Inhalt 2-3 4-5 2-3 Top-Trainingsbedingungen bei der neunten SSV-Weiterbildungswoche in der Südtürkei. 4-5 Regionale Fussballverbände zeichnen Referees aus. 8-9 Schweizer Unparteiischer in Unterstützungsmission für Referees in Afrika im Einsatz. 8-9 Impressum Chefredaktor & Gestaltung: Marcel Vollenweider, Fägswilerstrasse 57, 8630 Rüti ZH - Mail: [email protected] - Natel: 079 428 30 59. Rédacteur partie française: Malik Ezzrari, Avenue Ernest-Pictet 34, 1203 Genève - Mail: [email protected] - Natel: 079 212 34 85. Redattore in italiano: Stefano Meroni, Casa Santa Lucia, 6997 Suino di Monteggio - Mail: [email protected] - Natel: 079 223 98 58. Freier Mitarbeiter: Andreas Schluchter, Basel. Adressänderungen, Changement d‘adresse, Cambiamento indirizzo: SSV Zentzralsekretariat, Postfach 1321, 8580 Amriswil - Secrétariat central ASA, case postale 1321, 8580 Amriswil - Mail: [email protected]. - Telefon: 071 414 04 08 - Fax: 071 4714 04 05. Druck und Versand, Impression et envoi, Stampa ed invio: Stämpfli Publikationen AG, Postfach 8326, 3001 Bern, Telefon 031 300 66 66. Erscheinungdatum/Parution/Pubblicazioni: 4 mal im Jahr/4 fois par an/4 volte all‘anno, jeweils im September, Dezember, März und Juni. - Jahresabonnament/Abonnement per an/Abonamento per anno: CHF 30.-. Auflage/Tirage/Tiraggio: 6218 Ex. (WEMF beglaubigt im April 2006). - Nachdruck wird auf Anfrage gerne gestattet/Reproduction après accord de la rédaction/Ristampa con l‘accordo della redazione. - Die gezeichnete Artikel widerspiegeln nicht unbedingt die offiziellen Ansichten des SSV/les opinions exprimées dans les articles signés ne reflètent pas nécessairement le point de vue officiel de l‘ASA. Nr. 4, Redaktionsschluss/Délai de rédaction/Termine redazionale: 15. Mai 2013 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 3 ● Editorial 2012/13 SSV-Weiterbildungswoche 2 In der Südtürkei trimmten sich Freiwillige fit für die Rückrunde Schiedsrichter des Jahres 4 Heinz Hunziker heisst der ausgezeichnete Unparteiische im FVRZ Fragebogen 6 Teste Deine Regelkenntnisse: Sattelfest in den Spielregeln Engagement in Afrika 8 Schiedsrichter Youssef Rachad setzt sich für junge Sportler ein Eishockey statt Fussball 10Basler Schiris begaben sich gegen Aargauer Kollegen auf Glatteis Der Zentralpräsident hat das Wort 11Der Ruf nach mehr Respekt Auszeichnung an Schiedsrichter 12In der Region Innerschweiz wurde Referee Lukas Fähndrich geehrt Schiedsrichter obere Ligen 13Im Trainingslager auf Gran Canaria feilten die Eliterefs an ihrer Form SSV-Sommersportwoche in Arosa 14Aus- und Weiterbildung vom 6. bis 13. Juli im Bündnerland Formation d'instructeur d'arbitres 18Séminaire des candidats instructeurs à Loèche Arbitrage professionnel 20Pourquoi plus d'arbitres suisse dans les grandes compétitions? SSV-Regionen sind Heimat für Referees Marcel Vollenweider Chefredaktor Der Schweizerische Schiedsrichterverband wird aus insgesamt 13 Regionen gebildet. Diese Regionen orientieren sich geographisch an den Einzugsgebieten der jeweiligen regionalen Fussballverbände. Die fachliche Ausbildung erfolgt zwar unter der Obhut der Schiedsrichterabteilungen in den regionalen Fussballverbänden, aber der SSV leistet bei dieser Ausbildung wichtige partnerschaftliche Arbeit. Dies zeigt sich vor allem auch eindrücklich bei der Organisation und Durchführung der obligatorischen Lehrabende. Die SSV-Regionen bieten uns Schiedsrichtern eine wichtige Heimat, gewissermassen eine zweite Basis. In den Regionen kommen die Schiedsrichter, für die auch aus versicherungstechnischen Vernunftsgründen eine SSV-Mitgliedschaft selbstverständlich sein sollte, in den Genuss von ebenfalls sehr wichtigen Anlässen, die oftmals auch eine gesellige, kameradschaftlich geprägte Zielsetzung verfolgen. Der Schiedsrichter gehört seiner Funktion wegen eher zu Gilde der Einzelsportler; umso bedeutender sind regelmässige Plattformen, die dem Austausch dienen. Perfekt läuft es dann, wenn SSV-Region und die Abteilung Schiedsrichter des jeweiligen Fussballverbandes gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Die Vorstände der SSV-Regionen leisten Bemerkenswertes zum Wohl der Schiedsrichterfamilie. Regel- und Spielabende gehören ebenso zum Jahresprogramm wie interessante Führungen oder das Betreiben alternativer Sportarten. All diese Aktivitäten gilt es nicht zu unterschätzen. Deshalb: Hut ab vor dem Engagement der SSVRegionen! Der «Schweizer Schiedsrichter» präsentiert sich in einem neuen Kleid Marcel Vollenweider Chefredaktor Titelbild Schiedsrichterin Esther Staubli bei der Spielvorbereitung. Foto: Bruno Füchslin Viele, ja sehr viele Jahre sind ins Land gezogen ... Das offizielle Bulletin des Schweizerischen Schiedsrichterverbandes ist ein Fachorgan für all seine Mitglieder, aber auch Lektüre für viele Schweizer Fussballvereine und Adressaten im Ausland. Der «Schweizer Schiedsrichter» sah und sieht sich seit Jahrzehnten verpflichtet, unter Nutzung der bescheidenen zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen, stets ein möglichst attraktives Erscheinungsbild zu bewahren. Die Zeit ist aber auch für unser Fachorgan nicht stehen geblieben. Zeit also auch für uns, ein bescheidenes Re-Design zu initiieren, um mit typographischen Trends auch in Zukunft einigermassen mithalten zu können. Auch beim Zeitungsmachen gilt: Stillstand bedeutet Rückschritt. Nicht alles, was neu ist, muss aber auch zwingend gut oder besser sein. Unsere Qualitätsansprüche an Inhalte, also an Text- und (möglichst viel) Bildmaterial, verändern sich auch künftig nicht. Uns interessiert die Meinung unserer Leser über die veränderte Aufmachung des «Schweizer Schiedsrichter». Senden Sie uns Ihre Meinung an: [email protected]. 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 1 SSV-Aktivitäten Der Schweizerische Schiedsrichterverband führte seine Aus- und Weiterbildungswoche durch Intensive Trainingseinheiten in der Südtürkei Die Weiterbildungswoche in Side war wiederum ein Highlight für jeden Schiedsrichter. Die Woche in der Südtürkei bleibt als lehr-, aber auch als abwechslungsreich in Erinnerung. frohen Gewürz- und Tee-Ausstellungen sind wahre Kunstwerke der geschäftstüchtigen Türken. So lernten wir Teesorten kennen, die uns bis heute fremd waren. Aber aromatisch und köstlich haben alle geschmeckt. Boccia-Spiel am Meer Das nahe gelegene Meer hat nicht nur am Morgen und am Abend seinen Reiz. Sei es beim Boccia-Spiel, beim BeachVolleyball oder beim Beach-Soccer; interessant war es alleweil. Regeln und Spielidee erklärte uns Roberto Ferrari in vorbildlicher Manier. Als Beach-Soccer-Referee der Nationalliga A war Roberto die kompetente Person dazu. Die Teilnehmer an der SSV-Weiterbildungswoche in der Südtürkei kamen bei diversen Aktivitäten voll auf ihre Kosten. Das Wetter zeigte seine gesamten Facetten, doch war es meist sonnig, mit angenehmen Temperaturen bis 20 Grad. Beim morgendlichen Footing am Meer entlang gab es immer wieder Neues zu bestaunen. Foto: Rolf Ritter Rolf Ritter Kursteilnehmer Farbenfroh, abwechslungsreich, spassig, aber auch lehrreich war die Woche in der Süd-Türkei. Dank eines Teilnehmers Zum vierten Mal in Folge nahm ich an der Fortbildungswoche in der Türkei teil. Aufgrund der optimalen Wetterverhältnisse konnte ich mich bestens auf die bevorstehende Rückrunde vorbereiten. Es waren zwei sehr interessante und lehrreiche Wochen mit spannenden Spielen, die ich leiten durfte. Filipe Morais 2 Schiedsrichter-Spezifisches, aber auch kulturelle Einblicke Nebst den Trainingseinheiten gab es genügend Gelegenheit, die umliegende Landschaft zu erkunden, mit den Einheimischen in Kontakt zu treten und allerlei Geschäfte zu tätigen. In Side konnte man den Fischern beim Handwerk zuschauen oder sich am Meer an der Vitamin-Bar den frisch gepressten Granatapfelsaft, an der wärmenden Sonne geniessen. Aber auch die farben- Mit unterschiedlichen Trainingsformen brachten sich die Kursteilnehmer im Wochenverlauf in Rückrundenform. Fotos: Rolf Ritter Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 Und da waren noch die Einsätze der SRTrios bei den verschiedenen Spielen der Mannschaften. Auf der Tribüne oder in der VIP-Loge konnten die nicht im Einsatz stehenden Schiedsrichter die Spiele verfolgen. Da gab es wertvolle Diskussionen, nicht nur über die Leistungen der Referees. SSV-Aktivitäten/Schiedsrichter obere Ligen Zu erwähnen ist sicher auch die Zusammensetzung der Schiedsrichter. Interessant war zu beobachten, wie sich die Jungen ins Zeug legten und die «ältere Generation» es genossen hat. Junge gingen ans Limit, ältere Semester mit Mass Ein grosses Dankeschön geht an Luigi Ponte, der umsichtig und voller Elan die Truppe auf «Trab» hielt. Wir freuen uns schon jetzt, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen. Esther Staubli an EM-Endrunde 2013 der Frauen Grosse Ehre für Esther Staubli: Die 33-jährige Schiedsrichterin des SFV wurde von der UEFA als eine von neun Referees für die EM-Endrunde der Frauen 2013 aufgeboten. Staubli, die in der Schweiz unter anderem im Herrenbereich Spiele der Ersten Liga leitet, sammelte bereits Erfahrung an diversen Juniorinnenturnieren von FIFA und UEFA. Zuletzt war sie im August 2012 an der FIFA U-20-WM der Frauen in Japan im Einsatz und pfiff dort den Halbfinal zwischen den USA und Nigeria (2:0). Die UEFA-Europameisterschaft der Frauen 2013 in Schweden wird nun ihr erstes Turnier als Hauptschiedsrichterin auf Stufe der A-Nationalteams sein. Gemeinsames Joggen in der Rückrundenvorbereitung macht noch mehr Spass. Foto: Rolf Ritter Folgende neun Schiedsrichterinnen wurden von der UEFA für die EM-Endrunde (10. bis 28. Juli 2013) nominiert: Kirsi Heikkinen (Finnland), Bibiana Steinhaus (Deutschland), Thalia Mitsi (Griechenland), Katalin Kulcsar (Ungarn), Silvia Spinelli (Italien), Teodora Albon (Rumänien), Jenny Palmqvist (Schweden), Esther Staubli (Schweiz), Kateryna Monzul (Ukraine). (Quelle: SFV-Website) 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 3 Aus den Regionen: Zürich Fussballverband der Region Zürich lud zur 11. Gala des Breitensports Heinz Hunziker Schiedsrichter des Jahres Bereits zum elften Mal lud der Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) zu seiner beliebten Gala. 1000 Vereinsvertreter und geladene Gäste aus Politik und Sportverbänden pilgerten Mitte Dezember ins Zürcher Kongresshaus, um einen Abend in gediegenem Rahmen zu verbringen. Der 49-jährige Heinz Hunziker wurde im Rahmen der diversen Ehrungen als Schiedsrichter geehrt. Marcel Vollenweider Redaktor deutschsprachiger Teil Der «Schweizer Schiedsrichter» hat sich mit Heinz Hunziker, der während zwölf Jahren als Schiedsrichter in der 2. Liga im Einsatz stand und seit einigen Jahren auch als Inspizient amtet, unterhalten. «Schweizer Schiedsrichter»: Heinz Hunziker, herzliche Gratulation zur Auszeichnung «Schiedsrichter des Jahres». Was bedeutet Dir diese Ehrung? Heinz Hunziker: «Ich sehe das als Anerkennung für zuverlässige und gewissenhafte Schiedsrichtertätigkeit. Der Preis hat ein schönes Plätzchen gefunden.» «Schweizer Schiedsrichter»: Was hat Dich überhaupt motiviert, Schiedsrichter zu werden? Heinz Hunziker: «Ich trage ganz grundsätzlich das Fussballergen in mir. Meine Leidenschaft gehörte deshalb der Kickerei, zuerst beim FC Volketswil, dann beim FC Uster und später auch noch beim FC PolizeiOerlikon. Als Spieler war ich sicher nicht einfach zu führen. Ich brachte schon mal eine etwas aggressive, giftige Note ins Spiel - und ich war mit den Schiedsrichtern des öftern nicht wirklich zufrieden. Heinz Hunziker ist seit rund 20 Jahren Schiedsrichter in der Region Zürich. In dieser Situation posiert er auf dem