DER DOLOMITENFREUND MITTEILUNGEN für unsere MITGLIEDER und FREUNDE Folge II/2002 INHALTSVERZEICHNIS Seite Das 30. Aktionsjahr ........................................................................................................................ 2 Treffpunkt Friedenswege: Sternwanderung, Jubiläumsveranstaltung ............................................ 3 Aus dem Verein: Einladung zur Generalversammlung................................................................... 4 Spendeneingänge, Öffnungszeiten der ÖAV-Hütten ...................................................................... 5 Und wieder sprechen Steine............................................................................................................ 8 K.u.k. Alpinausrüstung aus Kalifornien........................................................................................ 11 Buchbesprechungen ...................................................................................................................... 12 Der frühere ö.u. und it. Soldatenfriedhof von Caoria ................................................................... 15 Veranstaltungen............................................................................................................................. 18 INDICE 2/2002 pagina Dall'Associazione: Invito all'Assemblea generale; iscrizioni di collaboratori................................ 6 Incontro sulle Vie della Pace, invito alla marcia internazionale convergente ................................ 7 La corrispondenza di Gottardo Artico (parte 7)............................................................................ 20 Manifestazioni presso il Cimitero Militare di Caoria ................................................................... 23 Öffnungszeiten unseres Museums Orario di apertura del nostro Museo vom 12. Mai bis 12. Oktober 2002: Montag bis Freitag 10 - 13 Uhr und 15 - 18 Uhr Samstag, Sonn- und Feiertag 14 - 18 Uhr dal 12 maggio al 12 ottobre 2002: Dal lunedì al venerdì dalle 10 alle 13 e dalle 15 alle 18 Sabato, domenica e giorni festivi dalle 14 alle 18 Tel. ++43/4715/8513-32 Tel. ++43/4715/8513-32 Fax -37 Fax -37 ================================================================================ http://www.dolomitenfreunde.at e-mail: [email protected] DF II/2002 -2- Das 30. Aktionsjahr Und wieder kommt ein Sommer Es kommt nicht nur ein neuer Sommer, sondern in diesem Aktionsjahr trafen schon so viele Anmeldungen zur Mitarbeit ein, dass schon Ende März drei Aktionswochen personell komplett voll besetzt waren und wir dann die noch zahlreich eintreffenden Bewerbungen leider ablehnen mussten. Nach einer langen Pause scheint unter den teilnehmenden Nationen wieder einmal Belgien auf und zum ersten Mal können wir heuer Schottland als Nr. 16 bei uns begrüßen. Die Sonderausstellung 2002 bedeutet eine besondere Herausforderung, bedingt durch den sehr umfangreichen Rückblick auf die 30 Jahre Friedenswege, wobei aktuelle Themen aus unseren jetzigen unmittelbaren Arbeitsgebieten ebenso Berücksichtigung finden mussten wie das Ungarische Heeresgeschichtliche Museum, das mit einer eigenen Sonderausstellung aus Budapest zu uns kommt. Angefangen von finanziellen Problemen bis zu Fragen der Raumplanung sowie der benötigten Vitrinen und Fotowände bereitete vor allem der Umstand viele Sorgen, dass für die Vorbereitungen nur ein ganz minimales Team zur Verfügung stand. Dass das zunächst unmöglich Erscheinende dann doch geschafft werden konnte, erforderte von allen Beteiligten einen fast völligen Verzicht auf freie Stunden und Wochenenden. Solche Leistungen können eigentlich nur dort erbracht werden, wo Freiwillige bereit sind, sich für eine Sache unter Verzicht auf viele gewohnte, selbstverständlich erscheinende Dinge voll einzusetzen. Es muss eben nicht immer ein von einer Erlebnisakademie vorgegebenes Event sein, wir bieten Ziele an, für die es sich lohnt sich persönlich einzusetzen. Und dass dies immer mehr gesucht wird, beweisen auch die vielen neuen Mitarbeiter. Das Rennen um das "Blaue Band" im Nationenwettbewerb unter unseren Helfern dürfte heuer wieder Ungarn gewinnen. Wir werden in der Folge III/2002 darüber berichten. In unserem Jubiläums-Abendprogramm am 20. Juli 2002 ist auch ein Internationales Festkonzert vorgesehen und dafür hat sich jetzt der berühmte Coro Cortina nicht nur bereit erklärt kostenlos für die Friedenswege aufzutreten - wie alle anderen Chöre auch -, sondern der Bürgermeister von Cortina d'Ampezzo übernimmt auch die gesamten Buskosten, als Dank für den langjährigen Einsatz der Dolomitenfreunde in den Dolomiten und die vorbildliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihren Bewohnern. Als Dank für unsere große "Kooperationsbereitschaft" bei den Dreharbeiten zum TV-Film "Die Karnischen Alpen - Einsame Berge zwischen Kärnten und Friaul", an dem auch die Dolomitenfreunde mitwirkten, zeigt das Bayerische Fernsehen diesen Film im Rahmen unseres Abendprogramms am 20.7.2002. Abschließend möchte ich alle unsere Freunde und Förderer herzlich zum Besuch unseres Jubiläums, des Museums, der Sonderausstellung, des Basislagers und der Höhenbaustellen einladen. Mit dem Wunsch für unbeschwerte Sommertage fern des Alltags und freundlichen Grüßen, Ihr W.Schaumann Die Erreichbarkeit der Bauleitung vom 8. Mai bis Ende Oktober 2002: DOLOMITENFREUNDE A-9640 KÖTSCHACH-MAUTHEN Museum Fax (Museum): Basislager E-mail: ++43/(0)4715/8513-32 ++43/(0)4715/8513-37 ++43/(0)4715/8737 nur vom 8. Juli bis 31. August [email protected] oder [email protected] -3- DF II/2002 "Treffpunkt Friedenswege" Wie bereits in der Folge I/2002 angekündigt, findet am Samstag, den 20. Juli 2002 in KötschachMauthen unsere Jubiläumsveranstaltung anlässlich 30 Jahre Friedenswege der Dolomitenfreunde 20 Jahre Freilichtmuseum 1915-1918 Plöcken 20 Jahre Friedenswege des Österr. Bundesheeres 10 Jahre Museum 1915-1918 Vom Ortler bis zur Adria statt. Das vorgesehene Festprogramm ist dieser Folge unserer Mitteilungen beigelegt, Details ersuchen wir diesem zu entnehmen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen ! Der Obmann der örtlichen ÖAV Sektion, Dir. Sepp Lederer, als Veranstalter der Sternwanderung würde sich auch über eine starke Beteiligung von Dolomitenfreunden freuen. Es ist eine gute Gelegenheit, im Kreise Gleichgesinnter wandernd die Berge und ihre Geschichte zu erleben. Samstag, den 20. Juli 2002 Internationale Sternwanderung der OeAV Sektion Obergailtal-Lesachtal „Über ehemalige österreichische und italienische Frontsteige zum Gipfel des Kleinen Pal, heute Herzstück des Freilichtmuseums 1915-1918“ Mehr Information unter: www.oeav.obergailtal.at 07.00 Uhr: Treffpunkt beim Rathaus Kötschach-Mauthen für Bustransfer nach Plöcken 07.30 Uhr: Abmarsch beim Plöckenhaus bzw. Plöckenpass zum Gipfel des Kleinen Pal über folgende Routen: a) Alpiniweg auf italienischer Seite (leicht) b) Normalweg über MG-Nase (mittel) c) Landsturmweg über Hausalm (leicht) d) „Oberst Gressel-Klettersteig“ (sehr schwierig) 10.00 Uhr: Zusammentreffen auf dem Gipfel, gemeinsamer Abstieg ins Angerbachtal 12.00 Uhr: Kleine Feier mit Verköstigung der Teilnehmer beim Plöckenhaus 15.00 Uhr: Teilnahme am Festprogramm der Dolomitenfreunde beim Rathaus in Kötschach-Mauthen ==================================================================== Wichtiger Hinweis betreff Quartierbestellungen: Nur eine frühzeitige Reservierung sichert eine Übernachtungsmöglichkeit: Tourismusbüro: A-9640 Kötschach-Mauthen, Rathaus; Tel. ++43 (0)4715 – 8516, Fax -31 email: [email protected] oder online unter www.koemau.at Keine Unterbringungsmöglichkeit im Basislager, nur für Aktionsmitarbeiter! === Wie uns die Pächterin vom Plöckenhaus, Frau Salcher mitteilte, ist das Haus ab Anfang Mai bis Ende September/Anfang Oktober wieder voll bewirtschaftet, es besteht aber keine Nächtigungsmöglichkeit. DF II/2002 -4- Aus dem Verein Wir laden hiermit satzungsgemäß zur ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG am Samstag, den 21. September 2002 um 17.00 Uhr im Rathaus von Kötschach-Mauthen, Sitzungssaal. Tagesordnung: - Begrüßung - Bericht über die abgelaufenen Vereinsjahre und über weitere Vorhaben - Kassen- und Rechnungsprüfungsberichte - Wahl des Vorstandes und der Rechnungsprüfer - Anträge und Sonstiges Wahlvorschlag für den Vorstand gemäß § 8 Abs. 2 der Statuten: Obmann: Prof. Walther Schaumann Vorstand: Bgdr Herbert Bauer, Kdt 6. JgBrig, Innsbruck Dr. Erik F. J. Eybl, Wien Boris Gasperlin, Ljubljana, Vertreter SLO Ing. Carl Gressel-Plöckner, Kötschach-Mauthen VzBgm Hubert Katschnig, Kötschach-Mauthen Dr. Klaus Knüsli, Davos, Vertreter CH Roberto Lenardon, Monfalcone, Vertreter I Karin Schmid, Kötschach-Mauthen Christian Tietze, Wien Mag. Wolfgang Tietze, Wien Klaus Wiedemann, Hochheim/Main, Vertreter D Vertreter des BMLV, dzt. vakant Vertreter des Militärkommandos Kärnten, dzt. vakant Rechnungsprüfer: Mag. Werner Grübl, EA-Generali Vers.AG, Wien Mag. Fritz Maiwald, UBS, Zürich Schriftliche Anträge zur Tagesordnung sind bis längstens 31.8.2002 an unsere Kanzlei zu richten. Es erfolgen keine persönlichen Einladungen. *** Herzliche Gratulationen gehen an: Tobias Schaumann, der sich mit seinen Eltern Ing. Jörg Schaumann und Frau Saskya, über die Geburt seiner Schwester