Inhalt
2-3
4-5
2-3
Top-Trainingsbedingungen bei der neunten SSV-Weiterbildungswoche in der Südtürkei.
4-5 Regionale Fussballverbände zeichnen Referees aus.
8-9
Schweizer Unparteiischer in Unterstützungsmission für Referees in Afrika im Einsatz.
8-9
Impressum
Chefredaktor & Gestaltung: Marcel Vollenweider, Fägswilerstrasse 57, 8630 Rüti ZH - Mail: [email protected] - Natel: 079 428 30 59.
Rédacteur partie française: Malik Ezzrari, Avenue Ernest-Pictet 34, 1203 Genève - Mail: [email protected] - Natel: 079 212 34 85.
Redattore in italiano: Stefano Meroni, Casa Santa Lucia, 6997 Suino di Monteggio - Mail: [email protected] - Natel: 079 223 98 58.
Freier Mitarbeiter: Andreas Schluchter, Basel.
Adressänderungen, Changement d‘adresse, Cambiamento indirizzo: SSV Zentzralsekretariat, Postfach 1321, 8580 Amriswil - Secrétariat central ASA, case
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Erscheinungdatum/Parution/Pubblicazioni: 4 mal im Jahr/4 fois par an/4 volte all‘anno, jeweils im September, Dezember, März und Juni. - Jahresabonnament/Abonnement per an/Abonamento per anno: CHF 30.-.
Auflage/Tirage/Tiraggio: 6218 Ex. (WEMF beglaubigt im April 2006). - Nachdruck wird auf Anfrage gerne gestattet/Reproduction après accord de la rédaction/Ristampa con l‘accordo della redazione. - Die gezeichnete Artikel widerspiegeln nicht unbedingt die offiziellen Ansichten des SSV/les opinions exprimées
dans les articles signés ne reflètent pas nécessairement le point de vue officiel de l‘ASA.
Nr. 4, Redaktionsschluss/Délai de rédaction/Termine redazionale: 15. Mai 2013
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
3
●
Editorial
2012/13
SSV-Weiterbildungswoche
2 In der Südtürkei trimmten sich Freiwillige fit für die Rückrunde
Schiedsrichter des Jahres
4 Heinz Hunziker heisst der ausgezeichnete Unparteiische im FVRZ
Fragebogen
6 Teste Deine Regelkenntnisse: Sattelfest in den Spielregeln
Engagement in Afrika
8 Schiedsrichter Youssef Rachad setzt
sich für junge Sportler ein
Eishockey statt Fussball
10Basler Schiris begaben sich gegen
Aargauer Kollegen auf Glatteis
Der Zentralpräsident hat das Wort
11Der Ruf nach mehr Respekt
Auszeichnung an Schiedsrichter
12In der Region Innerschweiz wurde
Referee Lukas Fähndrich geehrt
Schiedsrichter obere Ligen
13Im Trainingslager auf Gran Canaria
feilten die Eliterefs an ihrer Form
SSV-Sommersportwoche in Arosa
14Aus- und Weiterbildung vom 6. bis
13. Juli im Bündnerland
Formation d'instructeur d'arbitres
18Séminaire des candidats instructeurs
à Loèche
Arbitrage professionnel
20Pourquoi plus d'arbitres suisse dans
les grandes compétitions?
SSV-Regionen sind
Heimat für Referees
Marcel Vollenweider
Chefredaktor
Der Schweizerische Schiedsrichterverband wird aus insgesamt 13
Regionen gebildet. Diese Regionen orientieren sich geographisch
an den Einzugsgebieten der jeweiligen regionalen Fussballverbände.
Die fachliche Ausbildung erfolgt zwar unter der Obhut der Schiedsrichterabteilungen in den regionalen Fussballverbänden, aber der
SSV leistet bei dieser Ausbildung wichtige partnerschaftliche Arbeit. Dies zeigt sich vor allem auch eindrücklich bei der Organisation und Durchführung der obligatorischen Lehrabende.
Die SSV-Regionen bieten uns Schiedsrichtern eine wichtige Heimat, gewissermassen eine zweite Basis. In den Regionen kommen
die Schiedsrichter, für die auch aus versicherungstechnischen Vernunftsgründen eine SSV-Mitgliedschaft selbstverständlich sein
sollte, in den Genuss von ebenfalls sehr wichtigen Anlässen, die
oftmals auch eine gesellige, kameradschaftlich geprägte Zielsetzung verfolgen. Der Schiedsrichter gehört seiner Funktion wegen
eher zu Gilde der Einzelsportler; umso bedeutender sind regelmässige Plattformen, die dem Austausch dienen. Perfekt läuft es dann,
wenn SSV-Region und die Abteilung Schiedsrichter des jeweiligen
Fussballverbandes gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
Die Vorstände der SSV-Regionen leisten Bemerkenswertes zum
Wohl der Schiedsrichterfamilie. Regel- und Spielabende gehören
ebenso zum Jahresprogramm wie interessante Führungen oder das
Betreiben alternativer Sportarten. All diese Aktivitäten gilt es nicht
zu unterschätzen. Deshalb: Hut ab vor dem Engagement der SSVRegionen!
Der «Schweizer Schiedsrichter»
präsentiert sich in einem neuen Kleid
Marcel Vollenweider
Chefredaktor
Titelbild
Schiedsrichterin Esther Staubli bei
der Spielvorbereitung.
Foto: Bruno Füchslin
Viele, ja sehr viele Jahre sind ins Land gezogen ... Das offizielle Bulletin des Schweizerischen Schiedsrichterverbandes ist ein Fachorgan für all seine Mitglieder, aber auch
Lektüre für viele Schweizer Fussballvereine und Adressaten im Ausland. Der «Schweizer Schiedsrichter» sah und sieht sich seit Jahrzehnten verpflichtet, unter Nutzung
der bescheidenen zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen, stets ein möglichst attraktives Erscheinungsbild zu bewahren.
Die Zeit ist aber auch für unser Fachorgan nicht stehen geblieben. Zeit also auch für
uns, ein bescheidenes Re-Design zu initiieren, um mit typographischen Trends auch
in Zukunft einigermassen mithalten zu können. Auch beim Zeitungsmachen gilt: Stillstand bedeutet Rückschritt.
Nicht alles, was neu ist, muss aber auch zwingend gut oder besser sein. Unsere Qualitätsansprüche an Inhalte, also an Text- und (möglichst viel) Bildmaterial, verändern
sich auch künftig nicht. Uns interessiert die Meinung unserer Leser über die veränderte Aufmachung des «Schweizer Schiedsrichter». Senden Sie uns Ihre Meinung an:
[email protected].
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
1
SSV-Aktivitäten
Der Schweizerische Schiedsrichterverband führte seine Aus- und Weiterbildungswoche durch
Intensive Trainingseinheiten in der Südtürkei
Die Weiterbildungswoche in Side war wiederum ein Highlight für jeden
Schiedsrichter. Die Woche in der Südtürkei bleibt als lehr-, aber auch als
abwechslungsreich in Erinnerung.
frohen Gewürz- und Tee-Ausstellungen
sind wahre Kunstwerke der geschäftstüchtigen Türken. So lernten wir Teesorten kennen, die uns bis heute fremd
waren. Aber aromatisch und köstlich
haben alle geschmeckt.
Boccia-Spiel am Meer
Das nahe gelegene Meer hat nicht nur
am Morgen und am Abend seinen Reiz.
Sei es beim Boccia-Spiel, beim BeachVolleyball oder beim Beach-Soccer; interessant war es alleweil.
Regeln und Spielidee erklärte uns Roberto Ferrari in vorbildlicher Manier.
Als Beach-Soccer-Referee der Nationalliga A war Roberto die kompetente
Person dazu.
Die Teilnehmer an der SSV-Weiterbildungswoche in der Südtürkei kamen bei diversen Aktivitäten voll auf ihre Kosten.
Das Wetter zeigte seine gesamten Facetten, doch war es meist sonnig, mit angenehmen Temperaturen bis 20 Grad.
Beim morgendlichen Footing am Meer
entlang gab es immer wieder Neues zu
bestaunen.
Foto: Rolf Ritter
Rolf Ritter
Kursteilnehmer
Farbenfroh, abwechslungsreich, spassig, aber auch lehrreich war die Woche in der
Süd-Türkei.
Dank eines Teilnehmers
Zum vierten Mal in Folge nahm ich
an der Fortbildungswoche in der
Türkei teil. Aufgrund der optimalen
Wetterverhältnisse konnte ich mich
bestens auf die bevorstehende
Rückrunde vorbereiten.
Es waren zwei sehr interessante und
lehrreiche Wochen mit spannenden
Spielen, die ich leiten durfte.
Filipe Morais
2
Schiedsrichter-Spezifisches,
aber auch kulturelle Einblicke
Nebst den Trainingseinheiten gab es genügend Gelegenheit, die umliegende
Landschaft zu erkunden, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten und allerlei Geschäfte zu tätigen.
In Side konnte man den Fischern beim
Handwerk zuschauen oder sich am Meer
an der Vitamin-Bar den frisch gepressten Granatapfelsaft, an der wärmenden
Sonne geniessen. Aber auch die farben-
Mit unterschiedlichen Trainingsformen brachten sich die Kursteilnehmer im Wochenverlauf in
Rückrundenform.
Fotos: Rolf Ritter
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
Und da waren noch die Einsätze der SRTrios bei den verschiedenen Spielen der
Mannschaften. Auf der Tribüne oder in
der VIP-Loge konnten die nicht im Einsatz stehenden Schiedsrichter die Spiele
verfolgen. Da gab es wertvolle Diskussionen, nicht nur über die Leistungen der
Referees.
SSV-Aktivitäten/Schiedsrichter obere Ligen
Zu erwähnen ist sicher auch die Zusammensetzung der Schiedsrichter. Interessant war zu beobachten, wie sich die
Jungen ins Zeug legten und die «ältere
Generation» es genossen hat.
Junge gingen ans Limit,
ältere Semester mit Mass
Ein grosses Dankeschön geht an Luigi
Ponte, der umsichtig und voller Elan die
Truppe auf «Trab» hielt. Wir freuen uns
schon jetzt, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen.
Esther Staubli an EM-Endrunde 2013 der Frauen
Grosse Ehre für Esther Staubli: Die 33-jährige Schiedsrichterin des SFV wurde
von der UEFA als eine von neun Referees für die EM-Endrunde der Frauen 2013
aufgeboten.
Staubli, die in der Schweiz unter anderem im Herrenbereich Spiele der Ersten Liga leitet, sammelte bereits Erfahrung an diversen Juniorinnenturnieren von FIFA
und UEFA. Zuletzt war sie im August 2012 an der FIFA U-20-WM der Frauen in
Japan im Einsatz und pfiff dort den Halbfinal zwischen den USA und Nigeria
(2:0).
Die UEFA-Europameisterschaft der Frauen 2013 in Schweden wird nun ihr erstes Turnier als Hauptschiedsrichterin auf Stufe der A-Nationalteams sein.
Gemeinsames Joggen in der Rückrundenvorbereitung macht noch mehr Spass.
Foto: Rolf Ritter
Folgende neun Schiedsrichterinnen wurden von der UEFA für die EM-Endrunde
(10. bis 28. Juli 2013) nominiert: Kirsi Heikkinen (Finnland), Bibiana Steinhaus
(Deutschland), Thalia Mitsi (Griechenland), Katalin Kulcsar (Ungarn), Silvia Spinelli (Italien), Teodora Albon (Rumänien), Jenny Palmqvist (Schweden), Esther
Staubli (Schweiz), Kateryna Monzul (Ukraine). (Quelle: SFV-Website)
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
3
Aus den Regionen: Zürich
Fussballverband der Region Zürich lud zur 11. Gala des Breitensports
Heinz Hunziker Schiedsrichter des Jahres
Bereits zum elften Mal lud der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) zu seiner beliebten Gala. 1000 Vereinsvertreter und geladene Gäste aus Politik und
Sportverbänden pilgerten Mitte Dezember ins Zürcher Kongresshaus, um einen
Abend in gediegenem Rahmen zu verbringen. Der 49-jährige Heinz Hunziker
wurde im Rahmen der diversen Ehrungen als Schiedsrichter geehrt.
Marcel Vollenweider
Redaktor deutschsprachiger Teil
Der «Schweizer Schiedsrichter» hat
sich mit Heinz Hunziker, der während zwölf Jahren als Schiedsrichter
in der 2. Liga im Einsatz stand und
seit einigen Jahren auch als Inspizient amtet, unterhalten.
«Schweizer Schiedsrichter»: Heinz
Hunziker, herzliche Gratulation zur
Auszeichnung «Schiedsrichter des Jahres». Was bedeutet Dir diese Ehrung?
Heinz Hunziker: «Ich sehe das als
Anerkennung für zuverlässige und
gewissenhafte Schiedsrichtertätigkeit. Der Preis hat ein schönes Plätzchen gefunden.»
«Schweizer Schiedsrichter»: Was hat
Dich überhaupt motiviert, Schiedsrichter zu werden?