Gelände des FC Hinwil, für welchen er als Schiedsrichter gemeldet ist. Foto: Marcel Vollenweider Genau dieser Umstand hat letztlich dazu geführt, dass ich den Rollenwechsel wagte und in der Gilde der Unparteiischen landete. Ich wollte beweisen, dass man es als Schiedsrichter besser machen kann. Bei Spielen von C-Junioren machte ich meine ersten Erfahrungen. Dann hat mich der Virus vollends gepackt.» «Schweizer Schiedsrichter»: Zu bist Schiedsrichter des FC Hinwil, wohnst aber in Volketswil. Hast Du Kontakte zum Verein? Heinz Hunziker: «Ich bin damals, vor rund 20 Jahren, dem FC Hinwil beigetreten, weil der Verein eben eine Frauenmannschaft des FC Weisslingen übernommen hatte und aufgrund Schiedsrichtermangel ein Team aus dem Wettbewerb hätte nehmen müssen. Das war für mich der Grund, meine Dienste dem FC Hinwil zur Verfügung zu stellen. Ich interessiere mich, wie die Teams des FC Hinwil spielen, pflege aber sonst keine intensiven Kontakte zu anderen Mitgliedern. Mein Verein kümmert sich um das Wohl seiner Schiedsrichter. Pauschal wird uns Spielleitern zudem pro Saison ein grosszügiger Betrag zugesprochen, um die materiellen Aufwendungen abdecken zu können.» «Schweizer Schiedsrichter»: Die Rückrunde ist dieser Tage lanciert worden. Noch im Februar lag der Schnee fast unerbittlich. Wie wohl fühlst Du Dich dann jeweils auf den Plätzen? Heinz Hunziker: «Nun, ich habe im Verlauf des Februars einige Vorbereitungsspiele geleitet. Doch so wirklich Fussballwetter war das für mich nicht, Fussballfieber kam nicht auf. Deshalb sehnte ich schon jene Zeit vorbei, wo die Temperaturen Aus den Regionen: Zürich wieder etwas angenehmer sind. Wirkliche Begeisterung kommt bei mir erst dann auf, wenn der Rasen grün ist ...» Reporter-Legende Walter J. Scheibli interviewt den Schiedsrichter des Jahres nach erfolgter Auszeichnung. Foto: Bruno Füchslin Drei verdienstvolle Schiedsrichter ausgezeichnet Ilona Berger und Alfonso Devito nominiert Marcel Vollenweider Redaktor deutschsprachiger Teil Auf den weiteren Plätzen bei der Auszeichnung «Schiedsrichter des Jahres» landeten Ilona Berger und Alfonso Devito. Die 51-jährige Ilona Berger pfeift für den FC Rafzerfeld und leitet seit bald 20 Jahren Spiele. Die Bernerin qualifizierte sich bemerkenswert schnell für die 2. Liga, doch dann zwang sie eine schwere Knieverletzung, kürzerzutreten. Im Jahr 2008 war sie die erste Frau, die in der Region Zürich als Inspizientin ausgebildet wurde. Seit einigen Jahren amtet Ilona Berger als umtriebige Vizepräsidentin der Schiedsrichtergruppe Zürcher Unterland - und unterstützt dabei ihren Gatten René Berger wirkungsvoll. Ilona Berger gehört auch zum Kreis der regelmässig an der Schweizerischen Schiedsrichter-Sportwoche teilnehmenden Unparteiischen. Alfonso Devito ist 32 jährig und arbitriert für den FC Bäretswil. Er ist erst seit acht Jahren Schiedsrichter, doch versieht er diese Aufgabe mit grosser Zuverlässigkeit. Bereits nach kurzer Zeit, im Jahr 2009, konnte Alfonso zum Spielleiter in der 2. Liga Interregional befördert werden. Er amtet ebenfalls als Assistent bei 2.-Lig-Spielen. Familienvater Alfonso Devito gehört zu jenen Referees, der immer wieder auch kurzfristig zu Spielleitungen aufgeboten werden kann. Bild oben: Die drei geehrten Schiedsrichter (von links nach rechts): Alfonso Devito, Heinz Hunziker und Ilona Berger. Bild rechts: Satiriker Viktor Giacobbo trat im Rahmenprogramm auf. Fotos: Bruno Füchslin 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 5 Fragebogen «Sattelfest in den Spielregeln» Ressort Amateure Schiedsrichterkommission Fragebogen ZK I Instruktoren, Saison 2012/2013. 1 Nach dem Anpfiff aber unmittelbar vor der Ausführung des Anstosses beleidigt ein Spieler auf dem Spielfeld den Schiedsrichter. Welches ist die richtige Reaktion des Schiedsrichters? ■■ A Der Vorfall wird vom Schiedsrichter nach dem Spiel auf der Seite 4 rapportiert, der Spieler darf am Spiel teilnehmen. ■■ B Der Schiedsrichter schliesst den Spieler mit der roten Karten aus, der ausgeschlossene Spieler kann durch einen Auswechselspieler ersetzt werden. ■■ B Der Schiedsrichter schliesst den Spieler mit der roten Karten aus, der ausgeschlossene Spieler kann nicht ersetzt werden. 2 Während der Ball im Spiel ist macht ein Spieler der Heimmannschaft auf dem Spielfeld beleidigende und anstössige Gesten in Richtung des Gästesektors. Welche Entscheidung hat der Schiedsrichter zu treffen? ■■ A Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und verweist den fehlbaren Spieler des Feldes und entscheidet auf Schiedsrichterball an der Stelle an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand. ■■ B Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und verwarnt den fehlbaren Spieler und entscheidet auf Freistoss direkt am Ort des Vergehens. ■■ C Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel und verweist den fehlbaren Spieler des Feldes und entscheidet auf indirekten Freistoss an der Stelle an der sich der Spieler befand. 3 Bei einem Laufduell geraten ein Angreifer und ein Verteidiger ausserhalb des Spielfeldes aneinander. Der 6 Ball bleibt im Spiel. Beim Versuch des Angreifers, auf das Spielfeld zurückzukehren, wird er vom Verteidiger am Leibchen zurückgehalten. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen? ■■ A Der SR unterbricht das Spiel mit einem Pfiff. Er verwarnt den Verteidiger durch otpische Signalisierung mit der gelben Karte. Er setzt das Spiel mit einem SR-Ball an der Stelle fort, wo sich der Ball bei der Spielunterbrechung befunden hat. ■■ B Der SR unterbricht das Spiel mit einem Pfiff. Er verwarnt den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der gelben Karte. Er lässt das Spiel mit einem Freistoss direkt auf der Seitenlinie für die Mannschaft des Angreifers fortsetzen. ■■ C Der SR unterbricht das Spiel mit einem Pfiff. Er verwarnt die beiden Spieler durch optische Signalisierung mit der gelben Karte wegen unerlaubten Verlassens des Spielfeldes. Er lässt das Spiel mit einem Freistoss indirekt auf der Seitenlinie für die Mannschaft des Angreifers fortsetzen. 4 Der SR ist im Begriff, einen SR-Ball auszuführen. Bevor der Ball den Boden berührt, sieht er, wie ein Verteidiger, der im eigenen Strafraum steht, dem Angreifer einen Faustschlag versetzt. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen? ■■ A Der SR unterbricht die Ausführung des SRBalles und schliesst den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem Strafstoss zu Gunsten der Angreifer fortsetzen. ■■ B Der SR hat keine Veranlassung, die Ausführung des SR-Balles zu unterbrechen. Er schliesst bei der nächsten Spielunterbrechung den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus. ■■ C Der SR unterbricht die Ausführung des SRBalles sofort mit einem Pfiff. Er schliesst den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 und setzt das Spiel mit der Wiederholung des SR-Balles fort. 5 Beim Strafstoss knallt der Ball unberührt an den Pfosten. Im Moment wo der gleiche Spieler den Nachschuss ausführt, platzt der Ball beim Schuss. Der defekte Ball geht ins Tor. Wie hat der SR zu entscheiden? ■■ A Tor. ■■ B Freistoss indirekt für die verteidigende Mannschaft. ■■ C SR-Ball. 6 Ein zuvor gefoulter Verteidiger wird ausserhalb des Spielfeldes gepflegt. Welche Aussage ist richtig? ■■ A Der Spieler darf im laufenden Spiel von jeder Stelle wieder ins Spiel eingreifen. ■■ B Der Spieler muss sich vor Wiedereintritt beim Schiedsrichter anmelden und darf erst wieder ins Spiel eingreifen, wenn er die Erlaubnis des Schiedsrichters dazu erhalten hat. ■■ C Der Spieler darf im laufenden Spiel auch ohne Erlaubnis des SR von der Seitenlinie wieder ins Spiel eintreten. 7 Die angreifende Mannschaft kann kurz vor dem gegnerischen Strafraum einen Freistoss direkt schiessen. Der SR messt die verlangte Distanz ab. Bevor er den Ball durch einen Pfiff freigibt, wird der Freistoss ausgeführt. Der Ball wird neben das Tor geschossen. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen? ■■ A Der SR lässt das Spiel mit Torabstoss fortsetzen. ■■ B Der SR verwarnt den Schützen des Freistosses durch optische Signalisierung mit der gelben Karte und lässt die Ausführung des Freistosses wiederholen. Fragebogen ■■ C Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel sofort mit einem Pfiff. Er lässt die Ausführung des Freistosses wiederholen, nachdem er die Distanz abgemessen hat. 8 Ein Spieler, der im eigenen Strafraum steht, spuckt einen Mitspieler, der ausserhalb des Strafraumes steht, an. Welche Entscheidungen hat der SR zu treffen? ■■ A Der SR schliesst den Spieler durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem Freistoss indirekt an der Stelle fortsetzen, wo der Mitspieler getroffen worden ist. ■■ B Der SR schliesst den Spieler durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem Strafstoss für die gegnerische Mannschaft fortsetzen. ■■ C Der SR schliesst den Spieler durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus. Er lässt das Spiel mit einem Freistoss indirekt an der Stelle fortsetzen, wo der fehlbare Spieler gestanden ist. er einem Mitspieler, der vom Penaltypunkt aus auf das Tor schiesst, Anweisungen. Welche Entscheidungen hat der SR zu treffen? ■■ A Der SR unterbricht das Spiel mit einem Pfiff. Er verwarnt den Angreifer, welcher das Spielfeld verlassen hat, durch optische Signalisierung mit der gelben Karte. Er setzt das Spiel mit einem SR-Ball an der Stelle fort, wo sich der Ball im Moment der Spielunterbrechung befunden hat. ■■ B Der SR hat keine Veranlassung, das Spiel zu unterbrechen, da sich der Angreifer ausserhalb des Spielfeldes regelkonform verhält. ■■ C Der SR verwarnt den Angreifer, welcher das Spielfeld verlassen hat, bei der nächsten Spielunterbrechung durch optische Signalisierung mit der gelben Karte. 11Nach dem Schlusspfiff des SR stösst noch auf dem Spielfeld ein Verteidiger den Angreifer mit den Händen heftig zu Boden. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen? nachdem er sich mit dem SR durch Augenkontakt verständigt hat, unter gleichzeitiger Beobachtung des Spielgeschehens mit einem Sprint in Richtung Mittellinie. Der SR anerkennt den Torerfolg mit einem Pfiff. ■■ C Der SRA bleibt mit erhobener Fahne ruhig stehen. Nach dem Pfiff des SR senkt er die Fahne und zeigt mit der Hand in Richtung Mittellinie. 13Bei der raschen Ausführung eines Freistosses direkt zu Gunsten der angreifenden Mannschaft vor dem gegnerischen Strafraum befinden sich noch nicht alle Verteidiger auf Distanz. Der Ball gelangt unberührt ins Tor. Die Verteidiger reklamieren beim SR, dass er das Spiel nicht freigegeben habe. Welche Entscheidung hat der SR zu treffen? ■■ A Der SR hat die Ausführung des Freistosses mit einem Pfiff zu unterbrechen. Er darf das Spiel nicht freigegeben, bevor die Verteidiger sich nicht auf die reglementarische Distanz begeben haben. Er lässt die Ausführung des Freistosses wiederholen. ■■ A Der SR hat den Vorfall im SR-Bericht festzuhalten. ■■ B Der SR hat keine Veranlassung einzugreifen. Er anerkennt den Torerfolg und lässt das Spiel mit Anstoss fortsetzen. treffen? ■■ B Der SR hat, da das Spiel beendet ist, keine Möglichkeit mehr, eine disziplinarische Strafe auszusprechen. ■■ A Spiel mit einem Pfiff unterbrechen; Spielfortsetzung mit SR-Ball an der Stelle, wo der Gegenstand den Ball getroffen hat; ■■ C Der SR schliesst den Verteidiger durch optische Signalisierung mit der roten Karte vom Spiel aus. Er hat den Vorfall im SR- Vorfall im SR-Bericht rapportieren. Bericht festzuhalten. ■■ C Spiel mit einem Pfiff unterbrechen; Spielfortsetzung mit Freistoss indirekt für die angreifende Mannschaft an der Stelle, wo der Gegenstand den Ball getroffen hat; Vorfall im SR-Bericht rapportieren. 