vigore 1. La presente legge entra in vigore il giorno successivo a quello della sua pubblicazione sul Bollettino Ufficiale della Regione. Ich bringe diesen Artikel nun zur Diskussion. Ich sehe keine Wortmeldungen und bringe den Artikel 7 somit zur Abstimmung: mit 13 Ja-Stimmen und 10 Stimmenthaltungen genehmigt. Wir kommen jetzt zu den Stimmabgabeerklärungen. Zu Wort gemeldet hat sich die Frau Abgeordnete Klotz. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein, dies ist nicht ein so gutes Gesetz, es sind sicherlich einige wichtige notwendige Anpassungen vorzunehmen. Insgesamt hatte ich mich bereits in der Kommission der Stimme enthalten, einfach deshalb, weil es in der politischen Konsequenz der Süd-Tiroler Freiheit steht. Wir hatten anlässlich des Bildungsgesetzes sehr viele Vorschläge eingebracht. Es war damals nicht möglich, unsere wichtigsten Anträge durchzubringen. Es wird jetzt die Autonomie der Kindergärten noch einmal verschoben. Es sind einige Bestimmungen betreffend Landwirtschaft, Ämter, die Diktion betreffend Schulrat oder Bezug auf Zusammensetzung der Sprachgruppe. Das sind kleine technische Anpassungen. Weil man hier sieht, dass im Bildungsgesetz wirklich geschlampt worden ist, - Frau Landesrätin Kasslatter Mur muss dies jetzt ausbaden - enthalten wir uns der Stimme, auch um zu sagen, dass ein anderes Mal so etwas nicht passieren darf. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Ich gebe eine kurze Stimmabgabeerklärung zu einem relativ kurzen Gesetz. Wir werden uns gleichfalls der Stimme enthalten, und zwar aus folgenden Gründen. Wir haben gesehen, dass -3- notwendige Anpassungen enthalten sind, vor allem im Schulbereich, durch die nachträglich notwendige technische Änderung der Diktionen im Artikel 4. Wir haben auch gehört - Kollegin Klotz hat es in der Diskussion länger ausgeführt und die Landesregierung hat geantwortet, auch auf Rückfrage des Kollegen Dello Sbarba - dass die Verschiebung der Anwendung der Kindergartenautonomie natürlich eine Frucht der späten Geburt des Bildungsgesetzes und der mühsamen Ausarbeitung und der finanziellen Probleme, die damit verbunden sind, ist. Das ist aus unserer Sicht eine notwendige Anpassung. Unser Haupteinwand richtet sich gegen den Artikel 1, zu dem wir einen Streichungsantrag eingebracht haben, gegen die Ungleichbehandlung der Landesbediensteten, wobei die landwirtschaftlich Tätigen eine Sonderkategorie bilden sollen. Das kann von unserer Seite her nicht akzeptiert werden. Das halten wir für eine krasse unterschiedliche Behandlung, die sicher auch auf Probleme verfassungsrechtlicher Natur stoßen wird, und aus diesem Grunde erfolgt unsere Enthaltung im Zusammenhang mit einem Omnibusgesetz, das wir in einer solchen Fasson verkraften würden, ohne allzu große Undurchsichtigkeiten, ohne allzu große Ausdehnung, ohne versteckte Normen. Diese Form der Omnibusse sind aus unserer Sicht in Ordnung. MAIR (Die Freiheitlichen): Auch wir werden uns in der Schlussabstimmung, wie bereits in der Gesetzgebungskommission und auch hier schon angekündigt, der Stimme enthalten. Einige Argumente wurden schon von meinen Vorrednern ins Feld geführt. Für uns - wie sich gestern bei der Artikeldebatte gezeigt hat - ist natürlich der Artikel 1 eine Ungleichbehandlung. Hier ist der Erklärungsversuch von Seiten der Landesregierung für uns wenig plausibel und auch nicht wirklich erschöpfend. Was wir hingegen begrüßen und auch in der Kommission schon gesagt haben, ist, der Artikel 5-bis, welcher die Privatschulen auf Gemeindegebiet regelt. Über das Schulbauprogramm sind wir erfreut, also das geht in Ordnung, aber letzten Endes werden wir uns der Stimme enthalten. PRÄSIDENT: Ich sehe keine weiteren Wortmeldungen und ersuche nun um Verteilung der Stimmzettel, damit wir zur Schlussabstimmung kommen. (Geheime Abstimmung - votazione a scrutinio segreto) Ich gebe das Abstimmungsergebnis bekannt: 29 abgegebene Stimmzettel, 17 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen, 9 weiße Stimmzettel. Ich stelle fest, dass der Gesetzentwurf genehmigt worden ist. Wir fahren mit der Behandlung der Tagesordnung fort. Punkt 121 der Tagesordnung: Landesgesetzentwurf Nr. 41/09: „Genehmigung der allgemeinen Rechnungslegung des Landes für das Haushaltsjahr 2008 und andere Bestimmungen“. -4- Punto 21) dell'ordine del giorno: "Disegno di legge provinciale n. 41/09: "Approvazione del rendiconto generale della Provincia per l'esercizio finanziario 2008 e altre disposizioni finanziarie e contabili". Nachdem gestern Vormittag die Behandlung des Artikels 11 und der zwei dazu eingereichten Änderungsanträge nach der Sitzung des Kollegiums der Fraktionsvorsitzenden auf heute vertagt worden ist, um damit allen Abgeordneten die Möglichkeit zu geben, die von den Landesräten Mussner und Repetto eingebrachten und an alle Abgeordneten verteilten Unterlagen zu den Mehrkosten für den Bau der thermischen Restmüllverwertungsanlage in Bozen näher zu studieren, fahren wir mit der Debatte der Änderungsantrages fort. Gemäß der im Kollegium der Fraktionsvorsitzenden getroffenen Vereinbarung eröffne ich nun die Debatte zu den zwei Änderungsanträgen, die bereits verlesen und diskutiert worden sind, neu. Ich bitte um Wortmeldungen. Frau Abgeordnete Klotz, Sie haben das Wort. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Wir sehen hier, dass damit sehr wesentlich in die nächsten Haushalte eingegriffen wird. Wir erinnern uns alle an die Warnungen betreffend die Errichtung dieses Müllverbrennungsofens, und zwar ist das schon 2-3 Jahre her, an die Warnungen über die Folgen der Errichtung eines solchen Müllverbrennungsofen in Bozen, an die Ängste betreffend die Kapazität, und zwar, dass die Kapazität so angelegt sei, dass nicht nur Müll aus der unmittelbaren Umgebung verbrennt würde, sondern, dass ein regelrechter Mülltourismus entstehen könnte. Auch gestern noch haben wir diesbezüglich neue Unterlagen bekommen von Leuten, die sich seit langem damit beschäftigen. Es sind einfache Bürger mit großem Wissen in technischer aber auch umwelttechnischer Hinsicht, die vor der Errichtung dieses Müllverbrennungsofens warnen. Herr Landesrat und Frau Landesrätin Repetto, es ist eigentlich nicht in Ordnung, wenn man mit der Rechnungslegung früherer Jahre in die Haushaltsgestaltung der kommenden Jahre eingreift! Wenn schon, hätte das in der zuständigen Kommission, wo es um Umweltverträglichkeit geht, und nicht in der Finanzkommission diskutiert werden müssen, und zwar ausreichend diskutiert werden müssen. Deshalb noch einmal die Frage nach dieser Dringlichkeit, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Sinne guter Verwaltung ist, mit der Rechnungslegung Haushaltskapitel der laufenden Jahre abzuändern. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das von jenen gutgeheißen wird, die das ganze kontrollieren. Dazu bedarf es sicher des Nachweißes der absoluten Dringlichkeit. Wenn der Landesrat noch einmal hier erklärt, worin diese absolute Dringlichkeit besteht und warum man das, an den Diskussionen in der zuständigen Kommission vorbei, in der Finanzkommission abgehandelt hat, wo wir ja wissen, dass immer Druck besteht. Wenn es um Haushalte geht, wenn es um Rechnungslegungen geht, wenn es um diese maßgebenden finanztechnischen Ausrichtungen, aber auch um die Ausgabe von Steuergeldern geht, gibt in der -5- Kommission immer Druck. Das wissen wir! Deshalb, Herr Landesrat, wundert man sich natürlich, warum das hier daherkommt. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Abbiamo ricevuto dalla Giunta provinciale la documentazione richiesta, da ultimo anche la relazione allegata alla delibera della Giunta provinciale che ha disposto la variante sull'appalto, e da tutta questa documentazione io credo risultino confermati i dubbi sulla conduzione dell'appalto, sul perché si sia creata una situazione in cui ha vinto l'appalto una cordata di ditte capitanate dalla Atzwanger, che ha avuto, ci diceva ieri l'assessore Mussner, un voto sufficiente. I voti sulle varie voci che Lei ci leggeva sono sufficienti, non sono insufficienti, vorrei anche vedere, però non sono esaltanti, tanto che ci ritroviamo oggi a dover decidere un aumento, una variante ai costi di 20 milioni. Credo che su tutta questa vicenda varrà la pena che la magistratura contabile verifichi se tutto è andato bene o se i dubbi sono legittimi, se c'è stato un danno alla pubblica amministrazione, un appalto che alla fine è arrivato ad avere un solo concorrente. Quindi annuncio che il gruppo Verde in Consiglio provinciale spedirà questo dossier con alcune considerazioni aggiuntive alla Corte dei Conti per vedere se tutto è andato bene o se certi dubbi che abbiamo sollevato comportano un danno all'amministrazione pubblica. Da questo materiale si deduce che ha vinto l'appalto un appaltatore che non ha fornito un progetto all'altezza di quanto era chiesto dal capitolato. Nella relazione che la Giunta provinciale ha allegato alla delibera n. 2245 del 7/9/2009, che sostanzialmente porta la firma della Giunta provinciale, perché l'ha approvata insieme alla delibera scrivendo "vista la relazione del responsabile del progetto del 24/7/2009", quindi la Giunta ha visto questa relazione e la acquisisce come motivazione della variante dei costi, si dice che "è stato verificato che le apparecchiature proposte dall'appaltatore non sono da ritenere sufficientemente sperimentate e affidabili, altre non soddisfano le prescrizioni di capitolato, non sono aggiornate allo standard odierno o non dispongono di referenze valide per la taglia di progetto." Assessore Mussner, non l'ho detto io che queste attrezzature non dispongono di referenze, lo dite voi nella vostra relazione. "Le ditte fornitrici non riescono a fornire sufficienti referenze o non dispongono di specifica specializzazione in questo senso". Questo lo scrivete per giustificare la variante di quasi 20 milioni, e queste vostre affermazioni sono la base dei nostri dubbi. Noi, oltre al dossier che ci avete dato, abbiamo altra documentazione della Giunta provinciale, cioè la risposta, e qui prego i colleghi di fare un minimo di attenzione, a due interrogazioni che abbiamo presentato in agosto. Questa risposta, come la relazione è allegata agli atti della delibera della Giunta provinciale, è firmata dall'assessore Mussner una, e dagli assessori Mussner e Laimer l'altra. Noi che avevamo studiato le carte ci eravamo resi conto dell'incongruità della motivazione di questa va- -6- riante, avevamo due dubbi. Quindi abbiamo chiesto, primo, Lei ieri ci ha detto, assessore, che la tecnologia si evolve e che quindi l'appalto, il progetto ecc. è del 2005, si rendono necessarie per avere via via la tecnologia migliore. Bene, allora noi abbiamo chiesto con le nostre interrogazioni se la nuova tecnologia, i nuovi impianti che devono essere applicati e che sono previsti con questa nuova variante di 20 milioni, al momento della vittoria dell'appalto da parte della cordata Atzwanger erano disponibili sul mercato. L'assessore Mussner il 25 agosto 2009 ci risponde: "Il sistema combustione rifiuti caldaia era già noto e disponibile sul mercato all'epoca della stima di progetto", e rientrava anche nelle previsioni del progetto, nel capitolato d'appalto. Poi dice: "Come già segnalato, i seguenti macchinari rientrano fra quelli oggetto di variante: l'investimento refrattario carro ponte, carro ponte-scambiatore di calore, bruciatori, trasportatori a catena; tutti i macchinari indicati erano disponibili sul mercato ai tempi della stesura del progetto e le loro caratteristiche rientravano in quelle prescritte. Nonostante questo ha vinto l'appalto qualcuno che non le ha offerte. Continua: "I seguenti macchinari rientrano fra quelli inseriti ex novo nella variante: trasportatore balle e impianto di compattazione rifiuti". E noi abbiamo chiesto: erano disponibili? Certo! Tutti i macchinari indicati erano disponibili sul mercato ai tempi della stesura del progetto. Quindi voi avete fatto un capitolato d'appalto, richiedevate una certa qualità tecnologica. Tutto ciò che era necessario per rispettare questo capitolato d'appalto e questa capacità tecnologica era presente e disponibile sul mercato, non c'è niente di nuovo, solo che ha vinto la gara una cordata di aziende che non ha offerto quello che voi chiedevate e che era già disponibile sul mercato. Allora abbiamo fatto una seconda interrogazione dicendo: ma scusate, se questa gara è stata vinta da un'offerta che non corrispondeva al capitolato d'appalto sebbene la possibilità di corrisponderci c'era perché tutta la tecnologia che voi richiedete era già presente sul mercato, come diavolo ha fatto a vincere questa cordata di ditte? Voi ci avete risposto, assessori Mussner e Laimer, il 25 agosto 2009: "In sede di aggiudicazione non era possibile adottare un sistema diverso da quello offerto. La gara di appalto che ha visto l'affidamento dei lavori all'unico concorrente che ha presentato l'offerta, ha evidentemente limitato la possibilità e disponibilità di scelta da parte dell'autorità di gara". Cioè voi dite che è vero, quella roba non corrispondeva al capitolato d'appalto, però noi siamo stati costretti ad accettarla purtroppo, poiché alla gara ha partecipato un solo concorrente, e questo fatto ha limitato la possibilità di scelta da parte di chi ha deciso sulla gara. Le domande sono due, e a queste domande l'assessore Mussner ieri non ha risposto. Prima domanda: perché non è stata rifatta la gara d'appalto? Perché si è accettata un'offerta che era, lo scrivete voi, inadeguata, al limite, se avevate capito che i costi previsti, 98 milioni, rispetto alle vostre richieste, erano troppi bassi, adeguando l'offerta? Sia chiaro, io non sono per risparmiare un euro sulla salute dei cittadini, sono contento che si faccia un impianto al massimo della tecnologia, ma qui il problema è come si conduce un appalto. La prima domanda è: perché non è stata rifatta la gara d'appalto, dando delle condizioni tali per cui potessero -7- partecipare più offerte e quindi la commissione giudicatrice potesse avere il miglior impianto possibile al prezzo migliore possibile. Le gare di appalto si fanno perché partecipino più soggetti e perché la commissione possa giudicare fra più soggetti. Invece la gara d'appalto è stata ripetuta tre volte, per cause in parte che non vi concernono, ricorsi ecc., e la terza volta, quando forse qualcuno ha pensato che finalmente la cordata giusta era rimasta sola per partecipare e vincere la gara. Perché non è stata rifatta la gara d'appalto in modo da avere la possibilità di scegliere il miglior progetto al minor costo possibile, e qui vedo la possibilità che noi sottoporremo alla Corte dei Conti di un danno all'amministrazione e all'erario pubblico, perché forse si poteva avere quello che si avrà, spero, ad un prezzo più favorevole per la nostra amministrazione. Seconda domanda: perché si è arrivati a quella condizione in cui era rimasta solo una ditta a concorrere? Era congruo il prezzo che avete offerto o era troppo basso? Il fatto che avete voluto tenere il prezzo sotto una soglia forse psicologica dei 100 milioni lo dimostra il fatto che per tirare giù il prezzo non avete calcolato neanche tutto il costo della direzione dei lavori, lo dite voi nella vostra relazione. Non ditemi adesso che il costo della direzione dei lavori è una variante che non si può prevedere fin dall'inizio. Eppure aggiungete diversi soldi anche per adeguare il costo della direzione dei lavori. Il dubbio che noi abbiamo è che questo appalto sia stato gestito in modo tale da avere la garanzia che una certa cordata vincesse, scoraggiando gli altri, per arrivare poi ad essere purtroppo costretti ad accettare l'unica offerta rimasta in campo anche se quell'offerta non era adeguata e non corrispondeva al capitolato d'appalto, salvo poi, visto che ci conosciamo dato che sono ditte locali, sperare in una variante in corso d'opera, e questo momento è arrivato. Per questo crediamo che su questa questione su cui siamo riusciti in questo Consiglio ad attirare l'attenzione dell'opinione pubblica che si è resa conto di quello che è successo, abbiamo fatto un minimo di chiarezza e di trasparenza. Però crediamo anche che questa vicenda non possa fermarsi con la votazione in quest'aula, noi voteremo contro questo emendamento, ma vada sottoposta alla Corte dei Conti per una verifica ulteriore, ed è quello che noi faremo. EGGER (Die Freiheitlichen): Ich möchte vorausschickend mich dafür bedanken, dass wir gestern die benötigten Unterlagen erhalten haben und dass die Sitzung in diesem Sinne unterbrochen wurde und heute Vormittag fortgeführt wird. So war es auch uns Nichtmitgliedern der Gesetzgebungskommission möglich, in die Unterlagen vertiefend Einsicht zu nehmen. Eines wundert mich vorweg, und zwar die dramatische Zunahme der Kosten dieser Müllverbrennungsanlage in Bozen. Waren wir 2003 noch bei ca. 70 Millionen Euro, waren wir 2005 bereits bei 100 Millionen Euro und jetzt sind wir bei knapp 120 Millionen Euro, d.h. also, dass wir zwischen 2003 und 2009 eine Steigerung von 70 auf 120 Millionen Euro haben, das ist ungefähr 70 %. So hoch ist die Inflation nicht gewesen! Wie der Kollege gerade ausgeführt hat, so viele neue technische Zusätze waren auch nicht vorgesehen. Auch zum Projekt -8- selbst, unabhängig von der Preisentwicklung, die natürlich für die öffentlichen Kassen höchst unglücklich ist, gibt es einiges anzumerken. Ich habe, nachdem ich mir den Bericht des Herrn Dr. Ing. Pagani durchgesehen habe, ganz offen gesagt, nicht verstanden, wie die Bewertungskommission, vor allem die technische Bewertungskommission, einem solchen Angebot schlussendlich den Zuschlag geben konnte. Dieses Angebot war offensichtlich voller technischer Unzulänglichkeiten und Mängel und hätte eigentlich nach meinem Dafürhalten und vorsichtig ausgedrückt, nicht angenommen werden dürfen. Der Bericht des Dr. Ing. Pagani ist sehr vielsagend, wenn er sagt, dass - ich möchte den Text jetzt nicht vorlesen - große Teile des Angebotes nicht den Ausschreibungen entsprechen, und er dann Verbesserungen der technischen Ausrüstung im Vergleich zu der vom ausführenden Unternehmen angebotenen vorschlägt. Das heißt, er schlägt eine Verbesserung der Ausrüstung vor, die vom Unternehmen angeboten wurde. Was macht die Landesregierung daraus? Die Landesregierung ändert das Projekt, denn im Beschluss Nr. 2245 von 2009 der Landesregierung steht: „Änderung der technischen Eigenschaften des Bauvorhabens“. Es ist für mich ein qualitativ sehr großer Unterschied, ob ich als Techniker Pagani sage, gegenüber dem Angebot der Firmen brauchen wir Änderungen, um zum Projekt hinzukommen, oder ob ich als Landesregierung das Projekt abändere. Ich hoffe mein Gedankengang war nachvollziehbar. Somit frage ich mich, und das ist eine wichtige Frage: Wer macht hier eigentlich das Projekt? Die Firma, die ein Angebot macht, deren Inhalt offensichtlich unausreichend ist - sagt jedenfalls der Techniker - oder macht das Projekt immer noch die Landesregierung? Dann hat meiner Meinung nach die Firma sich an die ursprüngliche Ausschreibung zu halten! Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, als sollte diese Bezeichnung „Änderung der technischen Eigenschaften des Bauvorhabens“, die von der Landesregierung gewählt wurde, zu erkennen geben, dass es sich intern sehr viel geändert hat. Ich kann mich den Worten meines Vorredners anschließen. Auch ich bin auf den Gedanken gekommen, das könnte durchaus ein Fall für den Rechnungshof und sogar noch andere Zuständigkeiten sein. Ich meine hier ganz konkret die Staatsanwaltschaft. Wenn ich mir diesen Akt genau anschaue, dann kann ich diese seltsame Entwicklung nicht 100-prozentig nachvollziehen. Also, ich finde hier so viele Ungereimtheiten, dass mir große Zweifel aufkommen, und ich bin froh, dass sich die Kollegen der Grünen Fraktion an den Rechnungshof wenden werden, dann werden wir sehen, ob hier die gesamte Abwicklung ordentlich vonstatten gegangen ist. Ich habe das Gefühl, dass das Zepter der Entscheidung von der Landesregierung auf das Firmenkonsortium übergegangen ist, welches diesen Wettbewerb gewonnen hat. Das finde ich in keiner Weise nachvollziehbar. Danke! URZÌ (Il Popolo della Libertà): Una vicenda come quella che riguarda la realizzazione di un grosso impianto di forte impatto sul futuro della nostra provincia come il termovalorizzatore sarà affrontato con la massima razionalità, al di fuori delle emozionalità, ma proprio questa nostra condizione ci porta ad affrontare i termini delle -9- questioni che sono già state poste sul tappeto con la massima freddezza e determinazione a voler portare chiarezza rispetto ai dubbi che già sono stati sollevati. Lo vorremmo fare senza eccesso nei toni, ma con grande trasparenza. È evidente come il tema della realizzazione di un termovalorizzatore giunge al termine di un lungo confronto che ha visto partecipi tutte le realtà sociali, culturali, politiche, economiche della nostra provincia sulle ragioni di questo investimento, sulla tipologia della struttura da realizzarsi, sulle prospettive della stessa per quanto attiene l'impatto sulla realtà locale. La collega Klotz non a caso ha citato il tema del turismo dei rifiuti che ha tenuto banco per un certo lasso di tempo. Si è accennato in questa lunga fase storica anche alla necessità di rendere questo impianto produttivo sul piano degli utili come una autentica impresa, ma compatibile anche sul piano della compatibilità ambientale. Giusto quello che è stato detto da alcuni colleghi e dal collega Dello Sbarba nello specifico, ossia che non si fa risparmio sulla salute dei cittadini, perché questa è la priorità assoluta. L'impianto di termovalorizzazione nasce per rispondere ad una esigenza di smaltimento di scorie, di rifiuti. Su questo si innesta il dibattito sulla produttività della struttura, ma l'obiettivo centrale rimane la perfetta compatibilità ambientale e utilità della struttura, ossia risolvere un problema che grava pesantemente sulla nostra società: lo smaltimento dei rifiuti. Non vorrei che nascesse in quest'aula un dibattito fra i favorevoli e i contrari al termovalorizzatore, ma credo di poter cogliere dai temi proposti che non c'è più questa tentazione, non c'è più lo scontro ideologico fra le parti. Piuttosto in questa circostanza ci sentiamo di ribadire una posizione che abbiamo già espresso tante volte nel passato, che se un'obiezione doveva essere mossa sulla localizzazione dell'impianto, doveva essere relativa al fatto che questa struttura andasse ad insistere in un'area già pesantemente sottoposta alla realizzazione di strutture ad altissimo impatto ambientale. Pensiamo che nel triangolo di Vadena, Laives, Bolzano sud sostanzialmente insistono realtà importanti come l'inceneritore, il depuratore, l'aeroporto di Bolzano, ora il Safety Park, la discarica e quant'altro. Un triangolo autentico di strutture di forte pressione sulla vivibilità dell'ambiente a cui si è voluto rispondere con un impianto che fosse all'altezza del rispetto dell'ambiente. Rimane quindi la nostra obiezione di fondo rispetto alla localizzazione dell'impianto, non all'impianto di per sé. Nel momento in cui però si pone mano ad un progetto e si definiscono le linee guida, bisogna valutare attentamente come questo progetto si articola. Qui emergono i dubbi che sono stati sollevati nel corso del dibattito. Già nella commissione legislativa venne chiesta adeguata conoscenza sugli aspetti che avevano prodotto questa crescita esponenziale del costo. Non era stata fornita però una adeguata documentazione, per cui si è dovuti arrivare, e questo non dovrebbe accadere, lo dico nel rispetto dei lavori di quest'aula, ad un braccio di ferro direttamente in Consiglio. È stato infine riconosciuto il diritto alla più ampia trasparenza e conoscenza, alla produzione della documentazione, si sono dovuti sospendere i lavori in aula. Bene così, io riconosco lo sforzo che la Giunta provinciale ha voluto fare, la risposta per meglio dire che ha voluto dare alla nostra legittima richiesta, però così non - 10 - dovrebbe essere. Situazioni di tale levatura e di tale peso per quanto riguarda il costo economico e la trasparenza delle procedure imporrebbero un processo di maggiore trasparenza in itinere e già alla partenza. Così non è stato e oggi ci troviamo qua a darci delle risposte alle domande che in queste ore si sono affollate, e indubbiamente il documento centrale dal quale è partita la più ampia riflessione è quello che la Giunta provinciale stessa ha voluto allegare alla propria delibera dell'inizio di settembre, la relazione dell'ing. Pagani, che è stata già ampiamente citata e che quindi non voglio riprendere nelle sue parti di sostanza e di merito, ma che è chiarissima nel porre l'accento su un problema di fondo, che è quello relativo alle procedure che hanno accompagnato l'assegnazione dell'appalto al maggiore onere definito per la costruzione dell'opera. Questa relazione si compone di due parti e mi pare doveroso citarne i titoli. La prima parte è definita: "Opere non previste né prevedibili dal progetto", titolo esemplificativo. Se le opere non sono previste né prevedibili e le si elencano, vogliamo prestare fede evidentemente ai ragionamenti svolti, sono opere rispetto alle quali c'era la necessità di prevedere un maggiore stanziamento. Il secondo capitolo è invece altrettanto chiarissimo, ma in termini opposti: "Opere migliorative rispetto a quanto proposto in offerta". Queste sono commentate e descritte in maniera chiara, ed è la stessa analisi che ha portato lo stesso assessore Mussner a tirare una conclusione. Ieri nel corso del suo intervento in aula ha dato un voto al progetto che è stato presentato, sulla base di alcuni parametri assoluti e non discutibili, ed è un voto leggermente superiore alla sufficienza, e indicò su una scala dallo zero al 10 in termini propriamente scolastici il voto del 7. Essendo a conoscenza anche, se si è voluto applicare questa metafora, delle abitudini nell'ambito della scuola per cui la rarità del 10 ma anche la rarità dei voti più bassi, il voto 7 rappresenta un voto effettivamente leggermente al di sopra della sufficienza. Questa è l'affermazione che maggiormente ci ha colpiti e ci ha fatto riflettere, perché il percorso, anche pubblico, verso l'opinione pubblica seguito dall'amministrazione pubblica ha portato a creare la più ampia consapevolezza rispetto all'eccellenza dell'impianto che era proposto per la città di Bolzano. E l'eccellenza normalmente corrisponde alla più alta valutazione, quindi evidentemente più vicina al 10 che al 7, ossia alla sufficienza o qualcosa di più. Ed è una riflessione più morale che tecnica, in considerazione delle cose già riferite dagli altri colleghi e che non voglio necessariamente replicare, che ci porta a porre delle domande alla Giunta rispetto alla ragionevolezza di una posizione che è stata assunta e che non ha portato la Giunta provinciale a riconsiderare la necessità, per tutte le indicazioni che rintracciamo nella relazione Pagani, ad una riedizione della gara di appalto e a una ridefinizione, se necessaria, e questo si è rivelato necessario, del capitolato d'appalto. Questo non è accaduto, in corso d'opera i costi sono lievitati nella forma esponenziale che possiamo oggi rintracciare, se è vero come è vero che il costo solo in quest'ultima variante sale da 98,5 milioni a 117,9 milioni. - 11 - Credo che sia corretta non solo la richiesta di una chiarezza politica in questa sede, ma credo sia assolutamente coerente e probabilmente corretta la richiesta di una chiarezza in termini di procedura così come ventilata dai colleghi del gruppo Verde. Anche noi siamo curiosi di seguire le evoluzioni di questi accertamenti se ci saranno e nei termini in cui si svolgeranno da parte degli organi competenti. Al Consiglio provinciale rimane una valutazione di ordine politico sulla documentazione che ci è stata messa a disposizione e sul passaggio di legge che ci è stato presentato, un emendamento alla legge del rendiconto che ci chiede sostanzialmente la disponibilità ad una variazione del costo dell'opera significativa nei termini che conosciamo. Rispetto a questa richiesta al Consiglio il nostro gruppo annuncia un voto negativo. Ovviamente si rimette però alla Giunta provinciale per avere la massima chiarezza nelle risposte alle tante domande che sono state presentate che attengono la qualità delle obiezioni sostanziali presentate dall'ing. Pagani nella relazione accompagnatoria alla delibera citata, alla domanda di fondo perché non sia stato ridefinito un capitolato d'appalto e non sia stato rifatta la gara, e soprattutto sulla ragionevolezza del capitolato d'appalto elaborato al momento della gara d'appalto sulla base delle cognizioni tecniche che sono emerse con assoluta chiarezza nei tempi successivi. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Sehr geehrter Herr Präsident! Ich habe an genug Ausschreibungen teilgenommen, dass ich nicht wüsste, wie so eine Ausschreibung vor sich geht. Wenn heute jemand an einer Ausschreibung teilnimmt, die 81.6162,20 € umfasst und dann 162 € nachlässt, dann muss er von vorne herein fast wissen, dass er der einzige Anbieter ist und diesen Auftrag bekommt, sonst tut er sich diese Arbeit nicht an. Ich habe noch bei keiner Ausschreibung erlebt, dass im 0,0000-Bereich Preisnachlässe gemacht werden. Wenn man den Auftrag bekommt und diesen dann zu diesem Preis nicht ausführen kann, dann muss man eine Pönale bezahlen, die ziemlich hoch ist, und dann wird das ganze Projekt von neuem ausgeschrieben. Das ist hier nicht passiert! Hier hat man das Firmenkonsortium beibehalten und hat ihm die Aufschläge, die es selbst vorschlägt, zugestanden, und man will das jetzt vom Landtag absegnen lassen. Das geht so nicht! Das schaut schlecht aus! PICHLER ROLLE (SVP): Wenn man sich den Bereich Umwelttechnik und Umweltanlagen und deren Führung, Bau, Standard und Kosten in Südtirol ansieht, dann glaube ich schon, dass wir sagen können, dass die Landesverwaltung bis zum heutigen Tag eine hervorragende Arbeit geleistet hat. Was in Zukunft ist, weiß man nicht, aber wir sind guten Willens, diese Arbeit fortzusetzen. Daran dürfen Sie nicht zweifeln. Wenn wir die Statistiken anschauen, wissen wir, dass die Abwasser geklärt werden, die Deponien sind geregelt und in Ordnung, und auf diesem Gebiet sind wir deutlich Spitzenreiten gegenüber den anderen Regionen. Ähnlich unterhält es sich auch mit Unternehmen, die in der Umwelttechnik zu Hause sind. Ob sie nun kleine, Mittel- oder größere Betriebe sind, im Bereich der Umwelttechnik, der Solarenergie, - 12 - was auch immer, werden Sie feststellen, dass diese Südtiroler Betriebe ihr Know-how nicht auf Südtirol beschränken, sondern zunehmend auch exportieren und in anderen Regionen präsent sind. Natürlich, wenn man den Bericht liest, kommen bestimmte Zweifel auf. Wenn über Unternehmen uns von außen gesagt wird - aufgrund von Investitionen die z. B. im Raum Venedig getätigt worden sind - es seien Vorzeigebetriebe und exzellente Betriebe, dann mutet es zumindest seltsam an, wenn es im Land selbst heißt, dass diese Unternehmen nicht die nötigen Referenzen aufweisen würden. Im Bericht steht, dass diese Unternehmen, die auswärts Vorzeigeanlagen gebaut haben, keine Referenzen ausweisen. Diesen Satz kann ich mir persönlich nicht erklären. Die Referenzen liegen nun wirklich auf und sind auch nachvollziehbar. Man müsste nur anschauen, was die Unternehmen andernorts gebaut haben! Es ist ja nicht so, dass wir hier über Unternehmen reden, von welchen man nie etwas gehört hat, welche nie etwas produziert haben, nie im Bereich Umwelttechnik aktiv gewesen sind, dann aber plötzlich den Zuschlag für irgend etwas bekommen und man nicht genau weiß, wer das ist. Das Gegenteil ist der Fall! Wir kennen diese Unternehmen, sie exportieren das Know-how in andere Regionen, sie haben Projekte gemacht. Auf diese Projekte wurde mit berechtigtem Südtiroler Stolz verwiesen, und nun lesen wir in einem Bericht, dass es einen Mangel an Referenzen geben würde. Das kann ich nicht nachvollziehen! Das mit dem Rechnungshof ist kein Thema. Da brauchen Sie die Akten gar nicht an den Rechnungshof zu schicken, denn der Rechnungshof arbeitet so, dass er vermutlich schon aktiv geworden ist. Es genügt eine Zeitungsnotiz. Wir haben eine aufmerksame Staatsanwaltschaft, die wird sich natürlich die entsprechenden Unterlagen besorgen und es ist selbstverständlich so, Kollege Dello Sbarba, dass für jeden Akt, den ein Verwalter unterschreibt, für den ein Verwalter stimmt, ein Verwalter gerade stehen muss, und das ist auch gut so. Er kann von der Opposition politisch kontrolliert werden. Die Gerichtsbarkeit hat natürlich jede Zugriffsmöglichkeit, ob dies nun die Strafgerichtsbarkeit ist oder ob es sich um den Rechnungshof handelt. Deshalb sollten wir ein wenig davon absehen, dass man mit dem auch noch Werbung betreibt und sozusagen versucht, politisch zu punkten, um die Bevölkerung ein wenig zu begeistern, indem man sagt, dass man offiziell Anzeige beim Rechnungshof erstattet. Das kann natürlich jeder machen. Jeder Akt unterliegt dieser Prozedur und dafür tragen die Politiker auch ihre Verantwortung, natürlich immer nur, wenn sie Fehler machen. Wenn sie keine Fehler machen, dann ist das eine Selbstverständlichkeit. Um was geht es also? Ich denke, dass wir zum einen - das weiß ich noch von meiner Zeit als Gemeindeverwalter in Bozen - ein zeitliches Problem haben, denn wir haben eine begrenzte Laufzeit des alten Verbrennungsofens. Dieser Verbrennungsofen ist in seiner Laufzeit fast schon am Ende, zumindest was eine Verbrennungslinie anbelangt. Ich kann mir vorstellen, dass wir diesbezüglich langsam ein Problem bekommen. Deshalb vermute ich war dieser Zeitdruck da. Ich denke, dass wir auf eines acht geben sollten. Wir sollten zum einen prüfen, ob das Unternehmen nicht in der Lage war, das, was gewünscht war, so hinzustellen, oder ob nicht seitens der Verwaltung - 13 - zusätzliche Maßnahmen ergriffen worden sind, um die Situation im Bereich der Umwelttechnik zum einen und im Bereich der Wärmerückgewinnung, der Energiegewinnung zum anderen noch einmal deutlich zu verbessern. Wenn zweiteres der Fall gewesen ist, wenn jemand so eine Ausschreibung gewinnt und dann noch im Bereich der Umwelttechnik und im Bereich der Wärme und Energierückgewinnung nachgerüstet wird, dann ist es an und für sich etwas, was ich befürworte. Eines ist sicher, wir haben lange über die Verbrennungsanlage gestritten. Heute in diesem Saal, Kollege Urzì hat es gesagt, ist dies nicht mehr der Fall, und ich bin froh darüber. Es ist nicht mehr die Diskussion, ob wir die Verbrennungsanlage brauchen oder nicht. Aber eines ist sicher. Wir brauchen die bestmögliche Anlage für die Bevölkerung, also die Anlage, die am umweltschonendsten ist, die am technisch wirksamsten ist, und wir brauchen auch eine Anlage, die das Potential der Wärmerückgewinnung und das Potential der Stromgewinnung auf das Maximale erhöht, um ein ganzes Stadtviertel mit dem nötigen Strom zu versorgen. Ich denke, es ist gut, dass man hier nur das Beste wählt und noch einmal nachrüstet. In diesem Zusammenhang verweise ich ein wenig auch darauf, dass wir uns mit den Gemeinden noch einmal zusammensetzen sollten, denn die Steigerung dieser Kosten bedingt - natürlich vor allen Dingen auch wenn diese Anlage über die Gebühren finanziert werden soll - dass wir hier ein anderes Problem haben, und ich hoffe sehr, dass es noch einmal zu einem Dialog zwischen den Gemeinden und dem Land kommt, so dass wir auch nicht einen zu starken Anstieg der Müllgebühren bekommen. Es ist klar, eines ist die Berechnung für eine Summe, aber wenn diese Summe steigt und sie über Gebühren finanziert werden muss, dann könnten wir auch das Risiko haben, dass die Gebühren-Übergebühr - erlauben Sie dieses Wortspiel steigen könnten. Das Vertrauen in die Verwaltung ist da. Die Verwaltung muss ihre Akten offenlegen, aber wir sollten deshalb nicht heute eine Entscheidung treffen, die nur eines bedeuten würde, nämlich dass wir das ganze Projekt nochmals stoppen müssen oder dass wir es eben so ausschreiben, wie es ist, ohne es nachzubessern, denn das hielte ich nun für das insgesamt schlechteste Ergebnis für die Bevölkerung. Wir sind für diese Nachrüstung und unterstützen deshalb auch diesen Antrag. VORSITZ DES VIZEPRÄSIDENTEN: MAURO MINNITI PRESIDENZA DEL VICEPRESIDENTE: ARTIOLI (Lega Nord): Il fatto di far lavorare le nostre ditte locali è sicuramente positivo, è il metodo che è contestabile. La cosa che disturba la popolazione e noi dell'opposizione è il fatto che i costi aumentino del 19,99%, perché è ciò che la legge permette. Stranamente i costi aumentano di quel 20% che vi permette di aumentarli. Questo non va bene né per adesso né per il futuro. È una politica sbagliata quella di far vincere le gare d'appalto e poi aumentare i costi del 20%, come è successo anche con la funivia del Renon. Stranamente in Alto Adige succede sempre di stare sotto la - 14 - soglia del 20%. Prima si vince la gara e poi si aumenta del 20%. Questo metodo di amministrazione è sbagliato, crea un sospetto che non vale la pena di creare. È meglio fare le gare giuste dove si fanno partecipare le nostre aziende, e penso che la politica di far vincere le aziende locali sia giusta, perché noi dobbiamo aiutare i nostri imprenditori ad andare avanti, però bisogna farlo con regole chiare, e non abbassare i costi prima e poi aumentare proprio di quel 20% che la legge permette. Questo ci lascia perplessi. Visto che siamo alla bonifica del terreno e che le tecnologie stanno migliorando ogni giorno, la Giunta potrebbe anche prendere in considerazione, non togliendo ormai la possibilità a questi imprenditori di lavorare, ma di mettere la tecnologia più avanzata possibile. Su questo sono assolutamente d'accordo. Ho visto per esempio a Trento che la Giunta ha deciso di fermare la realizzazione del termovalorizzatore e prendere in considerazione il modo di essiccare i rifiuti. Credo che la responsabilità di questi imprenditori sia di mettere la tecnologia più avanzata possibile, però lo devono fare fin dall'inizio. Purtroppo i tempi sono slittati, il metodo è sbagliato e spero che per il futuro la Giunta prenda la decisione che le gare devono essere così come sono e non che ogni volta in Alto Adige i costi aumentino, perché è un metodo assolutamente sbagliato e criticabile, e che prenda in considerazione la migliore tecnologia possibile, perché non è stato ancora messo il primo sasso. Visto che siamo innovatori in tutto, case clima ecc., dobbiamo farlo anche in tema di rifiuti. Questa è la mia posizione. LEITNER (Die Freiheitlichen): Die meisten Fragen sind hier schon gestellt worden. Eines wird von diesem Projekt ganz klar. Da hat es von allem Anfang an einen Anbieter gegeben und das wusste man. Alle Ausschreibungen wurden dann eigentlich darauf zugeschnitten. Kollege Tinkhauser hat es schon gesagt, dass man bei einer Ausschreibungssumme von 82 Millionen ein Abgebot von 160 € macht, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen! Was hier gelaufen ist, ….. Aber meine ganz präzise Frage, die noch nicht gestellt worden ist, und hier möchte ich von der Landesregierung eine eindeutige Antwort haben, ist: Wer kommt für die Mehrkosten auf? Kommt das aus dem Landeshaushalt oder erfolgt es über die Abrechnung der Müllgebühren an die Bürger? PRESIDENTE: La parola al consiglier Tinkhauser sull’ordine dei lavori. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Ich bitte um namentliche Abstimmung. MUSSNER (Landesrat für Bauten, ladinische Schule und Kultur und Vermögensverwaltung – SVP): Ich werde diesbezüglich nur ganz kurz etwas sagen. Ich habe bereits gestern versucht, das einzufügen, was meiner Ansicht nach wichtig für die Diskussion war. Ich möchte nur noch zwei Überlegungen bringen, die ich zum Teil - 15 - schon gestern gemacht habe. Das Projekt ist in seiner vorliegenden Form auf jeden Fall als gut funktionierend zu betrachten, weil alle gängigen Normen darin berücksichtigt werden. Das ist eine Tatsache. Die Anlage könnte auch ohne diese Verbesserung, die wir vorgeschlagen haben, und die 20 %-Mehrkosten funktionieren und sie würde trotzdem ein ausreichendes und gutes Ergebnis gewährleisten. Aber da fällt mir spontan auch eine Frage ein. Wo sollen wir dann kürzen? Wir wären auch in der Lage, wir haben noch nichts bestellt von diesen zusätzlichen 20 Millionen Euro, die wir vorgeschlagen haben. Sollen wir das Projekt des Verbrennungsofens so lassen wie es eigentlich vorgesehen ist? Das wäre auch möglich. Dann würde aber nicht das zutreffen, was Kollegen Dello Sbarba und Urzì gesagt haben, d.h. „non si devono fare risparmi sulla salute degli cittadini“. Wir könnten ein Produkt präsentieren, das in jeder Hinsicht dem Anspruch gerecht würde. Wir wollen aber das erreichen, was Sie auch alle wollen, wir wollen eigentlich etwas gemeinsam erreichen, und das ist richtig so. Vergessen Sie bitte nicht, dass das Projekt im Jahr 2005 ausgearbeitet wurde und der Teil, der dies betrifft, wird voraussichtlich im Jahr 2011 montiert und im Jahr 2013 in Betrieb gehen. Also befinden wir uns jetzt genau in der Mitte. In dieser langen Zeitspanne hat sich der technologische Standard der Maschinen verbessert und dieser wird sich auch weiterhin verbessern. Das müssen wir selbstverständlich auch berücksichtigen. Deswegen scheint es mir notwendig, die Anlage dem letzten Stand der Technik anzupassen. Das wollen ja alle. Eine solche Anlage wirkt sich auf die Umwelt aus, was auf jeden Fall berücksichtigt werden muss, und das wollen wir wiederum alle. Ich glaube sagen zu können, wir sind überzeugt, dass es richtig ist, so weiterzumachen, um diese Anlage im Jahre 2013 in Betrieb zu nehmen, was sich die Bevölkerung eigentlich auch wünscht. Was die Kosten anbelangt, sind Gespräche im Gange. Wir sind der Meinung, die Spesen, die jetzt entstehen, werden von der Landesregierung gezahlt und anschließend dann vom Betreiber übernommen. PRESIDENTE: Metto in votazione l’emenedamento n. 1 per appello nominale. È stato estratto il n. 3: DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): No. DURNWALDER (SVP): Ja. EGARTNER (SVP): (Abwesend) EGGER (SVP): Nein. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Nein. - 16 - HOCHGRUBER KUENZER (SVP): (Abwesend) KASSLATTER MUR (SVP): Ja. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein. KNOLL (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein. LAIMER (SVP): Ja. LAMPRECHT (SVP): Ja. LEITNER (Die Freiheitlichen): Nein. MAIR (Die Freiheitlichen): Nein. MINNITI (Il Popolo della Libertà): No. MUSSNER (SVP): Ja. NOGGLER (SVP): Ja. PARDELLER (SVP): Ja. PICHLER ROLLE (SVP): Ja. PÖDER (UFS): Nein. REPETTO (Partito Democratico/Demokratische Partei): Sì. SCHULER (SVP): Ja. SEPPI (Unitalia – Movimento Iniziativa Sociale): (Assente) STEGER (SVP): Ja. STIRNER BRANTSCH (SVP): Ja. STOCKER M. (SVP): Ja. STOCKER S. (Die Freiheitlichen): Nein. - 17 - THALER ZELGER (SVP): Ja. THEINER (SVP): Ja. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Nein. TOMMASINI (Partito Democratico/Demokratische Partei): Sì. URZÌ (Il Popolo della Libertà): No. VEZZALI (IL Popolo della Libertà): No WIDMANN (SVP): Ja. ARTIOLI (Lega Nord): Astenuta. BERGER (SVP): (Abwesend) Comunico l’esito della votazione: con 17 voti favorevoli, 13 voti contrari e 1 astensione l’emendamento n. 1 è stato approvato. Metto in votazione l’emendamento n. 2 richiesto dai colleghi dei Freiheitlichen. È stato estratto il n. 31. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Enthalten. TOMMASINI (Partito Democratico/Demokratische Partei): Sì. URZÌ (Il Popolo della Libertà): Astenuto. VEZZALI (IL Popolo della Libertà): Astenuto. WIDMANN (SVP): Ja. ARTIOLI (Lega Nord): Astenuta. BERGER (SVP): (Abwesend) DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Astenuto. - 18 - DURNWALDER (SVP): Ja. EGARTNER (SVP): (Abwesend) EGGER (SVP): Enthalten. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Enthalten. HOCHGRUBER KUENZER (SVP): (Abwesend) KASSLATTER MUR (SVP): Ja. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein. KNOLL (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein. LAIMER (SVP): Ja. LAMPRECHT (SVP): Ja. LEITNER (Die Freiheitlichen): Enthalten. MAIR (Die Freiheitlichen): Enthalten. MINNITI (Il Popolo della Libertà): Astenuto. MUSSNER (SVP): Ja. NOGGLER (SVP): Ja. PARDELLER (SVP): Ja. PICHLER ROLLE (SVP): Ja. PÖDER (UFS): Enthalten. REPETTO (Partito Democratico/Demokratische Partei): Sì. SCHULER (SVP): Ja. SEPPI (Unitalia – Movimento Iniziativa Sociale): (Assente) - 19 - STEGER (SVP): Ja. STIRNER BRANTSCH (SVP): Ja. STOCKER M. (SVP): Ja. STOCKER S. (Die Freiheitlichen): Enthalten. THALER ZELGER (SVP): Ja. THEINER (SVP): Ja. Comunico l’esito della votazione: con 17 voti favorevoli, 2 voti contrari e 12 astensioni l’emendamento n. 2 è stato approvato. Ha chiesto la parola il consigliere Dello Sbarba sull’articolo così emendato, prego. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Ancora sulla questione dell'inceneritore che è il punto centrale di questo articolo così purtroppo emendato. Credo innanzitutto vadano fatte delle precisazioni su quello che hanno detto i colleghi. Il collega Pichler Rolle si è stupito della relazione dell'ing. Pagani. Fa male a stupirsi, perché l'ing. Pagani è uno che se ne intende, è il coordinatore unico del progetto di costruzione del termovalorizzatore di Bolzano, nominato dalla Provincia. Speriamo che Dio protegga questo ing. Pagani e che il suo posto di lavoro sia sicuro, lo vorrei anche togliere dal dibattito, perché la relazione dell'ing. Pagani non è più la relazione dell'ing. Pagani, è la relazione della Giunta provinciale. La relazione è stata allegata alla delibera della Giunta provinciale n. 2245 con queste parole: "la Giunta provinciale a voti unanimi delibera di modificare le caratteristiche tecniche definite con la delibera 3397 del 2003, modificate ancora con delibera 1589 del 2005, per l'opera indicata in oggetto, come indicato nell'allegata relazione del responsabile di progetto del 24.7.2009, che forma parte integrante del presente provvedimento". Allora non è più la relazione di un ingegnere, è la relazione della Giunta provinciale, allegata ad una delibera, tanto è vero che è allegata, timbrata dal segretario generale della Giunta provinciale dott. Berger! Dunque non si può qui dire che la relazione meraviglia ecc. In questa relazione c'è scritto che il progetto proposto dalle ditte che hanno vinto l'appalto non era adeguato in molte parti, in molte parti non rispettava il capitolato d'appalto. La domanda a cui non si riesce ad avere una risposta, a meno che non sia quella che qualcuno dava qui, cioè che si voleva favorire le ditte locali. Ma questa non è una risposta del perché si vince una gara d'appalto, la risposta al perché una cordata di aziende che non offre un progetto adeguato vince un appalto e perché - 20 - non si rifà la gara. Sarà su tutto questo che noi spediremo un dossier alla Corte dei Conti, perché noi speriamo che la Corte dei Conti abbia già letto gli articoli di giornale, ma vogliamo essere sicuri che si occupi di questa vicenda, e magari aggiungeremo alcune documentazioni che non è detto che sappia che esistono, come le risposte a nostre interrogazioni dove si diceva che purtroppo, essendo arrivato alla gara un solo concorrente, si è dovuto ripiegare su un progetto meno adeguato di quanto era previsto, ecc. Non è detto che la Corte dei Conti conosca l'altra interrogazione in cui l'assessore Mussner ci risponde che tutta la tecnologia che oggi viene applicata per migliorare l'impianto era già presente al momento della gara, per cui non c'è nessuna motivazione per cui si doveva per forza accettare quella proposta. C'èra tutta la possibilità di rifare la gara ottenendo un numero maggiore di offerte e quindi andando ad una scelta che fosse la più conveniente possibile e la migliore possibile sia per le finanze pubbliche che per i cittadini. È possibile che qui ci sia stato un danno per la pubblica amministrazione. Infine l'assessore Mussner dice, che cosa dobbiamo fare? Ribadisco che in nessun caso si deve risparmiare sulla salute dei cittadini, però forse c'è un'altra alternativa fra l'approvare questa variante di costi per migliorare l'impianto oppure tenerselo inadeguato. Forse l'alternativa è aprire una riflessione sulla scelta di questo inceneritore, magari approfittando dell'occasione che ci viene data della brutta figura che la Giunta provinciale sta facendo su questa questione, per riprendere in mano il problema del ciclo dei rifiuti per la nostra provincia. Voi avete fatto un piano rifiuti che è del 2000, che prevedeva un aumento costante e continuo della produzione dei rifiuti nella nostra provincia. Era un piano fatto in un momento in cui nella città di Bolzano non si sapeva neanche che cosa fosse, era un piano fatto in un momento in cui la raccolta differenziata dava anche in altri paesi della provincia dei risultati inferiori a quelli di oggi. Quindi ci sono delle novità. Innanzitutto la raccolta differenziata che a Bolzano è partita sta dando ottimi risultati anche senza premere troppo sulla pazienza dei cittadini. Se si introducessero altre misure tipo la raccolta porta a porta, l'eliminazione dei cassonetti aperti che fra un po' avverrà, tipo l'introduzione di tariffe commisurate alla produzione dei rifiuti per famiglia, credo che i risultati sarebbero ancora migliori. Negli altri paesi della provincia i risultati stanno migliorando costantemente. E poi quello che è successo in questi 8-9 anni che ci separano dalla definizione del piano rifiuti è che sono migliorate le tecniche di chiusura del ciclo dei rifiuti senza incenerimento, quindi senza distruzione di risorse, perché i rifiuti sono risorse che noi distruggiamo. Ci sono province in Italia e zone d'Europa che chiudono il ciclo dei rifiuti senza inceneritore e senza esportare i propri rifiuti in giro per il mondo, ci sono consorzi nel Veneto che lo fanno, e intanto ricercatori di fama mondiale che scrivono su riviste scientifiche hanno scoperto altri tipi di inquinamenti che proprio gli inceneritori per le loro caratteristiche e per le loro alte temperature rischiano di produrre. Mi riferisco non solo alle diossine ma alle cosiddette nano polveri. Quindi da un lato ci sono nuove acquisizioni tecnologiche sia per altri tipi di chiusura del ciclo di chiusura che non pas- - 21 - sino per l'incenerimento, dall'altro a tutela della salute e nell'individuazione di minacce alla salute di questi impianti. Ci sono poi dei miglioramenti enormi per quanto riguarda la raccolta differenziata. Credo che la scelta più responsabile e anche più economica per le casse pubbliche sia quella che sta facendo la provincia di Trento. La scelta dell'inceneritore lì è sovranità comunale. Il Comune di Trento sta discutendo e sta per decidere la richiesta di una moratoria, una pausa di riflessione su questa scelta. E la situazione a Trento è partita da uno stato molto più pesante rispetto a Bolzano. L'inceneritore era molto più grande, adesso è diventato di 103 mila tonnellate, e hanno quella montagna di rifiuti infilati nei sacchi da smaltire, eppure a Trento si ha il coraggio di aprire una riflessione su questa scelta. Credo che la stessa riflessione, prendendo come occasione proprio questa brutta storia dell'appalto, la Provincia la dovrebbe fare nel nostro caso, per discutere se è proprio indispensabile ricorrere all'incenerimento per chiudere il ciclo dei rifiuti, o se abbiamo altre possibilità, migliori per l'ambiente, per la salute e per il futuro della nostra terra, o almeno se la taglia di questo inceneritore è quella giusta, se non rischia di essere sovradimensionato e poi non essere controproducente rispetto all'obiettivo della raccolta differenziata. Questa sarebbe la strada da intraprendere non solo per salvare la faccia rispetto a questo scandalo dell'appalto, ma anche per fare un servizio alla nostra popolazione e per pensare al futuro della nostra terra. PRESIDENTE: Non vedo nessuno iscritto a parlare. Allora metto in votazione per appello nominale come richiesta dal consigliere Dello Sbarba e da altri due consiglieri l’articolo 11. È stato estratto il n. 19. PARDELLER (SVP): Ja PICHLER ROLLE (SVP): Ja PÖDER (UFS): Enthalten REPETTO (Partito Democratico/Demokratische Partei): Sì SCHULER (SVP): Ja SEPPI (Unitalia – Movimento Iniziativa Sociale): (Assente) STEGER (SVP): Ja STIRNER BRANTSCH (SVP): Ja STOCKER M. (SVP): Ja - 22 - STOCKER S. (Die Freiheitlichen): Nein THALER ZELGER (SVP): Ja THEINER (SVP): Ja TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Nein TOMMASINI (Partito Democratico/Demokratische Partei): Sì URZÌ (Il Popolo della Libertà): No VEZZALI (IL Popolo della Libertà): No WIDMANN (SVP): Ja ARTIOLI (Lega Nord): (Astenuta) BERGER (SVP): (Abwesend) DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Nein DURNWALDER (SVP): Ja EGARTNER (SVP): (Abwesend) EGGER (SVP): Nein HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Nein HOCHGRUBER KUENZER (SVP): (Abwesend) KASSLATTER MUR (SVP): Ja KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein KNOLL (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Nein LAIMER (SVP): Ja - 23 - LAMPRECHT (SVP): Ja LEITNER (Die Freiheitlichen): Nein MAIR (Die Freiheitlichen): Nein MINNITI (Il Popolo della Libertà): Nein MUSSNER (SVP): Ja NOGGLER (SVP): Ja L’articolo viene approvato con 17 voti favorevoli, 12 voti contrari e 2 astensioni. Art. 11-bis (Aufhebung) Das Landesgesetz vom 24. November 1973, Nr. 81, in geltender Fassung, ist aufgehoben. ---------Art. 11-bis (Abrogazione) 1. E’ abrogata la legge provinciale 24 novembre 1973, n. 81, e successive modifiche. Sull’articolo 11-bis c’è un emendamento a firma del consigliere Heiss: Der Artikel wird gestrichen. L’articolo è soppresso. Do la parola al consigliere Heiss sull’ordine dei lavori. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Danke, Herr Präsident. Ich glaube, die Streichung erübrigt sind, weil wir das Landesgesetz bereits im vorigen Gesetzentwurf aufgehoben haben, und wahrscheinlich auch die Verabschiedung des Artikels. PRESIDENTE: Grazie. Allora apro la discussione sull’articolo 11-bis. PICHLER ROLLE (SVP): Herr Präsident, wir stimmen gegen diesen Artikel, damit wir das Problem lösen. PRESIDENTE: Se nessun altro chiede la parola metto in votazione l’articolo 11-bis. L’articolo 11-bis viene respinto all’unanimità. Articolo 12 sopresso. - 24 - Art. 13 Änderung des Landesgesetzes vom 16. November 2007, Nr. 12, „Lokale öffentliche Dienstleistungen“ 1. In Artikel 1 Absatz 5 des Landesgesetzes vom 16. November 2007, Nr. 12, in geltender Fassung, sind die Worte „Innerhalb von zwei Jahren ab Inkrafttreten dieses Gesetzes” durch die Worte „Innerhalb 31. Dezember 2010” ersetzt. 2. (gestrichen) ---------Art. 13 Modifiche della legge provinciale 16 novembre 2007, n. 12, recante „Servizi pubblici locali“ 1. Nel comma 5 dell’articolo 1 della legge provinciale 16 novembre 2007, n. 12, e successive modifiche, le parole „Entro due anni dall’entrata in vigore della presente legge“ sono sostituite dalle parole: „Entro il 31 dicembre 2010”. 2. (soppresso) Sull’articolo 13 ci sono due emendamenti. Il primo emendamento a firma del consigliere Heiss, che dice: Der Artikel wird gestrichen. L’articolo è sopresso. Leggo il secondo emendamento a firma dell’assessore Repetto. Prima del comma 1 viene inserito il seguente comma 01: “01. Nel comma 4 dell’articolo 1 della legge provinciale 16 novembre 2007, n. 12, sono soppresse le parole “o indirettamente”. Vor Absatz 1 wird folgender Absatz 01 eingefügt: „01. In Artikel 1 Absatz 4 des Landesgesetzes vom 16. November 2007, Nr. 12, sind die Worte „oder indirekt“ aufgehoben.“ Apro la discussione sugli emendamenti e do la parola al consigliere Heiss. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Danke, Herr Präsident! Wir erlauben uns jetzt zu diesen Abänderungsanträgen zu sprechen. Ich sehe mit Verwunderung, dass die Landesrätin wiederum einen Abänderungsantrag eingebracht hat, den wir eigentlich in der Gesetzgebungskommission eliminiert hatten, also die Frage der indirekten Beteiligungen. Bei diesem Gesetzespassus haben wir eigentlich eine weitestgehende Entschärfung in der Gesetzgebungskommission herbeigeführt. Es ging nämlich um die Frage, inwieweit das Land verpflichtet sein sollte, indirekte Gesellschaften, an denen es indirekt beteiligt ist, abzustoßen. Gesellschaften indirekter Beteiligungen, Kollegin Klotz, sind etwa die Airalps, die über die Südtiroler Transportstrukturen-AG vom Land auch mitgehalten wird. Das Land ist direkt beteiligt an der STA und über die STA wird der Anteil an Airalps gehalten. Das ist die indirekte Beteiligung. Die bisherige Gesetzesvorlage, die eben jetzt offenbar gestrichen wird, hat vorgesehen, dass diese indirekten Beteiligungen weiter gehalten werden können, obwohl sie in solchen Fällen nicht von öffentlichem Interesse sind, während das Gesetz es bisher verboten hat, solche Beteiligungen weiter zu halten. Dies ist in der Ge- - 25 - setzgebungskommission gestrichen worden und wie ich jetzt höre, wird der Antrag von Kollegin Repetto zurückgezogen, was wir sehr begrüßen. In dem noch vorliegenden Rumpfartikel 13, der ja weitestgehend entkernt ist, geht es eigentlich nur mehr um die Aufschiebung des vom Landesgesetz vorgesehenen Termins für den Verkauf der Beteiligungen. Beteiligungen, die nicht von öffentlicher Bedeutung sind, sollen nach dem Landesgesetz aus dem Jahre 2007 innerhalb Jahresende 2009 verkauf werden. Diese Verkaufsversuche sind in vielen Fällen, wie es aussieht, fehlgeschlagen, z.B. beim Thermenhotel in Meran, dessen Verkauf seit einiger Zeit in Diskussion ist. Wir werden dann sehen, zu welchem Preis dann verkauft wird. Das ist eine klassische Beteiligung, von der sich das Land, aufgrund des eigenen Gesetzes aus dem Jahre 2007, trennen muss, und diese Trennung sollte innerhalb 2009 erfolgen. Dieser Termin wird durch diesen Artikel auf den 31. Dezember 2010 verschoben. Wir stimmen gegen den Artikel, weil wir sehr deutlich befürchten, dass in einem Jahr wieder eine „prorogatio“, eine Verlängerung, zustande kommen wird. Ich denke, dass die Frage des Verkaufs des Thermenhotels noch längst nicht ausdiskutiert ist. Ob ein adäquater Preis für diese Immobilie realisiert werden kann, wird sicher eine offene Frage bleiben. Die 40 Millionen Euro, die in das Thermenhotel investiert wurden, werden sich von einem ökonomisch denkenden Käufer nicht realisieren lassen. Dieser wird sich zu 25 bzw. 30 Millionen Euro beknien lassen aber damit ist das Ende der Fahnenstange erreicht, vor allem in Hinblick darauf, dass jetzt der Preis für Gewerbeimmobilien, dass jetzt auch die Preise für Hotels ein Stück weit retour gegangen sind, um es bescheiden auszudrücken. Also auch das Thermenhotel wird in diesem Umfeld sinkender Marktpreise sehr wahrscheinlich nicht mehr den erhofften Erlös auch nur annähernd erzielen können. Deswegen ist dieses Moratorium zum einen notwendig, zum anderen ist es aus der Sicht der Landesregierung, aber aus unserer Sicht, allerdings nur die Vorstufe für eine weitere Verlängerung des Moratoriums, was wir sehr stark vermuten. Insgesamt also halten wir an dem Streichungsantrag fest und lenken nach wie vor die Kollegen mit großer Aufmerksamkeit auf die Frage der indirekten Beteiligungen. Das Land ist an 23 Gesellschaften direkt beteiligt, in die es 50 Verwaltungsräte und Verwalter entsendet und 31 Aufsichtsräte, von denen nur die wenigsten der Opposition angehören; das muss man auch hinzufügen. Der Kick ist eben, dass über diese Landesgesellschaften weitere Beteiligungen indirekt gehalten werden. Die STAist ein Beispiel dafür. Das Land hält über die STA die Anteile von Airalps und das Land hält über die STA den Safetypark, also eine weitere indirekte Beteiligung, und nicht zu vergessen ist die SEL. Die SEL ist ein großer Laden, in dem es drei große Untergesellschaften gibt, die SELTrade, die SEL-Edison und die SEL-Fin, und das ist auch eine indirekte Beteiligung. Über dieses Schachtelsystem der indirekten Beteiligungen sollte vieles gehen, was sonst nicht geht. Das wurde durch diese Streichung vorläufig eliminiert, aber ich bitte, in Zukunft weiterhin ein wachsames Auge darauf zu haben. Wenn Sie irgendwo eine indirekte Beteiligung sehen, dann herrscht Alarmstufe eins. - 26 - REPETTO (Assessore al bilancio e finanze, alla formazione professionale italiana, al lavoro, allo sviluppo cooperativo, all'innovazione e all'informatica – Partito Democratico/Demokratische Partei): Specifico che questo emendamento è stato presentato in sostanza dal Consiglio dei comuni e riguardava anche un adeguamento delle normative statali. Come avevo già preannunciato in sede di presentazione del disegno di legge, la Giunta provinciale ritira l'emendamento. PRESIDENTE: Metto in votazione l’ementamento 1 sull’articolo 13 a firma del consigliere Heiss, che prevede la sopressione dell’articolo 13. L’emendamento n. 1 è respinto con 3 voti favorevoli, 17 voti contrari e 9 astensioni. L’emendamento n. 2 è stato ritirato. Apro la discussione sull’articolo 13 e passo la parola al consigliere Tinkhauser. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Ich darf zu diesem Artikel unsere Zustimmung ankündigen, da wir dies bereits in der Kommission so ausgemacht haben. Ich bedanke mich auch bei der Landesrätin, dass sie ihren Antrag nochmals zurückgezogen hat. Ich denke, dass wir im Laufe dieses Jahres - Sie haben ja Zeit bis zum 31.12.2010 - diese Materie nochmals vertiefen und noch eingehender diskutieren können. Danke schön! PRESIDENTE: Grazie. Non vede nessuna richiesta, quindi metto in votazione l’articolo 13. L’articolo viene approvato con 20 voti favorevoli, 2 voti contrari e 4 astensioni. Art. 14 Gewährung von „Antikrisen“-Garantieleistungen bei der Ausgabe von Bankobligationen zur Auszahlung von Finanzierungen an Unternehmen der Provinz Bozen 1. Um die Kreditgewährung an Unternehmen auf Landesgebiet zu begünstigen, ist das Land ermächtigt, Garantieleistungen auf Obligationsausgaben der Banken gemäß Absatz 4 zu gewähren, mit dem Ziel, die ausgebenden Banken bei der Beschaffung von mittelfristigen Finanzressourcen auf dem Kapitalmarkt und/oder bei institutionellen und überstaatlichen Investoren zu unterstützen. 2. Die ausgebenden Banken sind verpflichtet, innerhalb von neun Monaten ab der Gewährung der Garantieleistung die angesammelten Fonds vollständig zur Finanzierung der Unternehmen zu verwenden, die ihren Sitz oder ihre Produktionsstätte auf Landesgebiet haben. 3. Die Garantieleistungen sind bis zu einem Höchstbetrag von 200 Millionen Euro auf Obligationsausgaben von italienischen Banken im Zeitraum vom 1. Oktober 2009 zum 30. Juni 2010, mit Fälligkeit von höchstens fünf Jahren, entgeltlich gewährt. Sollten die Anfragen nach Garantieleistungen den Höchstbetrag überschreiten, erfolgt die Ge- - 27 - währung durch einen Aufteilungsmodus, der den Marktanteil der Kredite an Unternehmen in der Provinz Bozen berücksichtigt. Für jede ausgebende Bank darf die gewährte Garantieleistung den Betrag von 50 Millionen Euro nicht überschreiten. 4. Die italienischen ausgebenden Banken, die in den Genuss der Garantieleistung kommen wollen, müssen mindestens einen Schalter in der Provinz Bozen haben und werden aufgrund der Kreditwürdigkeit ausgewählt, die von international tätigen Ratingagenturen bewertet wurde. Die Banken müssen die Anfrage an das Land richten, den Betrag und andere Daten der Obligationsausgabe angeben und die Vereinbarung über die Verwendung der durch die Garantieleistung des Landes unterstützten Vorräte unterzeichen. 5. Die zwischen dem Land und den durch die Garantieleistung begünstigten Banken unterzeichnete Vereinbarung ist für die Beibehaltung der Garantieleistung für die gesamte Dauer der ausgegebenen Obligationen bindend. Mit der Vereinbarung verpflichten sich die begünstigten Banken regelmäßig dem Land die Daten und Informationen mitzuteilen, die für das Monitoring zur Einhaltung derselben notwendig sind. 6. Unter Beachtung der gemeinschaftlichen Bestimmungen betreffend die Staatshilfen werden die Kriterien betreffend die Kreditwürdigkeit der ausgebenden Banken gemäß Absatz 4, die Höhe der Kommission zu Lasten derselben, die Parameter betreffend den Aufteilungsmodus gemäß Absatz 3 und den Standardinhalt der Vereinbarung gemäß Absätze 4 und 5 mit Beschluss der Landesregierung gemäß Artikel 2 des Landesgesetzes vom 22. Oktober 1993, Nr. 17, festgelegt. 7. Für die Maßnahmen gemäß Absatz 1 finden auf die Garantieleistungen des Landes jene Bedingungen Anwendung, die aus der Mitteilung der Kommission vom 17. Dezember 2008 (gemeinschaftlicher zeitweiliger Bezugsrahmen für Maßnahmen betreffend Staatshilfen zur Stützung des Zugangs zu Finanzierungen in der aktuellen Finanzund Wirtschaftskrise), welche im Gesetzesanzeiger der Europäischen Union Nr. C 16 vom 22. Jänner 2009 veröffentlicht ist. 8. Die allfälligen Lasten, die aus den Risiken entstehen, welches aus der Übernahme der Garantieleistungen gemäß Absatz 1 herrühren, erfolgt durch die bereits genehmigten Bereitstellungen zu Lasten des Haushaltes des Finanzjahres 2009 (HGE 27215). Die Rückerlangung der eventuell gezahlten Beträge der Garantieleistungen gemäß Absatz 1 werden dem Haushalt des Finanzjahres 2009 (HGE 430) zugewiesen. Die Ausgabe zu Lasten der folgenden Haushaltsjahre wird mit jährlichem Finanzgesetz festgelegt. 9. Die Aufsicht über die Gebarung der Bürgschaften gemäß dieses Artikels obliegt der Abteilung Finanzen und Haushalt. ---------Art. 14 Concessione di garanzie „anticrisi“ a fronte di emissioni di obbligazioni bancarie per l’erogazione di finanziamenti ad imprese della provincia di Bolzano 1. Al fine di agevolare la concessione di credito al sistema delle imprese del territorio provinciale, la Provincia Autonoma di Bolzano è autorizzata a concedere garanzie su emissioni obbligazionarie delle banche di cui al comma 4, con lo scopo di favorire gli emittenti nel re- - 28 - perimento di risorse finanziarie a medio termine sul mercato dei capitali e/o presso investitori istituzionali e sopranazionali. 2. Le banche emittenti sono vincolate a destinare per intero i fondi raccolti al finanziamento di imprese aventi sede o unità produttiva nel territorio provinciale nell’arco di nove mesi dalla concessione della garanzia. 3. Le garanzie sono concesse a titolo oneroso fino ad un importo massimo di 200 milioni euro, su emissioni obbligazionarie di banche italiane nel periodo dal 1° ottobre 2009 al 30 giugno 2010 e con scadenza non superiore a cinque anni. Nel caso le richieste di garanzia eccedessero l’importo massimo, la concessione avverrà attraverso un meccanismo di riparto che terrà conto della quota di mercato relativa ai crediti alle imprese in provincia di Bolzano. Per ogni emittente non può essere prestata garanzia per un importo superiore a 50 milioni di euro. 4. Le banche italiane emittenti che vorranno beneficiare della garanzia devono avere almeno uno sportello in provincia di Bolzano e saranno selezionate in base al merito di credito espresso da agenzie di rating operanti a livello internazionale. Le banche dovranno inoltrare richiesta alla Provincia autonoma di Bolzano, specificando l’importo e gli altri dati dell’emissione obbligazionaria e sottoscrivendo un accordo sull’utilizzo della provvista assistita da garanzia della Provincia. 5. L’accordo sottoscritto tra Provincia e banche beneficiarie della garanzia è vincolante per il mantenimento della garanzia per tutta la durata dell’obbligazione emessa. Nell’accordo le banche beneficiarie si impegnano a comunicare periodicamente alla Provincia i dati e le informazioni necessarie al monitoraggio del rispetto dell’accordo stesso. 6. Nel rispetto della normativa comunitaria sugli aiuti di Stato, i criteri riguardanti il merito di credito degli emittenti di cui al comma 4, l’entità della commissione a carico delle banche emittenti, i parametri relativi al meccanismo di riparto di cui al comma 3 ed il contenuto standard dell’accordo di cui ai commi 4 e 5 sono stabiliti con deliberazione della Giunta provinciale ai sensi dell’articolo 2 della legge provinciale 22 ottobre 1993, n. 17. 7. Per le finalità di cui al comma 1, alle garanzie della Provincia si applicano le condizioni di cui alla comunicazione della Commissione del 17 dicembre 2008 (Quadro di riferimento temporaneo comunitario per le misure di aiuti di Stato a sostegno dell’accesso al finanziamento nell’attuale situazione di crisi finanziaria ed economica), pubblicata sulla Gazzetta Ufficiale dell’Unione Europea n. C 16 del 22 gennaio 2009. 8. Gli eventuali oneri derivanti dai rischi conseguenti dalle garanzie prestate di cui al comma 1 trovano copertura negli stanziamenti già autorizzati a carico del bilancio dell’esercizio finanziario 2009 (UPB 27215). L’eventuale recupero delle somme relative alle garanzie di cui al comma 1 sono da attribuire al bilancio dell’esercizio finanziario 2009 (UPB 430). La spesa a carico dei successivi esercizi finanziari è stabilita con legge finanziaria annuale. 9. La vigilanza sulla gestione delle garanzie di cui al presente articolo di legge è esercitata dalla Ripartizione Finanze e bilancio. - 29 - All’articolo 14 ci sono due emendamenti. Il primo emendamento a firma del consigliere Heiss, dice: " L’articolo è sopresso. Der Artikel wird gestrichen. L’emendamento n. 2 a firma dell’assessore Repetto, dice: Articolo 14, comma 2, le parole “nove mesi” sono sostituite dalle parole “docidi mesi”; comma 3, le parole “dal 1° ottobre 2009 al 30 giugno 2010” sono sostituite dalle parole “dal 1° dicembre 2009 al 31 Agosto 2010”. Artikel 14, Absatz 2, die Worte “neun Monaten” sind mit den Worten “zwölf Monaten” ersetzt. Absatz 3, die Worte „vom 1. Oktober 2009 zum 30. Juni 2010” werden mit den Worten “vom 1. Dezember 2009 zum 31. August 2010” ersetzt. Ai sensi dell’articolo 97-quater del regolamento interno i due emendamenti vengono esaminati congiuntamente. Apro la discussione sugli emendamenti. La parola al consigliere Heiss. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Danke, Herr Präsident! Wir haben bereits in der Generaldebatte über diesen Artikel gesprochen. Es geht um die Gewährung von Antikrisengarantieleistungen für die Ausgabe von Bankobligationen. Es ist ein Artikel, Frau Landesrätin, der sicher gut gemeint ist. Es ist kein Artikel, der irgend welche Bösartigkeiten oder allfällige Heimlichkeiten in sich birgt. Es ist ein Artikel, der, wie es ihrem Resort entspricht, darauf abzielt, Liquidität zu beschaffen für Unternehmen, die in Südtirol in der Kreditklemme stecken bzw. in Sofferenz geraten sind. Das ist also der Knackpunkt. Denen sollen über diesen Unterstützungsweg verbilligte Darlehen zugeführt werden Das ist die Grundphilosophie, die in diesem Artikel steckt. Es soll also Liquidität bereitgestellt werden, und diese Liquidität soll zu vergünstigten Konditionen bereitgestellt und eingeworben werden und diese Liquidität soll an notleidende Unternehmen weitergeleitet werden. Eine Grundphilosophie, die berechtigt erscheint, weil es wirklich enorm viele Unternehmen in Südtirol gibt, die unter Kreditproblemen leiden und keine Liquidität haben bzw. keine Liquidität auftreiben können. Nun stellen sich in diesem Zusammenhang zwei Grundfragen. Die erste lautet: Verfügen unsere Banken über zu wenig Liquidität? Haben sie keine Mittel, die sie an die Unternehmen weitergeben könnten? Diese Frage hätte sich vor einem Jahr mit großer Berechtigung gestellt. Damals war infolge der allgemeinen Krise die Liquiditätslage von verschiedenen Banken weltweit aber auch hier wirklich angespannt und die Banken haben es in dieser Phase, Oktober-November vorigen Jahres, zum Teil nur schwer, geschafft an benötigte Liquidität heranzukommen. Das war ein echtes Problem. Allerdings hat sich die Lage, die in Italien nie so angespannt war wie in Deutschland oder auf dem US-Finanzmarkt, dann relativ rasch entspannt und inzwischen sind die Banken einigermaßen oder ziemlich gut liquide, und deshalb stellt sich dieses Problem nicht. Also die Banken haben genügend Mittel und die Frage ist, ob sie diese Mittel weiterreichen können. Dieser Artikel zielt daraufhin, besonders - 30 - günstige Kredite für Unternehmen bereitzustellen. Das soll so gehen, dass die Südtiroler Banken Obligationen auf dem Kapitalmarkt ausgeben gegenüber anderen internationalen Banken wie z.B. die Europäische Investitionsbank und darauf Mittel einwerben können in der Größenordnung von immerhin 200 Millionen. Durch die Garantieleistung, die Bürgschaftsleistung des Landes sollen diese Obligationen vergünstigt ausgegeben werden können, es sollen sozusagen vergünstigte Zinssätze ausgegeben und an die entsprechenden Unternehmen weitergereicht werden können. Das ist eine löbliche Absicht, die wir allerdings problematisch sehen. Zum einen haben die Banken keine Liquiditätsengpässe und zum zweiten liegt das Problem darin, dass die Banken, auch wenn sie wollten, an verschiedene Unternehmen keine Kredite ausgeben können, weil diese Unternehmen in effektiven Schwierigkeiten sind, weil sie bestimmte Auflagen nicht erfüllen, weil sie bestimmte Garantieleistungen nicht mehr erfüllen können. Deshalb würden auch die verbilligten Kredite nichts mehr nützen, weil die Banken das Portfolio in diesem Zusammenhang nicht öffnen können. Ich glaube, dass dieses Instrument sicher gut gemeint ist, aber die Frage stellt sich wirklich, ob die Banken wirklich daran interessiert sind. Ich weiß nicht, Frau Landesrätin Repetto, ob die Südtiroler Bankenwelt noch daran interessiert ist, sich über dieses Instrument weitere Liquidität zu erschließen. Ist die Südtiroler Volksbank, sind die Raiffeisen Banken, ist die Südtiroler Sparkasse wirklich daran interessiert, sich auf dem Kapitalmarkt zusätzliche Mittel zu beschaffen? Es stellt sich dann auch die Frage, ob die Banken, wenn sie über die Mittel verfügen, um diese Billigkredite auszureichen, diese Mittel dann auch effektiv an notleidende Unternehmen ausreichen würden oder auch an Unternehmen, die keine Not leiden, ob sie nicht ihren privilegierten Kunden sagen würden, wir haben jetzt ein besonders günstiges Kreditangebot, das aufgrund einer Landesbürgschaft zustande gekommen ist, und wir können euch damit etwas unter die Arme greifen. Das effektive Problem, das sich stellt, ist, ob wirklich zielgruppengenau die richtige Kategorie getroffen würde oder ob nicht vielmehr ein Teil der Mittel in falsche Kanäle kommen würde. Da sind die Absicherungen doch etwas problematisch. Natürlich wird das Land, wenn dieser Artikel durchgeht, Konventionen abschließen, aber ich glaube, dass hier ein Instrument geschaffen wird, das dem Kapitalmarkt Mittel zuführt, die dieser nicht unbedingt benötigt, und dass damit die Banken trotzdem nicht in der Lage sein werden, Unternehmen damit zu unterstützen bzw. ihnen aus der Patsche zu helfen. Das ist ein Weg, über dem die eigenen Kreditbedingungen der Banken eine Barriere legen. Die Kreditbedingungen der Banken sagen, wir haben für die Unternehmen, denen wir Kredite geben, bestimmte Auflagen einzufordern. Sie müssen eine Rückzahlungsgarantie bieten usw. und wir können, auch wenn wir die Mittel haben, nicht nur irgendetwas zur Verfügung stellen. Das ist ein relativ einfaches Problem, das sich hier stellt. Die ursprüngliche Absicht, der Liquiditätsengpass hat sich erübrigt und er erübrigt sich auch deswegen, weil die Banken jetzt vielleicht doch an zusätzliche Mittel herankommen. Der Tremonti-Schutzschild beginnt vielleicht doch zu greifen. Wir stehen dem Schutzschild natürlich negativ gegenüber. Aber er wird vielleicht doch dazu füh- - 31 - ren, dass einige Dutzend, die heutige „Wirtschaftszeitung“ spricht von einigen 100 Millionen Euro, in das Südtiroler Bankennetz einfließen können. Damit haben die Banken einen ordentlichen Betrag wieder zur Verfügung und haben ihre Depositen wieder aufgefüllt. Ich sehe das dieses Problem auf dieser Ebene nicht, ich sehe aber sehr wohl auf der Ebene, wie die Banken die Kredite an die Unternehmen weitergeben können. Dort sehe ich, dass die Kreditbedingungen es nicht zulassen, diese verbilligten Kredite weiterzugeben. Ich glaube, hier sind einige Engpässe eingebaut. Ich glaube, dass der Artikel sicher gut gemeint, und als Teil des vielberufenen Antikrisenpakets ins Spiel gebracht worden ist, aber er wird seine Wirkung verfehlen. Ich denke, wenn jetzt diese 200 Millionen Obligationen ausgeschrieben werden sollten, für die das Land dann bürgt - das Land gibt selbst kein Geld heraus, sondern bürgt nur - dann würde nur ein relativ geringer Teil davon gezeichnet werden. Mir scheint die Operation sehr aufwendig zu sein, ziemlich unnötig und von geringem Erfolg begleitet. Deswegen ist eine Streichung dieser Bestimmung angebracht, um zu verhindern, dass das Geld in falsche Kanäle gerät und dass Unternehmen, die diesbezüglich keine Probleme haben, zu günstigen Krediten kommen, während die anderen, die nach Luft schnappen eigentlich nicht in der Lage sind, an das Geld ranzukommen, weil die Banken hier den Hahn dicht machen müssen. Ich glaube, das ist hier eine Opportunität für bereits relativ liquide dynamische Unternehmen, die ihren Investitionsbedarf vergrößern möchten. Die Rettung von Unternehmen wird über dieses Instrument nicht erreicht. Ich habe darüber lange nachgedacht und ich halte diesen Artikel deshalb für überflüssig, gut gemeint, aber mit sehr geringen Auswirkungen. VORSITZ DES PRÄSIDENTEN: Dr. DIETER STEGER PRESIDENZA DEL PRESIDENTE: KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Frau Landesrätin, es gibt wirklich Erklärungsbedarf, denn im letzten Jahr ist sehr viel passiert. Wenn es um die Frage geht, ob mit Steuergeldern Banken gestützt werden sollen - das ist drastisch ausgedrückt -, dann wird man hellhörig, weil das sicherlich einseitige Maßnahmen sind. Wenn man damit anfängt, dann muss man in Zukunft alles andere auch stützen und das wird man nicht können. Nun wissen wir aber und hören jedes Jahr, welche Gewinne manche Banken in unserem Land schreiben und mit welchen Jubelbotschaften das der Öffentlichkeit vermittelt wird. Immer wieder hört man davon. Man versteht nicht, weshalb nun das Land dieses Ansinnen hat, für den Fall, dass es in Anspruch genommen werden muss, hier Garantien bereitzustellen und in anderen Sektoren nicht. Gerade in einer Zeit, in der man hört, wie viele Familien bzw. Menschen ihre Gehälter und Pensionen belasten, weil sie Schulden machen müssen, um tägliche dringende Ausgaben tätigen zu können. Hier werden Banken gestützt, hier werden Garantien - 32 - vonseiten der öffentlichen Hand mit Steuergeldern bereitgestellt. Also, das muss ich ehrlich sagen, das finde ich nicht gerechtfertigt! PRÄSIDENT: Ich sehe keine weiteren Wortmeldungen mehr und ersuche somit die Landesregierung um ihre Stellungnahme. Frau Landesrätin Repetto an Sie das Wort. REPETTO (Assessore al bilancio e finanze, alla formazione professionale italiana, al lavoro, allo sviluppo cooperativo, all'innovazione e all'informatica – Partito Democratico/Demokratische Partei): Questo articolo è stato pensato non tanto per un aiuto alle banche, ma si profila come misura anticrisi insieme alle altre che la Provincia ha elaborato e sta portando avanti in questi ultimi mesi. Esso consente alla Provincia di garantire delle obbligazioni che vengono emesse dalle banche presenti localmente in un periodo limitato, perché si va fino al 31 agosto 2010. In sostanza il senso dell'articolo è quello di cercare di rendere più conveniente la raccolta di liquidità da parte delle banche, perché possano trasferire questo vantaggio nei prestiti alle imprese. Certo che la Provincia con un rating di "3A" può essere molto forte nel dare questa garanzia. Gli investitori istituzionali compreranno le obbligazioni delle banche ad un interesse sicuramente molto basso. Le banche non otterranno gratuitamente la garanzia della Provincia, come si vede anche dall'articolo, ma avranno un costo contenuto che sia in linea con gli indirizzi europei. È previsto che tutta la liquidità raccolta attraverso queste obbligazioni debba essere utilizzata in prestiti per le imprese locali entro 12 mesi. In questo modo si vuole dare un impulso agli investimenti aziendali e al loro finanziamento. Lo strumento fondamentale che garantisce che questo vantaggio venga trasferito alle imprese è l'accordo, questa convenzione che le banche dovranno sottoscrivere per ottenere la garanzia, nella quale dove vengono indicate sia la tipologia e la condizione quadro dei prestiti. Il problema è che i mercati finanziari sono ancora molto volatili. Fino alla primavera c'era effettivamente un grande problema di liquidità. Ora questo sembra in parte superato, però resta il problema della liquidità per quanto riguarda la difficoltà per le banche, che rappresenta un costo elevato, a raccogliere mezzi a medio termine, quindi a scadenze a cinque anni e oltre, che sono quelli che più servono per finanziare gli investimenti delle imprese. È uno strumento che va valutato nella sua efficacia insieme al pacchetto delle altre misure anticrisi ed è un contributo per rendere più convenienti gli investimenti per le imprese. Non va valutato come strumento a favore delle banche ma come strumento a favore delle imprese e naturalmente anche dei lavoratori/lavoratrici che in questo modo hanno maggiori tutele di mantenimento del loro posto di lavoro. L'emendamento che è stato presentato riguarda sostanzialmente un prolungamento da nove a 12 mesi, visti gli importi da erogare e considerato il rallentamento - 33 - delle domande di investimenti. Quindi è opportuno prolungare da 9 a 12 mesi il tempo di erogazione dei prestiti. PRÄSIDENT: Wir kommen somit zur Abstimmung über die Änderungsanträge. Ich bringe den Änderungsantrag Nr. 1 zur Abstimmung: mit 4 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen und 8 Stimmenthaltungen abgelehnt. Wir stimmen nun über Änderungsantrag Nr. 2 ab: mit 18 Ja-Stimmen und 11 Stimmenthaltungen genehmigt. Wir kommen jetzt zur Debatte über den gesamten Artikel 14, ich sehe aber keine Wortmeldungen und bringe somit Artikel 14 zur Abstimmung: mit 18 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 11 Stimmenthaltungen genehmigt. Wir kommen jetzt zu den Stimmabgabeerklärungen zu diesem Gesetzentwurf. Zu Wort gemeldet hat sich der Abgeordnete Heiss. HEISS (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Danke, Herr Präsident. Unsere Nein-Stimme ist sicherlich voraussehbar gewesen. Diese Rechnungslegung hat sich als ein ungemein heiß diskutiertes, thermovalorisatorisch hochgeladenes Thema herausgestellt, das die Gemüter erhitzt hat, aber nicht alle Zweifel, Herr Landesrat Mussner, verbrennen hat können. Das war leider nicht möglich. Der Landtag ist keine Einwandsverbrennungsmaschine, sondern die Einwände bleiben nach wie vor intakt. Wir haben mit der Landesrätin in der Gesetzgebungskommission diskutiert, auch im Zusammenhang über die Opportunität, einen Gesetzentwurf betreffend die Rechnungslegung auf das Niveau eines Finanzgesetzes aufzupacken. Wir haben im Einvernehmen mit anderen Kolleginnen und Kollegen der Opposition bei der Landesrätin dahingehend Gehör gefunden, dass künftig das Ganze etwas besser, vor allem kürzer und transparenter gestaltet wird. Wir haben Einwände gegen die Abänderung des Gesetzes betreffend die Erstellung des Haushaltes erhoben, laut der nun der Gebarungsplan nicht mehr der Genehmigung des Landtages unterliegen soll. Das bedauern wir sehr. Das ist eine Einschränkung des Kontrollrechts des Landtages und, liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie werden sehen, wie sehr wir bedauern, dass wir dieses Instrument nicht mehr vorliegen haben. Die Frage der Hospitalparking AG ist klar gewesen und hier haben wir der Operation zugestimmt. Heute hat es eine entsprechende Kundgebung vor dem Landtagsgebäude gegeben, bei der die Gebühren sehr heftig attackiert wurden, und diese Kundgebung ist eine zusätzliche Aufforderung, eine Verpflichtung an die Landesregierung, hier sozial strukturell besser zu verfahren. Artikel 10 und 11 sind ausdrücklich zu begrüßen. Die Wiedereinführung des Artikels mit dem Verbrennungsofen, die Wiederaufstehung des Verbrennungsofens ist von der gesamten Opposition, vor allem aber von unserem Kollegen Riccardo Dello Sbarba sehr ausführlich kritisiert worden. Der Landesrat Mussner war genötigt, die Unterlagen bereitzustellen, die dann zu einem vernichtenden Urteil geführt haben, ein Urteil, das gestützt wird durch die klare Aussage der Landesverwaltung, des zuständigen Abtei- - 34 - lungsdirektors, dass bei der Ausschreibung die Fehler, die Mängel, die Unterlassungen der ausführenden Firma nicht bestraft werden sondern durch zusätzliche Mittel honoriert werden. Das ist ein wirklich absurdes Vorgehen gewesen, auf das wir in aller Klarheit hier verweisen möchten. Ich halte für unsere Fraktion fest, dass wir mit den anderen Oppositionsparteien und wohl auch mit Teilen der Mehrheit keine weiteren höheren Ausgaben für den Verbrennungsofen mehr dulden werden. Es sind 117 Millionen Euro festgeschrieben und ich wette meinen Kopf, dass in absehbarer Zeit weitere Anforderungen kommen werden. Lieber Landesrat Mussner, du “naggelst“ mit dem Kopf, aber du zweifelst wahrscheinlich selbst daran, dass hier nicht noch einmal „nachgekartet“ wird. Wenn diese Diskussion etwas genützt haben soll, dann soll sie auch dazu genützt haben, dass hier der öffentlichen Meinung, den Anbietern, deutlich gemacht wird, dass der Landtag entschieden ist, den Ausgaben einen Riegel vorzuschieben und keine weiteren Varianten zu tolerieren, die eine enorme Kostenerhöhung nach sich ziehen würden. Insgesamt müssen wir sagen, dass unser Votum in Zusammenhang mit der Rechnungslegung negativ ist, und wir werden eine entsprechende Stimme abgeben. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Lieber Hans Heiss, verwetten Sie niemals den Kopf, wenn es um öffentliche Gelder geht! Wir werden natürlich gegen dieses Gesetz stimmen. Der Artikel zum Verbrennungsofen ist bereits zur Genüge diskutiert worden. Ich möchte noch anbringen - es ist gestern in der Diskussion der Hospitalparking ein wenig untergegangen - dass ich gestern die Frage nach den effektiven Bruttoschulden gestellt habe. Wir übernehmen die Hospitalparking um 4.900.000 Euro und zugleich übernehmen wir anscheinend auch, in einem zweiten Schritt, 12 Millionen Euro Schulden, die diese Gesellschaft hat. Ich denke mir, dass hier niemand ruhigen Gewissens zustimmen kann, weil keiner weiß, was die jetzigen Aktionäre der Hospitalparking aus diesem Deal herausschlagen. Deswegen muss ich hier dagegen stimmen. Einen Satz noch zum Artikel 14. Ich denke, dass die Banken in Südtirol sicherlich keine Liquiditätsprobleme haben, sondern dass sie in der Vergangenheit viel zu leicht Darlehen vergeben haben und diese jetzt zurückhalten. Ich bin auch der Meinung, dass die öffentliche Hand mit Garantieleistungen einspringt für Banken, die ihrer Aufgabe nicht gerecht werden. Somit kündige ich an, dass die Freiheitliche Fraktion insgesamt gegen dieses Gesetz stimmen wird. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Die Bewegung Südtiroler Freiheit stimmt ebenfalls dagegen und zwar aus mehreren Gründen. Wie in Zusammenhang mit der Verschiebung, Änderung von Kapiteln, bereits gesagt, ist es sicher nicht im Sinne der guten Verwaltung, mit einer Rechnungslegung eines früheren Jahres in die laufende Haushaltsgebarung und Haushaltsgebarung der letzten drei Jahre einzugreifen. Dass dann die Problematik Verbrennungsofen dahergekommen ist, die unseres - 35 - Erachtens in der zuständigen Kommission gründlich diskutiert hätte werden müssen, dort wo es auch um Umwelt geht und um die entsprechenden technischen Voraussetzungen, das halte ich auch nicht für richtig. Es wäre schlimm, wenn man jetzt eine neue Gepflogenheit einführte, mit Rechnungslegungsgesetzen Haushaltsgrundeinheiten abzuändern, technische Großprojekte durchzuziehen, die man sonst nicht so leicht durchbekommen hätte. Auch der Artikel betreffend die Ausgabe von Obligationen überzeugt mich nicht. Es geht nicht gegen die Wirtschaft. Wir sind nicht gegen Wirtschaftsförderung, aber wenn man mit solchen Maßnahmen anfängt, dann muss man sich auch überlegen, wie man andere Kategorien schützen will, die nicht solche Lobbys wie die Banken hier im Landtag sitzen haben. Deshalb eine Gegenstimmen von unserer Seite. URZÌ (Il Popolo della Libertà): Annuncio il voto negativo del Popolo della Libertà in relazione a due aspetti principali. Il primo è indubbiamente di merito e riguarda la vicenda che ha focalizzato l'attenzione del Consiglio che attiene l'ulteriore finanziamento alle opere legate alla costruzione del termovalorizzatore a Bolzano-sud. Le ragioni sono state ampiamente espresse e motivate nel corso del dibattito, non vogliamo qui ribadirle. Il secondo è un aspetto squisitamente tecnico, ma impone da parte nostra un'assunzione di responsabilità ed è legato alla forma che ha avuto questa legge di rendiconto che si è trasformata nelle volontà dei proponenti in una autentica legge finanziaria. A questo riguardo devo riconoscere come esiste un impegno per il futuro affinché questo tipo di procedura inusuale non abbia più a ripetersi. Ciò è sicuramente confortante, ma rimane la consuetudine rappresentato dal rendiconto evolutosi in autentica legge omnibus o finanziaria, chiamiamola come vogliamo. Quindi il voto negativo da parte nostra. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Ha già espresso il nostro giudizi generale sul disegno di legge il collega Heiss. Io volevo dedicare, per recuperare quello che diceva il collega Tinkhauser, un tema che è stato un po' sottovalutato ieri che però stamattina è stato oggetto di una manifestazione davanti al nostro Consiglio provinciale, cioè la questione del parcheggio dell'ospedale, con l'acquisto delle quote societarie da parte della Provincia della società Hospital Parking S.p.a., con l'acquisto di queste quote societarie per quattro milioni e mezzo di euro più, mi hanno spiegato i funzionari in commissione, una quota di alcune centinaia di migliaia di euro per coprire i primi debiti di quest'anno. Noi compriamo un debito, una società che costa 12 milioni di euro, compriamo una società che ne ha avuti altrettanti dalla Provincia per costruire il parcheggio, e quindi in sostanza per un costo complessivo di circa 24 milioni di euro, a cui aggiungiamo questi 4,4 milioni di valutazione del valore della società. Ora uno potrebbe dire che a questo punto questi che hanno costituito la società hanno fatto un affare, perché hanno messo in piedi la società, hanno costruito il parcheggio, hanno fatto dei debiti che poi ci accolliamo noi - 36 - come Provincia comprando la società, hanno avuto altrettanti soldi dalla Provincia per costruire il parcheggio e alla fine si incamerano, di valore della società, 4 milioni e mezzo di euro. È un'operazione negativa dove il denaro pubblico va a premiare un'operazione che non è andata in porto e dove c'è il dubbio che qualcuno abbia guadagnato. La cosa che volevo ricordare qui è che stamattina sono venute davanti al Consiglio provinciale le organizzazioni sindacali, il Kvw, l'Unione Consumatori, il CTCU, per ricordarci che è stata presentata una sottoscrizione anche alla Giunta provinciale con quasi 15 mila firme di utenti dell'ospedale che chiedono un servizio a certe condizioni, a 0,50 € l'ora di tariffa invece che 1,8 € - 1,3 € - 1,2 € come è fino adesso. Chiedono anche un certo modo di conteggiare questa tariffa ecc., cioè chiedono un servizio che tenga conto che l'utenza di un ospedale ha particolari necessità e bisogni. È un'utenza di tutti i ceti sociali e soprattutto di ceto popolare che è costretta a recarsi all'ospedale. Avrei voluto sentire in aula un impegno in questo senso, relativo al fatto che se la mano pubblica rileva questo Hospital Parking, lo rileva per andare incontro ad una necessità avvertita dai cittadini, per garantire una tariffa che sia abbordabile per i cittadini. Invece temo che non succederà. Per ricoprire questi 12 milioni di debito che questa Hospital Parking ha contratto e che adesso la Provincia si compra, più per ricoprire i 4 milioni e mezzo che abbiamo speso per rilevare le quote della società, la Provincia sarà costretta lei ad entrare anche nell'esoso ruolo di esigere dai cittadini per questo servizio una tariffa elevata. Sarebbe veramente il colmo! Pensiamo che i commercianti di Bolzano stanno preparando un piano per cui, per lo shopping del sabato pomeriggio, si pensa di offrire il parcheggio gratis in centro di Bolzano. Le cose non stanno insieme! Il rischio è che con questo acquisto, che a questo punto è necessario, gli errori si sono fatti prima, la Provincia si compri dei debiti e anche il ruolo di un soggetto che sottopone i cittadini ad una tariffa esosa. PICHLER ROLLE (SVP): Im Verlauf dieser Debatte hat es Diskussionen gegeben, die Argumente sind vertieft worden, wir denken, dass die Rechnungslegung ich habe es schon einmal ausführen dürfen - zeitig in den Landtag gekommen ist, dass sie übersichtlich ist, dass daraus hervorgeht, dass das Land gut geführt und verwaltet worden ist, und auch darauf sei verwiesen. Es geht schließlich um die Rechnungslegung des Jahres 2008. Was die zusätzlichen Artikel anbelangt, die eingebracht worden sind und den Haushalt 2009 betreffen, auf die Gebarung zurückkommend, nämlich auf die Abschaffung der Vorlage des Gebarungsplanes, der aber natürlich immer Kompetenz der Regierung ist, werden wir uns darauf einstellen müssen, dass wir generell eine andere Form von Budget bekommen, spätestens ab dem Jahr 2011, weil der staatliche Gesetzgeber wesentliche Reformen noch einmal in die Wege geleitet hat, so dass man im Zuge der künftigen Haushaltsdebatten generell eine andere Debatte mit anderen Unterlagen führen wird. Ich denke, man hat den Gebarungsplan eine Zeitlang gelassen, damit man sich an diese Übergangsphase gewöhnt, es war auch derzeit nicht vorgesehen, dass er unterbreitet werden musste. Es ist aber nicht damit zu verwechseln, dass - 37 - es die Transparenz einschränkt, es ist auch nicht damit zu verwechseln, dass es das Kontrollrecht des Landtages einschränkt, ganz im Gegenteil, die Debatten im Haushalt werden politischer werden, man wird mehr über politische Ziele sprechen müssen, man wird mehr darüber sprechen müssen, welche die richtige oder falsche Politik ist, was die grundlegenden Konzepte sind, aber man wird sich nicht mehr damit aufhalten, einige Stunden lang über gewisse Kapitel hin und her zu diskutieren, weil das nicht Aufgabe des Gesetzgebers ist, sondern der Gesetzgeber hat generell darauf zu achten, dass die Mittel dementsprechend eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang wird es noch eine Reihe von Vorschlägen geben. Wir werden diese auch in der Fraktion besprechen. Das Kontrollrecht des Landtages soll auf gar keinen Fall gemindert werden, sondern soll aufrecht erhalten bleiben. Ein Wort auch noch zu den anderen Artikeln. Ich denke, das mit den Obligationen ist ein richtiger und guter Schritt, den die Landesverwaltung hier setzt. Warum erarbeitet sich ein Land wie Südtirol ein Rating mit einem Triple A? Wir haben ein optimales Rating und wir begnügen uns zu sagen, dass das Land Südtirol stolz darauf ist, dass es ein Triple A hat, das heißt ein dreifaches A und somit die höchste Bewertung. Dann stellt jemand die Frage, war wir mit dem Triple A machen, und wir sagen, dass wir es halt haben. Ist das aber für irgendjemanden zum Nutzen oder Vorteil? Ihr könnt das Triple A auf dem Markt einsetzen, damit jemand auch profitiert. Ich denke, es ist richtig, diesen Schritt zu setzen. Wenn wir schon eine gute, anständige öffentliche Haushalslage haben, wo es keine Schulden gibt, wo wir optimal dastehen, wo wir ein Triple A haben, dann müssen wir daraus auch einen Profit ziehen! Wenn das Land dieses Triple A einsetzen kann, dass wir zu Darlehen zu günstigen Konditionen kommen, dann ist es auch wichtig, dass wir es dementsprechend einsetzen. Ansonsten würden wir sagen, dass wir einen super Ausweis haben, aber wir lassen ihn in der Tasche und nutzen ihn nicht. Ein Wort auch noch zur Tiefgarage. Wir haben die Struktur gekauft. Endlich. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht sagen, dass das Land, nachdem es diese Erfahrung gemacht hat, nicht mehr auf BBP-Projekte setzen sollte. Ich halte das für nicht richtig. Wir müssen den Privaten einbinden. In diesem Fall ist meines Erachtens nicht berücksichtigt worden, dass auch die Gebührengestaltung beim Krankenhaus dementsprechend entscheidend ist, aber ich hoffe sehr, Herr Landesrat Mussner, dass wir den Menschen, die heute vor dem Landhaus gestanden sind - das waren Familien, Arbeiter, Verbraucher - und uns gesagt haben, dass 1,20 Euro für eine Krankenhausbesuch zu viel ist, nach dem Ankauf der Garage auch entsprechend entgegenkommen können. Die Zeit ist zu Ende und sie reicht gerade noch um zu sagen, dass die Südtiroler Volkspartei aus Überzeugung für diese Vorlage stimmen wird. PRÄSIDENT: Wir kommen jetzt zur Schlussabstimmung Gesetzentwurfes. Ich ersuche um die Verteilung der Stimmzettel. des - 38 - (Geheime Abstimmung - votazione a scrutinio segreto) Ich gebe das Abstimmungsergebnis bekannt: 18 abgegebene Stimmzettel, 16 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 weißer Stimmzettel. Somit ist der Gesetzentwurf genehmigt. Angesichts der Zeit, schließe ich hiermit die Sitzung. Wir fahren um 15.00 Uhr mit der Behandlung des Tagesordnungspunkte 120) fort. ORE 12.55 UHR ---------ORE 15.00 UHR VORSITZ DES PRÄSIDENTEN: Dr. DIETER STEGER PRESIDENZA DEL PRESIDENTE: (Appello nominale – Namensaufruf) PRÄSIDENT: Die Sitzung ist wieder aufgenommen. Punkt 120) der Tagesordnung: Landesgesetzentwurf Nr. 3/09: "Bestimmungen auf dem Sachgebiet der Enteignungen und andere Bestimmungen". Punto 120) dell'ordine del giorno: "Disegno di legge provinciale n. 37/09:"Norme in materia di espropriazione e altre norme". Ich ersuche um Verlesung des Begleitberichtes. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Mit diesem Landesgesetzentwurf werden Änderungen zum Landesgesetz vom 15. April 1991, Nr. 10, “Enteignung für gemeinnützige Zwecke in Bereichen, für die das Land zuständig ist“, zum Landesgesetz vom 26. Februar 1981, Nr. 6, „Skipistenordnung“, und zum Landesgesetz vom 30. Jänner 2006, Nr. 1, „Bestimmungen über Seilbahnanlagen und Luftfahrthindernisse“, vorgeschlagen. Diese Änderungen sind vor allem deshalb notwendig, um die Kriterien für die Festsetzung der Enteignungsentschädigung für bebaubare Flächen unter Beachtung der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten und der Grundsätze des Urteils des Verfassungsgerichtshofes Nr. 348 vom 22. Oktober 2007 festzulegen. Bereits mit den Landesgesetzen vom 10. Juni 2008, Nr. 4, und vom 9. April 2009, Nr. 1, wurden die ersten Vorstöße in diesem Sinne gemacht. Der vorliegende Text ist jedoch viel ausgereifter und berück- - 39 - sichtigt insbesondere die jüngste Rechtsprechung jener Gerichte, die über die Angemessenheit der Enteignungsentschädigungen befinden. Weiters wird mit diesem Landesgesetz die Änderung bzw. Abschaffung jener Bestimmungen vorgeschlagen, die mit dem Landesgesetz vom 9. April 2009, Nr. 1, „Bestimmungen über das Erstellen des Haushaltes für das Finanzjahr 2009 und für den Dreijahreszeitraum 2009-2011 (Finanzgesetz 2009)“, eingeführt und von der Zentralregierung beanstandet wurden. Dieser Bericht soll dazu dienen, die vorgeschlagenen Änderungen zu erläutern. Der 1. Abschnitt dieses Gesetzentwurfes beinhaltet Änderungen zum Landesenteignungsgesetz. Artikel 1 beinhaltet Änderungen zu Art. 7bis. Es wird vorgesehen, dass die Festsetzung der Enteignungsentschädigung nach unterschiedlichen Parametern erfolgt, je nachdem, ob von der Enteignung bebaubare, nicht bebaubare oder verbaute Flächen betroffen sind. Mit Artikel 2 wird ein neuer Artikel 7ter eingeführt, der die Begriffe „nicht bebaubare Flächen“, „bebaubare Flächen“ und „verbaute Flächen“ definiert. Mit Artikel 3 wird der Artikel 7quater eingefügt. Dieser enthält die Kriterien für die Festsetzung der Entschädigung für die Enteignung von nicht bebaubaren Flächen. Er entspricht dem bereits bestehenden Artikel 8 Absätz 3 und 4. Mit Artikel 4 wird der Artikel 7quinquies eingefügt. Dieser enthält die Kriterien für die Festsetzung der Entschädigung für die Enteignung von bebaubaren Flächen. Er ist klarer formuliert, als der bereits bestehende Artikel 8 Absätze 1 und 2. Neu ist der Absatz 6, mit welchem grundsätzlich die heute bereits bestehende Bestimmung nach Artikel 35quater des Landesgesetzes vom 20. August 1972, Nr. 15, der abgeschafft wird, übernimmt und diesen den Bedürfnissen der bestehenden Wirtschaftskrise anpasst. Mit Artikel 5 wird Artikel 8 ersetzt. Dieser enthält die Kriterien für die Festsetzung der Entschädigung für die Enteignung von Flächen, auf denen sich Gebäude, Erschließungsanlagen oder Erschließungsbauten befinden. Auch dieser Artikel wird klarer formuliert, als der derzeitige Artikel 8 Absatz 5. Mit Artikel 6 wird der Artikel 8bis eingefügt. Diese Bestimmung entspricht dem heutigen Artikel 8 Absatz 6. Mit Artikel 7 wird Artikel 10 ersetzt. Dieser enthält die Kriterien für die Festsetzung der Entschädigung für die Begründung einer Dienstbarkeit. Der Text ist ausgereifter und wird den Rechten der Betroffenen gerechter. Mit Artikel 8 wird der Artikel 13 Absatz 1 ersetzt, um die richtigen Bezüge herzustellen. Mit Artikel 9 wird der Artikel 14bis eingefügt. Diese Bestimmung ist neu und sieht eine Entschädigung für den Fall vor, dass die Enteignung die Freigabe der Liegenschaft bedingt. Mit Artikel 10, der Artikel 19 Absätze 1 und 2 ersetzt, wird die Rückgabe von enteigneten, aber nicht verwendeten Grundstücken und die Festlegung des Preises neu geregelt. Der 2. Abschnitt dieses Gesetzentwurfes beinhaltet Änderungen zur Skipistenordnung. Es werden die richtigen Bezüge zum Landesent- - 40 - eignungsgesetz hergestellt und die Möglichkeit vorgesehen, dass das Verfahren zur Auferlegung der Pistendienstbarkeit auch dann beantragt werden kann, wenn das Verhältnis zwischen Eigentümer und Pistenbetreiber bereits vertraglich geregelt war. Der 3. Abschnitt dieses Gesetzentwurfes beinhaltet Änderungen zum Landesgesetz über die Seilbahnanlagen. Es werden die richtigen Bezüge zum Landesenteignungsgesetz hergestellt und die Möglichkeit vorgesehen, dass die Enteignung von Liegenschaften und von dinglichen Rechten an Liegenschaften und die Bestellung von Zwangsdienstbarkeiten, die für den Betrieb von Seilbahnlinien notwendig sind, auch dann möglich ist, wenn das Verhältnis bereits vertraglich geregelt war. Der 4. Abschnitt dieses Gesetzentwurfes beinhaltet eine Änderung zum Landesgesetz über die Führungsstruktur der Südtiroler Landesverwaltung. Die Möglichkeit, bei der Ernennung von von außen berufenen Führungskräften von der Altersgrenze abzusehen, wird aufgehoben. Damit wird man dem Einwand der Zentralregierung gerecht. Der 5. Abschnitt dieses Gesetzentwurfes beinhaltet die Aufhebungen. Wie bereits erwähnt, wird Artikel 35quater des Landesgesetzes vom 20. August 1972, Nr. 15, in geltender Fassung, deshalb aufgehoben, weil dieser Bereich durch Artikel 7quinquies Absatz 6 des Landesenteignungsgesetzes neu geregelt wird. Artikel 5 Absatz 1, Artikel 27 Absatz 7, Artikel 28 Absatz 1, Artikel 31 Absätze 2 und 3 sowie Artikel 52 des Landesgesetzes vom 9. April 2009, Nr. 1, werden aufgehoben, um den entsprechenden Einwänden der Zentralregierung gerecht zu werden und somit den Rekurs vor dem Verfassungsgerichtshof endgültig zu Fall zu bringen. ----------Con il presente disegno di legge provinciale si propongono modifiche alla legge provinciale 15 aprile 1991, n. 15, recante “Espropriazioni per causa di pubblica utilità per tutte le materie di competenza provinciale”, alla legge provinciale 26 febbraio 1981, n. 6, recante “Ordinamento piste da sci“, e alla legge provinciale 30 gennaio 2006, n. 1, recante “Disciplina degli impianti a fune e prescrizioni per gli ostacoli alla navigazione aerea“. Le modifiche proposte si rendono soprattutto necessarie per determinare i criteri di calcolo dell’indennità di espropriazione delle aree edificabili nel rispetto della Convenzione Europea per la salvaguardia dei diritti dell’uomo e delle libertà fondamentali e dei principi fissati dalla Corte Costituzionale con la sentenza n. 348 del 22 ottobre 2007. Già con le leggi provinciali 10 giugno 2008, n. 4, e 9 aprile 2009, n. 1, sono stati fatti i primi tentativi in tale direzione. Tuttavia il presente testo è molto più maturato e, in particolare, tiene conto della recente giurisprudenza delle autorità giudiziarie competenti a decidere sull’adeguatezza delle indennità di esproprio. Inoltre, con il presente disegno di legge provinciale si propone di modificare ovvero abrogare le disposizioni introdotte con la legge provinciale 9 aprile 2009, n. 1, recante “Disposizioni per la formazione del bilancio di previsione per l’anno finanziario 2009 e per il triennio 20092011 (Legge finanziaria 2009)”, che hanno dato adito a rilievi da parte del Governo centrale. La presente relazione ha lo scopo di illustrare le modifiche proposte. - 41 - Il Capo I del presente disegno di legge contiene modifiche alla legge provinciale espropri. L’articolo 1 contiene modifiche all’articolo 7bis. Viene previsto che l'indennità di espropriazione è determinata in base a parametri diversi a seconda che l'espropriazione interessi aree edificabili, aree non edificabili o aree edificate. Con l’articolo 2 viene introdotto un nuovo articolo 7ter, con il quale vengono definiti i concetti “aree non edificabili”, “aree edificabili” e “aree edificate”. Con l’articolo 3 viene introdotto l’articolo 7quater, il quale contiene i criteri per la determinazione dell’indennità di espropriazione per le aree non edificabili. Esso corrisponde all’attuale articolo 8, commi 3 e 4. Con l’articolo 4 viene introdotto l’articolo 7quinquies, il quale contiene i criteri per la determinazione dell’indennità di espropriazione per le aree edificabili. Esso è formulato in modo più chiaro rispetto all’attuale articolo 8, commi 1 e 2. La disposizione di cui al comma 6 è nuova. Con la stessa si riprende in linea di principio la già esistente disposizione di cui all’articolo 35quater della legge provinciale 20 agosto 1972, n. 15, che viene abrogata, adattandola all’attuale crisi economica. Con l’articolo 5 viene sostituito l’articolo 8 e contiene i criteri per la determinazione dell’indennità di espropriazione per le aree su cui esistono edifici, impianti o opere di urbanizzazione. Anche questo articolo è formulato in modo più chiaro rispetto all’attuale articolo 8, comma 5. Con l’articolo 6 viene introdotto l’articolo 8bis, il quale corrisponde all’attuale articolo 8, comma 6. Con l’articolo 7 viene sostituito l’articolo 10 e contiene i criteri per la determinazione dell’indennità per le servitù. Il testo è più completo e considera maggiormente i diritti degli interessati. Con l’articolo 8 viene sostituito l’articolo 13, comma 1, al fine di correggere i riferimenti all’interno della legge stessa. Con l’articolo 9 viene introdotto l’articolo 14bis. Tale disposizione è nuova e prevede un indennizzo nel caso in cui l'espropriazione richiede il rilascio dell'immobile. Con l’articolo 10, il quale sostituisce l’articolo 19, commi 1 e 2, viene ridisciplinata la restituzione di terreni espropriati, ma non utilizzati, nonché la determinazione del relativo prezzo. Il Capo II del presente disegno di legge contiene modifiche all’ordinamento provinciale piste da sci, al fine del raccordo dello stesso con la legge provinciale espropri. Viene prevista la possibilità di richiedere il procedimento per l’imposizione della servitù di pista anche nel caso in cui il rapporto tra proprietario e gestore delle piste da sci era già disciplinato sulla base di un accordo tra le parti. Il Capo III del presente disegno di legge contiene modifiche alla disciplina provinciale degli impianti a fune, al fine del raccordo della stessa con la legge provinciale espropri. Viene prevista la possibilità di richiedere l’espropriazione dei beni immobili e dei diritti relativi a beni immobili e la costituzione coattiva di servitù occorrenti per l’esercizio di linee funiviarie anche nel caso in cui il rapporto era già disciplinato sulla base di un accordo tra le parti. - 42 - Il Capo IV del presente disegno di legge contiene una modifica alla legge provinciale sulla struttura dirigenziale dell’Amministrazione provinciale. Viene soppressa la possibilità di prescindere dal limite di età in caso di conferimenti di incarichi dirigenziali a persone estranee all’amministrazione provinciale, conformandosi così al rilievo mosso dal Governo centrale. Il Capo V del presente disegno di legge contiene le abrogazioni. Come già accennato, l’articolo 35quater della legge provinciale 20 agosto 1972, n. 15, e successive modifiche, viene abrogato, in quanto la materia è stata ridisciplinata con il comma 6 dell’articolo 7quinquies della legge provinciale sugli espropri. Infine, vengono abrogati il comma 1 dell’articolo 5, il comma 7 dell’articolo 27, il comma 1 dell’articolo 28, i commi 2 e 3 dell’articolo 31 nonché l’articolo 52 della legge provinciale 9 aprile 2009, n. 1, al fine di conformarsi ai rilievi mossi dal Governo centrale e, quindi, per far cadere definitivamente il ricorso innanzi alla Corte costituzionale. VORSITZ DER VIZEPRÄSIDENT: MAURO MINNITI PRESIDENZA DEL VICEPRESIDENTE: PRESIDENTE: Prego di dare lettura della relazione della terza commissione legislativa. EGARTNER (SVP): Die Arbeiten der Kommission In ihrer Sitzung vom 9. September 2009 hat sich die III. Gesetzgebungskommission mit dem Landesgesetzentwurf Nr. 37/09 befasst. An den Arbeiten der III. Gesetzgebungskommission nahmen auch der Landesrat für ladinische Schule und Kultur, Vermögensverwaltung und öffentliche Bauten Florian Mussner sowie der Direktor des Schätzamtes Dipl. Agr. Rupert Codalonga teil. Nachdem der Landesrat Mussner den Bericht verlesen hatte, meinte der Abg. Lamprecht, dass die vorgeschlagenen Änderungen am Enteignungsgesetz notwendig sind, da es sich um Anpassungen an staatliche Vorgaben handle. Es werde den Interessen aller Beteiligten Rechnung getragen. Nach Abschluss der Generaldebatte genehmigte die Kommission den Übergang zur Artikeldebatte des Landesgesetzentwurfes Nr. 37/09 mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen. Die Kommission war mit den vom Rechtsamt des Landtages, nach Absprache mit den zuständigen Ämtern der Landesverwaltung, von Amts wegen vorgeschlagenen sprachlichen und technischen Verbesserungen und Korrekturen, die im beiliegenden Gesetzestext unterstrichen sind, einverstanden. Die einzelnen Artikel wurden mit folgendem Abstimmungsergebnis genehmigt: Artikel 1 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. - 43 - Artikel 2 wurde mit 4 Ja-Stimmen, 3 Gegenstimmen bei 1 Enthaltung genehmigt, nachdem die Kommission den Änderungsantrag des Abg. Tinkhauser zwecks Streichung des Absatzes 3 des neuen Artikels 7-ter des Enteignungsgesetzes abgelehnt hatte. Der Landesrat Mussner hatte um Genehmigung des Artikels in der von der Landesregierung vorgeschlagenen Fassung ersucht, da damit eine klare Lösung für allfällige Konflikte geschaffen werde. Artikel 3 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Artikel 4 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Die Kommission hatte zuvor einen technischen Änderungsantrag mit sprachlichen Korrekturen des Vorsitzenden und einen Änderungsantrag des Abg. Lamprecht zum Absatz 5 des neuen Artikels 7-quinquies genehmigt, um den Fall der nachträglichen Nutzungserweiterung von Telekommunikationsanlagen zu regeln. Es war außerdem über den Absatz 6 des genannten Artikels des Enteignungsgesetzes und die noch nicht erfolgte Arbeitsaufnahme der Bozner Stahlwerke diskutiert und ein weiterer technischer Änderungsantrag des Vorsitzenden genehmigt worden. Artikel 5 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Artikel 6 wurde mit 4 Ja-Stimmen und 1 Gegenstimme bei 3 Enthaltungen genehmigt. Artikel 7: Nachdem der Landesrat und der Direktor des Schätzamtes die Inhalte des Artikels erläutert hatten, wurde der Artikel mit 4 JaStimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Artikel 8 wurde mit 4 Ja-Stimmen und 1 Gegenstimme bei 3 Enthaltungen genehmigt, nachdem der Berechnungsmodus für Entschädigungen von landwirtschaftlichen Grundstücken erläutert worden war. Artikel 9 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Artikel 10 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Artikel 11: Die Kommission lehnte den Streichungsantrag zum Absatz 2 des Abg. Tinkhauser ab. Der gleichlautende Antrag des Abg. Heiss war somit hinfällig. Die beiden Abgeordneten hatten die einseitige Auferlegung einer Pistendienstbarkeit kritisiert und betont, dass es sich um private Rechtsverhältnisse handle. Der Artikel wurde schließlich mit 4 JaStimmen und 1 Gegenstimme bei 3 Enthaltungen genehmigt. Artikel 12: Nachdem der Streichungsantrag des Abg. Tinkhauser abgelehnt worden war, genehmigte die Kommission den Artikel mit 4 JaStimmen und 3 Gegenstimmen bei 1 Enthaltung. Artikel 13 wurde einstimmig abgelehnt. Im Artikel 10 des Landesgesetzentwurfes Nr. 41/09 ist die gleichlautende Bestimmung enthalten und bereits genehmigt worden. Artikel 14 wurde mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Artikel 15: In getrennter Abstimmung wurde der Absatz 1 Buchstabe a) des Artikels mit 4 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen genehmigt. Der Buchstabe b) desselben Absatzes wurde hingegen mit 5 Gegenstimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt. Die vom Buchstaben b) vorgeschlagenen Aufhebungen sind im Art. 11 des Kommissionstextes des Landesgesetzentwurfes Nr. 41/09 enthalten. Artikel 16 wurde mit 4 Ja-Stimmen und 2 Gegenstimmen bei 2 Enthaltungen genehmigt. In seiner Erklärung zur Stimmabgabe kündigte der Abg. Tinkhauser seine Gegenstimme zum Gesetzentwurf an, da er mit der Skipistenre- - 44 - gelung nicht einverstanden war. Man hätte an eine Prozentregelung in Bezug auf die Flächenanteile an der Piste denken sollen. In seiner Erklärung zur Stimmabgabe verwies der Abg. Heiss auf die Wichtigkeit klarer Begriffsbestimmungen. Die Abstimmung zwischen den gegensätzlichen Interessen bei den Enteignungen sei gelungen, doch finde er den Vorschlag zur Auferlegung von Pistendienstbarkeiten inakzeptabel. Der Abgeordnete kündigte seine Stimmenthaltung an und forderte die Landesregierung dazu auf, Verhandlungen mit den Stahlwerken zu führen, damit die Arbeit dort bald wieder aufgenommen werde. Der Abg. Lamprecht begrüßte ebenfalls die klare Definierung der Rechte und Ansprüche auf Entschädigung im Falle der Enteignung und zitierte das Beispiel der Zubehörsflächen. Bei den Entschädigungen für Telekommunikationsanlagen solle eine Nutzung von Seiten mehrerer Betreiber berücksichtigt werden. Abschließend sprach der Abgeordnete der Landesregierung ein Kompliment für die organische Neuregelung dieser schwierigen Materie aus. In der Schlussabstimmung wurde der Landesgesetzentwurf Nr. 37/09 mit 4 Ja-Stimmen (des Vorsitzenden Egartner, der Abg.en Lamprecht, Pardeller und Pichler Rolle) und 3 Gegenstimmen (der Abg.en Artioli, Tinkhauser und Urzì) bei 1 Enthaltung (des Abg. Heiss) genehmigt. ---------I lavori della commissione Nella sua seduta del 9 settembre 2009 la III commissione legislativa ha esaminato il disegno di legge n. 37/09. Ai lavori della commissione hanno preso parte anche l’assessore alla scuola e cultura ladina, amministrazione del patrimonio e lavori pubblici e Florian Mussner e il direttore dell’ufficio estimo per. agr. Rupert Codalonga. Dopo la lettura della relazione da parte dell’assessore Mussner, il cons. Lamprecht ha osservato che le modifiche proposte alla legge in materia di espropriazione sono necessarie in quanto si tratta di adeguamenti a prescrizioni dello Stato. Vi si tiene conto degli interessi di tutte le parti coinvolte. Conclusa la discussione generale, la commissione ha approvato il passaggio alla discussione articolata del disegno di legge provinciale n. 37/09 con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. La commissione ha accettato le correzioni linguistiche e tecniche proposte dall’ufficio legale del Consiglio provinciale dopo aver consultato gli uffici competenti dell’amministrazione provinciale (le correzioni sono sottolineate nell’allegato testo di legge). I singoli articoli sono stati approvati con il seguente esito di votazione: L’articolo 1 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. L’articolo 2 è stato approvato con 4 voti favorevoli, 3 voti contrari e 1 astensione, dopo che la commissione aveva respinto un emendamento del cons. Tinkhauser tendente a sopprimere il comma 3 del nuovo articolo 7-ter della legge. L’assessore Mussner ha chiesto di approvare l’articolo nella versione proposta dalla Giunta provinciale, di modo da fare chiarezza in caso di conflitti. L’articolo 3 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. L’articolo 4 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. Prima di ciò la commissione ha approvato un emendamento tecnico con delle correzioni linguistiche, presentato dal presidente della - 45 - commissione, e un emendamento del cons. Lamprecht al comma 5 del nuovo articolo 7-quinquies per regolamentare l’ampliamento di esercizio di impianti di telecomunicazione, effettuato a posteriori. Si è inoltre discusso del comma 6 dello stesso articolo della legge in materia di espropriazione e della non ancora effettuata messa in funzione delle acciaierie di Bolzano. La commissione ha inoltre approvato un ulteriore emendamento tecnico presentato dal presidente. L’articolo 5 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. L’articolo 6 è stato approvato con 4 voti favorevoli, 1 voto contrario e 3 astensioni. L’articolo 7, illustrato dall’assessore e dal direttore dell’ufficio estimo, è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. Dopo l’illustrazione del metodo di calcolo dell’indennità per aree di aziende agricole, l’articolo 8 è stato approvato con 4 voti favorevoli, 1 voto contrario e 3 astensioni. L’articolo 9 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. L’articolo 10 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. Articolo 11: la commissione ha respinto l’emendamento soppressivo del comma 2, presentato dal cons. Tinkhauser. Di conseguenza, l’emendamento, identico, del cons. Heiss è stato dichiarato decaduto. Entrambi i consiglieri hanno criticato l’imposizione unilaterale di una servitù di pista, sottolineando che si tratta di rapporti giuridici tra privati. L’articolo è stato infine approvato con 4 voti favorevoli, 1 voto contrario e 3 astensioni. Articolo 12: dopo aver respinto l’emendamento soppressivo del cons. Tinkhauser, la commissione ha approvato l’articolo con 4 voti favorevoli, 3 voti contrari e 1 astensione. L’articolo 13 è stato respinto all’unanimità. Nell’articolo 10 del disegno di legge provinciale n. 41/09 è peraltro contenuta una disposizione identica, già approvata. L’articolo 14 è stato approvato con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. Articolo 15: nell’ambito di una votazione per parti separate la lettera a) del comma 1 è stata approvata con 4 voti favorevoli e 4 astensioni. La lettera b) dello stesso comma è invece stata respinta con 5 voti contrari e 3 astensioni. Le abrogazioni proposte alla lettera b) sono contenute nell’articolo 11 del testo approvato dalla commissione del disegno di legge provinciale n. 41/09. L’articolo 16 è stato approvato con 4 voti favorevoli, 2 voti contrari e 2 astensioni. In sede di dichiarazioni di voto il cons. Tinkhauser ha annunciato il suo voto contrario al disegno di legge, perché non condivide come sono state regolamentate le pista da sci. Si sarebbe dovuto pensare a una regolamentazione in percentuale rispetto alle parti di terreno della pista. Nella sua dichiarazione di voto il cons. Heiss ha sottolineato l’importanza di definizioni chiare. Si è riusciti a trovare un accordo fra gli interessi contrastanti negli espropri. Tuttavia egli ritiene inaccettabile la proposta di imporre servitù di pista. Il consigliere ha annunciato la sua astensione e ha invitato la Giunta provinciale a condurre trattative con le acciaierie, affinché i lavori vi riprendano al più presto. - 46 - Anche il cons. Lamprecht ha valutato positivamente la chiara definizione dei diritti e delle pretese di indennità in caso di espropriazione e ha citato l’esempio delle aree di pertinenza. Nel caso delle indennità per impianti di telecomunicazione va tenuto conto dell’utilizzo da parte di più gestori. Il consigliere ha infine elogiato la Giunta provinciale per essere riuscita a regolamentare in modo organico questa materia difficile. Nella votazione finale il disegno di legge provinciale n. 37/09 è stato approvato con 4 voti favorevoli (del presidente Egartner e dei conss. Lamprecht, Pardeller und Pichler Rolle), 3 voti contrari (dei conss. Artioli, Tinkhauser e Urzì) e 1 astensione (del cons. Heiss). PRESIDENTE: Dichiaro aperta la discussione generale. Ha chiesto la parola il consigliere Dello Sbarba, ne ha facoltà. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Si tratta di un disegno di legge molto complesso, affatto di aggiustamento tecnico, che riguarda la materia degli espropri di terreni e quindi riguarda il rapporto fra interesse pubblico e interesse privato. È una materia complessa, perché nel corso del tempo è stata sottoposta a diverse modifiche. Ricordo che l'ultima modifica che è stata fatta in quest'aula è della prima legge che abbiamo approvato, la finanziaria del 2009, e lì già ci fu una modifica a mio parere fortemente negativa. Noi Verdi presentammo un emendamento di stralcio di questa modifica, ed oggi abbiamo forse l'ultima occasione per rimediare ad una serie di incoerenze ed errori che la legge contiene. Quella modifica della legge n. 1/2009 viene ribadita nella legge che abbiamo di fronte, forse anche approfondita nella sua negatività. Il problema è il giusto prezzo dei terreni espropriati dall'ente pubblico, e in questo giusto prezzo si misura il rapporto che noi stabiliamo tra l'interesse privato di chi è proprietario di terreni, che viene espropriato, e l'interesse pubblico dell'istituzione che espropria e che paga l'indennità, di solito il comune. Che questo giusto prezzo non sia il prezzo di mercato lo dicono diversi principi, l'art. 42 della Costituzione e anche la Corte Costituzionale. Essa verrà citata in quest'aula più volte, vedrete, in questa discussione, così come la Corte Europea, però leggendo quel che si è detto in commissione e ripreso dai giornali, verrà citata a sproposito, perché la Corte Costituzionale in una sentenza del 22 ottobre 2007, n. 348, che richiama la Corte Europea, dice che l'indennizzo deve essere congruamente proporzionato ma il legislatore non ha il dovere di commisurare integralmente l'indennità di espropriazione al valore del bene. Cioè non c'è un acquisto a valori neanche lontanamente di mercato, ma si deve contemperare l'esigenza di indennizzare giustamente il proprietario del terreno con il fatto che questa espropriazione si fa a fini di interesse pubblico e quindi con l'interesse pubblico, con la necessità di tutelare le finanze pubbliche e soprattutto non ci deve essere una valutazione in astratto del bene ma concreta del bene, cioè il valore di partenza che poi va commisurato all'interesse pubblico, va valutato per quel - 47 - che il bene effettivamente è, e non in astratto. Ancora la Corte Costituzionale dice: "…il valore del bene quale emerge dal suo potenziale sfruttamento non in astratto, ma secondo le norme e i vincoli degli strumenti urbanistici oltre che i vincoli fisici del terreno. Il legislatore non ha il dovere di commisurare integralmente l'indennità di espropriazione al valore di mercato del bene. L'art. 42 della Costituzione prescrive alla legge di riconoscere e garantire il diritto di proprietà, ma ne mette in risalto la funzione sociale." E poi avverte una cosa: "Livelli troppo elevati di spesa per l'espropriazione di aree edificabili destinate ad essere utilizzate per fini di pubblico interesse potrebbero pregiudicare la tutela effettiva dei diritti fondamentali previsti dalla Costituzione, salute, istruzione, casa ecc." Quindi c'è un problema di bilanciamento tra gli interessi del proprietario del terreno e l'interesse pubblico. Questi principi sono nella Costituzione, stanno dentro la legge statale e non stanno nella legge provinciale, né nella legge n. 1/2009 e continuano a non starci in questa legge che noi abbiamo qui davanti e che probabilmente ci dà l'ultima occasione per ripensare a certi passi. Con la legge n. 1/2009 c'è stata una modifica della precedente legge sugli espropri, che ha cancellato il concetto di edificabilità di fatto, lasciando solo in concetto di edificabilità legale, cioè astratta, esattamente quello che la Corte Costituzionale dice che non si deve fare. Questo significa sostanzialmente che noi andiamo a pagare ogni terreno, soprattutto quelli espropriati per realizzare zone di espansione - voi sapete che nelle zone di espansione c'è una parte di edilizia pubblica e una parte privata, 60 e 40% - come se tutto il terreno lordo fosse edificabile. Noi paghiamo come edificabile tutte le zone destinate all'edilizia agevolata, anche quelle destinate alle relative opere di urbanizzazione e ai servizi complementari. Vuol dire che noi paghiamo come edificabile anche aree delle zone di espansione dove o per vincoli fisici, mettiamo ci sia un gran masso in mezzo e lì la casa non può essere costruita, o per vincoli di tipo giuridico non si potrà mai edificare. Noi andiamo a pagare al privato la zona di espansione come zona tutta edificabile, anche laddove il privato non potrebbe mai edificare, perché mettiamo per astratto che viene fatta la zona di espansione, che viene dato al privato la sua parte di cubatura, quella parte di cubatura che viene assegnata dal piano di attuazione al privato è tutto ciò che il privato può costruire. Non è che se l'ente pubblico non costruisse accanto, nell'altra parte a lui destinata, quella cubatura sarebbe del privato. Oppure nelle zone dove si fanno parchi, infrastrutture varie non si può costruire, oppure nelle aree dove si mettono infrastrutture di urbanizzazione non si costruisce, ebbene, noi al privato proprietario di terreni paghiamo tutta quest'area secondo il valore legale e quindi, pur riducendolo poi del 50%, partendo dal valore di area edificabile. Tanto per essere chiari, se certe aree per esempio concretamente edificabili fossero pagate come aree non edificabili, e dunque come verde agricolo, si arriverebbe tra i 9 e i 20 euro al metro quadro, se si pagano come edificabili, si pagano 700 euro al metro quadro. Questa è la valutazione - 48 - delle zone Firmian e Kaiserau a Bolzano. Voi capite benissimo qual è la differenza sulla valutazione delle aree. All'inizio del 2009 noi abbiamo cancellato il concetto di edificabilità di fatto, cioè di valutare il bene secondo la concreta possibilità di edificazione, se non è possibile edificare per nessuno, oppure se non lo è per il privato, perché la sua cubatura l'ha tutta ricevuta. Attenzione, il privato ha già avuto tre regali, perché ha acquisito le aree come verde agricolo, poi riceve la sua parte di cubatura e, visto che ha accanto la parte di edilizia pubblica, riceve un premio di cubatura, quindi un'ulteriore cubatura nella sua parte, e poi rischiamo di pagargli anche tutto il resto delle aree come fossero per lui edificabili, mentre lo sono solo per l'ente pubblico, tanto è vero che nella legge, fino a quella modifica di quest'anno, si diceva che venivano indennizzate come edificabili, ridotte del 50% ecc., solo le aree per lui edificabili, "legali ed effettive". Con questa legge n. 1/2009 abbiamo fatto un regalo ai proprietari dei terreni. Chi sono questi proprietari? Vorrei appellarmi a chi teme la svendita della "Heimat" che noi sappiamo è anche la terra su cui le radici si fondano. Il 99% delle volte i proprietari terrieri non sono contadini, lo sono solo indirettamente. In realtà spesso i grossi affari li fanno le grosse società immobiliari i cui nomi tutti conosciamo, che già hanno comperato le aree. Il comune di Bolzano la sua vertenza di tribunale in tribunale non ce l'ha soprattutto con contadini sudtirolesi, ce l'ha con grosse società immobiliari che prima hanno comperato i terreni. Ma a proposito di "Ausverkauf der Heimat" c'è un effetto. Se non paghiamo a peso d'oro questi espropri, incentiviamo i proprietari di terra originali a svendere i loro terreni. Tutti sanno che ci sono le file di agricoltori che si vogliono fare espropriare, quindi rischiamo di incentivare l'esproprio, non di frenarlo, perché l'esperienza concreta è che ci sono moltissime persone che non aspettano altro che di farsi espropriare. Dobbiamo anche riflettere sul fatto che le tariffe di esproprio che noi stabiliamo le paga l'ente pubblico, le pagano i comuni, quindi noi facciamo una legge provinciale che gira un conto più o meno salato ai comuni, che mette a rischio le casse comunali e in generale, se non ristabiliamo un equilibrio corretto tra l'interesse del privato e l'interesse pubblico, rischiamo di continuare a fomentare quel fenomeno che è il fenomeno del caro aree. Noi alziamo i valori dei terreni, quindi incentiviamo il proprietario a venderli, alziamo il valore del terreno del costruito, e così via. Naturalmente questi valori hanno un effetto anche sul mercato privato, quindi creiamo un effetto inflazionistico generale su tutta la nostra economia. Per dire quali sono gli effetti. Questa legge è stata fatta con la filosofia di un premio che è sproporzionato a chi detiene la terra, e ripeto, in questo momento sappiamo cosa succede. Le grosse imprese immobiliari prevedono dove ci sarà l'espansione edilizia, acquistano i terreni dai contadini, da chi li aveva tradizionalmente, si possono permettere di acquistarli a prezzi che fanno gola e che incentivano a vendere, perché prevedono poi che nel momento in cui quelle aree diventeranno aree di espansione, saranno espropriate, ci sarà il cambio di destinazione d'uso, a loro toccherà una parte del terreno e dall'altra a - 49 - loro toccherà un congruo indennizzo. Potranno guadagnare più volte dalla stessa operazione e guadagneranno tantissimo dalla differenza tra quanto hanno pagato il terreno e quanto l'ente pubblico glielo pagherà. Questa legge continua a cancellare, perché l'abbiamo già fatto qualche mese fa, ma forse potremmo anche ripensarci, io invito l'aula a ripensarci, questa distinzione fra edificabilità legale ed edificabilità effettiva, per cui noi paghiamo terreni su cui non si può edificare come edificabili, su cui non si può edificare o perché fisicamente c'è un impedimento, oppure perché normativamente non si edificherà - ricordiamoci che c'è una vertenza fra un gruppo di imprenditori e il Comune di Bolzano che riguarda un parco pubblico su cui nessuno può edificare - oppure paghiamo come edificabili terreni su cui un privato non potrebbe edificare, perché può edificare solo l'ente pubblico, e quindi quella cubatura non starebbe a disposizione del privato. Ma non solo, paghiamo come edificabili anche le aree di urbanizzazione, anche le aree per strutture. Paghiamo tutto in maniera astrattamente uguale, quando invece andrebbe valutato attentamente, area per area, il valore reale del bene e l'effettiva edificabilità. Noi proponiamo quindi di reinserire quelle tre paroline che c'erano nella legge fino a pochi mesi fa, che dicono che l'indennizzo si valuta anche in base alle "possibilità effettive di edificazione". Inoltre abbiamo trovato in questa norma anche ulteriori "premi". Pensate che si aggiunge all'indennizzo anche l'indennizzo di eventuali spese di trasferimento, di messa a disposizione del bene se si dovesse trasferire qualcosa che è sul terreno o dell'edificio espropriato. Pensate che si decide di rimborsare anche le imposte relative all'ultimo trasferimento dell'immobile nonché le imposte sugli incrementi del valore delle aree, cioè si riconosce il diritto del rimborso di imposte sull'incremento di valore delle aree. È come se io vendendo l'auto ad un altro mi rimborsasse anche una parte dei bolli di circolazione che ho pagato. Capisco che è un esempio un po' forzato, ma è per far capire che tipo di normativa noi abbiamo di fronte. A me pare che l'equilibrio tra interesse privato e interesse della pubblica amministrazione, che ovunque, in qualsiasi normativa, nella Costituzione, nei pronunciamenti della Corte Europea, nelle sentenze della Corte Costituzionale, è reso obbligatorio, qua non sia rispettato, che sia rispettato solo l'interesse privato. Io dico che l'interesse privato va preso sicuramente in considerazione, è uno dei due elementi, delle due colonne su cui si poggia la valutazione del prezzo di esproprio degli immobili, ma non può essere l'unico, anche perché apparentemente noi difendiamo l'interesse di chi è proprietario della terra, ma in realtà non difendiamo nel lungo periodo la stabilità del proprietario della terra. Se noi diamo degli indennizzi d'oro ai terreni espropriati, leghiamo l'interesse, il vantaggio di chi ha la terra prima o poi a venderlo, disfarsene, ad essere espropriato. Quindi in realtà noi sradichiamo dalla terra i suoi proprietari tradizionali e facciamo l'interesse non tanto dei piccoli proprietari quanto di grosse imprese di costruzione, di grossi immobiliaristi che si impadroniscono dei terreni su cui si può prevedere un'espansione e poi, loro sì, fanno i grossi affari, non i piccoli contadini. Se noi qui facciamo la retorica sulla proprietà - 50 - della terra nel senso dell'agricoltore, consapevolmente o inconsapevolmente, equivocando, sbagliando, illudendosi, noi facciamo della retorica, mettiamo una foglia di fico di fronte alla realtà, e la realtà è che noi facciamo gli interessi delle grandi imprese di costruzione che sono quelle che poi fanno il grosso affare con l'ente pubblico. Credo che debba essere ripristinata la norma precedente, quella che stava dentro la legge fino al 2008, cioè reintrodurre una valutazione differenziata nell'estimo del prezzo di esproprio delle aree che tenga conto dell'edificazione reale, che tenga conto che le zone di espansione della parte pubblica non sono cubatura a disposizione del privato ecc., in modo tale da contemperare in maniera giusta il rapporto fra interesse pubblico e interesse privato e anche in modo da disincentivare la vendita dei terreni, non la svendita. Un problema è la svendita nel senso a poco prezzo, ma un problema è la vendita in generale di verde agricolo e in modo tale anche da raffreddare la corsa ai prezzi delle aree che abbiamo di fronte. I nostri comuni si trovano tutti i giorni a fare i conti con questo problema. Conosco meglio, essendo cittadino della città di Bolzano, le vicende del Comune di Bolzano, le zone di espansione di Bolzano, le vertenze legali attualmente aperte di Bolzano, ma ce ne sono di vertenze aperte in giro comunque, perché queste sono le questioni su cui si scontrano gli amministratori tutti i giorni. I nostri comuni hanno decine di vertenze aperte su questo argomento. Non a caso ieri il "Corriere" intervistando il sindaco di Bolzano Spagnolli sulla questione Firmian e altre questioni, diceva: "il Comune in allarme". Spagnolli diceva che chi fa le leggi, cioè noi, dovrebbe rendersi conto che ogni volta che si mette mano a certe materie si presta il fianco alle mani di abili avvocati e che si possono riaprire cause già chiuse. "Se passano certe norme" - e parlava di queste – "si rischia che qualcuno pensi di poter spillare soldi al Comune. Abbiamo grandi perplessità al riguardo. Come si fanno i rendering per i lavori pubblici, sarebbe utile che chi fa le leggi facesse i rendering giuridici", cioè vuol dire che chi fa le leggi, dovrebbe capire anche che effetti hanno su vertenze in corso, su situazioni in corso nei comuni o sul territorio. "C'è un grosso timore aggiunge l'assessore al patrimonio Sandro Repetto - che si possano riaprire contenziosi. Noi abbiamo mandato, cara Giunta provinciale, diverse note in Consiglio – credo che le abbiano mandate a voi – sollecitando diversi emendamenti e speriamo vengano recepiti. La materia è complicatissima" ecc. Questo dice un sindaco che ha un territorio vasto da amministrare. Noi possiamo anche dire che non c'è problema, ma credo che questo monito dovrebbe essere ascoltato e dovrebbe essere recepito attentamente. Spero che riflettiamo attentamente su quello che stiamo facendo. Abbiamo cercato di analizzare la situazione, metterla a confronto con la legge, confrontarci anche con questa materia difficilissima su cui non ci sono questioni di bandiera politica. Ci sono questioni di sostanza e di merito su cui occorre capirsi, e speriamo che in questo dibattito si facciano strada soluzioni e accoglimenti di proposte - 51 - di modifica per tutelare l'interesse pubblico che fino a questo momento in questo testo non è ancora sufficientemente tutelato. LAMPRECHT (SVP):. Ich weiß jetzt nicht, worüber der Kollege Dello Sbarba gesprochen hat. Wir sprechen hier über das Gesetz „Bestimmungen auf dem Sachgebiet der Enteignungen und andere Bestimmungen“. Wir sprechen von Enteignungen im öffentlichen Interesse. Damit eine Fläche im öffentlichen Interesse enteignet werden kann, legen wir hier die Spielregeln fest, zu welchem Preis bzw. zu welcher Enteignungsentschädigung das zu erfolgen hat, und zwar aufgrund von Urteilen, die sowohl in Zusammenhang mit der Italienischen Verfassung, als auch im Zusammenhang mit Urteilen auf europäischer Ebene im Zusammenhang mit den Menschenrechten gefällt worden sind. Ich verstehe ihre Argumentation nicht. Wenn ich die Ausführungen zusammenfasse, dann muss ich es so auf den Punkt bringen: Sie möchten, dass Baugrund zum Preis von 920 Euro praktisch enteignet wird. Wenn gerade Sie als Vertreter einer Partei, die sich den Schutz der Umwelt und des landwirtschaftlichen Grüns auf die Fahne schreibt, das zur Zielsetzung haben, dann danke schön, denn dann werden wir morgen eine extreme Verbauung haben! Ein öffentliches Interesse entsteht dadurch, wenn in der Widmung der Fläche eine bestimmte Zweckbestimmung ausgewiesen ist. Wir haben seit den 70-er Jahren ein beispielhaftes System der Raumordnung, wo wir auch Flächenwidmungen machen. Mit diesem Gesetz wird präzisiert, dass die Enteignungsentschädigung zum Zeitpunkt der Ausstellung des Dekretes festgelegt wird. Wenn eine Fläche als Erweiterungszone enteignet wird, dann ist es eine Fläche, die im Bauleitplan auch als solche ausgewiesen wurde und nicht als Obstbaufläche oder als Grünland ausgewiesen wurde. Wir haben durch die Flächenwidmung die potenzielle Verbaubarkeit und wir mussten uns anpassen. Ich bin froh, dass in diesem Gesetz die klare Definition zwischen bebaubaren Flächen, nicht bebaubaren Flächen und verbauter Fläche getroffen wird. Das ist überhaut erst die Voraussetzung, dass wir eine Enteignung machen können. Es wird nicht das landwirtschaftliche Grün enteignet, es besteht ein öffentliches Interesse, weil man eine Bautätigkeit durchführen will, und deshalb ist der Enteignungspreis, der Verkehrswert oder Marktwert, wie wir sagen, den diese Fläche in sich birgt, weil hier eben gebaut werden kann. Kollege Dello Sbarba, ich kann Ihre Argumentation, dass die ganze Fläche enteignet werde und dass dies sehr vorteilhaft für den Grundeigentümer sei und einen Interessenskonflikt zwischen öffentlichem Haushalt und privatem Interesse herbeiführe, nicht verstehen. Das Einmaleins der Raumordnung kennen wir. Wenn ich einen Hektar ausweise, dann habe ich eine bestimmte Baudichte. Wenn ich zum Beispiel eine Baudichte von 1,5 m³ pro m² in dieser Zone hätte, nur um eine Rechenaufgabe zu machen, so kann ich auf 10.000 ² kann ich 15.000 m³ Wohnvolumen errichten. Bei der Realisierung des Bauvorhabens wird auf jeden m² nicht nur 1,5 m³ gebaut, sondern das Recht, dieses Wohnvolumen zu errichten, ist auf der ganzen Fläche. Wenn z.B. 5.000 m² nicht verbaubar wären, weil - - 52 - wie Sie sagen - Abstände eingehalten bzw. Servitute oder Ähnliches bestehen, so geht diese Fläche aus der Sicht des Grundbesitzers ihm verloren, aber derjenige, der den Bau realisiert, kann auch auf den 5.000 m² diese 15.000 m³ realisieren, weil er das Recht aufgrund der Baumasse hat. Deshalb kann ich Ihre Argumentation, dass übertriebene Preise bezahlt würden, weil auch die Flächen, die nicht bebaut werden können, bei einer Enteignung mit demselben Verkehrswert entschädigt würden, nicht nachvollziehen. Der Fläche wird die ursprüngliche Widmung genommen und der, der den Bau realisiert, kann aufgrund der Baudichte auf dieser Fläche, wo effektiv gebaut werden kann, das Bauvolumen realisieren. Das öffentliche Interesse steht hier im Vordergrund, dass überhaupt eine Enteignung gemacht werden kann. Nach Ihren Argumentationen, Herr Dello Sbarba, komme ich ins Zweifeln, welche Auffassung von öffentlichem Interesse Sie haben. Wenn ich gehört habe, dass, sollte dieses Gesetz so verabschiedet werden, wir morgen noch mehr Flächen haben werden, die von den Grundbesitzern verkauft werden, dann sage ich: Ein öffentliches Interesse besteht darin, wenn ich den Nachweis erbringe, aufgrund unserer Raumordnung, dass ich in meiner Planung einen bestimmten Flächenbedarf habe, und nicht, ob mir 10 oder 20 Grundbesitzer den Antrag stellen, sondern die Notwendigkeit, ob ich den Bedarf habe, diese Zone auszuweisen, weil ich einen Wohnungsbedarf habe. Das steht im Vordergrund aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und nicht Angebot und Nachfrage. Wir sprechen von Enteignungen und nicht über die Festsetzung der Preise im freien Handel. Wenn das öffentliche Interesse so strapazierbar ist, dass es nur vom Angebot der Flächen abhängt, dann brauchen wir kein öffentliches Interesse mehr! Das wäre die Bankrotterklärung einer erfolgreichen Politik. Dass wir eine Flächenwidmung haben, dass wir dadurch die Entwicklung auch in eine bestimmte Richtung lenken können und nicht einfach, wo ein Angebot ist, ein Bau realisiert wird, das sind die Säulen unserer Raumordung und unserer Planungspolitik. Ich glaube, dass wir deshalb hier nicht diesen Beispielen, die Sie angeführt haben, folgen können. Sie sagen zu Recht, dass der Schutz des Eigentums in der Verfassung verankert ist. Wir mussten uns anpassen und die Änderung, die wir vornehmen mussten, ergab sich aufgrund der Notwendigkeit, dass wir unser Enteignungsgesetz anpassen mussten. Jetzt wird endlich eine organische Regelung getroffen. Ich bin Landesrat Dr. Mussner und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankbar dafür, dass man jetzt in einer organischen Form diese Materie neu regelt, auch Rechtsicherheit schafft, indem die bebaubare, nicht bebaubare oder verbaute Fläche klar definiert wird, und dass bei der Festsetzung der Entschädigung dieser Grundsatz des Verkehrswertes, an den wir uns anpassen müssen, ob man nun will oder nicht, wirklich durchgezogen wird. Vor allem die Präzisierung, dass der Wert ausschlaggebend ist, der zum Zeitpunkt der Ausstellung des Enteignungsdekretes gegeben ist, bedeutet für alle Beteiligten eine Rechtsicherheit. Ich glaube, das ist für die Zukunft wichtig. Die Teilregelungen, die hier getroffen werden und zu denen ich im Zuge der Behandlung der einzelnen - 53 - Artikeln noch Stellung beziehen werde, klären gewisse Aspekte, die in der Vergangenheit zu unterschiedlichen Interpretationen geführt haben, die auch über Rechtsanwälte und Gerichte ausgetragen wurden. Dieser Gesetzentwurf schafft jetzt Klarheit und aufgrund der Prinzipien, an welche wir uns anpassen müssen, geht es in Richtung mehr Schutz des Eigentums, und ich bin ich froh, dass wir uns aufgrund dieser Urteile in diese Richtung bewegen müssen. Es ist meine Grundauffassung, dass der Schutz des Eigentums ein Grundrecht ist, und dass bei der Enteignungsentschädigung dieser Grundsatz festgeschrieben wird, ist mehr als richtig und sogar überfällig. Herr Dello Sbarba, noch einmal, bei der Festsetzung der Enteignungsentschädigung laut Verkehrswert, wo das Schätzamt des Landes den Preis festlegt, werden diese Kriterien bereits berücksichtigt. Es geht hier um die Baudichte, die man realisieren kann. Innerhalb der ausgewiesenen Zone kann man diese Baudichte realisieren. Deswegen ist die Argumentation, dass man bei der Enteignungsentschädigung differenzieren sollte, nicht korrekt und ich hoffe, dass Sie diesbezüglich nicht insistieren, weil es einfach ein Irrweg ist. Wenn wir einen Vergleich mit anderen Regionen anstellen, wo die Enteignungsentschädigung festgesetzt wird, so ist zu sagen, dass diese nicht dieses vorbildhafte Instrument der Flächenwidmung über die Bauleitpläne haben, wie wir es haben, aber letztendlich läuft es auch in diesen Regionen ähnlich. Wenn ein Bau realisiert wird und es zur Enteignung im öffentlichen Interesse kommt, dann wird der Preis dieser Fläche zum Verkehrswert geschätzt. Wir haben nun einmal sehr knappe Flächen in Südtirol. Wenn wir wissen, dass sich im Prinzip 80 oder 90 % des ganzen Wirtschaftslebens auf knapp 10-12 % der Landesfläche Südtirols konzentriert - dort konzentriert sich nicht nur die wirtschaftliche Tätigkeit, sondern auch das Wohnen - so haben wir einen sehr knappen Flächenbedarf. Deshalb ist der Verkehrswert dieser eng bemessenen Flächen wichtig, weil wir ein Land im Gebirge sind und sehr viel Fläche haben, die sich nicht für gewerbliche Tätigkeiten oder fürs Wohnen eignet, im Gegensatz zu anderen Gebieten, wo Grund und Boden bei weitem nicht so geschätzt wird und die Bindung zwischen Grund und Boden und den Grundbesitzern bei weitem nicht so ist, wie es heute in unserem Land ist und, ich hoffe, auch bleiben wird. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Ich möchte nur auf einige Punkte eingehen. Wir müssen hier die Voraussetzungen schaffen, um enteignen zu können. Es geht um öffentliches Interesse, es geht um Widmung von Flächen, es geht um Notwendigkeiten und Planung. Um das alles zu ermöglichen, müssen wie die richtigen Voraussetzungen schaffen. Ich muss Ihnen sagen, dass beim Studieren des Gesetzes und der Diskussion darüber sind mir nie spezifische Namen eingefallen, immer aber die Leute, die Grund besitzen bzw. hauptsächlich unsere Bauern, die mit einer Realität konfrontiert sind. Ich sehe dies manchmal, wenn es um Straßen oder Schulen geht. Man muss einfach sagen, dass es richtig war, diesbezüglich alles in Ordnung zu bringen und dass man mehr - 54 - Spielraum hat, um eine gerechtere Arbeit machen zu können. Deswegen war es in jeder Hinsicht richtig, dass man im Punkt 1, wo man die Voraussetzungen geschaffen hat, die laut europäischem Recht notwendig sind, bei Enteignung von bebaubaren, nicht bebaubaren und verbauten Flächen redet. Sie haben auch von Vergütung von Spesen gesprochen, aber das ist nicht so zu verstehen, wie Sie es vorgebracht haben. Bei den Enteignungen geht es nicht um Angebot und Nachfrage. Ich möchte Ihnen diesbezüglich ein Beispiel nennen. Beim Straßenbau, wo Häuser bzw. Wohnungen verlassen werden müssen, ist es richtig, dass die Leute, die dort leben, die Möglichkeit haben, die Spesen abzudecken, um von dort zu einem anderen Wohnort zu gehen. So einen Fall hatten wir in Vintl und wir wollten diesen Fall in dieses Gesetz einbringen. Sie haben von Inflation gesprochen, von „effetti inflazionistici“, „creiamo un effetto inflazionistico in generale sulla nostra economia”. Dazu möchte ich sagen, dass man dies sicherlich nicht behaupten kann. Im Gegensatz zur öffentlichen Hand, die eine wirtschaftliche und ökonomische Stabilität garantiert, bringt der private Sektor Spekulationen mit sich. Die Stabilität gilt für den letzten Verbraucher, deswegen sind wir es, die den Preis festlegen. Sie sagen, dass der Verkehrswert fast zu 100 % entschädigt wird, aber darüber werden wir noch beim Artikel 4 diskutieren. Natürlich kann es möglich sein, dass wir Fälle haben, wo 55 % eben mit 50 % und die restlichen 45 % mit 100 % entschädigt werden. Da gebe ich Ihnen recht. Wenn wir aber die Summe machen, dann kommen wir auch nicht mehr als zu den 100 %, wie Sie es in Ihren Ausführungen gesagt haben. Es gibt noch weitere sehr positive Aspekte in diesem Gesetz. Der Verfassungsgerichtshof hat gesagt, dass die Entschädigung nicht immer dem vollen Wert entsprechen muss, und das ist eigentlich genau das, was wir mit diesem Gesetz erreichen wollen. Das öffentliche Interesse ist garantiert und anhand von Kriterien, die gemacht wurden und die dann zur Anwendung kommen, ist Klarheit geschaffen worden. Dies ist sehr wichtig nicht nur für die öffentliche Hand, sondern auch für die Grundbesitzer. Es geht nicht immer nur um Grund, sondern oft auch um Immobilien, die man enteignen muss. Da garantieren wir eben mit diesem Gesetz. PICHLER ROLLE (SVP): Herr Präsident, wenn Sie so freundlich wären, eine Unterbrechung von einer viertel Stunde für eine Fraktionsbesprechung zur gewähren. PRESIDENTE: Accolgo la richiesta e sospendo la seduta. ORE 16.07 UHR ---------ORE 16.32 UHR VORSITZ DES PRÄSIDENTEN: - 55 - Dr. DIETER STEGER PRESIDENZA DEL PRESIDENTE: PRÄSIDENT: Die Sitzung ist wieder aufgenommen. Vor der Abstimmung über den Übergang von der General- zur Artikeldebatte, verlese ich den einzigen eingebrachten Beschlussantrag. Beschlussantrag (Tagesordnung) Nr. 1, eingebracht von den Abgeordneten Pichler Rolle und Tommasini, betreffend die Vorgangsweise bei der Bestimmung des Verkehrswertes des zu enteignenden Gutes. Ordine del giorno n. 1, presentato dai consiglieri Pichler Rolle e Tommasini, concernente la procedura per determinare il valore venale del bene da espropriare". DER SÜDTIROLER LANDTAG fordert die Landesregierung auf, hinsichtlich der Festsetzung der Entschädigung für die Enteignung von bebaubaren Flächen (Art. 4) Kriterien festzulegen, damit bei der Bestimmung des Verkehrswertes des Gutes in angemessener Weise alle Faktoren, die zur Bemessung desselben von Bedeutung sind, berücksichtigt werden. ---------IL CONSIGLIO DELLA PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO invita la Giunta provinciale a stabilire, per quanto riguarda la definizione dell'indennità di espropriazione per le aree edificabili (art. 4), dei criteri che consentano di tenere adeguatamente conto, per la determinazione del valore venale del bene, di tutti i fattori rilevanti ai fini del calcolo dello stesso. Das Wort hat Abgeordnete Pichler Rolle, bitte. PICHLER ROLLE (SVP): Herr Präsident, dieser Beschlussantrag nimmt Bezug auf den Artikel 4 des vorliegenden Gesetzes und auf die Streichung des Passus des vorhergehenden Gesetzes. Kollege Tommasini und ich haben uns bemüht, in Gesprächen mit der Stadtverwaltung Bozen einige Situationen, die in der Landeshauptstadt und ich nehme an auch in anderen Gemeinden vorhanden sind, noch einmal zu klären und uns scheint der geeignetste Weg der über diese Tagesordnung zu sein, d.h. also, dass die Landesregierung vom Landtag beauftragt wird, hinsichtlich der Festsetzung der Entschädigung für die Enteignung von bebaubaren Flächen bestimmte Kriterien festzulegen, damit bei der Bestimmung des Verkehrswertes in angemessener Weise alle Faktoren, die zur Bemessung desselben sind, berücksichtigt werden. Im - 56 - alten Gesetz ist zwar eine Definition gefunden worden, die aber letztendlich auch nicht alle Probleme gelöst hat. Es geht hier generell um Servituten, um Abstände und viele andere Dinge mehr, die bewertet werden müssen. Deshalb sind wir der Ansicht, dass mit diesem Beschlussantrag vielleicht mehr Flexibilität hineinkommt, um auf bestimmte Situationen angemessen und gut reagieren zu können. Der Beschlussantrag zielt darauf ab, der Landesregierung den Auftrag zu geben, präzisierend einzugreifen und Kriterien für die Entschädigung bei der Enteignung von bebaubaren Flächen, festzulegen. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Wir haben vorhin aus dem Munde von Seppl Lamprecht gehört, wie gut und wie wichtig dieses Gesetz sei, weil es ein harmonisches Gesetz sei, weil es alles berücksichtige, was hier wichtig sei, und weil es das Eigentum besser schütze. Jetzt lesen wir hier, dass die Landesregierung noch einmal aufgefordert werden soll, wie Fraktionssprecher Pichler Rolle sagt, wirklich alle Kriterien, die diesbezüglich von Belang sind, anzuwenden. Anscheinend ist das Gesetz nicht so harmonisch und nicht so gut, wie man hier gesagt hat, sonst bräuchte es euren Beschlussantrag nicht. Dann soll man uns bitte sagen, was in diesem Gesetz nicht richtig geregelt ist und weshalb es diese Verpflichtung braucht oder was der konkrete Anlass ist. Es muss einen konkreten Anlass dafür geben und wenn, dann möchten wir auch alles wissen, was diesbezüglich wichtig zu wissen ist, um auch das Gesetz dann besser beurteilen zu können. LEITNER (Die Freiheitlichen): Auch ich möchte die Frage stellen, worin die Notwendigkeit für diesen Beschlussantrag besteht, wo doch im Artikel 1 bei den Festsetzungskriterien ganz genau unterschieden wird. Je genauer ein Gesetz ist, desto weniger Spielraum gibt es dann für Interpretationen. Mit diesem Beschlussantrag stellt man der Landesregierung anheim, erst recht interpretativ unterwegs sein zu können. Ich sehe es von der anderen Seite. Man eröffnet der Landesregierung einen Spielraum, außerhalb des Gesetzes irgendwelche Kriterien festzulegen, „damit bei der Bestimmung des Verkehrswertes des Gutes in angemessener Weise alle Faktoren, die zur Bemessung…“. Im Gesetz stehen bereits die Faktoren und deshalb verstehe ich die Notwendigkeit dieses zusätzlichen Antrages nicht. Das relativiert eigentlich die Genauigkeit des Gesetzes. Ich bin nicht bereit, der Landesregierung außerhalb des Gesetzes etwas zuzugestehen. Da muss man uns sagen, was genau, denn die Kriterien sehen wir dann nicht mehr, bis der Beschluss der Landesregierung gefasst ist, und dann wird möglicherweise auch das Gesetz durchlöchert. Diesen Interpretationsspielraum der Landesregierung gerade im Bereich Enteignung zu geben, dann kann ich gleich, um es mit Franz-Josef Strauss-Worten zu sagen, die Weißwürste dem Hund vorwerfen. Mit Verlaub, Herr Landeshauptmann, diesen Persilschein geben wir euch nicht. - 57 - DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Questo ordine del giorno in effetti è un qualcosa di anomalo, perché di solito gli ordini del giorno sui disegni di legge si fanno per parlare di altre materie affini al disegno di legge, per dare degli incarichi alla Giunta provinciale. Si può discutere di scuola, di riforma della scuola e io posso presentare un ordine del giorno dove c'è scritto che si incarica la Giunta provinciale a fare di tutto perché i nostri ragazzi diventino bilingui. Qualcosa cioè che non è fissato in legge. Non so se questo ordine del giorno sia accettabile, per me è positivo, perché ci dà ragione, però è vero che è un po' strano che si presenti un ordine del giorno che addirittura fa riferimento ad un articolo che interpreta un articolo. Se volete precisare un articolo, aggiungere qualcosa, presentate un emendamento. Anzi, so che non potete più farlo perché sono scaduti i tempi, allora votate i nostri emendamenti, perché l'ordine del giorno in che senso si muove? Al di là di tutto quello che ha detto il collega Lamprecht per dire che noi avevamo torto, l'ordine del giorno afferma che c'è un problema sulla definizione dei valori di espropriazione, che non si può tener conto solo del valore legale, formale, che non si può avere un criterio unico, ma che ci possono essere criteri differenziati per definire il valore del bene. Allora guardate che questo non è altro che il criterio di edificabilità effettiva, che c'era nella legge del 2008 e che, se lo volete reintrodurre, va reintrodotto nell'articolo. Noi per reintrodurlo abbiamo due emendamenti, uno all'articolo 1 sui criteri generali e uno all'art. 4 che reintroduce il testo 2008, che reintroduce proprio questo principio di valutare l'edificabilità effettiva. Se si vuole fare un'operazione seria, che si muova seriamente su questa base, reintroduciamo il concetto di edificabilità effettiva in legge, perché un ordine del giorno generico che adombra il tema non ha alcun significato, è una dichiarazione di principio generica, perché quel che conta è la legge. Se tu hai una legge che si basa solo sul valore formale del bene, sulla possibilità legale di edificabilità e non sull'altro criterio che c'era nella legge, se si stabilisce con legge che c'è solo il valore legale, si può anche incaricare la Giunta provinciale di stabilire qualsiasi criterio, ma di fatto il criterio resta quello della legge, della possibilità legale di edificazione. Non c'è possibilità di margine. Diceva il collega Pichler Rolle che si sono consultati, come noi, con il Comune di Bolzano, perché è quello che ha più problemi su questa questione. Su questo si possono spostare gli equilibri di vertenze legali in corso su questo principio. C'è il problema di Bolzano e di tanti altri comuni. Questo ordine del giorno riconosce che il tema che noi abbiamo posto è un tema vero, per questo lo voteremo, però se questo ordine del giorno deve essere preso sul serio, il concetto di edificabilità effettiva deve essere reintrodotto nella legge. Noi abbiamo due emendamenti, a scelta, potete votarli tutti e due o uno solo, se volete davvero prendere sul serio questo vostro ordine del giorno. Noi lo voteremo proprio perché si muove in questa direzione, ma allora reintroducete, votando almeno uno dei nostri due emendamenti, nella legge questo principio. - 58 - PICHLER ROLLE (SVP): Es ist nicht so, Kollege Dello Sbarba, wie Sie mit Ihrem Abänderungsantrag sagen. „Zwecks Festlegung der Enteignungsentschädigung gelten die zum Zeitpunkt des Erlasses des Dekretes laut Artikel 5 bestehenden gesetzlichen und effektiven Baumöglichkeiten.“ Unbeschadet davon, dass diese gelten, hat es vor Gericht den Rechtsstreit gegeben. Das, was Sie als gesetzlich bebaubare Fläche haben, ist eine Geschichte, es kann aber auf einem Baugrund, auf einer bebaubaren Fläche, wie ich vorhin ausgeführt habe, ein Servitutsrecht bestehen oder Abstände müssen eingehalten werden oder es besteht ein gesetzliches Bauverbot, obwohl es eine bebaubare Fläche ist. Die Kriterien, die es festzulegen gilt, sind Kriterien, die die Schätzung und nicht den Umstand festlegen, der Bemessungsumstand bleibt immer derselbe. Mit diesem Beschlussantrag möchte ich Zweifel ausräumen, zum einen was die Schätzung des gesamten Grundstückes anbelangt, und zum anderen dass hierfür Kriterien festgelegt werden. Nicht ob geschätzt wird, sondern dass Kriterien festgelegt werden. Wenn ein Streifen überbleibt, dann ist die Frage: Wie entschädigen Sie den, wie lösen Sie den ab? Hier hat es bereits x Gerichtsurteile gegeben, dass auch dies abzulösen ist. Jetzt geht es um die Frage, um welchen Preis. Dieser Preis sollte eben mit Kriterien festgelegt werden, die Hand und Fuß haben, damit man die dementsprechenden Schätzungen vornehmen kann. Ich glaube, das ist in aller Interesse und nicht nur im Interesse von einzelnen. Ihr Abänderungsantrag sagt aber etwas anderes. Mein Vorstoß in diese Richtung besagt: Legen wir für die Schätzungen Kriterien fest. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Ich ergreife das Wort zum Fortgang der Arbeiten. Es ist einfach eine Verständnisfrage. Der Fraktionssprecher soll uns bitte klar sagen, ob es kein geltendes Gesetz gibt, das dieses Erfordernis abdeckt. Wenn er davon spricht, dass klare Kriterien für die Ablöse hermüssen, dass Schätzungen möglich sein müssen, dann frage ich mich, was man bisher getan hat. Es gibt ein Landesgesetz aus dem Jahr 1981, es gibt ein Landesgesetz aus dem Jahr 1991. Ich verstehe nicht, worin der Handlungsbedarf besteht, und ich schließe mich dem an, was die Vorredner gesagt haben. Es ist gänzlich außerhalb jeder Norm, dass von der Fraktion der Südtiroler Volkspartei mit einem Beschlussantrag zu einem Gesetzentwurf Spielräume verteilt werden, die in das Gesetz gehören bzw. Bestimmungen, die ins Gesetz gehören. Es sei denn, Kollege Pichler Rolle, dass man jetzt in diesem Omnibus-Gesetz nicht den richtigen Aufhänger findet oder nicht mehr die Möglichkeit hat, eine solche Bestimmung anzuhängen. Dann sagen Sie uns das bitte konkret, ob man das verpasst hat oder ob eine neue Notwendigkeit entstanden ist, von der wir nichts wissen und es nicht mehr möglich ist, das Gesetz dementsprechend zu ändern. Für mich ist das einfach nicht nachvollziebar. PICHLER ROLLE (SVP): Die Landesregierung kann zu jedem Gesetz Durchführungsverordnungen erlassen. Ich möchte nur, dass wir hier noch einmal - 59 - präzisieren. Es ist eine Willensbekundung des Landtages, wenn er expressis verbis sagt, dass für die Enteignung von bebaubaren Flächen Kriterien festzulegen sind und dabei alle Faktoren berücksichtigt werden müssen. Es ist eine Willensbekundung und eine Vorgabe an die Landesregierung und ich denke, es ist wichtig, dass der Landtag dies tut. LEITNER (Die Freiheitlichen): Ich möchte Landesrat Tommasini fragen, was ihn bewogen hat, einen Beschlussantrag zu unterschreiben, mit dem er sich selber auffordert, Kriterien festzulegen. Ich möchte aus seinem Mund hören, was das für Kriterien sind. Meine Damen und Herren, das ist nicht nur eine Sache des Fraktionssprechers der Volkspartei, sondern das ist auch eine Sache der Landesregierung. Wenn ein Landesrat so einen Beschlussantrag unterschreibt, dann möchte ich schon gerne hören, warum er das getan hat. Es ist nicht selbstverständlich, Kollege Pichler Rolle, dass ein Landesrat an sich selber die Aufforderung richtet, Kriterien festzulegen. Dann muss zumindest er wissen, um was es geht. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Io avrei una domanda al Presidente. La legge non prevede un regolamento di attuazione su questo punto. È possibile fare un ordine del giorno in cui si dice che in un regolamento di attuazione ecc. si devono stabilire i criteri? Di solito, quando la Giunta provinciale deve fare un regolamento di attuazione, la legge esplicitamente rimanda al regolamento di attuazione, delega la giunta a definire il regolamento di attuazione. Questo è un dubbio sincero, non strumentale e vorrei un chiarimento. PRÄSIDENT: Secondo me l'ordine del giorno è ammissibile. Non si parla espressamente di regolamento di attuazione ma si parla di criteri che vanno adottati. Quindi dal punto di vista del regolamento interno l’ordine del giorno è ammissibile. Es gibt zu jedem Gesetz die Möglichkeit, Durchführungsverordnungen zu erlassen, selbst wenn es im Gesetzestext nicht drinnen steht. Ich gebe das Wort Landesrat Mussner zum Fortgang der Arbeiten, bitte. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Sehr geehrter Herr Präsident. Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Vielleicht sollte man besser erklären, was der Verkehrswert des Gutes ist. Wenn wir von Verkehrswert reden, dann heißt das nie 100 % vom Wert. Dieser Verkehrswert kann ganz verschieden sein. Wenn wir z.B. einen Sportplatz bauen oder eine Straße, muss man beachten, ob der Bau in der Stadt ist oder in der Peripherie, ob der Bau im landwirtschaftlichen Grün oder im Waldgebiet usw. ist. Deswegen ist es richtig, wenn die Landesregierung diese Regeln geben kann. - 60 - TOMMASINI (Assessore alla scuola italiana, alla cultura italiana e all' edilizia abitativa – Partito Democratico/Demokratische Partei): Sull'ordine dei lavori, solo per specificare che naturalmente ho firmato questo ordine del giorno come consigliere e come capogruppo del Partito Democratico. Quindi credo che in questa funzione sia più che legittimo che io lo firmi e lo proponga. PRÄSIDENT: Wir kommen zur Abstimmung: mit 21 Ja-Stimmen, 6 NeinStimmen und 2 Stimmenthaltungen genehmigt. Wir kommen zur Abstimmung über den Übergang von der General- zur Artikeldebatte: mit 18 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 6 Stimmenthaltungen genehmigt. 1. ABSCHNITT Änderung des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, “Enteignung für gemeinnützige Zwecke in Bereichen, für die das Land zuständig ist“ Art. 1 1. Artikel 7-bis des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, erhält folgende Fassung: „Art. 7-bis (Festsetzungskriterien) - 1. Die Festsetzung der Enteignungsentschädigung erfolgt nach unterschiedlichen Parametern, je nachdem, ob von der Enteignung bebaubare, nicht bebaubare oder verbaute Flächen betroffen sind. 2. Die Unterscheidung zwischen nicht bebaubaren, bebaubaren und verbauten Flächen laut diesem Gesetz gilt ausschließlich für die Festsetzung der Enteignungsentschädigung; sie hat keinen Einfluss auf die gesetzliche und verwaltungsrechtliche Regelung der Raumplanung. 3. In die Berechnung der Entschädigung dürfen Bauten, Pflanzungen und Verbesserungen nicht einbezogen werden, wenn sich durch die Berücksichtigung des Zeitraums ihrer Realisierung sowie anderer Umstände ergibt, dass sie zum Zweck der Erlangung einer höheren Entschädigung durchgeführt worden sind; der Eigentümer ist jedoch berechtigt, auf seine Kosten das Material und all das zu entfernen, was ohne Beeinträchtigung des auszuführenden gemeinnützigen Vorhabens fortgenommen werden kann. Als zum Zwecke der Erlangung einer höheren Entschädigung ausgeführt gelten, ohne dass ein Beweis dafür erbracht werden müsste, Bauten, Pflanzungen und Verbesserungen, die auf den betroffenen Grundstücken nach der Veröffentlichung der Bekanntmachung über die Hinterlegung der Unterlagen im Sekretariat der Gemeinde laut Artikel 3 verwirklicht worden sind.“ ---------CAPO I Modifiche della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, recante “Espropriazioni per causa di pubblica utilità per tutte le materie di competenza provinciale” Art. 1 - 61 - 1. L’articolo 7-bis della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è così sostituito: “Art. 7-bis (Criteri di determinazione) - 1. L’indennità di espropriazione è determinata in base a parametri diversi a seconda che l’espropriazione interessi aree edificabili, aree non edificabili o aree edificate. 2. La distinzione fra aree non edificabili, edificabili ed edificate di cui alla presente legge vale esclusivamente ai fini della determinazione dell’indennità di espropriazione ed è ininfluente sulla disciplina legislativa ed amministrativa degli interventi sul territorio. 3. Non possono essere calcolate nel computo dell’indennità le costruzioni, le piantagioni e le migliorie, se, tenuto conto del tempo in cui furono fatte e di altre circostanze, risultano eseguite allo scopo di conseguire un’indennità maggiore; è fatto salvo il diritto del proprietario ad asportare a sue spese i materiali e tutto ciò che può essere tolto, senza pregiudizio dell’opera di pubblica utilità da eseguirsi. Si considerano eseguite allo scopo di conseguire una maggiore indennità, senza bisogno di prova, le costruzioni, le piantagioni e le migliorie realizzate sui fondi interessati dopo la pubblicazione dell’avviso del deposito degli atti nella segreteria del comune di cui all’articolo 3.” Zu diesem Artikel ist ein Abänderungsantrag von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss eingebracht worden, der wir folgt lautet: "Absatz 1. Dem Absatz 1 des neuen Artikels 7-bis des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird folgender Satz hinzugefügt: „Zwecks Festlegung der Enteignungsentschädigung gelten die zum Zeitpunkt des Erlasses des Dekrets laut Artikel 5 bestehenden gesetzlichen und effektiven Baumöglichkeiten.“ Comma 1. Al comma 1 del nuovo articolo 7-bis della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è aggiunto il seguente periodo: “Ai fini della determinazione dell’indennità di espropriazione si considerano le possibilità legali ed effettive di edificazione esistenti al momento dell’emanazione del decreto di cui all’articolo 5”. Das Wort hat Abgeordneter Dello Sbarba zur Erläuterung, bitte. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Potrei anche non intervenire perché, proprio per il lavoro che abbiamo fatto su questa legge che è molto complicata e su cui ci siamo confrontati anche con giuristi ed esperti, ho avuto cura di aggiungere, e ringrazio l'ufficio di presidenza del Consiglio provinciale che l'ha riportato, una breve relazione all'emendamento, purtroppo, mi scuso con gli altri colleghi, solo in lingua italiana, ma non avevamo il tempo per fare la traduzione in lingua tedesca. Naturalmente la relazione non fa parte dell'emendamento, è un gesto di "Höflichkeit" verso gli altri colleghi. L'obiettivo di questo emendamento è ristabilire il giusto prezzo per l'esproprio, evitando anomali ricavi per i proprietari. Il comma originario è troppo generico, induce confusione sul concetto di valore venale. Dal testo completo del - 62 - disegno di legge, leggendola nel complesso, si deduce che il valore venale, a parte le eccezioni indicate, corrisponderebbe solo all'edificabilità legale, cioè l'edificabilità astrattamente definita dagli strumenti urbanistici. Esistono però parti di aree che "legalmente" sono edificabili ma che di fatto, o in tutto o in parte, non sono tali, poiché per la loro caratteristica o morfologica come struttura, o di vincolo, non consentono in tutto o in parte la costruzione. Quindi sarebbe assurdo, ma secondo noi anche illegittimo, pagare per queste aree come se fossero effettivamente totalmente edificabili, garantendo al proprietario un indennizzo identico a quello pagato per aree dove poi si può effettivamente costruire. L'emendamento vuole differenziare, introdurre un principio di differenziazione di questi diversi casi e garantire la giusta valutazione, quindi il giusto ristoro, tenendo conto anche della concreta possibilità di costruire. Tale previsione era già presente nella legge provinciale 4/2008 all'articolo 38, che poi è stata eliminata con la legge n. 1/2009 che, secondo noi, ha concesso ai proprietari un ricavo che, nel caso l'edificazione non sia anche solo in parte tecnicamente possibile, è sproporzionato. Tale previsione tra l'altro è contenuta anche nella legge statale all'articolo 37, comma 3, della legge n. 327/01, che è il Testo Unico in materia di espropriazione per pubblica utilità, come riformato a seguito dell'intervento della Corte europea e della Corte Costituzionale. Io credo che un adeguamento nel senso di reintrodurre la dizione delle possibilità effettive di edificazione sia necessario. In fondo questo emendamento fa solo questo, in quanto come ha avuto occasione di chiarire la Corte Costituzionale nella citata sentenza n. 348/07 la legge sugli espropri rientra fra le norme fondamentali di riforma economicosociale. Quindi le regioni e le province pur avendo potestà legislativa concorrente o primaria, devono usare la loro potestà, però nel rispetto dei principi fondamentali dell'ordinamento giuridico di cui alle disposizioni contenute nella legge statale, questo in base agli articoli 4 e 8 dello Statuto di autonomia e dell'articolo 2 del decreto legislativo 266/92. In sostanza si tratta con questo emendamento di reintrodurre il concetto di edificabilità effettiva nella valutazione dell'indennità di esproprio. L'altro emendamento all'articolo 4 ha praticamente lo stesso effetto. Se i colleghi che hanno appena votato, e anche noi l'abbiamo votato questo ordine del giorno pur considerandolo una specie di foglia di fico, una cosa per salvarsi la coscienza, con pochissima efficacia reale, ma se i colleghi che hanno votato l'ordine del giorno che anche noi abbiamo votato, perché riconoscevamo in esso una dimostrazione che il tema che poniamo non è aggirabile, l'hanno votato con l'intenzione di condizionare seriamente l'applicazione futura di questa legge, io li invito o a votare questo emendamento sull'art. 1 o quello sull'articolo 4 che ha lo stesso effetto, quello di reintrodurre in legge il concetto che bisogna tener conto delle possibilità di effettiva edificazione. Nel 2008 c'era nella legge, l'abbiamo cancellato pochi mesi fa, e abbiamo fatto la felicità di fior di avvocati che non difendono gli interessi pubblici, ma che difendono gli interessi dei privati. Adesso invece per ristabilire un equilibrio tra interesse pubblico e interesse privato va reintrodotta questa - 63 - differenziazione, questo principio, che oltre a tenere conto della edificabilità legale, vanno tenute in conto anche le possibilità effettive di edificazione. Se noi scriviamo queste piccole paroline, diamo la possibilità davvero di difendere l'interesse pubblico, di tenere conto delle differenti situazioni e avviciniamo il prezzo di esproprio al valore reale del bene e non al valore formale o solo legale del bene. Quell'ordine del giorno che abbiamo votato cinque minuti fa riconosce che questo è un tema vero, però non ha effetti precisi se non è ancorato da qualche parte negli articoli del disegno di legge. Avete due possibilità per ancorarle, questo e il prossimo emendamento all'art. 4. Spero che queste possibilità le vogliate cogliere, altrimenti significa che avreste votato l'ordine del giorno solo per mettersi l'animo in pace ma non con l'intenzione seria di influire sulla legislazione della nostra provincia. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Ist damit Artikel 5 dieses Gesetzes gemeint, wo es um die Entschädigungen geht, oder geht es um den Artikel 5 des Gesetzes Nr. 10 von 1991. Es bezieht sich auf dieses Gesetz. Danke! PÖDER (UFS): Hier wird vorausgesetzt, dass sich nach Erlass des Dekretes noch die gesetzlichen und effektiven Baumöglichkeiten ändern könnten. Im Artikel 5 sind die Kriterien für den Erlass des Dekretes ganz genau bestimmt. Meine Frage ist also, ob es überhaupt noch möglich ist, nach Erlass des Dekretes die gesetzlichen und effektiven Baumöglichkeiten zu ändern. Ich bin schon für den Antrag, ich verstehe den Sinn schon, aber die Frage ist tatsächlich, ob es noch möglich ist, weil im Artikel 5 wird in 9 Absätzen genau bestimmt, wann das Dekret zu erlassen ist, wem es zuzustellen ist, wie es zuzustellen ist, usw. Ich wäre davon ausgegangen, dass nach Erlass des Dekretes keine Möglichkeit mehr besteht, die gesetzlichen und effektiven Baumöglichkeiten zu ändern. Mit diesem Antrag wird einfach bestimmt, dass das Dekret erlassen ist, die Gemeinnützigkeit festgestellt ist, sozusagen der Enteignungsweg eingeleitet ist und ab dem Zeitpunkt, egal was passiert, auch wenn gesetzliche und effektive Baumöglichkeiten geändert werden, die Enteignungsentschädigung trotzdem nur aufgrund der Tatsache der gesetzlichen und effektiven Baumöglichkeiten, die zum Zeitpunkt des Erlasses waren, bleibt. Deswegen noch einmal die Frage, ob es überhaupt möglich ist, nach Erlass des Dekretes das zu ändern. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Wir sind der Meinung, dass dies im Widerspruch mit dem neuen Gesetz steht, auch weil es die europäische Menschenrechtekonvention nicht beachtet. Vorrei fare una precisazione anche per quello che concerne anche i termini giuridici della questione. Il valore venale non è unicamente il valore dell'area edificabile, non è sempre quello il valore che viene dato al bene. Bisogna vedere in - 64 - relazione a quello che si costruisce. Se si fa un investimento ha un valore, altrimenti ne ha un altro. Il valore può essere anche molto più basso. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Beschlussantrag ab: mit 5 Ja-Stimmen und 18 Nein-Stimmen abgelehnt. Wer wünscht das Wort zum Artikel 1? Abgeordneter Pöder, bitte. PÖDER (UFS): Vielen Dank Herr Präsident! Der jetzige neue Absatz 3 war bisher der Absatz 2. Ich hätte hier eine Frage. Der Inhalt ändert sich nicht, hier wird bestimmt, was alles geändert wurde, möglicherweise um den Enteignungspreis zu beeinflussen, also Bebauungen oder Bepflanzungen oder sonstige Änderungen am Grundstück. Es wird für die Festsetzung des Enteignungspreises nicht berücksichtigt, wenn man feststellen kann, dass das eigens dazu durchgeführt wurde, um den Enteignungspreis zu erhöhen. Die Bestimmung gab es bisher schon. Mir ist nun klar, dass wenn Arbeiten nach Bekanntmachung der Verfahrenseinleitung laut Artikel 3 des Gesetzes, also wenn Änderungen durchgeführt werden, es keinen Beweis braucht. Diese Arbeiten wurden durchgeführt um den Preis zu beeinflussen. Wie stellt die Behörde aber fest, wenn etwas vorher getan wurde? Gibt oder gab es diese Fälle? Also wenn vor Einleitung des Verfahrens Arbeiten durchgeführt wurden, Bauten errichtet wurden, Bepflanzungen gemacht wurden oder dergleichen, wie wird das festgestellt? LEITNER (Die Freiheitlichen): Genau das ist die entscheidende Frage bei diesem Artikel. Auch ich habe mir hier eine Anmerkung gemacht, wenn es heißt: „In die Berechnung der Entschädigung dürfen Bauten, Pflanzungen und Verbesserungen nicht einbezogen werden, wenn sich durch die Berücksichtigung des Zeitraums ihrer Realisierung sowie anderer Umstände ergibt, dass sie zum Zweck der Erlangung einer höheren Entschädigung durchgeführt worden sind;“ Im privaten Bereich bei Verkauf, usw. haben wir die Erfahrung gemacht, dass einige Leute früher wissen, welche Widmung eine Zone erfährt. Das ist hier auch nicht ausgeschlossen. Auch das ist ein wichtiges Kriterium. Diese Formulierung „wenn sich andere Umstände ergeben“, muss hinterfragt werden. Wie sollen sich diese Umstände ergeben? Die Formulierung kann man auch so und so drehen. Das ist eine Grauzone, wo man Handlungsspielraum in alle möglichen Richtungen hat. Das ist nach meinem Dafürhalten ein bisschen schwammig und gibt sehr viel Raum für Interpretationen und Möglichkeiten, bestimmte Entscheidungen in eine bestimmte Richtung zu lenken. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Colgo l'occasione per rispondere al collega Pöder che ha posto una domanda. Naturalmente è l'articolo 5 della legge provinciale 15/4/1991, n. 10, che prevede appunto che il direttore di ripartizione emetta un decreto che costituisce provvedimento definitivo in cui dichiara la pubblica utilità nonché l'urgenza e - 65 - l'indifferibilità delle opere, e quindi questo decreto è il primo atto del percorso dell'esproprio. In quel momento la nostra proposta prevedeva di fotografare la situazione, dare una valutazione sulla edificabilità non solo legale ma anche effettiva su quell'area e quindi dare la valutazione dell'area. Tutto questo veniva portato nell'articolo 7/bis che riguarda proprio la definizione del prezzo di esproprio. Lo stesso succederebbe se noi approvassimo il nostro emendamento all'articolo 4, a cui arriveremo dopo, ma che ha l'identica efficacia. Con il nostro emendamento si ripristinava il testo della legge precedente che diceva: "Si considerano le possibilità legali ed effettive dell'edificazione esistente al momento dell'emanazione del decreto di cui all'art. 5". Avete vissuto sempre con questa norma, potevamo viverci ancora. L'avete cancellata pochi mesi fa facendo un favore ai proprietari dei terreni che non sono soprattutto contadini. Purtroppo quelli che contano attorno alle città ecc. sono già stati acquistati da altri tipi di soggetti che fanno speculazione. Adesso senza questa specificazione, questo articolo lasciato così come è praticamente vanifica l'ordine del giorno che abbiamo appena approvato, perché per rendere effettivo il principio adombrato in esso, va messo nella legge. Avete un'altra possibilità con l'articolo 4, speriamo che la cogliate. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Es gab in den letzten 7 Jahren nur einen Fall, bei dem die Entscheidung schwierig war, ansonsten kann man immer durch offizielle Akten und Baukonzessionen sehen, dass Verfahren eingeleitet worden sind bzw. wenn es um Obstanlagen geht, kann man ohne Zweifel feststellen, wann diese angepflanzt worden sind. Deswegen kann ich sagen, dass wir was die Frage anbelangt, diesbezüglich nie Probleme gehabt haben. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 1 ab: mit 17 Ja-Stimmen, 1 Stimmenthaltung und 8 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 2 1. Nach Artikel 7-bis des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird folgender Artikel eingefügt: „Art. 7-ter (Begriffsbestimmungen) - 1. Als nicht bebaubare Flächen gelten Flächen, die in den geltenden Bauleitplänen der Bindung der Erhaltung der vorrangigen Zweckbestimmung als landwirtschaftliche Fläche, als Wald und Weidegrund oder als unproduktive Fläche unterworfen sind, Flächen, die aus Gründen der hydrogeologischen Sicherheit des betreffenden Gebietes besonderen Bindungen unterworfen sind oder als Kultur- oder Landschafts- und Umweltgüter geschützt sind, das Verkehrsnetz. 2. Als bebaubare Flächen gelten alle Flächen mit einer anderen urbanistischen Zweckbestimmung als der in Absatz 1 Buchstaben a) - 66 - und c) genannten sowie jene, die nicht unter die Flächen fallen, die den Bindungen laut Absatz 1 Buchstabe b) unterworfen sind. 3. Für die Zwecke dieses Gesetzes gelten Flächen, die für die Errichtung von Telekommunikationsanlagen bestimmt sind, sowie Flächen, die für Aufstiegsanlagen und Skipisten bestimmt sind, als Flächen für Produktionsanlagen. 4. Als verbaute Flächen gelten Flächen, auf denen Bauten und deren Zubehör bestehen.“ ---------Art. 2 1. Dopo l’articolo 7-bis della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è inserito il seguente articolo: “Art. 7-ter (Definizioni) - 1. Sono considerate aree non edificabili: a) le aree vincolate dai piani urbanistici in vigore al mantenimento in via principale della destinazione agricola, silvo-pastorale o improduttiva; le aree soggette a particolari vincoli connessi alla sicurezza idrogeologica del territorio e alla tutela dei beni storico-artistici, archeologici e paesaggistico-ambientali; la viabilità. 2. Sono considerate aree edificabili quelle aventi una destinazione urbanistica diversa da quella indicata dal comma 1, lettere a) e c), nonché quelle diverse dalle aree soggette ai vincoli indicati dal comma 1, lettera b). 3. Ai soli fini della presente legge le aree destinate all’installazione di impianti di telecomunicazione nonché le aree destinate agli impianti di risalita e alle piste da sci sono considerate aree destinate ad insediamenti produttivi. 4. Sono considerate aree edificate quelle sulle quali insistono costruzioni e le loro pertinenze.” Wer wünscht das Wort? Abgeordneter Tinkhauser, bitte. TINKHAUSER (Die Freiheitlichen): Danke sehr, Herr Präsident! Eine Verständnisfrage oder vielleicht auch ein Hinweis. Unter Punkt 3 steht: „Für die Zwecke dieses Gesetzes gelten Flächen, die für die Errichtung von Telekommunikationsanlagen bestimmt sind, sowie Flächen, die für Aufstiegsanlagen und Skipisten bestimmt sind, als Flächen für Produktionsanlagen.“ Ich denke mir, es ist verständlich dass hier Telekommunikationsanlagen und Aufstiegsanlagen einfliesen sollen, aber wenn man berechnet, wie viel Hektar Skipisten einnehmen, weiß ich nich, ob das hier ernst gemeint ist oder ob das vielleicht ein Lapsus ist. Ich bitte um eine Erklärung. PÖDER (UFS): Ich beantrage, dass dieser Absatz 3 getrennt abgestimmt wird, also über den dieser Teil, der den Absatz 3 im neuen Artikel 7/ter betreffen soll, soll getrennt abgestimmt werden. Ich sehe nicht ein, warum diese Bestimmung eingefügt werden soll. Nebenbei gefragt, was meint man wohl mit „Telekommuni- - 67 - kationsanlagen“? Sind da alle möglichen Gebäude und Bauten gemeint oder sind damit nur die entsprechenden Umsetzer oder Ständer gemeint? Dann möchte ich eine Frage zu Absatz 4 stellen. „Als verbaute Flächen gelten Flächen, auf denen Bauten und deren Zubehör bestehen“, steht hier. Das scheint mir als Definition etwas dürftig. Heißt das grundsätzlich, dass es egal ist, welche Art von Bauwerk da steht, also egal ist, ob es ein Schupfen ist oder was immer, und was ist Zubehör? Wie genau kann das definiert werden? Das scheint mir als Definition für eine verbaute Fläche sehr, sehr dürftig zu sein. „Bauten“ ist als Definition oder Kriterium enorm weitläufig und „Zubehör“ ist ein Ausdruck, den ich hier nicht definieren kann. Vielleicht ist es ja sinnvoll. PRÄSIDENT: Also stimmen wir getrennt ab. Zu Wort gemeldet hat sich jetzt der Abgeordnete Lamprecht, bitte. LAMPRECHT(SVP): Danke schön, Herr Präsident! Es wurden hier in den Wortmeldungen Fragen aufgeworfen bezüglich Telekommunikations- bzw. Aufstiegsoder Skipistenanlagen. Einer der wesentlichen Fortschritte dieses Gesetzes ist, dass man hier klar definiert, dass für die Flächen der Telekommunikationsanlagen der Preis für Gewerbegebiete gezahlt wird, und dass die Flächen, die bei Aufstiegs- bzw. Skipistenanlagen durch Berg- und Talstation verbaut werden, bei der Feststellung der Enteignungsentschädigung ebenfalls als verbaute Flächen betrachtet werden. Es ist eine Festschreibung im Gesetz, wo bereits im Vorfeld zwischen dem Verband der Seilbahnunternehmer und den Grundeigentümern entsprechende Übereinkünfte getroffen wurden. In diesem Gesetz wird verankert, dass diese Flächen als verbaute Flächen in der Enteignungsentschädigung berücksichtigt werden. LEITNER (Die Freiheitlichen): Was die Skipisten anbelangt, hat schon mein Kollege Tinkhauser ausgeführt, dass man superreich sein muss, wenn man sich das überhaut leisten kann, oder man meint hier eine ganz klar benannte Piste. Ich möchte auf die Telekommunikationsanlagen zurückkommen. Wenn ich diesen Artikel so lese, dann erweckt es bei mir den Eindruck, nachdem die Bürger nicht gerne bereit sind, in ihrem Umfeld Umsetzer aufstellen zu lassen, dass man es jetzt mit „Zuckerlen“ versucht, d.h. wenn mehr bezahlt wird, akzeptieren die Bürger das eher. Zählen dann schlussendlich die Grenzwerte nicht mehr oder hofft man die Problematik der Grenzwerte zu relativieren und bezahlt dafür mehr? Ich habe diese Sorge! Es ist für mich eine interessante Geschichte, wenn man die Umsetzer als Produktionsanlage einstuft, von den Skipisten gar nicht zu reden. Wie stellt man sich das in der Praxis vor, Skipisten als Produktionsanlagen einzustufen? Wer soll diese Preise bezahlen? Bei Skipisten geht es teilweise um Hektar und nicht um ein paar Quadratmeter. - 68 - LAIMER (Landesrat für Raumordnung, Natur und Landschaft, Umwelt, Wasser und Energie - SVP): Herr Leitner, heute ist es so, dass solche Telekommunikationsanlagen oft im Wald, im alpinen Grün oder im landwirtschaftlichen Grün stehen. Es gibt keine Norm, um diese Fläche, die man für die Anlage braucht, wo der Sendemasten mit den technischen Einrichtungen steht, einigermaßen gerecht entschädigen zu können. Um eine angemessene Entschädigung zu definieren, wird mit dem Verweis auf Produktionsanlagen eine Maßeinheit als Grundlage herangezogen. Das hat nichts mit dem Grenzwert zu tun, der bleibt natürlich aufrecht, aber die Eigentümer haben nicht zu Unrecht gesagt, dass ihnen der Grund genommen bzw. besetzt wird, ohne dass sie dafür nennenswerte Entschädigungen bekommen. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Was die Aufstiegsanlagen anbelangt, wie Kollege Tinkhauser gesagt hat, möchten wir doch ersuchen, dass es so weitergeht, wie im Artikel 2 vorgesehen, weil es zu oft vorkommt, dass bei der Realisierung einige nicht einwilligende Eigentümer alles blockieren. Das vorgeschlagene Verfahren ist nur möglich, wenn eine Vereinbarung mit dem Liftbesitzer oder Skipistenbetreiber nicht zustande kommt. In diesem Fall muss es möglich sein, dass man intervenieren kann, wie wir das schon besprochen haben. LAIMER (Landesrat für Raumordnung, Natur und Landschaft, Umwelt, Wasser und Energie - SVP): Es geht bei den Skipisten nicht um die Flächen, sondern darum, dass man für die Beschneiungsanlagen, für die Speicherbecken Infrastrukturen errichten muss. Dort gibt es oft Schwierigkeiten wegen einiger weniger Quadratmeter. Deswegen wäre es wichtig, dass man, wenn die Verhandlungen mit einem Eigentümer zu keinem Ende führen, aber 80-90 % Zustimmung da ist und einige Meter fehlen, ein Instrument in der Hand hat, dennoch ein Verfahren einzuleiten. So ist es gemeint. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 2 getrennt ab. Wir stimmen über den Absätze 1, 2 und 4 ab: mit 18 Ja-Stimmen und 11 Stimmenthaltungen genehmigt. Wir stimmen jetzt über den Absatz 3 ab: mit 17 Ja-Stimmen, 9 NeinStimmen und 1 Stimmenthaltung genehmigt. Somit ist der Artikel 2 genehmigt. Art. 3 1. Nach Artikel 7-ter des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird folgender Artikel eingefügt: „Art. 7-quater (Entschädigung für die Enteignung von nicht bebaubaren Flächen) - 1. Die Entschädigung für die Enteignung von nicht bebaubaren Flächen entspricht dem Preis, der je nach der tatsächlichen Nutzungsart zum Zeitpunkt des Erlasses des Dekrets laut Artikel 5 für einen von landwirtschaftlichen Verträgen - 69 - unbelasteten Kulturgrund angemessen ist; bei der Beurteilung sind die von der Kommission laut Artikel 11 festgesetzten Mindest- und Höchstwerte zu berücksichtigen. 2. Für Waldflächen wird die Entschädigung laut Absatz 1 auf den Grundstückswert bezogen; der Eigentümer kann das Holz verwerten und muss es - bei sonstigem Verlust des Anspruchs - innerhalb von 30 Tagen ab Annahme der Entschädigung beziehungsweise ab Zustellung des Enteignungsdekrets abtransportieren, sofern er nicht mit dem Antragsteller etwas anderes vereinbart.“ ---------Art. 3 1. Dopo l’articolo 7-ter della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è inserito il seguente articolo: “Art. 7-quater (Indennità per le aree non edificabili) - 1. L’indennità di espropriazione per le aree non edificabili consiste nel giusto prezzo da attribuire, entro i valori minimi e massimi stabiliti dalla commissione di cui all’articolo 11, all’area quale terreno agricolo considerato libero da vincoli di contratti agrari, secondo il tipo di coltura in atto al momento dell’emanazione del decreto di cui all’articolo 5. 2. Per le aree boschive, l’indennità di cui al comma 1 è riferita al valore del terreno; il legnatico può essere utilizzato dal proprietario, che provvede all’asporto del medesimo, a pena di decadenza, entro 30 giorni rispettivamente dalla data di accettazione dell’indennità e dalla data di notificazione del decreto di esproprio, salvo diversi accordi con il richiedente.” Das Wort hat Abgeordneter Pöder, bitte. PÖDER (UFS): Vielen Dank, Herr Präsident! Eine Verständnisfrage, Herr Landesrat. Hier wird sozusagen bestimmt, dass man für eine nicht bebaubare Fläche, die auch nicht als Kulturgrund genutzt werden kann, also auch nicht für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden kann, trotzdem dieselbe Entschädigung erhält wie für eine zu landwirtschaftlichen Zecken genutzte Fläche. Denn nicht bebaubare Flächen, haben wir vorhin im Artikel 2 lesen können, können auch Flächen sein, rein unproduktive Flächen und Zonen, und hier wird bestimmt, dass man, auch wenn sie unproduktiv sind, die gleiche Entschädigungsebene erhält wie für einen produktiven Kulturgrund. Ich will jetzt nicht sagen, dass dies sinnvoll oder nicht sinnvoll ist. Ich frage nur zum besseren Verständnis, ob das richtig ist? MUSSNER (Landesrat für Bauten, ladinische Schule und Kultur und Vermögensverwaltung – SVP): Ich muss mich entschuldigen, ich habe nicht aufgepasst. Würden Sie die Frage noch einmal wiederholen. - 70 - PÖDER (UFS): Es hat sich im Prinzip erübrigt, weil der zuständige Beamte genickt hat, als ich die Frage gestellt habe. Man kann also davon ausgehen, dass eine unproduktive Fläche, die als nicht bebaubare Fläche gilt, zum selben Preis enteignet wird wie eine produktive landwirtschaftliche Fläche. Wie sinnvoll ist das? MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Hier gibt es spezifische Werte für alle Grundstücke bzw. für alle Gründe und daraus sieht man, wie sie landwirtschaftlich genutzt werden, und es sind die entsprechenden Preise vorgesehen. Auch unproduktive Gründe haben eine eigene Bewertung. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 3 ab: mit 18 Ja-Stimmen und 8 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 4 1. Nach Artikel 7-quater des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird folgender Artikel eingefügt: „Art. 7-quinquies (Entschädigung für die Enteignung von bebaubaren Flächen) - 1. Die Entschädigung für die Enteignung von bebaubaren Flächen entspricht dem Verkehrswert des Gutes zum Zeitpunkt des Erlasses des Dekrets laut Artikel 5. 2. Ist die Enteignung auf die Ansiedlung von gewerblichen Tätigkeiten auf öffentliche Initiative ausgerichtet, wird die Entschädigung laut Absatz 1 um 25 Prozent vermindert. Ist sie auf die Durchführung anderer wirtschaftlich-sozialer Reformmaßnahmen ausgerichtet, wird die Entschädigung um zehn Prozent vermindert. 3. In den Erweiterungszonen für den Wohnbau, in welchen ein Teil der Baumasse dem freien Wohnbau gewidmet ist, wird für Flächen, die für den geförderten Wohnbau sowie für die entsprechenden Erschließungsanlagen und Zusatzeinrichtungen bestimmt werden, die Entschädigung laut Absatz 1 wegen des Mehrwertes der für den freien Wohnbau bestimmten Flächen um 50 Prozent vermindert. Für jenen Anteil an den Flächen der Erweiterungszonen, der allenfalls über das in Artikel 37 Absatz 1 des Landesgesetzes vom 11. August 1997, Nr. 13, vorgesehene Ausmaß hinaus abgetreten wird, entspricht die Enteignungsentschädigung dem Verkehrswert des Gutes. 4. Für Flächen, die für Dienstleistungen und Anlagen von allgemeinem Interesse bestimmt sind, wird der Verkehrswert unter Berücksichtigung der Eigenschaften der Grundstücke, ihrer Einbindung ins urbanistische Gefüge und der urbanistischen Zweckbestimmung der umliegenden Grundstücke festgelegt. 5. Im Falle einer Enteignung von Flächen, welche für die Errichtung von Telekommunikationsanlagen bestimmt sind, entspricht die Enteignungsentschädigung den Werten laut Absatz 2. Wenn neben der institutionellen Tätigkeit auch eine gewerbliche Tätigkeit ausgeübt wird, muss dies bei der Festlegung der für die Auferlegung der Dienstbarkeit geschuldeten Entschädigung berücksichtigt werden. Dies gilt auch für Anlagen, die bereits im Betrieb sind und deren - 71 - Nutzung nach Auferlegung der Dienstbarkeit für eine gewerbliche Tätigkeit erweitert wurde. 6. Im Falle einer Enteignung von Flächen, auch von verbauten, die, ganz oder auch teilweise, für einen Zeitraum von höchstens 30 Jahren, unter Beachtung der EU-Verfahren, und gegen eine nach Standort und Entwicklung des Konjunkturzyklus zwischen zwei und vier Prozent der Enteignungsentschädigung festgelegte Gebühr in Konzession vergeben werden können, entspricht die Enteignungsentschädigung den Werten laut Absatz 2, vorausgesetzt, diese Flächen haben das Ziel, das Gleichgewicht und die Entwicklung in der Sozialwirtschaft und in der Produktion sowie die Erhaltung oder Verbesserung des Beschäftigungsgrades zu verwirklichen.” ---------Art. 4 1. Dopo l’articolo 7-quater della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è inserito il seguente articolo: “Art. 7-quinquies (Indennità per le aree edificabili) - 1. Per le aree edificabili l’indennità di espropriazione è determinata in misura pari al valore venale del bene al momento dell’emanazione del decreto di cui all’articolo 5. 2. L’indennità di cui al comma 1 è ridotta del 25 per cento quando l’espropriazione è finalizzata all'insediamento di attività produttive su iniziativa pubblica. Quando è finalizzata alla realizzazione di altri interventi di riforma economico-sociale, l’indennità è ridotta del dieci per cento. 3. Nelle zone di espansione per l’edilizia residenziale in cui parte della cubatura è destinata all’edilizia residenziale privata, per le aree destinate all’edilizia abitativa agevolata, alle relative opere di urbanizzazione ed ai servizi complementari l’indennità di cui al comma 1 è ridotta del 50 per cento in ragione del plusvalore delle aree destinate all'edilizia residenziale privata. Per la quota parte delle aree delle zone d’espansione eventualmente ceduta in eccesso rispetto a quanto previsto dall’articolo 37, comma 1, della legge provinciale 11 agosto 1997, n. 13, l’indennità di espropriazione corrisponde al valore venale del bene. 4. Per le aree destinate a servizi e attrezzature di interesse generale il valore venale è determinato tenendo conto delle caratteristiche dei terreni, del loro inserimento nel tessuto urbanistico e della destinazione urbanistica dei terreni circostanti. 5. Nel caso di espropriazione di aree destinate alla realizzazione di impianti di telecomunicazione, l’indennità di espropriazione corrisponde ai valori di cui al comma 2. Laddove non venga svolta solo un’attività istituzionale ma anche un’attività di tipo produttivo, se ne dovrà tenere conto per la determinazione dell’indennità dovuta per l’imposizione della servitù. Lo stesso vale anche per impianti già attivi, il cui esercizio è stato ampliato successivamente all’imposizione della servitù per un’attività di tipo produttivo. 6. Nel caso di espropriazione di aree, anche edificate, finalizzate al conseguimento di obiettivi di equilibrio e di sviluppo socio-economico e produttivo e alla conservazione o al miglioramento del livello occupazionale, concessionabili, anche parzialmente, per un periodo comunque non superiore a 30 anni, nel rispetto delle procedure - 72 - comunitarie, e per un canone determinato tra il due ed il quattro per cento dell’indennità di espropriazione in ragione dell’ubicazione e dell’andamento del ciclo congiunturale, l’indennità di espropriazione corrisponde ai valori di cui al comma 2.” Ich verlese die Abänderungsanträge. Abänderungsantrag Nr. 1, eingebracht von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss: Absatz 1 "Im Absatz 1 des neuen Artikels 7-quinquies des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, werden nach den Wörtern „dem Verkehrswert des Gutes“ die Wörter „, unter Berücksichtigung der effektiven Baumöglichkeiten,“ eingefügt. Comma 1: "Al comma 1 del nuovo articolo 7-quinquies della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, dopo le parole: “valore venale del bene” è aggiunta la seguente proposizione: “, tenuto conto anche delle possibilità di effettiva edificazione,”. Abänderungsantrag Nr. 2, eingebracht von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss: Absatz 1 Der Absatz 2 des neuen Artikels 7-quinquies des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird wie folgt ersetzt: „2. Ist die Enteignung auf die Ansiedlung von gewerblichen Tätigkeiten auf öffentliche Initiative sowie auf die Durchführung anderer wirtschaftlich-sozialer Reformmaßnahmen ausgerichtet, wird die Entschädigung laut Absatz 1 um 25 Prozent vermindert.“ Comma 1: "Al comma 2 del nuovo articolo 7-quinquies della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, le parole “iniziativa pubblica. Quando è finalizzata alla realizzazione di altri interventi di riforma economico-sociale, l’indennità è ridotta del 10 per cento.” sono sostituite con le parole: “iniziativa pubblica nonché quando è finalizzata alla realizzazione di altri interventi di riforma economico-sociale”. Abänderungsantrag Nr. 3, eingebracht von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss: Absatz 1 Der Absatz 3 des neuen Artikels 7-quinquies des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird gestrichen. Comma 1: "Il comma 3 del nuovo articolo 7-quinquies della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è soppresso. Abänderungsantrag Nr. 4, eingebracht von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss: Absatz 1 Im Absatz 3 des neuen Artikels 7-quinquies des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird der Halbsatz „die Entschädigung laut Absatz 1 wegen des Mehrwertes der für den freien Wohnbau bestimmten Flächen um 50 Prozent vermindert“ durch folgenden ersetzt: „die Entschädigung im Rahmen der von der Kommission laut Artikel 11 bestimmten Höchst- und Mindestbeträge berechnet“. Comma 1: "Al comma 3 del nuovo articolo 7-quinquies della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, il periodo “l’indennità di cui al comma 1 è ridotta del - 73 - 50% in ragione del plusvalore delle aree destinate all’edilizia privata” è sostituita con la seguente: “l’indennità va calcolata entro i valori minimi e massimi stabiliti dalla commissione di cui all’articolo 11.” Abänderungsantrag Nr. 5, eingebracht von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss: Absatz 1 Dem Absatz 4 des neuen Artikels 7-quinquies des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird folgender Satz hinzugefügt: „Insbesondere bestehen zwecks Festlegung der Enteignungsentschädigung keine gesetzlichen Baumöglichkeiten, wenn sich auf der Fläche keine Kubatur befindet bzw. wenn sie aufgrund der Bestimmungen des Staates, der Region oder des Landes mit einem absoluten Bauverbot belegt ist oder wenn für diese Fläche die Ausstellung von wie auch immer benannten Urkunden, die zur Realisierung von privaten Gebäuden oder Anlagen berechtigen, auf jeden Fall ausgeschlossen war und ist.“ Comma 1: "Al comma 4 del nuovo articolo 7-quinquies, della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, dopo le parole “terreni circostanti” è aggiunto il seguente periodo: “In particolare, sempre ai fini della determinazione dell’indennità di esproprio, non sussistono le possibilità legali di edificazione quando l’area è priva di cubatura ovvero sottoposta ad un vincolo di inedificabilità assoluta in base alla normativa statale, regionale o provinciale o quando per tale area era ed è comunque precluso il rilascio di atti comunque denominati abilitativi della realizzazione di edifici o manufatti di natura privata”. Abgeordnete Dello Sbarba hat das Wort zur Erläuterung. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Il secondo emendamento alternativo contrassegnato con il n. 4 è ritirato. L'articolo 4 è molto importante perché stabilisce le indennità, in questo caso, per le aree edificabili. Noi abbiamo presentato una serie di emendamenti per reintrodurre in varie forme il concetto generale e anche il concetto più specifico applicato alle aree di espansione, il concetto di possibilità di effettiva edificazione, per avvicinare il prezzo dell'indennità di esproprio al valore reale del bene e non solo al valore formale. Sono tutte norme che erano già presenti nella legislazione, con cui la Provincia ha lavorato per tanto tempo e che non hanno creato nessun problema, che sono state cambiate facendo un fortissimo favore ai proprietari dei terreni, che non è detto sempre che siano la stessa cosa di contadini e agricoltori. Spesso i proprietari dei terreni, soprattutto nelle zone dove si prevedono aree di espansione, vengono acquistate da grosse imprese immobiliari. Qui il problema non è penalizzare o meno l'agricoltura, premiare o meno l'agricoltura, qui è penalizzare o meno le imprese di costruzioni, le imprese immobiliari che rispondono a pochi nomi che tutti conosciamo. Nel primo emendamento, quando si dice "valore venale" si specifica: "tenuto conto anche delle possibilità di effettiva edificazione", cioè è esattamente l'introdu- - 74 - zione in legge, colleghi Pichler Rolle e Tommasini, di quello che voi avete genericamente affermato con il vostro ordine del giorno che, ripeto, se resta un ordine del giorno generico non può avere gli effetti che invece avrebbe l'ancoraggio della norma nella legge. Questo concetto di "possibilità effettiva di edificazione" era contenuto nella legge fino al gennaio 2009. Questa è l'ultima occasione che abbiamo per reintrodurre quel principio, con grande felicità di alcuni avvocati che difendono alcuni proprietari privati in causa con alcuni comuni, in particolare con il comune di Bolzano. Loro sono stati contenti, quando la maggioranza di questo Consiglio ha fatto questo favore a questi avvocati e a questi costruttori, penalizzando gli interessi e la posizione dei comuni. Io spero che venga accolto questo ultimo appello per ripristinare la situazione precedente, quindi dare ai comuni uno strumento in più per far valere l'interesse pubblico in un rapporto equilibrato con l'interesse privato. L'emendamento n. 2 è significativo, perché anche qui c'è un piccolo regalo ai proprietari terrieri, anche di cattivo gusto, perché il comma che io propongo di modificare riguarda i casi in cui l'esproprio è fatto per realizzare opere di pubblico interesse. In questi casi la legge prevede che il prezzo pagato al proprietario per l'esproprio sia ridotto del 25% del valore venale dell'area edificabile. Fino adesso il criterio era unico, cioè in tutti i casi in cui l'esproprio è fatto per realizzare opere di pubblico interesse, il prezzo dell'esproprio è ridotto del 25%. Adesso si introduce un comma in cui si differenziano i casi che riguardano gli insediamenti produttivi su iniziativa pubblica dai casi in cui l'esproprio è finalizzato ad interventi di riforme economico-sociali. Sono sempre espropri per iniziative pubbliche, però fino adesso l'esproprio veniva pagato a prezzo venale ridotto del 25% per tutti gli interventi. Adesso con questo comma si introduce che per gli interventi di riforme economichesociali la riduzione è solo del 10%. Quindi se si deve fare una zona produttiva la riduzione è del 25%, se si devono fare altri interventi pubblici si paga di più al proprietario del terreno. Fino adesso il criterio era unico, a tutti un certo prezzo, ridotto del 25%, adesso si differenzia e non si capisce perché. È sempre un intervento per opere di interesse pubblico, ma per insediamenti produttivi resta un ribasso del prezzo del 25%, per interventi di riforma economico sociale il ribasso è del 10%. Questa differenziazione non è comprensibile, perché in entrambi i casi l'esproprio è finalizzato ad interventi di interesse pubblico, quindi il criterio deve essere omogeneo. Non sto dicendo niente di strano, è quanto era previsto già nella legge in vigore fino al 2008, e poi anche questa norma fu eliminata con la legge n. 1/2009. Tra l'altro anche questa previsione di un abbattimento omogeneo di non differenziazione tra gli espropri fatti per opere di interesse pubblico sta anche nella legge nazionale. Con questa riformulazione noi riproponiamo di eliminare questa previsione del 10%, cioè che qualsiasi iniziativa pubblica, sia di insediamenti di carattere di insediamenti produttivi, sia di altri interventi di riforma economico-sociale sia sottoposti alla stessa normativa, quindi alla stessa valutazione, con lo stesso abbattimento maggiore del 25%. - 75 - Il prossimo emendamento sopprime la parte che prevede sulle zone di espansione, il comma 3 del nuovo articolo 7-quinquies, e qui gli effetti sono quelli, brevemente, poi nella relazione accompagnatoria siamo stati più dettagliati, si cerca di non pagare un incongruo prezzo nei casi delle zone di espansione, di non consentire un incongruo guadagno ai proprietari dei terreni, perché le zone di espansione non sono cubatura che teoricamente sarebbe a disposizione del proprietario privato, la cubatura che fa il pubblico, il proprietario privato ha già avuto la sua cubatura nella parte privata da realizzare. Se la parte pubblica non realizzasse niente non ci sarebbe cubatura in più per il privato, quindi non vediamo perché indennizzarlo tenendo conto di una cubatura che non gli appartiene. L'ultimo emendamento ha un po' lo stesso senso, ma soprattutto riguarda le aree destinate a servizi e attrezzature di interesse pubblico. Qui probabilmente c'è qualcosa che ha a che vedere con l'area del quartiere Firmian, che è in discussione da tempo nei tribunali, e si prevede, al fine di determinare l'indennità di esproprio, quando sussistono o non sussistono possibilità di edificazione. Anche qui si ripristina in realtà una dizione che stava nella legge prima di pochi mesi fa e definiva esattamente quando in un terreno c'è da considerare che quel terreno è edificabile e quando invece non è edificabile dal punto di vista del proprietario privato, cioè quando sta nella posizione del proprietario privato la possibilità di edificare, e quindi questa possibilità gli va indennizzata, e quando invece il proprietario privato non potrebbe mai edificare su questo terreno, e quindi non gli va indennizzata questa possibilità, anche se altri, per esempio la mano pubblica, possono edificare. Quindi si stabilisce esattamente quando un'area non ha cubatura ai fini dell'indennizzo al privato, in base a dei vincoli o altre norme che non darebbero mai la possibilità di rilasciare atti abilitativi alla realizzazione di edifici o manufatti di natura privata. Mi sembra chiaro: io indennizzo il privato partendo dall'idea che sia area edificabile solo se questa edificabilità è effettivamente nelle disposizioni del privato. Se non può essere rilasciata autorizzazione al privato ad edificare, è assurdo considerare di indennizzare quest'area come se fosse area produttiva. In sostanza con questi emendamenti si introduce una differenziazione nella casistica e dunque anche nella valutazione. Chi ha votato l'ordine del giorno di prima dovrebbe accogliere questi emendamenti, perché è esattamente la realizzazione di un principio che genericamente era adombrato nell'ordine del giorno presentato dai colleghi Tommasini e Pichler Rolle e che ho votato, e guardate che la possibilità di differenziare sta anche nella nostra legge urbanistica provinciale agli articoli 37, 40, 66 della legge provinciale n. 13/97: reintrodurre il concetto di edificabilità reale e non solo legale, ripristinare una percentuale omogenea in tutti i casi in cui l'esproprio è fatto per realizzare opere di pubblico interesse, mentre la legge in questo momento differenzia fra un abbattimento del 25% e un abbattimento del 10% che non si capisce, andare alla valutazione dell'edificabilità reale nelle zone di espansione e dunque capire che cosa sta effettivamente, e questi sono gli ultimi due emendamenti di questo - 76 - articolo, indennizzare esattamente ciò che effettivamente sta nelle possibilità edificatorie del proprietario privato che gli verrebbero espropriate, e quindi è chiaro che lui merita per queste possibilità reali che gli stanno a disposizione un effettivo indennizzo, ma la sostanza è non indennizzare ciò che non è indennizzabile perché non è nella disponibilità del proprietario privato. Tutto per arrivare all'individuazione di un giusto prezzo di esproprio e per non consentire espropri d'oro ai proprietari dei terreni. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Was die Änderungsanträge anbelangt, möchte ich grundsätzlich noch einmal sagen, dass der Verkehrswert von 1 bis 1500 gehen kann. Es ist nicht automatisch, dass ein Verkehrswert dem maximalen Marktwert entspricht. Das müssen wir einfach berücksichtigen. Der Wert hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, z.B. die Lage, die Infrastrukturen, die Erreichbarkeit sowie die Geländegestaltung, usw. Auch die daneben liegenden Zonen beeinflussen den „valore venale“ bzw. den Verkehrswert, der berechnet wird. Bezüglich Änderungsantrag Nr. 2 möchte ich sagen, dass die Entschädigung auf Gewerbegebiet um 25 % vermindert wird und um 10 %, wenn es die öffentliche Hand ist. In diesem Zusammenhang möchte ich auch sagen, dass diesbezüglich der Fall Valbruna vorgesehen ist, wo man diese Reduzierung in die Wege leiten kann. Damals konnte man viel mehr Prozente errechnen, und es ist richtig, dass man in Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise diesbezüglich ein Entgegenkommen zeigt. Was den Änderungsantrag Nr. 3 anbelangt, ist zu sagen, dass die Flächen für Wohnbauzonen immer mit 50 % bewertet waren, und das wurde bestätigt, was die 55 % anbelangt, aber bei den restlichen 45 % ist es möglich, die 100 % zu erreichen. Der Änderungsantrag Nr. 4 ist zurückgezogen worden. Zum Änderungsantrag Nr. 5 muss ich sagen, dass dieser nicht anwendbar ist, aus Gründen, die ich bereits genannt habe. Die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheit lässt es nicht zu. Ich möchte ein Beispiel nennen, wo wir dies anwenden werden. In der Stadt, wo wir eine Schule bauen wollen, wo rundum alles Mögliche ist und es Grundstücke gibt, von denen man nicht weiß, welchen Wert sie haben, wird es durch diesen Artikel möglich sein, einen durchschnittlichen Wert, eine „media poderata“ wie man sagt, vom Baugrund, vom landwirtschaftlichen Grün, vom Wohnbau usw. zu errechnen. Deswegen ist es richtig, dass wir es so lassen, wie es im Gesetz vorgesehen ist, denn nur damit sind wir imstande, Klarheit zu schaffen. Deshalb bin ich der Meinung, dass man diese Änderungsanträge nicht annehmen soll. PICHLER ROLLE (SVP): Ich beantrage eine kurze Unterbrechung der Sitzung. PRÄSIDENT: Ich gebe dem Antrag statt und unterbreche kurz die Sitzung. - 77 - ORE 18.11 UHR ---------ORE 18.16 UHR PRÄSIDENT: Die Sitzung ist wieder aufgenommen. Wir kommen zur Abstimmung der Abänderungsanträge. Wir stimmen über den Abänderungsantrag Nr. 1 ab: mit 5 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen und 5 Stimmenthaltungen abgelehnt. Wir stimmen über den Abänderungsantrag Nr. 2 ab: mit 20 Ja-Stimmen und 7 Stimmenthaltungen genehmigt. Wir stimmen über den Abänderungsantrag Nr. 3 ab: mit 1 Ja-Stimme, 16 Nein-Stimmen und 9 Stimmenthaltungen abgelehnt. Wir stimmen über den Abänderungsantrag Nr. 5 ab: mit 3 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 6 Stimmenthaltungen abgelehnt. Wer wünscht das Wort zum Artikel 4? Frau Klotz, bitte. KLOTZ (SÜD-TIROLER FREIHEIT): Zu Absatz 6: Hier wird von Flächen gesprochen, die das Ziel haben, das Gleichgewicht und die Entwicklung in der Sozialwirtschaft und in der Produktion sowie die Erhaltung oder Verbesserung des Beschäftigungsgrades zu verwirklichen. Geht es hier konkret um Produktionsgenossenschaften oder um welche Fälle geht es hier ganz konkret? MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): In diesem spezifischen Fall geht es um die Valbruna in Bozen, die zwei Areale besetzt hat. Ein Areal möchte Valbruna jetzt aufgeben bzw. man möchte dem Betrieb entgegenkommen, indem man nicht mehr eine Rendite von ca. 4 % sondern von 2 % verlangt. Wir haben auch vereinbart, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben müssen. Wir hoffen, dass diese Vereinbarungen eingehalten werden. Wir sehen dies als eine Maßnahme im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise. Man muss sagen, dass eine Rendite von 4 %, wie es früher war, sehr hoch ist, und deswegen sind wir der Meinung, dass es richtig ist, diese jetzt auf 2 % zu reduzieren. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 4 ab: mit 17 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 9 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 5 1. Artikel 8 des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, in geltender Fassung, erhält folgende Fassung: „Art. 8 (Entschädigung für die Enteignung von verbauten Flächen) - 1. Die Entschädigung für die Enteignung von Flächen, auf denen sich Gebäude, Erschließungsanlagen oder Erschließungsbauten befinden, entspricht dem Verkehrswert zum Zeitpunkt des Erlasses des Dekrets laut Artikel 5. Wurde der Bau ohne Baubewilligung, in Widerspruch zu - 78 - einer solchen oder auf der Grundlage einer aufgehobenen Baubewilligung ausgeführt und wurde die im geltenden Landesraumordnungsoder im Landschaftsschutzgesetz vorgesehene Geldbuße noch nicht verhängt, steht die Entschädigung nur für die im Sinne von Artikel 7-quinquies bestimmte Fläche zu. Die Bestätigung darüber, dass allfällig bestehende Bauten ganz oder teilweise ordnungsgemäß ausgeführt wurden, muss von der Gemeinde ausgestellt werden, in deren Gebiet sich die Bauten befinden.“ ---------Art. 5 1. L’articolo 8 della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, e successive modifiche, è così sostituito: “Art. 8 (Indennità per le aree edificate) - 1. L’indennità di espropriazione per le aree su cui esistono edifici, impianti o opere di urbanizzazione consiste nel valore venale al momento dell'emissione del decreto di cui all'articolo 5. Se la costruzione è stata eseguita senza concessione edilizia, o in contrasto con essa, o in base ad una concessione edilizia annullata, e non è stata ancora applicata la sanzione pecuniaria prevista dal vigente ordinamento urbanistico provinciale o da quello di tutela del paesaggio, l’indennità spetta per la sola area determinata ai sensi dell’articolo 7-quinquies. La regolarità totale o parziale delle eventuali costruzioni esistenti è documentata dal comune nel cui territorio si trovano gli edifici.” Abgeordneter Dello Sbarba zieht den Abänderungsantrag zurück. Wer wünscht das Wort zum Artikel 5? Abgeordneter Pöder, bitte. PÖDER (UFS): Vielen Dank, Herr Präsident! Was passiert bei Übernahme solcher Flächen mit den widerrechtlich errichteten Bauten? Ist auch die Rede davon, wenn die Geldbuße für die entsprechende Feststellung des widerrechtlichen Baus nicht bezahlt worden ist? Bleibt die gesamte Belastung für den ursprünglichen Besitzer, der widerrechtlich gebaut hat, bestehen? Was passiert bei der Enteignung dieses Grundstückes mit den widerrechtlich errichteten Bauwerken? Wer trägt die Verantwortung? Was ist, wenn das noch nicht festgestellt wurde oder wenn der juridische Iter gegen den ursprünglichen Besitzer, der das widerrechtliche Bauwerk errichtet hat, noch nicht eingeleitet wurde? DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Innanzitutto per spiegare perché ho ritirato l'emendamento, dato che esso dipendeva dall'accoglimento di alcuni dei precedenti emendamenti. Non essendo stati accolti, anche questo non ha più ragione d'essere. Qui si tratta di esproprio di aree in cui sono state realizzate opere abusive, senza concessione edilizia o in contrasto con la concessione edilizia o in base ad una concessione edilizia annullata, e a patto che non sia stata ancora applicata la sanzione pecuniaria vigente dall'ordinamento urbanistico provinciale. Si tratta sempre di aree che vengono espropriate dove c'è un'opera abusiva. Se queste vengono espropriate, vengono indennizzate secondo l'articolo 7 quinquies, che - 79 - abbiamo appena votato. Non si differenzia quindi il rischio che vediamo in questo articolo è sostanzialmente un premio all'abusivismo. In sostanza c'è il rischio che il fatto di aver edificato abusivamente senza o contro la concessione edilizia sull'area che viene espropriata in realtà crei uno stato di fatto di edificabilità di questa area. Ascolterò le argomentazioni dell'assessore, spero di essermi sbagliato ma il dubbio resta. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Dieser Artikel enthält die Kriterien für die Festsetzung der Entschädigung für die Enteignung von Flächen, auf denen Gebäude errichtet wurden. Wenn festgestellt wird, dass widerrechtlich gebaut worden ist, dann kann man entweder bezahlen oder den Bau abreißen. Wenn die widerrechtliche Errichtung im landwirtschaftlichen Grün festgestellt wird, dann wird die Fläche als solche bewertet. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 5 ab: mit 17 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 10 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 6 1. Nach Artikel 8 des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, in geltender Fassung, wird folgender Artikel eingefügt: „Art. 8-bis (Vergütungen) - 1. Den Enteigneten steht außer der Enteignungsentschädigung ein Betrag zu, der jenem entspricht, den sie für jegliche Steuer in Zusammenhang mit der letzten Übertragung der Liegenschaft vor der Enteignung und als Steuer auf den Wertzuwachs der Baugründe gezahlt haben; die Vergütung wird auf der Grundlage entsprechender Unterlagen ausgezahlt, die innerhalb der Frist laut Artikel 6 Absatz 1 einzureichen sind.” ---------Art. 6 1. Dopo l’articolo 8 della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, e successive modifiche, è inserito il seguente articolo: “Art. 8-bis (Rimborsi) - 1. Ai soggetti espropriati spetta, oltre all’indennità di espropriazione, una somma pari a quella pagata dagli stessi per qualsiasi imposta relativa all’ultimo trasferimento dell’immobile, precedente all’espropriazione, nonché a titolo di imposta sugli incrementi di valore delle aree fabbricabili; il rimborso è effettuato dietro presentazione di idonea documentazione da produrre entro il termine di cui all’articolo 6, comma 1.” Ich verlese den Abänderungsantrag, eingebracht von den Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss, der wie folgt lautet: "Der Artikel wird gestrichen". "L'articolo è soppresso". Das Wort hat Abgeordneter Dello Sbarba, bitte. - 80 - DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Con l'articolo 4 abbiamo definito una serie di norme per la fissazione dei valori di esproprio, che a nostro parere sono una valutazione eccessiva dei valori dei terreni, troppo generale, che non tiene conto della concreta edificabilità e costituisce dunque una continuazione di una tendenza che è presente nella nostra provincia da anni, cioè di concedere prezzi alti di espropriazione ai proprietari dei terreni. Tra l'altro chi in questa provincia parla di fare della provincia di Bolzano un territorio dove si insediano attività produttive ecc. dovrebbe tener conto che uno dei motivi per cui non viene considerato un luogo favorevole per insediarsi è anche l'alto costo delle aree. Fino a qui abbiamo concesso espropriazioni d'oro ai proprietari terrieri. Qui cominciano una serie di zuccherini ulteriori, perché in questo articolo si prevede che a chi viene espropriato viene pagata questa generosa indennità di espropriazione, ma poi allo stesso viene anche rimborsato, non si capisce come mai, una somma che è pari a qualsiasi imposta relativa all'ultimo trasferimento dell'immobile, non solo, ma anche le imposte sugli incrementi di valore delle aree. Non capisco perché si debbano prevedere questi ulteriori rimborsi. Non mi risulta che ci siano giustificazioni giuridiche a questo tipo di norma, forse ci sono io non sono riuscito a trovarle, e a me pare una ulteriore e superflua concessione al proprietario delle aree, che sottrae ulteriori risorse all'ente pubblico. La Provincia ha facilità ad approvare certe norme, tanto poi il conto arriva ai comuni, quindi si sottraggono risorse all'ente pubblico, si sopravvaluta il prezzo di espropriazione che, come sono stati fissati dagli articoli precedenti sono già abbastanza remunerativi, e quindi non trovo il motivo per aggiungere ulteriori zuccherini a questa torta già succulenta per i proprietari dei terreni. EGGER (Die Freiheitlichen): Auch ich habe Fragen, wie sie schon Kollege Dello Sbarba gestellt hat. Die Enteignungsentschädigung steht dem Enteigneten zu, o.k. Aber wenn wir hier lesen „jegliche Steuer in Zusammenhang mit der letzten Übertragung der Liegenschaft“, würde das für mich heißen: die Steuern, die ich beim Kaufvertrag gezahlt habe, oder, sollte ich die Liegenschaft geerbt haben, als Erbschaftssteuer bezahlt habe, weil der Wert eine gewisse Summe überschritten hat, dann wird mir die Erbschaftssteuer rückvergütet, der Wertzuwachs wird auch vergütet, usw. Das erscheint mit doch sehr übertrieben. Das ist keine Enteignung mehr, das ist eine Enteignung plus die Bezahlung aller bisher in diesem Zusammenhang bezahlten Steuern. Dies scheint mir übertrieben! PÖDER (UFS): Man könnte auch noch hineinschreiben, dass eine goldene Uhr dazugeschenkt wird. Also, ich denke das ist wirklich ein gerechtfertigter Grund, um die Streichung des Artikels zu verlangen. Ich verstehe nicht ganz, warum man nicht nur Zuckerlen, sondern ganze Bonbondosen zusätzlich geben will. Man hat bereits bei der Festsetzung der Enteignungssummen recht beachtliche Kriterien - 81 - festgelegt, die einen weiten Spielraum lassen. Ich denke, dass hier unter diesem Aspekt der Artikel 6 einfach keinerlei Berechtigung in diesem Gesetz hat. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Was die Preise anbelangt, die in Südtirol bezahlt werden, stimmt es nicht, dass diese zu hoch wären, denn ansonsten hätten wir nicht so viele Rekurse. Das bedeutet, dass die Eigentümer sich diesbezüglich nicht angemessen vergütet fühlen. Was Artikel 6 anbelangt, geht es um ganz etwas besonderes, und zwar hatten wir Fälle, wo Familien die eigene Wohnung verlassen mussten. Diese Personen suchen sich eine neue Wohnung und wir helfen ihnen dabei, sie in der gleichen Gemeinde unterzubringen, aber wer bezahlt die Kosten? Ich bin schon der Meinung, dass der neue Besitzer nicht alles bezahlen muss, denn das können erhebliche Kosten sein. Es geht nicht um goldene Uhren oder um Zuckerlen, wie es hier gesagt wurde, sondern es geht um Familien, die die Wohnung wechseln müssen. Und da ist es richtig, dass wir nicht zu viel von diesen Menschen verlangen, denn sie müssen ja gehen und wir als öffentliche Hand bauen für die Allgemeinheit. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Streichungsantrag ab: mit 11 JaStimmen, 13 Nein-Stimmen und 3 Stimmenthaltungen abgelehnt. Wer wünscht das Wort zum Artikel 6? Abgeordneter Dello Sbarba, bitte. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): L'assessore Mussner ha parlato di abitazione, ma questa è solo una parte della cosa, perché poi ci sono anche gli incrementi di valore sulle aree fabbricabili. Se si parla di aree, si parla di proprietari di aree. In questa Provincia Lei dice che ci sono tanti ricorsi, quindi evidentemente tanto soddisfatti gli espropriati non lo sono. Io la vedo anche da un altro punto di vista, caro assessore Mussner. Come si suol dire, la fame vien mangiando, c'è anche la fame dei grassi, non solo quella dei magri. A quelli abituati ad avere tutto, abituati agli zuccherini, ad un certo punto viene la bulimia, cioè questo mangiare senza limite. Fuori di metafora voglio dire che noi stiamo abituando i soggetti, soprattutto i soggetti grossi del settore immobiliare ad avere grosse soddisfazioni. Naturalmente se si vede che non c'è limite, che ci si può spostare sempre più avanti, allora si può provare ad avere di più, a mostrarsi non soddisfatti, e visto che le normative lasciano aperte le porte a certe iniziative, si può anche fare ricorso contro i comuni, cercando di strappare prezzi di esproprio sempre più alti e sempre maggiori. Vedrà, assessore, che l'approvazione di queste norme che stiamo discutendo oggi, porteranno all'apertura di nuovi ricorsi, perché noi stiamo cambiando delle regole in corsa, stiamo cambiando delle regole che daranno certamente ai proprietari terrieri possibilità e margini per aprire nuove vertenze con i comuni. Ci possiamo scommettere quello che vogliamo, e Lei non potrà venire qui, quando ci saranno queste nuove vertenze, quando si saranno - 82 - moltiplicati i ricorsi, i tentativi di strappare più soldi ai comuni, di "spennare", come dice il sindaco di Bolzano Spagnolli, le casse del comune, a dire che questa è la dimostrazione che i proprietari terrieri non sono soddisfatti, perché in realtà sarà la dimostrazione del fatto che la Provincia, cambiando le regole e facendole più favorevoli ai proprietari terrieri, ha provocato la reazione dei proprietari nel tentativo di avere sempre di più. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 6 ab: mit 15 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 7 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 7 1. Artikel 10 des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, erhält folgende Fassung: „Art. 10 (Entschädigung für die Begründung einer Dienstbarkeit) - 1. Dem Eigentümer bzw. dem Berechtigten steht für den dauerhaften Schaden, der ihm aus der zwangsweisen Begründung oder dem Erlöschen einer Dienstbarkeit erwächst, eine Entschädigung im Verhältnis zur Ertragsminderung beziehungsweise zur Minderung des Wertes des zu belastenden oder belasteten Grundstückes zu, der im Sinne der Artikel 7-quater, 7-quinquies, 8, 9, 13 und 14 bewertet wird. 2. Für den Schaden durch die Auferlegung der Dienstbarkeit für Stromleitungen steht, was die von den Leitungen betroffene und als Bannzone ausgewiesene Fläche betrifft, ein Drittel der Enteignungsentschädigung jenes Teils zu, der unbedingt für die Durchfahrt zur Wartung der Leitungen erforderlich ist; was die von den Fundamenten der Strommasten, von den Kabinen oder von beliebigen Bauten besetzten Flächen samt der allfällig erforderlichen Bannzone betrifft, steht die gesamte Enteignungsentschädigung zu. 3. Keine Entschädigung steht für Dienstbarkeiten zu, die ohne Schaden oder ohne große Unannehmlichkeit für das herrschende oder das dienende Grundstück erhalten oder verlegt werden können. In diesem Falle werden die Kosten, die für die Ausführung der zur Erhaltung oder Verlegung der Dienstbarkeiten notwendigen Arbeiten erforderlich sind, vergütet, vorbehaltlich der Befugnis für denjenigen, der das Verfahren veranlasst, selbst die Arbeiten durchführen zu lassen. Die besagten Arbeiten und Kosten müssen im Gutachten angegeben werden. 4. Wird das belastete Grundstück vom Eigentümer selbst bewirtschaftet oder gehört es zu einem vom Eigentümer geführten landwirtschaftlichen Betrieb, wird außer der in Absatz 1 vorgesehenen Entschädigung eine Entschädigung für allfällige Schäden durch Ertragsausfall, das Entfernen und Wiedereinpflanzen von Pflanzen sowie die zeitweilige Ertragsminderung des Grundstückes gezahlt. 5. Wird das Grundstück von einem Pächter oder Konzessionär eines Gemeinnutzungsgutes bewirtschaftet, so wird die Entschädigung laut Absatz 4 diesem direkt gezahlt. 6. Bei der zwangsweisen Begründung einer Dienstbarkeit für Skipisten und Aufstiegsanlagen müssen dem Eigentümer bzw. den in Absatz 5 genannten Personengruppen zusätzlich zu der Entschädigung laut - 83 - Absatz 1 jährlich durch eine eigene Entschädigung die durch die Nutzung der Flächen und die Pistenpräparierung entstandenen Schäden ersetzt werden.“ ---------Art. 7 1. L’articolo 10 della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è così sostituito: “Art. 10 (Indennità per le servitù) - 1. Per il danno permanente derivante dalla costituzione o estinzione coattiva di una servitù, al proprietario o all’avente diritto spetta un’indennità in proporzione alla diminuzione rispettivamente della redditività e del valore dell’immobile da asservire o asservito, valutato ai sensi degli articoli 7-quater, 7quinquies, 8, 9, 13 e 14. 2. Per il danno derivante dall’imposizione della servitù di elettrodotto è corrisposto, per l’area su cui si proiettano i conduttori e insiste la relativa fascia di rispetto, un terzo dell’indennità di espropriazione della parte strettamente necessaria al transito per il servizio delle condutture; per le aree occupate dai basamenti dei sostegni delle condutture o da cabine o costruzioni di qualsiasi genere, aumentate, ove occorra, da un’adeguata zona di rispetto, è corrisposta l’intera indennità di espropriazione. 3. Non è dovuta alcuna indennità per le servitù che possono essere conservate o trasferite senza danno o senza grave incomodo del fondo dominante o servente. In questo caso sono rimborsate le spese necessarie per l’esecuzione delle opere occorrenti per la conservazione o per la traslazione della servitù, salva, a chi promuove la procedura, la facoltà di farle eseguire egli stesso. Le suddette opere e spese sono indicate nella perizia. 4. Se il terreno asservito è coltivato direttamente dal proprietario o appartiene ad un’azienda agricola condotta dal proprietario, oltre all’indennità di cui al comma 1 è corrisposto un indennizzo per l’eventuale danno connesso alla perdita di frutti, al taglio di piante e loro reimpianto, ed alla minor redditività temporanea del fondo. 5. Se il terreno è coltivato da un affittuario o concessionario di bene di uso civico, l’indennizzo di cui al comma 4 è corrisposto direttamente a costui. 6. Per la costituzione coattiva della servitù di pista da sci e per impianti di risalita, in aggiunta all’indennità di cui al comma 1, sono risarciti annualmente, mediante apposita indennità, rispettivamente al proprietario e alle categorie di persone indicate al comma 5, i danni derivanti dall’utilizzo delle aree nonché quelli prodotti durante l’apprestamento della pista.” Wer wünscht das Wort? Abgeordneter Dello Sbarba, bitte. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Vorrei dei chiarimenti. Evidentemente ci sono degli aggiustamenti tecnici rispetto alle edizioni precedenti. Vorrei sapere cosa motiva queste modifiche che voi avete apportato con il nuovo articolo 10, cioè se ci sono motivazioni giuridiche, normative - 84 - oppure delle motivazioni che corrispondono a situazioni di fatto a cui si è dovuto rispondere. EGGER (Die Freiheitlichen): Ich beziehe mich auf den 3. und 5. Absatz dieses Artikels. Mich verwundert es ein wenig, dass es überhaupt keine Entschädigung gibt, sollte die Dienstbarkeit keinen Schaden anrichten oder ohne große Unannehmlichkeiten verlegt werden. Immerhin wird das Eigentum beschnitten und überhaut keine Entschädigung in diesen Fällen auszubezahlen, ist für mich sehr verwunderlich. Wer legt dann fest, was „keine große Unannehmlichkeit“ ist? Für mich ist in diesem Fall das Eigentumsrecht überhaupt nicht geschützt. Auch beim Absatz 5 ist es so, dass, wenn ein Pächter vorhanden sein sollte, offensichtlich die Entschädigung diesem direkt ausbezahlt wird. Auch in diesem Fall kassiert also der Pächter und der Eigentümer geht leer aus. Ich ersuche um eine entsprechende Erläuterung. MUSSNER (Landesrat für ladinische Kultur und ladinische Schule sowie Bauten – SVP): Per quanto riguarda la domanda del collega Dello Sbarba, posso dire che l'articolo è stato proprio pensato per i proprietari, nel senso di una maggiore chiarezza e remunerazione per gli interessati che sono i titolari dei terreni. Abbiamo parecchi casi, quindi con questo articolo abbiamo cercato di arrivare al raggiungimento di un accordo. Nel caso della posa di una canalizzazione di cui parlava il collega Egger, il danno può essere solo temporaneo, pertanto anche l'indennizzo va considerato come tale. Wenn es darum geht, etwas Definitives zu enteignen, wie z. B. eine Obstanlage, dann können nicht noch weitere Zahlungen gemacht werden. Ich bin der Meinung, dass es uns mit diesem Artikel gelungen ist, damit viele Fälle zu regeln, damit sich solche in Zukunft nicht wiederholen. - (wird unterbrochen) - Wenn wir eine Wertverminderung auf dem Gut haben, dann wird diese vom Pächter entschädigt. PRÄSIDENT: Wir stimmen über den Artikel 7 ab: mit 16 Ja-Stimmen und 9 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 8 1. Artikel 13 Absatz 1 des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, in geltender Fassung, erhält folgende Fassung: „1. Wird das zu enteignende Grundstück vom Eigentümer selbst bearbeitet oder gehört es zu einem vom Eigentümer geführten landwirtschaftlichen Betrieb, wird die Entschädigung laut Artikel 7quater Absätze 1 und 2 mit dem Koeffizienten 3 multipliziert.“ ---------Art. 8 1. Il comma 1 dell’articolo 13 della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, e successive modifiche, è così sostituito: “1. Se l’area da espropriare è coltivata direttamente dal proprietario o appartiene ad una azienda agricola condotta dal proprietario, - 85 - l’indennità di cui all’articolo 7-quater, commi 1 e 2, è moltiplicata per il coefficiente 3.” Wer wünscht das Wort? Niemand. Dann stimmen wir darüber ab: mit 16 JaStimmen und 9 Stimmenthaltungen genehmigt. Art. 9 1. Nach Artikel 14 des Landesgesetzes vom 15. April 1991, Nr. 10, wird folgender Artikel eingefügt: „Art. 14-bis (Entschädigung für die Freigabe der Liegenschaft) - 1. Bedingt die Enteignung die Freigabe der Liegenschaft, zahlt die enteignende Körperschaft auf Antrag der Person, die die Liegenschaft auf der Grundlage eines geeigneten Rechtstitels nutzt, eine Entschädigung zur Deckung der Übersiedlungskosten bis zu einem Höchstbetrag, der nach den von der Landesregierung mit Beschluss festgelegten Kriterien berechnet wird. Im selben Beschluss wird auch festgelegt, welche Unterlagen zum Nachweis der Ausgaben vorgelegt und welche Fristen für die Vorlage der Unterlagen eingehalten werden müssen; der Fristablauf muss auf jeden Fall auf vor dem Termin für den Abschluss der Arbeiten festgesetzt werden.“ ---------Art. 9 1. Dopo l’articolo 14 della legge provinciale 15 aprile 1991, n. 10, è inserito il seguente articolo: “Art. 14-bis (Indennizzo per il rilascio dell’immobile) - 1. Se l’espropriazione richiede il rilascio dell’immobile, l’ente promotore dell’espropriazione provvede, su richiesta di chi utilizza l’immobile in base a titolo idoneo, a corrispondere ad esso un indennizzo a copertura delle spese sostenute per il trasferimento, nella misura massima calcolata secondo criteri determinati dalla Giunta provinciale; con la medesima deliberazione è definita la documentazione utile a comprovare le spese sostenute e sono stabiliti i termini per la presentazione della documentazione, comunque anteriori a quello di fine lavori.” Die Abgeordneten Dello Sbarba und Heiss haben einen Abänderungsantrag eingebracht, der wie folgt lautet: "Der Artikel wird gestrichen". "L'articolo è sopresso". Der Abgeordnete Dello Sbarba hat das Wort zur Erläuterung. DELLO SBARBA (Grüne Fraktion – Gruppo Verde – Grupa Vërda): Si introduce un nuovo articolo e si prevede un ulteriore indennizzo, cioè l'indennizzo base che è quello per l'esproprio, poi c'è l'indennizzo per eventuali trasferimenti di proprietà o per eventuali tasse pagate per progressione di valore dell'area, e qui addirittura si prevede che se l'esproprio richiede che l'immobile sia liberato, all'ente che espropria, quindi al Comune, possa essere richiesto dal soggetto espropriato di essere indennizzato per, in sostanza, le spese di trasloco. Si dà naturalmente alla Giunta provinciale l'incarico di stabilire i criteri di queste spese di trasloco, e poi si indica la - 86 - documentazione ecc. Mi chiedo una cosa: quando viene espropriato un immobile, nel prezzo dell'esproprio è ovviamente calcolato tutto quello che comporta l'esproprio. Credo che il legislatore, sia noi che a livello nazionale, quando decide che bisogna espropriare un immobile, tenga conto di una serie di criteri per fissare il prezzo dell'esproprio. Fra questi criteri si terrà conto del fatto che in questo immobile qualcuno vive, qualcuno ha i mobili da portare via. Quindi si tiene conto nello stabilire l'indennizzo dell'esproprio, che questo è un immobile con tutti gli elementi a contorno. Anche questa questione del fatto che se uno viene espropriato nell'immobile, ci può essere la possibilità che questa persona debba pagarsi un trasloco, credo sia computata nel prezzo di esproprio. A me non pare corretto che noi aggiungiamo al prezzo di esproprio nuove voci, perché se si comincia così non si finisce più. La fame vien mangiando, e verrà sicuramente! Io la vedo come una sorta di esternalizzazione di un elemento che era già contenuto nella valutazione del prezzo di esproprio di immobile. Questa valutazione è già stata fatta dal legislatore quando ha fissato i criteri per l'espropriazione. Ora alcuni di questi criteri vengono portati fuori e in coda all'esproprio come ulteriore indennizzo. A me pare che sia un premio eccessivo, che tra l'altro crea confusione nella legge. Quando si definisce una cosa così delicata come il prezzo di esproprio occorrerebbe tenere compatti - nell'urbanistica c'è la dottrina del compattamento degli insiemi, dei centri abitati e delle strutture - i criteri di esproprio e quindi fissare il prezzo di esproprio con tutte le considerazioni che portano a fissarlo. Ritengo che sia pericolosissimo aggiungere in coda a questo prezzo ulteriori benefici, perché quando se ne aggiunge uno, non si finisce più di trovare altre possibilità di aggiunta. Per questo proponiamo di cancellare questo articolo. PRÄSIDENT: Ich sehe keine Wortmeldungen mehr, wir fahren also das nächstes Mal mit der Replik des Landesrates zum Änderungsantrag des Artikels 9 fort. Die Sitzung ist geschlossen. ORE 19.00 UHR SITZUNG 30. SEDUTA 9.10.2009 Es haben folgende Abgeordnete gesprochen: Sono intervenuti i seguenti consiglieri: ARTIOLI (13) DELLO SBARBA (5, 19, 35, 46, 57, 59, 61, 64, 73, 78, 80, 81, 83, 85) EGGER (7, 80, 84) HEISS (2, 23, 24, 29, 33) KLOTZ (2, 4, 31, 34, 56, 58, 63, 77) LAIMER (68) LAMPRECHT (51, 67) LEITNER (14, 23, 56, 59, 64, 67) MAIR (3) MUSSNER (14, 53, 59, 63, 65, 68, 69, 70, 76, 77, 79, 81, 84) PICHLER ROLLE (11, 23, 36, 54, 55, 58, 59, 76) PÖDER (63, 64, 66, 69, 70, 78, 80) REPETTO (26, 32) TINKHAUSER (11, 17, 22, 26, 34, 66) TOMMASINI (60) URZÌ (8, 35)