Heinz Hunziker: «Ich trage ganz
grundsätzlich das Fussballergen in
mir. Meine Leidenschaft gehörte
deshalb der Kickerei, zuerst beim FC
Volketswil, dann beim FC Uster und
später auch noch beim FC PolizeiOerlikon. Als Spieler war ich sicher
nicht einfach zu führen. Ich brachte
schon mal eine etwas aggressive,
giftige Note ins Spiel - und ich war
mit den Schiedsrichtern des öftern
nicht wirklich zufrieden.
Heinz Hunziker ist seit rund 20
Jahren Schiedsrichter in der Region Zürich. In dieser Situation
posiert er auf dem Gelände des
FC Hinwil, für welchen er als
Schiedsrichter gemeldet ist.
Foto: Marcel Vollenweider
Genau dieser Umstand hat letztlich
dazu geführt, dass ich den Rollenwechsel wagte und in der Gilde der
Unparteiischen landete. Ich wollte
beweisen, dass man es als Schiedsrichter besser machen kann. Bei
Spielen von C-Junioren machte ich
meine ersten Erfahrungen. Dann
hat mich der Virus vollends gepackt.»
«Schweizer Schiedsrichter»: Zu bist
Schiedsrichter des FC Hinwil, wohnst
aber in Volketswil. Hast Du Kontakte
zum Verein?
Heinz Hunziker: «Ich bin damals,
vor rund 20 Jahren, dem FC Hinwil
beigetreten, weil der Verein eben eine Frauenmannschaft des FC Weisslingen übernommen hatte und aufgrund Schiedsrichtermangel ein
Team aus dem Wettbewerb hätte
nehmen müssen. Das war für mich
der Grund, meine Dienste dem FC
Hinwil zur Verfügung zu stellen. Ich
interessiere mich, wie die Teams des
FC Hinwil spielen, pflege aber sonst
keine intensiven Kontakte zu anderen Mitgliedern. Mein Verein kümmert sich um das Wohl seiner
Schiedsrichter. Pauschal wird uns
Spielleitern zudem pro Saison ein
grosszügiger Betrag zugesprochen,
um die materiellen Aufwendungen
abdecken zu können.»
«Schweizer Schiedsrichter»: Die Rückrunde ist dieser Tage lanciert worden.
Noch im Februar lag der Schnee fast
unerbittlich. Wie wohl fühlst Du Dich
dann jeweils auf den Plätzen?
Heinz Hunziker: «Nun, ich habe im
Verlauf des Februars einige Vorbereitungsspiele geleitet. Doch so
wirklich Fussballwetter war das für
mich nicht, Fussballfieber kam nicht
auf. Deshalb sehnte ich schon jene
Zeit vorbei, wo die Temperaturen
Aus den Regionen: Zürich
wieder etwas angenehmer sind.
Wirkliche Begeisterung kommt bei
mir erst dann auf, wenn der Rasen
grün ist ...»
Reporter-Legende Walter J.
Scheibli interviewt den Schiedsrichter des Jahres nach erfolgter
Auszeichnung.
Foto: Bruno Füchslin
Drei verdienstvolle Schiedsrichter ausgezeichnet
Ilona Berger und Alfonso Devito nominiert
Marcel Vollenweider
Redaktor deutschsprachiger Teil
Auf den weiteren
Plätzen bei der Auszeichnung «Schiedsrichter des Jahres»
landeten Ilona Berger
und Alfonso Devito.
Die 51-jährige Ilona Berger
pfeift für den FC Rafzerfeld
und leitet seit bald 20 Jahren
Spiele. Die Bernerin qualifizierte sich bemerkenswert
schnell für die 2. Liga, doch
dann zwang sie eine schwere
Knieverletzung, kürzerzutreten.
Im Jahr 2008 war sie die erste Frau, die in der Region Zürich als Inspizientin ausgebildet wurde. Seit einigen
Jahren amtet Ilona Berger als
umtriebige Vizepräsidentin
der Schiedsrichtergruppe
Zürcher Unterland - und unterstützt dabei ihren Gatten
René Berger wirkungsvoll.
Ilona Berger gehört auch zum
Kreis der regelmässig an der
Schweizerischen Schiedsrichter-Sportwoche teilnehmenden Unparteiischen.
Alfonso Devito ist 32 jährig
und arbitriert für den FC Bäretswil. Er ist erst seit acht
Jahren Schiedsrichter, doch
versieht er diese Aufgabe mit
grosser Zuverlässigkeit.
Bereits nach kurzer Zeit, im
Jahr 2009, konnte Alfonso
zum Spielleiter in der 2. Liga
Interregional befördert werden. Er amtet ebenfalls als
Assistent bei 2.-Lig-Spielen.
Familienvater Alfonso Devito
gehört zu jenen Referees, der
immer wieder auch kurzfristig zu Spielleitungen aufgeboten werden kann.
Bild oben: Die drei geehrten Schiedsrichter
(von links nach rechts):
Alfonso Devito, Heinz
Hunziker und Ilona Berger.
Bild rechts: Satiriker Viktor Giacobbo trat im
Rahmenprogramm auf.
Fotos: Bruno Füchslin
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
5
Fragebogen
«Sattelfest in den Spielregeln»
Ressort Amateure
Schiedsrichterkommission
Fragebogen ZK I Instruktoren,
Saison 2012/2013.
1
Nach dem Anpfiff aber unmittelbar vor der Ausführung des Anstosses
beleidigt ein Spieler auf dem Spielfeld
den Schiedsrichter. Welches ist die
richtige Reaktion des Schiedsrichters?
■■ A
Der Vorfall wird vom Schiedsrichter nach
dem Spiel auf der Seite 4 rapportiert, der
Spieler darf am Spiel teilnehmen.
■■ B
Der Schiedsrichter schliesst den Spieler mit
der roten Karten aus, der ausgeschlossene
Spieler kann durch einen Auswechselspieler ersetzt werden.
■■ B
Der Schiedsrichter schliesst den Spieler mit
der roten Karten aus, der ausgeschlossene
Spieler kann nicht ersetzt werden.
2
Während der Ball im Spiel ist
macht ein Spieler der Heimmannschaft auf dem Spielfeld beleidigende
und anstössige Gesten in Richtung
des Gästesektors. Welche Entscheidung hat der Schiedsrichter zu treffen?
■■ A
Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel
und verweist den fehlbaren Spieler des
Feldes und entscheidet auf Schiedsrichterball an der Stelle an der sich der Ball zum
Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.
■■ B
Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel
und verwarnt den fehlbaren Spieler und
entscheidet auf Freistoss direkt am Ort des
Vergehens.
■■ C
Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel
und verweist den fehlbaren Spieler des
Feldes und entscheidet auf indirekten
Freistoss an der Stelle an der sich der Spieler befand.
3
Bei einem Laufduell geraten ein
Angreifer und ein Verteidiger ausserhalb des Spielfeldes aneinander. Der
6
Ball bleibt im Spiel. Beim Versuch des
Angreifers, auf das Spielfeld zurückzukehren, wird er vom Verteidiger am
Leibchen zurückgehalten. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen?
■■ A
Der SR unterbricht das Spiel mit einem
Pfiff. Er verwarnt den Verteidiger durch
otpische Signalisierung mit der gelben
Karte. Er setzt das Spiel mit einem SR-Ball
an der Stelle fort, wo sich der Ball bei der
Spielunterbrechung befunden hat.
■■ B
Der SR unterbricht das Spiel mit einem
Pfiff. Er verwarnt den Verteidiger durch
optische Signalisierung mit der gelben
Karte. Er lässt das Spiel mit einem Freistoss
direkt auf der Seitenlinie für die Mannschaft des Angreifers fortsetzen.
■■ C
Der SR unterbricht das Spiel mit einem
Pfiff. Er verwarnt die beiden Spieler durch
optische Signalisierung mit der gelben
Karte wegen unerlaubten Verlassens des
Spielfeldes. Er lässt das Spiel mit einem
Freistoss indirekt auf der Seitenlinie für die
Mannschaft des Angreifers fortsetzen.
4
Der SR ist im Begriff, einen SR-Ball
auszuführen. Bevor der Ball den Boden berührt, sieht er, wie ein Verteidiger, der im eigenen Strafraum steht,
dem Angreifer einen Faustschlag versetzt. Welche Entscheidung hat der SR
zu treffen?
■■ A
Der SR unterbricht die Ausführung des SRBalles und schliesst den Verteidiger durch
optische Signalisierung mit der roten Karte
vom Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem
Strafstoss zu Gunsten der Angreifer fortsetzen.
■■ B
Der SR hat keine Veranlassung, die Ausführung des SR-Balles zu unterbrechen. Er
schliesst bei der nächsten Spielunterbrechung den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel
aus.
■■ C
Der SR unterbricht die Ausführung des SRBalles sofort mit einem Pfiff. Er schliesst
den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
und setzt das Spiel mit der Wiederholung
des SR-Balles fort.
5
Beim Strafstoss knallt der Ball unberührt an den Pfosten. Im Moment
wo der gleiche Spieler den Nachschuss ausführt, platzt der Ball beim
Schuss. Der defekte Ball geht ins Tor.
Wie hat der SR zu entscheiden?
■■ A
Tor.
■■ B
Freistoss indirekt für die verteidigende
Mannschaft.
■■ C
SR-Ball.
6
Ein zuvor gefoulter Verteidiger
wird ausserhalb des Spielfeldes gepflegt. Welche Aussage ist richtig?
■■ A
Der Spieler darf im laufenden Spiel von jeder Stelle wieder ins Spiel eingreifen.
■■ B
Der Spieler muss sich vor Wiedereintritt
beim Schiedsrichter anmelden und darf
erst wieder ins Spiel eingreifen, wenn er
die Erlaubnis des Schiedsrichters dazu erhalten hat.
■■ C
Der Spieler darf im laufenden Spiel auch
ohne Erlaubnis des SR von der Seitenlinie
wieder ins Spiel eintreten.
7
Die angreifende Mannschaft kann
kurz vor dem gegnerischen Strafraum
einen Freistoss direkt schiessen. Der
SR messt die verlangte Distanz ab. Bevor er den Ball durch einen Pfiff freigibt, wird der Freistoss ausgeführt.
Der Ball wird neben das Tor geschossen. Welche Entscheidung hat der SR
zu treffen?
■■ A
Der SR lässt das Spiel mit Torabstoss fortsetzen.
■■ B
Der SR verwarnt den Schützen des Freistosses durch optische Signalisierung mit
der gelben Karte und lässt die Ausführung
des Freistosses wiederholen.
Fragebogen
■■ C
Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel
sofort mit einem Pfiff. Er lässt die Ausführung des Freistosses wiederholen, nachdem er die Distanz abgemessen hat.
8
Ein Spieler, der im eigenen Strafraum steht, spuckt einen Mitspieler,
der ausserhalb des Strafraumes steht,
an. Welche Entscheidungen hat der SR
zu treffen?
■■ A
Der SR schliesst den Spieler durch optische
Signalisierung mit der roten Karte vom
Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem
Freistoss indirekt an der Stelle fortsetzen,
wo der Mitspieler getroffen worden ist.
■■ B
Der SR schliesst den Spieler durch optische
Signalisierung mit der roten Karte vom
Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem
Strafstoss für die gegnerische Mannschaft
fortsetzen.
■■ C
Der SR schliesst den Spieler durch optische
Signalisierung mit der roten Karte vom
Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem
Freistoss indirekt an der Stelle fortsetzen,
wo der fehlbare Spieler gestanden ist.
er einem Mitspieler, der vom Penaltypunkt aus auf das Tor schiesst, Anweisungen. Welche Entscheidungen hat
der SR zu treffen?
■■ A
Der SR unterbricht das Spiel mit einem
Pfiff. Er verwarnt den Angreifer, welcher
das Spielfeld verlassen hat, durch optische
Signalisierung mit der gelben Karte. Er
setzt das Spiel mit einem SR-Ball an der
Stelle fort, wo sich der Ball im Moment
der Spielunterbrechung befunden hat.
■■ B
Der SR hat keine Veranlassung, das Spiel
zu unterbrechen, da sich der Angreifer
ausserhalb des Spielfeldes regelkonform
verhält.
■■ C
Der SR verwarnt den Angreifer, welcher
das Spielfeld verlassen hat, bei der nächsten Spielunterbrechung durch optische Signalisierung mit der gelben Karte.
11Nach dem Schlusspfiff des SR
stösst noch auf dem Spielfeld ein Verteidiger den Angreifer mit den Händen heftig zu Boden. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen?
nachdem er sich mit dem SR durch Augenkontakt verständigt hat, unter gleichzeitiger Beobachtung des Spielgeschehens
mit einem Sprint in Richtung Mittellinie.
Der SR anerkennt den Torerfolg mit einem
Pfiff.
■■ C
Der SRA bleibt mit erhobener Fahne ruhig
stehen. Nach dem Pfiff des SR senkt er die
Fahne und zeigt mit der Hand in Richtung
Mittellinie.