10Der Angreifer verlässt das Spielfeld über die Torlinie. Er macht deutlich, dass er sich einer Abseitsposition entziehen will. Kurze Zeit später gibt 12Der SRA hat deutlich gesehen, dass der Ball nach der Ausführung eines Freistosses direkt von der Latte hinter die Torlinie des gegnerischen Tores geprallt ist. Welche Entscheidung hat der SRA zu treffen, wenn der SR nicht reagiert? ■■ A Der SRA hat keine Veranlassung mit einer Anzeige beim SR eine Spielunterbrechung zu verlangen. Er lässt das Spiel weiterlaufen. ■■ B Der SRA hebt die Fahne. Er bewegt sich, Antworten stoss; Vorfall im SR-Bericht rapportieren. C A A C B B ■■ B Tor ist gültig; Spielfortsetzung mit An- ■■ C Der SR anerkennt den Torerfolg und verwarnt durch optische Signalisierung mit der gelben Karte den Verteidiger, der sich bei der Ausführung des Freistosses am nächsten beim Ball befunden hat. B 8 C 9 A 10 C 11 B 12 B 13 B Während der Ball auf das leere Tor zurollt, wirft ein Zuschauer einen Gegenstand und trifft damit den Ball. Der Ball gelangt trotzdem ins Tor. Welche Entscheidung hat der SR zu 1 2 3 4 5 6 7 9 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 7 Schiedsrichter im Sondereinsatz Youssef Rachad leistet regelmässige Unterstützungsarbeit auf dem afrikanischen Kontinent Support für Schiedsrichterkollegen in Afrika Jeweils zweimal im Jahr steht der gebürtige Marokkaner Youssef Rachad in seiner Region nicht für Schiedsrichtereinsätze zur Verfügung. Dann bereist er seine Heimat und leistet bezüglich Schiedsrichterrekrutierung und -ausbildung eine Art Entwicklungshilfe. Er überbringt Textilien aus der Schweiz und motiviert damit Interessierte für die Schiedsrichterei. Frisch eingekleidet freuen sich die jungen Burschen der Atlas Bouskoura Fussballschule auf das Spiel, welches vom Schweizer Schiedsrichter Youssef Rachad geleitetwurde. Foto: Archiv Youssef Rachad Marcel Vollenweider Redaktor deutschsprachiger Teil Youssef Rachad ist gebürtiger Marokkaner, lebt aber seit vielen Jahren in der Schweiz. Hier übt er mit Begeisterung das Hobby als Schiedsrichter aus - ohne seinen Heimatkontinent dabei zu vergessen. «Schweizer Schiedsrichter»: Worum geht es genau bei diesem Projekt und welche Aufgaben übernimmst Du? Form unterstützen. Ich verfolge mit dieser Aktion zwei Ziele, die ich erreichen möchte. Zum einen möchte ich im Bereich Sport möglichst viele afrikanische Schiedsrichter unterstützen. Das soll einerseits durch die Vermittlung von Know how durch die Auch junge Afrikaner sollen das tolle Hobby der Schiedsrichterei ausüben können! Youssef Rachad: «Ich stamme ja vom afrikanischen Kontinent, und ich möchte Leute dort in irgend einer 8 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 Unterstützung von Schweizer Schiedsrichtern geschehen. Andererseits wollen wir aber auch mit Material helfen, welches in der Schweiz nicht mehr benötigt wird. Wir transportieren darum regelmässig Textilien hierher. Der junge afrikanische Sporttreibende soll Freude entwickeln können, um das tolle Hobby als Schiedsrichter ebenfalls zu praktizieren. Wenn wir einen Vergleich zwischen afrikanischen Schiedsrichtern und solchen in der westlichen Welt machen wollen, dann sind die Schiedsrichter aus Afrika niveaumässig sehr weit entfernt etwa von ihren europäischen Kollegen. Dennoch nehmen afrikanische Schiedsrichter regelmässig an Fussball-Weltmeisterschaft teil. An einem solchen Turnier zeigen sich dann aber die Leistungsunterschiede gewaltig. Schiedsrichter im Sondereinsatz Die Junioren wollten auch etwas über Fussballregeln erfahren und freuten sich, dass ein Referee aus der Schweiz ein Spiel leitet. Foto: Archiv Youssef Rachad Es gibt aber auch den beruflichen Bezug. Ich habe meiner Firma KTR Kupplungstechnik die Idee vorgestellt, auf dem afrikanischen Kontinent zu investieren. In Marokko gibt es zum Beispiel grosses Potenzial in unsere Branche, doch es fehlt noch immer an einer Tochtergesellschaft. Meine Idee wurde mit grossem Interesse aufgenommen. Es ist sodann unser Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen, Leute in den Vororten zu beschäftigen. Sie sind dabei sicher glücklicher, als wenn sie ins Ausland würden, zumal es in Europa nicht mehr unbeschränkt Platz hat.» «Schweizer Schiedsrichter»: Wie oft reist Du wegen dieses Projekts ins Ausland? Youssef Rachad: «Zwei Mal im Jahr, je nach Möglichkeit» «Schweizer Schiedsrichter»: Wer ist Initiant dieser Idee? Youssef Rachad: «Ich wollte einen Beitrag leisten und habe mich deshalb entschieden, in dieser Form etwas zu machen.» «Schweizer Schiedsrichter»: Weshalb bist Du Schiedsrichter geworden? Was gefällt Dir an dieser Aufgabe? Youssef Rachad: «Weil der Fussball meine Lieblingshobby ist, und ich selber Fussball gespielt habe. Schiedsrichter bin ich zudem, um auch im fortgeschrittenen Alter noch auf dem Fussballplatz stehen zu können. Als Ref kann ich länger auf dem Platz aktiv sein als ein Spieler in einer entsprechenden Aktivklasse. Ich liebe zudem die Gleichberechtigung und das Fairplay.» Youssef Rachad: Der pfeifende Hobbykoch Youssef Rachad wird im kommenden September 40 Jahre alt. Der Vater von zwei Kindern stammt ursprünglich aus Marokkos Süden und lebt seit dem Jahr 1996 in der Schweiz. Im Jahr 1999 absolvierte Youssef Rachad den Ausbildungskurs zum Schiedsrichter. Auf der Karriereleiter eines Unparteiischen schaffte es der kommunikative Hobbykoch bis auf Stufe 2. Liga regional. Er ist in Niederhasli wohnhaft und blüht in der Rolle eines Schiedsrichters auch darum auf, «weil ich so Richter und Psychologe gleichzeitig bin.» 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 9 Aus den Regionen: Nordwestschweiz Eishockey-All-Star-Game als spassiges, aber auch sportliches Erlebnis Basler rutschten gegen Aargauer aus Rasen scheint den Basler Schiedsrichtern besser zu bekommen als das blanke Eis: Das Team Red Argovia Carrots setzte sich nämlich im All-Star-Game des Jahres 2013 mit dem Skore von 8:6 (3:1, 1:1, 4:4) gegen die Greenhorn Jumpers Basel durch - und das auf fremdem Terrain, wenn man die Eisfläche in der ausverkauften Aspirin-Arena in Rheinfelden überhaupt so nennen darf. Die Basler und Aargauer Fussballschiedsrichter vereint beim Fototermin. Foto: Erwin Krieg Roger Koweindl Präsident SSV-Region Nordwestschweiz Es gehört schon zur Tradition, dass kurz nach dem SpenglerCup in Davos die regionalen Fussballreferees ihre Ausrüstung mit derjenigen der Hockeyspieler tauschen. Am Samstag, 5. Januar 2013, fand bereits zum sechsten Mal das All-StarGame zwischen den Basler und Aargauer Referees in der Aspirin-Arena in Rheinfelden statt. 23 Spieler durften auf persönliche Einladung von Roger Koweindl ihr Können vor dem frenetischen Publikum zeigen. 10 Beide Trainer stimmten ihre Mannschaften vorzüglich auf das Spiel ein. Der NHL-erfahrene Schiedsrichter Nikki Studer pfiff um 17:00 Uhr Ortszeit die Partie an. Besser ins Spiel kamen die Greenhorn Jumpers. Sie dominierten die Anfangsphase und es überraschte nicht, dass der jüngste auf dem Eis, Leandro Koweindl, mit einem Slapshot das Torfestival eröffnete. Die Greenhorns erspielten sich reihenweise Torchancen. Doch entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen, am ausgezeichneten Goalie Schneider oder am Referee. Auf die Weisheit, wer die Tore nicht macht, der bekommt sie, möchte der Schreibende nicht näher eingehen. Ein haarsträubender Defensivfehler ermöglichte den Reds den zu diesem Zeitpunkt glücklichen Ausgleich. Mit einem Gesamtskore von 1:3 ging es in die Drittelspause. Das letzte Drittel bot Spektakel, Emotionen und Eishockey vom Feinsten: Ho- Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 ckeyherz, was willst du mehr? Die Fans tobten auf ihren Logenplätzen. Die Greenhorns spielten sich in einen Rausch, hatten aber auf der anderen Seite Glück, dass die Carrots ihre Chancen nicht nutzen konnten. Somit konnten die Jumpers den Spielstand verkürzen. Die Partie wurde nochmals spannend. Beim Stande von 6:7 aber schoss der Oldie bei den Reds, Michael Wagmann, aus rund 40 Metern aufs Tor. Zum Erstaunen aller kullerte der Puck zum vielumjubelten 8:6 für die Gäste ins Gehäuse. Goalie Rainer Mühlbauer wähnte sich wohl schon im Ermüdungspool. Der Referee hatte nur noch Mitleid mit dem Torhüter, so sehr, dass er das Spiel sofort beendete. Nach der Wahl der MVP, Tobias Thommen und Pascal Schneider, ging es zum Apéro in die Spielerlounge. Der Präsident hatte eingeladen. Im MedicalCenter hatten sie derweil noch alle Hände voll zu tun. Meinung des SSV-Zentralpräsidenten Und immer wieder: Ruf nach mehr Respekt Luigi Ponte SSV-Zentralpräsident Wir, diverse Schiedsrichterkreise, haben uns in der Winterpause mit Trainern und Schiedsrichtern ausgesprochen. Hierzu seien nachstehend einige Meinungen wiedergegeben. Wie schützt sich denn ein Schiedsrichter in den unteren Ligen? Schiedsrichter können sich schützen, indem sie über ihr eigenes Tun nachdenken. Es ist ja nicht immer so, dass wir als Schiedsrichter ganz unschuldig sind, wenn es zu Konfrontationen kommt. Manchmal tragen wir sicherlich auch einen Teil dazu bei. Wir haben deshalb verstärkt Schulungsmassnahmen durchgeführt. Wir haben zum Beispiel mit Rollenspielen aufgezeigt, was passiert, wenn man selber «anders als optimal» reagiert. Wir versuchen so, unseren Schiedsrichtern einen kleinen Baukasten mitzugeben, den sie auf dem Platz auspacken sollten. Zudem haben wir versucht, die Trainer dafür zu sensibilisieren, dass sie eingreifen, wenn sie merken, dass ein Spieler nicht so gut drauf ist und sich auf den Schiri eingeschossen hat. Eine Auswechslung kann da zum Beispiel Schlimmeres verhindern. Ansonsten ist der Schiedsrichter natürlich auf sich alleine gestellt - souveränes Agieren ist gefragt. Was muss sich auf dem Platz ändern? Momentaufnahmen aus der All-Star-Begegnung: Ref Nikki Studer (oben), Goalie Rainer Mühlbauer (Mitte) und Torszene aus der Begegnung (unten). Fotos: Erwin Krieg Ich wünsche mir, dass der Respekt gegenüber dem Schiedsrichter wieder grösser wird. Dass Entscheidungen akzeptiert werden, auch wenn sie im Moment unglücklich oder falsch sein mögen. Wenn sich die Leute einmal in die Lage des Entscheiders begeben würden, dann würden sie erkennen, dass der Schiedsrichterjob eine überaus anspruchsvolle Aufgabe ist. Ich bin überzeugt, dass 99,9 Prozent aller Schiedsrichter versuchen, das Beste zu geben - aber es gelingt eben nicht immer. Das ist ganz logisch - oder sollen wir sagen menschlich? Wenn da dann der Respekt spürbar würde, dann hätten wir enorm viel gewonnen. «Ich lege grossen Wert darauf, dass man sich nach dem Spiel die Hand reicht», äusserte sich ein Trainer. Ausserdem spreche er öfter mit seinen Spielern über solche Themen. Allerdings stellte der Trainer auch fest, dass es immer wieder Trainer und Eltern gibt, die Schiedsrichterentscheidungen nicht akzeptieren würden und beklagte auch abseits des Sportplatzes eine zunehmende «Verrohung der Sitten» in der Gesellschaft. «Wir sind alle oft schlechte Vorbilder», meinte er und nahm sich selbst nicht aus. Der Rolle, die man als Spieler oder Trainer, aber auch als Zuschauer allein schon den Kindern und Jugendlichen gegenüber habe, solle man sich immer wieder neu bewusst werden. 