Laura freut. Ein kräftiges Waidmannsheil an Ing. Carl Gressel-Plöckner anlässlich seiner Ernennung zum Bezirksjägermeister! Mitgliedsbeiträge: Wir ersuchen jene Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag für 2002 noch nicht eingezahlt haben, um baldige Überweisung. Ordentliches Mitglied € 20,-- Familienangehörige € 6,-- Förderer € 35,-- Unsere Bankverbindungen: Österreich: Kärntner Sparkasse, BLZ 20706, Konto 05300001137 "Dolomitenfreunde" Creditanstalt, BLZ 11000, Konto 00214552200 "Dolomitenfreunde" Raiffeisenbank Kötschach-M., BLZ 39364, Konto 406 "Dolomitenfreunde" Deutschland: Volksbank Regensburg, BLZ 750 900 00, Konto 36919 "Dolomitenfreunde Wien" Schweiz: UBS, 8021 Zürich, Clearing-Nr. 0230 Konto-Nr. 230.847.J3Q "Dolomitenfreunde" Italien: Cassa di Risparmio di Gorizia, Agenzia di Monfalcone Conto corr. n° 129191/1 int. "Roberto Lenardon - Amici delle Dolomiti" ABI 06180 CAB 64611 CIN N CONTO CORRENTE 01 16 12919 -5- DF II/2002 Spendeneingänge 1.1. - 31.3.2002 in €: Aichholzer G. ...............................................10,00 Ammann Josef..............................................30,00 Anderwald Peter ...........................................10,00 Arnold Otto ..................................................15,00 Baumgartner Lothar .......................................5,00 Bayr. Fernsehen Honorar ...........................250,00 Bernegger Wilhelm ......................................13,33 Blohm Detlev ...............................................15,00 Bolz Jürgen...................................................15,00 Bösch Fredy....................................................6,67 Brändle Rudolf .............................................20,00 Buchner Franz-Otto......................................10,00 Bühler Rudolf...............................................40,00 Daiser Rupert................................................50,00 Del Frari Alessandro ....................................10,00 Drumbl Hans ................................................16,40 Ehrhart Georg ...............................................16,34 Enöckl Heinrich u. Edeltraud .......................25,00 Fehl Theo......................................................31,13 Fischer Johannes. .........................................26,67 Fontana Americo ............................................5,82 Gehmacher Otto ...........................................80,00 Göpfert Reinhard..........................................15,00 Grendelmeier-Jehle Alois...............................4,67 Gressel-Plöckner Carl...................................16,34 Groll Peter ....................................................20,00 Guggenberger Otto .......................................30,00 Heilig Eduard .................................................5,00 Hentschel Gerd u. Karin...............................20,00 Herzog Erwin ...............................................30,00 Hofer Othmar .................................................5,00 Hürzeler Heinz ............................................19,01 Janda Elfriede .................................................4,00 Jöhrer Peter.....................................................5,00 Kalous Wolfgang u. Erich ............................10,00 Kalser Michael .............................................20,00 Kappenberg Joachim ....................................15,00 Knüsli Klaus...................................................7,33 Kolar Rainer .................................................15,00 Komposch Kurt ..............................................5,00 Konrad Kamillo............................................15,00 Koutny Peter ................................................15,00 Kozak Hans u. Ingrid .....................................7,00 Krug Hans ....................................................30,00 Kübler Pit .....................................................15,00 Küsgens Volker ............................................55,00 Langner Wolfgang..........................................5,00 Lauer Josef u. Christine................................54,00 Lingelbach Helga..........................................24,00 Mangold Maximilian ....................................10,00 Meier-Fust Robert ........................................44,67 Melchart Gerda...........................................145,00 Müller Manfred ............................................15,00 Murbach Werner...........................................46,67 Neubauer Franz ............................................20,00 Novacek Hans...............................................15,00 Oppitz Hans ................................................200,00 Ostadal Andreas............................................10,00 Pacher Prof. Franz ........................................60,00 Peter Karl-Heinz...........................................50,00 Pöll Ernst ......................................................10,00 Portolan Francesca........................................10,00 Pracht Werner...............................................35,00 Raiger Josef u. Bianca ..................................20,00 Rambausek Peter ..........................................15,00 Reinacher Hans.............................................13,33 Rodlauer Jochen ...........................................10,00 Roth Reinhard...............................................15,00 Sailler Franz ...................................................5,00 Schaumüller Hans u. Maria ..........................35,00 Schmid Karin................................................20,00 Schmid Klaus................................................30,00 Schmitt Gerda.................................................5,00 Schorr Joachim .............................................10,00 Schüller Herbert u. Brigitte ............................6,00 Seibt Margit..................................................15,00 Somasgutner Willibald ...................................5,00 Stammer Hans-Jürgen...................................30,00 Stinauer Rudolf.............................................70,00 Stölzner Alexander u. Ingeborg......................4,00 Strauß Andreas .............................................30,00 Streng Wolfgang...........................................20,00 Tietze Christian ............................................20,00 Tietze Wolfgang ...........................................20,00 Ullrich Max u. Andreas ................................60,00 Wein Udo .....................................................14,00 Wernitznig Fritz ...........................................10,00 Würzelberger Jörg ........................................16,00 Zeuner Jürgen ...............................................15,00 Subventionen Oesterr. Nationalbank...............................3600,00 Fachverband d. Banken u. Bankiers .........1090,00 Herzlichen Dank! *** Öffnungszeiten ÖAV Schutzhütten am Karnischen Kamm Sillianer-Hütte vom 15.6. - 6.10. Obstanzersee-Hütte vom 22.6. - 29.9. Porze-Hütte vom 15.6. - 29.9. Standschützen-Hütte auf Filmoor vom 9.6. - 6.10. Hochweißsteinhaus vom 15.6. - 29.9. E.Pichl-Hütte am Wolayersee vom 14.6. - 6.10. Dr.Steinwender-Hütte am Zollnersee vom 22.6. - 30.9. DF II/2002 -6- Dall'Associazione Conformemente a quanto previsto dallo statuto, invitiamo tutti i nostri soci ALL'ASSEMBLEA GENERALE ORDINARIA sabato 21 settembre 2002 alle ore 17.00 nel Municipio di Kötschach-Mauthen. Ordine del giorno: - Saluto ai partecipanti; - Relazione del Presidente responsabile sull'attività passata; - Relazione finanziaria e di cassa; - Elezione del Consiglio direttivo e dei Revisori dei conti; - Varie ed eventuali; - Relazione sull'attività in programma. Proposta di elezione per il Consiglio direttivo secondo il par. 8, comma 2 dello Statuto: Presidente (Obmann): Prof. Walther Schaumann, Wien Consiglio direttivo: Gen. Herbert Bauer, Innsbruck Dr. Erik F. J. Eybl, Wien Boris Gasperlin, Ljubljana Ing. Carl Gressel-Plöckner, Kötschach-Mauthen VzBgm Hubert Katschnig, Kötschach-Mauthen Dr. Klaus Knüsli, Davos Roberto Lenardon, Monfalcone Karin Schmid, Kötschach-Mauthen Christian Tietze, Wien Mag. Wolfgang Tietze, Wien Klaus Wiedemann, Hochheim/Main il rappresentante del Ministero Federale della Difesa, oggi mancante il rappresentante del comando militare della Carinzia, oggi mancante Revisori dei conti: Mag. Werner Grübl, EA-Generali Vers.AG, Wien Mag. Fritz Maiwald, UBS, Zürich Facciamo presente fin d'ora che interventi scritti per l'ordine del giorno dovranno pervenire al nostro ufficio al più tardi entro il 31.8.2002. Non avranno luogo inviti personali. *** Avviso per i soci italiani Iscrizioni di collaboratori: per i posti di lavoro in vetta al Pal Piccolo parecchi turni sono già prenotati, ci sono ancora pochi posti liberi nei turni dal 28 luglio al 3 agosto e dal 18 al 24 agosto, pertanto chiediamo urgentemente a chi volesse aggiungersi come collaboratore di inviarci al più presto le loro iscrizioni. Il nostro ufficio di Vienna non sarà più operativo a partire dal 7 maggio, poiché già da allora incominceranno a Kötschach-Mauthen i lavori di allestimento della mostra speciale. Indirizzo postale: Dolomitenfreunde, A-9640 Kötschach-Mauthen Tel Museo ++43/4715/8513-32 