13Bei der raschen Ausführung eines
Freistosses direkt zu Gunsten der angreifenden Mannschaft vor dem gegnerischen Strafraum befinden sich
noch nicht alle Verteidiger auf Distanz. Der Ball gelangt unberührt ins
Tor. Die Verteidiger reklamieren beim
SR, dass er das Spiel nicht freigegeben habe. Welche Entscheidung hat
der SR zu treffen?
■■ A
Der SR hat die Ausführung des Freistosses
mit einem Pfiff zu unterbrechen. Er darf
das Spiel nicht freigegeben, bevor die Verteidiger sich nicht auf die reglementarische Distanz begeben haben. Er lässt die
Ausführung des Freistosses wiederholen.
■■ A
Der SR hat den Vorfall im SR-Bericht festzuhalten.
■■ B
Der SR hat keine Veranlassung einzugreifen. Er anerkennt den Torerfolg und lässt
das Spiel mit Anstoss fortsetzen.
treffen?
■■ B
Der SR hat, da das Spiel beendet ist, keine
Möglichkeit mehr, eine disziplinarische
Strafe auszusprechen.
■■ A
Spiel mit einem Pfiff unterbrechen; Spielfortsetzung mit SR-Ball an der Stelle, wo
der Gegenstand den Ball getroffen hat;
■■ C
Der SR schliesst den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte
vom Spiel aus. Er hat den Vorfall im SR-
Vorfall im SR-Bericht rapportieren.
Bericht festzuhalten.
■■ C
Spiel mit einem Pfiff unterbrechen; Spielfortsetzung mit Freistoss indirekt
für die angreifende Mannschaft an der
Stelle, wo der Gegenstand den
Ball getroffen hat; Vorfall im SR-Bericht
rapportieren.
10Der Angreifer verlässt das Spielfeld über die Torlinie. Er macht deutlich, dass er sich einer Abseitsposition
entziehen will. Kurze Zeit später gibt
12Der SRA hat deutlich gesehen,
dass der Ball nach der Ausführung eines Freistosses direkt von der Latte
hinter die Torlinie des gegnerischen
Tores geprallt ist. Welche Entscheidung hat der SRA zu treffen, wenn
der SR nicht reagiert?
■■ A
Der SRA hat keine Veranlassung mit einer
Anzeige beim SR eine Spielunterbrechung
zu verlangen. Er lässt das Spiel weiterlaufen.
■■ B
Der SRA hebt die Fahne. Er bewegt sich,
Antworten
stoss; Vorfall im SR-Bericht rapportieren.
C A
A
C
B
B
■■ B
Tor ist gültig; Spielfortsetzung mit An-
■■ C
Der SR anerkennt den Torerfolg und verwarnt durch optische Signalisierung mit
der gelben Karte den Verteidiger, der sich
bei der Ausführung des Freistosses am
nächsten beim Ball befunden hat.
B  8
C  9
A
10
C
11
B
12
B
13
B
Während der Ball auf das leere Tor
zurollt, wirft ein Zuschauer einen Gegenstand und trifft damit den Ball.
Der Ball gelangt trotzdem ins Tor.
Welche Entscheidung hat der SR zu
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3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
7
Schiedsrichter im Sondereinsatz
Youssef Rachad leistet regelmässige Unterstützungsarbeit auf dem afrikanischen Kontinent
Support für Schiedsrichterkollegen in Afrika
Jeweils zweimal im Jahr steht der gebürtige Marokkaner Youssef Rachad in seiner Region nicht für Schiedsrichtereinsätze zur Verfügung. Dann bereist er seine Heimat und leistet bezüglich Schiedsrichterrekrutierung und -ausbildung eine Art Entwicklungshilfe. Er überbringt Textilien aus der Schweiz und motiviert
damit Interessierte für die Schiedsrichterei.
Frisch eingekleidet freuen sich
die jungen Burschen der Atlas
Bouskoura Fussballschule auf
das Spiel, welches vom Schweizer Schiedsrichter Youssef
Rachad geleitetwurde.
Foto: Archiv Youssef Rachad
Marcel Vollenweider
Redaktor deutschsprachiger Teil
Youssef Rachad ist gebürtiger
Marokkaner, lebt aber seit
vielen Jahren in der Schweiz.
Hier übt er mit Begeisterung
das Hobby als Schiedsrichter
aus - ohne seinen Heimatkontinent dabei zu vergessen.
«Schweizer Schiedsrichter»: Worum
geht es genau bei diesem Projekt und
welche Aufgaben übernimmst Du?
Form unterstützen. Ich verfolge mit
dieser Aktion zwei Ziele, die ich erreichen möchte. Zum einen möchte
ich im Bereich Sport möglichst viele
afrikanische Schiedsrichter unterstützen.
Das soll einerseits durch die Vermittlung von Know how durch die
Auch junge Afrikaner
sollen das tolle Hobby
der Schiedsrichterei ausüben können!
Youssef Rachad: «Ich stamme ja vom
afrikanischen Kontinent, und ich
möchte Leute dort in irgend einer
8
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
Unterstützung von Schweizer
Schiedsrichtern geschehen. Andererseits wollen wir aber auch mit
Material helfen, welches in der
Schweiz nicht mehr benötigt wird.
Wir transportieren darum regelmässig Textilien hierher.
Der junge afrikanische Sporttreibende soll Freude entwickeln können, um das tolle Hobby als Schiedsrichter ebenfalls zu praktizieren.
Wenn wir einen Vergleich zwischen
afrikanischen Schiedsrichtern und
solchen in der westlichen Welt machen wollen, dann sind die Schiedsrichter aus Afrika niveaumässig sehr
weit entfernt etwa von ihren europäischen Kollegen. Dennoch nehmen afrikanische Schiedsrichter regelmässig an Fussball-Weltmeisterschaft teil. An einem solchen Turnier zeigen sich dann aber die Leistungsunterschiede gewaltig.
Schiedsrichter im Sondereinsatz
Die Junioren wollten auch etwas über Fussballregeln erfahren und freuten sich, dass ein
Referee aus der Schweiz ein
Spiel leitet.
Foto: Archiv Youssef Rachad
Es gibt aber auch den beruflichen
Bezug. Ich habe meiner Firma KTR
Kupplungstechnik die Idee vorgestellt, auf dem afrikanischen Kontinent zu investieren. In Marokko gibt
es zum Beispiel grosses Potenzial in
unsere Branche, doch es fehlt noch
immer an einer Tochtergesellschaft.
Meine Idee wurde mit grossem Interesse aufgenommen.
Es ist sodann unser Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, Leute in den Vororten zu beschäftigen. Sie sind dabei
sicher glücklicher, als wenn sie ins
Ausland würden, zumal es in Europa nicht mehr unbeschränkt Platz
hat.»
«Schweizer Schiedsrichter»: Wie oft
reist Du wegen dieses Projekts ins
Ausland?
Youssef Rachad: «Zwei Mal im Jahr,
je nach Möglichkeit»
«Schweizer Schiedsrichter»: Wer ist
Initiant dieser Idee?
Youssef Rachad: «Ich wollte einen
Beitrag leisten und habe mich deshalb entschieden, in dieser Form etwas zu machen.»
«Schweizer Schiedsrichter»: Weshalb
bist Du Schiedsrichter geworden? Was
gefällt Dir an dieser Aufgabe?
Youssef Rachad: «Weil der Fussball
meine Lieblingshobby ist, und ich
selber Fussball gespielt habe.
Schiedsrichter bin ich zudem, um
auch im fortgeschrittenen Alter
noch auf dem Fussballplatz stehen
zu können. Als Ref kann ich länger
auf dem Platz aktiv sein als ein Spieler in einer entsprechenden Aktivklasse. Ich liebe zudem die Gleichberechtigung und das Fairplay.»
Youssef Rachad: Der pfeifende Hobbykoch
Youssef Rachad wird im kommenden September 40 Jahre alt. Der Vater von
zwei Kindern stammt ursprünglich aus Marokkos Süden und lebt seit dem Jahr
1996 in der Schweiz.
Im Jahr 1999 absolvierte Youssef Rachad den Ausbildungskurs zum Schiedsrichter. Auf der Karriereleiter eines Unparteiischen schaffte es der kommunikative Hobbykoch bis auf Stufe 2. Liga regional.
Er ist in Niederhasli wohnhaft und blüht in der Rolle eines Schiedsrichters auch
darum auf, «weil ich so Richter und Psychologe gleichzeitig bin.»
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
9
Aus den Regionen: Nordwestschweiz
Eishockey-All-Star-Game als spassiges, aber auch sportliches Erlebnis
Basler rutschten gegen Aargauer aus
Rasen scheint den Basler Schiedsrichtern besser zu bekommen als das blanke
Eis: Das Team Red Argovia Carrots setzte sich nämlich im All-Star-Game des
Jahres 2013 mit dem Skore von 8:6 (3:1, 1:1, 4:4) gegen die Greenhorn Jumpers
Basel durch - und das auf fremdem Terrain, wenn man die Eisfläche in der
ausverkauften Aspirin-Arena in Rheinfelden überhaupt so nennen darf.
Die Basler und Aargauer Fussballschiedsrichter vereint beim
Fototermin.
Foto: Erwin Krieg
Roger Koweindl
Präsident SSV-Region Nordwestschweiz
Es gehört schon zur Tradition,
dass kurz nach dem SpenglerCup in Davos die regionalen
Fussballreferees ihre Ausrüstung mit derjenigen der Hockeyspieler tauschen.
Am Samstag, 5. Januar 2013, fand bereits zum sechsten Mal das All-StarGame zwischen den Basler und Aargauer Referees in der Aspirin-Arena in
Rheinfelden statt. 23 Spieler durften auf
persönliche Einladung von Roger Koweindl ihr Können vor dem frenetischen
Publikum zeigen.
10
Beide Trainer stimmten ihre Mannschaften vorzüglich auf das Spiel ein.
Der NHL-erfahrene Schiedsrichter
Nikki Studer pfiff um 17:00 Uhr Ortszeit
die Partie an. Besser ins Spiel kamen die
Greenhorn Jumpers. Sie dominierten
die Anfangsphase und es überraschte
nicht, dass der jüngste auf dem Eis, Leandro Koweindl, mit einem Slapshot das
Torfestival eröffnete.
Die Greenhorns erspielten sich reihenweise Torchancen. Doch entweder
scheiterten sie am eigenen Unvermögen,
am ausgezeichneten Goalie Schneider
oder am Referee. Auf die Weisheit, wer
die Tore nicht macht, der bekommt sie,
möchte der Schreibende nicht näher
eingehen. Ein haarsträubender Defensivfehler ermöglichte den Reds den zu
diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich. Mit einem Gesamtskore von 1:3
ging es in die Drittelspause.
Das letzte Drittel bot Spektakel, Emotionen und Eishockey vom Feinsten: Ho-
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
ckeyherz, was willst du mehr? Die Fans
tobten auf ihren Logenplätzen. Die
Greenhorns spielten sich in einen
Rausch, hatten aber auf der anderen
Seite Glück, dass die Carrots ihre Chancen nicht nutzen konnten.
Somit konnten die Jumpers den Spielstand verkürzen. Die Partie wurde
nochmals spannend. Beim Stande von
6:7 aber schoss der Oldie bei den Reds,
Michael Wagmann, aus rund 40 Metern
aufs Tor. Zum Erstaunen aller kullerte
der Puck zum vielumjubelten 8:6 für die
Gäste ins Gehäuse. Goalie Rainer Mühlbauer wähnte sich wohl schon im Ermüdungspool. Der Referee hatte nur noch
Mitleid mit dem Torhüter, so sehr, dass
er das Spiel sofort beendete.
Nach der Wahl der MVP, Tobias
Thommen und Pascal Schneider, ging es
zum Apéro in die Spielerlounge. Der
Präsident hatte eingeladen. Im MedicalCenter hatten sie derweil noch alle Hände voll zu tun.
Meinung des SSV-Zentralpräsidenten
Und immer wieder:
Ruf nach mehr Respekt
Luigi Ponte
SSV-Zentralpräsident
Wir, diverse Schiedsrichterkreise, haben uns in der Winterpause
mit Trainern und Schiedsrichtern ausgesprochen. Hierzu seien
nachstehend einige Meinungen wiedergegeben.
Wie schützt sich denn ein Schiedsrichter in den unteren Ligen?
Schiedsrichter können sich schützen, indem sie über ihr eigenes Tun
nachdenken. Es ist ja nicht immer so, dass wir als Schiedsrichter
ganz unschuldig sind, wenn es zu Konfrontationen kommt.
Manchmal tragen wir sicherlich auch einen Teil dazu bei.