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 11 Aus den Regionen: Innerschweiz ISV-Vorstand und IFV kürten Schiedsrichtertalent zum Schiedsrichter des Jahres 2011/2012 Auszeichnung ging an Lukas Fähndrich Der 29-jährige Lukas Fähndrich wurde vom Innerschweizer Fussballverband in Zusammenarbeit mit dem Innerschweizer Schiedsrichterverband zum Schiedsrichter der Saison 2011/2012 ernannt. Seit knapp einem Jahr arbitriert der Innerschweizer auch in der Challenge League. Lukas Fähndrich amtet zudem als Instruktor und Inspizient. Ausserdem hat er kürzlich die Verantwortung für die Innerschweizer Talente übernommen. ISV-Vorstand Text Anlässlich des Unterhaltungsabends vom 17. November 2012 stellte der Vorstand Lukas Fähndrich, Jahrgang 1984 und aus Luzern kommend, als den neuen Schiedsrichter des Jahres 2011/2012, vor. Lukas Fähndrich ist der Nachfolger von Urs Helfenstein (Nottwil). Der ISV-Vorstand hat in Zusammenarbeit mit dem IFV Lukas Fähndrich einstimmig zum Schiedsrichter des Jahres gewählt. Da Lukas am Unterhaltungsabend in den Ferien weilte, wurde ihm die Trophäe nach seiner Heimkehr von Gran Canaria, wo er die Vorbereitungswoche der Schweizer Eliteschiedsrichter absolvierte, übergeben. Mit sichtlicher Freude, grossem Stolz und Dankbarkeit nahm Lukas die Ehre sowie die Trophäe entgegen. Ausschlaggebend für die Wahl war sein Durchbruch zum Spitzenschiedsrichter in der Challenge League und, dass Lukas auch im sportlichen Erfolg sein gesellschaftliches Umfeld nicht vernachlässigte. So besuchte er im Referenzjahr auch das Jassturnier und den Unterhaltungsabend des ISV. Lukas, heute ausgebildeter Sekundarlehrer, absolvierte im Jahr 2004 den Schiedsrichteranfängerkurs auf der Lenzerheide und wurde ein Jahr später bereits in die 4. Liga qualifiziert. Nach weiteren zwei Jahren durfte er sich bereits in der 3. Liga bewähren. 2008 leite- 12 te er Spiele der 2.Liga regional. Während eines halbes Jahr wurde er in der 2. LigaInter eingesetzt. Nach einem erfolgreichen 2. Liga-Inter-Talentjahr erhielt er 2009 die 1.-Liga-Qualifikation. Im Winter 2010 wurde Lukas in die Talentgruppe der Swiss Football League aufgenommen. Er leitete ab Sommer 2011 bereits Testspiele in der Challenge League. Diese arbitrierte er so überzeugend, dass er im Dezember 2011 die definitive Qualifikation für diese Liga erhielt. Anfangs Saison 2011/2012 liess sich Lukas zum Instruktor und Inspizient ausbilden. In der laufenden Saison übernahm er das Ressort Talentwesen in der Schiedsrichterkommission des IFV und Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 Werner Hardegger, ISV-Präsident, übergibt Lukas Fähndrich den Preis - wenn auch etwas mit Verspätung. Foto: Vorstand ISV bringt dort seinen mittlerweile riesigen Erfahrungsschatz ein. Lukas hat die Wahl sicherlich nicht nur als Schiedsrichter, sondern auch als Mensch verdient. Er ist bei jungen und etablierten Schiedsrichtern beliebt und mit seiner ruhigen und besonnenen Art ein Vorbild für alle. Der ISV-Vorstand gratuliert Lukas zur Wahl und wünscht ihm für seine weitere persönliche und sportliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Schiedsrichter obere Ligen Schweizer Spitzenschiedsrichter im Trainingslager auf Gran Canaria An vielerlei Kompetenzen gearbeitet Marcel Vollenweider Redaktor deutschsprachiger Teil Jahr für Jahr fliegen die Schweizer Elite-Refs und deren Assistenten auf die Kanaren - nicht des Sonnenbadens wegen, sondern einer TopVorbereitung verpflichtet. Der Fokus der wie gewohnt professionell aufgegleisten Arbeitswoche lag klar bei einer bestmöglichen Vorbe- reitung mit Blick auf eine Rückrunde, die vor allem auf Spitzenniveau allen Beteiligten wieder einiges abverlangen wird. Hierzu sind nicht nur perfekte Regelkenntnisse sowie eine optimale körperliche Verfassung vonnöten. Geschult wurden auch Bereiche, die dem verbesserten Verhalten und dem optimierten Wirken und Kommunizieren der Referees zuzuordnen sind. Schweizer Elite-Referees bereiteten sich auf Gran Canaria auf die Rückrunde vor. Foto: Website SFV SFV-Mann Peter Knäbel im SR-Trainingscamp auf Gran Canaria: «Es rückt eine interessante Generation nach» Peter Knäbel, Technischer Direktor des SFV mir inzwischen ein fundiertes Urteil erlauben. Die Arbeit der Kursleitung und das Engagement der Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten sind hochprofessionell. Zudem sind die Bedingungen, die sich die Schiedsrichter in über 20 Jahren Gran Canaria erarbeiten konnten, auch heuer wieder ideal.» Foto: Website SFV Medienstelle Schweizerischer Fussballverband Interview Im Januar bestritten die Schweizer Eliteschiedsrichter auf Gran Canaria ihr Trainingslager im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte. SFV-Sportdirektor Peter Knäbel zieht Bilanz und blickt nach vorne. Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Peter Knäbel, wie schätzen Sie die Arbeit der Schiedsrichter und SR-Assistenten ein, die auf Gran Canaria geleistet wurde? Peter Knäbel, SFV-Sportdirektor: «Nach meiner dritten Visite kann ich Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Wie beurteilen Sie die Atmosphäre zwischen Schiedsrichtern, Assistenten und Inspizienten? Peter Knäbel: «Ich nehme die Schiedsrichter als Einheit wahr. Gerade die Mischung der verschiedenen Rollen und der intensive Austausch untereinander sind in dieser gemeinsamen Woche von grossem Wert.» Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Was war Ihre Funktion im Rahmen des Trainingslagers der Schweizer Schiedsrichter? Peter Knäbel: «Durch die Visite des Zentralpräsidenten Peter Gilliéron und die Anwesenheit des Präsidenten der Schiedsrichterkommission, Markus Hug, konnte ich mich in diesem Jahr vor allem auf den technischen Input konzentrieren. Es ging darum, die neusten Trends im Profifussball vorzustellen und das Fussballverständnis der Schiedsrichter zu vergrössern.» Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Was erwarten Sie von den Schiedsrichtern und deren Assistenten in der zweiten Saisonhälfte? Peter Knäbel: «Eine Stabilisierung des Leistungsniveaus und eine Weiterentwicklung unserer Talente in Richtung internationalen Fussball.» Medienstelle Schweizerischer Fussballverband: Gerade in diesem Zusammenhang äussern Schweizer Medien immer wieder die Kritik, seit dem Rücktritt von Massimo Busacca sei kein Schweizer Schiedsrichter mit internationalen Perspektiven in Sicht… Peter Knäbel: «Die aktuelle Situation trifft uns in keiner Weise unvorbereitet. Es liegt an uns, dies zu ändern. Ich bin mir sicher, dass wir dies auch in absehbarer Zeit erreichen werden, weil eine interessante Generation nachrückt.» 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 13 SSV-Aktivitäten Schweizerische Schiedsrichter-Sportwoche findet vom 6. bis 13. Juli 2013 wiederum in Arosa statt Sport, Spiel und Spass im Bündnerland Marcel Vollenweider Redaktor deutschsprachiger Teil Schiedsrichter, die eine intensive Saisonvorbereitung unter besonderen Bedingungen schätzen, finden in der traditionellen SSV-Sportwoche den idealen Rahmen vor. Nach der Première im letzten Jahr ist Arosa auch im 2013 die ideale Destination für Referees, die sich unter Gleichgesinnten fit machen wollen im Hinblick auf die neue Saison. Viele Sportwoche-Teilnehmer sind treue Besucher der Veranstaltung. Die Routiniers profitieren vom frischen Wind, den die Jungen und die weiblichen Unparteiischen mitbringen, ebenso, wie die Talente von den Ratschlägen der gestandenen Schiedsrichter. Routiniers, Talente und Frauen Die SSV-Sportwoche bietet Interessierten die Möglichkeit, den Neuschiedsrichterkurs zu absolvieren. Für eine qualitativ hochwertige Ausbildung sorgen bewährte Instruktoren. Auch der SFV ist prominent vertreten. Die Kurswoche richtet sich mit ihrem vielseitigen Theorie- und Trainingsangebot an Referees unterschiedlicher Leistungsniveaus. 14 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 Anmeldetalon für ArosaVorbereitungswoche dieser Ausgabe beigelegt Interessierte Schiedsrichter haben Gelegenheit, sich über diverse Kanäle für die SSV-Sportwoche 2013, die vom 6. bis 13. Juli 2013 in Arosa stattfindet, anzumelden. Ein Anmeldetalon in Papierform ist diesem Bulletin eingesteckt. Anmeldungen sind aber auch über das Internet möglich: www.ssv-sportwoche.ch. Zudem nimmt Kurschef und SSV-Zentralpräsident Luigi Ponte unter ponte.luigi@ football.ch ebenfalls Anmeldungen entgegen. Marcel Vollenweider Région Genève Coupe de Noël du 16 décembre 2012, www.coupedenoel.ch Les arbitres se jettent à l'eau Alain Schlegel Arbitre genevois candidat en 1ère ligue Tout le monde sait qu’un arbitre de football n’a pas peur de se «mouiller». Il faut du courage pour devenir arbitre, pour aller siffler des matchs tous les week-ends par tous les temps, pour sortir des terrains sous les sifflets des spectateurs mécontents suite à la défaite de leur équipe, pour revenir arbitrer la même équipe quelques semaines plus tard avec des personnes qui vous reconnaissent etc. Se «mouiller» dans cette activité qui n’est pas facile forge le caractère. En effet, d’autres passions liées à l’eau peuvent alors se développer ... 999 givrés se sont jetés à l’eau le 12 décembre 2012 pour parcourir la distance de 120 mètres et cela dure depuis 80 ans. photo: Alain Schlegel Eaux froides, hiver, gel, lac sont autant d’ingrédients qui ont composé le cocktail de deux arbitres un peu à part. En effet, durant l’hiver, dans un lac froid et à moins de 5°C, ils n’ont pas hésité à se jeter à l’eau chaque semaine pour s’entrainer, en plus de l’arbitrage, afin de participer à une compétition d’un genre humoristique et décalé: la Coupe de Noël. Il s’agit d’une course de natation de 120 mètres qui se déroule chaque année à la mi-décembre dans la rade de Genève depuis plus de 80 ans. Y’a-t-il un lien entre l’idée de débuter l’arbitrage au football et de s’inscrire à une telle manifestation ? A priori non mais en y réfléchissant il y a tout de même des similitudes. Alain Schlegel, arbitre genevois prêt à se jeter dans l’eau glacée du Léman photo: Alain Schlegel Lorsqu’un arbitre rencontre quelqu’un et qu’il lui fait savoir que son activité préférée c’est arbitrer tous les dimanches, il y a fort à parier qu’on va lui répondre qu’il est soit fou, soit courageux. Que diriez-vous à une personne qui vous dit qu’elle se baigne toute l’année au moins une fois par semaine dans un lac sous nos latitudes ? C’est exactement les mêmes adjectifs qui ressortent toujours ce qui montre bien que l’arbitre est une personne à part qu’on n’envie pas forcément pour son rôle ingrat mais pour son courage à tout épreuve et qui n’a pas peur de se mouiller. Que vous soyez arbitre ou non et si l’envie de participer à cette manifestation l’année prochaine vous démange, n’hésitez pas à vous manifester ! Les inscriptions ouvrent en août et seuls les mille premiers inscrits auront la chance et l’honneur de se jeter dans l’eau glacée. 