Fax Museo ++43/4715/8513-37 Tel Campo base (8 luglio - ca. 30 agosto): ++43/4715/8737 email: [email protected] Saremmo lieti se aveste intenzione di farci una visita quest’estate! Con l’augurio di buone vacanze, un amichevole saluto W. Schaumann -7- DF II/2002 „Incontro sulle Vie della Pace“ Come vi abbiamo già anticipato nel numero I/2002, sabato 20 luglio 2002 si terranno a Kötschach-Mauthen i festeggiamenti del nostro giubileo in occasione dei 30 anni delle “Vie della Pace” dei Dolomitenfreunde - Amici delle Dolomiti Il previsto programma dei festeggiamenti è allegato a questo numero della nostra rivista. Siamo lieti di invitarvi alla marcia internazionale convergente organizzata dall’ÖAV (Club Alpino Austriaco), gruppo Obergailtal-Lesachtal. www.oeav.obergailtal.at e-mail: [email protected] Lungo i sentieri del fronte italiani ed austriaci fino al “Museo all’Aperto 1915-1918” al Pal Piccolo. ore 07.30 Partenza dal Plöckenhaus ossia passo Monte Croce Carnico per la cima del Pal Piccolo percorrendo i seguenti tragitti: 1. Via degli Alpini sulla parte italiana (semplice) 2. Via normale tramite il MG-Nase (medio) 3. Sentiero della Landsturm tramite la Hausalm (semplice) 4. Ferrata “Colonnello Gressel” (molto difficile) ore 10.00 Incontro sulla cima e comune discesa nella Val Angerbach ore 12.00 Piccola festa con rinfresco per i partecipanti presso il Plöckenhaus. ore 15.00 inizio dei festeggiamenti dei „Dolomitenfreunde – Amici delle Dolomiti“ presso il Municipio di Kötschach-Mauthen Avviso importante riguardo le prenotazioni per l‘eventuale pernotto: Solo una prenotazione al piú presto possibile puó garantire una possibilitá di pernottamento. Pro loco: A-9640 Kötschach-Mauthen, Municipio: tel. ++43 (0)4715-8516, Fax-31 e-mail: [email protected] oppure online al sito www.koemau.at Non è possibile pernottare presso il Campo Base, i posti sono riservati ai collaboratori impegnati nei lavori! *** Il rifugio Plöckenhaus è aperto durante la stagione estiva dall'inizio maggio alla fine settembre/inizio ottobre 2002. Ristorante aperto giornalmente dalle ore 9 alle ore 19. Nessuna possibilitá di pernottamento! Tel. ++43/4715 381. Canone associativo Vi ricordiamo di versare il canone associativo per il 2002 utilizzando il conto corrente 129191/1 intestato a Roberto Lenardon - Amici delle Dolomiti, presso la CASSA DI RISPARMIO DI GORIZIA; AGENZIA DI MONFALCONE. (ABI 06180 CAB 64611 CIN N CONTO CORRENTE 01 16 12919) Le quote sono: Socio ordinario: € 20,-- Socio familiare: € 6,-- Socio sostenitore € 35,-- DF II/2002 -8- Und wieder sprechen Steine von W. Schaumann "Steine sprechen" war der Titel unserer Sonderausstellung 1996, in der Antonio und Furio Scrimali ihre treffliche Fotodokumentation über Inschriften von der Hochgebirgsfront zwischen den Karnischen Alpen und dem Monte Santo präsentierten. Damals dachte noch niemand von uns daran, dass wir den Titel dieser Ausstellung im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Themas "Ein Ungar als Wegbereiter des winterlichen Alpinismus" für die Sonderausstellung 2002 in der Praxis erleben würden. In der Folge I/2002, Seiten 14-20 unserer Mitteilungen berichteten wir über das alpine Wirken des k.u.k. Offiziers Hermann CZANT und die Probleme, die ihm unter anderem daraus erwuchsen: "Kurz danach wurde Czant wegen seines 'unbezähmbaren alpinen Tatendranges' von den Bergen Tirols und Salzburgs nach Ungarn in die Ebene versetzt". Zunächst lehnte ich mich nach Beendigung des diesbezüglichen Manuskripts erleichtert in meinem Bürosessel zurück, in der Annahme nun den Schlusspunkt unter dieses Thema gesetzt zu haben. Dann aber kam Gabi (meine Frau), die ein vergilbtes Kuvert in unserem Archiv gefunden hatte, in dem ein noch vergilbteres Foto von einem Soldatengrab lag. Auf der Rückseite stand: Kameraden von Hptm Emil Czant an seinem Grab in Tolmein, Weihnachten 1915 Beim Lesen dieses Textes erinnerte ich mich an mehrere Fotos, die bisher in einem Karton ein kaum beachtetes aber dafür ruhiges Archivdasein geführt hatten. Auf einem dieser Fotos stand lapidar nur ein Satz "Offiziersgrab bei der Kirche in Tolmein". Als ich dann mit einer Lupe die Inschriften auf dem Grab genauer betrachtete, konnte ich folgendes entziffern: FÜR KAISER UND VATERLAND gefallen am 28.7.1915 HPTM. EMIL CZANT INF. BAON. IV. 37 Damit tauchte wieder eine Episode aus dem Leben der beiden Brüder Hermann und Emil Czant auf, über die ich erst kurz vorher geschrieben hatte: "Er (Hermann) sollte nun wegen seiner 'militärwinterlichen Affären' über Betreiben seines Kommandos (nun in Ungarn) einem Psychiater vorgeführt werden. Nur die persönliche Intervention seines Bruders Emil beim Kriegsminister führte zur Rehabilitierung (Hermann) Czants und seiner Versetzung von Temeskubin nach Budapest". Damit war mein Interesse geweckt, Näheres über das Schicksal und Ende von Emil herauszufinden. Unser -9- DF II/2002 Mitarbeiter Roberto Lenardon aus Monfalcone fügte den nächsten Mosaikstein in den weiteren beruflichen Weg des Gesuchten und dessen Regiment: "Landsturm-Infanterieregiment (LIR) 37; Ergänzungsbezirk Nagy-Várad; die Nationalitäten des Regiments setzten sich zusammen aus 45% Rumänen, 55% Magyaren; die Dislozierung des Regiments war mit Regimentsstab in Wien, I., III., und IV. Bataillon Wien, das II. Bataillon in Nagy-Várad". Nun bot sich mir die Möglichkeit, die Einsatzorte dieses Regiments zum Zeitpunkt des Todes von Emil zu eruieren. Militärische Tagesmeldungen berichteten: Bald nach der Kriegserklärung des Königreichs Italiens an ÖsterreichUngarn im Mai 1915 verlegte sein (Emils) Regiment an die Südwestfront. Das IV.Bataillon des LIR 37 mit Hptm Czant als Kompaniekommandant kam in den Abschnitt des Tolmeiner Brückenkopfes. Es verteidigte dort den kleinen Weiler Dolje am linksseitigen Isonzo-Ufer oberhalb von Tolmein. Hier querte die italienische Hauptkampflinie den Fluss hinüber zum Woltschacher Feld/Volčansko polje. Kartenausschnitt Tolmein - Dolje und Umgebung Gegen Dolje, einen der Schlüsselpunkte der Tolmeiner Front, richteten sich wiederholte und besonders heftige italienische Angriffe, oft mehrmals an einem Tag. Und wieder ging ein email zu Roberto Lenardon mit der Frage: "Befinden sich noch Reste der ö.u. Stellungen bei Dolje?" Postwendend kam eingescannt ein Foto von einem Gedenkstein aus Dolje mit folgendem historisch interessanten und dazu noch ungewöhnlichen Text: Die stark beschädigte Gedenktafel gibt nicht nur das Bataillon von Hptm Emil Czant an, sondern zeigt auch zwei ö.u. Soldaten, die Gänse an der Leine führen. Unten ist zu lesen: "Sie zogen aus das Capitol zu retten". Trotz intensiver Nachforschungen gelang es mir nicht, den Grund ausfindig zu machen, warum ö.u. Soldaten - dazu noch mit ungarischer Muttersprache - die römischen Gänse des Kapitols mit Dolje in Verbindung brachten. Es wäre vorstellbar, dass dank der Aufmerksamkeit eines ö.u. Wachpostens ein italienischer Angriff, der gegen Dolje gerichtet war, abgewiesen wurde. Ein humanistisch gebildeter Angehöriger des k.u.k. IV. Bataillons könnte dann den Erfolg soldatischer Wachsamkeit auf der Betontafel der Nachwelt überliefert haben. DF II/2002 -10- Wenn ein Leser nun annimmt, dass die Fährtensuche nach Emil Czant zu Ende ist, rechnet er nicht mit der Ausdauer von Dolomitenfreunden bei historischen Recherchen. Denn es rückte nun wieder das Denkmal für Czant vor der Kirche in Tolmein in den Mittelpunkt unseres Interesses. Was wurde inzwischen aus diesem doch letzten Endes sehr aussagestarken Denkmal? Und wieder traf als Antwort ein eingescanntes Foto bei mir ein: Am Grab von Hptm. Emil Czant wurde der Figur des trauernden Soldaten der Kopf abgeschlagen Da ich mich mit diesen Ergebnissen noch nicht zufrieden geben wollte, ging wieder von Wien die Frage nach Monfalcone: "Was wurde dann aus dem Czant Denkmal?" Schließlich antwortete der Verein Soškafronta uns aus Nova Gorica: Das Denkmal in Tolmein ist unseres Wissens nach nicht mehr vorhanden, aber dafür kam der Hinweis auf die berühmte JugendstilSoldatenkirche Javorca: "In die aus Eichenholz gefertigten drehbaren Tafeln brannte man die Namen der 2.808 Soldaten ein, die auf den umliegenden Höhen gefallen waren. Die Einweihung der Kirche zum Hl.Geist erfolgte am 1. November 1916". *) Dann folgte als letzter Nachweis für die Richtigkeit der bisherigen Angaben wieder ein eingescanntes Foto, diesmal nun von einem Detail jener hölzernen Ehrentafeln in Javorca. Damit war es uns gelungen, das Schicksal von Hptm Emil Czant anhand von Inschriften zu rekonstruieren. Gleichzeitig wurde es zu einem zeitgeschichtlichen Spiegelbild von der Einstellung der Menschen zu Soldatengräbern und Denkmälern. No comment! *) Aus dem im Sommer erscheinenden Buch "Unterwegs zwischen Save und Soča. Auf den Spuren der Isonzofront 1915–1917", von Gabriele und Walther Schaumann, Verlag Hermagoras (siehe beiliegenden Prospekt) IMPRESSUM Medieninhaber und Hersteller: Dolomitenfreunde, 1030 Wien, Ungargasse 71/5/7; Telefon u. Telefax: 7124493; Erscheinungsort: Innsbruck DVR 0581747 Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Prof. W. Schaumann, 1030 Wien, Ungarg. 71/5/7 Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben ausschließlich die Meinung des Autors wieder. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausführlichem Quellennachweis. -11- DF II/2002 K.u.k. Alpinausrüstung per email aus Kalifornien von W.Schaumann Bildnachweis: Familienarchiv Huther-Deutschland, Kish-Kalifornien Per email flatterte eine Anfrage an die Dolomitenfreunde aus dem fernen Kalifornien in unser Büro. Eine Dame fand bei der Ahnenforschung Familienfotos mit Soldaten in ihr nicht bekannten Uniformen. Da die meisten Frauen bekanntlich einer Sache gerne auf den Grund gehen, begann besagte Dame im Internet zu surfen und stieß dank unseres tüchtigen Webmasters Wolfgang auf die Dolomitenfreunde. Das folgende war nur mehr eine Sache der Routine, bis die eingescannten ö.u. Kameraden auf meinem Bildschirm ihre Aufwartung machten. Die Fotos wiesen leider weder Stempel noch andere Hinweise auf, aus denen man Rückschlüsse auf Truppenteile, Garnison etc. ziehen hätte können. Auch die Uniformen der Soldaten können keinerlei Aufschluss über deren Truppenzugehörigkeit geben. Lediglich von dem Soldaten in der hinteren Reihe Mitte (*) ist der Name bekannt: Werner Franz. Sollte einer unserer Leser zur Aufklärung beitragen können, ersuchen wir um Mitteilung an die Redaktion. Das eine Foto zeigt vor der Soldatengruppe Alpinausrüstung so fotogen arrangiert, dass ich diese ganz seltene Präsentationsform unseren Lesern nicht vorenthalten wollte: Die Ausrüstung umfaßt neben den damals üblichen Skiern aus Eschenholz und Schneereifen auch ein Kletterseil. Der Soldat in der Bildmitte hält einen Eispickel in den Händen. Auffallend ist, dass auf jedem Paar Skier nur ein Bergstock aus Bambusholz festgeschnallt ist und Skistöcke DF II/2002 -12- samt Schneetellern gänzlich fehlen. Vielleicht handelt es sich auf dem Bild um Soldaten, die den Skilauf nach der Einstock-Technik von Mathias Zdarsky erlernt hatten. Bei den Skibindungen ist es nicht möglich eindeutig festzustellen, ob es sich um die damals üblichen älteren Bindungsarten oder die ab 1896 in Verwendung gekommene Zdarsky-Bindung handelt. Auf ihren Kappen tragen die Soldaten zwei unterschiedliche Arten von Schneebrillen. Die Berghosen (Kniehosen) bei einigen Abgebildeten entsprechen den nur an Gebirgstruppen im Bereich des k.k. Verteidigungsministeriums (z.B. die k.k. Landesschützenregimenter I, II und III) ausgegebenen. Bei der Bewaffnung handelt es sich um den (kurzen) Steyr Karabiner M 95. Da von den Soldaten zum Teil Zivilschuhe und verschiedene Sorten von Uniformhosen getragen werden, könnte man daraus schließen, dass sich diese Gruppe nach Beendigung eines Alpinoder Skikurses ein privates Erinnerungsfoto machen ließ. Die Zdarsky-Bindung war die erste, die den alpinen Schilauf ermöglichte. a c e g i l n p s Deckblech Schraubenmutter Achse Seitenlasche Zehenklammerbolzen Stahlsohle Fersenschlitten Schlittenbügel Ristriemen b d f h k m o r Pufferfeder Gegliedertes Gestänge Stütze für die Fußspitze Zehenklammern Sohlengelenk Stellschrauben Absatzlappen Zehenriemen Buchbesprechungen von W. Schaumann Feldpost und Kriegserlebnis Briefe als historisch-biographische Quelle Gerald Lamprecht, Grazer zeitgeschichtliche Studien, Band I by Studienverlag, Innsbruck email: [email protected] Format 14 x 21, broschürt, 260 Seiten ISBN 3-7065-1549-0 € 24,80 / sfr 45,-Es handelt sich um eine umfangreiche Sammlung von Feldpostbriefen eines deutschen Soldaten des II. Weltkrieges, die einer Analyse unterzogen wurden, ohne Werturteile zu fällen, aber trotzdem die Auswirkungen von persönlicher und amtlicher Zensur sowie die propagandistischen Beeinflussungen erahnen lassen. Wenn dieses Buch auch die Feldpost im Zweiten Weltkrieg beinhaltet, so ist das Thema insgesamt doch das gleiche geblieben. Es spricht hier stets der Mensch in seiner Konfrontation mit dem Schrecken, dem Grauen und der Unmenschlichkeit kriegerischer Auseinandersetzungen auf der einen Seite und andererseits mit all seinen Hoffnungen und Gedanken an jene, die er zu Hause in der Heimat zurücklassen musste, auf deren Nachrichten er stets wartete. Feldpostbriefe sind Dokumente der Zeitgeschichte, die oft mehr aussagen als alle offiziellen Berichte und Bulletins, sie sind ein Beitrag zum Verständnis einer Epoche und damit jener Menschen, die uns in dieser Form ihr Leben und Erleben als Botschaft hinterlassen haben. In diesem Sinn gebührt Autor und Herausgeber unser Dank für diesen Brückenschlag zu einem Geschehen, das - wie die Erfahrungen der Gegenwart beweisen - sich jederzeit wiederholen kann. -13- DF II/2002 Wochein/Bohinj 1914 – 1918 Das Aufmarschgebiet der Isonzofront Tomaž Budkovič, Übersetzung aus dem Slowenischen von Mihael Kulnig Verlag Hermagoras, Klagenfurt-Laibach-Wien, 2001 Format 17 x 24; 227 Seiten, 252 Fotos, drei Landkarten ISBN 3-85013-794-5 € 21,-Wochein ist heute ein weithin bekannter Name, den die Touristen - ob Jung oder Alt - auch schnell mit dem Wocheiner See in Verbindung bringen. Schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war das klare, saubere Wasser und sein fast fjordähnlicher Charakter als ein Kleinod der Natur berühmt und wurde rasch zu einem sehr beliebten Reiseziel. Alle internationalen Schnellzüge der Wocheiner Bahn hielten im Staatsbahnhof FeistritzWocheinersee und brachten immer mehr internationale Besucher aus Nord und Süd, die hier Erholung suchten. Der beginnende Alpinismus lockte in steigender Zahl Bergsteiger, die angeregt von Baumbachs Erzählung, Zlatorog und seine Bergwelt kennen lernen und erleben wollten. Niemand dachte damals daran, dass diese Entwicklung unterbrochen werden könnte, bis der Ausbruch des Ersten Weltkrieges diese friedliche Epoche jäh beendete. Zunächst blieb die Wochein so wie die gesamte südwestliche Grenze friedliches Hinterland. Nur die militärpflichtigen Männer verschwanden aus den Dörfern, von den Bauernhöfen. Viele von ihnen kehrten von der russischen Front oder vom Kriegsschauplatz Balkan nicht mehr in ihre Heimat, zu ihren Familien zurück. Es blieben nur die Kinder, die Frauen und die Alten in den Dörfern der Wochein. Als dann im Mai 1915 Italien der Donaumonarchie den Krieg erklärte, wurde auch die Wochein unmittelbarer Kriegsschauplatz oder frontunmittelbarer Raum. Das vorliegende Buch führt den Leser in anschaulicher Form in die Ausgangssituation ein, mit der sich die Menschen nun plötzlich konfrontiert sahen. In mehreren Kapiteln werden auch Themen aufgegriffen, die sonst oft sehr stiefmütterlich oder überhaupt nicht in Betracht gezogen werden. Um nur einige Beispiele anzuführen: Verschärfte Maßnahmen im Hinterland, die Sperrgebiete, wirtschaftliche Regelungen durch die Zivilbehörden und das Leben der einheimischen Bevölkerung zwischen der Front und dem Hinterland; Schulen, Flüchtlinge. Aber auch diverse militärische Institutionen des Etappenraumes werden vorgestellt wie: das Etappenstationskommando, die Feldpostämter, die Feldgendarmerie sowie die Feldspitäler, ebenso die zahlreichen Soldatenfriedhöfe des Gebietes von der Hochregion bis in die Täler. Die Arbeitseinsätze der Kriegsgefangenen-Arbeiter-Abteilungen finden genau so eine berechtigte Erwähnung wie die zivilen Träger-Abteilungen und die im Einsatz stehenden verpflichteten Gespanne mit ihren Kutschern. Die mit fortschreitender Kriegsdauer immer größer werdende Lebensmittelknappheit, das Wirken der Ortspfarrer in ihren Gemeinden, aber auch die Liebesbeziehungen zwischen Soldaten und einheimischen Frauen zeigen die Vielzahl der Probleme in frontnahen Gebieten auf und die unterschiedlichen Bemühungen, sich mit diesen indirekten Kriegsfolgen auseinander zu setzen. Besonders eingehend befasst sich der Autor mit den Maßnahmen, die erst geschaffen werden mussten, um Versorgung und Nachschub bis in die Höhenstellungen sicherzustellen. Wo einst primitive Karrenwege oder spärliche Jägerpfade die einzigen Verbindungen oberhalb der Baumgrenze herstellten, entstand ab 1915 ein ganzes Netz von Saumwegen und Kriegsseilbahnen, auf deren Bau und Betrieb ausführlich eingegangen wird. Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen Fotos dieser Anlagen, die einen guten Einblick auf die technischen Großleistungen auf diesem Gebiet anbieten. Abschließend weist das Buch noch auf die Zeit nach der 12. Isonzoschlacht hin, als die Front dann in weiter Ferne am Piave verlief: "Der Schmuggel (Diebstahl) des Kriegsmaterials von der aufgelassenen (verlassenen) Front", auch ein sonst kaum behandeltes Thema. DF II/2002 -14- Ein empfehlenswertes Buch, das viele interessante Informationen bietet, da sich für den Autor im Zuge der Nachforschungen in seiner Heimat auch viele Familien-, Gemeinde- und PfarrArchive öffneten und ihm so zahlreiche bisher unbekannte Fotos und Archivalien zur Verfügung standen. Quellen zur Militärgeschichte - 200 Jahre Kriegsarchiv – Wien Mit kaiserlicher Entschließung vom 23. März 1801 wurde auf Initiative des Generalissimus Erzherzog Carl von Österreich das "k. k. Kriegs-Archiv" gegründet, das sich im Verlaufe des 19. Jahrhunderts zum militärischen Zentralarchiv und zum Zentrum der militärgeschichtlichen Forschung Österreich-Ungarns entwickelte. Heute verwahrt dieses Archiv, das als Abteilung des Österreichischen Staatsarchivs geführt wird, die Aktenbestände der militärischen Zentralstellen, Territorialbehörden und Feldkanzleien der k. (u.) k. Armee, außerdem das Archiv der Kriegsmarine sowie eine bedeutende Karten- und Bildersammlung und bietet der historischen Forschung somit eine breite Palette an Unterlagen zur Geschichte der meisten europäischen Staaten und vieler Gebiete in Übersee. Es umfaßt in ca. 50 Regalfachkilometern über 240.000 Archivalieneinheiten (Kartons, Faszikel, Handschriften, Geschäftsbücher), mehr als 416.000 Karten und Pläne sowie rund 300.000 Bilder. Aus Anlaß der 200. Wiederkehr seines Gründungstages legt das Kriegsarchiv im Rahmen der Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs eine Sammlung archivwissenschaftlicher Aufsätze vor, die von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Archiven im heutigen Österreich und in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie verfasst wurden. In diesen Beiträgen wird die neuere Geschichte des Kriegsarchivs dargestellt, einige seiner Archivbestände beschrieben und über militärgeschichtlich relevante Bestände in anderen in- und ausländischen Archiven berichtet. Die Beiträge in diesem umfassenden Sammelband fügen sich zu einem gelungenen Quellenkompendium der Militärgeschichtsforschung zusammen. Der Band enthält zahlreiche Farbabbildungen aus den reichen Bildbeständen des Kriegsarchivs. Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs, Band 49 544 Seiten, 47 Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen; Format 17 x 24; broschürt; ISBN 3-7065-1698-5 € 43,50/sfr 77,50 Neuerscheinung! Neuerscheinung! "Unterwegs zwischen Save und Soča" Auf den Spuren der Isonzofront 1915-1917 von Gabriele und Walther Schaumann Über das im Sommer im Verlag Hermagoras erscheinende Buch liegt dieser Folge unserer Mitteilungen ein Prospekt mit Bestellschein bei. Selbstverständlich kann dieses Buch auch jederzeit über unseren Museums-Shop bestellt und bezogen werden. Tel. ++43/(0)4715/8513-32 Fax -37 email: [email protected] -15- DF II/2002 Der frühere österreichisch-ungarische und italienische Soldatenfriedhof von Caoria von Luca Girotto Als einander im Ersten Weltkrieg das Königreich Italien und das große Kaiserreich ÖsterreichUngarn von 1915 bis 1918 als Feinde gegenüberstanden, entwickelte sich der Konflikt entlang einer Front, die sich Hunderte von Kilometern über raue Gebirgsketten und tiefe Täler erstreckte. Das italienische Tirol, d.h. das heutige Trentino, bildete einen der Zentralpunkte der gewaltigen Auseinandersetzungen, und das in seinem östlichen Teil gelegene Tal des Vanoiflusses war mit den umliegenden Bergen des Lagorai - Cima d'Asta direkt vom Kampfgeschehen betroffen. Bei Italiens Kriegseintritt am 24. Mai 1915 verfügte Österreich-Ungarn nicht mehr über genügend Truppen, um das gesamte Trentino zu verteidigen. Der Grund dafür lag im unermesslichen militärischen Aufwand, den die Kämpfe an der Ostfront erforderlich machten, wo alle - wiewohl großen - Kriegsreserven der Doppelmonarchie eingesetzt waren. Die habsburgischen Militärstrategen hatten deshalb bereits bei Ausbruch der Feindseligkeiten das unverzügliche Verlassen weiter Grenzzonen in Betracht gezogen: dazu gehörten die Senke von Primiero (Primör) und des Vanoitals. Die spärlichen, im östlichen Trentino verfügbaren k.u.k.Truppen - insgesamt rund dreitausend Mann - verschanzten sich ab Ende Mai an einer Linie, die genau mit dem Hauptkamm des Lagorai zusammenfiel. Es war eine Kette schroffer Grate, enger Scharten und Felsgipfel, die sich ca. 55 km lang von Südwesten nach Nordosten, zwischen dem Berg Panarotta und dem Rollepass ausdehnte und die wegen der Geländebeschaffenheit die besten Möglichkeiten für eine wirksame, dauerhafte Verteidigung bot. Als letzte feste Stellung am Talschluss des Vanoi lag das Dorf Caoria nach dem Abzug der österreichischen Truppen (Mai - Juni 1915) lange Zeit im Niemandsland. Der Patrouillenkrieg, mit Überfällen und Angriffen beider Seiten, zog sich bis zum Februar 1916 hin, als die Italiener die Ortschaft fest besetzten. Im Mai 1916 wurde die Bevölkerung, die bereits zum Teil von den Österreichern gewaltsam evakuiert worden war, von den italienischen Truppen in Voraussicht auf einen feindlichen Angriff - der dann in diesem Gebiet nicht erfolgen sollte - entfernt. Später verlagerte sich die Front in größere Höhe, zu den Kämmen des Cauriòl, des Gardinàl und der Busa Alta, wo sie bis zum italienischen Rückzug im Anschluss an die österreichisch-deutsche Offensive von Caporetto blieb. Das ganze Jahr 1918 lag Caoria - das unter k.u.k.-Verwaltung zurückgekehrt und teilweise durch die zuvor nach Österreich gebrachte Bevölkerung wieder besetzt worden war - voll in der österreichischen Etappe. Erst mit Kriegsende wurde der Ort endgültig italienisch. Wenn wir uns auf der heutigen Landesstraße von Canal San Bovo nach Caoria bewegen, bietet sich uns gleichsam als Visitkarte des kleinen Ortes das liebliche Panorama des einstigen Soldatenfriedhofs, der sich gegen das mächtige Massiv des Cauriòl abhebt. Das Areal des Friedhofs, der seitlich von der Straße auf einem steilen Böschungshang des linken Vanoiufers liegt, erstreckt sich über eine Fläche von ca. 73 x 27 m. Er wird durch eine niedere Umfassungsmauer abgegrenzt, die über eine Reihe von grasbewachsenen Plateaus für Einzelbestattungen verläuft. Eine gemauerte Kapelle, zu der eine Steinstiege führt, vervollständigt den oberen Teil. Am auffallendsten ist jedoch zweifellos das eindrucksvolle, auf einer Granitpyramide ruhende Marmorkreuz, von dem der Blick zum pyramidenförmigen Gipfel des Cauriòl schweift. Das Denkmal wurde offenkundig in der Absicht errichtet, einen Bezug zum Hl. Kreuz des Kalvarienberges herzustellen, demnach eine Verbindung zwischen dem Cauriòl und dem Kalvarienberg, d.h. zwischen dem Opfer der Gefallenen und dem des gekreuzigten Christus. DF II/2002 -16- Zwei massive Grabhügel aus Erde und lokalem Stein, die nach dem Krieg errichtet wurden, erheben sich rechts und links vom Kreuz/Kalvarienberg. Noch heute enthalten sie einen Teil der sterblichen Reste unbekannter Soldaten: 92 österreichisch-ungarischer und 78 italienischer Gefallener. Die erste Anlage des Soldatenfriedhofs von Caoria geht auf Sommer-Herbst 1916 zurück, d.h. auf die Zeit nach den großen Schlachten, die von August bis Oktober jenes Jahres wüteten. Die Kämpfe erfolgten im Zuge der italienischen Offensive, durch die dem Feind der Hauptkamm der "Fassaner Alpen" entrissen werden sollte. Bis dahin hatten die königlichen Truppen ihre Gefallenen in den Zivilfriedhöfen von Primiero und Canal San Bovo begraben; einige Bestattungen erfolgten (auch in späterer Zeit) in kleinen, provisorischen Friedhöfen, die in größerer Höhe knapp hinter den Frontlinien (siehe Friedhof von Refavaie) oder sogar auf ihnen errichtet worden waren. Als die Zahl der Gefallenen stark zunahm und die Voraussicht auf künftige Offensiven nicht auf eine Umkehr dieser Tendenz hoffen ließ, begann man, an ein eigenes Friedhofsareal bei der Ortschaft Caoria zu denken, das bereits seit Monaten Kommandostelle und Sitz bedeutender logistischer Einrichtungen für die Alpini, Infanterie, Pioniertruppen und Verpflegung war. Sobald die erste in dieser Zone tätige Sanitätsabteilung des Roten Kreuzes den Friedhof von Caoria zum Hauptfriedhof des Vanoi-Untersektors erklärte, ließen die Soldaten des Nucleo Ferrari die Arbeiten zügig voranschreiten, wonach am 2. November 1916 die Einweihung des Werks stattfand, wie noch heute die Inschrift auf dem massiven Steinsockel des Kreuzes am Eingang angibt. Ab dem Tag wurde die Mehrzahl der italienischen Gefallenen der Front, die sich vom Cinque Croci-Pass bis zur Cece-Spitze erstreckte, zur endgültigen Bestattung nach Caoria gebracht, und ebenso erfolgte die allmähliche Überführung der Toten, die vorher im Friedhof Refavaie und in den zahlreichen provisorischen Gräbern im Hochgebirge bestattet worden waren. So wurde der weiche Boden des Vanoi zur letzten Ruhestatt der heldenhaften Soldaten, die den Monte Cauriòl erobert und verteidigt hatten, und der Bezwinger des Gardinàl und der Busa Alta, die zwischen August und Oktober 1916 gefallen waren. Neben ihnen wurden einige Österreicher und auch manche Deutsche begraben: Sie hatten bei den Kämpfen in den Wäldern oder auf den Gipfeln, die in italienische Hand gefallen waren, ihr Leben gelassen. Oft waren es die Kameraden, die die Grabstätten der Soldaten mit Tafeln und kleinen, aus Granit gemeißelten Denkmälern kennzeichneten, die in vielen Fällen bis in unsere Tage erhalten geblieben sind. Das ganze Jahr 1917 hindurch erfolgten nach und nach Beisetzungen auf den grasbewachsenen Geländeterrassen innerhalb der gemauerten Umfriedung, die damals nicht über die Kapelle hinaus reichte. In diesem Jahr blieb die Gegend verschont von verbissenen, aufreibenden Kämpfen, wie sie im Sommer zuvor stattgefunden hatten. Als die Italiener im November 1917 im Anschluss an das Desaster von Caporetto den Vanoi aufgaben, bemächtigten sich die Gegner wieder des Tales, benutzten aber nicht den Friedhof, da er zu weit nach hinten versetzt lag; die Frontlinie hatte sich innerhalb weniger Tage nach Südosten auf das Grappamassiv verlagert. Die Österreicher löschten aber - aus Gründen, die uns heute unbekannt sind - teilweise die Originalinschrift der Steinpyramide, die eine Anlehnung an den Kalvarienberg ist. Nach dem Waffenstillstand setzten sie zielstrebig (durch eigene