Wir haben deshalb verstärkt Schulungsmassnahmen durchgeführt. Wir haben zum Beispiel mit Rollenspielen aufgezeigt, was
passiert, wenn man selber «anders als optimal» reagiert. Wir versuchen so, unseren Schiedsrichtern einen kleinen Baukasten mitzugeben, den sie auf dem Platz auspacken sollten. Zudem haben
wir versucht, die Trainer dafür zu sensibilisieren, dass sie eingreifen, wenn sie merken, dass ein Spieler nicht so gut drauf ist und sich
auf den Schiri eingeschossen hat. Eine Auswechslung kann da zum
Beispiel Schlimmeres verhindern. Ansonsten ist der Schiedsrichter
natürlich auf sich alleine gestellt - souveränes Agieren ist gefragt.
Was muss sich auf dem Platz ändern?
Momentaufnahmen aus der
All-Star-Begegnung: Ref Nikki
Studer (oben), Goalie Rainer
Mühlbauer (Mitte) und Torszene aus der Begegnung (unten).
Fotos: Erwin Krieg
Ich wünsche mir, dass der Respekt gegenüber dem Schiedsrichter
wieder grösser wird. Dass Entscheidungen akzeptiert werden,
auch wenn sie im Moment unglücklich oder falsch sein mögen.
Wenn sich die Leute einmal in die Lage des Entscheiders begeben
würden, dann würden sie erkennen, dass der Schiedsrichterjob eine
überaus anspruchsvolle Aufgabe ist. Ich bin überzeugt, dass 99,9
Prozent aller Schiedsrichter versuchen, das Beste zu geben - aber es
gelingt eben nicht immer. Das ist ganz logisch - oder sollen wir sagen menschlich? Wenn da dann der Respekt spürbar würde, dann
hätten wir enorm viel gewonnen.
«Ich lege grossen Wert darauf, dass man sich nach dem Spiel die
Hand reicht», äusserte sich ein Trainer. Ausserdem spreche er öfter
mit seinen Spielern über solche Themen. Allerdings stellte der Trainer auch fest, dass es immer wieder Trainer und Eltern gibt, die
Schiedsrichterentscheidungen nicht akzeptieren würden und beklagte auch abseits des Sportplatzes eine zunehmende «Verrohung
der Sitten» in der Gesellschaft. «Wir sind alle oft schlechte Vorbilder», meinte er und nahm sich selbst nicht aus. Der Rolle, die man
als Spieler oder Trainer, aber auch als Zuschauer allein schon den
Kindern und Jugendlichen gegenüber habe, solle man sich immer
wieder neu bewusst werden.
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
11
Aus den Regionen: Innerschweiz
ISV-Vorstand und IFV kürten Schiedsrichtertalent zum Schiedsrichter des Jahres 2011/2012
Auszeichnung ging an Lukas Fähndrich
Der 29-jährige Lukas Fähndrich wurde vom Innerschweizer Fussballverband
in Zusammenarbeit mit dem Innerschweizer Schiedsrichterverband zum
Schiedsrichter der Saison 2011/2012 ernannt. Seit knapp einem Jahr arbitriert der Innerschweizer auch in der Challenge League. Lukas Fähndrich amtet zudem als Instruktor und Inspizient. Ausserdem hat er kürzlich die Verantwortung für die Innerschweizer Talente übernommen.
ISV-Vorstand
Text
Anlässlich des Unterhaltungsabends vom 17. November
2012 stellte der Vorstand Lukas Fähndrich, Jahrgang 1984
und aus Luzern kommend, als
den neuen Schiedsrichter des
Jahres 2011/2012, vor.
Lukas Fähndrich ist der Nachfolger von
Urs Helfenstein (Nottwil).
Der ISV-Vorstand hat in Zusammenarbeit mit dem IFV Lukas Fähndrich einstimmig zum Schiedsrichter des Jahres
gewählt. Da Lukas am Unterhaltungsabend in den Ferien weilte, wurde ihm
die Trophäe nach seiner Heimkehr von
Gran Canaria, wo er die Vorbereitungswoche der Schweizer Eliteschiedsrichter
absolvierte, übergeben. Mit sichtlicher
Freude, grossem Stolz und Dankbarkeit
nahm Lukas die Ehre sowie die Trophäe
entgegen.
Ausschlaggebend für die Wahl war sein
Durchbruch zum Spitzenschiedsrichter
in der Challenge League und, dass Lukas
auch im sportlichen Erfolg sein gesellschaftliches Umfeld nicht vernachlässigte. So besuchte er im Referenzjahr
auch das Jassturnier und den Unterhaltungsabend des ISV.
Lukas, heute ausgebildeter Sekundarlehrer, absolvierte im Jahr 2004 den
Schiedsrichteranfängerkurs auf der
Lenzerheide und wurde ein Jahr später
bereits in die 4. Liga qualifiziert. Nach
weiteren zwei Jahren durfte er sich bereits in der 3. Liga bewähren. 2008 leite-
12
te er Spiele der 2.Liga regional. Während
eines halbes Jahr wurde er in der 2. LigaInter eingesetzt. Nach einem erfolgreichen 2. Liga-Inter-Talentjahr erhielt er
2009 die 1.-Liga-Qualifikation. Im
Winter 2010 wurde Lukas in die Talentgruppe der Swiss Football League aufgenommen. Er leitete ab Sommer 2011
bereits Testspiele in der Challenge
League. Diese arbitrierte er so überzeugend, dass er im Dezember 2011 die definitive Qualifikation für diese Liga erhielt.
Anfangs Saison 2011/2012 liess sich Lukas zum Instruktor und Inspizient ausbilden. In der laufenden Saison übernahm er das Ressort Talentwesen in der
Schiedsrichterkommission des IFV und
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
Werner Hardegger, ISV-Präsident, übergibt Lukas Fähndrich
den Preis - wenn auch etwas
mit Verspätung.
Foto: Vorstand ISV
bringt dort seinen mittlerweile riesigen
Erfahrungsschatz ein.
Lukas hat die Wahl sicherlich nicht nur
als Schiedsrichter, sondern auch als
Mensch verdient. Er ist bei jungen und
etablierten Schiedsrichtern beliebt und
mit seiner ruhigen und besonnenen Art
ein Vorbild für alle.
Der ISV-Vorstand gratuliert Lukas zur
Wahl und wünscht ihm für seine weitere
persönliche und sportliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
Schiedsrichter obere Ligen
Schweizer Spitzenschiedsrichter im Trainingslager auf Gran Canaria
An vielerlei Kompetenzen gearbeitet
Marcel Vollenweider
Redaktor deutschsprachiger Teil
Jahr für Jahr fliegen die
Schweizer Elite-Refs und deren Assistenten auf die Kanaren - nicht des Sonnenbadens
wegen, sondern einer TopVorbereitung verpflichtet.
Der Fokus der wie gewohnt professionell aufgegleisten Arbeitswoche lag
klar bei einer bestmöglichen Vorbe-
reitung mit Blick auf eine Rückrunde, die vor allem auf Spitzenniveau
allen Beteiligten wieder einiges abverlangen wird.
Hierzu sind nicht nur perfekte Regelkenntnisse sowie eine optimale
körperliche Verfassung vonnöten.
Geschult wurden auch Bereiche, die
dem verbesserten Verhalten und
dem optimierten Wirken und Kommunizieren der Referees zuzuordnen sind.
Schweizer Elite-Referees bereiteten sich auf Gran Canaria auf
die Rückrunde vor.
Foto: Website SFV
SFV-Mann Peter Knäbel im SR-Trainingscamp auf Gran Canaria:
«Es rückt eine interessante Generation nach»
Peter Knäbel,
Technischer Direktor des SFV
mir inzwischen ein fundiertes Urteil
erlauben. Die Arbeit der Kursleitung
und das Engagement der Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten sind hochprofessionell. Zudem
sind die Bedingungen, die sich die
Schiedsrichter in über 20 Jahren
Gran Canaria erarbeiten konnten,
auch heuer wieder ideal.»
Foto: Website SFV
Medienstelle
Schweizerischer Fussballverband
Interview
Im Januar bestritten die
Schweizer Eliteschiedsrichter
auf Gran Canaria ihr Trainingslager im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte. SFV-Sportdirektor Peter Knäbel zieht Bilanz und blickt nach vorne.
Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Peter Knäbel, wie schätzen Sie die Arbeit der Schiedsrichter
und SR-Assistenten ein, die auf Gran
Canaria geleistet wurde?
Peter Knäbel, SFV-Sportdirektor:
«Nach meiner dritten Visite kann ich
Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Wie beurteilen Sie die Atmosphäre zwischen Schiedsrichtern,
Assistenten und Inspizienten?
Peter Knäbel: «Ich nehme die
Schiedsrichter als Einheit wahr. Gerade die Mischung der verschiedenen Rollen und der intensive Austausch untereinander sind in dieser
gemeinsamen Woche von grossem
Wert.»
Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Was war Ihre Funktion
im Rahmen des Trainingslagers der
Schweizer Schiedsrichter?
Peter Knäbel: «Durch die Visite des
Zentralpräsidenten Peter Gilliéron
und die Anwesenheit des Präsidenten der Schiedsrichterkommission,
Markus Hug, konnte ich mich in
diesem Jahr vor allem auf den technischen Input konzentrieren. Es
ging darum, die neusten Trends im
Profifussball vorzustellen und das
Fussballverständnis der Schiedsrichter zu vergrössern.»
Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Was erwarten Sie von
den Schiedsrichtern und deren Assistenten in der zweiten Saisonhälfte?
Peter Knäbel: «Eine Stabilisierung
des Leistungsniveaus und eine Weiterentwicklung unserer Talente in
Richtung internationalen Fussball.»
Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Gerade in diesem Zusammenhang äussern Schweizer Medien
immer wieder die Kritik, seit dem
Rücktritt von Massimo Busacca sei
kein Schweizer Schiedsrichter mit internationalen Perspektiven in Sicht…
Peter Knäbel: «Die aktuelle Situation
trifft uns in keiner Weise unvorbereitet. Es liegt an uns, dies zu ändern. Ich bin mir sicher, dass wir
dies auch in absehbarer Zeit erreichen werden, weil eine interessante
Generation nachrückt.»
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
13
SSV-Aktivitäten
Schweizerische Schiedsrichter-Sportwoche findet vom 6. bis 13. Juli 2013 wiederum in Arosa statt
Sport, Spiel und Spass im Bündnerland
Marcel Vollenweider
Redaktor deutschsprachiger Teil
Schiedsrichter, die eine intensive Saisonvorbereitung unter
besonderen Bedingungen
schätzen, finden in der traditionellen SSV-Sportwoche den
idealen Rahmen vor.
Nach der Première im letzten Jahr ist
Arosa auch im 2013 die ideale Destination für Referees, die sich unter Gleichgesinnten fit machen wollen im Hinblick
auf die neue Saison.
Viele Sportwoche-Teilnehmer sind treue
Besucher der Veranstaltung. Die Routiniers profitieren vom frischen Wind,
den die Jungen und die weiblichen Unparteiischen mitbringen, ebenso, wie
die Talente von den Ratschlägen der gestandenen Schiedsrichter.
Routiniers, Talente und Frauen
Die SSV-Sportwoche bietet Interessierten die Möglichkeit, den Neuschiedsrichterkurs zu absolvieren. Für eine
qualitativ hochwertige Ausbildung sorgen bewährte Instruktoren. Auch der
SFV ist prominent vertreten.
Die Kurswoche richtet sich mit ihrem
vielseitigen Theorie- und Trainingsangebot an Referees unterschiedlicher
Leistungsniveaus.
14
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
Anmeldetalon für ArosaVorbereitungswoche
dieser Ausgabe beigelegt
Interessierte Schiedsrichter haben Gelegenheit, sich über diverse Kanäle für die
SSV-Sportwoche 2013, die vom 6. bis
13. Juli 2013 in Arosa stattfindet, anzumelden.
Ein Anmeldetalon in Papierform ist diesem Bulletin eingesteckt. Anmeldungen
sind aber auch über das Internet möglich: www.ssv-sportwoche.ch. Zudem
nimmt Kurschef und SSV-Zentralpräsident Luigi Ponte unter ponte.luigi@
football.ch ebenfalls Anmeldungen entgegen.
Marcel Vollenweider
Région Genève
Coupe de Noël du 16 décembre 2012, www.coupedenoel.ch
Les arbitres se jettent à l'eau
Alain Schlegel
Arbitre genevois candidat en 1ère ligue
Tout le monde sait qu’un arbitre de football n’a pas peur
de se «mouiller».
Il faut du courage pour devenir arbitre, pour aller siffler des matchs
tous les week-ends par tous les
temps, pour sortir des terrains sous
les sifflets des spectateurs mécontents suite à la défaite de leur équipe,
pour revenir arbitrer la même équipe
quelques semaines plus tard avec des
personnes qui vous reconnaissent
etc.
Se «mouiller» dans cette activité qui
n’est pas facile forge le caractère. En
effet, d’autres passions liées à l’eau
peuvent alors se développer ...
999 givrés se sont jetés à l’eau
le 12 décembre 2012 pour parcourir la distance de 120 mètres
et cela dure depuis 80 ans.
photo: Alain Schlegel
Eaux froides, hiver, gel, lac sont autant d’ingrédients qui ont composé
le cocktail de deux arbitres un peu à
part. En effet, durant l’hiver, dans
un lac froid et à moins de 5°C, ils
n’ont pas hésité à se jeter à l’eau
chaque semaine pour s’entrainer, en
plus de l’arbitrage, afin de participer
à une compétition d’un genre humoristique et décalé: la Coupe de Noël.