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 15 Action Week 2013 Camp d’entrainement des arbitres en Turquie, février 2013 Merhaba! Türkiye, Türkiye, Türkiye gitmek! Jonas Guex Arbitre vaudois Que dire sur notre séjour en Turquie 2013. Cette année peu de participant mais on pourra nommer celle-ci de grand cru! Comme d’habitude beaucoup de chiens errants et de chats mais aussi dans un petit village de la côte sud de la Turquie Kumköy près de Side. Une trentaine d’arbitres de toute la Suisse bien représentée cette année. Avec les trois régions distinctives Tessin, Suisse-Allemande et Romandie bien sûr. Des arbitres de niveau Juniors C (Débutants) à des niveaux allant jusqu’en 2ème ligue inter autant au centre que sur la touche. Xhante est toujours le lieu et l’hôtel idéal pour pouvoir profiter de la plage ainsi que le fameux footing matinal facultatif au bord de la mer. Nous avons pu profiter des services de l’ancien joueur de LNA Francesco Delvecchio et actuellement entraîneur de juniors comme entraîneur physique durant la première semaine. Au programme plein de matchs amicaux avec des équipes de différents pays on pourra nommer : Azerbaïdjan, Autriche, Bulgarie, Roumanie, Danemark et Suisse bien sûr. Pour ma part avec mon trio nous avons eu la chance d’arbitrer cette année Wacker Innsbruck 1ère Division Autrichienne. Pour vous faire part aussi de l’anecdote, nous étions au même endroit que le Servette FC et le FC Lugano en stage d’entraînement deux semaines auparavant. Un vol en avion depuis Zurich dans un charter jusqu’à Antalya et le retour idem dans une sous-compagnie de Air Berlin qui ressemble beaucoup à Easyjet. Mais la bonne humeur et l’ambiance du groupe des arbitres mélangés aux différentes équipes qui se rendaient en Tur- 16 quie furent très agréables. Comme d’habitude, le peuple Turc était très accueillant. Durant cette semaine, nous avons pu également aller visiter la petite ville en bord de mer qui se nomme Side. Populaire pour son colisée (ndlr: et les cailloux en bord de route), mais également pour ses diverses boutiques de contrefaçon. Cette semaine a été rythmée par beaucoup d’entraînements et de matchs, mais très peu de théorie. Mais pendant le temps libre, nous avons pu profiter de nous baigner à la mer, la piscine intérieure, le fitness, sauna et hammam. L’avant-dernier soir, nous avons eu un magnifique diner dans l’hôtel tout neuf d’à côté, le Sensi Mar. Il est vrai que pour certains arbitres, cela constitue un grand investissement au niveau financier et du temps pris comme vacances au travail. Pour tant, ce séjour est un vrai dépaysement et un bon moment de relaxation. J’ai eu la chance de participer à la deuxième semaine avec seulement 5 arbitres. Cela a donc signifié plus de qualité, moins de stress, beaucoup de matchs à arbitrer et surtout beaucoup d’équipes féminines comme le FC Schlieren et Blue Stars habituées de la Turquie ou encore l’équipe de Süd Ost Zurich. Pour faire un clin d’œil aux Romands, nous avons Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 également vu l’équipe du SR Delémont un mix de 2ème Ligue et de Juniors. Pour parfaire la renommée internationale de ce centre d’entraînement cette année également une équipe de Chine. Le soir nous avons pu profiter de notre status de all inclusive et de pouvoir jouer à différents jeux avec les équipes présentes. L’animation musicale a été appréciée avec également une chorégraphie de Gagnam Style Arbitre-Joueuses particulièrement appréciée. Mais comme toute bonne chose a une fin nous avons du finalement retourner en Suisse. A part différents problèmes avec la sécurité de l’aéroport qui ne voulait pas nous laisser mettre les bips d’arbitrage dans la cabine de l’avion pour cause le tournevis pointu qui avait pourtant passé à Zurich. A force de dénouement, ils ont finalement passé dans la soute. Notre retour ne fut pas trop dur, 10 degrés, paysage suisse enneigé à Zürich. Après une telle excursion et une belle expérience partagées avec des arbitres de toute la Suisse, nous sommes fin prêts pour la saison 2013 qui s’annonce grandiose. J’aimerais encore une fois remercier tous les organisateurs de ce magnifique voyage. A tous les amis arbitres Bon Match! Questionnaire Ressort Amateur, Commission des Arbitres Questionnaire 1 Après le coup de sifflet mais juste avant l’exécution du coup d’envoi initial, un joueur insulte l’arbitre sur le terrain. Quelle est la bonne réaction de l’arbitre? ■■ A L’incident sera rapporté par l’arbitre en page 4 de son rapport, le joueur peut prendre part au match. ■■ B L’arbitre expulse le joueur avec le carton rouge, le joueur expulsé peut être remplacé par un joueur remplaçant. ■■ C L’arbitre expulse le joueur avec le carton rouge, le joueur expulsé ne peut pas être remplacé. 2 Alors que le ballon est en jeu, un joueur de l’équipe recevante adresse des gestes blessants et dégradants en direction du secteur des supporters ■■ A L’ARB interrompt le jeu par un coup de sifflet. Il avertit le défenseur avec signalisation optique du carton jaune. Reprise du jeu par une balle à terre à l’endroit où se trouvait le ballon lors de l’interruption de jeu. ■■ B L’ARB interrompt le jeu par un coup de sifflet. Il avertit le défenseur avec signalisation optique du carton jaune. Reprise du jeu par un coup franc direct sur la ligne de touche pour l’équipe de l’attaquant. ■■ C L’ARB interrompt le jeu par un coup de sifflet. Il avertit les deux joueurs avec signalisation optique du carton jaune pour avoir quitté le terrain de jeu sans autorisation. Reprise du jeu par un coup franc indirect sur la ligne de touche pour l’équipe de l’attaquant. 4 ■■ A L’arbitre interrompt le jeu, expulse le joueur fautif du terrain et reprend le jeu par une balle d’arbitre à l’endroit du ballon au L'arbitre s'apprête à reprendre le jeu par une balle d'arbitre. Avant que le ballon ne touche le sol, il voit un défenseur qui se trouve dans sa propre surface de réparation donner un coup de coude à un attaquant. Décisi- moment de l’interruption. on de l'arbitre? ■■ B L’arbitre interrompt le jeu, avertit le joueur fautif et reprend le jeu par un coup franc ■■ A L'arbitre interrompt l'exécution de la balle d'arbitre et expulse le joueur fautif par signalisation optique du carton rouge. Il reprend le jeu par un coup de pied de réparation en faveur de l'équipe du joueur visiteurs. Décision de l’arbitre? direct à l’endroit de la faute. ■■ C L’arbitre interrompt le jeu, expulse le joueur fautif du terrain et reprend le jeu par un coup franc indirect à l’endroit où se trouvait le coupable. 3 Lors d’un duel en dehors du terrain de jeu, un attaquant et un défenseur se frottent un peu. Le ballon reste en jeu. Lorsqu’il tente de revenir sur le terrain, l’attaquant est retenu au maillot par le défenseur. Décisions de l’ARB? 1 2 3 4 B C A C 5 B 6 B 7 B Réponses attaquant. ■■ B L'arbitre n'a pas de raison d'interrompre l'exécution de la balle d'arbitre. Il expulse le joueur fautif par signalisation optique du carton rouge lors de la prochaine interruption de jeu. ■■ C L'arbitre interrompt immédiatement l'exécution de la balle d'arbitre par un coup de sifflet. Il expulse le joueur fautif par signalisation optique du carton rouge et reprend le jeu par une répétition de la balle d'arbitre. moment où le même joueur tire le ballon encore une fois, celui-ci éclate sous la force du tir. Le ballon défectueux finit sa course au fond du but. Décision de l’arbitre? ■■ A But. ■■ B Coup franc indirect en faveur de la défense. ■■ C Balle d’arbitre. 6 Un défenseur qui a été victime d’une faute, est soigné hors du terrain. Quelle déclaration est correcte? ■■ A Le joueur peut revenir sur le terrain de n’importe quel endroit alors que le jeu est en cours. ■■ B Le joueur doit s’annoncer auprès de l’arbitre avant son retour sur le terrain et ne peut revenir en jeu qu’après avoir obtenu l’autorisation de l’arbitre. ■■ C Alors que le jeu est cours, le joueur peut aussi revenir sur le terrain sans autorisation de l’arbitre, depuis la ligne de touche. 7 L’équipe attaquante bénéficie d’un coup franc direct juste devant la surface de réparation adverse. L’ARB mesure la distance réglementaire. Avant qu’il ne siffle la reprise de jeu, le coup franc est exécuté. Le ballon passe à côté du but. Que décide l’ARB? ■■ A L’ARB reprend le jeu par un coup de pied de but. ■■ B L’ARB avertit le tireur avec signalisation optique du carton jaune et fait répéter l’exécution du coup franc. ■■ C L’ARB interrompt le jeu avec un coup de sifflet. Il fait répéter l’exécution du coup franc après avoir mesuré la distance. 5 Lors de l’exécution du coup de pied de réparation le ballon percute directement le montant du but. Au 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 17 Formation d’instructeur d’arbitres Séminaire des candidats instructeurs, Loèche-les-Bains, novembre 2012 Bienvenue à Loèche! Chers amis candidats, chers organisateurs, puisqu’il m’incombe de relater l’histoire de notre séminaire de Leysin à nos collègues arbitres, j’ai décidé de le faire de façon vivante, saisissante et chaleureuse, en un mot, à l’image de ce qu’a été notre séjour. En haut, de gauche à droite: Philippe Clerc, JeanPascal Verdon, Jérôme Dubrit, Raphaël Porret, Frédéric Cornu, Khalil Thebti, Gajo Gajic. En bas, de gauche à droite: André Dumartheray, Walter Paolozza, Joël Vuillaume, Nicolas Jancevski, Michael Brogna, Dominique Di Cicco, Benjamin Maillard. photo: Jean-Pascal Verdon Dominique Di Cicco Candidat instructeur fribourgeois Mercredi 24 novembre 2012, 9h00, après deux heures de route nous atteignons enfin la localité de Leukerbad, il ne nous reste plus qu’à trouver notre hôtel. Alors que nous circulons dans les ruelles sinueuses du village de montagne, nous passons devant un magnifique bâtiment, luxueux, riche et traversant devant son entrée principale, gardée par un portier à la 18 façon des vieux films américains, nous distinguons soudain l’inscription : «Hôtel Lindner», nous sommes arrivés. Nous laissons le voiturier garer le véhicule puis, incrédules et excités, nous entrons dans le hall de l’hôtel. Nous nous installons alors confortablement dans le salon, prenons le café et faisons connaissance avec les autres candidats qui commencent à arriver petit-à-petit. 9h30 précise, les instructeurs arrivent, nous saluent et nous invitent à nous rendre dans la salle d’instruction où le programme du sémi- Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 naire nous sera présenté. La partie récréative se termine avec l’annonce du test théorique éliminatoire qui est sur le point d’être distribué. Tout le monde reprend son sérieux, la tension s’installe, les candidats sont tous concentrés et prêts. Première épreuve et 100% de réussite, tous connaissent parfaitement leur règlement. Nous continuons alors avec les présentations personnelles. Chacun a à sa disposition 3 minutes pour se présenter de façon particulière. Les candidats n’ont pas lésiné sur les moyens et se sont bien préparés: originalité, déguisements, dégusta- Formation d’instructeur d’arbitres tions, musique ou chansons ; tout a été mis en œuvre pour marquer les esprits; seconde épreuve réussie également. Le cours est interrompu à 12h00 par le chef du séminaire afin de prendre le repas. A peine assis et nous voilà déjà servis, en effet, des instructions ont été données à la cuisine afin d’éviter de perdre du temps durant les pauses. Manifestement tout a été pensé et organisé jusque dans les moindres détails par les organisateurs … Le repas terminé, nous reprenons avec la troisième et dernière épreuve de ce séminaire. Cette foisci les candidats doivent présenter à l’assemblée une expérience marquante de leur vie. Les histoires sont différentes, certaines comiques, d’autres dramatiques mais toutes surprennent, touchent et créent de l’émotion. Les candidats donnent le meilleur d’eux-mêmes et font de la dernière épreuve un succès de plus. Les chefs-instructeurs sont contents du déroulement de la journée et nous proposent de nous rendre tous ensemble aux bains. C’est l’occasion alors de profiter des magnifiques installations thermales mais aussi de se détendre après cette longue journée de labeur et de plaisir. Cette première journée se terminera dans un restaurant chic du village puis autour d’un verre. Jeudi: les plus courageux se sont levés tôt pour profiter de la piscine ou du buffet. Mais courageux ou non, nous sommes tous à 8h00 dans la salle de théorie pour une journée qui s’annonce très intense. En effet, c’est aujourd’hui que les candidats vont recevoir la partie centrale de leur formation. Heureusement que de petites pauses où des collations nous sont servies ont été aménagées afin de nous permettre de récupérer un peu nos esprits. Dans l’après-midi nous recevons