Sanitätsabteilungen) sowohl mit der Bergung der italienischen und österreichischen Toten fort, die unbestattet auf den Höhenzügen des Lagorai lagen, als auch mit der allmählichen Leerung der Hochgebirgsfriedhöfe. Durch diese Arbeit wurde das Friedhofsareal gesättigt, was seine Erweiterung erforderlich machte: In den frühen Zwanzigerjahren wurde die hintere Umfassungsmauer, seitlich von der Kapelle, niedergerissen und es entstanden vier weitere Plateaus, von denen später nur drei für Bestattungen dienten. In dieser Phase errichtete man auch die zwei Grabhügel auf der ersten -17- DF II/2002 Terrasse, seitlich des Steinkreuzes, zur Bestattung der sterblichen Reste unbekannter Gefallener, die nur nach Nationalität unterschieden wurden. Relativ wenige Familien wollten oder konnten unmittelbar nach dem Krieg ihre Lieben exhumieren und sie auf die Friedhöfe der Heimatgemeinden überführen lassen, sodass am 22. Juni 1927 beim Soldatenfriedhof von Caoria noch 620 Leichen in Einzelgräbern, 10 in Sammelgräbern und 170 (92 Österreicher und 78 Italiener) in den Grabhügeln am Eingang lagen. Im September 1929 wurde der letzte Gefallene beerdigt, ein unbekannter italienischer Soldat von der Alpe Miesnotta. Im Mai 1935 erfolgte eine allgemeine Exhumierung, nach der Entscheidung des faschistischen Regimes, so viele Gefallene wie möglich in wenigen großen MonumentalGebeinhäusern zusammenzuführen, was wohl Ruhmes- und Gedenkzwecken diente, aber auch auf die Unmöglichkeit zurückzuführen war, Hunderte kleiner, über Berge und Täler verstreuter Friedhöfe in würdiger Form zu erhalten. Vom 2. bis 15. jenes Monats wurden demnach über siebenhundert Tote exhumiert und überführt. Dreizehn Tage reichten aber für eine sorgfältige Arbeit nicht aus: Kürzliche Untersuchungen an den Stätten der Einzelgräber ergaben, dass ein beträchtlicher Teil der sterblichen Reste noch im steinigen Boden der Vanoi-Zone liegt. Allmählich geriet der Friedhof in den Jahrzehnten nach seiner Auflassung in Vergessenheit, auch wenn sporadisch Konsolidierungsmaßnahmen der Kapelle erfolgten und das überhandnehmende Gestrüpp entfernt wurde. Diese Zeit der Stille dauerte bis in die frühen Neunzigerjahre des soeben vergangenen Jahrhunderts an. Ein nach 1995 neu entflammtes Interesse für die weit zurück liegenden Kriegsereignisse und für das Schicksal der Bevölkerung lenkte die Aufmerksamkeit wieder auf diese "Stätte der Erinnerung". Ab 1997 stand sie im Mittelpunkt von Projekten zur Wiedergewinnung, die die Alpini-Gruppe von Caoria in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Canal San Bovo und mit verschiedenen Ämtern der Landesverwaltung von Trient erstellt hatte. Das Ergebnis der letzten fünf Jahre Arbeit, bei der die ehrenamtliche Tätigkeit eine grundlegende Rolle spielte, ist die Instandsetzung der ursprünglichen Friedhofsanlage und die Identifizierung der Namensgräber, auf denen, sofern vorhanden, der ursprüngliche, restaurierte Grabstein wieder aufgestellt wurde. Wenn es, wie in den meisten Fällen, nicht möglich war, den Grabstein, die Grabsäule oder das Grabmonument zu finden, erfolgte die Kennzeichnung des Grabes durch ein Metallkreuz, auf dem eine Keramiktafel die verfügbaren Daten des ursprünglich hier begrabenen Soldaten angibt. Es wurde auch der Monumentalkomplex des Kalvarienberg-Kreuzes, der Votivkapelle, der Metalltore und der einstigen Mauerumfassung wieder hergestellt, um die symbolische Bedeutung der Stätte noch mehr zu betonen. Die Restaurierungsarbeiten haben jedoch gezeigt, dass der Wert der Anlage nicht nur symbolhaft ist: In der Erde der grasbewachsenen Plateaus liegen noch heute zahlreiche Gebeine identifizierter Toter, während unter den zwei hohen Grabhügeln seitlich des Kreuzes am Eingang die sterblichen Reste der unbekannten österreichischen und italienischen Soldaten ruhen: in einem neuen Frieden, dessen Ehrengarde die strengen Zinnen des Cauriòl und des Gardinàl bilden. Für die Alpini-Gruppe von Caoria Luca Girotto DF II/2002 -18- Veranstaltungen Die Alpini-Gruppe von Caoria und die Gemeinde Canal San Bovo veranstalten zur Erinnerung an die bei den schweren Kämpfen um den M. Cauriol Gefallenen ein umfangreiches Programm von Freitag, den 14. Juni (am Abend) bis Sonntag, den 16. Juni 2002 in Caoria, Vanoi-Tal. Ein Höhepunkt ist die geführte Wanderung auf den Cauriol (2494 m), bei der eine Feldmesse am Gipfel stattfinden wird. Der Aufstieg erfolgt über die "via italiana" und die "via austriaca", also über die Frontwege beider ehem. Gegner. Nähere Details der Veranstaltung können erfragt werden unter: www.alpinicaoria.it oder email: [email protected] 11. österreichisch-italienisches Friedenstreffen zum Gedenken an die Gefallenen und die Zivilopfer des Ersten Weltkrieges. Soldatenfriedhof von Caoria (Canal San Bovo)-Sonntag, den 16. Juni 2002 Neben der Gedächtniszeremonie für alle Gefallenen wird bei der internationalen Veranstaltung der Militärfriedhof des 1. Weltkriegs von Caoria gezeigt, der nach langer Zeit seinen ursprünglichen sakralen Wert zurückerhalten hat. Die dort begrabenen Gefallenen - italienische und k.u.k.-Soldaten, wurden zum Großteil exhumiert und in den Gebeinhäusern von Rovereto und Bassano beigesetzt. Die Arbeiten zur Wiederherstellung des italienischen und österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhofs des 1. Weltkriegs, die nach einem Projekt der Alpini-Gruppe von Caoria in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Canal San Bovo und der Autonomen Provinz Trient durchgeführt wurden, fanden kürzlich ihren Abschluss. Die Erinnerung an die tragischen Kriegsereignisse und die Werte des Friedens und der Brüderlichkeit unter den Völkern, die uns aus unserer Zerstreutheit reißen, nehmen eine Bedeutung an, die heute, nach den letzten tragischen Weltereignissen, aktueller ist denn je. Die Alpini von Caoria beabsichtigen - mit der tatkräftigen, motivierten Unterstützung aller, die für dieselben Ideale eintreten -, der Zeremonie größtmöglichen Glanz zu verleihen und eine anhaltende Wirkung zu erzielen. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, das über die Täler dieser Gegend hinausgeht. Es wird demnach eine internationale Feier veranstaltet, ein Österreichisch-italienisches Friedenstreffen zum Gedenken an die Gefallenen und die Zivilopfer des 1. Weltkrieges, wie es der wahren, richtigen Gesinnung eines Europa der Völker entspricht. Die Alpini von Caoria sind überzeugt, dass sie durch Rekonstruktion eines kleinen, doch bedeutenden Stücks Geschichte ihres geliebten Vanoi-Tals dazu beitragen, den wahren Charakter der gesamten Trentiner Gemeinschaft zu betonen und den allgemeinen schönen Eindruck zu verstärken. Zu dieser Veranstaltung sind auch Zivil- und Militärbehörden eingeladen. Es werden offizielle Vertreter der Republik Österreich anwesend sein, darunter der Honorarkonsul Mario Eichta, der Ehrenmitglied der A.N.A.-Gruppe von Caoria ist und die Österreichisch-italienischen Friedenstreffen in die Wege geleitet hat. Auch bei dieser Gelegenheit beweist er seine Verbundenheit mit der Alpini-Gruppe von Caoria und der Gemeinde Canal San Bovo. Es werden sich ebenfalls Delegationen jener Gemeinden Österreichs beteiligen, die im Ersten Weltkrieg die Trentiner Flüchtlinge aufnahmen, die unter anderem aus Caoria stammten. -19- DF II/2002 Eröffnung des restaurierten Werks Gschwent Der Tiroler Kaiserjägerbund - Ortsgruppe Lafraun - teilt mit, dass am Wochenende 22./23. Juni die Wiedereröffnung des restaurierten ehem. K.u.k. Werks Gschwent, heute Forte Belvedere genannt, zugleich Museum, auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden in Lavarone stattfindet. Anlässlich dieser Feier wird auch die von der Gemeinde Lavarone und dem Tiroler Kaiserjägerbund unter der Schirmherrschaft des italienischen Staatspräsidenten Carlo Ciampi gegründete Stiftung Belvedere - Gschwent der Öffentlichkeit präsentiert. Ó Samstag 22.6.: 17.00 Uhr Feier am ö.u. Soldatenfriedhof von Slaghenaufi; 19.00 Uhr Zeltfest mit Musik. Sonntag 23.6. 09.30 Uhr festlicher Umzug zum Werk Gschwent (Start: Abzweigung Oseli), 10.00 Uhr Feldmesse mit Zapfenstreich zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Anschließend Fahnenappell und Festreden. 