Il s’agit d’une course de natation de
120 mètres qui se déroule chaque
année à la mi-décembre dans la rade
de Genève depuis plus de 80 ans.
Y’a-t-il un lien entre l’idée de débuter l’arbitrage au football et de s’inscrire à une telle manifestation ? A
priori non mais en y réfléchissant il y
a tout de même des similitudes.
Alain Schlegel, arbitre genevois
prêt à se jeter dans l’eau glacée
du Léman
photo: Alain Schlegel
Lorsqu’un arbitre rencontre
quelqu’un et qu’il lui fait savoir que
son activité préférée c’est arbitrer
tous les dimanches, il y a fort à parier
qu’on va lui répondre qu’il est soit
fou, soit courageux. Que diriez-vous
à une personne qui vous dit qu’elle se
baigne toute l’année au moins une
fois par semaine dans un lac sous
nos latitudes ?
C’est exactement les mêmes adjectifs
qui ressortent toujours ce qui
montre bien que l’arbitre est une
personne à part qu’on n’envie pas
forcément pour son rôle ingrat mais
pour son courage à tout épreuve et
qui n’a pas peur de se mouiller.
Que vous soyez arbitre ou non et si
l’envie de participer à cette manifestation l’année prochaine vous démange, n’hésitez pas à vous manifester ! Les inscriptions ouvrent en
août et seuls les mille premiers inscrits auront la chance et l’honneur
de se jeter dans l’eau glacée.
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
15
Action Week 2013
Camp d’entrainement des arbitres en Turquie, février 2013
Merhaba! Türkiye, Türkiye, Türkiye gitmek!
Jonas Guex
Arbitre vaudois
Que dire sur notre séjour en
Turquie 2013. Cette année peu
de participant mais on pourra
nommer celle-ci de grand cru!
Comme d’habitude beaucoup de chiens
errants et de chats mais aussi dans un
petit village de la côte sud de la Turquie
Kumköy près de Side. Une trentaine
d’arbitres de toute la Suisse bien représentée cette année.
Avec les trois régions distinctives Tessin,
Suisse-Allemande et Romandie bien
sûr. Des arbitres de niveau Juniors C
(Débutants) à des niveaux allant
jusqu’en 2ème ligue inter autant au
centre que sur la touche. Xhante est toujours le lieu et l’hôtel idéal pour pouvoir
profiter de la plage ainsi que le fameux
footing matinal facultatif au bord de la
mer. Nous avons pu profiter des services
de l’ancien joueur de LNA Francesco
Delvecchio et actuellement entraîneur
de juniors comme entraîneur physique
durant la première semaine.
Au programme plein de matchs amicaux
avec des équipes de différents pays on
pourra nommer : Azerbaïdjan, Autriche,
Bulgarie, Roumanie, Danemark et
Suisse bien sûr. Pour ma part avec mon
trio nous avons eu la chance d’arbitrer
cette année Wacker Innsbruck 1ère Division Autrichienne. Pour vous faire part
aussi de l’anecdote, nous étions au même
endroit que le Servette FC et le FC Lugano en stage d’entraînement deux semaines auparavant.
Un vol en avion depuis Zurich dans un
charter jusqu’à Antalya et le retour idem
dans une sous-compagnie de Air Berlin
qui ressemble beaucoup à Easyjet. Mais
la bonne humeur et l’ambiance du
groupe des arbitres mélangés aux différentes équipes qui se rendaient en Tur-
16
quie furent très agréables. Comme d’habitude, le peuple Turc était très accueillant. Durant cette semaine, nous avons
pu également aller visiter la petite ville
en bord de mer qui se nomme Side. Populaire pour son colisée (ndlr: et les
cailloux en bord de route), mais également pour ses diverses boutiques de
contrefaçon.
Cette semaine a été rythmée par beaucoup d’entraînements et de matchs,
mais très peu de théorie. Mais pendant
le temps libre, nous avons pu profiter de
nous baigner à la mer, la piscine intérieure, le fitness, sauna et hammam.
L’avant-dernier soir, nous avons eu un
magnifique diner dans l’hôtel tout neuf
d’à côté, le Sensi Mar.
Il est vrai que pour certains arbitres, cela
constitue un grand investissement au
niveau financier et du temps pris comme
vacances au travail. Pour tant, ce séjour
est un vrai dépaysement et un bon moment de relaxation.
J’ai eu la chance de participer à la deuxième semaine avec seulement 5 arbitres. Cela a donc signifié plus de qualité, moins de stress, beaucoup de matchs
à arbitrer et surtout beaucoup d’équipes
féminines comme le FC Schlieren et Blue
Stars habituées de la Turquie ou encore
l’équipe de Süd Ost Zurich. Pour faire un
clin d’œil aux Romands, nous avons
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
également vu l’équipe du SR Delémont
un mix de 2ème Ligue et de Juniors. Pour
parfaire la renommée internationale de
ce centre d’entraînement cette année
également une équipe de Chine.
Le soir nous avons pu profiter de notre
status de all inclusive et de pouvoir jouer
à différents jeux avec les équipes présentes. L’animation musicale a été appréciée avec également une chorégraphie de Gagnam Style Arbitre-Joueuses
particulièrement appréciée.
Mais comme toute bonne chose a une fin
nous avons du finalement retourner en
Suisse. A part différents problèmes avec
la sécurité de l’aéroport qui ne voulait
pas nous laisser mettre les bips d’arbitrage dans la cabine de l’avion pour
cause le tournevis pointu qui avait pourtant passé à Zurich. A force de dénouement, ils ont finalement passé dans la
soute. Notre retour ne fut pas trop dur,
10 degrés, paysage suisse enneigé à Zürich.
Après une telle excursion et une belle expérience partagées avec des arbitres de
toute la Suisse, nous sommes fin prêts
pour la saison 2013 qui s’annonce grandiose. J’aimerais encore une fois remercier tous les organisateurs de ce magnifique voyage. A tous les amis arbitres
Bon Match!
Questionnaire
Ressort Amateur, Commission des Arbitres
Questionnaire
1
Après le coup de sifflet mais juste
avant l’exécution du coup d’envoi initial, un joueur insulte l’arbitre sur le
terrain. Quelle est la bonne réaction
de l’arbitre?
■■ A
L’incident sera rapporté par l’arbitre en
page 4 de son rapport, le joueur peut
prendre part au match.
■■ B
L’arbitre expulse le joueur avec le carton
rouge, le joueur expulsé peut être remplacé par un joueur remplaçant.
■■ C
L’arbitre expulse le joueur avec le carton
rouge, le joueur expulsé ne peut pas être
remplacé.
2
Alors que le ballon est en jeu, un
joueur de l’équipe recevante adresse
des gestes blessants et dégradants en
direction du secteur des supporters
■■ A
L’ARB interrompt le jeu par un coup de
sifflet. Il avertit le défenseur avec signalisation optique du carton jaune. Reprise du
jeu par une balle à terre à l’endroit où se
trouvait le ballon lors de l’interruption de
jeu.
■■ B
L’ARB interrompt le jeu par un coup de
sifflet. Il avertit le défenseur avec signalisation optique du carton jaune. Reprise du
jeu par un coup franc direct sur la ligne de
touche pour l’équipe de l’attaquant.
■■ C
L’ARB interrompt le jeu par un coup de
sifflet. Il avertit les deux joueurs avec signalisation optique du carton jaune pour
avoir quitté le terrain de jeu sans autorisation. Reprise du jeu par un coup franc indirect sur la ligne de touche pour l’équipe
de l’attaquant.
4
■■ A
L’arbitre interrompt le jeu, expulse le joueur fautif du terrain et reprend le jeu par
une balle d’arbitre à l’endroit du ballon au
L'arbitre s'apprête à reprendre le
jeu par une balle d'arbitre. Avant que
le ballon ne touche le sol, il voit un
défenseur qui se trouve dans sa propre surface de réparation donner un
coup de coude à un attaquant. Décisi-
moment de l’interruption.
on de l'arbitre?
■■ B
L’arbitre interrompt le jeu, avertit le joueur
fautif et reprend le jeu par un coup franc
■■ A
L'arbitre interrompt l'exécution de la balle
d'arbitre et expulse le joueur fautif par signalisation optique du carton rouge. Il reprend le jeu par un coup de pied de réparation en faveur de l'équipe du joueur
visiteurs. Décision de l’arbitre?
direct à l’endroit de la faute.
■■ C
L’arbitre interrompt le jeu, expulse le joueur fautif du terrain et reprend le jeu par
un coup franc indirect à l’endroit où se
trouvait le coupable.
3
Lors d’un duel en dehors du terrain de jeu, un attaquant et un défenseur se frottent un peu. Le ballon reste en jeu. Lorsqu’il tente de revenir
sur le terrain, l’attaquant est retenu
au maillot par le défenseur. Décisions
de l’ARB?
1
2
3
4
B
C
A
C
5 B
6 B
7 B
Réponses
attaquant.
■■ B
L'arbitre n'a pas de raison d'interrompre
l'exécution de la balle d'arbitre. Il expulse
le joueur fautif par signalisation optique
du carton rouge lors de la prochaine interruption de jeu.
■■ C
L'arbitre interrompt immédiatement
l'exécution de la balle d'arbitre par un
coup de sifflet. Il expulse le joueur fautif
par signalisation optique du carton rouge
et reprend le jeu par une répétition de la
balle d'arbitre.
moment où le même joueur tire le
ballon encore une fois, celui-ci éclate
sous la force du tir. Le ballon défectueux finit sa course au fond du but. Décision de l’arbitre?
■■ A
But.
■■ B
Coup franc indirect en faveur de la défense.
■■ C
Balle d’arbitre.
6
Un défenseur qui a été victime
d’une faute, est soigné hors du terrain. Quelle déclaration est correcte?
■■ A
Le joueur peut revenir sur le terrain de
n’importe quel endroit alors que le jeu est
en cours.
■■ B
Le joueur doit s’annoncer auprès de
l’arbitre avant son retour sur le terrain et
ne peut revenir en jeu qu’après avoir obtenu l’autorisation de l’arbitre.
■■ C
Alors que le jeu est cours, le joueur peut
aussi revenir sur le terrain sans autorisation de l’arbitre, depuis la ligne de touche.
7
L’équipe attaquante bénéficie d’un
coup franc direct juste devant la surface de réparation adverse. L’ARB mesure la distance réglementaire. Avant
qu’il ne siffle la reprise de jeu, le coup
franc est exécuté. Le ballon passe à
côté du but. Que décide l’ARB?
■■ A
L’ARB reprend le jeu par un coup de pied
de but.
■■ B
L’ARB avertit le tireur avec signalisation
optique du carton jaune et fait répéter
l’exécution du coup franc.
■■ C
L’ARB interrompt le jeu avec un coup de
sifflet. Il fait répéter l’exécution du coup
franc après avoir mesuré la distance.
5
Lors de l’exécution du coup de
pied de réparation le ballon percute
directement le montant du but. Au
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
17
Formation d’instructeur d’arbitres
Séminaire des candidats instructeurs, Loèche-les-Bains, novembre 2012
Bienvenue à Loèche!
Chers amis candidats, chers organisateurs, puisqu’il m’incombe de relater
l’histoire de notre séminaire de Leysin à nos collègues arbitres, j’ai décidé
de le faire de façon vivante, saisissante et chaleureuse, en un mot, à l’image
de ce qu’a été notre séjour.
En haut, de gauche à droite: Philippe Clerc, JeanPascal Verdon, Jérôme Dubrit, Raphaël Porret,
Frédéric Cornu, Khalil Thebti, Gajo Gajic. En bas, de
gauche à droite: André Dumartheray, Walter Paolozza, Joël Vuillaume, Nicolas Jancevski, Michael
Brogna, Dominique Di Cicco, Benjamin Maillard.
photo: Jean-Pascal Verdon
Dominique Di Cicco
Candidat instructeur fribourgeois
Mercredi 24 novembre 2012, 9h00,
après deux heures de route nous atteignons enfin la localité de Leukerbad, il ne nous reste plus qu’à trouver
notre hôtel. Alors que nous circulons
dans les ruelles sinueuses du village
de montagne, nous passons devant
un magnifique bâtiment, luxueux,
riche et traversant devant son entrée
principale, gardée par un portier à la
18
façon des vieux films américains,
nous distinguons soudain l’inscription : «Hôtel Lindner», nous sommes
arrivés.
Nous laissons le voiturier garer le
véhicule puis, incrédules et excités,
nous entrons dans le hall de l’hôtel.
Nous nous installons alors confortablement dans le salon, prenons le café et faisons connaissance avec les
autres candidats qui commencent à
arriver petit-à-petit.