Bruno Grossen, chef du service de l’instruction des arbitres à l’ASF. Il donnera une leçon sur le rôle de l’inspecteur. Les instructions de l’après-midi sont terminées, nous montons alors en chambre afin de prendre nos affaires de bain et nous nous rendons tous aux thermes afin de nous relaxer puis par la suite au restaurant. C’est alors l’occasion de discuter avec les autres candidats et de passer de bons moments de convivialité. Le repas du soir achevé, nous reprenons nos quartiers dans la salle de théorie pour une nouvelle instruction qui durera jusqu’à 22h30. Les candidats reçoivent alors la mission de préparer une leçon en lien avec une loi du jeu pour le lendemain selon ce qui a été appris durant cette journée de jeudi. Tous les candidats restent alors éveiller jusqu’à tard afin de préparer leur cours qu’ils devront présenter le lendemain matin. Michael Brogna, candidat instructeur de l’association Berne/ Jura en plein réflexion durant son test théorique d’entrée. Vendredi: Les candidats se réunissent à 8h00 dans la salle de théorie. Tous sont prêts pour leur présentation. Les premiers commencent à parler mais voilà que soudain l’assemblée s’anime : les téléphones portables sonnent, le matériel de présentation ne fonctionne plus, des gens entrent dans la salle... Aux candidats de gérer ces éléments perturbateurs. En effet, les chefsinstructeurs ont volontairement mis en œuvre des éléments venant gêner les leçons afin de tester les candidats sur leur capacité à gérer ces incidents. Tant bien que mal les candidats s’en sortent, certains péniblement, d’autres un peu mieux mais l’expérience est utile et formatrice pour tous. par l’explication du programme du prochain séminaire de cours instructeurs qui aura lieu à Martigny en février 2013. Nous sommes alors remerciés et le rendez-vous final nous est donné devant l’hôtel afin de se serrer la main une dernière fois avant la prochaine rencontre. Nos affaires rassemblées, nous nous saluons tous chaleureusement, certes contents de regagner nos foyers après ce séjour intense mais aussi un peu nostalgiques que tout cela se termine si vite. Nous regagnons alors nos véhicules, ravis et certains qu’un lien spécial entre les candidats instructeurs et les organisateurs s’est noué. L’après-midi sera occupée par l’exercice «média». Durant cet exercice, les candidats, filmés, se font interviewer par un journaliste et ont un message à faire passer qui n’est pas en lien avec les questions posées. Les candidats jouent le jeu et l’exercice est très amusant pour tout le monde. Chers amis candidats, chers organisateurs, ces dernières lignes vous reviennent puisque c’est dans l’impatience de vous rencontrer à nouveau que je vous remercie infiniment pour cette expérience humaine et enrichissante qui restera à jamais graver dans mon cœur et dans mon esprit. La suite au prochain numéro. photo: Jean-Pascal Verdon Cette dernière journée se terminera 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 19 Arbitrage professionnel Service Espoirs Romands Pourquoi plus d’arbitre suisse depuis 2010 dans les grandes compétitions? C’est lors du séminaire d’hiver organisé par le Service Espoirs Romands (anciennement STR, Service Talents Romands) à Leysin durant le week-end des 16 et 17 février 2013, que la question en titre a été traitée lors d’un débat avec un bon nombre d’invités, personnages influents du football suisse. Malik Ezzrari Rédacteur partie francophone Si cette question est d’actualité depuis au moins 2 ans, l’ASF ne veut pas entrer en matière pour le moment et ainsi fournir des contrats de travail aux arbitres de Super League. Ce débat a permis de faire le point sur les opinions des différents intervenants, clubs, entraineurs et arbitres. «Seule la crème des arbitres sera engagée pour la coupe du Monde 2014» Pourquoi plus d’arbitre suisse depuis 2010 dans les grandes compétitions comme l’EURO ou la coupe du monde a été posée au préalable à Massimo Busacca, ancien arbitre suisse international, dirigeant actuellement le département de l’arbitrage au sein de la FIFA. Il a simplement répondu en précisant que «Seule le crème de la crème des arbitres sera engagée pour la coupe du Monde. La question a été posée au préalable. … Aucun directeur de jeu suisse ne fait actuellement partie de celle-ci». Une telle réponse peut surprendre, mais elle est très certainement criante de vérité et proche de la réalité. Bernard Challandes, avec son grand parcours d’entraineur, était présent. Pour lui, il est clair que tant qu’aucun arbitre helvétique ne sera professionnel, plus aucun ne participera à une phase finale de coupe de Monde. 20 Au premier plan, Sébastien Allard, le nouveau chef de service des espoirs romands depuis l’été 2012. photo: Martin Oertly En effet, comment être engagé dans une grande compétition et mettre son réveil le lendemain pour aller travailler tout à fait normalement. «Tant qu’aucune arbitre ne sera pro en Suisse, il n’y aura plus de suisses dans les grandes compétitions» Christian Constantin, le sémillant président du FC Sion, que l’on ne présente plus, tant il est connu pour son francparler envers le corps arbitral est pour sa part, à 100% pour l’introduction de trios professionnels dans l’arbitrage en SFL. Pour lui, un match, ce n’est pas uniquement 90 minutes, un match se prépare au niveau tactique et à l’avance. Carlo Bertolini (chef de service des arbitres du Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 football professionnel), abonde dans son sens, en rappelant, que malgré le fait qu’aucun arbitre ne soit pro aujourd’hui en Suisse, nos arbitres agissent avec professionnalisme et se préparent aux matches bien avant l’arrivée au stade. Toutefois, le tessinois nous rappelle que pour l’EURO par exemple, ce sont environ 20 directeurs de jeu qui sont sélectionnés parmi les 250 arbitres internationaux issus des fédérations européennes. Il n’y a donc pas de quoi crier au scandale pour lui car les choix sont effectués au mieux pour s’assurer du meilleur déroulement possible des compétitions. «Le championnat suisse n’est pas dans les 2 à 3 meilleurs d’Europe» C’est un conseiller d’Etat vaudois, ancien arbitre FIFA, Philippe Leuba, qui tente Arbitrage professionnel Christian Constantin et Philippe Leuba qui ont fait le déplacement à Leysin pour participer au débat sur le thème de l’arbitrage professionnel en Super League. photo: Martin Oertly de replacer les choses dans leur contexte. En effet, la Suisse est un petit pays et de ce fait, le bassin de recrutement est moins important que chez nos voisins européens. De plus, pour l’homme politique vaudois, le championnat suisse n’est pas un des 2 à 3 meilleurs d’Europe, ce qui n’arrange rien à la situation générale. Pour lui, l’arbitrage, pour 50% est constitué des lois du jeu et de la condition physique, les autres 50% sont très étroitement liés au mental et à la préparation de celui-ci. Il faut toutefois préciser, que la Suisse au classement FIFA, est passée de la 93ème place en 1994 à la 16ème place mondiale aujourd’hui. Le football helvétique a réellement évolué de façon positive dans les 20 dernières années. Depuis 1996 en Suisse, des arbitres de hockey sont pros Dans le hockey suisse, depuis 1996, des arbitres sont professionnels et cela fonctionne bien avec un rythme de match particulier. Pour le football, au niveau du professionnalisme, finalement tout le monde semble être d’accord sur le principe mis à part l’ASF qui s’oppose visiblement à l’engagement d’arbitres pros pour le championnat suisse de Super League. A noter que le dernier contrat publicitaire signé entre l’ASF et un partenaire, la somme de 140 millions de francs suisses sera versée sur une durée de 5 ans à l’ASF. Sur cette somme, un montant unique de 200'000 francs suisse par saison sont consacrés à l’arbitrage. Même si les chances de perfectionnement et de reconversion à 45 ans, soit au terme d’une carrière d’un arbitre d’élite, sont faibles, le même choix est laissé aux sportifs d’élite qui, de nos jours, pour la plupart, suivent une formation ou apprennent une profession au début de leur carrière sportive. Cette dernière leur permet également de se réinsérer professionnellement au terme de leur carrière sportive qui se termine souvent bien avant l’âge de 45 ans. Les arbitres de Super League ont tous été questionnés sur leurs besoins à ce ni- veau. Ce sont 10 réponses différentes qui sont parvenues au service gérant les arbitres d’élite. Certains préconisent un engagement à temps partiel afin de pouvoir garder un pied dans le monde professionnel en parallèle de leur activité d’arbitre. D’autres accepteraient un contrat de travail à temps plein afin de pouvoir exercer dans des conditions optimales leur activité sur les terrains suisses et européens. Ce débat a permis aux 10 trios du Service Espoirs Romands d’échanger sur ce thème avec les différents intervenants présents et surtout de se faire une image conforme de la réalité à ce qu’on attend de nos jours des arbitres d’élite dans le football suisse. En effet, il est difficile aujourd’hui de concilier carrière, vie privée et familiale avec l’arbitrage. Ce qui est certain, c’est que cela ne risque pas de beaucoup s’arranger durant les prochaines années. Les attentes envers les arbitres sont de plus en plus pointues et exigeantes dans un monde sportif en évolution. Pourtant, l’ASF tarde à évoluer et à fournir tous les moyens utiles au corps arbitral. 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 21 ASA Regione Ticino Dall’ultima assemblea generale Rapporto di collaborazione ASA - FTC e DSA Lo scorso anno in questa sala, vi ho informato di ciò che stava bollendo in pentola all’interno dell’Associazione Svizzera Arbitri Regione Ticino. Si era partiti sulla base di un sondaggio che è stato pubblicato ed inviato agli arbitri durante il mese di marzo/aprile. La Federazione Ticinese di Calcio ha salutato mente rilevato la Presidenza della DSA la- positivamente questo progetto, demandando sciata vacante da Jean Claude. Preso atto di il tutto alla Direzione della Sezione Arbitrale questa decisione formale da parte della DSA, che lo ha analizzato esprimendo un giudizio senza esserne stati minimamente coinvolti, sostanzialmente positivo sulle idee proposte. sulla base anche di quanto era scaturito dal Idee che potranno essere aggiunte a quelle sondaggio ossia un malcontento diffuso tra della DSA per quanto concerne il progetto ar- gli arbitri, l’ASA ha preso la decisione di so- bitri 2020. stenere un candidato proveniente dal proprio interno. La scelta é caduta poi su Riccardo Proprio a questo scopo recentemente, duran- Valsangiacomo (allora supplente presso il te il mese di novembre, si è formato un grup- nostro comitato) che l’ASA ha sostenuto per il po di coordinamento comune che fisserà tramite delle società. Da parte nostra il comi- obiettivi e requisiti alfine di portare in avanti tato aveva espresso chiaramente il desiderio Dal questionario era emerso che per ASA, un progetto unico per gli arbitri. In questo che per il ruolo di Presidente del nostro setto- Gruppi regionali e Federazione s’intravvede- gruppo di coordinamento faranno parte re, dovesse spettare ad una persona che do- va un quadro piuttosto positivo, certamente Christian Jenzer (gruppo di lavoro), Stefano veva avere un esperienza nella Lega Superio- con margini di miglioramento, mentre per la Meroni (ASA), Claudio Comi , Giosia Poma re, cosa che per Gadina, persona dalle molte- DSA dello scorso anno, l’ immagine scaturita (DSA) e Riccardo Valsangiacomo (FTC). Da plici qualità da noi apprezzate, purtroppo era giudicata quanto meno a tinte fosche