13.00 Uhr Mittagessen. Nähere Details des umfangreichen Programms sind zu erfragen unter: www.lavarone.com E-Mail: [email protected] http://www.kaiserjaeger.com E-Mail: [email protected] *** Die Donau schreibt wieder Geschichte Dass der Titel einer unserer erfolgreichsten Sonderausstellungen noch immer aktuell ist, beweist das Nostalgieschiffstreffen 2002, veranstaltet von den Freunden historischer Schiffe vom 24.8. bis 1.9.2002. Im Jahr 2002 jährt sich zum 50. Mal die Freigabe der Schifffahrt auf der österreichischen Donau durch den Alliierten Kontrollrat in Wien. Ein Treffen historischer Wasserfahrzeuge bis zum Baujahr 1959 wird als Sternfahrt von Linz über den Strudengau, Nibelungengau und die Wachau bzw. von Deutsch Altenburg durch den Nationalpark Donauauen nach Wien führen. In allen Anlegepunkten ist ein Empfang durch die jeweiligen Gemeinden mit einem großen Programm geplant. Eingeladen sind Eigner und Freunde derartiger historischer Schiffe mit oder ohne Maschinenantrieb. Für Teilnehmer ohne eigenem Schiff ist die Mitfahrt auf einem der historischen Schiffe möglich. Diese Veranstaltung soll ferner daran erinnern, dass Österreich-Ungarn einmal das Land der weltweit größten Binnenreederei war. Damit wird aber auch auf die Bedeutung und die grenzüberschreitenden, völkerverbindenden Werte von Wasserstraßen hingewiesen. Nähere Informationen und Folder können beim Veranstalter angefordert werden; siehe Logo. W. Schaumann DF II/2002 -20- La corrispondenza di Gottardo Artico di Roberto Todero (parte 7) Graz 2.III.17 Carissima Emilia. Ti sarai ben pensata perché non ti abia scritto da alcuni giorni; mi dirai di certo troppi divertimenti ti permetti Gottardo mio. Ma! credimi al giorno d’oggi si deve vivere col motto “chi vuol essere lieto sia , del doman non v’è certezza”. E infatti credo ancora tutto al più 15 giorni mi fermerò qua, poi andrò al Kader. La ferita è chiusa e con ciò finisce la vita comoda d’ospedale. Sono stato classificato per molti lavori di cancelleria; vedi che bei divertimenti mi aspetino a Radkersburg. Di pino non so nulla da molto tempo. Per Pasqua sperabilmente lo troverò a Tr. (Trieste).E come sta la Rinuccia, ride ancora sempre. Saluti ai tuoi di casa baci a te e alla mia piccola nipotina tuo Gottardo Ed è Emilia a confermarci le supposizioni Trieste, 8-III-17 ...Gottardo non ricevette la tua lettera. Ciò gli spiacque molto. Ora neppure lui si trova più a Graz. Credo che martedì sia andato al Cader. L’hanno classificato per lavori di cancelleria. La ferita s’è chiusa dopo neanche un mese che subì la III operazione. ... Ma la permanenza al Kader non dovete essere lunga, tanto che le cartoline successive provengono di nuovo da: Garnison Spital / E V. Abt. Graz. Sembra di capire che sia stato rinviato dal Kader di Radkersburg all’ospedale, a Graz Graz 12.III.17. Carissima Emilia. Come presto si fa andare e ritornare. Partito il 6 di mattina era di ritorno già all’oto. Quello però che più di tutto mi secca è che non so come l’andrà col permesso. Devi scrivermi di Pino dove si trovi che è tanto tempo che non gli fanno scrivere. Come va con la tua Rinuccia? sempre così brava? E del resto come va la vita a Trieste; ancora una volta la brutta stagione se n’è andata; davvero che era un inverno molto perfido quest’ano; e ne passeremo ancora uno in queste condizioni? Io credo di si! Dunque scrivimi molto ricordandomi a tutti e tanti baci a te e alla Rinuccia vi manda Gottardo Graz 16.III.17 Cara Emilia Poichè non mi è noto il nuovo indirizzo di Pino, ti prego di fargli pervenire tu i miei auguri per il suo onomastico; digli che gli auguro di ritornare ben presto a casa. Nella stessa occasione comunica i miei auguri al Signor e Signora Seunik. Io sto benissimo; stasera sono di teatro. Mille baci ala piccola Rina e a te Tuo Gottardo Poi una breve lettera, in cui parla di una fotografia mandata a casa e purtroppo non giunta fino a noi. Graz, 17.III.17 Carissima Emilia Sono curioso come mi troverai tu in questa fotografia; io almeno sono preciso; solamente il lavoro non è eseguito bene; quel gioco d’ombre è troppo forte e non mi sta bene; questo almeno pare a me. Poichè oggi non ho nulla da raccontarti, se non che ieri sera ero a un’operetta e stasera vado agli “Ugonotti”, chiudo mandando mille baci a te a alla piccola Rina. Tuo Gottardo Ancora una breve lettera. Graz, 28.III.17 Carissima Emilia. Mi giunge oggi la tua quanto mai gradita del 24 c; mi rallegra che la mia fotografia vi ha procurato tanta gioia. Speriamo che una volta o l’altra mi vedrete anche in persona. Intanto di vedervi per Pasqua ho rinunciato, perché mi è già venuta risposta negativa. Sai che mi hai fatto un po’ ridere con quello che m’hai scritto! Se faccio girare la testa a qualche ragazza; ch’io lo sappia no, a quanto mi riferiscono gli altri, e dalle conoscenze che ho fatto e che faccio continuamente perché si fanno a bella posta presentare a me le signorine di Graz, le vedi sono molto slanciate, parrebbe eh sì. Questo però solo a te in confidenza come alla mia sorella più vecchia e per farti un po’ “ridere”. Per tale riguardo vedi è meglio essere un po’ via di casa. Ma che prenda la cosa sul serio non aver paura! E’ proprio l’amore che viene e che va... -21- DF II/2002 Ieri sera ero all’Otello; ah! Emilia mia se avessi visto che teatro! non un posto libero; per fortuna trovai un posto in una poltroncina della 12 fila, 7 C. L’Otello era grandioso, il primo tenore che ci sia in Austria. L’Iago era un baritono degno d’Otello; alla fine il teatro fu preso da vero delirio; gli applausi e i bravo non cesavano (finivano) mai. Altra novità; ho trovato stamattina Attilio, giunto nella notte. Ringraziami poi zia Amalia per la sua cartolina e dille che quell’altra in cui comunicava l’indirizzo di Ugo non l’ho ricevuta. Tanti baci alla Rina e a te e ricordami ai tuoi. Tuo Gottardo Al 13 aprile è ancora a Graz, stesso indirizzo. Graz, 13.IV.17 Cara Emilia. Che giorno infausto sarà per molti il giorno di ogi; 13 e venerdì tu da brava sarta un vestito non lo taglieresti oggi di certo. Spero che tanto tu e la tua piccola starete bene; io non posso lagnarmi; chissà però come starà la Pia, del cui grave caso nessuno di voi m’aveva dato notizia; voglio sperare che l’operazione sarà riuscita bene. Mi rallegravo tanto prima di pasqua di passare le feste in compagnia di Anna e di Pina, invece disdetta! Il tempo intanto me lo passo molto bene fra casa e amici, nel dopopranzo al caffè sempre in compagnia di famiglie di Trieste ce la passiamo bene. Da Pino ho ricevuto giorni fa una FP (Feldpost n.d.r.) Saluti a tutti, a te e a Rinuccia tanti baci. Gottardo Ed eco come di questo Emilia riferisce a Pino Trieste, 29-III-17 ...Per ridere domandai a lui se qualche sig.na gli ha fatto girar la testa. Mi rispose di no ma che crede che più d’una corre dietro a lui, che fuori sono molto sfacciate le ragazze si fanno presentare. In confidenza mi scrisse che ha qualche amoretto ma non sul serio. Cosa che passa. Ci voleva che sia via da casa per queste cose mi scrive. Ha inteso Otello. Una cosa grandiosa ... E ancora da Emilia Trieste, 2-V-17 ...Ieri arrivò Pina. Raccontò dell’operazione (di Gottardo n.d.r.) 1½ sotto operazione. Ora non avrà più nessun disturbo ma l’avrà ancora per parecchi mesi.... Gottardo da Graz Graz, 5.V.17 Carissima Emilia. Ricevo oggi la tua cara del 29.IV; non sono punto arrabiato con te perché so che voi mamme avete sempre qualcosa da fare. Ti puoi figurare quanto m’abbia spiaciuto il non poter essere in compagnia di Anna e Pina tutto il giorno. D’altra parte sono contento che anche questo colpetto è passato sono certo che è stato l’ultimo e sono molto contento col mio braccio perché migliora di continuo. Prendo nota del nuovo cambiamento di Pino ma sperabilmente i timori si dimostreranno infondati. Ricordami ai tuoi di casa e a te e alla piccola Rinuccia mando tanti baci tuo Gottardo La cartolina successiva, scritta con la matita copiativa ed in cattivo stato di conservazione ci da una novità: Gottardo è stato promosso tenente Graz 10.V.17 Carissima Emilia Ieri mi giunse alquanto in ritardo la tua cara del 14 e una di Pino. Vedo che tuti state bene e questo mi rallegra. Io sto così e così più bene che male. Sono avanzato a tenente. A dirti il vero mi costerà molto caro questo avanzamento perché devo festeggiarlo con una massa di gente. Attilio ha ricevuto la tua del 6. Mille baci alla Rina. Ricordami ai tuoi e resto tuo Gottardo Sempre da Graz, una cartolina del 27.V Graz, 27.V.17 Carissima Emilia. Che brutte feste di Pentecoste anche quest’anno! piove che è proprio un piacere vederla cascare. Spero che tanto tu e la Rinuccia starete bene di salute. per me non c’è da avere nessun pensiero. Sto benissimo e chissà che finalmente non mi vediate a Trieste! La vita ch’io fo qui è sempre la stessa dormire mangiare e a divertirmi; ieri sera ero a una nuova operetta di Lehar, l’autore della Vedova Allegra. Anche questa nuova “L’.....” fece grande successo. Saluti a tuti e tanti baci a te e alla Rina Tuo Gottardo DF II/2002 -22- La successiva, sempre da Graz, porta un cambiamento, Gottardo non è più all’ospedale e come indirizzo del mittente segna. Posta centrale. 1.VI.17 Carissima. Eccomi di nuovo a scambiare con te alcune parole. Dalle tue e da quelle di Pino vedo che di salute state tutti bene. Così è anche di me. Per i 15 di giugno dovrei venire in permesso per 6 settimane a Trieste; sempre che mi permettano di viaggiare in territorio di guerra; speriamo che un giorno vi faccia un’improvvisata. Quando scrivi all’Ospedale bastano le Feldpost, all’altro indirizzo no. Mille baci per te e la Rinuccia. Tuo Gottardo Ancora un cambio di indirizzo, Gottardo è rientrato a Radkersburg, al Kader. Radkersburg, 26.VI.17 Carissima Emilia Scusami se appena oggi ti scrivo ma ho tanto da fare e così poco tempo libero che dovete aver pazienza se non vi rispondo subito. Papà ieri mi scrisse che si dovrebbe qui trovare Pino. Magari. Di salute spero starete tutti bene. Io non mi posso lagnare di nulla. Sabato e Domenica ero a Graz e sai chi vi ho visto? La Sig.ra Benelli, la ..... che abitava di faccia a noi. Ho parlato con lei un momento. Ella era venuta a trovare suo padre che parte per la Polonia. Mi ...che giù deve aver fatto gran caldo; ma voi almeno là avete il mare. Mille baci a Rinuccia e a te saluti ai tuoi Tuo Gottardo. Segue l’unica cartolina indirizzata a Gottardo Artico da un amico, Carlo, che gli invia da Graz una fotografia fattagli in qualche occasione. Abbiamo così anche se sfuocata, l’unica immagine del nostro. Caro Gottardo! L’unica volta che io riuscii a fotografarti decentemente tu ti sei mosso e allora addio fatica! Come te la sei passata domenica a Radkersburg. Spero che la prossima verrai a farla qui tra noi. Per ora ricevi saluti da tutti uno speciale dal tuo affezionato Carlo 11.7.17 Ancora una lettera ad Emilia, del 12 luglio. Carissima Emilia. Avrai già appreso da casa quanto mi toccò l’altra settimana; ora però sono molto contento di essere rimasto qua perché conduco così una vita comoda che seppure non abbia tutti i divertimenti di Graz tuttavia mi soddisfa. Sono capitato di nuovo sotto il comandante che avevo in campo e col quale sono molto in buone, sebbene in quella volta ci fossimo sempre abbaruffati.