9h30 précise, les instructeurs arrivent, nous saluent et nous invitent
à nous rendre dans la salle d’instruction où le programme du sémi-
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
naire nous sera présenté. La partie
récréative se termine avec l’annonce
du test théorique éliminatoire qui
est sur le point d’être distribué. Tout
le monde reprend son sérieux, la
tension s’installe, les candidats sont
tous concentrés et prêts. Première
épreuve et 100% de réussite, tous
connaissent parfaitement leur règlement.
Nous continuons alors avec les présentations personnelles. Chacun a à
sa disposition 3 minutes pour se
présenter de façon particulière. Les
candidats n’ont pas lésiné sur les
moyens et se sont bien préparés: originalité, déguisements, dégusta-
Formation d’instructeur d’arbitres
tions, musique ou chansons ; tout a
été mis en œuvre pour marquer les
esprits; seconde épreuve réussie
également.
Le cours est interrompu à 12h00 par
le chef du séminaire afin de prendre
le repas. A peine assis et nous voilà
déjà servis, en effet, des instructions
ont été données à la cuisine afin
d’éviter de perdre du temps durant
les pauses. Manifestement tout a été
pensé et organisé jusque dans les
moindres détails par les organisateurs … Le repas terminé, nous reprenons avec la troisième et dernière
épreuve de ce séminaire. Cette foisci les candidats doivent présenter à
l’assemblée une expérience marquante de leur vie. Les histoires sont
différentes, certaines comiques,
d’autres dramatiques mais toutes
surprennent, touchent et créent de
l’émotion. Les candidats donnent le
meilleur d’eux-mêmes et font de la
dernière épreuve un succès de plus.
Les chefs-instructeurs sont contents
du déroulement de la journée et nous
proposent de nous rendre tous ensemble aux bains. C’est l’occasion
alors de profiter des magnifiques
installations thermales mais aussi
de se détendre après cette longue
journée de labeur et de plaisir. Cette
première journée se terminera dans
un restaurant chic du village puis
autour d’un verre.
Jeudi: les plus courageux se sont levés tôt pour profiter de la piscine ou
du buffet. Mais courageux ou non,
nous sommes tous à 8h00 dans la
salle de théorie pour une journée qui
s’annonce très intense. En effet, c’est
aujourd’hui que les candidats vont
recevoir la partie centrale de leur
formation. Heureusement que de
petites pauses où des collations nous
sont servies ont été aménagées afin
de nous permettre de récupérer un
peu nos esprits. Dans l’après-midi
nous recevons Bruno Grossen, chef
du service de l’instruction des arbitres à l’ASF. Il donnera une leçon
sur le rôle de l’inspecteur. Les instructions de l’après-midi sont terminées, nous montons alors en
chambre afin de prendre nos affaires de bain et nous nous rendons
tous aux thermes afin de nous relaxer puis par la suite au restaurant.
C’est alors l’occasion de discuter avec
les autres candidats et de passer de
bons moments de convivialité. Le
repas du soir achevé, nous reprenons
nos quartiers dans la salle de théorie
pour une nouvelle instruction qui
durera jusqu’à 22h30. Les candidats
reçoivent alors la mission de préparer une leçon en lien avec une loi du
jeu pour le lendemain selon ce qui a
été appris durant cette journée de
jeudi. Tous les candidats restent
alors éveiller jusqu’à tard afin de
préparer leur cours qu’ils devront
présenter le lendemain matin.
Michael Brogna, candidat instructeur de l’association Berne/
Jura en plein réflexion durant
son test théorique d’entrée.
Vendredi: Les candidats se réunissent à 8h00 dans la salle de théorie. Tous sont prêts pour leur présentation. Les premiers commencent à parler mais voilà que soudain l’assemblée s’anime : les téléphones portables sonnent, le matériel de présentation ne fonctionne
plus, des gens entrent dans la salle...
Aux candidats de gérer ces éléments
perturbateurs. En effet, les chefsinstructeurs ont volontairement mis
en œuvre des éléments venant gêner
les leçons afin de tester les candidats
sur leur capacité à gérer ces incidents. Tant bien que mal les candidats s’en sortent, certains péniblement, d’autres un peu mieux mais
l’expérience est utile et formatrice
pour tous.
par l’explication du programme du
prochain séminaire de cours instructeurs qui aura lieu à Martigny en
février 2013. Nous sommes alors remerciés et le rendez-vous final nous
est donné devant l’hôtel afin de se
serrer la main une dernière fois
avant la prochaine rencontre. Nos
affaires rassemblées, nous nous saluons tous chaleureusement, certes
contents de regagner nos foyers
après ce séjour intense mais aussi un
peu nostalgiques que tout cela se termine si vite. Nous regagnons alors
nos véhicules, ravis et certains qu’un
lien spécial entre les candidats instructeurs et les organisateurs s’est
noué.
L’après-midi sera occupée par
l’exercice «média». Durant cet exercice, les candidats, filmés, se font interviewer par un journaliste et ont
un message à faire passer qui n’est
pas en lien avec les questions posées.
Les candidats jouent le jeu et l’exercice est très amusant pour tout le
monde.
Chers amis candidats, chers organisateurs, ces dernières lignes vous reviennent puisque c’est dans l’impatience de vous rencontrer à nouveau
que je vous remercie infiniment pour
cette expérience humaine et enrichissante qui restera à jamais graver
dans mon cœur et dans mon esprit.
La suite au prochain numéro.
photo: Jean-Pascal Verdon
Cette dernière journée se terminera
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
19
Arbitrage professionnel
Service Espoirs Romands
Pourquoi plus d’arbitre suisse depuis
2010 dans les grandes compétitions?
C’est lors du séminaire d’hiver organisé par le Service Espoirs Romands (anciennement STR, Service Talents Romands) à Leysin durant le week-end des 16 et
17 février 2013, que la question en titre a été traitée lors d’un débat avec un
bon nombre d’invités, personnages influents du football suisse.
Malik Ezzrari
Rédacteur partie francophone
Si cette question est d’actualité depuis au moins 2 ans, l’ASF ne veut
pas entrer en matière pour le moment et ainsi fournir des contrats de
travail aux arbitres de Super League.
Ce débat a permis de faire le point
sur les opinions des différents intervenants, clubs, entraineurs et arbitres.
«Seule la crème des arbitres sera
engagée pour la coupe du Monde 2014»
Pourquoi plus d’arbitre suisse depuis
2010 dans les grandes compétitions
comme l’EURO ou la coupe du monde a
été posée au préalable à Massimo Busacca, ancien arbitre suisse international,
dirigeant actuellement le département
de l’arbitrage au sein de la FIFA. Il a simplement répondu en précisant que
«Seule le crème de la crème des arbitres
sera engagée pour la coupe du Monde. La
question a été posée au préalable. … Aucun directeur de jeu suisse ne fait actuellement partie de celle-ci».
Une telle réponse peut surprendre, mais
elle est très certainement criante de vérité et proche de la réalité.
Bernard Challandes, avec son grand
parcours d’entraineur, était présent.
Pour lui, il est clair que tant qu’aucun arbitre helvétique ne sera professionnel,
plus aucun ne participera à une phase finale de coupe de Monde.
20
Au premier plan, Sébastien Allard, le
nouveau chef de service des espoirs
romands depuis l’été 2012.
photo: Martin Oertly
En effet, comment être engagé dans une
grande compétition et mettre son réveil
le lendemain pour aller travailler tout à
fait normalement.
«Tant qu’aucune arbitre ne sera
pro en Suisse, il n’y aura plus de
suisses dans les grandes compétitions»
Christian Constantin, le sémillant président du FC Sion, que l’on ne présente
plus, tant il est connu pour son francparler envers le corps arbitral est pour sa
part, à 100% pour l’introduction de trios
professionnels dans l’arbitrage en SFL.
Pour lui, un match, ce n’est pas uniquement 90 minutes, un match se prépare
au niveau tactique et à l’avance. Carlo
Bertolini (chef de service des arbitres du
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
football professionnel), abonde dans son
sens, en rappelant, que malgré le fait
qu’aucun arbitre ne soit pro aujourd’hui
en Suisse, nos arbitres agissent avec
professionnalisme et se préparent aux
matches bien avant l’arrivée au stade.
Toutefois, le tessinois nous rappelle que
pour l’EURO par exemple, ce sont environ 20 directeurs de jeu qui sont sélectionnés parmi les 250 arbitres internationaux issus des fédérations européennes. Il n’y a donc pas de quoi crier au
scandale pour lui car les choix sont effectués au mieux pour s’assurer du meilleur déroulement possible des compétitions.
«Le championnat suisse
n’est pas dans les 2 à 3 meilleurs
d’Europe»
C’est un conseiller d’Etat vaudois, ancien
arbitre FIFA, Philippe Leuba, qui tente
Arbitrage professionnel
Christian Constantin et Philippe Leuba qui
ont fait le déplacement à Leysin pour participer au débat sur le thème de l’arbitrage
professionnel en Super League.
photo: Martin Oertly
de replacer les choses dans leur contexte.
En effet, la Suisse est un petit pays et de
ce fait, le bassin de recrutement est
moins important que chez nos voisins
européens. De plus, pour l’homme politique vaudois, le championnat suisse
n’est pas un des 2 à 3 meilleurs d’Europe,
ce qui n’arrange rien à la situation générale. Pour lui, l’arbitrage, pour 50% est
constitué des lois du jeu et de la condition physique, les autres 50% sont très
étroitement liés au mental et à la préparation de celui-ci.
Il faut toutefois préciser, que la Suisse au
classement FIFA, est passée de la 93ème
place en 1994 à la 16ème place mondiale
aujourd’hui. Le football helvétique a
réellement évolué de façon positive dans
les 20 dernières années.
Depuis 1996 en Suisse, des
arbitres de hockey sont pros
Dans le hockey suisse, depuis 1996, des
arbitres sont professionnels et cela fonctionne bien avec un rythme de match
particulier. Pour le football, au niveau du
professionnalisme, finalement tout le
monde semble être d’accord sur le principe mis à part l’ASF qui s’oppose visiblement à l’engagement d’arbitres pros
pour le championnat suisse de Super
League. A noter que le dernier contrat
publicitaire signé entre l’ASF et un partenaire, la somme de 140 millions de
francs suisses sera versée sur une durée
de 5 ans à l’ASF. Sur cette somme, un
montant unique de 200'000 francs
suisse par saison sont consacrés à l’arbitrage.
Même si les chances de perfectionnement et de reconversion à 45 ans, soit au
terme d’une carrière d’un arbitre d’élite,
sont faibles, le même choix est laissé aux
sportifs d’élite qui, de nos jours, pour la
plupart, suivent une formation ou apprennent une profession au début de leur
carrière sportive. Cette dernière leur
permet également de se réinsérer professionnellement au terme de leur carrière sportive qui se termine souvent
bien avant l’âge de 45 ans.
Les arbitres de Super League ont tous été
questionnés sur leurs besoins à ce ni-
veau. Ce sont 10 réponses différentes qui
sont parvenues au service gérant les arbitres d’élite. Certains préconisent un
engagement à temps partiel afin de pouvoir garder un pied dans le monde professionnel en parallèle de leur activité
d’arbitre. D’autres accepteraient un
contrat de travail à temps plein afin de
pouvoir exercer dans des conditions optimales leur activité sur les terrains
suisses et européens.
Ce débat a permis aux 10 trios du Service
Espoirs Romands d’échanger sur ce
thème avec les différents intervenants
présents et surtout de se faire une image
conforme de la réalité à ce qu’on attend
de nos jours des arbitres d’élite dans le
football suisse. En effet, il est difficile
aujourd’hui de concilier carrière, vie
privée et familiale avec l’arbitrage. Ce
qui est certain, c’est que cela ne risque
pas de beaucoup s’arranger durant les
prochaines années. Les attentes envers
les arbitres sont de plus en plus pointues
et exigeantes dans un monde sportif en
évolution. Pourtant, l’ASF tarde à évoluer et à fournir tous les moyens utiles au
corps arbitral.
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
21
ASA Regione Ticino
Dall’ultima assemblea generale
Rapporto di collaborazione ASA - FTC e DSA
Lo scorso anno in questa sala, vi ho informato di ciò che stava bollendo in
pentola all’interno dell’Associazione Svizzera Arbitri Regione Ticino. Si era
partiti sulla base di un sondaggio che è stato pubblicato ed inviato agli arbitri durante il mese di marzo/aprile.