per questo gruppo di coordinamento verranno non era il caso. Le società hanno compreso il non definirla con altri aggettivi. poi creati dei gruppi di lavoro settoriali per nostro messaggio e la voglia di cambiamento approfondire i vari argomenti che l’arbitrag- del settore arbitrale e pertanto dopo un ini- Già dai primi risultati forniti, ci era chiaro gio ticinese oggi deve affrontare. Per vostra ziale pareggio tra i due candidati Gadina e che la struttura arbitrale così come si presen- informazione vi comunico che il gruppo di Valsangiacomo, quest’ultimo nella successi- tava, non era più attuale e si basava su un si- coordinamento comune si troverà già a di- va votazione di ballottaggio ha avuto la me- stema vetusto. All’interno della stessa DSA si cembre dove si approfondiranno i vari temi glio, segnando di fatto un cambiamento sto- erano riscontrati problemi di comunicazione ed aspetti. rico nell’arbitraggio Ticinese. Infatti era la Stefano Meroni Vicepresidente interni e anche esterni verso l’ASA e verso i propri arbitri. prima volta che l’ASA sostenesse un candidaE’ sicuramente una bella notizia per tutto il to proprio alle elezioni della FTC, ed ancor movimento arbitrale ticinese che vi sarà nel più sorprendente è stata l’elezione del nostro Da queste problematiche emerse, si era deci- prossimo futuro una riforma positiva ed at- candidato che ha segnato la storia della no- so di costituire un gruppo di lavoro indipen- tualizzata per tutto il settore arbitrale. E per stra Associazione. dente sostenuto dall’ASA che gettasse le basi questo mi sento di dovere di ringraziare tutti per una nuova riforma del settore arbitrale. coloro che permetteranno questo importante Sicuramente si può dire che arbitri e società Riforma che ha visto il suo concreto sviluppo traguardo. hanno dato un segnale forte di volontà di nella costruzione del progetto Vision 2015 22 cambiamento e questo segnale è stato ben re- che è stato presentato durante il mese di Assemblea FTC cepito dagli attuali quadri che compongono maggio dell’anno corrente alla Federazione Come avete potuto apprendere dai media il la DSA. Ticinese di Calcio. primo settembre dello scorso anno si sono svolte le elezioni del comitato FTC. Si trattava A Riccardo, attualmente membro di comitato Qui va un ringraziamento a tutti i membri del di sostituire due membri dimissionari tra i della FTC e della DSA, ringraziamo per es- gruppo di lavoro per il lavoro svolto, In parti- quali il Presidente della DSA Jean Claude sersi messo a disposizione gli auguriamo un colare un ringraziamento lo si deve a Chri- Wüscher. L’ASA ha poi appreso che la DSA proficuo lavoro nella sua nuova veste. Preci- stian Jenzer che ha concretizzato su carta aveva candidato Claudio Gadina quale mem- siamo pure che dopo la sua elezione egli ha tutte le idee scaturite nel progetto. bro di comitato FTC che avrebbe probabil- rassegnato le dimissioni da supplente del co- Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 ASA Regione Ticino mitato ASA, ma collabora fattivamente con la Questo è sicuramente un buon inizio e si sa unità. Attualmente sono già stati formati ol- nostra associazione quale persona esterna. che chi comincia bene e già a metà dell’opera! tre una cinquantina di arbitri e contiamo di Rapporti con DSA FTC e ASA Casi di violenza tale iniziativa, entro l’ inizio della stagione di Per quanto concerne i rapporti che l’ASA La scorsa stagione come tutti voi sapete, gli ritorno. Agli arbitri, durante le formazioni, è mantiene con la FTC direi che durante tutto arbitri sono stati confrontati da una ventina stato consegnata la lista di dove si trovano i l’anno tali rapporti sono stati proficui, di pie- di episodi di violenza che ha spinto la nostra defibrillatori nelle varie infrastrutture spor- na collaborazione, senza particolari proble- associazione a prendere chiaramente le dife- tive. Chi partecipa al corso riceverà in regalo mi e per questo ci sentiamo di ringraziare il se di tutti i nostri associati in quanto si viveva una maglietta che è stata realizzata dall’ASA segretariato ed il comitato della FTC, ma in una situazione insostenibile. Non passavano in collaborazione con la Fondazione Ticino- particolare il suo Presidente Avv. Luca Zorzi settimane dove non vi era qualche caso di cuore e che desideriamo sia portata durante che nei momenti cruciali che hanno caratte- violenza nei confronti degli arbitri. L’ASA la fase di riscaldamento pre partita a partire rizzato la scorsa stagione è sceso in campo aveva scelto pubblicamente di condannare le dalla stagione di ritorno. La stessa dovrebbe personalmente cercando il dialogo con la no- situazioni di volta in volta quando i casi si essere pronta e distribuita a tutti gli arbitri stra associazione. presentavano. Le condanne per alcuni episo- partecipanti nelle prossime settimane. Dal formare tutti gli arbitri che hanno aderito a di sono giunte anche dalla DSA e dalla Fede- canto suo la Federazione ha deciso di soste- Durante l’anno i rapporti con la DSA sono razione Ticinese di Calcio che certamente nere il progetto pubblicando sul proprio sito stati altisonanti. Si veniva dalla passata sta- non è stata a guardare. Per taluni casi anche il link della Fondazione Ticinocuore. Inoltre gione di ritorno dove i contatti tra ASA e DSA la giustizia civile, il Ministero Pubblico ha in accordo con la DSA, durante i prossimi in- erano sporadici e le riunioni intraprese per condannato con sentenza cresciuta in giudi- terventi e riunioni con le varie società è pre- discutere del questionario nettamente in- cato due giocatori, mentre per un terzo la de- visto di poter promuovere questo progetto concludenti. Diciamo pure che sotto l’egida cisione è pendente presso la pretura penale. direttamente spiegando loro l’importanza del preposto uscente l’ASA non aveva mai ac- Le misure intraprese dalla FTC hanno co- fondamentale di poter avere a disposizione quisito grande importanza nel contesto arbi- munque dato buon esito perché durante il gi- un defibrillatore e persone formate all’utiliz- trale ticinese e rilevava solo alcuni lavori di rone d’ andata i casi di violenza contro gli ar- zo di quest’ultimo. A corsi terminati provve- poca importanza. bitri sono notevolmente diminuiti e questo è deremo altresì di pubblicare la lista degli ar- sicuramente un fattore positivo. Non si può bitri formati sul sito della FTC. Con la nomina di Riccardo Valsangiacomo certamente nascondere che qua e la vi sono all’interno della FTC, le cose sono nettamen- stati ancora degli episodi come quello dell’ul- Un ringraziamento particolare il comitato te cambiate. tima giornata che ha visto un arbitro malme- dell’ASA lo vuole porgere al Club del Tappo nato da un genitore, tuttavia, fortunatamen- che ha interamente finanziato tutti i costi di L’attuale DSA del dopo elezioni, guidata dal te, casi come questo, non si sono più ripre- formazione per gli arbitri e che ha permesso preposto Mauro Clerici, ha mostrato una sentati con una certa frequenza. Che il mes- di poter frequentare il corso in maniera gra- grande apertura verso l’ASA. A partire dal saggio effettuato attraverso i media sia effet- tuita. mese di novembre del corrente anno, l’ASA tivamente passato? Statisticamente non lo attualmente viene rappresentata all’interno sapremo mai. Di certo è che la figura dell’ar- Se mi è permesso di fare un appunto, vorrei della DSA con un proprio rappresentante os- bitro è stata notevolmente sensibilizzata tra richiamare quei colleghi che, nonostante il sia dal Presidente Dessaules o dal suo Vice- le società grazie alla DSA ed all’ASA. lavoro perfetto del nostro segretario generale presidente Meroni cosa che non accadeva da Giuseppe Lupica al quale gli sono estrema- Progetto Ticinocuore mente grato e debitore, all’ultimo minuto di- Il nostro comitato quest’anno, sulla scorta sdicono o non si presentano al corso, non fa- Con la costituzione del gruppo di coordina- dei fatti accaduti a Pescara che concernevano cendo sapere nulla o adducendo giustifica- mento comune per realizzare la nuova strut- il giocatore Morosini, si è fatta promotore zioni di natura varia che non elenchiamo. Si tura arbitrale e con l’accesso al gremio della presso la Federazione Ticinese di Calcio e la tratta di una questione di rispetto degli im- DSA da parte di un nostro membro, la stessa Direzione della Sezione Arbitrale dell’istitu- pegni presi, e di coloro che si sono adoperati Direzione della Sezione Arbitrale ha dimo- zione di un corso di formazione BLS - DAE per rendere possibile questi corsi agli arbitri. strato chiaramente di voler trovare delle si- per gli arbitri. Si trattava di formare il mag- Pertanto chiediamo a coloro che devono an- nergie in comune e di voler collaborare con la gior numero di arbitri, istruttori, consulenti cora effettuare questi corsi nelle prossime nostra associazione in maniera fattiva e pro- e consiglieri al massaggio cardiaco con defi- settimane di rispettare la pianificazione ef- positiva. Si può sicuramente dire che questo è brillatore assistito in modo che sappiano fettuata del quale tutti gli iscritti ne sono a un successo voluto ed ottenuto da tutto il co- esattamente cosa fare nel caso in cui dovesse conoscenza. mitato ASA ma che è stato comunque possi- accadere uno spiacevole evento del genere. bile e sostenuto anche dai membri della DSA Qui la funzione dell’arbitro di coordinatore e dal suo preposto Mauro Clerici che ringra- riveste un importanza notevole. Gli arbitri ziamo sentitamente per la situazione attuale. hanno risposto con 152 adesioni sulle 230 diversi anni. 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 23 Lega Nazionale Campo d’allenamento annuale per gli arbitri della SFL Gran Canaria 2013 Dal 19 al 26 gennaio si è svolto alla Gran Canaria il consueto campo d’allenamento per arbitri, assistenti e osservatori della Swiss Football League: il 25 esimo da quando nell’ormai lontano 1989 si è deciso di affinare, attraverso una settimana intensa, la preparazione in vista della seconda parte del campionato svizzero. Francesco Bianchi Osservatore UEFA e SFL Devo dire onestamente che il campo 2013 – per il sottoscritto il 23 esimo, dopo quelli affrontati dapprima in qualità di arbitro LNA, poi di capo della formazione degli assistenti, poi di presidente della Commissione Arbitri e ora come osservatore – è stato uno dei più riusciti degli ultimi anni, da quando cioè il campo è stato destinato unicamente agli ufficiali della SFL. Nel segno dei valori che Carlo Bertolini, capo del Servizio SFL, ha stabilito negli anni scorsi – modello, rispetto, obiettività, tolleranza e gioia – il campo ha pienamente centrato l’obiettivo primario, ovvero quello di rafforzare i nostri valori e le nostre convinzioni, attraverso un intenso lavoro comune. Una squadra molto affiatata di formatori appartenenti sia al Ressort degli arbitri d’élite sia al Referee Department (Bruno Grossen, Daniel Käser e Claudio Circhetta, che tutti noi abbiamo potuto risalutare con piacere tra noi, dopo le sue disavventure di salute) ha messo a disposizione dei partecipanti lezioni di alta professionalità e di indubbio interesse, sapendo saldare insieme capacità tecniche e didattico-metodologiche. Al successo ha contribuito, 24 purtroppo per l’ultima volta, lo psicologo Josef Wermuth, che lascia l’incarico che negli ultimi 10 anni gli ha permesso di diventare uno di noi, grazie alle sue enormi competenze e alla sua empatia. Una splendida laudatio di Andreas Schluchter, coronata da una standing ovation, ha degnamente salutato il bravo Josef, commosso e grato per questo, del resto meritato, tributo alla sua bravura. rezione