(sebbene allora avessimo avuto sempre discussioni n.d.r.) Quando tornai sabatoscorso da Graz gli dissi che m’ero deciso di fare la cura del braccio presso l’ospedale di Radkersburg ma che di lavorare non ne avevo punto la voglia. Mi rispose: venissi la mattina a che ora mi piacesse e il pomeriggio mi dava tutto libero. E così fu fatto l’affare. Finche la durerà così rimarrò qui e quando vorranno farmi lavorare, andrò in cerca di cure migliori. Di salute sto bene; avevo un po’ di catarro ma credo che mi sia ormai passato anche quello. Spero che tanto tu che la tua Rinuccia starete bene e anzi la mia nipotina crescerà sempre più e si farà sempre più coccola1. E cosa mai è di Pino? E’ sempre ancora a Godowitsch. Non avere per lui nessuna paura che casomai avesse da venire a Radkersburg lo prenderei io come ordinanza, semprechè sia classificato di II o III categoria.(non abile ai servizi di guerra n.d.r.) Poiché da molto tempo non ho notizie di tutti i miei di casa, ti prego appena ne hai tempo di scrivermi un po’ di tutti quanti e di Pia specialmente di cui non so proprio nulla. Ricordami a tutti i tuoi di casa e con mille baci per te e la tua Rina resto tuo Gottardo (segue) 1 Coccola: espressone dialettale triestina che sta a significare simpatico, grazioso, aggraziato (da il Grande dizionario del dialetto Triestino di M. Doria) -23- Gruppo Alpini Caoria (Sezione A.N.A di Trento) DF II/2002 Comune di Canal San Bovo (Provincia di Trento) Manifestazioni collaterali in occasione della commemorazione dei Caduti presso il Cimitero Militare di Caoria Caoria (Canal San Bovo) 14-15-16 giugno 2002 Venerdì 14 giugno 2002 Sarà possibile visitare a Caoria il Museo della Grande Guerra sul Lagorai e la mostra “Arti e mestieri de na volta” che sempre il Gruppo Alpini di Caoria da tempo ha allestito. Serata musicale e culturale che si svolgerà con inizio alle ore 20.30 presso il rinnovato Teatro “Don Bosco” di Canal San Bovo con un concerto del Coro Alpino Trentino di Gardolo (Trento) e del Coro Vanoi di Canal San Bovo. Nell’intervallo lo storico Dott. Luca Girotto illustrerà con l’ausilio di specifiche diapositive le vicende storiche della Grande Guerra nel territorio del Vanoi ed il ripristinato Cimitero Militare di Caoria. Verrà pure proposto un viaggio in ricordo dei profughi della Grande Guerra che si potrebbe fare in Austria, visitando Mitterndorf e Pottendorf, dal 24 al 26 ottobre 2002. [email protected] Sabato 15 giugno 2002 a) escursione guidata del gruppo di partecipanti sulla Vetta del Monte Cauriòl (m.2494): ore 6.45 ritrovo in località rifugio Refavaie (1100 m.s.l.m. – www.rifugiorefavaie.com) e partenza con mezzi autorizzati al transito sulla strada forestale sino a località Sassoi; proseguimento a piedi per Forcella Sadole, indi per la “via italiana” in vetta al Monte Cauriòl. Contemporaneamente Gruppi Alpini ed Associazioni saliranno sulla cima dal versante della Val di Fiemme, percorrendo la “via austriaca”. ore 9.30 Cima Monte Cauriòl – Cenni storici - Santa Messa in suffragio ai Caduti celebrata da…., (si è in attesa di una conferma ufficiale dell’Arcivescovo di Trento S.E. Mons. Luigi Bressan che, se accetterà, sarà accompagnato dal Cappellano Militare Capo del Comando Regionale Trentino-Alto Adige della Guardia di Finanza di Trento, Don Mario Mucci) – Onore ai Caduti – Deposizione di una corona d’alloro da parte degli Alpini del 7° Btg. Feltre (accensione dei fumogeni con i colori del “Tricolore” e “Rossobiancorossi”)*. Seguiranno, dopo la Sacra funzione, allocuzioni da parte delle autorità presenti: (Sindaci dei Comuni di Canal San Bovo e di Ziano di Fiemme, Sezioni A.N.A. di Trento e di Feltre e d’altre Autorità eventualmente presenzianti. E’ prevista la partecipazione del Coro “Monte Cauriòl” di Genova che si esibirà con alcuni canti. • (si raggiungerà il M. Cauriòl solo con condizioni di tempo stabile; diversamente le celebrazioni avranno luogo nei pressi della Malga Fossernica di Dentro). ore 11.00 Termine celebrazioni ufficiali sulla Vetta del Monte Cauriòl, ritorno a Valle per lo stesso itinerario di salita, fino alla località Sassoi – partenza con mezzi autorizzati per la Malga Fossernica di Dentro (m.1787) – arrivo previsto per le ore 13,30/14,00 - pranzo organizzato presso la Malga. b) escursione guidata dei gruppo di partecipanti sulla Cima dei Paradisi : ore 08.00 - Ritrovo presso “Museo Grande Guerra sul Lagorai” a Caoria e partenza con mezzi autorizzati per l’escursione guidata su forcella Paradisi (via Malga Fossernica di Fuori). ore 10.45 arrivo a cima dei Paradisi, visita ai manufatti, trinceramenti, camminamenti e “stoli” risalenti al 1° Conflitto mondiale - relazione delle vicende storiche dei luoghi a cura del Dott. Luca Girotto. ore 11.30 termine escursione a Cima dei Paradisi –ritorno alle autovetture e proseguimento per la Malga Fossernica di Dentro. DF II/2002 -24- ore 13.30-14.00 ricongiungimento con il gruppo proveniente dal Monte Cauriòl – pranzo per tutti i partecipanti appositamente organizzato alla Malga Fossernica di Dentro. Al termine rientro a Caoria con i mezzi autorizzati. ore 19.30 possibilità di cenare presso il tendone allestito dal Gruppo Alpini di Caoria. ore 21.00 a Caoria presso la Chiesa concerto dei Cori: CORO MONTE CAURIOL (GENOVA) e CORO VANOI di CANAL SAN BOVO (TRENTO). Al termine presso il tendone dell’ANA di Caoria la serata continuerà in allegra e genuina compagnia alpina con musica e ballo. COMMEMORAZIONE DEI CADUTI PRESSO IL CIMITERO MILITARE DI CAORIA Caoria (Canal San Bovo) - Domenica, 16 giugno 2002 ore 09.00 ritrovo a Caoria (817 m.s.l.m.) delle Autorità Civili e Militari, delle Associazioni Combattentistiche e d’Arma e delle varie Rappresentanze ufficiali presso l’ex segheria per il successivo inizio dell’ammassamento. ore 09.20 inizio della sfilata con la fanfara della Brigata Alpina “Julia” verso il Cimitero Militare di Caoria. (300 m.) ore 9.40 con l’Alzabandiera e gli inni nazionali di Italia ed Austria e dell’inno d’Europa inizia la cerimonia internazionale che si svolge nello spirito degli Incontri italo-austriaci della pace a ricordo di tutti i Caduti e di tutte le Vittime civili della Grande Guerra. ([email protected]) Nel Cimitero Militare di Caoria furono sepolti soldati appartenenti al Regio Esercito Italiano ed a quello Austroungarico che morirono negli aspri combattimenti che si svolsero lungo la catena montuosa del Lagorai (Monte Cauriol, Cardinal, Busa Alta, Cece, Paradisi,…) ore 10.00 intervento ufficiale in italiano ed in tedesco del Sindaco di Canal San Bovo. Interventi delle Autorità italiane ed estere convenute. ore 10.30 S. Messa celebrata dai Cappellani Militari del Comando Reg.le Trentino-Alto Adige della Guardia di Finanza, del Comando Militare Reg.le Trentino-Alto Adige, del Btg. Alpini “Feltre”, dal Parroco di Canal San Bovo, dai sacerdoti e religiosi presenti. La S. Messa sarà trasmessa in diretta a diffusione nazionale, internazionale ed intercontinentale dal network RADIO MARIA e sarà accompagnata dai canti eseguiti dall’insieme dei cori parrocchiali della Valle del Vanoi. ore 11.10 Onore ai Caduti. Deposizione delle corone presso la grande Croce del Cimitero Militare. Il Silenzio. ore 11.30 Autorità e le Associazioni Combattentistiche e d’Arma e le varie Rappresentanze e la Fanfara Militare si avvieranno verso l’abitato di Caoria (800 m.), dove alle: ore 12.00 è prevista una sosta davanti alla scuola materna presso le lapidi poste a ricordo dei Caduti di Caoria. Deposizione da parte del Capo Gruppo A.N.A. di Caoria di una corona. Proseguimento verso il Museo della Grande Guerra di Caoria (100 m. - www.alpinicaoria.it), dove alle: ore 12.20 deposizione da parte del Sindaco di Canal San Bovo di una corona presso il monumento recentemente eretto a ricordo dei Caduti della Valle del Vanoi ed anche dei conterranei che durante la Grande Guerra morirono profughi in varie località sia dell’Impero austro-ungarico che del Regno d’Italia, dove sono rimasti sepolti. Successivamente alle: ore 12.50 pranzo presso l’annesso tendone predisposto dal Gruppo Alpini di Caoria. ore 15.00 Concerto della fanfara della Brigata Alpina “Julia” nel piazzale della Chiesa. Gruppo Alpini di Caoria;Via Ghiaie 14 - 38050 Caoria Trento Tel e fax 0439710126 Sito Alpini Caoria: www.alpinicaoria.it e-mail: [email protected]