La Federazione Ticinese di Calcio ha salutato
mente rilevato la Presidenza della DSA la-
positivamente questo progetto, demandando
sciata vacante da Jean Claude. Preso atto di
il tutto alla Direzione della Sezione Arbitrale
questa decisione formale da parte della DSA,
che lo ha analizzato esprimendo un giudizio
senza esserne stati minimamente coinvolti,
sostanzialmente positivo sulle idee proposte.
sulla base anche di quanto era scaturito dal
Idee che potranno essere aggiunte a quelle
sondaggio ossia un malcontento diffuso tra
della DSA per quanto concerne il progetto ar-
gli arbitri, l’ASA ha preso la decisione di so-
bitri 2020.
stenere un candidato proveniente dal proprio
interno. La scelta é caduta poi su Riccardo
Proprio a questo scopo recentemente, duran-
Valsangiacomo (allora supplente presso il
te il mese di novembre, si è formato un grup-
nostro comitato) che l’ASA ha sostenuto per il
po di coordinamento comune che fisserà
tramite delle società. Da parte nostra il comi-
obiettivi e requisiti alfine di portare in avanti
tato aveva espresso chiaramente il desiderio
Dal questionario era emerso che per ASA,
un progetto unico per gli arbitri. In questo
che per il ruolo di Presidente del nostro setto-
Gruppi regionali e Federazione s’intravvede-
gruppo di coordinamento faranno parte
re, dovesse spettare ad una persona che do-
va un quadro piuttosto positivo, certamente
Christian Jenzer (gruppo di lavoro), Stefano
veva avere un esperienza nella Lega Superio-
con margini di miglioramento, mentre per la
Meroni (ASA), Claudio Comi , Giosia Poma
re, cosa che per Gadina, persona dalle molte-
DSA dello scorso anno, l’ immagine scaturita
(DSA) e Riccardo Valsangiacomo (FTC). Da
plici qualità da noi apprezzate, purtroppo
era giudicata quanto meno a tinte fosche per
questo gruppo di coordinamento verranno
non era il caso. Le società hanno compreso il
non definirla con altri aggettivi.
poi creati dei gruppi di lavoro settoriali per
nostro messaggio e la voglia di cambiamento
approfondire i vari argomenti che l’arbitrag-
del settore arbitrale e pertanto dopo un ini-
Già dai primi risultati forniti, ci era chiaro
gio ticinese oggi deve affrontare. Per vostra
ziale pareggio tra i due candidati Gadina e
che la struttura arbitrale così come si presen-
informazione vi comunico che il gruppo di
Valsangiacomo, quest’ultimo nella successi-
tava, non era più attuale e si basava su un si-
coordinamento comune si troverà già a di-
va votazione di ballottaggio ha avuto la me-
stema vetusto. All’interno della stessa DSA si
cembre dove si approfondiranno i vari temi
glio, segnando di fatto un cambiamento sto-
erano riscontrati problemi di comunicazione
ed aspetti.
rico nell’arbitraggio Ticinese. Infatti era la
Stefano Meroni
Vicepresidente
interni e anche esterni verso l’ASA e verso i
propri arbitri.
prima volta che l’ASA sostenesse un candidaE’ sicuramente una bella notizia per tutto il
to proprio alle elezioni della FTC, ed ancor
movimento arbitrale ticinese che vi sarà nel
più sorprendente è stata l’elezione del nostro
Da queste problematiche emerse, si era deci-
prossimo futuro una riforma positiva ed at-
candidato che ha segnato la storia della no-
so di costituire un gruppo di lavoro indipen-
tualizzata per tutto il settore arbitrale. E per
stra Associazione.
dente sostenuto dall’ASA che gettasse le basi
questo mi sento di dovere di ringraziare tutti
per una nuova riforma del settore arbitrale.
coloro che permetteranno questo importante
Sicuramente si può dire che arbitri e società
Riforma che ha visto il suo concreto sviluppo
traguardo.
hanno dato un segnale forte di volontà di
nella costruzione del progetto Vision 2015
22
cambiamento e questo segnale è stato ben re-
che è stato presentato durante il mese di
Assemblea FTC
cepito dagli attuali quadri che compongono
maggio dell’anno corrente alla Federazione
Come avete potuto apprendere dai media il
la DSA.
Ticinese di Calcio.
primo settembre dello scorso anno si sono
svolte le elezioni del comitato FTC. Si trattava
A Riccardo, attualmente membro di comitato
Qui va un ringraziamento a tutti i membri del
di sostituire due membri dimissionari tra i
della FTC e della DSA, ringraziamo per es-
gruppo di lavoro per il lavoro svolto, In parti-
quali il Presidente della DSA Jean Claude
sersi messo a disposizione gli auguriamo un
colare un ringraziamento lo si deve a Chri-
Wüscher. L’ASA ha poi appreso che la DSA
proficuo lavoro nella sua nuova veste. Preci-
stian Jenzer che ha concretizzato su carta
aveva candidato Claudio Gadina quale mem-
siamo pure che dopo la sua elezione egli ha
tutte le idee scaturite nel progetto.
bro di comitato FTC che avrebbe probabil-
rassegnato le dimissioni da supplente del co-
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
ASA Regione Ticino
mitato ASA, ma collabora fattivamente con la
Questo è sicuramente un buon inizio e si sa
unità. Attualmente sono già stati formati ol-
nostra associazione quale persona esterna.
che chi comincia bene e già a metà dell’opera!
tre una cinquantina di arbitri e contiamo di
Rapporti con DSA FTC e ASA
Casi di violenza
tale iniziativa, entro l’ inizio della stagione di
Per quanto concerne i rapporti che l’ASA
La scorsa stagione come tutti voi sapete, gli
ritorno. Agli arbitri, durante le formazioni, è
mantiene con la FTC direi che durante tutto
arbitri sono stati confrontati da una ventina
stato consegnata la lista di dove si trovano i
l’anno tali rapporti sono stati proficui, di pie-
di episodi di violenza che ha spinto la nostra
defibrillatori nelle varie infrastrutture spor-
na collaborazione, senza particolari proble-
associazione a prendere chiaramente le dife-
tive. Chi partecipa al corso riceverà in regalo
mi e per questo ci sentiamo di ringraziare il
se di tutti i nostri associati in quanto si viveva
una maglietta che è stata realizzata dall’ASA
segretariato ed il comitato della FTC, ma in
una situazione insostenibile. Non passavano
in collaborazione con la Fondazione Ticino-
particolare il suo Presidente Avv. Luca Zorzi
settimane dove non vi era qualche caso di
cuore e che desideriamo sia portata durante
che nei momenti cruciali che hanno caratte-
violenza nei confronti degli arbitri. L’ASA
la fase di riscaldamento pre partita a partire
rizzato la scorsa stagione è sceso in campo
aveva scelto pubblicamente di condannare le
dalla stagione di ritorno. La stessa dovrebbe
personalmente cercando il dialogo con la no-
situazioni di volta in volta quando i casi si
essere pronta e distribuita a tutti gli arbitri
stra associazione.
presentavano. Le condanne per alcuni episo-
partecipanti nelle prossime settimane. Dal
formare tutti gli arbitri che hanno aderito a
di sono giunte anche dalla DSA e dalla Fede-
canto suo la Federazione ha deciso di soste-
Durante l’anno i rapporti con la DSA sono
razione Ticinese di Calcio che certamente
nere il progetto pubblicando sul proprio sito
stati altisonanti. Si veniva dalla passata sta-
non è stata a guardare. Per taluni casi anche
il link della Fondazione Ticinocuore. Inoltre
gione di ritorno dove i contatti tra ASA e DSA
la giustizia civile, il Ministero Pubblico ha
in accordo con la DSA, durante i prossimi in-
erano sporadici e le riunioni intraprese per
condannato con sentenza cresciuta in giudi-
terventi e riunioni con le varie società è pre-
discutere del questionario nettamente in-
cato due giocatori, mentre per un terzo la de-
visto di poter promuovere questo progetto
concludenti. Diciamo pure che sotto l’egida
cisione è pendente presso la pretura penale.
direttamente spiegando loro l’importanza
del preposto uscente l’ASA non aveva mai ac-
Le misure intraprese dalla FTC hanno co-
fondamentale di poter avere a disposizione
quisito grande importanza nel contesto arbi-
munque dato buon esito perché durante il gi-
un defibrillatore e persone formate all’utiliz-
trale ticinese e rilevava solo alcuni lavori di
rone d’ andata i casi di violenza contro gli ar-
zo di quest’ultimo. A corsi terminati provve-
poca importanza.
bitri sono notevolmente diminuiti e questo è
deremo altresì di pubblicare la lista degli ar-
sicuramente un fattore positivo. Non si può
bitri formati sul sito della FTC.
Con la nomina di Riccardo Valsangiacomo
certamente nascondere che qua e la vi sono
all’interno della FTC, le cose sono nettamen-
stati ancora degli episodi come quello dell’ul-
Un ringraziamento particolare il comitato
te cambiate.
tima giornata che ha visto un arbitro malme-
dell’ASA lo vuole porgere al Club del Tappo
nato da un genitore, tuttavia, fortunatamen-
che ha interamente finanziato tutti i costi di
L’attuale DSA del dopo elezioni, guidata dal
te, casi come questo, non si sono più ripre-
formazione per gli arbitri e che ha permesso
preposto Mauro Clerici, ha mostrato una
sentati con una certa frequenza. Che il mes-
di poter frequentare il corso in maniera gra-
grande apertura verso l’ASA. A partire dal
saggio effettuato attraverso i media sia effet-
tuita.
mese di novembre del corrente anno, l’ASA
tivamente passato? Statisticamente non lo
attualmente viene rappresentata all’interno
sapremo mai. Di certo è che la figura dell’ar-
Se mi è permesso di fare un appunto, vorrei
della DSA con un proprio rappresentante os-
bitro è stata notevolmente sensibilizzata tra
richiamare quei colleghi che, nonostante il
sia dal Presidente Dessaules o dal suo Vice-
le società grazie alla DSA ed all’ASA.
lavoro perfetto del nostro segretario generale
presidente Meroni cosa che non accadeva da
Giuseppe Lupica al quale gli sono estrema-
Progetto Ticinocuore
mente grato e debitore, all’ultimo minuto di-
Il nostro comitato quest’anno, sulla scorta
sdicono o non si presentano al corso, non fa-
Con la costituzione del gruppo di coordina-
dei fatti accaduti a Pescara che concernevano
cendo sapere nulla o adducendo giustifica-
mento comune per realizzare la nuova strut-
il giocatore Morosini, si è fatta promotore
zioni di natura varia che non elenchiamo. Si
tura arbitrale e con l’accesso al gremio della
presso la Federazione Ticinese di Calcio e la
tratta di una questione di rispetto degli im-
DSA da parte di un nostro membro, la stessa
Direzione della Sezione Arbitrale dell’istitu-
pegni presi, e di coloro che si sono adoperati
Direzione della Sezione Arbitrale ha dimo-
zione di un corso di formazione BLS - DAE
per rendere possibile questi corsi agli arbitri.
strato chiaramente di voler trovare delle si-
per gli arbitri. Si trattava di formare il mag-
Pertanto chiediamo a coloro che devono an-
nergie in comune e di voler collaborare con la
gior numero di arbitri, istruttori, consulenti
cora effettuare questi corsi nelle prossime
nostra associazione in maniera fattiva e pro-
e consiglieri al massaggio cardiaco con defi-
settimane di rispettare la pianificazione ef-
positiva. Si può sicuramente dire che questo è
brillatore assistito in modo che sappiano
fettuata del quale tutti gli iscritti ne sono a
un successo voluto ed ottenuto da tutto il co-
esattamente cosa fare nel caso in cui dovesse
conoscenza.
mitato ASA ma che è stato comunque possi-
accadere uno spiacevole evento del genere.
bile e sostenuto anche dai membri della DSA
Qui la funzione dell’arbitro di coordinatore
e dal suo preposto Mauro Clerici che ringra-
riveste un importanza notevole. Gli arbitri
ziamo sentitamente per la situazione attuale.
hanno risposto con 152 adesioni sulle 230
diversi anni.
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
23
Lega Nazionale
Campo d’allenamento annuale per gli arbitri della SFL
Gran Canaria 2013
Dal 19 al 26 gennaio si è svolto alla Gran Canaria il consueto campo
d’allenamento per arbitri, assistenti e osservatori della Swiss Football
League: il 25 esimo da quando nell’ormai lontano 1989 si è deciso di affinare, attraverso una settimana intensa, la preparazione in vista della seconda
parte del campionato svizzero.
Francesco Bianchi
Osservatore UEFA e SFL
Devo dire onestamente che il campo
2013 – per il sottoscritto il 23 esimo, dopo quelli affrontati dapprima in qualità
di arbitro LNA, poi di capo della formazione degli assistenti, poi di presidente
della Commissione Arbitri e ora come
osservatore – è stato uno dei più riusciti
degli ultimi anni, da quando cioè il campo è stato destinato unicamente agli ufficiali della SFL.
Nel segno dei valori che Carlo Bertolini,
capo del Servizio SFL, ha stabilito negli
anni scorsi – modello, rispetto, obiettività, tolleranza e gioia – il campo ha pienamente centrato l’obiettivo primario,
ovvero quello di rafforzare i nostri valori
e le nostre convinzioni, attraverso un intenso lavoro comune. Una squadra molto affiatata di formatori appartenenti sia
al Ressort degli arbitri d’élite sia al Referee Department (Bruno Grossen, Daniel
Käser e Claudio Circhetta, che tutti noi
abbiamo potuto risalutare con piacere
tra noi, dopo le sue disavventure di salute) ha messo a disposizione dei partecipanti lezioni di alta professionalità e di
indubbio interesse, sapendo saldare insieme capacità tecniche e didattico-metodologiche. Al successo ha contribuito,
24
purtroppo per l’ultima volta, lo psicologo Josef Wermuth, che lascia l’incarico
che negli ultimi 10 anni gli ha permesso
di diventare uno di noi, grazie alle sue
enormi competenze e alla sua empatia.