della propria squadra arbitrale) sia esterna (la direzione dei giocatori e dell’allenatore). Abbiamo preso conoscenza e approfondito attraverso immagini prese dalla realtà del campo di gioco i vari stili di conduzione, da quello del «lasciar fare» a quello collegiale, da quello autoritario a quello compromissorio, e così via. Davvero interessante. Attraverso le due esperienze dirette si arriva a trasmettere all’arbitro le proprie conoscenze: «che cosa pensi di aver imparato oggi dalla gara e dal colloquio di ispezione?», questa è la frase-chiave da cui partire per costruire il ponte. Come ha detto Pierluigi Collina, «la capacità di riflessione e l’ accettazione delle critiche sono oggi le competenze-chiave di un arbitro d’élite». Naturalmente, e non poteva essere altrimenti, ci siamo occupati a fondo del rapporto di ispezione e dell’assegnazione delle note: il rapporto di ispezione si chiamerà d’ora innanzi «rapporto di coaching», perché ogni osservatore sarà chiamato a essere più coach che ispettore. Del resto nel rapporto saranno da distinguere i cosiddetti «marking points» (quelli inerenti l’applicazione delle direttive, la valutazione dei falli, ecc.) dai «coaching points» (il comportamento, la gestualità, la posizione, ecc.). In un prossimo futuro gli osservatori saranno confrontati con un nuovo sistema informatico (Dartfish) che permetterà loro di scendere nello spogliatoio con delle immagini preselezionate e finalizzate al coaching con l’arbitro e la terna. Sono i nuovi confini di questo affascinante compito, che si evolve seguendo i progressi tecnologici. Gli esercizi pratici sulla definizione dei voti da assegnare a una prestazione, partendo da un riassunto, sono stati particolarmente utili a trovare una maggiore uniformità di valutazione. Con Josef Wermuth ci siamo in seguito occupati dell’arbitro come «persona di conduzione», analizzando i vari possibili stili di conduzione, sia interna (la di- Lo stesso si può dire per la lezione sulla valutazione dei falli, in una prima fase con la differenza tra «careless» (imprudenza), «reckless» (temerarietà) o Entrando più nei dettagli delle lezioni e dei workshop che sono stati offerti al nutrito gruppo (oltre 20) degli osservatori, la prima lezione di Bruno Grossen, dal titolo significativo «lernen», ha subito centrato l’obiettivo primario per un ispettore, ovvero quella di come creare una situazione per cui la persona può apprendere, come e cosa insegnare all’arbitro e alla terna di cui si è osservata la prestazione: si tratta di creare un ponte tra la realtà del campo, vissuta dall’arbitro, e quella della tribuna, vissuta dall’ispettore. Imparare è un problema di «trasporto». Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 Lega Nazionale «excessive force» (forza eccessiva) e le conseguenze nelle sanzioni disciplinari; in un secondo passo con la differenza tra «promising attack» (attacco promettente) o «clear scoring opportunity» (chiara occasione da rete) e i criteri per arrivare a una corretta valutazione. In un terzo momento si è proceduto a un’analisi di una gara e alle rispettive considerazioni inerenti la valutazione. Di sempre indubbio interesse la lezione sul fuorigioco, una tematica intrigante che permette di imparare sempre qualcosa di nuovo, anche dopo tanti anni di esperienza come nel mio caso. Personalmente una delle lezioni più utili è stata quella legata al workshop offerto da Markus Nobs sulle «confrontations» e sull’atteggiamento e le priorità che l’arbitro deve adottare in questi casi, una lezione che meriterebbe di essere portata anche agli arbitri regionali. Potrei dilungarmi ulteriormente parlando di altre interessanti lezioni (come quella legata ai segreti e alle peculiarità del sistema di comunicazione che ogni squadra arbitrale oggi adotta nelle gare di SFL, sistema che oggi coinvolge anche l’osservatore, nel caso lo volesse), ma credo modestamente di aver dato a chi legge l’idea del valore e del livello che il campo di allenamento della Gran Canaria raggiunge. Abbiamo avuto anche la fortuna di avere tra noi il responsabile del settore tecnico dell’ASF, Peter Knäbel, per delle interessanti e proficue lezioni di tattica calcistica, perché oggi l’arbitro deve conoscere bene i sistemi e le tattiche di gioco delle varie squadre. E pensare che qualche sprovveduto buontempone potrebbe ancora pensare che gli arbitri, gli assistenti e gli osservatori vanno fin là per divertirsi! Si trat- ta di lavoro duro, intenso (chiedete agli arbitri e agli assistenti di parlarvi degli allenamenti mattutini e serali, dei loro polpacci indolenziti). Quasi ogni giorno 8 ore di lavoro tra pratica sul campo e teoria nelle sale: un tempo ben speso, finalizzato alla messa a punto di tutto il corpo arbitrale che a febbraio si incontrerà di nuovo sui campi di gioco. Il presidente dell’ASF Peter Gillieron ne è rimasto ammirato (era la prima volta che un presidente centrale veniva a visitare il campo) ed è tornato in Svizzera sicuro che gli arbitri, gli assistenti e gli osservatori SFL sono pronti per le sfide che li aspettano. Il gruppo è unito, solido e motivato. E giustamente il capo Ressort Carlo Bertolini ne va fiero, come lui stesso ha ribadito nella chiusura del corso. Dal punto di vista di un arbitro della SFL con l’allenamento serale. Il bel tempo ha favorito lo svolgimento degli allenamenti: le due giornate fortemente ventose non hanno particolarmente disturbato le impegnative sedute condotte dai nostri preparatori Michaël Duc, Roman Jahoda e Oliver Riedwyl. Luca Gut Arbitro Challenge League In barba alle previsioni avverse pronosticate dagli antichi Maya, anche quest’anno gli arbitri, gli assistenti e gli ispettori della SFL si sono riuniti a Gran Canaria per il loro tradizionale corso di preparazione. Le giornate, come d’abitudine, sono state sempre ben strutturate: una sessione di teoria e un allenamento fisico al mattino, e dopo il pranzo in hotel e un breve momento di riposo, si riprendeva con i Workshop scelti in precedenza tra quelli sottoposti ai partecipanti e la giornata terminava Le lezioni teoriche sono state interessanti, arricchenti e presentate dai membri del Referee Department: insieme a Daniel Käser, sono state particolarmente apprezzate quelle di Bruno Grossen, Markus Nobs, Claudio Circhetta, e Josef Wermuth: ciò dimostra una volta di più che nell’arbitraggio come nella vita non si finisce mai di imparare. Interessante, al di là delle lezioni prettamente tecniche (analisi video, personalità, tattica, attività nella zona tecnica, teamwork), quella legata all’allenamento in presenza dei media, incentrata sul comportamento corretto da tenere nel corso delle interviste dopo-gara. Sono state simulate, con il responsabile di TeleClub, varie situazioni delicate e impreviste. Gli allenamenti mattutini. sempre ben impostati e diversificati, hanno abbinato due componenti essenzia- li: il divertimento (tramite giochi, gare ecc.) e l’intensità. In questo modo le sessioni di allenamento sono risultate divertenti...e nemmeno ci accorgevamo che le gambe diventavano sempre più pesanti e doloranti. Del resto l’ottimo lavoro del fisioterapista e dei massaggiatori ha contribuito a preservare la buona forma. Gli allenamenti serali rivestivano maggiormente una componente di spasso. Di gicoo. Si poteva scegliere a piacimento tra varie attività. La più divertente e intensa è risultata certamente il Waterpolo...: difficile immaginare cosa poteva capitare in 45’ di gioco intensissimo, senza regole, nella piscina dell’hôtel... sotto lo sguardo divertito degli ospiti dell’albergo, che ci osservano dai balconi delle loro stanze. Se avessimo fatto la stessa cosa in centro a Bellinzona, non avremmo giocato più di 5’visto il netto superamento dei Decibel permessi! In conclusione possiamo dire di aver vissuto una bella settimana, che ci ha permesso di prepararci al meglio in condizioni ottimali per l’imminente girone di ritorno. 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 25 Futsal Regione FTC Tre arbitri ticinesi per la prima semifinale della SFPL Arbitri della semifinale. Foto: Kurt Mathys Stefano Meroni Redattore Arbitro Svizzero, parte italiana Il primo campionato della Swiss Futsal Premiere League (massima categoria in Svizzera) è terminato. 26 Gli arbitri Ticinesi, come di consuetudine, hanno potuto mostrare tutto il loro valore confermandosi brillantemente nelle varie categorie. A dimostrazione di tale fatto, dopo aver diretto molteplici incontri della Swiss Futsal Premiere League, i tre ticinesi composti da Stefano Meroni, Mario Balmelli ed Arslan Ferhat, accompagnati dal collega confederato Daniel Matko- Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3 vic, sono stati chiamati a dirigere la prima storica semifinale della massima categoria in Svizzera che si è tenuta sabato 2 febbraio 2013 a Wettingen presso la palestra Tägi tra il Maniacs ed il Ginevra. Partita questa che durante un lungo periodo si è giocata sostanzialmente in parità dove solo nelle parte finale di gara il Wettingen è riuscito ad imporsi dilagan- Futsal Foto di gruppo con arbitri e squadre. Foto: Kurt Mathys do con il risultato di 6 a 1. In ogni caso è stata una bella vetrina quella calcata dagli arbitri ticinesi a rappresentanza del futsal nella propria regione. Buone pure le prove offerte anche dai colleghi Marco Spiezia in LNA e dal novello Michele Cassiani in LNB. Il campionato ha poi visto nel suo ultimo atto finale la qualificazione delle squa- Sul versante delle squadre ticinesi, purtroppo nulla da fare per il Lugano Pro Futsal che non è riuscito a qualificarsi per l’ascesa al massimo campionato. Secondo tentativo fallito per gli uomini di Admir Batlak. Comunicato GALV Graziano Cebulski Presidente GALV Cari colleghi arbitri, nel nostro gruppo regionale, GALV, di eventi purtroppo non ce ne sono stati molti, per mancanza di fondi, di arbitri, e anche un po di tempo. le idee sono molte ma purtroppo non si puo' fare molto. Anche quando questa Estate abbiamo organizzato la giornata in memoria del collega Vaghi Ernesto, la partecipazione è stata molto minima.La stessa problematica, magari in maniera meno marcata ce l'ha pure il gruppo regionale del GFBV. Allora ci siamo chiesti se non era meglio fare un solo gruppo e unire le forze facendo una fusione fra GALV e GFBV. Per tutto questo ci troveremo nel mese di marzo per discuterne . Se tutto va bene, ma penso che la maggior parte sara' d'accordo, nascera' il nuovo gruppo regionale, magari lo chiameremo GASC ovvero Gruppo Arbitri Sopra Ceneri. In attesa di tutto questo, auguro a tutti un buon inizio di stagione. dre del Minerva ed il Wettingen, dando cosi vita alla prima finalissima della nuova Swiss Futsal Premiere League. Si è imposto quale campione Svizzero la squadra del Minerva battendo il Wettingen per 7 – 2. Per contro il Giubiasco Futsal dopo un brillante campionato trascorso in LNB, ha avuto accesso alle partite di promozione dove si è imposto di misura contro il Thun con un risultato di 5 a 4. Partita questa che gli è valsa la promozione nella Lega Nazionale A, dove a partire dal prossimo campionato sarà in compagnia del Lugano. E si preannuncia un succulento Derby stagionale … Il primo della storia ticinese! 3 ● Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero 27 Gruppi Regionali Gruppo Arbitri Mendrisiotto Torneo GAM in pillole Il torneo del Gruppo Arbitri Mendrisiotto è stato vinto dalla Guardia di Finanza di Ponte Chiasso che hanno disputato la finale contro la squadra degli arbitri di Friborgo con il risultato di 3 – 2. Foto: Lucia Grassi 28 Schweizer Schiedsrichter ● L’Arbitre Suisse ● L’Arbitro Svizzero ● 3