Una splendida laudatio di Andreas
Schluchter, coronata da una standing
ovation, ha degnamente salutato il bravo
Josef, commosso e grato per questo, del
resto meritato, tributo alla sua bravura.
rezione della propria squadra arbitrale)
sia esterna (la direzione dei giocatori e
dell’allenatore). Abbiamo preso conoscenza e approfondito attraverso immagini prese dalla realtà del campo di gioco
i vari stili di conduzione, da quello del
«lasciar fare» a quello collegiale, da
quello autoritario a quello compromissorio, e così via. Davvero interessante.
Attraverso le due esperienze dirette si
arriva a trasmettere all’arbitro le proprie
conoscenze: «che cosa pensi di aver imparato oggi dalla gara e dal colloquio di
ispezione?», questa è la frase-chiave da
cui partire per costruire il ponte. Come
ha detto Pierluigi Collina, «la capacità di
riflessione e l’ accettazione delle critiche
sono oggi le competenze-chiave di un
arbitro d’élite».
Naturalmente, e non poteva essere altrimenti, ci siamo occupati a fondo del rapporto di ispezione e dell’assegnazione
delle note: il rapporto di ispezione si
chiamerà d’ora innanzi «rapporto di coaching», perché ogni osservatore sarà
chiamato a essere più coach che ispettore. Del resto nel rapporto saranno da distinguere i cosiddetti «marking points»
(quelli inerenti l’applicazione delle direttive, la valutazione dei falli, ecc.) dai
«coaching points» (il comportamento,
la gestualità, la posizione, ecc.). In un
prossimo futuro gli osservatori saranno
confrontati con un nuovo sistema informatico (Dartfish) che permetterà loro di
scendere nello spogliatoio con delle immagini preselezionate e finalizzate al
coaching con l’arbitro e la terna. Sono i
nuovi confini di questo affascinante
compito, che si evolve seguendo i progressi tecnologici. Gli esercizi pratici
sulla definizione dei voti da assegnare a
una prestazione, partendo da un riassunto, sono stati particolarmente utili a
trovare una maggiore uniformità di valutazione.
Con Josef Wermuth ci siamo in seguito
occupati dell’arbitro come «persona di
conduzione», analizzando i vari possibili stili di conduzione, sia interna (la di-
Lo stesso si può dire per la lezione sulla
valutazione dei falli, in una prima fase
con la differenza tra «careless» (imprudenza), «reckless» (temerarietà) o
Entrando più nei dettagli delle lezioni e
dei workshop che sono stati offerti al
nutrito gruppo (oltre 20) degli osservatori, la prima lezione di Bruno Grossen,
dal titolo significativo «lernen», ha subito centrato l’obiettivo primario per un
ispettore, ovvero quella di come creare
una situazione per cui la persona può
apprendere, come e cosa insegnare
all’arbitro e alla terna di cui si è osservata la prestazione: si tratta di creare un
ponte tra la realtà del campo, vissuta
dall’arbitro, e quella della tribuna, vissuta dall’ispettore. Imparare è un problema di «trasporto».
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
Lega Nazionale
«excessive force» (forza eccessiva) e le
conseguenze nelle sanzioni disciplinari;
in un secondo passo con la differenza tra
«promising attack» (attacco promettente) o «clear scoring opportunity» (chiara
occasione da rete) e i criteri per arrivare
a una corretta valutazione. In un terzo
momento si è proceduto a un’analisi di
una gara e alle rispettive considerazioni
inerenti la valutazione. Di sempre indubbio interesse la lezione sul fuorigioco, una tematica intrigante che permette
di imparare sempre qualcosa di nuovo,
anche dopo tanti anni di esperienza come nel mio caso.
Personalmente una delle lezioni più utili
è stata quella legata al workshop offerto
da Markus Nobs sulle «confrontations»
e sull’atteggiamento e le priorità che
l’arbitro deve adottare in questi casi, una
lezione che meriterebbe di essere portata anche agli arbitri regionali.
Potrei dilungarmi ulteriormente parlando di altre interessanti lezioni (come
quella legata ai segreti e alle peculiarità
del sistema di comunicazione che ogni
squadra arbitrale oggi adotta nelle gare
di SFL, sistema che oggi coinvolge anche
l’osservatore, nel caso lo volesse), ma
credo modestamente di aver dato a chi
legge l’idea del valore e del livello che il
campo di allenamento della Gran Canaria raggiunge. Abbiamo avuto anche la
fortuna di avere tra noi il responsabile
del settore tecnico dell’ASF, Peter
Knäbel, per delle interessanti e proficue
lezioni di tattica calcistica, perché oggi
l’arbitro deve conoscere bene i sistemi e
le tattiche di gioco delle varie squadre.
E pensare che qualche sprovveduto
buontempone potrebbe ancora pensare
che gli arbitri, gli assistenti e gli osservatori vanno fin là per divertirsi! Si trat-
ta di lavoro duro, intenso (chiedete agli
arbitri e agli assistenti di parlarvi degli
allenamenti mattutini e serali, dei loro
polpacci indolenziti). Quasi ogni giorno
8 ore di lavoro tra pratica sul campo e teoria nelle sale: un tempo ben speso, finalizzato alla messa a punto di tutto il
corpo arbitrale che a febbraio si incontrerà di nuovo sui campi di gioco.
Il presidente dell’ASF Peter Gillieron ne
è rimasto ammirato (era la prima volta
che un presidente centrale veniva a visitare il campo) ed è tornato in Svizzera
sicuro che gli arbitri, gli assistenti e gli
osservatori SFL sono pronti per le sfide
che li aspettano. Il gruppo è unito, solido
e motivato. E giustamente il capo Ressort Carlo Bertolini ne va fiero, come lui
stesso ha ribadito nella chiusura del corso.
Dal punto di vista di un arbitro della SFL
con l’allenamento serale. Il bel tempo ha favorito lo svolgimento degli
allenamenti: le due giornate fortemente ventose non hanno particolarmente disturbato le impegnative
sedute condotte dai nostri preparatori Michaël Duc, Roman Jahoda e
Oliver Riedwyl.
Luca Gut
Arbitro Challenge League
In barba alle previsioni avverse pronosticate dagli antichi
Maya, anche quest’anno gli
arbitri, gli assistenti e gli ispettori della SFL si sono riuniti
a Gran Canaria per il loro tradizionale corso di preparazione.
Le giornate, come d’abitudine, sono
state sempre ben strutturate: una
sessione di teoria e un allenamento
fisico al mattino, e dopo il pranzo in
hotel e un breve momento di riposo,
si riprendeva con i Workshop scelti
in precedenza tra quelli sottoposti ai
partecipanti e la giornata terminava
Le lezioni teoriche sono state interessanti, arricchenti e presentate dai
membri del Referee Department: insieme a Daniel Käser, sono state
particolarmente apprezzate quelle
di Bruno Grossen, Markus Nobs,
Claudio Circhetta, e Josef Wermuth:
ciò dimostra una volta di più che
nell’arbitraggio come nella vita non
si finisce mai di imparare.
Interessante, al di là delle lezioni
prettamente tecniche (analisi video,
personalità, tattica, attività nella zona tecnica, teamwork), quella legata
all’allenamento in presenza dei media, incentrata sul comportamento
corretto da tenere nel corso delle interviste dopo-gara. Sono state simulate, con il responsabile di TeleClub,
varie situazioni delicate e impreviste.
Gli allenamenti mattutini. sempre
ben impostati e diversificati, hanno
abbinato due componenti essenzia-
li: il divertimento (tramite giochi, gare ecc.) e l’intensità. In questo modo
le sessioni di allenamento sono risultate divertenti...e nemmeno ci accorgevamo che le gambe diventavano sempre più pesanti e doloranti.
Del resto l’ottimo lavoro del fisioterapista e dei massaggiatori ha
contribuito a preservare la buona
forma.
Gli allenamenti serali rivestivano
maggiormente una componente di
spasso. Di gicoo. Si poteva scegliere
a piacimento tra varie attività. La più
divertente e intensa è risultata certamente il Waterpolo...: difficile immaginare cosa poteva capitare in 45’ di
gioco intensissimo, senza regole,
nella piscina dell’hôtel... sotto lo
sguardo divertito degli ospiti
dell’albergo, che ci osservano dai
balconi delle loro stanze. Se avessimo fatto la stessa cosa in centro a
Bellinzona, non avremmo giocato
più di 5’visto il netto superamento
dei Decibel permessi!
In conclusione possiamo dire di aver
vissuto una bella settimana, che ci
ha permesso di prepararci al meglio
in condizioni ottimali per
l’imminente girone di ritorno.
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
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Futsal
Regione FTC
Tre arbitri ticinesi per la
prima semifinale della SFPL
Arbitri della semifinale.
Foto: Kurt Mathys
Stefano Meroni
Redattore Arbitro Svizzero, parte italiana
Il primo campionato della
Swiss Futsal Premiere League
(massima categoria in Svizzera) è terminato.
26
Gli arbitri Ticinesi, come di consuetudine, hanno potuto mostrare tutto il loro
valore confermandosi brillantemente
nelle varie categorie.
A dimostrazione di tale fatto, dopo aver
diretto molteplici incontri della Swiss
Futsal Premiere League, i tre ticinesi
composti da Stefano Meroni, Mario Balmelli ed Arslan Ferhat, accompagnati
dal collega confederato Daniel Matko-
Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
vic, sono stati chiamati a dirigere la prima storica semifinale della massima categoria in Svizzera che si è tenuta sabato
2 febbraio 2013 a Wettingen presso la
palestra Tägi tra il Maniacs ed il Ginevra.
Partita questa che durante un lungo periodo si è giocata sostanzialmente in parità dove solo nelle parte finale di gara il
Wettingen è riuscito ad imporsi dilagan-
Futsal
Foto di gruppo con arbitri e
squadre.
Foto: Kurt Mathys
do con il risultato di 6 a 1. In ogni caso è
stata una bella vetrina quella calcata dagli arbitri ticinesi a rappresentanza del
futsal nella propria regione.
Buone pure le prove offerte anche dai
colleghi Marco Spiezia in LNA e dal novello Michele Cassiani in LNB.
Il campionato ha poi visto nel suo ultimo
atto finale la qualificazione delle squa-
Sul versante delle squadre ticinesi, purtroppo nulla da fare per il Lugano Pro
Futsal che non è riuscito a qualificarsi
per l’ascesa al massimo campionato. Secondo tentativo fallito per gli uomini di
Admir Batlak.
Comunicato GALV
Graziano Cebulski
Presidente GALV
Cari colleghi arbitri,
nel nostro gruppo regionale, GALV, di eventi purtroppo non ce ne sono stati molti,
per mancanza di fondi, di arbitri, e anche un po di tempo. le idee sono molte ma
purtroppo non si puo' fare molto.
Anche quando questa Estate abbiamo organizzato la giornata in memoria del collega Vaghi Ernesto, la partecipazione è stata molto minima.La stessa problematica,
magari in maniera meno marcata ce l'ha pure il gruppo regionale del GFBV.
Allora ci siamo chiesti se non era meglio fare un solo gruppo e unire le forze facendo una fusione fra GALV e GFBV. Per tutto questo ci troveremo nel mese di marzo
per discuterne . Se tutto va bene, ma penso che la maggior parte sara' d'accordo,
nascera' il nuovo gruppo regionale, magari lo chiameremo GASC ovvero Gruppo
Arbitri Sopra Ceneri.
In attesa di tutto questo, auguro a tutti un buon inizio di stagione.
dre del Minerva ed il Wettingen, dando
cosi vita alla prima finalissima della
nuova Swiss Futsal Premiere League. Si
è imposto quale campione Svizzero la
squadra del Minerva battendo il Wettingen per 7 – 2.
Per contro il Giubiasco Futsal dopo un
brillante campionato trascorso in LNB,
ha avuto accesso alle partite di promozione dove si è imposto di misura contro
il Thun con un risultato di 5 a 4. Partita
questa che gli è valsa la promozione nella
Lega Nazionale A, dove a partire dal
prossimo campionato sarà in compagnia
del Lugano. E si preannuncia un succulento Derby stagionale … Il primo della
storia ticinese!
3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero
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Gruppi Regionali
Gruppo Arbitri Mendrisiotto
Torneo GAM in pillole
Il torneo del Gruppo Arbitri Mendrisiotto è stato vinto dalla Guardia
di Finanza di Ponte Chiasso che
hanno disputato la finale contro la
squadra degli arbitri di Friborgo con
il risultato di 3 – 2.
Foto: Lucia Grassi
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Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3
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77. Jahrgang - Schweizerischer Schiedsrichterverband SSV